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stetigen Formen ist nichts anderes als die Herr- chaft einer Kaste über die Menschheit, ebenso wie ich die Machthaber von Moskau als die raffinierte- ten Organisatoren der Zerstörung der Nationen und der Versklavung ihrer Schaffenden erwiesen haben.

Wessen Wirken aber zu gleichen Ergebnissen führt, dessen treibende Kraft muß auch aus den glei­chen Quellen fließen! Studieren wir den Ur­sprung von Plutokratie und Bolschewismus, und wir finden nicht nur die gleichen Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, in denen diese Giftsaaten gesät wurden, sondern auch die gleiche jüdische Menschen­rasse, die sie über die Völker ausstreute: der jü­dische Kapitalismus war es, der mit seinen menschenausbeutenden Verdienstmethoden den Be­griff des Proletariats schuf und jeder ausgegliche­nen nationalen Wirtschaft den Boden entzog. Und Juden waren es wieder, die diesem Proletariat jene Parolen gaben, mit denen es zum Sturm gegen die eigenen Völker getrieben wurde, um bas wirt­schaftliche Zerstörungswerk der Plutokratie politisch zu vollenden.

Die Masken von Bolschewismus und Plutokratie mögen so verschieden wie nur denkbar sein das Gesicht aber, das sich hinter ihnen verbirgt, ist das gleiche: die Fratze des Juden, der Die Völker entiechtet, ihre Lebenskraft zermürbt und seine Herrschaft auf den Ruinen einer zusammengebroche­nen Welt errichten will.

Es wundert uns deshalb nicht, daß in diesem Krieg, den die Plutokraten vom Zaune brachen, auch die Bolschewisten ihre große Stunde gekommen glaubten. Diese edle Waffenbrüderschaft ist überdies nicht nur ideologisch, sondern auch hi st arisch begründet. Schon vor fünfundzwanzig Jahren waren zu der gleichen Zeit, in der die plutokratischen Machthaber in Versailles die äußere Zerschlagung des Reiches vorbereiteten, die bolschewistischen Ge­nossen am Werk, um das gleiche Ziel von innen heraus zu betreiben. Ihr Versuch ist damals gescheitert, und deshalb haben sie sich jetzt mit denen von London getroffen, um an der Wiederholung des Kampfes gegen Deutschland teilzunehmen.

Für Plutokraten und Bolschewisten ist die Ver­nichtung Deutschlands ein gemeinsames Ziel. Beide hassen sie die lebenskräftige deutsche Nation, die sich weigert, die Diktatur des Nihilismus und des Gel­des anzunehmen, beide erkennen sie im inneren Auf­bau des Nationalsozialismus das für sie tödliche Beispiel, beide wissen sie, daß der Sieg des deut­schen Soldaten den Triumph einer nationalen und sozialen Ordnung der Völker und damit das Ende aller jüdischen Weltherrschaftrträume bedeuten wird.

Doch nicht nur ihre Auftraggeber, ihre Ziele und ihre Methoden haben Plutokraten und Pplschewisten gemeinsam zu unserem Glück verbindet sie auch die gemeinsame Täuschung über uns Deutsche und unseren Führer.

Die Plutokraten glaubten an denbequemen .Krieg" und fühlten sich stark in dem Gedanken, nur abwarten zu müssen und einen billigen Sieg er­ringen zu können. Die Bolschewisten gaben sich einem 'anderen, aber ähnlichen Irrtum hin. Sie hielten uns für dumm genug, um in aller Ruhe ihre Sowjetinvasion vorbereiten und dann zu einem ihnen genehmen Zeitpunkt losschlagen zu können.

Sie haben sich beide getäuscht, und sie hören nun gemeinsam die Stunde schlagen, die für sie das Ende ihrer Verbrechen, für die Völker aber den Anbruch eines neuen, glücklicheren Zeitalters bezeichnen wird.

Tanner zurückgekehrt.

Finnlands Kampf um feine Freiheit.

Helsinki, 3. Juli. (DNB.) Daemoe Tanner ist als Handels- und Jndustrieminister in die Re­gierung aufgenommen worden. Der bisherige Mi­nister Salmio ist aus der Regierung ausgeschieden. Tanner hat seit jeher im finnischen Staat sieden eine bedeutende Rolle gespielt. Er war seit 1917 mehr­mals Mitglied der Regierung, u. a. Ministerpräsi­dent im Jahre 1926-und von 1937 bis 1939 Fi­nanzminister, 1940 Volksversorgungsürinister. Als scharfer Gegner der Kommunisten zog er die Wut des Kreml auf sich, der 1940 seinen Austritt aus der Regierung durchsetzte. Sein Wiedereintritt in die Regierung ist als ein symbo­lischer Akt zu betrachten, daß die Rechtsverletzungen der Sowjetunion gegenüber Finnland endgültig ausgetllgt sind.

Tanner hielt im finnischen Rundfunk eine Rede, in der er fagte, der Friedensschluß vom März 1940 sollte nur eine Pause für die Vorbereitung eines weiteren Angriffs sein. Aus der inneren Front sollte bas Land durch die kommunistische Hetze, wie etwa in den baltischen Staaten, für eine spätere Annexion reif gemacht werden. Die Sowjet­union verfolgte rein imperialistische Ziele. Jetzt sei es ihr Ziel gewesen, diesen Krieg zu verlängern, bis sie selbst entscheidend militärisch eingreifen konnte, um den Kommunismus über Europa zu verbreiten. Das sei der Sowjetunion jedoch nicht gelungen, sie gehe nun an ihrem Plan selbst zugrunde. Finnland brauche dies in keiner Weise zu bedauern, denn wäre es der Sowjetunion gelungen, eine Welt- !?oolution zu entfachen, so wäre auch die finnische Arbeiterschaft, so wie die der Sowjetunion, in die kommunistische Versklavung geraten. Abschließend erklärte Tanner:Die Interessen Finnlands fallen mit denen Deutschlands zusammen, daher ziehen die Finnen Seite an Seite mit den Deutschen in den Kampf gegen den Bolschewismus. Auch die finni- Ichen Arbeiter wollen an der Verteidigung des Landes, der Sicherung des Arbeitsfriedens mit stärkstem vaterländischem Eifer teilnehmen."

Dänische Aerzte für Finnland.

_ penhagen , 3. Juli. (Europapreß.) Die Zahl der freiwilligen dänischen Aerzte für Finn- land übersteigt den angeforderten Bedarf bereits umein Vielfaches, meldet das dänische Rote Kreuz. Zahlreich sind auch die Meldungen anderer Berufs­gruppen, die sich an das Rote Kreuz mit der Bitte um Entsendung auf den finnischen Kriegsschauplatz wenden Man sieht sich in Kopenhagen außerstande, diesen Gesuchen vorläufig zu entsprechen, da zu­nächst nur die Zahl von 50 Chirurgen vereinbart ist- Eme Anzahl dänischer Aerzte ist bereits an der finnischen Front eingetroffen, die übrigen werden in Kürze folgen. Auch ein erster Transport von Medizinalwaren, Impf- und Verbandstoffen ist zum Versand gebracht worden. Die dänische Bevölkerung wird aufgefordert, durch Geldspenden und Entsen­dung von Lebensmitteln zur Hilfe für Finnland bei- zutragen.

Dänemark fordert Schließung der USA-Konsulate.

Kopenhagen, 3.Juli. (DNB.) Das dänische Außenministerium hat folgende Verlautbarung aus- gegeben: Die Entwicklung des Krieges hat eine immer engere Zusammenarbeit zwischen

der auf auf

kräften, für die Küstenverteidigung und bei Grenzwache auf vier Jahre, bei der Marine fünf Jahre und bei den FeftlandsgrenzMppen drei Jahre festgesetzt.

Oie sowjetischen Kriegsvorbereitungen in Bessarabien.

AlsLembergunterdemSowjetsternsiand

Ein italienischer Erlebnisbericht.

Stalin gibt den Verrat zu.

Oer Pakt mit Deutschland ein Mittel zur Vorbereitung des Krieges.

Rom, 3. Juli. (Europapreß.) Die Erlebnisse einer Frau während der er st en 4 Wochen der sowjetrussischen Besetzung von Lemberg nach dem Krieg gegen Polen schildert Messaggero". Die Betreffende hat eine italienische Mutter und ist in Polen ausgewachsen. Sie berichtet vor allen Dingen, daß schon unmittelbar vor dem Einzug der ersten Sowjettruppen überall Propa­gandalautsprecher von den ersten Morgenstunden bis in den Abend hinein ununterbrochen Lobsprüche auf Stalin und Schimpfreden gegen dieHunde­söhne von Bourgeois" brachten. Ein Bild von dem Leben in Sowjetrußland Höste man sich sehr gut aus den Gesichtern der Soldaten machen können, wenn sie vor den noch nach westeuropäischen Ver­hältnissen ausgestatteten Ladenfenstern standen. Hatten sie Geld, so machten sie sich sofort auf die 2agd nach einer Uhr. Die Juden hätten sich sofort als Wegweiser für d i e GPU. nützlich ge- macht. Dieser überlieferten sie lange Liften von Per­sonen, die ihrer Ansicht nach bürgerlichen Ideen huldigten, und jede Nacht erschienen dann die Ab­gesandten der Svwjetpvlrzei, zwei oder drei Mann,

Berlin, 3. Juli. (DNB.) Angesichts der Tat­sache, daß die deutschen Truppen unaufhaltsam nach Osten vordringen und beispiellose Erfolge er­zielten, hielt es Stalin am Donnerstag für gebo­ten, über die Sowjetsender höchstpersönlich zu spre­chen. Die Angst und die Sorge vor dem Kommen­den trieb den Sowjetgewaltigen, der sich bislang hinter den dicken Mauern des Kreml verborgen hielt, dazu, sich mit seinen Nöten an die Welt­öffentlichkeit zu wenden. Was den Fuchs veran­laßt, jetzt feinen Bau zu verlassen, wird aus Sta­lins eigenen Worten deutlich. Nach einem Einge­ständnis der deutschen Ueberlegenheit sagte er: ,.,Ein mächtiger Feind hat unser Land mit Krieg überzogen. Es ist ihm gelungen, Litauen, einen Teil des lettischen Bodens und andere Gebiete zu erobern. Wir sind in ernster Gefah r."

Bemerkenswerter noch sind Stalins Ausführun­gen über den Nichtangriffspakt mit Deutschland. Zynisch gab der heimtückische Verräter zu, daß er diesen Pakt nur zum Schein geschlossen hat. Er sagt:Was gewann die Sowjetunion durch den Pakt? Wir hatten anderthalb Jahre Ruhe, um uns vorzubere i te n. Das .war ein Ge­winn für uns und ein Verlust für Deutschland." Trotz dieser eindeutigen Erklärung über seine schur­kischen Pläne hofft Stalin Dumme zu finden, wenn er Deutschland dreist als denAngreifer" bezeichnet.Es ist klar", sagt Stalin,daß mir die Initiative zu einem Bruch des Paktes nicht ergrei­fen wollten." Das heißt nichts anderes, als daß die Sowjetmachthaber den Ueberfall auf Deutschland Zwar vorbereiteten, daß ihnen aber der deutsche Gegenschlag zu einem Zeitpunkt äußerst ungelegen kam, da ihre Vorbereitungen noch nicht beendet waren. Die Welt hatte bereits aus den deutschen Dokumentenveröffentlichungen die hinterhältigen Pläne der Sowjets und die durch die Bolschewisten ganz Europa drohende Gefahr erkannt und hat sich daher man braucht nur an die in allen eu­ropäischen Ländern ergangenen Aufrufe zum Ein­tritt in die Freiwilligen-Fvrmationen zum Kampf

Cartagena, yue-lva, Zamora, Logrono, Santander, Viao, Alicante, San Sebastian, Oviedo, Barcelona und zahlreichen anderen Orten ein. Die Falange- leitung der Provinz Madrid hat angeordnet, daß sich die Freiwilligen in Madrid am Freitagoormit- tag in dem Gebäude für Medizin der Universitäts­stadt einzufinden haben zur Untersuchung und end­gültigen Einreihung in das Freiwilligenkorps. Be­sonders groß ist die Beteiligung der S t u d e n t e n der Stadt Madrid. Sie stellen ungefähr 20 v H der gesamten Freiwilligen.

Der italienische Bericht.

^uli. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort­laut:

Unsere Bomber haben einen Flugzeugstützpunkt auf der Insel Cypern angegriffen.

In. Nordafrika hat die'Luftwaffe der Achse Stellungen, Versorgungsanlagen und Flakbatterien in Tobruk getroffen und Prände und Explo- sionen verursacht sowie Flugzeugstützpunkte östlich von Marsa Matruk bombardiert.

Feindliche Flugzeuge haben Einflüge auf einige Ortschaften der Cyrenaika durchgeführt.

In O st a f r i f a lebhafte Artillerietätigkeit an

der Uolchefit-Front (Gondar). Im Gebiet von Galla und S i d a m o behindern die starken Regenfälle die Operationen.

Palmyra nach 13 tägigem Widerstand gefallen.

Paris 3. Juli. (DNB.) Nach dem französischen Heeresbericht vom 3. Juli habeti die britischen Streitkräfte nach einem schweren Panzerwagenan- griff Palmyra eingenommen, das sich geacn eme erdrückende Uebermacht 13 Tage lana gehalten hatte. Südöstlich von Deir-Ez-Zar leisten die französischen Truppen gegen die auf Abu Ke- mal auf dem . rechten Ufer des Euphrat vvrgerück- ten motorisierten britischen Abteilungen Widerstand. Franzofi^e Jagdflieger hätten eine Hurrikane und eine Blenheim-Maschine abgeschossen. Beirut sei m der Nacht zum 3. Juli von der britischen Lust- waffe mit verstärkter Heftigkeit .bombardiert worden. Mehrere Stadtviertel, in denen sich keiner, lei militärische Ziele befinden, seien von Brand­bomben und Sprengbomben schwer getroffen wor- öen. Unter der Zivilbevölkerung seien Opfer zu be­klagen. °

Dichy gedenkt betl britischen lleberfalls auf Mers-el-Kebir.

m® I), .3. 3uli..(<Europapre&.) Am Donnerstag- morgen fand m her St. Louis-Kirche von Vichy in Anwesenheit des französischen Staatschefs Mar chall P « t a i n, des Admirals D a r l a n , des Generals L a u r e, des Kolonialminifters Platon, des ^riC§nTIr,1?er H " n ' 9 e r sowie einiger ande-

u9 tebcrm französischen Regierung ein Got- A r-Rrl .Gedenken der vor genau einem Jahre anlaBüd) des feigen britischen Ueberfalls auf Mers- ehÄebir für Frankreich gefallenen 1200 a nr° J \11 L 311 Toulon wurde aus glei-

oin Gottesdienst unter freiem Himmel Ä in Nizza ehemalig- fran-

äosische Matrosen Blumen tn das Meer versenkter».

gegen die Bolschewisten xu erinnern geschlossen hinter Deutschland gestellt. Darum ist es nur als lügnerische Agitation zu werten, wenn Stalin be­hauptete, Deutschland habe zwar einen militäri­schen Gewinn erzielt, aber es erscheine in der gan­zen Welt als Angreifer. e

Benker kens wert ist auch, daß Stalin in feinen von düsteren Ahnungen über die Zukunft des Bol­schewismus durchzogenen Ausführungen mehrfach betonte:Es ist ein Kampf auf Leben und T o d." Er warnte vor Panikmache sowie Verbrei­tung von Gerüchten und malte als Abschreckungs­mittel an die Wand, daß Deutschland die Gutsbe­sitzer und das Zarenregime wieder einsetzen werde.

Zum^Trost für seine Bolschewisten, die aus seinem Munde zum ersten Male hörten, wie schlecht die Lage auf dem Kriegsschauplatz steht, glaubte der Diktator im Kreml an Napoleon erinnern zu müssen, dessen Untergang nach der verlorenen Schlacht an der Beresina er allzu gerne als iin gutes Omen für die Zukunft hinstellen möchte. Wobei er allerdings vergaß, daß der Sommer 1941 nicht mit dem Winter 1812 und die heutige Kamp- fesweise nicht mit der aus dem vorigen Jahrhundert zu vergleichen ist. Der alte Schlachtruf Stalins Schlagt die Faschisten auf ihrem eigenen Gebiet!" ist verstummt. Die ganze Rede ist nur ein einziger Hilfeschrei an seine Freunde in London und an die jüdisch-kapitalistischen Kreise in der Welt, von denen er seine letzte Rettung erhofft.

Wenn Stalin schließlich noch an die Bolschewisten die Aufforderung richtete, die Vorräte zu pernichden und alles zu zerstören, was dem Feind von Nutzen sein könnte, so ist das ein Verbrechen an der Be­völkerung des Landes selbst, die ja von den Vor­räten leben muß, zu deren Zerstörung Stalin auf­fordert. Deutschland braucht die Vorräte nicht, aber die Bevölkerung in Feindesland wird eben hungern müssen, wenn sie der Parole Stalins folgen sollte, denn von uns werden die Bolsche­wisten nicht ein Gramm an Lebensmitteln bekom­men.

mit Maschinenpistolen und führten Haussuchun­gen pnd Verhaftungen durch.

Am 25. Oktober hätte eine große Feierlichkeit stattfinden sollen, zu der die Stadt geschmückt wer­den sollte. Zu diesem Zweck sammelten die Sowjet- kommlssare Teppiche jeder Größe bei den verschie- denen Haushaltungen, mit denen die Häuser ge­schmückt werden sollten. Als aber das Fest vorüber war, versuchten die Familien vergeblich, ihre Tep­piche wieder zu erhalten. Diese waren spurlos verschwunden. 1

Unter diesen Umständen taten sich bald befreun­dete Familien zusammen, um Lemberg still und heimlich zu verlassen. Man reifte zunächst nur bis nach Stanislaus und Kolomea. Von dort wurde dann die endgültige Flucht in die Wege geleitet Eine ganze Gruppe von Angehörigen befreundeter Familien machte sich unter Führung eines Mannes aus den Bergen auf den Weg und überschritt die Grenze. Der Marsch über die schneebedeckten Kar­pathen dauerte von 21 Uhr des einen Tages bis 1.5 Uhr des nächsten Tages. Aber alle kamen glück­lich hinüber und wurden jenseits der ungarischen Grenze herzlich willkommen geheißen.

zeuge und Pontons feien in den Flußläufen ver­teilt und in Gebüschen versteckt worden.

Schon während des ganzen Monats Mai sei der Zustrom von Sowjettruppen nach der Buko­winagrenze stark gewesen. Straßen- und Brückenreparaturen wurden sorgfältig betrieben, Unterbauten für Geschütze und Luftschutzbauten in Eisenbeton angelegt, vorhandene Brücken zur Sprengung vorbereitet, an anderen Stellen, beson­ders in Bessarabien, Holzbrücken zur Erleichterung des Nachschubs gebaut.

Auf der Donau, auf der neun sowjetische Kanonen­boote und verschiedene Panzerfahrzeuge erschienen seien, hätten die sowjetischen Truppentransporte ständig zugenommen, das häufige Erscheinen von Sowjetflugzeugen hätte die Zusammenziehung von Luftstreitkräften bewiesen.

Die letzte Maßnahme des Kommandos der Sow­jetarmee seien der beschleunigte Aufmarsch von motorisierten Truppen und die Einführung der mili­tärischen Ausbildung für die Arbeiter kriegswich­tiger Industriebetriebe in den nächstgelegenen Gar­nisonen gewesen. Kurz vorher habe die Sowjet- regierung die Dienstzeit bei den Bodenstreitkräften im Landesinnern auf zwei Jahre, bei den Luftstreit-

den europäischen Staaten notwendig ge­macht, u. a. um dem harten wirtschaftlichen Druck infolge der Absperrung des Handels zu begegnen. Die dänische Regierung hat sich daher veranlaßt gesehen, sich mit der Stellung der in Dänemark be­findlichen amerikanischen konsularischen Vertreter zu befassen. Hierbei hat die dänische Regierung auch nicht die Tatsache unberücksichtigt lassen können, daß die amerikanische Regierung es den von der Dänischen Regierung anerkannten Kon­sulatsbeamten in den Vereinigten Staaten u n möglich gemacht hat, dort ihre Tätigkeit wei­terhin auszuüben. Im Hinblick auf diese Sachlage hhl die dänische Regierung ebenso wie andere curo- püische Regierungen die amerikanische Regierung ersucht, die Heimreise der hier befindlichen amerikanischen Konsulatsbeamten zu veranlassen.

Oie spanischen Freiwilligen rücken ein.

Madrid 4. Juli. (Europapreß.) In ganz Spanien wurden die Freiwilligen für das spanische Epebitionstorps noch dem sowjetischen Kriegs- styauplatz von den Falangeleitern, Behörden und der BevoUerung in der herzlichsten Weise verabschiedet. In Madrid traf bereits ein größeres Kontingent von Freiwilligen aus Toledo,

Rom, 3.Juli. (Europapreß.) Einzelheiten über die sowjetischen Vorbereitungen im Raume des Schwarzen Meeres meldet demPopolo di Roma" sein Sonderkorrespondent aus Beyoglu.

Der Bericht erinnert an das seinerzeitige Taß- Dementi und stellt ihm den Aufrauf Timoschenkos an die sowjetische Armee vom 1. Mai gegenüber. In diesem sei die Rede davon gewesen, die sowje­tische Armee müsseihr Pulver trocken hal­ten" und auf Ueberraschungen gefaßt fein.

Wenige Tage vor dem Taß-Dementi seien zwei Drittel aller Truppen der sowjetischen Armee in Bessarabien aus ihren Garnisonen ausgerückt und in die Nähe des Pruth marschiert, wo­bei sie alles verfügbare Material, vor allem Muni­tion, mitgeführt hätten. Nach Berichten von Reisen­den hätten die Sowjetoffiziere ganz offen davon gesprochen, der Krieg zur Lösung der deutsch­sowjetrussischen Fragen stände bevor, die politische Propaganda hätte das Volk auf denAngriff der dem Sowjetvaterland feindlichen Mächte" vorbe­reitet.

Die ehemaligen rumänischen Staatsbürger, be­sonders solche mit technischer Spezialausbildung, seien von den Sowjetrussen zu den Waffen einberufen worden. Schwere Artillerie und Traktoren sowie Hunderte von Kampfwagen und ungeheure Mengen van Kraftwagen seien von überall her in Bessarabien eingetroffen. Wasferfahr-

Rußland-Osteuropa.

Von Dr. Paul Rohrbach.

Die WorteRußland" undOsteuropa"' werden von vielen im politischen Sinn als gleichbedeutend gebraucht. Das ist ein Irrtum, denn es gibt int osteuropäischen Raum große geopolitische, geschicht­liche und nationale Verschiedenheiten. Man kann Osteuropa in einen Politischen oder Ukrainischen, einen Moskowitischen und einen Baltischen Teil gliedern.

Eine natürliche Scheidelinie von großer, zunächst wirtschaftlicher Bedeutung innerhalb' Osteuropas ist die zwischen dem wenig fruchtbaren, noch von der Eiszeit herrührenden, stark sandigen Baden int Norden und dem landwirtschaftlich höchst wertvollen Lößboden im Süden, der durch Humus dunkel ge­färbt ist und daher als Schwarzerde bekannt ist. Das m o s k o w i t i s ch e Rußland liegt größten­teils auf dem geringeren, das ukrainische auf dem hochwertigen Ackerboden. Daher sind auch merkbare Unterschiede in der Bevölkerungsdichte vorhanden. Das moskowitische Rußland ist arm an Naturschätzen, ausgenommen Holz, das ukrainische besitzt vorzügliches Eisenerz, Kohle von hoher Quali­tät, Mangan und andere nutzbare Mineralien. Po­litisch aber ist die Tatsache bedeutsam, daß es nicht von Russen, sondern von Ukrainern bewohnt wird.

Woher stammt die Verschiedenheit zwischen den beiden Völkern, die sich in ihrem Nationalgefühl, ihrem Charakter und ihrer Sprache ausdrücken? Der früheren russischen Regierung war das Ufr ei­ner tum unbequem, ja es wurde direkt als gefähr­lich betrachten Auch die Sowjetmachthaber in Mos­kau möchten es, obwohl formell eine Sowjet- Ukraine existiert, unterdrücken, und sie waren nicht unzufrieden damit, daß die furchtbaren Hungers­nöte der zwanziger und dreißiger Jahre in der Ukraine am stärksten wüteten und am meisten Menschen fortrafften.

Um die heutigen Verhältnisse zu begreifen, müssen mir zurückgehen auf die Geschichte Rußlands. Das ursprüngliche Rußland entstand auf ukrai­nischem Volksboden, um das Zentrum Kiew herum, aus einer Mischung normannischer und slawischer Elemente. Schwedische Normannen be­setzten im 9. Jahrhundert n. Ehr. verschiedene Punkte an den Flüssen, die mit geringen Unterbrechungen einen bequemen Wasserweg» von der Ostsee nach dem Schwarzen Meer bildeten. Die Normannen wurden in Konst an tinvp.el, dem Ziel ihrer Fahrt, Rhos genannt, und von daher stammt der Name Rußlarckl. Sie gründeten eine Anzahl Fürsten­tümer, wovon Kiew das mächtigste war, und ver­schmolzen allmählich mit den Slawen zu einem neuen Volk, den Russen. Diese ursprünglichen Rus­sen sind die Vorfahren der heutigen Ukrainer.

Durch eine Verkettung geschichtlicher Umstände ging aber der Name Rußland auf ein anderes staatliches Gebilde über, das weiter nördlich auf einem von finnischen Stämmen bewohnten Boden durch slawische Eroberung und Kolonisie- rung entstand. Das ukrainische Rußland wurde im 13. Jahrhundert von den Mongolen verwüstet und entvölkert, während die nördlichen Fürstentümer sich unter mongolischer Oberherrschaft behaupteten. Sie wurden allmählich vom Großfürstentum und späteren Zarentum Moskau gesammelt-, dieses be­anspruchte nur für sich den NaMen Rußland und teilte sich im 17. Jahrhundert mit Polen in die Ukraine. Erst die Kaiserin Katharina II. erwarb durch Teilung Polens die GesamtukrainF.

Eindrittes" Rußland bildete sich dlltch die Er­oberungen Peters des Großen im baltischen Teil Osteuropas. Schließlich reichte es mit dem fogenann­te P Kongreß-Polen sogar nach Mittel-Europa hinein. Diese Gebiete, Finnland, die Baltischen Provinzen, Litauen, Polen, ganz im Süden auch noch Bes­sarabien, waren geschichtlich, national, sprachlich, größtenteils auch in bezug auf Kulturstand und Konfession, vom moskowitischen Rußland verschie­den und fühlten sich ihm innerlich nicht zugehörig.

Ich habe im Weltkrieg den Vergleich gebraucht, Rußland sei wie eine Apfelsine, die man nach Ent­fernung der Zusammenhaltenden Schale dies war früher der Zarismus, heute die Sowjetmacht ohne Gebrauch des Messers in ihre einzelnen Teile zerlegen kann. Die Richtigkeit dieses Vergleichs offenbarte sich in dem Auseinand e rd rechen des ruf- if^en Staates nach dem Weltkrieg. Finnland, Lettland, Estland, Litauen, Polen, die Ukraine, die Kaukasus-Republiken wurden selbständige Staaten Als aber die Bolschewisten zur Macht gekommen waren, wollten sie das nicht dulden. Die Ukraine und die kaukasischen Staaten wurden mit Waffen- gemalt in eineUnion der Sozialistischen Sowjet- Republiken" (UdSSR.) hineingezwungen. Jcchre- lang stand der Bolschewismus auf der Lauer, um auch die verlorenen Westgebiete wieder an sich zu reiften. 1939 fiel ihm ein Stück des verflossenen polnischen Staatswesens zu; danach stürzte er sich