standen
yerum,
Baltische Geographie
(gaurfpning auf her Woldai-Höhe -See abfließt.
südlich vom Wob
aus dem Dwina«-
I „Hat sich was, Herr Lind, hat sich was Mit bei ' nnf hon rnton <Rnrf in dipsem Jahre Ich habe
haben nun mal fein
Das nannte
mlnlh Sie sollten einmal meine Steuererklörimg sehen! Da würden Sie erst erfennen, wie ausgezeichnet Ihre Spekulation ijl! — Aber leider nicht realisierbar.
Die Dominiks.
Roman von Hellmuth M. Böttcher.
Pech, mein Lieber'
Trösten Sie sich mit Ihrem Vater! Die Dominiks * ' Glück In der Liebe.
Bialystok wieder in deutscher Hand
Bon Kriegsberichter Erich Pccher.
M i t a u liegt in weiter fruchtbarer Ebene, zählt etwa .33 OOO Einwohner und erlebte als Hauptstadt des Herzogtums Kurland feit 1562 trotz vieler Kriegsleiden eine Blütezeit: 1705 kam die Stadt an Rußland. Hier und in der Umgebung tauchen Namen auf wie die Birons, die Kettlers,.die Uex- küll, die von Wulf, von Korff, n. der Pahlen oder v. Modem Im Weltkrieg wurde Kurland zwar schon im August 1915 besetzt und auch die Düna erreicht, der Ueberaang über die Düna erfolgte aber erst am 1. September 1917. Interessant ist, daß die Duna, deren Flußlauf 1002 kni lang ist, nur 13 km
meinden meldete sich bt<* gesamte Bevölkerung zum Beitritt. Insgesamt trugen sich 07 v. H. der Bevölkerung ein.
In Granada wurde die Todesstrafe gegen den rotspanischen Milizmann T o s c n n o vollstreckt, der an der Ermordung des Falangistenführers I o i £ Antonio d e Rivera teilgenvmmen hat. Toscano war führendes Mitglied der Anarcho-Syndikalistischen Partei und hielt sich nach Beendigung des spanischen Bürgerkrieges in verschiedenen Ortschaften Andalusien» versteckt.
Pruth überschritten und befinden sich im Vorgehen gegen den D n s e st r. Die Moldau ist der alte Raine der nordrumänischen Landlchast zwischen Karpathen und Prutb. Die Flüsse Pruth und Dnsestr entspringen aus der Rortwsiselte der Waldkarpathen, also des Mittelftücks in dem gewaltigen Gcblrgswall, der die ungarische Tiefebene In einen großen Bogen von Preßburg bis zur Donau- ivtromenge am Eisernen Tor umsckließl. Der Pruth bildete vor dem Weltkrieg aus eine weite strecke die Clreiuc zwischen dem Zarenreich und Rumänien. An seinem Oberlaus liegt Tscherno- witz, die ehemalige Hauptstadt der Bukowina he» Buchenlande», des östlichsten „Kronlanbes" der frühe- ren österreichisch-ungarischen Monarchie 'Wenig bekannt ist, das, der Pruth ein Nebenfluss der Dona u ist. Er mündet in diesen Strom, der In seinem Ober- und Mittellauf so urdeutsch ist, östlich non Galatz bet Reni. Zwischen Pruth und Dnsestr dehnt sich das den Rumänen abgenommene B e s s a i a b i e n au«. Eine Eigentümlichkeit non Pruth und Dnsestr ist, das; an-belben Flüssen keine größeren. Städte liegen. Ihnen aemeinsam ist auch, daß sie sich In den Lehmboden oeo sehr fruchtbaren und auch mich waldreichen Landes an ihrem Mittellauf tiefe Täler gegraben haben. Am Ostufer des D n j e >1 r liegt nie nodolische Landschaft. Sie ist sriichtbor. Dagegen ist. das Land im Süden zwischen her Pruthmündnng und der Dnjestrmiinhung schon Steppe. Der Dnsestr bildet auf seinem Lau! unzählige Krümmnngen und iiiiiihih in den Dmestl viman, einen 1 ei! de» Sck)Warzen Meeres. Unter einem Liman versteht man einen Meereseinschnitt an einer Flußmündung, her vom eigentlichen Meer hurd) einen schmalen Landstrassen, ekne Nehl ung getrennt ist ......-
gehalt he» Dnsestr-Limans Ist sehr hoch und außerdem ist sein seicht liegender Boden non einer 1 bl» 3,25 Meter hohen Schlammschicht bedeckt, ans her bei den sogenannten Llmanbädern recht wirksame Moorpackungen gewonnen werden. Am bessgrabl- scheu User des Dnjeslr-Llman liegt hie bedeutende Hafenstadt AkkermaN, etwa 50 Kilometer weitet östlich Rußlands bedeutendster Schwarzer-Meer- Hafen Odessa.
gicrung, Generalleutnant Suzuki, während der Generalstabschef der Armee. Generalmaior Okamoto, vor den Kabinettsräten über die letzte Entwicklung des europäischen Krieges sprach.
In den besetzten Gebieten Kärntens und Krains wurde vom CI)ef der Zivilverwaltung d c r „Kärntner Vo l ksb und" als Organisation zur poÜtisci)en Erfassung der Bevölkerung ms Leben gerufen. Am 30. Juni wurde nach 1 Mäßiger Stauer die Erfassungsaktion abgeschlossen, die zu einem überwältigen Bekenntnis zum Deutschen Reich und zu Adolf Hitler mürbe. In vielen Ge-
flmibHflHIIIeltor: Dr. ftrkbrlrf) Milhrlm ßotiflr. ©frllberlrrirr hr« Ernst JHIuni|rl)rl«. WcrantivorfUrf) |Ör Polstlk und IBllbrr: Dr. rtr. W. limine; für ba« «culllelon: Dr. ^nn« lhi)doi; für <efnbt CMIrftrn, Provinz mUrlfrfmfl n Gvört: Ernst BlUMMin.
Druck und iNcrlmv Briistlsche llitlbetllMlshriitrrrrl >H. i'nu«r M iM. Rlcrlanfllcllrr: Dr.-mm Erlck) Hnnimni; VliifiHnriilelfpr: van« VW. Wcroiihvortlkr) für bcn Anstalt brr VIiiAcIflen: 3bcobürHümmel Pl N> n.
DNB.... 3. Juli. (PK.) In ^ent Konferenzsaal des Schlofses in Bialystok, in dem jetzt kitschige und stillose Bilder von Stalin, Lenin, Marx und Engels hängen, suchen deutsche Borausabteilungen nach Heckenschützen.
Bor nicht ganz zwei Jahren fanden hier die deutsch-sowjetischen B e r h a n b l u n g c n über d i e D e m a r k a t i o n sl i n i e statt, saßen deutsche Vertreter, die im Auftrag ihres Volkes und des Führers, für einen Frieden in Europa sorgen wollten, saßen die Vertreter her sowjetischen Machthaber, denen diese Berhandlungen nur eine Etappe in ihren Vorbereitungen zu einem neuen Krieg zur Vernichtung her Kultur und der Zivilisation sein sollten. Dieses Bialystok hatten im Sepie st^cr 1939 die deutschen Soldaten erobert. Heute, in den Vormittagsstunden des 27. Juni marschierten wieder deutsche Soldaten in diese Stadt ein.
Als die deutsche Vorausabteilung den Stadtrand erreichte, tvaf sie auf einige Mammutpan- z er, die den Eintritt in die Stadt sperren sollten. Die Besatzung aber hatte bereits die Flucht gesucht. Pak lag verlassen an den Straßenrändern. Fliehende Soldaten hatten sich in Häusern und auf Alleebäumen verborgen und schoßen aus dem Hinterhalt. Der Reihe nach wurden sie von den feldgrauen Kommandos aus den Verstecken geholt.
B i a l y st o k, das ich auch 1939 gesehen hatte, war unter der Sowjetherrschast sta r k vernachlässigt worden. In dem Schloßpark hatten die Bolschewisten Begonienbeete in Form von Sichel und Hammer angelegt. Sonst hatten sie nichts neues gemacht. Kitschige Stalin- und LeninstMien standen an allen Plätzen und in den Anlagen herum, wurden aber im Augenblick des Einmar-
Libau ist nächst Riga der cituigc bedeutsame, well eisfreie Hafen des früheren Lettlands gewesen. Deshalb hat die zaristische Regierung vor 50 Jahren ßibau zu einem Kriegshasen durch Ausbaggerung des Tesmar-Sees entwickelt und durch einen 3,5 km langen Kanal mit dem Vorhafen verbunden. Außerdem wurden Kriegshafenwerkstätten und eine respektable Schiffswerft gegründet, ßibau ist von der Stadt Memel in der Luftlinie 85 km, non dem letzten memelländischen Dorf mit dem schönen Namen Nimmersqit 70 km entfernt. Eo ist die Kopsstation für die Bahnen nach Memel, Schaulen, Mi- tau und Goldingen an der Windau. An der Mündung her Windau liegt der gleichnamige Hafen Windau, her vor dem Weltkrieg eine besondere Eigenart halte: über Windau wurde dank feiner Kühlhäuser hie Ausfuhr sibirischer Butler nach Deutschland und England in sehr großem Maßstab betrieben. Dieser lövliche Bullerhandel non Sibirien über Windau nach Deutschland ist in der Nachkriegszeit gänzlich unterbunden worden. Die' Bevölkerung Windaus ist, wie die auch anderer kurländischer Städte, durch das Abstoppen der russischen Ausfuhr zurllckgegangen.
Zwischen pruth und Onjestr.
Der Wehrmachtbericht vom 3. Juli gibt eine neue wichtige Stoßrichtung bekannt: Ans her nörhlichen Moldau heraus haben am 2. Juli deutsche und rumänische Verbände Schulter an Schulter den
nrf Finnland, ritz ihm ein Stück ab, rückte in Est- anb, Lettland und Litauen ein untz machte sich so- ;ott an die Vernichtung der nationalen Kultur und Mtfchast dieser Länder. Sogar das ukrainische Malizien und das rumänisci-e Bessarabien wurden eilte Beute. Deutschland, so wähnte man in Mos- fön würde nicht imstande sein, zu widersprechen, ia ihm wurde zugemutet, noch den Sowjetgriff Mth den türkischen Meerengen zu unterstützen.
ter Bolschewismus in Osteuropa ist auf der winjcn Linie gescheitert. Alles, was nicht mosko- ioißsch ist in Osteuropa, atmet dem Sturze Mos- falls, der Befreiung von der Sowjettyrannei, entgegen. Der Bolschewismus hat die Massen der Be- oofrerung dem chronischen Hunger überantwortet.
hat das ganze Bauerntum. 80 v. H. der osteuropäischen Menschheit, in eine mit wachsender Dszweiflung ertragenen Staatssklaverei gebracht. Lr hat die geistig tragende Schicht des früheren Mlands, die sogenannte Intelligenz, ausgemordet irr| verhungern lassen. Er hat auch die Industri- iiijicrung nicht geschafft, weil ihm dazu das ge- Idiiltc, verantwortungsbewußte, selbständig den- telöc Menschenmaterial fehlt. Er bestreitet zwei Dittel feiner Staatseinkünfte durch einen in der, Af chichte der Menschheit beispiellosen Brotwucher. Dise „Segnungen" will er durch eine Weltrevo- Iichon allen Völkern aufnötigen. Mit diesen seinen Vt'brect>en auf dem Boden Osteuropas hat er das Uteri über sich gesprochen und macht den gegen iht eröffneten deutschen Krieg zu einem Rettungs-
für die menschliche Kultur. Osteuropa darf einem von der Zwangshypothek seiner Gleich- [ejung mit „Rußland" befreiten Abschnitt seiner Ätchichte entgegensehen.
Jagd auf den roten Bock in diesekn Jahre. Ich habe doch mein Revier nicht wiedergekriegt. Zwölf Jahre hintereinander habe ick es besagt. Jetzt bei der letzten Verpachtung ist es mir weggeschnappt
warten müssen — na, Sie sind ja selber verheiratet. Auf Wiedersehen, heute abend —"
„Auf Wiedersehen, Herr Lind! Nochmals vielen Dank!"
Mattheus Lind schmunzelt vergnügt vor sich hin.
Das Rechenexempel ist einfach. Die Dominik- Werft hat ein Aktienkapital non zwei Millionen, wert ist sie gut das Doppelte. Aber das ist jetzt gleichgültig. Dominik wird so etwas über minimal achlhundertlausend Mark Aktien haben. Er selbst hat bisher siebenhundertfünfzig Aktien aufkaufen können. Frinzka besitzt zweihuuderlsiebzig Stück. Der Rest von rund hundertfünfundsiebzig schwirrt überall in her Weltgeschichte herum nnb ist jedenfalls in festen Händen. Wer non ihnen beiden. Dominik ober Lind, die Frinzkaschen Aktien kauft, bekommt die Majorität und damit die absolute Macht über die Werst. Kauft Dominik, so verzinst sich der Lindscke Anteil als eine Kapitalanlage mit lumpigen 7 oder 9 v. H. des Kurswertes. Wenn Mattheus Lind mit solchem Verdienst in seinem Leben zufrieden gewesen wäre, hätte er fimshundert Jahre alt werden können, ehe er die erste Million zusammen halte.
Er kann sein Geld nicht für sieben ober acht vom Hundert arbeiten lassen.
Wenn er aber selber die Majorität bekommt — bann Prosit Mahlzeit, Herr Friedrich Dominik. Dann lassen wir Sie im steifen Arm verhungern. Dann fusionieren wir Dominik-Werft und Norddeutsche Werft. Dann verzichten wir auf Ihre wertvolle Mitarbeit für alle Zukunft. Kein Direktor ifl unersetzlich, und selbst Verträge auf Lebenszeit find nach sechs Jahren fünbbar. Dann können Sie Ihre Löschblätter zu Hause beschmieren und sich mit Ihren Aktien Ihre Zimmer tapezieren. Denn Dividende gibt es, solange Sie leben, nicht mehr.
Schicksal, mein teurer Herr Friedrich Dominik. Sie haben mir meine Ehe verdorben. Verderbe ich Ihnen Ihre Lebensarbeit.
Schicksal nennt man das! Vergeltung! Nichts weiter.
Sie werden sich damit abfinden müssen, Herr Dominik.
Auch Martha wird daran nichts ändern können. Brigitte erst recht nicht.
Und om allerwenigsten Ihr grünschnobeliger Sohn mit dem verrückten Vornamen, der sich einbildet. daß mein Madel ausgerechnet für ihn auf die Welt gekommen ist! Gut ausgeklügelt, Herr Nissen Do
lches der deutschen Soldaten non der Bevölkerung von den Sockeln gestürzt.
Das war das Zeichen dieses zweiten deutschen Qnimmsche ■ In iojmt (tanbin b I e Q 1" wohner von Bialystok, Weißruthenen vor allem, und warfen Blumen in die verstaubten Wagen bet beutkten < olbattn Aus ihr en Gesichtet n ftanb deutlich die Freude zu lesen, mit der sie das endgültige Verschwinden der bolschewistischen Machthaber seststellten. Zaust Jahre halten sie im Banne des bolschewistischen Spukes gelebt. Jetzt, da deutsche Soldaten in die Stadt einmarschierten, wußten sie, daß sie die abständige Haltung der Felo- grauen kennengelernt hatte«, daß sie geborgen waren.
Die weißruth«mische Stadt Bialystok oder eigentlich Belostok hat 1 00 000 Einwohner, sie sieht aber wir die östlichen Städte wie eine Kleinstadt aus. Rur im Zentrum stehen einige vier- bis fünfstöckige Häuser, moderne Hotels. Belostok trägt heute noch an manchen Stellen unverkennbar deutsche Zeichen. Am Ende des 18. und am Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Bialystok zum Regierungsbezirk Neu-Oftpreußen. Im Sommer 1915 besetzte die 12. Armee diese Stadt. Heute, am Tage des deutschen Einmarsches, hängen halbzerfetzte Plakate an den Häuserwänden, die zum Eivtritt in die Sowjetarmee auffordern, brennt die Synagoge, die die empörten Weißruthenen anzündelen. Sie haben gespürt, baß bolschewistische und jüdilche Herrschaft identisch sind. Sie höben das Granen der sowjetischen Herrschaft erlebt. Die feldgraue Armee, die heute durch ihre Straßen weiter nach Osten marschiert, ist für ste der Garant einer gerechteren 'Zukunft.
Kleine politische Nachrichten.
In der historischen Betpachtuna H. von Mühlens ij Einnahme Rigas in unserer Ausgabe vom >.:'Iuli ist insofern ein Irrtum unterlaufen, als im -H likrieg die deutsche 8. Armee am 3. September 19 7 (nicht 1915) die Stadt Riga besetzte.
In Berlin traf der stellvertretende Generalsekretär im türkischen Außenministerium, Gesandter Acikalin ein. Er wird den Austausch der Ra- lifkationsurkunden über den kürzlich in Ankara überzeichneten deutsck)-türkischen Freundschastsver- fttg im Auswärtigen Amt vornehmen.
her französische Staatssekretär B e n o i st - Muchin hat Ankara wieder verlassen, um sich riaf) Vichy zurückzubegeben. Er bringt eine Mwort des Präsidenten Ismet I n ö n ü aus die Bk!schäft des Marschalls Pätain mit.
stach dem Abbruch der diplomatischen Beziehun- qe zwischen Frankreich und der Sowjetunion sind inj unbesetzten Frankreich Tausende von sowjetischen Äatsangehörigen fest genommen worden, um ie^zustellen, inwieweit sie eine Gefahr für die na- titide Sicherheit bar ft eilen.
ßn Port Dendres trafen 150 Mitglieder der aufgelösten Sowjetbotschaft von Vichy ein. Sie berdsichtigen, durch Spanien nack Lissabon Wterzureifen, um sich dort ei umschiffen. Sie erwarten die Erlaubnis der spanischen Regierung für bil Durchreise.
Der britische Frachter „Point Lobos" (4802 MT.) ist auf seiner Reise von Los Angeles nach England im Atlantik torpediert worden. Der bri° tifijc Paßagierdampser „Cairo City" (4792 MT.) fctfl durch Bomben im Mittelmeer versenkt |narben fein. Man nimmt an, baß die „Cairo City" i'jAuppen an Bord gehabt^hat.
Die japanische Regierung gab die Gründung einer „Gesellschaft zur Entwicklung Sacha- Hi 3" bekannt und erklärte, daß Japan die Ab- fl4t habe, die natürlichen Hilfsquellen des nörd- liifcn Pazifik ebenso wie diejenigen des südlichen Ptzifik zu entwickeln. Die neue Gesellschaft steht unter Leitung des früheren Präsidenten der „Ja- panischen Oel- und Fett-Gesellschaft" S ch u k i t s ch i Fl, t a g a n.
Japans Marineminister Admiral Oikawa ist om Tenno zur ausführlichen Berichterstattung empfangen worden. Der Premierminister hatte eine einftünhige Konferenz mit dem Präsidenten der Re-
Dle Experimente im Gewäckshaus schiene,» zu glücken. Wenn bas künstliche Licht richtig dosiert ist, wenn es nicht zu kurz und nicht zu länge, nicht zu hell und nicht zll dunkel strahlt, bann funktioniert der „Blattmotor", und die Pflanze fchelnt genau so zu gedeihen wie bei Sonnenlicht.
Aber Lietzendorf hält trotzdem nichts davon.
„Sie verplempern Zeit nnb Gelb!" warnt er. „Und eines fchonen Tages lauft uns die Konkurrenz den Rang ab."
Nissen will die Gefahr nicht fehen. Und wenn er sie steht, bann will er sie nicht fürchten.
Doch dem Einfluß Lietzendorfs gelingt es, ihn banebeji noch immer wieder in den Kreis her exakten Chemie hinüberzuziehen.
„Es schabet ja nichts", tagte er, „baß mir mäh- renb der Zeit, wo die Pflanzen wachfen, ebenfalls was tun."
Und seitdem er an der Konstruktion her Einheit»« antriebsmaschine mitarbeitet, scheint die Sache vor- anzugehen.
Gewiß, her alte Dominik hat baina^ wohl nicht ganz unrecht gehabt, als er behauptete Lirtzenborf hat keine Phantasie, er ist ein Maschinenknecht. Aber ganz recht hatte er auch nicht. Jedenfalls macht gerade Lietzendorfs Temperanu ut und der scheinbare Phontasiemangel seine Mitarbeit so mcrfnoll. Er ist die Ergänzung der Arbeitskraft und her Fähigkeiten Nissens, wie dieser sie sich nur wünschen kann. Denn er braucht einen Menschen, her das Zuviel seiner Ideen zügelt und ihnen die Erden- schwere und Tatsachenverbundenheit gibt, ohne die keine technische Tat gelingen kann. Erfindungen dürfen keine Wolkenschlösser werden, Erfindungen müssen in der Erde wurzeln wie Bäume. Erst bann können sie himmelan wachsen. Diese Erkenntnis und der sich aus ihr ergebende Zwang haben hem jungen Dominik bisher befehlt
Der Chefingenieur bringt fle mit.
(Fortsetzung folgt.)
am 30. Juni in Rundfunk und Presse ge- ......... Jakob stadt, das ebenfalls besetzt Ist, befindet sich ungefähr 85 km unterhalb von D ü n a- bürg und 130 Km oberhalb von Riga. Jakobsdidt liegt am linken oder südlichen Ufer der Düna. Ihm gegenüber ist das Städtchen Krcuzburg eine Art Gegenstück zu Iakobstadt. Jakobstadt und Kreuz- bürg, beides Kleinstädte, find durch eine 224 m lange Brücke über die Düna miteinander verbunden. Die Düna ist hierM'erhältnismäßig schmal, weil die immerhin recht stattlichen Hügel und zum Teil ouch Kalkfelsen des baltischen Höhenzuges hart an den Strom herantreten. In friedlicheir Zeiten war hier die Stromfahrt für die Kurländer etwa dasselbe wie die Wachau für die Wiener und die Rheinfahrt für die Kölner. Die Bahü Dünaburg- Riga verläuft am Nordufer her Düna. Von Kreuz- bürg aus gehl über Iakobstadt eine Bahn nach Milan, wo sie sich in eine Linie nach dem inzwischen eingenommenen Kriegshafen ßibau und dem kleineren Hafen Windau gabelt.
worden."
„Sehr ärgerlich", fagt ßinb mit verdrossener Stimme und freut sich, daß Frinzka auf den ersten Leim gegangen ist. „Da sieht es allerdings faul aus."
„Na, ich laße die Sache nicht stecken. Ich habe das Verwaltungsstreitverfahren eingeleitet. Das wäre ja noch schöner! Zwölf Jahre habe ich die Jagd beschossen, zwölf Jahre, Herr Lind, das ifl kein Pappenstiel, da wächst einem jeder Baum ans Herz, da kennt man jedes Kind im Dorf — und nun '—, na, wir werden jv sehen, ob der andere das Revier behält."
„Ich wünsche Ihnen jedenfalls Glück. Wo Sie jedes schöne Kind im Dorf kennen! Ach so, Sie sagten Kind — nicht schönes Kind. Für die Bockjagd wird's aber auf jeden Fall zu spät in diesem Jahr."
Frinzka antwortet nicht. Er geht in hastigen Schritten und ärgert sich weiter.
Zwischendurch erzählt Lind Stadtkram.
„Wollen Sie bei mir in Ramdow ’nen Bock schießen?" fragt er mit einemmal so nebenher.
„Gern", platzt der andere heraus. „Aber Ich kann das doch eigentlich nicht annehmen —"
„Unsinn — warum soll ich Ihnen nicht die Freude machen. Ich selber bin nicht mehr so passioniert. Früher, ja wissen Sie, da hab' ich vier Wochen vor dem Anfang der Bockjagd nicht mehr schlafen kon- nen. Aber heute: ich gönne Ihnen gern den ersten Bruch. Wenn es Ihnen recht ist — die Bahnverbindung nach meinem Gut ist leider miserabel — bann lasse ich Sie heute abend von meinem Chauffeur obholen, wir fahren zusammen nach Rambow, und wenn uns nicht gerade ein buckliges, .altes Frauenzimmer begegnet, dann liegt morgen früh um fünfe her erste Rote auf der Decke. Einverstanden?"
„Natürlich, Herr Lind. Meinen besten Dank —"
„Ach, reden Sie nicht davon. Man ist dock gern gefällig. Also abgemacht. Richten Sie sich^iuf zwei, drei Tage ein. Man weiß nie, wie die Bocke sich anstellen. Um sechs ist mein Wagen bei Ihnen. Wenn wir keine Panne kriegen, können wir heute abend noch etwas abspüren. — Jetzt müssen Sie mich aber entschuldigen. Ich habe noch nicht zu Mittag gegessen. Uno wenn meine Damen lange
21.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Das Fräulein meldet sich wieder. Sie hat inzwi- shkn noch einen flüchtigen Blick in das Handbuch her Aktiengesellschaft geworfen und unter dem Namen des Herrn Lind soviel Achtunggebietendes ,ucelefen, daß sie fast noch höflicher als vorher ist ; »Hören Sie noch, Herr Lind? — Also der Verkäufer heißt Frinzka — Otto Frinzka —"
1" Lind weiß genug. .. ,
Es ist feine Schuld, wenn sich das Fraulem tn Magdeburg über die getrennte Verbindung bei der
Aufsicht beschwert.
Ein Verzeichnis der Hauptaktionäre, die regel- Nlißig an der Generalversammlung teilnehmen, hat er sich längst nach den Präsenzlisten zusammen-
*eUt. So kann er innerhalb weniger Minuten tellen, daß Frinzka seinen Aktienbesitz zur letzten ressitzung mit zweihundertsiebzigtausend Mark ■oncegeben hat.
Er rechnet aus, genau wie C3 eben das Fraulem in Magdeburg getan hat: zweihundertsiebzigtausend mal hundersiebenundachtzig — das gibt fünfhundert- vis tausendneunhundert Mark. Das ist viel Geld. Dohrscheinlich läßt aber Herr Frinzka noch mit sich tfban. Und auf alle Fälle spart man, wenn man direkt kauft, Provisionen und Courtage.
Lind beschließt, bei Herrn Frinzka direkt zu kaufen.
Er kennt die Gewohnheiten seiner Mitbürger.
< ßüns Minuten vor halb drei Uhr trifft er Herrn CtiD Frinzka „zufällig" auf der Straße.
i Mahlzeit, Herr Frinzka. Wie geht's?"
.Guten Tag, Herr Lind. Danke bestens. Man Wägt sich durch. Es wird einem manchmal schwer Macht."
Nanu. Wird so schlimm nicht fein."
Wollen wir tauschen?" lkind lacht gönnerhaft, vSie machen Witze. Also habe ich recht gehabt, dachte übrigens, Sie seien weggefahren."
..Weggefahren? Nee — warum?
..Morgen geht die Bockjagd auf. Und Sie als ^cßer Jäger vor dem Herrn —"
Gauausstellung
der bildenden Künste 1941.
9dSG Vom 0. September bis 5. Oktober findet im S t ä k>e I s cke u K u ü st Institut z u Frank- u r t a. M die diesjährige Gauausstellung her Reichskammer für bildende Künste stall unter der Schlrmherrsck>aft von Gauleiter und Reiitzsstatthal- ter Sprenger. Als ein Dokument der unzer- törbaren Schaffenskraft unseres Volkes auch auf künstlerischem Gebiet weiden die 2verke her bildenden Künstler aus hem Rhein-Maiugebiet zur Anstellung kommen, um zu beweisen, daß hie Größe >er Zeit in Künstlerseeleii ihren Nieherlchlag und in Kunstwerken ein volltönendes Echo land. Wie im ersten Knegssahr wird hie Auswahl der 2sterks im Städel einen repräsenlativeu Rahmen siuden. Wie groß das Verständnis der Oeffentlliisteit gegenüber hem Kunstschaffen aus dem Gaugebiet ist, zeigt« im vorigen Jahr nickt nur die hohe Besuct>er- zahl, sondern auch der Berkaus der Werke. Var allem die Partei, die Städte des Rhein-Maingebietes und die Behörden erwarben Kunstwerks, „bei and) priimlc Intei eße mar
punkt der Schau i«irh auch in diesem Jahr wieder )ie BiilsiHung de ■ Ga u tu(tui pre<|• fftit« dem sich auf Anregung von Gauleiter Sprenger weitere großzügige Preise der Stähl e he» Gaue» anlchließeu werden. Die Ausstellungsleiluug erwartet in diesem Jahr auch Werke im Felde stehender Maler, die über ihren hin Uerildien Wert hinaus als Zeltdokumente In weitester Bedentnng ongesprochen werden können. Rad) Den Richtlinien des Gauleiters wird die Gauausstellung nicht in einer Vielzahl von Werken ihre Möglichkeiten erschöpfen, sondern sie wird zu einem Wettbewerb des Besten werden, da» non Künstlern unsere» Gaues geschaffen werden kann.


