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passenden Gelegenheit sich daran erinnern müssen, daß er seinenBeitrag" für England abzuliefern hat.

Die Engländer verlangen jedoch noch erheblich mehr von dem braven Onkel Sam. Er soll sich auch den Schmachtriemen enger ziehen und daraus ein­stellen, zum Wohle Englands sich den Brotkorb höher hängen zu lassen. Dies hat ihm dieser Tage ganz eindeutig und klar der britische Ernährungs­minister Lord Wootton vor Augen geführt, als er in einem Appell an das Volk der Vereinigten Staa­ten forderte, daß die Konserven in den Vereinigten Staaten zugunsten Englands rationiert werden müßten und daß England insbesondere von den Milchkonserven, den Büchsensrüchten, dem Büchsen- slersch, dem Lachs und dem Zucker einen erheblichen Teil von den Vereinigten Staaten abbekommen müsse. Da der englische Ernährungsminister bereits Fachmann dafür ist, wie man am besten rationiert, hat er den USA-Bürgern auch gleich gute Rat­schläge gegeben, wie sie es machen sollen. Er legt ihnen nahe, einmal in der Woche kein Büchsenfleisch, einmal keine Büchsenmilch, eine Woche lang über­haupt keinen Käse zu verkaufen und am besten jede Woche zugunsten Englands einen fleischlosen und einen milcylosen Tag einzusühren.

Man kann verstehen, daß die Bürger der 23er» einigten Staaten von diesen Rationierungsmaß- nahmen des britischen Ernährungsministers nicht viel werden wissen wollen, und daß sie von dem Appell, der an sie gerichtet worden ist, mit mehr als gemischten Gefühlen Kenntnis genommen haben. Ähr Präsident hat aber A gesagt, nun bleibt ihnen vorderhand nichts übrig, als B zu sagen. Die Be­geisterung in den USA. für die englische Sache dürste dadurch eine Abkühlung erfahren, die. in dem Maße fortschreiten wird, als die Opfer für England sich steigern werden. Der arme Onkel Sam wird es nicht leicht haben, den England-Fi nun el seines Präsidenten und die Geschäststüchtigkeit der ihn beratenden Wall-Street-Juden und Rüstungs- schieb er zu befriedigen.

Erweiterte Vollmachten für Roosevelt?

beschlagnahme privaten Eigentums jeder Art."

Washington, 4. Juni. (Europapreß.) Eine wesentliche Erweiterungder Machtbefug­nisse des USA.- Präsidenten ge-genüber der Privatwirtschaft und dem Kapital wird in einer amtlichen Verlautbarung angekündigt. Danach er­sucht das Kriegsdepartement den USA.-Kongreß, ein Gesetz in die Wege zu leiten, das den Präsidenten zur Requirierung vonPrivateigentum jeder Art im Interesse der nationalen 23erteidi- gung gegen eine angemessene Entschädigung ermäch tigt. Hierzu wird in unterrichteten Kreisen erklärt, das Ersuchen des Kriegsdepartements erfolgte mit Zustimmung von Franklin D. Roosevelt und des Obersten Rüstungsrats.

Das Ersuchen steht im Mittelpunkt der politischen Diskussion. Die Opposition gegen die neue Gesetzes­vorlage, die eine in Friedenszeiten niemals dage­wesene Erweiterung der Machtbefugnisse des Wei­ßen Hauses gegenüber der privaten Wirtschaft dar­stellt, wächst stündlich. Die schärftte Kritik äußerte der demokratische Senator W h e e I e r, der u. a. erklärte:Diese Maßnahme stellt eine direkte Bedrohung jedes einzelnen USA.« Bürgers dar. Warum sollen wir un Kampf für die Demokratien im Ausland im eigenen Lande eine totalitäre Regierung aufstellen?" Der Vorsitzende des Senatsausschusses, der demokratische Senator Geo r g e, wies auf den vom Senat zu erwartenden Einwand hin, daß das Gesetz mir im Kriegsfall ge­rechtfertigt sei. Eine Annahme des Gesetzes durch den Kongreß fei nicht zu erwarten, meinte der de­mokratische Senator Adams (Colorado), da die USA. am Kriege nicht beteiligt feien und der Prä­sident derartige Machtbefugnisse deshalb auch nicht benötige.

Tonnagemangel der LtGA.

Schwierigkeiten im Verkehr mit Afrika.

Reuyork, 4. Juni. (DRB. Funkspruch.) Die Tonnagesorgen der Vereinigten Staaten nehmen immer noch zu. So beklagte sich vor kurzemNew Port Herald Tribüne^ über außerordentlich großen Tonnagemangel auf Schiffahrts­linien zwischen Reuyork und den s ü d - und ost afrikanisch en Häfen. 50 000 Tonnen Fracht lagerten nach dem Bericht des Blattes Ende April in den Vereinigten Staaten und konnten nicht abtransportiert werden, weil kein Schiffsraum ver-, fügbar war. Zu dieser Fracht gehörten wichtige Lie­ferungen für die südafrikanische Union. Es bestän­den auch wenig Aussichten auf Besse­rung der Lage, da aller Schiffsraum auf diesen Linien bis SDtitte Juni bereits vorbelegt sei. Dazu kommt, wie das Blatt weiter berichtet, die große Verstopfung der südafrikanischen Häfen, die ihrer heuttgen Ausgabe nicht gewach­sen seien. Infolgedessen müssen die Schiffe oft Wochen hindurch warten, bis sie ihre Fracht löschen können. Während früher die Hin- un- Rückfahrt zwischen den USA. und Südafrika im Durchschnitt dreieinhalb Monate in Anspruch nahm, werden jetzt mindestens viereinhalb Monate benötigt.

Zeugnis -er englischen Rot.

Reuyork, 3. Juni. (DRB.) Aus Kanada kommend traf am Pfingstmontag der britische Labour-Abgeordnete Oberst Wedgewood in Reuyork ein. In einem Interview mit der Presse ließ Wedgewood durchblicken, daß den Briten das Wasser bis zum Halse reicht, denn er trat offen für die sofortige Bildung einer Union zwischen den USA. und Großbritannien ein, die die Demokratie retten" und dieGrundlage für einen beständigen Frieden" abgeben solle. Er wolle min­destens drei Monate in den USA. bleiben, um in einer Vortragsserie für diese Gedanken zu werben. Die Anregung hierfür müsse von den USA. aus­gehen, die gegenwärtig derGroße Bruder" seien.

Ehile bleibt neutral.

Santiago de Chile, 3.Juni. (Europapreß.) Angesichts der Alarmstimmuna in den USA. hat der Präsident von Chile,. Pedro Aguirre Cerda, be­schlossen, in einer neuen- Erklärung festzust-ellen, daß Chile fest entschlossen ist, an seiner Neutrali­tät fest zuhalten. Dieser Beschluß wurde in einer Konferenz zwischen dem chilenischen Präsiden­ten und den Innen- und Außenministern getroffen. Bei dieser Gelegenheit wurde gleichzeitig die Zweck­mäßigkeit betont, eine gemeinsame Haltung aller lateinamerikanischen Lander wiederherzustellen. Durch Vermittlung des nordamerikanischen Bot­schafters in Santiago wurde der USA.-Regierung

Oie Aufzehrung der englischen Gchiffsraumreserven.

Bisher 11664 000 BAT. britischen (Schiffsraums versenkt.

Berlin, 3. Juni. (DNB.) 746 000 BRT. ver­senkten britischen Handelsschiffsraumes für den Monat Mai meldet der heutige Bericht des Ober­kommandos der Wehrmacht. T)avon wurden durch Unterseeboote 479 000 BRT., durch die Luftwaffe 215 000 BRT., der Rest durch Ueberwasserstreit- kräfte vernichtet. Hinzu kommt noch ein 1200 BRT. großer Transportdampfer, den deutsche Panzer am 1. Mai im Hafen von Korinth versenkten. Ununter­brochen vergrößern sich die Lücken in Großbritan­niens Schiffsraum, unablässig zahlt es für sein verbrecherisches Blockadevorhaoen.

In welchem Umfange die Aufzehrung der eng­lischen Schiffsraumreserven vor sich geht, zeigt fol­gende Zusammenstellung: Die Versenkungsziffer be­

trug (auf Tausend abgerundet) BRT.

Dorf Kriegsbeginn bis zum 1. Nov. 1940 7 162 000

bis zum 1. März 1941 9 199 000

bis zum 1. April 1941 9 917 000

bis zum 1. Mai 1941 10 917 000

bis zum 1. Juni 1941 11664 000

Seit dem Monat Februar 1941 blieben die Verluste der britischen Handelsflotte somit in kei­nem Monat hinter 700 000 BRT. zurück. Im Monat April während der Flucht der britischen Expeditionsarmee aus Griechenland konnte durch die Versenkung zahlreicher Transportdampfer eine Million BRT. vernichteter Schiffsraum verzeichnet werden.

Schaltet man diesen Rekordmonat aus, so liegt der Verlust der britischen Handelsflotte in der Zeit vom 1. Februar bis 1. Juni 1941 bei 7 3 0 00 0 BRT. monatlich. Diese Tonnageziffer entspricht einer Ladung von etwa 1022 Gewichtstonnen. Seit dem 1. Februar dieses Jahres sind somit Tag für Tag über 34 000 Tonnen wertvollen Kriegs­

materials, lebensnotwendiger Nahrungsmittel und unentbehrlicher Rohstoffe versenkt worden.

Man bekommt eine Vorstellung von diesem täg­lichen Verlust, wenn man sich vergegenwärtigt, daß zum Abtransport dieser Güler jedesmal Züge von insgesamt 2260 Waggons, von denen ü'der fünfzehn Tonnen faßt, erforderlich wären. 1 e Waggons hätten aneinandergereiht eine Länge von nahezu 15 Kilometern.

Dabei wäre es verfehlt, im Verlaufe eines län­geren Krieges von dem versenkten Schiffsraum Tonne gleich Tonne zu setzen. Je höher die Verluste der britischen Handelsschifsahrt werden, um so spür­barer wirkt sich der Verlust jeder weiteren versenk­ten Tonne für Großbritannien aus. Denjenigen, der nur 50 Reichsmark besitzt, trifft der Verlust einer Reichsmark empfindlicher als denjenigen, der über 1000 Reichsmark verfügt.

Bei dem vorhandenen und vorhanden gewesenen brittschen Schiffsraum, einschließlich der zur Ver­fügung gestellten norwegischen, holländischen und griechischen Schiffe, wie er von amerikanischen Sach­verständigen geschätzt wird, wiegt nach dieser Ueber- legung jede im Monat versenkte Tonne doppelt so schwer wie eine Tonne, die im Mai 1940 versenkt wurde.

Lage her Schiffahrt sehr ernst".

Stockholm, 3. Juni. (DNB.) Auf der Jahres­tagung der Arbeiterpartei sagte, wie Reuter meldet, das Parlamentsmitglied S h i n w e l l, daß die Lage der Schiffahrt sehr ernst sei.Wenn wir nicht schnell unsere Schiffe, die durch feindliche Handlungen beschädigt werden, reparieren können und die verlorenen durch unsere eigenen Anstren­gungen und die Hilfe Amerikas ersetzen können, so möchte ich daran zweifeln, daß der Sieg England ist."

Vor Aegyptens Küste gestellt.

Englischer Truppentransporter zerbricht unter Bombentreffern. Von Kriegsberichter Anton Dietz.

(PK.) ..... 3. Juni. (DNB.) Solange ein Strahl Tageslicht die Sicht des Feindes ermöglicht, sind die Aufklärer am Werk. Nur nichtdem Feind von der Pelle weichen! Jetzt erst recht, jetzt, wo englische Truppen sich wieder einmal zumglor­reichen Rückzug" aus Kreta anschicken. Wir wachen darüber und kennen unsere Aufgabe. Noch vor der Zeit des grauenden Tages liegt der Start. Als die Sonne sich als ein feurig rotglühender Ball von Osten am Horizont heraufschiebt, donnern die Mo­toren der braven He 111 schon hoch über das Berg- lanü Kreta.

Die Nacht hat das Tun des Feindes verborgen. Jetzt gilt es die Schleier um Verborgenes zu lüften. Aus dem Meer schimmert bleich nach Westen hin der Rand der Insel Kreta herauf. Die Wasser sin- frei. In leichtem Bogen wendet da> Flugzeug auf den östtichen Kurs, streicht die Südküste der Insel ab und dreht nach Süden mit KursaufAegy fi­te n ab. Tief reicht heute der Dunst herab und ver- schleiert^die Sicht, aber hart liegen die Augen an den Fenstern des Flugzeuges und starren hinab auf das mit einem milchigen Hauch überzogene weite Mittelmeer. Es scheint in Grabesruhe zu liegen. Nicht ein Schiff auf dieser großen Wasserstraße heute. Die Engländer stecken in ihren Schlupfwin­keln, die ihnen noch in Aegypten geblieben find.

Hunderte von Kilometern sind schon zurückgelegt. Tief hinten am Horizont im Süden, -ort, wo die flache und weite Küste Aegyptens fein muß, taucht ein heller Streifen auf, Land. Im slachexc Bogen steht es gegen das Meer, auf Sidi el B a r a n i zeigt der Kurs. Suchend greifen die Augen vom Meer in den weiten Ascher hinein und wieder zurück. Jägergefahr, das weiß jeder Flieger, der in diese Richtung vorstößt. Der Rücken ist frei, seit über Kreta das deutsche Luftfchwert beherrschen­steht. Doch auch da vorn, von Aegypten 'her, rührt sich der Feind nicht. Aus der Sonne heraus hat das Auge klarere Sicht. Nach Backbord richtet sich des­halb besonders unsere Aufmerksamkeit.

Da plötzlich eine Entdeckung. Der Funker schreit

sie über das Bordmikrophon den übrigen Kamera- oen zu:Drei Kähne backvoraus mit Kurs nach Oste n!" Wahrscheinlich Alexandria das Ziel. Der Flugzeugführer drückt die Michle tie­fer. Hier gilt es, genau zu sehen. Engländer, wie nicht anders zu erwarten! Auf einem der kleinen Dampfer sitzen dicht an dicht englische Sol­daten ein Truppentransporter. Also nicht lange gefackelt. Än weitem Bogen steuert das Flugzeug die Kiellinie des in einem Glied fahrenden FeirÄes an. Anariff, das ist jedem klar. Die Eng­ländern feuern schon aus Kanonen und MGs, ine auf dem Truppentransporter ballern, noch dazu mit ihren Büchsen. Sollen sie auch, bald wird es ihnen vergehen.

Hart drückt das Flugzeug herab. Das Auge des Beobachters haftet gepreßt auf dem Bombenvisier. Was bekümmert in diesem Augenblick die Abwehr des Feindes. Tiefer und tiefer mit dem Doael. Jetzt geradeaus! In einer Reihe liegen die ersten Bomben. Der Truppentransporter fft das Ziel. Das Heck ist getroffen! Qualm steigt auf. Trotz allem neuer Anflug. Noch fehlt der Todesstoß. Zwei wei­tere Bomben fallen und treffen. Lichterloh brennt e s am Bug.

Der Erfolg ist nicht schadlos erkauft. Die Burschen verstanden sich wohl zu wehren. Der rechte Motor des Flugzeuges steht, und müde geht der Vogel in die Tiefe. Zum Teufel! Rur hier nicht notlanden auf hoher See. Wie ein Alb drückt es auf alle: Ge- fanaenschaft oder gar umkommen in den weiten Wassern des Meeres.^ Fieberhaft ist die Spannung. Der Bordmechaniker öffnet die Bodenluke und wirft allen überschüssigen Ballast heraus, um das Flug­zeug zu entlasten. Der Vogel halt sich! Jawohl! Mit gedrosselter Geschwindigkeit über das Wasser hinweg schafft es über Hunderte von Kilometern. Brave gute He 111, glücklich kommt sie zu Hause an. Nur eine zerrissene Zuleitung stoppte den einen Mo- tor, ein Schaden ohne Bedeutung. Er ist des Ersol- ges wert, der heute errungen. Wieder ging einmal ein englischer Truppentransporter zu den Fischen.

mitgeteilt, Chile bedauere, den USA. keine mi­litärischen Stützpunkte zur Verfügung stellen zu können, da dies im Gegensatz zur inier» nationalen Neutralitätspolitik stehe.

Kleiherkarte in England.

Stockholm, 3. Juni. (Europapreß.) In Eng­land wurde am Pfingstsonntag die Kleider- farte für Männer, Frauen und Kinder eingeführt. Auch für Bestellungen, die vor dem Pfingstsonntag bei Schneidern gemacht wurden, müssen Punkte ab­gegeben werden, wenn die Bestellungen noch nicht ausgeführt worden sind. Es ist nicht erlaubt, Punkte auf andere Personen zu übertragen.

Der australische Vorratsminister Mac Bride er­klärte nach einer Meldung von Associated Preß aus Melbourne, daß die Einführung von Kleiderkarten nach britischem Muster demnächst a u ch i n Austra- l i e n zu erwarten sei. Bekanntlich ist Australien mit einem durchschnittlichen Bestand von 100 Millionen Schafen das größte Erzeugungs- und Ausfuhrland für Wolle.

Beim Lesen dieser Nachricht erinnern wir uns in Deutschland lebhaft an den Spott und Hohn, mit bem die Engländer und ihre Trabanten seinerzeit die Einführung der Kleiderkarte in Deutschland ver- merkt hatten. Die Zeiten haben sich inzwischen für England etwas stark geändert ...

Moskau bricht mit den griechischen Handlangern Englands.

Moskau, 3. Juni. (DNB.) Dem bisherigen griechischen Gesandten in Moskau, Dia- mantopules, wurde eine Note des Außenkommis­sariats der UdSSR, zugestellt, worin die Sow­jetregierung 'mitteilt, daß sie die diploma­tischen Beziehungen mit der ftüheren grie­chischen Regierung nicht weiter aufrechtzu­erhalten beabsichtigt.

Dor einem Jahr.

Am 4. Juni 1940: Dünkirchen gefallen, Schlacht in Flandern und im Artois beendet. Einer der größten Siege der Kriegsgeschichte errungen.

Der italienische Bericht.

Rom, 3.Juni. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:

Die Operationen auf der Insel Kreta sind beendet. Auf der Insel wurden unsere Ge­fangenen befreit Unsere Abteilungen setzen die Säuberung des ihnen zugeteilten Abschnittes fort.

Ln der Nacht zum 3. Juni hat eine unserer Fliegerformationen Flugplätze der I n s e l Malta bombardiert.

In Nordafrika an der Tobrukfront beträchtliche Artillerietätigkeit. Fliegerformationen haben im Hafen liegende Schiffe sowie die Hafen­anlagen und Lagerhäuser dieses Stützpunktes wiederholt bombardiert. Ein Transporter wurde versenkt. Unsere Jäger haben zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ein eigenes Flug- zeug ist nicht zurückgekehrt.

In Ostafrika keine Neuigkeit von Bedeutung. Das schlechte Wetter behinderte die eigenen und gegnerischen Bewegungen.

Nachdenkliches in derTimest

Genf, 3. Juni. (DNB.) Unter der Ueberfchrift Die Lehre von Kreta" schreibt dieTime s" nach der Feststellung, daß es im Falle Kretas zum vier­ten Male im Verlauf dieses Krieges zur Zu­rückziehung von Empiretruppen über das Meer gekommen sei, England könne sich eine Wiederholung dieser Ereignisse nicht leisten. Der Verlust von Kreta zusammen mit dem der Cyre- naika schaffe eine neue Meerenge, durch die sich Kriegsschifte bei der Durchfahrt jede Meile er­kämpfen müßten. Die Deutfd)^ hätten eine neue Seite in der Kriegsgeschichte geschrieben, indem sie zum ersten Mal die Strategie und Takttk einer Invasion ausschließlich aus der Luft darstellten. Es gebe viele Lehren, die aus dieser An- gelegenhett gezogen werden könnten, aber die wich­tigste sei die Erkenntnis, die sich jetzt verstärke: näm- lich die überragende Bedeutung der Luftwaffe so­wohl bei Land- wie bei (Seeoperationen.

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Reue Träger des Ritterkreuzes

Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene ralfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritter.

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Major Ens, Bataillonskommandeur Infanterie-Regiment;

Berlin, 3. Juni. (DNB.) Der Führer uni Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh au

Beförderungen in der Wehrmacht.

Berlin, 31. Mai. (DNB.) Der Führer und, Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befördert:

Im Heer: Mit Wirkung vom 1. Juni zu Generalleutnanten: die Generalmajore Steuer, Lehmann, Dehmel, Straube, Roettig, Henrici, Schroeck, Kleffel, von Rintelen; zum Generalstabs­veterinär : den Generaloeterinär Dr. Eckert; zu

kreuz des Eisernen Kreuzes an:

Generalmajor Kirchheim im Generalkonk kommando des Deuffchen Aftikakorps:

Generalmajor C r ü w e l l, Kommandeur einer Panzerdivision;

Generalmajor von Apell, Kommandeur einer Schützenbrigade;

Oberst Beukemann, Kommandeur fanterie-Regiments:

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Major Hoffmann-Schönborn, deur einer Srurmgeschützabteilung;

Major Graf Schimmelmann von Linden- bürg, Bataillonskommandeur in einem Panzer« Regiment;

Major Bolbrink er, Bataillonskommandeur in einem Panzer-Regiment;

Major Kodre, Kompaniechef in einem Infan­terie-Regiment;

---Hauptsturm sichrer Klingenberg, Kompo. nieführer in einem ^-Kradschützenbataillon.

Ferner verlieh der Führer auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Konteradmiral Wolfram und KapitänleÄ nant Korth.

Gedenken

an die »Bismarcks-Gefallenen.

Wilhelmshaven, 3. Juni. (DNB.) In der Ma. rinegedächtniskirche fand am 2. Pfingstfeiertag un­ter größter Anteilnahme der Bevölkerung eine Ge­denkstunde für die am 27. Mai 1941 gefallene» Kameraden des SchlachtschiffesBismarck" statt, lieber dem Altar stand in großen Lettern dec Name des untergegangenen Schiffes. Auf dec Reichskriegsflagge lag ein großer Kranz, auf desse» Schleife die Worte standen:Unseren gefallene» Kameraden."

Bingmann, Fischer (Adolf), Rintelen, Detter, Schul« 3 en, Fischer (Gotthard), Charles de Beaulieu, Bickel, Jorg-Herbert, Winkler, Speth, Richter (Otto), Tann, von Wussow, Koehler (Viktor), Westmann; zu Oberstärzten: die Oberfeldärzte Dr. Hofs, mann, Dr. Schöneberg, Dr. Fenge, Dr. Kühne; zu Oberstveterinären: die Oberfeldveterinäre Dr. Flad, Dr. Brvdlinger.

In der Kriegsmarine: Zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Schmidt, Hörung, Ge« befchus, Dietrich, Dipl.-Jng. Mammsen, Jerchel, Schüler, Gutknecht, Babel, Krauß: zum Kapilän

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Stärkster Feuerschutz für lebenswichtige Betriebe.

Da es leider noch nicht in ausreichendem Maße gelungen ist, Brände größerer und vor allem lebenswichtiger betriebe in dem Umfange einzu­schränken, wie es die Notwendigkeiten des Krieges unbedingt erfordern, nimmt der Reichs sichrer ft und Chef der Deuffchen Polizei Veranlassung, seinen Erlaß über den Feuerschutz in lebenswichtigen be­trieben, der schon vor längerer Zeit ergangen mar, in (Erinnerung zu bringen und strengste Beachtung 3U fordern. Im eigenen Interesse der Betriebs« fuhrer und der besonderen, zur Aufsicht im Werk bestellten Organe liegt es, durch entsprechende Maß« nahmen, besonders auch durch ausreichende Heber« wachung der Betriebsanlagen außerhalb der Ar­beitszeit, den gestellten Aufgaben nachzukommen und dadurch Schädigungen des ^Betriebes vorzu- beuaen. Andernfalls müssen sie damit rechnen, strafrechtlich und auch zivilrechtlich zur Veranttvor- kung gezogen zu werben. Die Bettiebsführer sind, wie der neue Erlaß betont, wiederholt auf diese Dorfchrist hinzuweisen, die schon im ersten Erlaß über den Feuerschutz der lebenswichtigen Betriebe enthalten war. Weiter betont die jetzt ergangene Anweisung, es empfehle sich, vor allem im'Kriege, wertvolle und lebenswichtige Bestände nicht in übergroßen Mengen an einer einzigen Stelle zu lagern, sondern nach Möglichkeit einzelne getrennte Lager anzulegen. Die Erfahrungen der Feuerlösch- Polizei zeigen ferner, daß der Fabrikationsbetrieb und die Lager der Rohstoff- und Fertigfabrikate nur insoweit in einem Gebäude vereint werben ollten, wie dies ber Fabrikationsvorgang unbe­dingt verlangt. Meist entstehen die Brände im Fa« drikattonsbettiebe und erfassen dann die Rohstoff- unb Fertigwarenlager, wenn sie nickst räumlich ge­trennt sind. Das gilt für alle Betriebe, z. B. auch ür Mühlen hinsichtlich der Lagerung von Korn und Mehl. Im übrigen werden alle lebenswichtigen Betriebe regelmäßig auf etwaige feuerpolizeiliche Mängel kontrolliert.

zur See (Jng.): den Fregattenkapitän (Jng.) Lipp- mann; zum Flottenarzt: den Geschwaderarzt Pro- ZM bnn< fesfor Dr. Zschucke; zu Kapitänen zur See (W): «rn brar die Fregattenkapitäne (W.) d'Heureufe, Stegelmann; jr voller zu Ministerialräten: die Marineoberbauräte Meien- klachmvn reis, Groche, Dykmann, Breitenstein, Dr. Schmidb Ls liebe

In der Luftwaffe: Zu GeneralmajorenrWimond die Obersten Kettenbeil, Hofmann, Krüger, Mentze^ A Luch tüi Grosch, Unger, Sonnenburg, Bülowius, Franz, Wi weh Starke, Laule; zu Obersten: die Dberftleutnamt &r: Freiherr von Stein-Liebenstein zu Barchfeld, Thie^ mr Ernte Mundt, Dr. Otto, Starke, Erhard, Kleinrath, Rahn,; C., '1 Frege, Dvorak, Siber, Kratz, Bühler, Grätz, Rätter, strgel, MMer, Stigell, Loebell, Ritter von Doigtländer. rirm, Mit Wirkung vom 1. April 1941: zum General- Mt Ingenieur: Oberstingenieur Bauer; zu Oberst, Ingenieuren: die Oberstabsingenieure Wendland, Schutte, Dr. ing. Repenthin.

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Generalmajoren. die Obersten Offenbächer, Göllnick, Habenicht, Burdach, Lieb, Runge (W:l- Helm), Fremerey, Dr. ing. Rüdiger, Rieger (Leo« ß Lrfjf pold), Hoffmann (Paul), Martinek, Demoll, Cra« molini, Ehrig, Höcker (Erich), Braumüller, Barends,! M Freiherr Raitz von Frentz, Fortner, von Befiel, A Wening, Fehn, Ebeling (Fritz), Peffch, Stubenrauch; | zu Generalärzten: die Oberstärzte Dr. Schill, Dr. Zechlin; zum Generaloeterinär: den Oberst« Ä^in veterinär Dr. Pietzsch; zu Obersten: die Obefft- leutnante von Ventioegni, Domansky, Denczek, Ott- lu Ln mann, Rohlfs, Wiese, Schmid, Freiherr von 1 5 Wechmar, Herfurth, Boehlke, Hamann, Zimmer,