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tischen Bundesgenossen die Bulgaren sozusagen in letzter Minute enger an sich yeranzuziehen oder wenigstens doch von gegenteiligen Entscheidungen abzutzallen Man hat in London offenbar verkannt, daß der Vertrag nichts anderes war, als eine Maßnahme der bulgarischen Politik, um durch Klar­stellung des Verhältnisses zum türkischen Nachbarn die Freiheit der eigenen Entschlüsse zu sichern. Wenn man nun nach den vollzogenen Tatsachen, die em Fehlschlägen der eigenen Hoffnungen bedeutet, m London eine ruhiae Gelassenheit mimt, so kann diese Komödie nicht darüber Hinwegtäuschen, daß mit Bulgarien dem strategischen Kernstück des Balkans, Englands militärischen Kriegsauswel« tungsplänen, soweit sie auf den Balkan zielten, der Boden Entzogen wurde. In diesen Plänen war der Balkan für den Flankenstoß gegen die Achsenmächte auserselMn worden, für den man in Vorderasien und in Nordafrika eine strategische Grundlinie aus­zubauen sich müht. Man weiß, daß Eden, der seit der Entsendung von Lord Halifax nach Washington, wieder an die spitze des Foreign Office getreten :st, schon als Kriegsminister diese Orientpläne besonders forciert hat. Sein Besuch in Ankara sollte den türkischen BundesgeMsen aus seiner abwartenden Haltung herauslocken. Er soll ihm für eine aktive Unterstützung der britischen Kriegspläne S y r i - n versprochen haben, womit die englische Politik nur eine alte Tradition fortsetzen würde, erst einmal fremdes Eigentum in Zahlung zu geben, bevor man in den eigenen Säcke! greift. Aber es ist an» zunehmen, daß die Türken in dieser englischen Suppe nicht nur ein Haar finden werden. Denn Syrien, das Herr Eden ihnen so freigebig anbietet, ist französisches Mandatsland. Es hat sich für die Regierung von Vichy erklärt und schon vor Mo» naten einen scharfen Trennungsstrich gegenüber dem ehemaligen britischen Bundesgenossen gezogen, der von dem benachbarten Palästina aus schwerlich einen Handstreich im Stil von Dakar und Libreville wagen könnte, ohne auf entschiedenen Widerstand zu stoßen

Die Türken müßten sich also erst selber holen, was man ihnen so großmütig offeriert, und dazu werden sie kaum Lust verspüren, denn Syrien ist ja nicht nur französisches Mandatsgebiet, sondern auch ein arabisches Land? Zeder Versuch, es wieder unter die Türkenherrschaft zu beugen, müßte auf die gesamte arabische Welt wie ein Keulenschlag wirken und den Bestrebungen nach Herstellung einer Solidarität der arabischen Völker, deren Seele der König 3bn Saud ist und deren Verwirklichung nur gegen England denkbar ist, Oberwasser geben. Daß Eden es überhaupt wagt, den Türken diesen Köder vor die Nase zu halten, beweist die Ausweg» losigkeit der britischen Orientvolitik, die offenbar die Hoffnung, die arabischen Völker wie einst im Welt­krieg vor den englischen Wagen zu spannen und diesmal gegen Italien mobil zu machen, bereits zu Grabe getragen hat. Aber.auch vom rein türkischen Standpunkt aus wäre es schwer begreiflich, daß man sich in Ankara für diese Pläne Edens er­wärmen könnte Die moderne Türkei, die Schöp­fung Kemal Atatürks, ist eine ganz andere als das Reich der türkischen Sultane, die nur durch schlaues Lancieren zwischen den Großmächten und blutige Unterdrückung jeder nationalen Regung der vielen von ihnen beherrschten nichttürkischen Völker die Reste der in den Feldzügen der beginnenden Neu­zeit gemachten Eroberungen mühsam zusammenzu­halten vermochten. Der Verlust Mazedoniens und des größten Teils von Thrazien im ersten Balkan­krieg. die Einbuße von Tripolis im Krieg gegen Italien und schließlich die Zwangsomputation der arabischen Reichsbälfte noch dem unglücklichen Ausgang des Weltkrieges haben aus der Türkei einen geschlossenen Nationalstaat gemacht, der zwar immer noch völkische Probleme in sich birgt, denn neben etwa 12 Millionen Türken siedeln in Ana­tolien, auf das j.i die moderne Türkei im wesent­lichen beschränkt ist, 1,2 Millionen Kurden, die weit­aus stärkste und schwierigste nationale Minderheit und je etwa 100000 Araber, Griechen, Tscher- kessen und Juden. Aber die Armenier sind bis auf rund 65 000 ausgerottet oder vertrieben und 1,5 Millionen Griechen haben in dem großen Be- völkerunasaustausch n-^rh dem türkisch-griechischen Friedensschluß 1923 Kleinasien verlassen und in Griechenland eine neue Heimat gefunden. Wenn die Türken so damals aus der Not eine Tuaend gemacht haben und im Kerngebiet ihres alten Reiches einen Nntlonalftaat schufen d"r ans feiner national-n Ge­schlossenheit seine stärkste Kraft nimmt, so ist nicht einzusehen, warum sie Edens saure syrische Trau­ben locken sollten, eine starke Steff'ma hU sie einer ebenso weisen wie konsequenten Beschränkung ver­danken, preiszugeben aeqen eine erneute Pelastunq mit dem heißen Eisen des arabischen Problems, an dem sich nach den Türken selbst auch Engländer und Fr^nwien schon so erheblich die Hände ver­brannt haben.

pudern hat man in Ankara nicht vergessen das türkisch-bulgarische Abkommen ist ja der beste Be­weis dafür daß das türkische Staatsgebiet noch immer, wenn auch nur noch mit 24 000 qkm lvon insgesamt 760 000 qkm), über Dardanellen, Mar­marameer und Bosporus hinweg nach Europa hineinragt, also in den Raum, dessen Neuordnung die Achsenmächte in Angriff genommen haben. Uno wenn auch die moderne Türkei, auch hier ihrer neuen Linie getreu, ihren politischen Mittelpunkt nach dem anatolischen Ankara verlegt hat, so bleibt doch Istanbul, das alte Konstantinopel, mit 750 000 Einwohnern die weitaus größte Stadt des Landes und trotz ihrer nun ganz peripheren Lage doch von politisch,' strategisch und wirtschaftlich gleich eminenter Bedeutung. Schließlich steht die Türkei in einem Verhältnis zur Sowjetunion, d-as ihr gewisse Rück­sichten auferlegt, wie ja die Vorbehalte, die sie beim Abschluß der Garantieverträge mit England und Frankreich im Frühjahr 1939 machte, schon bewiesen haben. Auch das Bündnis von Saadabod mit beit andern vorderasiatischen Staaten Iran, Afghanistan und dem Irak so wenig man von ihm in letzter Zeit auch gehört haben mag, wird schwerlich eine Stütze für eine sich auf den englischen Kurs feft« legende Türkei fein, denn zumindest die beiden erst­genannten Mächte stehen zu England kühl bis ans Herz hinan, und der Irak ist, wenn auch offizieller Bundesgenosse Englands, wie unser gestriger Bericht aus Bagdad erkennen ließ ein brodelnder Herd widerstreitender Kräfte, den die Flamme des ara­bischen Nationalismus leicht zum Ueberkochen brin­gen könnte Es gibt also eine R-ihe wesentlicher Fak­toren, die die Türkei zur größten Vorsicht gegen­über den britischen Lockungen mahnen, und es ist anzunehmen, daß Eden bei seinem Besuch in An­kara trotz seiner ostentativ zur Schau getragenen Sicherheit und trotz derUebereinftimmunq der Auf- faffungen", die das amtliche Kommunique über die Besprechungen in den üblichen Redewendungen lest- stellt, doch etwas gespürt hat von dieser Vorsicht, mit Der die Türkei ihrer Lage gerecht zu werden versucht

Don Ankara ist GDejj in Begleitung des Reichs­generalstabschefs Sir John Dill nach Athen ge»

Wie einbritischer Frieden" aussehen würde.

Ganz Europa Ausbeutungsobjekt -er Londoner Börse.

Berlin, 7. März. (DNB.) Um die Vereinigten Staaten durch unerschütterlichen Optimismus zu er­mutigen, noch recht viel für das halbbankrotte Empire zu investieren, läßt Churchill von jenseits des Atlantik Erzählungen auftischen, wie England nach dem Kriege Europaordnen" will. Sol­chen Londoner Zweckoptimismus gibt der Heraus­geber desMinneapolis Star Journal" John E o w l e s in feiner Leitung wieder. Er bezeichnet ihn als feineEindrücke in England" auf einer kürzlichen Reife.

Ein siegreiches England", so schreibt er,würde Deutschland ständig eine Wehrmacht und eine zivile Luftflotte vorenthalten. Auch die Ausbildung deutscher Piloten oder die Fabri­kation von Flugzeugen würde verhindert werden." Trotzdem, so haben die Engländer ihren amerifani- schen Besuchern vorgeheuchelt, würde Deutschland als freie Nation fungieren" können. Wie, das wird gleich angegeben: Falls Deutschland etwa eine Luft- oerbmdung seinerHauptstädte!" mit dem übrigen Europa wünsche, müsse oiefer Luftverkehr entweder von den Engländern oder einer internationalen (sprich: jüdisch-englischen) Gesellschaft durchgeführt werden.

Wie England weiter den ganzen europäischen Kontinent zum Ausbeutungs- und Herrschaftsob- jekt machen will, hat man Mr. Cowies ebenfalls verraten. Die englischenFührer" seien fast aus- nahmslos der Ansicht, daß irgend eine neue Dölkerliga geschaffen werden müsse. Mit einer Lustmacht wollten sie eine internationale Polizeiaufsicht durchführen. Am meisten aber scheint den Engländern die Wiedererrichtung einer unbeschränkten Herrschaft der Lon»

doner Börse über alle Weltmärkte und vor allem die europäischen Absatzgebiete am Herzen zu liegen. Sie würden sich bemühen, berichtet Cowies, einen großen Teil Europas zu einemfreien Han» delsgebiet mit niedrigen Zollschranken" zu machen, wenn man auch immerhinden deutschen besetzten Gebieten" diepolitische Souveränität zugestehen wolle.

DenMut", kurz vor dem Frühjahr 1941 von besetzten deutschen Gebieten" zu sprechen, kann man wohl nur Der bekannten amentia britannica, also einer durch die ständigen englischen Nieder­lagen bedingten Geistesstörung zuschreiben. Der Plan, ganz Europa zu einer britischen Ausbeu­tungskolonie zu machen, zeigt aber, wie gewaltig das Durcheinander im englischen Wirtschaftsgefüge sein muß. Die Störung und Unterbrechung aller normalen Handelsbeziehungen des Jnfelreiches, der Ausfall der 'damit verbundenen Einkünfte und die Schwierigkeiten der Versorgung lassen die durch deutsche Bomben bereits aus ihren City-Kontoren vertriebenen Londoner Geldsäcke und Finanzgrößen den verwegenen Gedanken fassen, einen Ausgleich zu schaffen durch die Unterjochung des ganzen euro­päischen Festlandes. Hier tritt britisches Denken am krassesten hervor. Diese Plutokraten kennen nichts anderes als ihren Geldsäckel. Und so geht es denn nicht in ihren Kopf hinein, daß dessen Macht dahin ist und alles Pläneschmieden, wie man ihn nach dem britischen Sieg" wieder auffüllen könne, eitel Lug und Trug ist. Englands Schicksal ist entschieden. Der Führer hat vorgebaut, daß Deutschland nicht zum zweiten Male einenglischer Friede" beschie» den ist.

Die Schlacht von Keren.

Zäher Widerstand hält den britischen Vorstoß auf Eritrea auf.

R o m, 7. März. (DNB.) Einer Korrespondenz des Popolo d'Jtalia^ aus Addis Abeba entnehmen wir Schilderungen über die erbitterten Kämpfe u m Keren:

In langen Monaten der Vorbereitung hat der Feind über 100 000 Mann, bestehend aus englischen und eingeborenen Truppen, an der Grenze des Su­dans konzentriert. Durch diese Truppenkonzentration wurde die Laae für unsere Frontbesatzungen und die Gruppen, Die bereits auf feindliches Gebiet bis über Cassala hinaus vorgedrungen waren, äußerst heikel und bedrohlich. In den ersten Februar­tagen wurden unsere Fronttruvpen auf das Ge­biet von Keren zurückgezogen, einem Punkt, der genau in der Marschrichtung bes Feinbes lag, welche auf bas Herz von Eritrea, Asmara, hinzielt. Dort wurde bas erste Widerstandsbollwerk errichtet. Die feindlichen motorisierten Truppen, die auf dieser Tiefebene Eritreas schnell vorstohen konnten, versuchten am 3. Februar einen lieber« raschungsangriff auf unsere sich gerade neu ordnen­den Truppen. Sie tourben jedoch zurückgeschlagen. In den folgenden Tagen wurden auch Nachtangriffe versucht, unterstützt durch Artillerie. Auch die feind­liche Luftwaffe griff mit ein, ebenso wie von unserer Seite zahlreiche Luftbombardements feindlicher Truppen und erbitterte Luftkämpfe erfolgten. Der Feind versuchte unseren linken Flügel zu umzingeln. Aber er stieß auf unseren zähen Widerstand. Frische feindliche Kräfte wurden auf das Schlachtfeld ge­worfen und mit ihnen Dutzende von Tanks, aber auch von unserer Seite wurde die Verteidigung ver­stärkt. Am 11. Februar entfesselten die Engländer einen gewaltigen Massenangriff, der sich bis zum VergeA mba, westlich von Keren, vorschob. Nach einigen blutig verlaufenen Gefechten konnte durch unseren heftigen Gegenangriff die Lage wieder völlig hergestellt werden. Die folgenden Tage brachten ständige Versuche des Feindes, sich den

Durchgang zu erzwingen, aber stets wurde er zu­rückgeworfen. Die Schlacht von Keren kennt keine Pause. Der Feind versucht immer wieder unter gro­ßen Opfern das Hindernis, welches feinen Vorstoß nach Eritrea aüfhalt, zu überwinden. Aber noch steht dieses Bollwerk, und die Verteidiguna durch die ita­lienischen Truppen wird immer zäher und erbit­terter.

Der italienische Bericht.

Luftangriff auf Geleitzug im östlichen Mittelmeer.

Nom. 7.März. (DNB.) Der italienifche Dehr- machlbericht vom Freitag hat folgendeu Wortlaut:

von der griechischen Front ist nichts von Bedeutung zu melden.

3n Nordafrika haben unsere Flugzeuge einen feindlichen Flugzeugslühpunkt bombardiert. Flug­zeuge des deutschen Fliegerkorps haben Marschkolon­nen und Truppenanfammlungen angegriffen. 20 Kraftfahrzeuge wurden zerstört und viele andere schwer beschädigt. Des weiteren wurden Baracken und Zeltlager in der Umgebung von Derna bom­bardiert, wobei Brände entstanden. Andere deutsche Flugzeuge haben militärische Ziele von La Va­letta auf Malta bombardiert. 3m östlichen Mittelmeer haben unsere Flugverbände in einem stark geschützten G e l e i t z u g fahrende feind- liche Schiffe angegriffen und einen Kreuzer, einen Zerstörer und drei Dampfer getroffen.

In O st a s r i k a wurde ein feindlicher Angriff bei fiurmuk im oberen Sudan abgewiefen. 3n dem gestern gemeldeten Gefecht bei fieren wurden dem Feind beträchtliche Verluste beigebracht.

flogen, um dem einzigen aktiven Bundesgenossen Englands den Rücken zu stärken. Nach Meldungen französischer Blätter, über die wir gestern schon be­richteten, soll Churchill mit seiner üblichen Hemds­ärmeligkeit in einer Botschaft, Deren Ueberbringer Eden war, Den griechischen Ministerpräsidenten vor einem Sonderfrieden mit Italien gewarnt haben, dafür aber in Aussicht gestellt haben, notfalls die griechische Königsfamilie an Bord eines britischen Kriegsschiffs außer Landes zu bringen. Große Chancen scheint man also den Griechen nicht mehr zu geben, und die Engländer selbst sehen offenbar auch wenig Möglichkeiten, die Widerstandskraft Griechenlands zu stärken in einem Augenblick, wo in Albanien der Krieg vermutlich in eine neue Phase erhöhter Aktivität treten wird. General Waoell, der auf seinem Feldzug durch die Syrte nicht voran­kommt, wird sich nur schwer zur Abgabe von Trup­pen für die griechische Front bereitfinden, und ohne britische Waffenhilfe ist die militärische Lage für Griechenland recht heikel. Jedenfalls spürt Italien den Wandel des Kräfteverhältnisses, der durch Den Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt und Den Einmarsch deutscher Truppen im östlichen Mittel» meerraum' eingetreten ist, als eine wesentliche Er­leichterung seiner strategischen Lage. Daß Wavell Tripolis trotz aller Anstrengungen bisher nicht hat erreichen können, macht Die britische Hoffnung zu­nichte, im Frühjahr Italien aus einer großen, von Aegypten bis Tunis reichenden nordakrikanischen Front angreifen zu können und dabei noch Truppen für einen Oifensivstoß auf dem Balkan frei zu Haden. Daß angesichts dieser Schwierigkeiten, die griechische Front durch Entsendung britischer Truppen zu ent- lasten, den Engländern das Schicksal ihres griechi­schen Bundesgenossen ernstliche Sorge bereitet, ist begreiflich. So hat die erneute diplomatische Nieder­lage Englands auf dem Balkan auch scbw er wiegende militärische Rückwirkungen. Die neue Lage, Die aus Bulgariens Entscheidung erwachsen ist, zwingt Eng­land zu Aenderungen seines Plans, Die, wie sie auch aussehen mögen, nur noch Verlegenheitslösungen suchen können. Die politische und militärische Initia­tive liegt fest in der Hand Der Achse. Der Balkan ist gegen die britischen Kriegsausmeitungsversuche sicher abgeschirmt. Dr. Fr. W. Lange.

Generalfeldmarfiball List in Sofia.

S o f i a , 7. März. (DNB.) Der Oberbefehls­haber der deutschen Truppen in Bul­garien, Generalfeldmarschall List, ist heute zu einem kurzen Besuch in Sofia eingetroffen. Gene- ralfeldmarschall List wurde wie wir schon gemeldet haben in Begleitung Des deutschen Gesandten, Frei­herr von Richthofen, von König Boris, vom Ministerpräsidenten Filvff, vom Außenminister

P o p o f f und vom Kriegsminister D a s k a l o f f empfangen. Während feines Aufenthalts in der bul­garischen Landeshauptstadt hat Generalfeldmarschall List dem Oberkommandierenden der bulgarischen Armee im Weltkrieg, Nikola Schekoff, einen Besuch abgestattet.

Nie britischen Truppen in Nordafrika.

Rom, 7. März, lieber die britischen Streitkräfte in Nordasrika berichtetGiornale d'Jtalia". Unter ihnen seien vor allem drei britische Panzer­divisionen. Eine von ihnen sei schon vor Dem italienischen Kriegseintritt nach Nordafrika geschickt worden, die beiden anderen im Sommer vergan­genen Jahres. Ferner wisse man von drei indi­schen, drei australischen, amei neusee­ländischen und einer polnischen Division. Die letztere befinde sich zwischen Aegypten und Palästina. Schließlich stünden bei Den Engländern noch einundeinehalbe Brigade Franzosen. In P a l ä st i n a selbst stünden als Reserve mindestens weitere Drei aus Engländern und Australiern gemischte Divisionen. In C y p e r n sei schließlich eine englische Äivision stationiert. Zu Den Empire­kräften an Der Mittelmeerfront müßten noch Die hinzugezählt werDen, Die sich an Den oftafri- konischen Fronten Italien entgegengefteüt hätten. Man könne ungefähr mit 120 000 SofDaten an Der S u D a n f r o n t und mit über 100 000 Soldaten an Der Keniafront rechnen. Auch unter ihnen befänden sich neben Engländern Süd­afrikaner. Inder, Sudanesen und französische Ab­teilungen. In Aden befinde sich eine Reserve von rund 25 000 Mann.

Sabotage

in Englands Auftrag.

Britischer Honfulatsbeainter Auftraggeber einer Terrorgruppe in Dalmatien.

Belgrad, 7. März. (DNB.) In Der dalmatini­schen Hafenstadt Split wurde wie schon ge» meldet dieser Tage eine in englischen Diensten stehende Sabotaaebanöe verhaftet. Der Leiter war Der als Politiker mit westdemokratischer Ein­stellung bekannte frühere Abgeordnete Pasch- t r o w 11 s ch , technischer Leiter ein tschechischer Emi­grant, der pensionierte Schiffskapitän Josef Res­tern, Der als Spezialist für Schiffssabotage gilt. Die Gruppe sollte für ihre englischen Auftraggeber in Schibanik und anderen dalmatinischen Häfen a u f ladenden deutschen Schiffen Spreng»

Oer Wehrmachtbericht

Berlin, 7. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Lin Unterseeboot versenkte zwei bervafsnet« feindliche Handelsdampfer mit zusammen 12 061 BRI.

3u Tkordasrika belegten deutsche fiampsflle- gerverbände bei Derna Fahrzeugkolonnen. Trup­penansammlungen und Barackenlager mit Bombe« leichten und mittleren fialibers. In den Lagern ent. standen heftige Brände. Zahlreiche Fahrzeuge wur. den zerstört, Gebäude durch Volltreffer vernichtet oder beschädigt. Ein Verband deutscher Sturzkampf, flugzeuge bombardierte in den gestrigen Abend­stunden die Hasen- und Dockanlagen von La Da­le 11 a auf der Insel - Malta mit guter Wirkung.

Bei Angriff-» gegen verschiedene Flugplätze in Süd- und Südoslengland erzielten Kampf­flugzeuge mehrere Treffer in hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen. Mehrere Flugzeuge wur­den am Boden zerstört. Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung belegten in Sud- und Südoftengland die Hafenanlagen mehrerer Städte, darunter auch Lon­dons, wirksam mit Bomben. Ein Kampfflugzeug führte einen kühnen Tiefangriff gegen das Flug, zeugwerk Fllton durch. Bomben schweren fialibers zerstörten eine große Montagehalle. Metz, rere fertiggestellte Flugzeuge wurden mit Bord­waffen beschädigt.

Die Aufklärung über dem am 5. März angegrif- fenen Flugplatz halfar auf der Insel Malta er­gab starke Zerstörungen an den Flugplahanlagea. U.a. sind drei schwere Kampfflugzeuge, eine Werk­statthalle und eine Baracke vernichtet, mehrere Hal- len und Flugzeuge schwer beschädigt.

Der Feind flog weder bei Tag noch bei vachk in das Reichsaeblet ein.

Beim Angriff auf das Flugzeugwerk Fllton zeich­nete sich die Besatzung des angreifenden Kampf­flugzeuges Oberleutnant hollinde, Oberfeldwebel Lebuda, Unteroffizier Weber und Gefreiter Schil­ling besonders aus.

I a b u n g e n anbringen, die Die Schiffe auf offe­nem Meer zum Sinken bringen sollten. Der Auftrag konnte infolge äußerer Umstände nicht durchgeführt werden. Deshalb erhielt die Sabotage- aruppe von ihren englischen Auftraggebern Den Be­fehl, italienische Holzlager an der dalma­tinischen Küste in Brand zu setzen. Die Polizei konnte auf diese Sabotagepläne rechtzeitig aufmerksam ge­macht werden, worauf sie Die Sabotagemruppe ver­haftete. Gleichzeitig wurde ein Lager von 40 Brand­bomben und Sprengkörpern beschlagnahmt.

Als englischer Auftraggeber wird von Den Verhafteten Der Beamte des britischen Konsu­lats in Agram, Hudson, angegeben. Don Den zu­ständigen jugoslawischen Stellen wird Darauf hin- gewiesen, daß schon seit längerer Zeit bei Den zahlreichen englischen Kurieren, die be­sonders aus Athen nach Beltgrad kommen, auf­fallend schweres Gepäck in Form von Kassetten festgestellt wurde, Deren Inhalt verdächtig erschien. Manche Kuriere hatten bis zu 20 dieser Kassetten in Den Schlafabteilen. Die Kassetten waren so schwer, daß sie ein Mann kaum heben konnte. Der Verdacht scheint nicht unbegründet, daß diese Kassetten Sprengstoffe enthielten, die bei Sabotageakten wie den jetzt in Split aufgedeckten Verwendung fin­den sollten. Da die Kassetten alsdiplomatisches Ku­riergepäck" galten, hatten Die jugoslawischen Be­hörden keine Handhabe, sich über ihren Inhalt näher zu informieren.

Aqraroffeassve"in Rumänien

Bukarest, 7. März. (DNB. Funkspr.) Staatsmini­ster Michael Antonescu, der Neffe des Staatsfiih» rers, machte der Auslandspresse'Ausführungen über Den Besuch Des Staatsführers bei Reichsmarschall Göring, wobei er den großen Nutzen hervorhob, Den Rumänien aus der intensiven wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland ziehen werde Im Volksentscheid sei das rumänische Volk aufge­rufen worden, sich zur Person des Staatsführers Antonescu zu bekennen. Dies sei mit einer in Der Geschichte Der rumänischen Wahlen einzigartigen Beteiligung geschehen. Dadurch sei Der Thronwechsel vom 6. September 1940 und Die neue Außenpolitik Rumäniens vom gesamten Volk ratifiziert worden.

Das Programm Der Regierung sehe vor, daß die Dauern endlich einmal in den Genuß Der Früchte ihrer Arbeit kommen die ihn-n bisher noch von jedem Regime oorenthalten worden feien. Das landwirtschaftliche Vermögen müsse vermehrt und darüber hinaus zu einer regelrechten Agrar­offensive geschritten werden Der Staatsführer denke an öffentliche Arbeiten, die vom Staat gelenkt und wobei zunächst ein dem deutschen ähnlicher Arbeitsdienst geschaffen werden müsse.

Der neue rumänische Gesandte für Berlin.

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Der bisherige rumänische Gesandte in Bern, Raoul von B o s s y , wurde wie schon gemeldet zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Rumäniens in Berlin ernannt Gesandter von Bossy war vorher Gesandter Rumäniens in

____Rom, (Associated-Preß-Bild-M.)