Ausgabe 
5.5.1941
 
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ftoßten Verbanden feine Nele erreicht. Go hoben die unter dem Oberbefehl bea Generalfeldmarschalls von Brauchitsch und dem Chef des General­stabes, Generaloberst Halder operierenden Ar­meen des Heeres und der Waffen--/ schon nach fünf Dagen die griechisch-thrazische Armee zur Kapitu­lation gezwungen, die Verbindung mit den aus Albanien vorgehenden italienischen Kräften herge­stellt, Saloniki fest in deutsche Hand gebracht, nach zwölf Tagen Serbien zur Kapitulation gezwungen und damit die allgemeine Voraussetzung zum eben­so harten wie ruhmvollen Durchbruch über Larissa muh Athen. Die Bekrönung fand diese Operation durch die Besetzung des Peloponnes und zahlreicher griechischer Inseln. Eine eingehende Würdigung dieser wahrhaft geschichtlichen Leistungen aber wird da» Oberkommando der Wehrmacht vornehmen, dessen Chef Generalfeldmarschall Keitel und General Jodl rote immer auch bei diesen Operationen hervor­ragend arbeiteten.

Die unter dem persönlichen Oberbefehl des Reichsmarschalls und seines Chefs des Ge­neralstabs General Ieschonneck eingesetzte Luft- waffe stand in zwei großen Gruppen gegliedert unter den Befehlen des Generalobersten L o e h r und des Generals von Richthofen. Ihre Auf­gabe war es:

1. Die feindliche Luftwaffe zu zerschlagen, ihre Bodenorganisation zu vernichten;

2. die Derschwörerzentrale Belgrad in allen mili­tärisch wichtigen Objekten anzugreifen und damit von Anfang an auszuschalten; 3. der kämpfenden deutschen Truppe im aktivsten Einsatz durch Flieger und Flak überall zu helfen, den Widerstand des Gegners zu zerbrechen, seine Flucht zu erschweren, seine spätere Einschiffung wenn irgend mög­lich zu verhindern. Durch den Einsatz von Luft- lande- und Fallschirmtruppen den Aufgaben des Hceres eine weitere wichtige Hilfe zu geben.

Steine Herrn Abgeordneten! In dielem Feldzug hat suh die deutsche Wehrmacht wahrhaft selbst übertroffen! Schon der Aufmarsch des Heeres bot ungeheure Schwierigkeiten. Der Angriff auf die zum Teil stärkst befestigten Stellungen, besonders an her thrazischen Front, gehörte mit zu den fchroeriten Aufgaben, die einer Armee gestellt wer­den können. In diesem Feldzug haben Panzer­verbände in einem Gelände gekämpft, das bis­her für den Tank als unpassierbar galt. Moto- ri]ie rt e Verbände vollbrachten Leistungen, die für sich das höchste Lob darstellen, für den k-cann, sein Können, seinen Mut, seine Ausdauer, aber auch für die Güte des Materials. Infanterie--, Panzer- und Gebirgsdivisionen sowie die Verbände der Waffen-^ wetteiferten miteinander im rast­losen Einsatz an Tapferkeit und an Hingabe, an Ausdauer und an Zähigkeit in der Erkämpfung der be^foylenen Ziele. Die Arbeit des Generalstabes war wieder wahrhaft hervorragend. Die Luftwaffe aber hat ihrem schon geschichtlich gewordenen Ruhm einen neuen besonderen hinzugefügt: mit einer Auf­opferung und einer Kühnheit, die nur der ermessen kann, der die Schwierigkeiten dieses Geländes kennt, hat sie unter tagelangen, oft schlechtesten kllmattimen Bedingungen Angriffe geflogen, die man noch vor kurzem für gänzlich unmöglich gehal­ten hätte. Flakgeschütze begleiteten wie i-mmer die Infanterie- und Panzerdivisionen auf Wegen, die kaum als Saumwege gelten konnten.

Heber diesen Feldzug kann man daher nur einen Sah schreiben: dem deutschen Soldaten ist nichts unmöglichl

Die Fahrer der Kampfflchvzeuge sowohl die der Kolonnen, die Fahrer des Nachschubs der Zug­maschinen der Artillerie- und der Flakwaffe muffen auf diesem Kriegsschauplatz besonders erwähnt wer­den. Im Kampf gegen die befestigten Stellungen sowie in der Herstellung von Brücken und Stra­ßen haben sich unsere Pioniere ein besonderes Ruhmesblatt verdient. Die Nachrichtentrup­pen verdienen das höchste Lob. Auf grundlosen Wegen, über gesprengte Straßen, auf Steinhalden und Geröll, in engsten Felsenpfaden und durch reißende Gewässer, über zerbrochene Brücken, durch himmelhohe Pässe und über kahle Felsenrücken hin­weg hat dieser Siegeszug in kaum drei Wo­chen in zwei Staate« den Krieg ge­löscht.

Wir sind uns dabei bewußt, daß einen hohen Anteil an diesen Erfolgen unsere Verbünde­ten besitzen, daß besonders der sechs Monate lange, unter schwersten Bedingungen und größten Opfern durchgehaltene Kampf Italiens gegen Grie­chenland nicht nur die Hauptmasse der griechischen Verbände band, sondern sie vor allem so sehr schwächte, daß ihr Zusammenbruch an sich schon un­vermeidlich geworden war. Auch die ungarische Armee hat ihren alten Waffenruhm wieder unter , Beweis gestellt. Sie besetzte die Batschka und mar­schierte mit motorisierten Verbänden über die Save. Die geschichtliche Gerechtigkech verpflichtet mich, fest­zustellen, daß von den uns gegenübergetretenen Gegnern besonders der griechische Soldat ebenfalls mit höchstem Todesmut kämpfte. Er kapi­tulierte erst, als der weitere Widerstand unmöglich und damit zwecklos war.

Ich bin aber auch gezwungen, nunmehr über den Gegner zu sprechen, der Anlaß und Ursache dieses Kampfes war. Ich halte es als Deut­scher und als Soldat für unwürdig, jemals einen tapferen Feind zu schmähen. Es scheint mir aber notwendig zu fein, die Wahrheit gegenüber den Flunkereien eines Menschen in Schutz zu nehmen, der als Soldat ein miserabler Polittker und als Polittker ein ebenso miserabler Soldat ist. Herr Churchill, der auch diesen Kampf begann, ver­sucht. so wie in Norwegen oder bei Dünkirchen, auch hier etwas zu sagen, was früher oder später vielleicht doch noch zum Erfolg umgelogen werden könnte. Ich finde das nicht als ehrenhaft, aber ich finde es bei diesem Mann allerdings als verständ­lich. Wenn jemals ein anderer Politiker so viele Niederlagen und als Soldat so viele Katastrophen erlebt hätte, dann wäre dieser wohl keine sechs Mo­nate im Amt geblieben, es sei denn, er hätte sich ebenfalls im Besitz jener Fähigkeit befunden, die Mr. Churchill als Einzigen auszeichnet, nämlich der Fähigkeit, mit gottergebener Miene z u lügen und die Wahrheit so lange zu verdrehen, bis am Ende aus den furchtbarsten Niederlagen sogar noch glor­reiche Siege werden. Herr Churchill kann damit seine Landsleute benebeln, er kann aber nicht die Folgen feiner Niederlagen beseitigen.

In Griechenland ist eine britische Armee von 60 bis 70 000 Mann gelandet worden, vor der Katastrophe behauptete übrigens der gleiche Mann, es feien 240 000 Mann gewesen. Das Ziel dieser Armee war, Deutschland vom Süden her anzugreifen, ihm eine Niederlage beizu- fügeu und von hier vus wie 1918 den Krieg zu wenden. Der von Churchill wieder einmal in das Unglück hineingejagte Mithelfer in diesem Fall Jugoslawien war kaum zwei

Doch-nr nach Beginn der Aktien vernichtet. Die britischen Truppen aber selbst sind drei Wochen später in Griechenland entweder gefal­len, verwundet, gefangen, ertrunken oder ver­jagt worden. Das sind die Tatsachen! Ich habe also auch in dem Fall in meiner letzten Rebe, da ich ankündigte, daß, wo immer Briten auf das Festland kommen, sie von uns ange­griffen und In das Meer gejagt werden, rich­tiger prophezeit als Herr Churchill!

Er erklärt nun mit feiner eifern dreisten Stirn, daß dieser Krieg uns 75 000 Tote gekostet hätte, also mehr als das Doppelte des Westfeldzuges. Ja, er geht noch weiter: er läßt feinen schon selten intelligenten Engländern durch eine feiner bezahl-

ten Kreaturen mttteilen daß sich Ne Briten, nach­dem sie ungeheure Massen an Deutschen erschlagen hätten, endlich abmenbeten aus Abscheu vor die­sem Morden und sich sozusagen nur deshalb zurückzogen. Also: die Australier und Neuseeländer wülden überhaupt noch in Griechenland fein, wenn nicht die Engländer in ihrer seltenen Mischung von Löwenmut und Kinderweichherzigkett so viele Deut­sche erschlagen hätten, daß sie sich endlich aus Ab. scheu und Grauen vor ihre« Heldentaten zurück­zogen, auf die Schiffe stiegen und auf und davon fuhren. Daher kam es bann wohl auch, daß wir fast nur Australier und Neuseeländer als Tote fan­den ober zu Gefangenen machten. So was kann man also in einer Demokratie feinem Publikum er­zählen.

Englands Niederlage.

Ich werde Ihnen die Endergebnisse dieses Feld- zuges in ein paar kurzen Zahlen vorlegen: Im Zuge der Operationen gegen Jugoslawien wurden ohne Berücksichtigung der Soldaten deutscher Volks­zugehörigkeit sowie der Kroaten und Mazedonier, die zumeist sofort wieder freiaelaffen worden waren, an rein serbischen Gefangenen gemacht: 6298 Offiziere, 337 864 Mann. Auch diese Zahlen sind keine endgültigen, sondern stellen nur ein Er­gebnis bisheriger Zählungen dar.

Die Zahl der griechischen Gefangenen mit rund 8000 Offiziere, 210 000 Mann ist demge­genüber nicht gleich zu bewerten, da sie, insoweit es sich um die griechische, mazedonische und Epirus- Armee handelt, nur infolge der gemeinsam deutsch- italienischen Operation eingeschlossen und zur Kapi- tulcvtion gezwungen worden sind. Auch die griechi­schen Gefangenen wurden und werden mit Rücksicht auf die allgemein tapfere Haltung dieser Soldaten sofort entlassen. Die Zahl der gefangenen Engländer, Neuseeländer und Australier be­trägt an Offizieren und Mannschaften 9000. Die Beute kann zur Zen noch nicht annähernd über- sehen werden. Der infolge der deutschen Waffen­wirkung auf uns entfallende Anteil beträgt nach den jetzt vorlegenden Zählungen schon über Vx Mill. Gewehre, weit über 1000 Geschütze, viele Tausend Maschinengewehre, Flakwaffen, Mörser, zahlreiche Fahrzeuge und große Mengen an Munition und Ausrüstungsgegenständen. Hierzu möchte ich noch anfügen die Zahlen der durch die Luftwaffe v e r senkten feindlichen Tonnage. Es mür­ben vernichtet: 75 Schiffe mit rund 400 000 Tonnen, es würden beschädigt: 147 Schiffe mit rund 700 000 Tonnen.

Diese Ergebnisse wurden erziett durch den Einsatz folgender deutscher Kräfte:

1. Für die Operationen im Südasien waren ins­gesamt vorgesehen: 31 volle und zwei halbe Divisionen. Der Aufmarsch triefet Kräfte wurde in 7 Tagen bearbeitet.

2. Davon fhtb tatsächlich im Kampfe ge­wesen:

11 Infanterie, und Gebttg sdttrisionen,

6 Panzerdivisionen,

3 volle und zwei hakbe mot. Divisionen des Heeres und der Waffen-^.

3. 2km diesen Verbanden waren 11 mehr als 6 Kampftage und 10 weniger als 6 Kampftage im Einsatz.

4. Ueberhaupt nicht zum Einsatz ge­kommen ftnb 11 Verbände.

5. Schon vor Abschluß der Operationen in Grie­chenland konnten 3 Verbände herausgezogen werden; 3 weitere Verbände wurden, wett nicht mehr benötigt, nicht mehr antvansportiert; 2 Ver­bände sind aus dem gleichen Grunde in den Aus- laderäumen angefyalten worden.

6. Mit den Engländern im Kampf ge- standen sind davon überhaupt nur 5 Ver­bände. von den darin enthaltenen 3 Panzer- divisionen waren jedoch stets nur 2 eingesetzt. Die dritte wurde schon hn Zug der Operationen ange­

halten und als nicht mehr benötigt ebenfalls zu­rückgezogen.

Ich stelle daher abschließend hier fest, daß im Kampf gegen Engländer. Neuseeländer und Australier praktisch überhaupt nur 2 Panzer­divisionen. 1 Gebirgsdivision und die Leib­standarte gestanden sind.

Die Verluste des deutschen Heeres und der deutschen Luftwaffe sowie die der Waffen-ff sind nun in diesem Feldzug b i e g e r i n g ft e n, Die wir bisher hatten. Die deutsche Wehrmacht hat im Kampf gegen Jugoslawien, Griechenland bzw. Großbritannien in Griechenland verloren:

Heer und Waffen -ff:

57 Offiziere und

1042 Unteroffiziere und Mannschaften tot.

181 Offiziere und

3571 Unteroffiziere und Mannschaften ver- w u nbe t,

13 Offiziere und

372 Unteroffiziere und Mannschaften vermißt. Luftwaffe:

10 Offiziere und

42 Unteroffiziere und Mannschaften tot.

36 Offiziere und

104 Unteroffiziere und Mannschaften vermißt.

Meine Abgeordneten! Ich kann wieder nur sagen, daß wir die Schwere des Opfers für die einzelnen betroffenen Familien empfinden, daß ihnen das ganze deutsche Volk aus tiefstem Herzen dankt. Im großen gesehen, sind diese Verluste aber so gering, daß sie wohl die höchste Rechtfertigung darstellen:

1. für den Ansatz und die Zeitbestimmung dieses Feldzuges,

2. für die Führung der Operationen und

3. für ihre Durchführung.

Es ist die über alle Vergleiche erhabene Ausbil­dung unseres Führerkorps, das hohe Können unserer Soldaten, die Ueberlegenheit unserer Ausrüstung, die Gute unserer Munition sowie die eiskalte Tapfer­keit des einzelnen Mannes, die uns einen ge­schichtlich wahrhaft enscheidenden Erfolg mit so ge­ringen Ovfern erringen ließen, und dies in der gleichen Zett, da die beiden verbündeten Achsen­mächte in Nordafrika in wenigen Wochen den so­genannten Erfolg der dortigen britischen Strett- kräfte ebenfalls wieder zunichte machen konnten. Denn wir können diese mit dem Namen des Ge­nerals Rommel verbundenen Aktionen des deutschen Afrika-Korps und der italieni­schen Streitkräfte im Kampf um die Cyrenaika nicht trennen von dem Einsatz auf dem Balkan. Einer der stümperhaftesten Strategen hat hier zwei Kriegsschauplätze mit einem Schlag verloren. Daß dieser Mann, der in jedem anderen Volk vor ein Kriegsgericht käme, in seinem Lande als Premierminister eine neue Bewunderung erfährt, ist nicht das Zeichen der antiken Größe römischer Senatoren ihren ehren­voll unterlegenen Feldherrn gegenüber, sondern der Beweis jener ewigen Blindheit, mit denen die Götter diejenigen schlagen, die sie vernichten wollen.

Oie Neuordnung auf dem Balkan.

Die Konsequenzen dieses Feldzuges sind außerordentliche. Angesichts der durch die Umstände erwiesenen Möglichkeit, daß in Belgrad immer wie­der ein kleiner Klüngel von Verschwörern in der Lage sein könnte, im Dienste außerkontinentaler Interesten einen Brandherd anzufachen, bedeutet es eine Entspannung für ganz Europa, daß diese Gefahr nunmehr endgültig beseitigt ift.

Die Donau als wichtige Verkehrsstraße ift da­mit für aste Zukunft gegen weitere Sabotageakte gesichert. Der Verkehr selbst ist bereits wieder in vollem Umfange ausgenommen. Das Deutsche Reich hat außer einer bescheidenen Korrektur seiner ihm durch den Weltkriegsausgang verletzten Grenzen keine besonderen territorialen Interessen an diesen Gebieten. Politisch sind wir nur interessiert an die Sicherung des Friedens in diesem Raume, wirtschaftlich an der Herstellung einer Ord­nung, die es ermöglicht, zum Nutzen aller die Er­zeugung der Güter zu fördern und den Austausch der Waren wieder einzuleiten. Es liegt aber nur im Sinne einer höheren Gerechtigkeit, wenn dabei auch jene Interessen ihre Berücksichtigung finden, die in ethnographischen, historischen oder auch wirt­schaftlichen Bedingungen begründet sind. An dieser Entwicklung aber ist Deutschland nur ein inter­essierter Zuschauer. Wir begrüßen es, daß unsere Verbündeten ihre gerechten nationalen und politischen Ambitionen nunmehr zu befriedigen ver- mögen. Wir freuen uns über die Entstehung eines unabhängigenkroatischenStaatesrnti dem mir für alle Zukunft hoffen, in Freundschaft und Vertrauen zusammenarbeiten zu können. Be­sonders auf wirtschaftlichem Gebiet kann dies nur zu beiderseitigem Nutzen führen. Daß das u n - g a r i s ch e Volk einen weiteren Schritt in der Revision der ihm einst auferlegten ungerechten Friedensverträge vollziehen kann, erfüllt uns mit herzlicher Anteilnahme. Daß an Bulgarien das ihm einst zugefügte Unrecht wieder gutgemacht wird, bewegt uns dabei besonders; denn indem bas beut» sch« Volk diese Revision durch seine Waffen er­möglichte, glauben wir, uns einer historischen Dankesschuld entledigt zu haben gegenüber unserem treuen Waffengefährten aus dem Großen Krieg. Daß aber bas oerbünbete Italien terri­torial und politisch den Einfluß in dem ihm allein zukommenden Lebensraum erhält, hat es sich selbst mehr als verdient durch die überaus große Blitt- [aft, die es seit dem Oktober des vergangenen Jahres für die Zukunft der Achse zu tragen hatte.

Dem besiegten, unglücklichen gr i ech ifch en Volk gegenüber erfüllt uns aufrichtiges Mitleid. Cs ist das Ortter seines Königs und einer kleinen, verblendeten Führungsschicht. Es hat jedoch so tapfer gekämpft, daß ihm auch die Achtung seiner Feinde nicht versagt werden kann. Das

serbische Volk aber wird aus dieser seiner Katastrophe vielleicht doch noch einmal den einzig richtigen Schluß ziehen, daß die putsch isii scheu Offi­ziere aud) für dieses Land nur ein Unglück sind. Alle die Betroffenen aber werden vielleicht dreses Mal nicht mehr so schnell die so überaus vornehme Art und Weise vergessen, in der sie der Staat und seiner Führer, für Die sie die Ehre hatten, sich auf= opfern zu dürfen, ab geschrieben haben nad) dem schönen Grundsatz, baß der Mohr, so er seine Schuldigkeit getan, bann ruhig gehen möge. Es ist wohl selten mit einem größeren Zynismus des Opfers kleiner Völker gedacht worben als in diesem Fall. Denn, Nationen als Gehilfen in einen Krieg zu Hetzen und dann zu erklären, daß man von vornherein nicht an einen Erfolg ge­glaubt habe, sondern daß man es nur tat, um einen anderen, der auf diesem Kriegsschauplatz nicht kämpfen wollte, zum Kampf zu zwingen, fft wohl das schamloseste, was die Weltgeschichte zu bieten vermag. Nur ein Zeitalter, in dem kapitalistische Geldgier und volitische Heuchelei sich so vereinen, wie dies in unseren Demokratien heute der Fall ist, ist, kann ein solches Verfahren als so wenig entehrend empfinden, daß seine oerantworllichen Macher sich dessen sogar noch öffentlich rühmen dürfen.

Meine Abaeordneten, Männer des Reichstags!

Wenn wir diesen letzten Feldzug überblicken, dann wird uns erst wieder so recht bewußt, welche Be­deutung der besten Ausbildung des Solda­ten, aber auch ihrer besten Ausrüstung zu- kommt. Es ist so viel Blut gespart worden, nur weil vorher sehr viel Schweiß ge­opfert wurde. Was in unentwegter mühevoller Ausbildung unseren Soldaten an Können beige­bracht wurde, führte 'gerade in diesem Einsatz zu hohem Nutzen. Mit einem Minimum von Blut wird dank dieser Ausbildung, dank dem Können des deutschen Soldaten und seiner Führung ein Maximum an Wirkung erreicht. Allein, das Mini­mum an Opfern erfordert auch ein Maximum an Waffen, an Güte dieser Waffen, an Muni­tion und an Güte der Munition. Ich gehöre nickst zu den Menschen, die im Krieg nur ein materielles Problem sehen; denn das Material ist tot, der Mensch allein belebt es. Allem, auch der beste Soldat muß scheitern, wenn ihm eine schlechte ober ungenügende Waffe in die Hand gegeben wird.

Das Leben vieler unserer Söhne liegt des­halb in den Händen der Heimat. Auch ihr Schweiß kann das Blut unserer Soldaten er­sparen, es ist daher die höchste Pflicht des deutschen Volkes, ira Blick auf unsere kämp­fende Front alles zu tun, um ihr die Dassen zu geben, die sie benötigt.

Denn: neben all den anderen Ursachen, die einst

Zttm Verlust der Weltkrieges führten, war es am Ende doch auch das Fehlen einer damals schon kriegs- entscheidenb gewordenen neuen Waffe für den Angriff und das Fehlen der dafür geeigneten Waffe der Ab« wehr. Was unsere Soldaten zu leisten vermögen, haben sie gerade in diesem Feldzuge bewiesen. Die Summe der Anstrengungen im einzelnen sowie im gesamten kann die Hennal nie ermessen. Was fr auch an eigener Arbeitskraft der Nation in ihrem Schick­salskampf zur Verfügung stellt, steht in keinem Verhältnis zu dem, was die Millionen unserer Männer an den Fronten geleistet haben, leisten müssen und leisten werden. Und ich möchte nicht, daß uns in dieser Leistung jemals ein anderer Staat übertreffen kann Ja, nicht nur das. Wir alle sind verpflichtet, dafür zu sorgen, daß der Vor­sprung, den wir besitzen, sich nicht verkleinert, son­dern daß er ständig noch größer wird. Dies ist kein Problem des Kapitals, sondern ausschließlich ein Problem der Arbeit und damit unseres Willens und unserer Fähiaketten.

3d) glaube, daß dabei vor allem auch das deutsche Mädchen und die deutsche Frau nach einen zusätzlichen Betrag leisten können. Denn Millionen deutscher Frauen sind auf dem Lande auf dem Felde und müssen dabei in härtester Arbeit die Männer ersetzen. Millionen deutscher Frauen und Mädchen arbeiten in Fabriken, Werkstätten und Büros und stellen auch dort ihren Mann. Es ist pickt unrecht, wenn wir verlangen, daß sich diese Millionen deutsche schaf­fende Voiksgenossinnen noch viele Hunderttau­sende andere zum Vorbild nehmen.

Denn wenn mir auch heute in der Sage sind, mehr als die Hälfte Europas arbeitsmäßig für die­sen Kampf zu mobilifieren, dann steht aber als wertvollste Substanz in diesem Arbeitsprozeß weit­aus an der Soitze unser eigenes Volk. Wenn heute die demokratischen Hetzer eines Landes, denen das deutsche Volk nie etwas getan hat und deren Be­hauptung, daß es die Absicht hatte, ihnen etwas zu tun, geradezu eine abfunbe Lüge ist, drohen, den chnen unbequemen nationasozialistischen Volksstaat mit der Wucht ihres kapitalistischen Systems, ihrer materiellen Produktion zu ersticken, bann kann es dagegen auch nur eine einzige Antwort geben: Das deutsche Volk wird niemals mehr ein Jahr 1918 erleben, sondern zu einer nur noch höheren Lei­bung auf allen Gebieten des nationalen Widev- tanibes emporsteigen. Es wird sich immer fanati« eher zu jenem Ätz bekennen, daß weder Waffen­gewalt noch Zeit uns je zu beugen, geschweige denn zu brechen vermögen. Es wird daher die lieber« legenheit seiner Rüstung festhalten und unter kei­nen Umständen den Vorsprung vermindern lassen.

wenn der deutsche Soldat schon jetzt die besten Waffen der wett besitzt, dann wird er schon In diesem und Im nächsten Jahr noch bessere bekommen, wenn schon jetzt die mate­rielle Seite des Kampfes Ihn zum Unterschied vom Weltkrieg nicht belastet, dann wird dies In Zukunft erst recht nicht schlechter, sondern noch günstiger werden. Wir sind daher verpflichtet, die Arbeitskraft der ganzen Nation in diesem gewalligsten Rüstungsprozeh der Weltgeschichte einzugliederu. Die dazu not­wendigen Maßnahmen werden mit national­sozialistischer Entschlossenheit und Gründlichkeit getroffen.

Im übrigen kann ich Ihnen, meine Abgeordneten, Männer des Reichstages, nur die Versicherung geben, daß ich mit voller Ruhe und höchster Zu­versicht in die Zukunft blicke. Das Deutsche Reich unit> seine Verbündeten stellen militärisch, wirtschaft, lich und vor allem moralisch eine Macht dar, die jeder denkbaren Koalition der Welt überlegen ist. Die deutsche Wehrmacht aber wird stets bann unt> bort eingreifen, mann und wo es notmenbig ist. Das deutsche Volk wirb dabei mit seinem Vertrauen den Weg seiner Soldaten be­gleiten. Es weiß, daß der Krieg dieser Welt nur die Folge der Habgier einiger internationaler Kriegshetzer und des Hasses der dahinter stehen« den jüdischen Demokratien ift Diese Verbrecher haben jede deutsche Friedensbereitschaft abgelehnt, wett sie ihren kapitalistischen Interessen widerspricht Wer aber bann zu so einem satanischen Beginnen sich auch noch untersteht, das WortGott" in den Mund zu nehmen, der lästert die Vorsehung und kann nach unserem tiefsten Glauben nichts anderes ernten als die Vernichtung.

So kämpfen wir heule darüber hinaus nicht nur um unsere eigene Existenz, fondern um ble Befreiung der Welt von einer Verschwö­rung. die ln skrupelloser Welse das Glück der Völker und Menschen ihrem gemeinen Egois­mus unterordnet Die nationalsozialistische Be­wegung hat einst im Innern ln einem ISjähri- gen Ringen diese Feinde bezwungen, der na- tionalsozlalistische Staat wird sich ihrer auch nach außen erwehren können. Das Jahr 1941 soll und wird in die Geschichte elngehen als das größte Jahr unserer Erhebung! Die deutsche Wehrmacht, Heer, Marine und Luftwaffe wer­den la diesem Sinne ihre höchste Pflicht erfüllen. Lassen Sie mich nun an dieser Stelle meinen Dank aussprechen den deutschen Soldaten, die in dem neuen Feldzug wieder so Ueberragendes geleistet haben, den Dank aber auch für bas deutsche Volk in Stadt und Land, das durch seinen Fleiß mit die Voraussetzung für diese Erfolge geschaffen hat, be­sonders danken wir denjenigen deutschen Volks­genossen, die als Opfer dieses Krieges gefallen ober verwundet sind und jenen, die als Angehörige diese Opfer betrauern.

Wenn wir bei all dem zum allmächtigen Lenker der Schicksale blicken, dann wollen wir besonders dankbar fein dafür, daß er es er­möglichte, diese großen Erfolge mit so wenig Blut zu erreichen. Wir können ihn nur bitten, auch in Zukunft unser Volk nicht zu verlassen. Was ln unseren Kräften liegt, uns unserer Feinde zu erwehren, das soll geschehen. In vie­lem Lande ist ein Geist lebendig geworden, den bisher die Welt noch ule überwunden hat! Ein gläubiges Gemeinschaftsge­fühl erfaßt unser Volk! Was wir uns nach einem langen Irrweg Innerer Kämpfe erffritten haben, und was uns so stolz macht anderen Völ­kern gegenüber, wird keine Macht der Welt uns mehr entreißen. Im Zeitalter des jüdisch- kapltallstischen Gold-, Standes- und Klassen- wahns steht der nationalsozialistische V o l k s st a a t wie ein ehernes Denkmal sozia­ler Gerechtigkeit und klarer Vernunft Er wird nicht nur diesen Krieg überdauern, sondern das kommende Jahrtausend!