Ausgabe 
5.5.1941
 
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Erbitterte Kämpfe im Irak.

Neues Bombardement -es britischen Lagers in Habbaniyah.Oie Besatzung zur Ergebung aufgefordert.

Beirut, 4.Mal. (OB.) Vie havas meldet, gab Radio Bagdad am Samstagabend folgende Mitteilung bekannt: Die irakischen Streitkräfte haben den Flugplatz von habbaniyah noch enger umzingelt. Die irakische Armee richtete au die in habbaniyah stehenden britischen Truppen die Aufforderung, sich zur Vermeidung von unnützem Blutvergießen zu ergeben. Eine Gruppe indi­scher Soldaten desertierte aus dem englischen Lager zu den irakisch« Truppen.

Während eines Zwischenfalles in Rutba wurden vier Engländer und ein Iraker verletzt. In Alli bemächtigten sich die Iraker eines Benzin- depots. Lin britisches Flugzeug wurde von den Bodengeschühen bei einem Angriff auf das Militär­lager von Raschif getroffen und muhte einige Kilo­meter weiter entfernt nieder^hen.

Am Samstagmorgen bombardierten die irakischen Flugzeuge mehrmals das britische Lager in hab- baniyah, wobei starke Schäden und Brande hervorgerufen wurden und mehrere am Boden stehende Flugzeuge zerstört wurden. 3m Kampf mit einem irakischen Flugzeug wurde eine Blenheim- Maschine abgeschossen, lieber dem Militär­lager von Raschif wurde am Samstagmorgen ein irakisches Flugzeug im Luftkampf vernichtet, lieber habbaniyah spielten sich schwere Luftkämpfe ab, die mit der Flucht der britischen Flieger ende­ten, worauf die irakischen Flugzeuge zurückkehrten.

Rach dner hovas-Meldung ans Bagdad über- flogen am Sonntagmorgeu britische Flug­zeuge zum erstenmal die irakische Haupt- st a d t und warfen Bomben ab. Dabei wurde ein Wellington-Flugzeug abgeschossen.

Oer Begin«

-er Feindsetigkeiien.

Ankara, 3. Mai. (DNB.) Heber den Beginn der Feindseligkeiten zwischen dem Irak und Groß­britannien haben wir bereits am Samstag in einem Teil unserer Auflage berichten können. Die Frist des irakischen Ultimatums an Großbritannien lief Freitag mittag ab. Da die britische Regierung den irakischen Forderungen auf Zurücksetzung ihrer Truppen und Schiffe bis zu diesem Zeitpunkt nicht nachgekommen war, begann die irakische Armee ihre Operationen gegen die britischen Truppen. Es kam zu heftigen Gefechtsberührungen bei dem Flugplatz und der Garnison von Habbaniyatz. Gleichzeitig wurde der Angriff auf den ebenfalls von britischen Truppen besetzten Flugplatz Sindebans eröffnet. Auf dem Flugplatz Habbaniyatz sind am Boden fünf britische Flugzeuge zerstört mor­den. Im Laufe des Freitags wurden insgesamt 2 6 britische Flugzeu ge vernichtet. Irakische Flteger warfen über dem Flugplatz Habbaniyatz 30 Tonnen Bomben ab. Ein Versuch motorisierter bri- tischer Abteilungen, den Posten Routba und den dazugehörigen Flugplatz, den westlichsten Iraks, in gleicher Entfernung von den Grenzen Syriens, Transjordaniens und Saudi-Arabiens, mit Gewalt zu besetzen, wurde vereitelt und zurückgewie« fen. Auf dem Kampfplatz blieben mehrere zerstörte britische Tanks zurück.

Irakische Truppen besetzen die Oelfelder von Mosful.

Beirut, 3. Mai. (DNB.) Der. Bagdader Rund» funk meidet, daß irakische Truppen die Oelfelder von Mossul besetzt und unter ihre Kontrolle ge­nommen haben. Die Erdöl-Leitung von Ker- kuk nach Haifa, über die das Oel für die britisch« Mittelmeerflotte geführt wird, ist von irakischen , Truppen abgeschnitten worden.

Unsere Zukunst heißt Sieg.

OieSchlußworteHermannGöringSin der vierten Kriegssitzung desKeichstageS.

Nach der Rede des Führers schloß Reichstags« Präsident Reichsmarschall Göring die vierte Kriegssitzung des Deutschen Reichstages, indem er ausführte:

Mein Führer! Männer des Reichstages! Als wir das letzte Mal hier einberufen wurden, da legten Sie, mein Führer, uns den stolzesten und ge­waltigsten Siegesbericht vor, der jemals in der deutschen Geschichte niedergeschrieben wurde. Sie sprachen damals aber auch der Welt gegenüber ihre erneute Bereitschaft aus, dieser Welt den Frie­den zu geben. Auch diesmal wurde wieder in über­heblicher Weise die Bereitschaft zum Frieden zu­rückgewiesen. Wiederum wurde sie als Schwäche ausgelegt. So mußte abermals die deutsche Wehr­macht das Wort des Führers erfüllen und beweisen, daß diese Friedensbereitschaft nicht Schwäche war.

Weitere wuchtige Schläge wurden in den letzten Monaten geführt. Sie richteten sich in voller Kraft und Konzentration gegen den Haupt­gegner und trafen die englische Insel. Es bewahrheitete sich wiederum, was der Führer gesagt hatte: daß unendliches Leid neu geboren wurde, und daß unendliche Zerstörungen weiter die Folge sein mußten. Eine gewaltige Vergeltung erfolgte auf jeden einzelnen Schlag, der Deutsch­land traf. Das englische Volk erlitt unendliches Elend. Wenn Churchill darüber erfrischt und er­heitert ist, so mag das seine Sache sein, und wenn er glaubt, die furchtbare Zerstörung, die die Stadt Plymouth getroffen hat, damit beiseite zu schaffen, daß er erklärte, er sei besonders erfrischt von dieser Stadt zurückgekommen, dann können wir ihm ver­sichern, daß wir solche Erfrischungen ihm noch in genügendem Ausmaß verschaffen können. (Stür­mischer Beifall.)

Der Führer hat nunmehr dem stolzen Sieges­bericht aus dem Westen einen gleich stolzen über den Kampf im Südosten dem deutschen Volke gegen­über soeben niedergelegt.

Der erneute Beweis der unendlichen Tapfer­keit der Truppen stellt aber auch wieder den erneuten Beweis des unübertreff­lichen Feldherrngenies unseres Führers dar. (Anhaltende, stürmische Begei­

sterungskundgebungen.) Denn wir, 3hre mili­tärischen Mitarbeiter, mein Führer, wissen bef- ser wie jeder andere, daß all das, was hier er­reicht wurde, Ihrem Geiste entsprun­gen ist. Sie gaben auch diesmal die Anwei­sungen, die Befehle und die Anordnungen. Es waren Ihre Pläne, die wir durchgeführt haben. Auch hier zeigte sich wieder Ihre harte Ent­schlossenheit, aber auch Ihr blitzschnelles Er­fassen. Sie haben soeben die Tapferkeit der Truppen hervorgehoben. Sie haben uns, den Führern, Lob und Anerkennung gespendet; aber wir wissen es: das größte Verdienst ist und bleibt immer das Verdienst des Führers, des Feldherrn, der die Truppen lenkt und leitet und ihnen die Richtung zum Siege weist. (Zustimmung und Beifall.)

Es gibt nichts, Mein Führer, was die Liebe und Treue Ihres Volkes nodj irgendwie zu Ihnen [tei­gem könnte. Es ist einmalig und nie aewesen, daß ein Volk in solcher Entschlossenheit, in solcher Gläu­bigkeit, Liebe und Treue einem Menschen ange­hangen hat, wie das deutsche Volk Ihnen, mein Führer, heute anhängt! Und wenn Sie soeben einen Appell an das deutsche Volk und insonderheit an die deutsche Frau gerichtet haben, so wissen wir, daß in dem gleichen Augenblick, da Sie -diesen Appell aussprechen, auch schon die Bereit­schaft in allen Schichten des deutschen Volkes eine Selbstverständlichkeit ist. Denn der Dank und die Liebe dieses deutschen Volkes zu Ihnen, mein Führer, sind übersttömend, und wir wissen, daß unsere Zukunft Sieg heißt. Denn Ihre Führung, die Tapferkeit der Truppen und die Mühe und Be­reitschaft und Gläubigkeit Ihres Volkes sind das eherne, granitene Fundament, auf dem dieser Sieg zum Endsieg sich gestatten wird.

Meine Abgeordneten! Ich bitte Sie, als Ver­treter des deutschen Volkes dieser Versicherung Aus» druck zu geben, indem Sie dem Führer den Dank der gesamten Nation aussprechen mit unserem alten Sieg- und Schlachtruf: Unser Führer Siegheil! Siegheil! Siegheil!

Wer eineMittionBRT.imAprilversenkt.

Einbruch in die zäh verteidigten Befestigungslinien von Tobrnk.

Berlin, 3.Btal. (BJIB.) Das vkw. gibt be- farmt:

Der Kampf gegen die feindliche Handelsschiffahrt war im Monat April besonders erfolgreich. In diesem Monat versenkten die Luftwaffe und lieber- und Ilnterwasserstreitkräfte der Kriegsmarine zusammen 1 000 2 1 1 BRT. briNschenoder für die Briten nutzbaren handels- schiffsraum, davon rund 400000 BRT. in den griechischen Gewässern. Außerdem wurden 2 50 weitere Schiffe beschädigt. Mit dem Ver­tust eines Teiles auch dieser Schiffe kann gerechnet werden. Richt eingerechnet in die Zahlen sind die durch Minenunternehmungen der Kriegsmarine und der Luftwaffe versenkten bzw. beschädigten feind­lichen Schiffe.

Die Luftwaffe bombardierte auch in der letzten Rächt bei guter Erdsicht das Mersey-Gebiet. In den Hafenanlagen von Liverpool entstanden größere Brände und heftige Explosionen. Wettere Luftan­

griffe richteten sich gegen kriegswichtige Ziele an der Süd- und Südostküste Englands. Vor Lromer wurde ein Handelsschiff von 3000 BRT. vernichtet.

In Rordafrlka drangen Teile des deutschen Afrikakorps bei einem örtlichen Angriff in die von britischen Truppen zäh verteidigten Befefiigungs- linien von Tobruk ein. Line größere Anzahl von Bunkern wurde genommen, mehrere hundert Gefan­gene eingebracht.

Der Feind warf In der letzten Rächt an verschie­denen Orten des westdeutschen Küstenge­biets Spreng- und Brandbomben. In den Außen­bezirken Hamburgs und in der Umgebung von Bremen sowie an anderen Stellen entstanden Sachschäden. Die Zivilbevölkerung hatte einige Ver­luste an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Flak­artillerie schossen drei der angreifenden brittschen Flugzeuge ab. Das Jagdgeschwader Gal­land errang am 1. Mal feinen 500. Lufstleg.

Liverpool erneut bombardiert.

3n der Sudabucht 10 OOO BRT.-Oampfer versenkt.

Berlin, 4.Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Mehrere hundert Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt mehrere Stunden lang mit stärkster Wirkung den Versorgungshafen Liverpool. In den Anlagen am östlichen Mer- sey-Ufer, in Trockendocks, Getreide- und Wollspei­chern und anderen kriegswichtigen Zielen entstanden zahlreiche Grohfeuer und weithin sicht­bare Flächenbrände von gewaltigem Aus­maß. Lin anderer bedeutender Umschlagplah an der Westküste Mittelenglands wurde mit Bomben schwersten Kalibers belegt. Wettere erfolgreiche Luft­angriffe richteten sich gegen das Hafengebiet und die Jndustriewerke von Middlesborough an der britischen Ostküste sowie gegen ein Rüstungs­werk und einen Rachtflughafen in Südeng­land.

In Rordafrlka wiesen die in die Befestigun­gen von Tobruk eingedrungenen Kräfte des deutzchen Afrikakorps wiederholte, von Panzern unterstützte Gegenangriffe der Briten ab. In den letzten Tagen wurden in diesen Kämpfen 16 feindliche Panzer abgeschossen und mehrere Geschütze erbeutet. 3m Laufe des 2. Mai griffen deutsche und italienische Sturzkampfverbände, unterstützt von Kampf- und Zerstörerflugzeugen, mehrmals die Hafen- und Befestigungsanlagen von Tobruk mit guter Wirkung ab. Sie bombardierten Artilleriestellungen, Panzerwagen und Truppen- anjammlunqen. 3m Hafen von Tobruk erhielt ein grvdcres Frachtschiff durch Bombentreffer schwere Beschädigungen.

Im östlichen Mlttelmeer versenkte die deutsche

Luftwaffe am 3.Mal in der Suda-Bucht auf Kreta ein Handelsschiff von 10 000 BRT. und beschädigte ein zweites großes Schiff. Auf der 3nsel Malta griffen deutsche Kampf- und Sturzkampf­filegerverbände die Hafenanlagen von La Valetta an und erzielten Volltreffer In der Staatswerft, in O(Hagern, Flaksiellungen und Dockanlagen.

Der Feind warf in der letzten Rächt mit schwa­chen Kräften an verschiedenen Orten West­deutschlands eine geringe Zahl von Spreng­ung Brandbomben, die weder militärische noch wehrwirtschaftlich Schäden verursachten. Die Zivil­bevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Rachtjagdsiugzeuge und Marineartillerie schossen je ein feindliches Kampfflugzeug ab.

Bevollmächtigte in Griechenland und Serbien.

Berlin, 3.Mai. (DBB.) Der Führer Hal auf Vorschlag des Reichsminisiers des Auswärtigen von Ribbentrop den Gesandten Altenburg zum Bevollmächtigten des Reiches in Griechenland und den Gesandten B e n z l e r zum Bevollmächtig­ten des Auswärtigen Amtes beim Militärbe­fehlshaber in Serbien ernannt.

Provinz Laibach des Königreich«! Italien.

Rom, 4.Mai. (DRV.) Am Samstag wurde im Amtsblatt ein Dekret veröffentlicht, nach dem die slowenischen Gebiete, deren Grenzen In dem Dekret in einer beigefügten Karte genau fest­gelegt sind, zu einem Bestandteil d es König­

reiches 3 lallen erklärt werden. Diese Gebiete bil­den die Provinz Laibach.

Großer Eindruck der Kührerrede in der Schweiz.

Basel, S. Mai. (Europapreß.) Der große Re­chenschaftsbericht, den der Führer vor dem Reichstag ableate, ist auch in der Schweiz mit größtem In­teresse aufgenommen worden. Die beiden Baseler BlätterNationalzeittmg" undBasier Nachrichten", die zu so früher Abendstunde erscheinen, daß sie nicht mehr die Rede im Wortlaut bringen konnten, veröffentlichen in laufenden Neuausgaben die wich­tigsten Stellen der Rede. DieBasler Nachrichten" betonen schon in chrer Ueberschrift, daß ,her deutsche Soldat in diesem und im nächsten Jahr noch mehr und noch bessere Waffen bekommen wird". Die Nattonalzeitung" weist besonders auf den Satz in der Rede hin, in dem es heißt:Wir sind ent­schlossen, auch in Zukunft für jede Bombe wenn nötig hundertfach zurückzuschlagen, bis das britische Volk sich dieses Verbrechers und feiner Methoden entledigt."

Oie deutsch-schwedischen Beziehungen.

EineRededes schwedischenAnßeRminiftevtz.

Stockholm, 4. Mai. (DNB.) Am Samstag sprach im schwedischen Rundfunk der schwedische Außenminister Günther. Vielfach würden die Begehungen zwischen Schweden und Deutschland falsch und tendenziös beleuchtet. So werde es viel­fach so dargestellt, als ob Schweden einem st ä n - digen Druck Deutschlands ausgesetzt sei, das ununterbrochen Forderungen an Schweden richte, die Schweden sich widerwillig zu erfüllen ge­zwungen sehe. Dies sei eine vollkommen s a l s ch e u n d schiefe D a r st e l l u n g der Lage. Tatsache sei, daß zwischen Schweden und Deutsch­land wirtschaftliche und militärische Abmachungen vorliegen, militärische insofern, als Deutschland das Recht der Transitie- rung deutscher Truppen nach Norwe­gen gestatet worden sei in Formen, die nach Auf­fassung der Regierung nicht eine Verletzung der schwedischen Neutralität bedeuten. Deutschland seinerseits habe durch seine Waren­lieferungen verschiedenster Art die schwe­dische Aufrüstung und Verteidigungs­bereitschaft in hohem Maße er l e i ch t e r t. Schweden liefere in erster Linie Eisenerz, wäh­rend Deutschland die für Schweden so notwendigen Brennstoffe, insbesondere Kohle, liefere. Zu den unfreundlichen Pressestimmen Deutschland gegen­über erklärte Günther, daß die schwedische Regie- rung sich veranlaßt gesehen habe, e i n z u g r c i fen, da durch diese Pressestimmen die freundschnft- l'chen Beziehungen belastet worden seien.

Japans außenpolitische Probleme.

Stockholm, 5. Mai. (DNB. Funkspruch.) Vor der Presse erklärte Matsuoka, er glaube, daß ein Besuch in USA. unter den aegenwärtigen Ver­hältnissen für ihn unnötig sei, denn er kenne die allgemeine Lage Amerikas sehr gut. Sein? Politik 'mit den USA. sei völlig auf den Frieden abgestellt. Er könne allerdings nicht helfen, wenn dieser aufrichtige Wunsch und die Haltung Japans

von den USA. nicht verstanden würden. Es werde seine Polittk im Geiste der Aufrichtigkeit fortsetzen. Im japanisch-russischen Verhältnis sei auf Grund des Neutralitätspaktes mit einer baldigen Regelung aller schwebenden Fragen zu rechnen einschließlich der Grenzfragen und der Fischereiprvbleme. Hinsichtlich der Regelung des Ehina-Konsliktes könne nichts endgültiges gesagt werden, doch werde er alle Anstrengungen zu seiner baldigen Beendigung unternehmen.

Meine politische Rachrichten.

Um eine einheitliche Betreuung der in der Aus. führung begriffenen und zu erwartenden Bauauf­gaben, sicherzustellen, hat Gauleiter und Reichs« statthalter Sprenger den Parteigenossen Prof. Dr.« Ina. Lieser zu seinem Beauftragten für die Bau- gestaltung im Gau Hessen-Nassau ernannt.

Am 30. April ist der Leutnant der Luftwaffe, Herzog Paolo Badoglio von Addis Abeba, der Sohn des Marschalls von Italien, gefallen. Als Kriegsfreiwilliger hatte er am Aethiopienfeldzug und an den Operationen an der Westfront teilge­nommen. Seit drei Monaten versah er Dienst bei einem Geschwader in Nordafrika.

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Der König von Italien hat dem Befehlshaber des deutschen Fliegerkorps, General Geisler, das Komturkreuz und'dem Generalstabschef Oberstleut­nant Harlinghausen das Ritterkreuz des Mi- tttärordsns von Savoyen verliehen.

Auf Einladung des Reichskommissars für die Niederlande weilt Reichsjugendführer Axmann zur Einweihung des ersten HI.-Heimes in den Nie­derlanden in den Haag. *

In Gegenwart einer Reche dänischer Minister sowie des Prinzen Harald als Vertreter des er­krankten Königs fand in Kopenhagen die Ein­weihung des DeutfchenWissenschaftlichen I n st i t u t s statt. Das Institut wird sich unter der Leitung von Professor Scheel' der kulturellen, geistigen und künstlerischen Beziehungen zwischen Dänemark und Deutschland widmen.

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Zum Rektor der Universität Helsinki ist der Prof, der Mathemattk, Nevanlinna, gewählt wor­den. Nevanlinna ist korrespondierendes Mitglied der Marburger Gesellschaft zur Förderung der Naturwissenschaften, auswärtiges Mitglied der Göt­tinger wissenschaftlichen Gesellschaft, Ehrendoktor der Universität Heidelberg und Ehrenmitglied des Senats der Universität Göttingen.

Exkönig Carol und seine Freundin, die Jüdin Lupescu, haben an Bord des USA.-Dampfers Exambion" Lissabon in aller Heimlichkeit und un­ter Decknamen in Richtung Kuba verlassen.

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Nach fünfzigtägigen Verhandlungen seit Ab- sck^ der japanischen Vermittlungskonferenz über die Grenzstreitigkeiten zwischen Thailand und Fran­zösisch-Indochina ist eine völlige Uebereinstimung der Anschauungen erzielt und paraphiert worden.

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Die Wirtschaftsverhandlungen zwischen Japan und Französisch-Jndochina führten zur Unterzeich­nung entsprechender Abkommen über Handels-, Tarifs-, Zatzlungs-, Schiffahrts- und Niederlassungs­fragen.

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