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Karikatur in

hing mit dem Gruß an den Führer.

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Forderungen an die Lustschuhgemeinschast

Gondergericht in Friedberg

Schickt Illustrierte an Oie Front!

Der Frontsoldat wird dafür dantbar sein.

Verdunkelungszeit

6.11. von 17.43 bis 8.25 Uhr.

könne als ein ausführlicher ------------

Nach girier Gegenüberstellung der geistigen Volks- ührung bei uns und bei den Gegnern zeigte der Redner an Hand eines sehr geschickt ausgewählten, umfangreichen Lichtbildermaterials, wie die feind­liche Propaganda gegen uns arbeitet, mit welchen unsauberen Mitteln und welchen Scheinargumenten ie die ihr erreichbaren Völker bearbeitet und gegen Deutschland zu Felde zieht. Die Reihe der Karika­turen wurde eröffnet mit Beispielen der Dorkriegs-- karikatur, aus dem Weltkriege und aus der ersten Zeit dieses Krieges, besonders aus französischen und englischen Blättern. Es zeigte sich, daß die Methoden des internationalen Judentums überall in der feind-

braucht ist.

Bilder aus Amerika belegen, wie sich die Feind­propaganda beispielsweise mit Einrichtungen des Staates und der Partei glaubt auseinandersetzen zu

Kontrollen der Böden und Treppenhäuser nach Brandbomben durchgeführt wurden, muß jetzt eine Kontrolle während des Angriffs so oft verlangt werden/ wie feindliche Flieger das Haus oder seine Umgebung überfliegen. Durch Schlitze oder Guck­löcher muß es möglich fein, auch sämtliche einzelnen Bodenkammern zu übersehen. Besser ist es, wenn die Bodenkammertüren überhaupt offenbleiben. Um den Einsatzkräften den sofortigen Eintritt zu er­möglichen, müssen die Bodenkammern ohne große Schwierigkeiten geöffnet werden können. Die Kon­trollkräfte müssen deshalb geeignete Geräte wie Beil, Hammer usw. mitführen. Die Begehung der Böden und der oberen Stockwerke während des Fliegeralarms ist eine so außerordentlich wichtige Maßnahme, daß sie allen Luftschutzwarten beson­ders ans Herz gelegt wird. Dor jeder Oberflächlich­keit ist zu warnen.

Auch die Wohnungen der oberen Stockwerke müs­sen kontrolliert werden, wozu die Mieter zweck­mäßig selbst eingesetzt werden. Es kann auch nichts schaden, wenn in den Wohnungen gewisse Vorsichts­maßnahmen getroffen werden, wenn man beispiels- roeife abends Teppiche, Polstersessel und sonstige leicht brennbare Gegenstände vom Fenster abrückt, so daß ein fallende Brandbomben nur den Fußboden in Brand setzen können.

Der Aufsatz appelliert an alle, mitzuarbeiten an der Sicherung ihres Hauses und am Schutz ihrer Familien. Denn jeder kann betroffen werden!

Oke poliiische Karikatur im geistigen Kampf der Gegenwart Lichtbildervortrag von Dr. Lehmann im'Gießener Vortragsring.

gen der NSV. sind in erster Linie auf dieses Ziel ausgerichtet: Die Mutter-und-Kind-Heime, die Müttererholungsheime, die Jugenderholungsheime, die Kindertagesstätten, die Kindergärten, die Kin­derkrippen, die Hilfsstellen Mutter und Kind,.die Schwesternstationen, die Jugendheimstätten, die Säuglingsheime, die Entbindungsheime, die Haus­haltshilfen und der NSV.-Bahnhofsdienst... Da­mit sind aber diese der Wohlfahrt der Mütter und Kinder dienenden Einrichtungen der NSV. noch keineswegs erschöpft. Daß in diesem Rahmen die Frauen und Kinder von Frontsoldaten bevorzugt betreut werden, verlangt wohl keine weitere Be­gründung. Das ist eine Ehrenpflicht gegenüber un­seren Kämpfern, denen wir, soweit dies irgend mög­lich ist, alle Sorgen, die sie um ihre Lieben in der Heimat haben, abnehmen wollen.

Die Unterhaltung aller dieser Einrichtungen und die Erfüllung aller übrigen Aufgaben der NSV. im Kriege erfordern ungeheure Mittel, die nur

in dem einen ober anderen Fall eine Verdunkelung nicht bestanden habe, so genüge die Tatsache, daß die Diebstähle zur Nachtzeit ausgeführt worden eien. Nach der kriminellen Vergangenheit des An- ;eklagten (er ist 15 mal vorbestraft) sei er ein Volks- chädling, der zum lichtscheuen Gesindel gehöre. In einer Zeit, in der das deutsche Volk einen natio­nalen Kampf führe, habe der sehr begabte hem­mungslose und von Eigensucht getriebene Ange­klagte seine Verbrechen begangen. Mit gerissener Fertigkeit habe er gearbeitet. (Handschuhe will er nur wegen dem Schmutz, nicht aber wegen der Fin­gerabdrucke benutzt haben. Auf Fingerabdrücke gibt er nichts.) Der Angeklagte gehöre zu den Verbre­chern, die die Volksschädlingsoerordnung treffen wolle. Der Angeklagte sei auch ein Gewohnheits­verbrecher, der einen unwiderstehlichen Trieb zum Verbrechen habe. Daß der Angeklagte einige Jahre keine Verbrechen begangen habe, sei dem Einllutz seiner Ehefrau zuzuschreiben. Dann habe sich ober wieder der durch Anlage bedingte Hang zum Ver­brechen in dem Angeklagten geregt. Eine Besserung des Angeklagten sei nicht zu erwarten. Der Ange- klagte habe einmal im Laufe der Verhandlung, was sehr bezeichnend sei, gesagt:Ich finde zu gewissen Zeiten ein Vergnügen daran, in anderer Leute Wohnungen einzusteigen." Der Angeklagte sei nicht nurDolksschödling", sondern auchgefährlicher Gewohnheitsverbrecher". Sämtliche Straftaten seien als schwere Fälle im Sinne der Dolksschädlingsoer- ordnung zu betrachten. Der Anklagevertreter bean­tragte in sämtlichen Fällen die Todesstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Le­bensdauer. *

Der Verteidiger führte aus, der Angeklagte fet kein Gewaltverbrecher. Er habe nie das Leben oder die Gesundheit anderer gefährdet. Nur an Vermö­genswerten habe er sich schwer vergangen. Der Ver­teidiger bat das Gericht, die Frage zu prüfen, ob die Straftaten nicht auf andere Art gesühnt werden gönnten.

Der Angeklagte wurde, dem Antrag des Anklage­vertreters entsprechend am heutigen Donnerstag» vormittag zum Tode verurteilt, die bür­gerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf Lebenszeit aberkannt. Das Gericht schloß sich in der Urteils­begründung im wesentlichen den Ausführungen des Anklagevertreters an.

einige Münzen, eine Herren- und eine Damenuhr im Werte von zusammen 700 RM.; in Speyer etwa 9 RM.; in Friedberg etwa 60 RM.; in Fulda etwa 2000 RM., fünf Sparkassenbücher und Geldpfandbriefe: in Arnstadt (Thür.) Wurst, Speck, Butter und Lebensmittelkarten.

Der Angeklagte gab die ihm zur Last gelegten Straftaten zu. Nur in einem Fall, Fulda, Wider­rief er sein früheres Geständnis und behauptete, er habe die Diebesbeute dem eigentlichen Diehe, einem jungen Burschen, auf dessen Flucht abgenommen. Die Diebstähle hot der Angeklagte sämtlich in der Nacht begangen. Die Verdunkelung will er nie aus­genutzt haben. Diese sei ihm im Gegenteil meist hinderlich gewesen. Der Angeklagte gab an, jeder Dieb habe seine Spezialität. Wie er nur zur Nacht­zeit etwa zwischen 12 und 5 Uhr die Diebstähle aus­geführt habe, so würden andere, ihm bekannte, die Diebstähle in der Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr begeben. Die Bewohner von Bezirken, die er heimgesucht habe, seien keine Beobachter. Wenn diese Leute abends etwa um 12 Uhr oder später nach Hause gingen, ständen sie noch ganz unter dem Eindruck ihrer Erlebnisse (Theater, Kino, gesell­schaftliche Unterhaltung). Oft sei er neben diesen Leuten hergegangen, ohne daß diese das geringste gemerkt hätten.

Auf die Frage des Vorsitzenden, wie er sich seine Zukunft denke, erwiderte der Angeklagte: ,^Zch wun­dere mich über diese Frage. Der Gedanke, wieder ins Zuchthaus' ist für mich unerträglich. Ich bin nicht ganz hemmungslos. Mich trieb es auch fort, um die Schönheiten Deutschlands kennenzulernen."

Der Anklagevertreter betonte, daß noch etwa 40 bis 50 Einbruchsdiebstähle, die in der Zeit von Ende November 1940 bis zur Ergreifung des An­geklagten begangen worden sind, auf dessen Konto kommen. Der Änklagevertreter führte weiter aus, in allen Fällen handle es sich um vollendete schwere Diebstähle im wiederholten Rückfall und Dolksschäd- lingsverbrechen. Nur in 2 Fällen, Halberstadt, sei dem Angeklagten nicht nachzuweisen, daß er einge­drungen sei. In allen übrigen Fällen sei er einge­brochen oder eingestiegen, und in allen Fällen habe er bewohnte Gebäude zur Nachtzeit ausgesucht. Sämtliche Diebstähle seien unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse und insbesondere unter Aus­nutzung der Verdunkelung begangen worden. Wenn

können, wie z. B. neuerdings die Kirchenfrage der ein dankbares Hetzmotiv für die amerikanischen

adox WWW

-Preis F. Schudt, Neumühle bei Muschenheim; 3b-Preis R. Koch, Trais-Münzenberg.

Klasse Illb: 2 ^jährige, nicht in Hessen-Nassau ge­zogene Stuten. 1a-Preis und Ehrenpreis Wilhelm Egner III., Geinsheim; Ib-Preis Bernhard Loer, Wehrheim; 3a-Preis W. K. G. Ohly, Holzheim.

Klasse IVa: 3V2jährige in Hessen-Nassau gezogene Stuten, la- und Ehrenpreis Helmut Peters, Unden­heim; Ib-Preis K. H. Marsteller, Grüningen; lc- Preis A Lindt, Echzell; Ick-Preis Paul Grauer, Haubenmühle; 2a-Preis Hch. Dietz, Griedel; 2ct-Preis Wilh. Keßler, Lang-Göns; 2g-Preis Beruh. Dopf II., Kirchgöns; 3a-Preis Phil. Karl Wagner, Albach; 3c-Preis Karl Wilh. Schäfer, Reichelsheim; 36-Preis Gust. Weber, Oberhörgern.

Klasse IVb: 3'/rjährige, nicht in Hessen-Nassmr gezogene Stuten. 1a-Preis und Ehrenpreis Friedrich Dihel, Herrnhag; Ib-Preis Willi Brückel, Lang- Göns; 3. Preis Walter Straßheim, Griedel.

Klasse Va: 4Vrjährige in Hessen-Nassau gezogene Stuten, la» und Ehrenpreis Hch. Stork I., Berstadt; lc-Preis Gg. Blum, Melbach; Icl-Preis Rud. Koch, Trais-Münzenberg: Ix-Preis Wilh. Nohl, Echzell; Ib-Preis Konrad Gerhardt, Langd; 2b-Preis Wilh. Keßler, Pohlgöns.

Klasse Vb: 4'/-jährige nicht in Hessen-Nassau ge* zogene Stuten. 2. Preis Hch. Wetz, Holzheim.

Klasse Via: 5 bis 10jährige in H.-N. gezogene Stuten. la-Preis und Ehrenpreis Fr. Dörr 3., Trebur Ib-Preis Karl Becker 5., Müschenheim. II d-Preis Reinhard Schäfer, Grünberg. II e-Preis Willi Brückel, Lang-Göns. III a-Preis Albrecht Müller, Bellersheim.

Klaffe VI b: 5 bis 10jährige nicht in H.-N. ge­zogene Stuten. I b-Preis Heinrich Görlach, Ober- Hörgern. I c-Preis Wilhelm Kuhl, Gambach. I d» Preis Wilhelm Keßler, Lang-Göns. II b-Preis Walter Straßheim, Griedel.

Klaffe VII: Familien. I a-Preis und Ehrenpreis Karl Becker 5., Muschenheim. Ib-Preis Albrecht Müller, Bellersheim. I c-Preis Rud. Koch, Trais» Münzenberg.

Klaffe IX: Kleine Sammlungen. I a-Preis Pierdezüchtervereinigung Starkenburg. I b-Preis Pferdezüchteroereinigung Oberhessen. II a-Preis Pferdezüchteroereinigung Lahn. II b-Preis Pferde­züchteroereinigung Rheinhessen. II c-Preis Pferde- züchtervereinigung Main-Taunus.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr 16 bis 17 Uhr Samstagnach­mittags geschlossen.

Das Sondergericht zu Darmstadt tagte vom 3. bis 6. November tn Friedberg. Zur Verhandlung stand die Strafsache gegen Fritz Freigang aus Mittweida wegen schwerer Einbruchs­diebstähle.

Der Angeklagte ist 40 Jahre alt. Schon als Sieb­zehnjähriger kam er wegen Eigentumsdelikten vor den Strafrichter. Unter dem NamenBaum" trat er 1918 beim Heer ein, mußte aber nach etwa 3 Jahren wieder abgehen. Wegen Unterschlagung, versuchter Erpressung, Diebstahls und Einbruchsdiebstahls ist er mit etwa 3 Jahren Gefängnis und 10 Jahren Zuchthaus vorbestraft. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm dreimal aberkannt. Kurz vor Ver­büßung der letzten Zuchthausstrafe, Ende Novem­ber 1940, entwich er von der Außenarbeitsstelle.

Von da an bis zu seiner Ergreifung in Darm­stadt am 11. April d. I. verübte er Einbruchsdieb­stähle am laufenden Band. Dabei fiel ihm in die Hand: in Schulenberg etwa 9 RM., Lebens­rnittel und Kleidungsstücke; in Halber st adt 23,50 RM., Wurst, Schinken, Speck und eine Mappe mit Lebensmittelmarken; in Königsborn bei Magdeburg ein kleiner Geldbetrag, Kleidungsstücke, eine Taschenuhr, Lebensrnittel und ein Feldpost­päckchen (dieses hat er aber dann zur Post gegeben); in Sorau eine Brieftasche, Lebensrnittel und Lebensmittelkarten; in Sag an einen Damenpelz­mantel im Werte von etwa 500 RM., etwa 50 RM. Bargeld und Lebensrnittel; in Breslau-Lissa eine Brieftasche mit etwa 200 RM, einen Damen­sportpelzmantel im Werte von etwa 500 RM., Zigarren und Lebensrnittel; in Willsdruff etwa 15 RM., eine Herrenuhr, eine Damen­armbanduhr, Nährmittel- und Fleischkarten in Klotzsche bei Dresden 235 RM., eine goldene Herren- und eine goldene Damenuhr im Werte von zusammen 800 bis 900 RM.; in Weimar 400 RM.; in Bad Homburg 30 RM., eine Damen­armbanduhr, Zigarren, Wurst- und Lebensmittel­karten (hierbei hat er in aller Ruhe geraucht); in Frankfurt a. M. zwei Sparkassenbücher über 200 und 500 RM, einen Lederkoffer, eine Akten­tasche, Kleidungsstücke, Zigarren und Lebensmittel (hier hat er gegessen, getrunken, geraucht und sich dann in ein Bett gelegt und dort die Nacht zuge- bracht, von einem Sparkassenbuch hat er den Be­trag von 250 RM. abgehoben); in Heidelberg

vernber verstorben.

August Friedrich Martin Brüning wurde am < 17. April 1874 in Vienenburg am Harz geboren. Nachdem er das Gymnasium in Magdeburg absol­viert hatte, studierte er Medizin in München und Halle, wo er auch als Assistent am Pathologischen Institut und am Knappschaftskrankenhause tätig war. Im Jahre 1902 kam Brüning an die Univer­sität Gießen, wo er zunächst als Assistent an der . Chirurgischen Klinik beschäftigt war. Nachdem er sich 1905 habilitiert hatte, wurde er im gleichen Jahre zum außerplanmäßigen ao. Professor in der Medizinischen Fakultät Der Universität Gießen er­nannt. Seit 1914 war Professor Brüning als selb­ständiger Facharzt für Chirurgie und Orthopädie und als Leiter der Chirurgischen Abteilung des Katholischen Schwesternhauses in Gießen tätig; im Jahre 1932 wurde er auch zum Leiter der staatlich anerkannten Schwesternschule am Katholischen Schwesternhause ernannt. Dem Hessischen Fürsorge­verein für Krüppel gehörte Professor Brüning als Vorstandsmitglied an.

Von Brünings wissenschaftlichen Arbeiten seien hier neben zahlreichen kleineren Abhandlungen die Werke über Differentialdiagnofe in der Chirurgie, über Serumbehandlung in der Chirurgie sowie über Magen- und Gallenblasenchirurgie hervorgehoben. Professor Brüning, der insbesondere als Orthopäde einen ausgezeichneten Ruf genoß, war Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie sowie der Ge­sellschaften für Orthopädie und für Krüppelfürsorge. Professor Brüning, der schon den Weltkrieg als Stabsarzt mitgemacht hatte, war auch im gegen­wärtigen Kriege wiederum bis zu seinem Tade rast­los und unermüdlich im Dienste unserer Verwun­deten tätig. Als Leiter der Chirurgischen Abteilung eines hiesigen Lazaretts hat er sich mit hoher ärzt­licher Kunst, steter Hilfsbereitschaft und menschlicher Anteilnahme für die Betreuung der Opfer des Krie­ges rastlos und energisch eingesetzt. Außer -der Familie und der Dozenten- und Studentenschaft der Ludwigsuniversität betrauern zahreiche dankbare Patienten das Hinscheiden des aus rastlosem Schaf­fen abberufenen vortreffichen Arztes und wertvollen Menschen.

Keine Brennstoffverschwendung bei der Uaumbeheizung.

Die Reichsstelle für Kohle weist auf folgendes hin: Kohle ist die Grundlage vieler kriegswichtiger Er­zeugnisse. Außerdem sind große Kohlenmengen nötig, um der Wehrmacht im Osten warme Unter­künfte zu beschaffen. Es ist natürlich, daß hierdurch das Transportwesen sehr stark belastet wird. Die Bevölkerung muß deshalb mithelfen, diese große Aufgabe zu erfüllen. Dazu ist besonders notwendig, daß mit den gelieferten Brennstoffen so sparsam wie nur möglich umgegangen wird. Niemand lasse sich durch die Tatsache, daß in den Sommermonaten eine gute Hausbrandversorgung durchgeführt wer­den konnte, dazu verleiten, auf die nötige Spar­samkeit bei der Heizung zu verzichten. Jeder Volks­genosse muß sich darüber klar sein, daß die ihm vom Wirtschaftsamt zugeteilte Kohlenmenge für den ganzen Winter ausreichen muß. Es ist deshalb auch falsch, die Räume zu überheizen, wie das immer wieder festgestellt werden muß. Die Normal­temperatur für Wohn- und Aufenthaltsräume be­trägt seit jeher 18 Grad. Jeder sorge dafür, daß die Temperatur dieses Maß möglichst n'cht über­schreitet. Auch die Einsparung von Brennstoff hilft uns, den Endsieg zu erreichen.

»Mich gehl da« nichts an...!-

Es gibt Leute, die so denken, wenn in ihrem Hause die Verdunkelungsvorrichtungen an den Treppen­hausfenstern nicht in Ordnung sind öder wenn ver­gessen wurde, sie herunterzulassen. Tatsächlich hat nach dem Gesetz der Hausbesitzer die Verantwortung dafür, und er muß auch das Strafmandat bezahlen, das die Polizei verhängt. Wenn aber aus dem Treppenhaus Licht ins Freie fällt, ein feindlicher Flieger dieses Licht sieht und seine Bomben danach wirft, so treffen diese nicht nur den gesetzlich ver­antwortlichen Hausbesitzer, sondern alle Bewobner. Es ist also sehr kurzsichtig, wenn jemand an Män­geln der Verdunkelung in seinem Hause vorbeisieht, weil sie ihn rechtlich nichts angehen. Jeder ist mit verantwortlich für sein und seiner Nachbarn Leben und Eigentum!

Gießener Wochen Marktpreise.

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware. Für B-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.

Gießen, 6. Nov. Auf dem heutigen Wochen» markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirfino, kg 6 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat, 1/io 10, En­divien, das Stück 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15.

Erfolgreiche Mrdezüchter.

Für ihre ausgestellten Pferde erhielten auf der IV. Landes-PferDeausstellung am Sonntag in Gie­ßen u. a. die nachgenannten Pferdezüchter die an­gegebenen Preise:

Abteilung B: Schweres Warmblut. Klasse I: 2^jährige Hengste: 1. und Ehrenpreis K. Fritsch, Dilshofen. Klasse II: 3)4jährige und ältere Hengste: la u. Ehrenpreis: Hess. Landgestüt Darm» stadt. ...

Abteilung B: Warmblut. Klasse Illa: 2/4jährige in Hessen-Nassau gezogene Stuten. la-Preis und Ehrenpreis L. Ludw. Horr, Unter-Hiltersklingen; Ib-Preis Dr. Rich. Wagner, Wasserbiblos; 1e-Preis Gustav Weber, Ober-Hörgern; lg-Preis Ernst Schmandt, Lang-Göns; Ib-Preis Adolf Wolf, Wohnbach; 2b-Preis K. Becker V., Muschenheim;

In Auswertung der bei Luftangriffen der letzten Zeit gemachten Erfahrungen behandelt Hauptmann der Schutzpolizei Riede in derDeutschen Polizei" einige Maßnahmen, denen im Hinblick auf die Ver­besserung der Einsatzbereitschaft der Luftschutzgemein- schaften hohe Bedeutung zukommt.

Noch manche Hausbewohner glauben ihre Pflicht erfüllt zu haben, wenn sie für das ganze Treppen­haus auf irgendeinem Treppenabsatz ein kleines Eimerchen mit Sand oder Wasser aufgestellt haben. Demgegenüber wird darauf hingewiesen, daß zum Loschen einer einzigen Brandbombe unter günsti­gen Bedingungen und mit einigem Geschick minde­stens 10 Pfund Sand benötigt werden. Auf jeden Fall muß also eine Reserve an Sand griffbereit vor­handen fein, um weiter löschen zu können. Ueberall im Hause, p)0 Brandbomben einfallen können, müs­sen Sand und Wasser bereitstehen. Deshalb setze jede Familie mindestens einen Eimer oder mehrere Tüten Sand und einen Eimer Wasser vor die Tür! Gegebenenfalls sind Sand und Wasser auch noch außerdem auf Zwischenabsätzen der Treppen bereit­zustellen. Sand und Wasser können nie zuviel be­reitgehalten werden. Auch mer1 in größeren Woh­nungen in einer Ecke des Ganges oder eines nicht zum Wohnen benutzten Raumes Sand bereithält, tut nicht zuviel.

Der gefährdetste Teil eines Hauses ist der Boden. Dort müssen die Schutzmaßnahmen besonders sorg- fälha durchgeführt werden. Während es im Anfang des Krieges genügte, wenn lediglich in Feuerpausen

Dr. Ernst Lehmann von der Presseabteilung der Reichsregierung hielt gestern abend in der Aula einen ebenso interessanten wie aktuellen Lichtbilder­vortrag über das ThemaSie politische K a - rikatur im geistigen Kampf der Gegen-

lichen Propaganda aufzuweisen sind; es zeigte sich erner, daß die Methoden von damals und von heute sich in ihren Absichten und ihrer psychologischen Wirkung verzweifelt ähnlich sehen; daß das giftige Argument" der abgehackten Kinderhände, mit denen man im Weltkriege gegen den deutschen Soldaten glaubte Hetzen zu können, auch heute noch nicht Der»

Karikaturisten bildet. Die Methoden, die im gegen­wärtigen Kriege gegen uns angewandt werden, sind zwar alt, können aber, wenn sie geschickt lanciert werden, verheerende Wirkungen ausüben. Der Red­ner zeigte auch an etlichen instruktiven Beispielen, z. B. aus alten Nummern des eingegangenenSim- plicifsimus", wie früher bei uns erschienene Karika­turen jüdischer Herkunft heute, mit oder ohne Re­tuschen, im politischen Kampf gegen uns benutzt werden. Ueberhaupt macht sich in diesem Kriege gegen Deutschland mit dem Zeichenstift immer und überall der jüdische Einfluß bemerkbar. Beispiele aus USA. (Bilder Hindenburgs, Hitlers, von deut­schen Soldaten, insbesondere Fallschirmjägern) zeig­ten, wie gefährlich eine schlagkräftig gegebene Ka­rikatur wirken kann. Doch wurde daneben auch, be­sonders an französischen Zeichnungen, deutlich, wie die Jllusionspropaganda einer geradezu verbreche­rischen Irreführung des eigenen Volkes dienen kann, wofür das oft gebrauchte Motiv der Maginotlinie bezeichnend ist.

Zusammenfassend ist zu sagen, daß der gegne­rischen Bildpropaganda jedes Mittel recht ist. Frei­lich wird aüch erkennbar, daß es neben der gefähr­lichen Karikatur andere gibt, die einfach dumm sind und mit erstaunlicher Treffsicherheit danebenhauen. Es wurde ferner gezeigt, wie die deutsche Gegen­propaganda arbeitet, und welche vorzüglichen, künst­lerisch und politisch gleicherweise begabten Zeichner wir dafür einzusetzen haben. Nach einigen Belegen dafür, wie die jüdische Presse in den USA. das Volk drüben verrückt macht und (mit Greuelmärchen von derFünften Kolonne" und anderen Erfindun­gen) in den Krieg zu hetzen versucht, schloß Dr. Lemann mit dem Hinweis darauf, daß dieser Krieg nicht allein mit militärischen und wirtschaftlichen, sondern auch mit propagandistischen Mitteln geführt werde, und daß im Kampfe der Plutokratien gegen die jungen Volker allenthalben der Jude hinter unse­ren Feinden stehe. Einige aufschlußreiche Bilddoku­mente vom Kampf gegen das Judentum in früherer Zeit schlossen die interessante Bilderreihe ab.

Kreisleiter Backhaus gab dem Dank der Hörer an den Redner Ausdruck und schloß die Veranstal-

w a r t".

Kreisleiter Backhaus hieß zu Beginn die An­wesenden, insbesondere den Redner des Abends, willkommen, stellte Pg. Dr. R o l o f f als den neuen Leiter des Volksbitdungswerkes vor und erteilte dann Dr. Lehmann das Wort. Dieser begann eine Darlegungen mit einem selbsterlebten Beispiel aus jüngster Zeit: er schilderte Erfahrungen mit einem ausländischen Journalisten, dessen Bericht­erstattung über Deutschland ein bezeichnendes Schlag­licht auf die Pressefreiheit in sogenannten demo­kratischen Länhern wirft. Ein anderes Beispiel für die gegnerische Kriegsberichterstattung bot die vor kurzem erschienene Greuelmeldung von einem angeb­lichen schweren Luftangriff auf Berlin. Nach einer knappen Definition des Wesens der politischen Ka­rikatur erklärte Dr. Lehmann, daß eine gute ihrer Wirkung durchschlagender sein ausführlicher Leitartikel.

aus den freiwilligen Opfern des Volkes bestritten werden können. Wir dürfen stolz darauf sein, daß wir diese Selbsthilfe in so imponierender Weise durchführen können. Das deutsche Volk wird seine NSV. auch in der Zukunft stark und kraftvoll er­halten und wird ihr die Mittel, die sie für ihre Ar­beit braucht, in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen.

Opfer sichern unseren Sieg, an der Front und in der Heimat. Wenn der Krieg eines Tages zu Ende fein wird, dann wird unser Sieg aucy ein Sieg derjenigen sein, die innerhalb der Grenzen des Reiches das Volk stark und gesund er­halten haben. So wird uns auch der kommende Opfersonntag bereit finden, die Herzen aufgeschlos- fen und opferbereit, damit die Heimat stark und gesund bleibe. H. G.

Dornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Stadttheater: 19 Uhr Orchesterkonzert. Gloria- Palast, Seltersweg:Kameraden". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Dorf im roten Sturm". Oder- hessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer des Stadttheaters.

Professor Or. August Brüning f.

Professor Dr. August Brüning, Extraordi­narius für Chirurgie an der Universität Gießen und Oberstabsarzt am Reservelazarett I ist am 4. No-