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Deutschlands strategische Position auf Kreta

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In Nordafrika geringe Arlillerieiätigkeil vor Tobruk.

Der Feind warf bei Tage mit einzelnen Flug­zeugen im Schuhe tiefliegender Wolken Bomben in Schleswig-Holstein, die nur unerheblichen Scha­den anrichteten. Jäger schossen dabei zwei britische Kampfflugzeuge ab. In der letzten Nacht warf der Feind an verschiedenen Orten West- und Nord- deukschlands Brand- und Sprengbomben. Einzelne Flugzeuge drangen bis Berlin vor. Die Angriffe forderten geringe Verluste an Toten und Verletzten und verursachten Gebäudeschäden in Wohnvierteln. Militärischer oder wehrwirtschaftlicher Schaden ent­stand nicht. Nachtjäger und Flakartillerie schossen drei der angreifenden britischen Flugzeuge ab.

Während der Kämpfe auf Kreta zeichnete sich eine Gebirgsjägerkompanie unter Führung von Oberleutnant Walter besonders aus. Die Kom­panie ftietz in den Rücken des Feindes vor, nahm eine zur Sprengung vorbereitete Brücke und sicherte sie für die anfchliehenden Verfolgungskämpfe.

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die H afenanlagen an der Tyne- Humber-Mündung bombardiert.

Die Schlacht um Kreta ist zu Ende. Das ,/kühnste Unternehmen der Kriegsgeschichte" ist mit einem Siege, wie er schöner nicht gedacht werden kann, zum Abschluß gebracht worden. Wieder haben die verschiedenen Wehrmachtteile in vorbildlichem Zu­sammenarbeiten den Gegner- Überall geworfen, wo sie chn antrafen und in kurzer Zeit, kaum zehn Tage, aus einer Festung Englands eine Festung Deutschlands gemacht.

In England, wo man bis.in die letzten Tage hin­ein immer noch den Mund recht voll nahm, hat die Tatsache der endgültigen Niederlage sehr ernüch­ternd gewirkt. Es werden aus der Insel Stimmen laut, die zeigen, daß man die Bedeutung des deut­schen Sieges auf Kreta in ihrem ganzen Umfange zu ahnen beginnt. So spricht beispielsweise die Time s" von einerneuen Wendung zuungunsten Englands". Und derDL.il y Heralb" meint kleinlaut, daß die Schisfsverluste, die man im Kampfe um Kreta erlitten habe, höchstwahrscheinlich vergeblich gewesen seien. Der klarste Beweis aber, daß der Eindruck von der englischen Niederlage aus Kreta in London ein außerordentlich starker gewesen ist, ist die Tatsache, daß es den Londoner Kriegs­hetzern, von Churchill angefangen bis zu seinen geschwätzigen Hilfsarbeitern herab, die Sprache voll­ständig verschlagen hat. Die amtlichen englischen Kreise sind völlig verstummt, und man darf diese Schweigsamkeit wohl dahin deuten, daß die Her­ren nicht wissen, wie sie dieses große Unglück den Engländern klar machen sollen, tf)ne es in seiner ganzen Bedeutung erkennen zu lassen.

Natürlich wirb, wie bisher immer, auch diesmal in London eifrig nach Gründen und Sündenböcken für diese Niederlage geforscht. Diese Suche treibt die tollsten Blüten. Da taucht vor allem einmal wieder die berühmte Wettermeldung aus. Man will den Engländern klarmachen, daß die Sache auf Kreta eigentlich nur deshalb gescheitert sei, weil die eng­lischen-Flieger ein so fürchterlich schlechtes Wetter aehabt hätten. Die Leute, die auf diese Weise die Mohrenwäsche für Churchill vornehmen wollen, übersehen bei dieser Argumentation lediglich, daß ja dann auch die deutschen Flieger dasselbe Wetter gehabt hätten un-d nach der englischen These auch zur Niederlage verurteilt gewesen seien, wenn sie nicht erheblich wetterfester gewesen wären als die Engländer. Diese Entschuldigung für die englischen Piloten ist also nichts anderes als eine unge­wollte Anerkennung der deutschen Fliegerleistun- gen.

Dann wieder erheben sich Stimmen in London, die den deutschen Erfolg darauf zurückführen, daß die Deutschen mit Gewalt vorgegangen seien. Die­jenigen, die mit solchem Geschwätz die Niederlage Encstands entschuldigen wollen, haben doch im Ernst wohl selbst nicht geglaubt, daß die Deutschen mit Bonbons und Pralinen kommen würden, um die LnglMdßL und Wr LerLündstM VLU Krettr weZ-

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m i l M a d f a i hat die neue Regierung gebildet; diese hat folgende Zusammensetzung: Ministerpräsi­dent Djemil Madfai, Außenminister Al Zaoudat, Finanzminister und stellvertretender Justizminister Ibrahim' Kamal, Minister für öffentliche Arbeiten und Derkehr Djalal' Banan, Erziehungsminister Ruda Phabibi, Wirtschafts- und Sozialminister Nasrat Farisi, Innenminister Mustafa Omari.

In Bagdad kam es zu Zusammenstößen zwischen Arabern und Juden, weil die Juden aus naheliegenden Gründen Sympathiekundgebungen für die englischen Eindringlinge veranstalteten.

Oie britische Knute in Palästina.

Rom, 3. Juni. (DNB.) Die Engländer gehen, wie aus Damaskus gemeldet wird, mit neuen Repressalien gegen die Bevölkerung von Palästina vor. Englische Pattouillen haben wäh­rend der Nacht erneut zahlreiche Verhaftungen vor­genommen. Als in Nablus eine Araber-Abord-

zulocken. Krieg ist nun einmal Krieg, und wenn man, wie die englischen Kriegstreiber, einen Krieg erklärt, dann muß man sich auch damit abfinden, daß er auch wie ein richtiger Krieg geführt wird.

Eine dritte Kategorie von Verteidigern der eng­lischen Niederlage auf Kreta stellt die naive Behaup­tung auf, man hätte den deutschen Ansturm auf Kreta ohne weiteres aushalten können, wenn die Deutschen vierzehn Tage später damit begonnen hätten, denn dann wären die englischen Flugplätze auf Kreta fertig gewesen. Nun, dieses Pech haben ja die Engländer schon öfter gehabt, denn jedes­mal es sei nur an Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Serbien erinnert sind die Deutschen den Engländer zu einem ungelegenen Zeitpunkt ge­kommen. Es fehlt nur noch, daß man in London das Verlangen stellt, der deutsche Generalstab möge gefälligst erst einmal bei Churchill und seinen Ge­nerälen anfragen, ob es ihnen paßt, daß Deutsch­land eine Operation beginnt.

Man sieht, die Suche nach den Sündenböcken ist wieder einmal eine sehr klägliche Angelegenheit. Um aber nicht mutlos zu werden, versucht man sich wenigstens die Bedeutung der Niederlage auf Kreta zu verkleinern und sich Trostgründe zu besorgen, die über die Depression hinweghelfen. Sehr originell macht das der Erste Lord der britischen Admiralität, Mister Alexander. Er behauptet kurzerhand, die Engländer hätten gezeigt, daß sie viel besser seien als die Deutschen. Warum haben dann muß man den Lord fragen die Engländer die Prügel bezogen und nicht die Deutschen?

Ein anderer Trost ist der, den der Londoner Rundfunk gibt. Ausgehend davon, daß die britische Niederlage auf Kreta sehr schmerzlich sei, weist er aber auf die angebliche Enttäuschung hin, die Kreta den Deutschen gebracht habe, denn Deutschland habe Kreta in zwei Tagen erobern wollen, aber zehn Tage dazu gebraucht. Es hilft dem londoner Rund- fimk nichts, daß er so tut, als ab er mit dem deutschen Generalstab auf Du und Du steht. Jeder Mensch. mag sein Urteilsvermögen noch so gering fein, wird sich sagen müssen, daß nur ein Idiot einen Landkomplex, der etwa so groß sei wie die ganze Provinz Schleswig-Holstein, in zwei Tagen aufrollen könne. Wir können dem Londoner Rund- funf nur versichern, daß uns die Frist, in der dem deutschen Oberkommando der Wehrmacht die Be­zwingung Kretas gelang, exorbitant und bewun­dernswert kur; erscheint.

Für die deutsche Wehrmacht bedeutet der Sieg auf Kreta kein Ausruhen. Nach dem alten Grundsätze, daß nach der Schlacht die Helme fester gebunden werden, hat die deutsche Wehrmacht Kreta für sich als strategische Position bereits in Ordnung ge­bracht. Schon hat sich die deutsche Luftwaffe feste Stützpunkte auf der Insel Kreta eingerichtet. Neue Schläge künden täglich, daßzu neuen Ufern lockt E vLUtt Lag". EKglWd tej M teauj

Neuyork, 3. Juni. (DNB.) Der Korrespondent Richard Mac Milland der Agentur United Preß gibt aus Kairo einen Bericht über die Ankunft der ersten aus K^reta geflohenen Briten. Die Soldaten seien zerlumpt, blutend mit schmutzigen Verbänden und vielfach schutz­los angekommen und hätten bittere Gesichter ge­zeigt. Die Deutschen hätten alle Häfen Kretas be­setzt gehabt, so daß die britischen Zerstörer am of­fenen Strand unter dem MG.-Feuer der Stukas Soldaten aufnehmen mußten. Die Briten seien er­bittert, weil die RAF. nicht zur Stelle gewesen sei und weil man Kretas Flugplätze auch nicht durch Minen für die Deutschen unbrauchbar gemacht hatte. Die deutsche Strategie, so schreibt der amerikanische Journalist weiter, sei vollkom­men. Sie hätten jede Geschützstellung erkundet und solange bombardiert, bis zum Schweigen ge- Lkgcht Worden sei«, -

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Oer Wehrniachiberichi.

Berlin, 3. Juni. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Kriegsmarine und Luftwaffe führten auch im Monat Mai den Handelskrieg gegen Großbritannien mit gutem Erfolg. Der Feind verlor in diesem Monat insgesamt 746 OOO BRT. Handelsschiffsraum. Hiervon wurden 479 000 BRT. durch die Unter­seebootswaffe, 215 000 BRT. durch die Luftwaffe, der Rest durch Ueberwafferstreitkräfte der Kriegs­marine versenkt. Die Verluste des Feindes durch Minen-Unternehmungen sind hierbei nicht berück­sichtigt.

Die Luftwaffe versenkte am gestrigen Tage und in der letzten Nacht bei Angriffen auf stark gesicherte Geleikzüge vor der britischen 0 ff - küste fünf Handelsschiffe mit zusammen 21100 BRT. und beschädigte fünf weitere Frachter schwer. Fernkampfflugzeuge erzielten im Atlantik westlich der Faro er-Inseln Bombentreffer auf einem großen Handelsschiff. Bei Tage wurden außerdem

des Führers Euch stellt.

x von Brauchitfch, Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber des Heeres.

Klägliche britische Neste aus Kreta.

Wie ein Amerikaner die britischen Flüchtlinge sah.

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Der heilige Krieg.

Von Universitäts-Dozent Dr. Hans Ellenberg.

Mittwoch. 4-Juni

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8'/-Uhr des Vormittags

Anzeigen-Preife:

Anzeigenteil 7 Ruft ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rpf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenftafsel 8 Platzoorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr

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daß die strategische Position, die Deutschland mit Kreta erhalten hat, auch so ausgenützt werden wird, daß England weitere schwere und schwerste Schläge zugefügt werden. E.

Das ganze Heer ist stolz auf seine Kreta-Kämpfer. Tagesbefehl des Oberbefehlshabers des Heeres.

(DNB.) Hauptquartier OKH., 2.Juni 1941.

Tagesbefehl an die auf Kreta angesehlen Truppen des Heeres.

Kreta ist fest in deutscher Hand. Ihr Gebirgsjäger, Pioniere und Kämpfer der anderen Waffen habt gemeinsam mit den Kameraden der Luftwaffe diesen wichtigen Stützpunkt des Feindes in kürzester Zeit bezwungen. Bei ungewöhnlich schwie­rigen Gelände- und Wetterverhältnissen hat sich in schweren Kämpfen und unter härtester Anstrengung Eure Tapferkeit, Kampfkraft und Ueberlegenheit wieder aufs Höchste bewährt. Das ganze Heer ist stolzauf seine Kreta-Kämpfer.

Ich danke Euch und weiß, daß Ihr weiter Eure Pflicht erfüllen werdet überall dort, wohin der B--

Wz, für Tote, fonbern Lebende. Gott läßt nicht Waren gehen den Lohn der Gläubigen."

Diese Verheißung war ein unvergleichbarer An- Iptin für die Anhänger Mohammeds, um für den Blouöen zu kämpfen. Ihr war der beispiellose Sie- Igtjauf zu danken, den der Islam nach dem Tode de; Propheten antrat, indem er die halbe damalige M überrannte und zum Islam bekehrte. Dazu kam ü? die also fanatisierten Glaubenskämpfer die ver-

A Jahrgang Nr. (30 tz-cheint täglich, außer Knntags und Feiertags

Beilagen: «ebener Familienblätter Himat unBild-DieScholle

Bezugspreis: tätlich.......RM1.80

Mellgebühr... -.25 flirt) bei Nichterscheinen Hi einzelnen Nummern ürolge höherer Gewalt »jmfvrechanschluß 2251 <>rbtanschrift:,.Anzeiger" Mstscheck 11686 Franks M

Hom, Z. Juni. (DNB.) Nachdem der^ Bürger - : n: er von Bagdad die unbefestigte Stadt, um Wittges Blutvergießen uhter der Zivilbevölkerung : y tmmeiben, angesichts der überlegenen feindlichen 1 JWretfräfte den Engländern übergeben tek. haben die Engländer ein Kabinett von im i sÄchen Solde stehenden irakischen Politikern ge- l'ifc; und mit dieser england hörigen neuen ' ri i[] d) e n Regierun g einen formellen W af- IJ -1:illstand abgeschlossen. Die Frage der Ipwiime bleibt nach wie vor offen.

sIKJ. meldet über Beirut aus Bagdad: Dergin 1 si chern SoDs stchegdL UMiKe PoW^ Dj.e-

5m Freiheitskampf der arabischen Völker gegen 6« englische Gewaltherrschaft haben der in Bagdad <ni Exil lebende Großmufti von Jerusalem und die jrikischen Ulemas die muslimischen Geistlichen fen Dschihad, den heiligen Krieg, aus- rir n lassen. Sie haben damit bargetan, baß kein Mslim mehr auf ber Seite Großbritanniens kämp­fe dürfe, ohne sich an den Interessen des Islam versünditzen.

zuletzt wurde in neuerer Zeit der Dschihad wäh- reiö des Weltkrieges proklamiert, als die lirfei an die Seite Deutschlands trat. Damals ließ b:r türkische Großsultan alsNachfolger des Mpheten auf Erden und Beherrscher aller Gläu- S", durch den Mund des obersten religionsge- hen Gutachters aller Muslime, des Schech- Zslam, den heiligen Krieg predigen und da- bie Bekenner Mohammeds in allen Ländern rbern; sich» um die grüne Fahne des Gottge- en zu scharen. Es gelte, die Türkei von den Indern, ihren schlimmsten Bedrängern und Den, zu befreien.

»ses Machtmittel, das ber Islam in ber Aus- ig bes heiligen Krieges besitzt, geht zurück auf Zeit, da der Prophet selbst zum erstenmal die |Seinen zum Kampf gegen die ungläubigen Mek- tan?r aufrief, die ihn nicht anerkennen wollten und iefinbeten. In einer ber auf biefen Vorgang be- juc.id)en Koranstellen heißt es:Bekämpfet auf den Wege Gottes (b. h. für die Religion) die, die-euch töten wollen, jeboch beginnt nicht i h r Ml Feindseligkeiten, denn Gott liebt nicht die An- mfeniben. Tötet sie, wo ihr sie trefft, und ver­keilt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn die Unruhe ist schlimmer als das Töten. Bekämpft M bis keine Unruhe mehr ist und die Religion Buttes gesiegt hat".

j Iweck und Ziel des heiligen Krieges waren also j Muünglich die Verteidigung und Ausbreitung des $lm. Die- Teilnahme am Dschihad gehört zu den rtrften Pflichtgeboten der Religion Mohammeds, ; alle männlichen, freien und erwachsenen Mus- Ibfle, denen es möglich ist, sich einer muslimischen Ea?itfd)ar anzuschließen, sind dazu verpflichtet. Die i Däinähme am heiligen Kriege gilt als Krönung iiils wahrhaft gottgefälligen Lebens. Höchste Glück- lelitffeit erwartet alle Märtyrer des heiligen Krie- i(5 im Jenseits: wer fällt, geht unmittelbar ins Virabies ein.Nicht aber so lieft man im Koran rechne du die, die da erschlagen sind auf Gottes

746000 VRT. feindlichen Handelsschisssranmes im Monat Mai vernichtet.

!leber 21 000 BRT am Montag aus Seleitzügen versenkt.

3m Dienste Englands.

Roosevelt hat, aufgepeitscht von den Wall-Street- Juden und den anderen Kriegsinteressenten, die Bürger der Vereinigten Staaten in schwere Nöte gestürzt. Wenn auch die Bewohner der USA. heute noch nicht die ganze Tragweite ber Politik Roose­velts und ber hinter ihm sich enden jübisch-plutokra- tischen Kriegshetzerolique voll und ganz zu wür­digen verstehen, so wird ihnen aber schon in der nächsten Zukunft die neue Lage, wenn auch nicht spanisch, dafür aberrooseveltisch" vorkommen.

Die ganze Politik, die Roosevelt macht, bedeutet darüber müssen sich die USA.-Arnerikaner klar werden nichts als Opfer. So müssen jetzt einmal 7 Milliarden Dollar aufgebracht werben, mit denen die Englandhilfe finanziert werden soll und die in erster Linie in die Taschen ber USA.-Rüstungsinter- essenten fließen werden. Mit dem Aufbringen dieser gewaltigen Summe ist es nicht einfach. Vor allem muß die Steuerschraube energisch angezogen wer­den. Das wird den USA.-Bürger zweifellos stark bebrücfen, denn er ist nicht gewohnt, große Steuern zu zahlen und besitzt auch keine erhebliche Neigung dafür. Auch für ihn gilt ber Satz, den Bismarck ein­mal vom deutschen Steuerzahler gesprochen hat: Der Steuerrock sitzt niemals bequem." Damit ist aber die Sache nicht abgetan. Im Rahmen ber Englandhilfe müssen auch erhebliche Lebensmittel«- ankäufe vorgenommen werden, von denen die Spe­kulanten schon lange wissen, und die darum die Folge haben werden, daß sie für den armen Onkel Sam eine bedeutende Verteuerung der Lebenshal- tuna mit sich bringen werden. Man rechnet in Fach­kreisen mit einem Hinaufschnellen der Preise um rund 20 v. H. Am stärksten dürfte von diesen Steuer- und Preiserhöhungen zweifellos der Mittel­stand betroffen werden, der die geringste Mög­lichkeit hat, chnen auszuweichen. Das Großunter­nehmertum, das ja mehr ober minder an dem Mil- liardensegen, den die Rüstungen für die England­hilfe bringen, beteiligt ist, wird davon nichts spüren, die die Milliarden fließen wieder in seine Tasche. Die breite Masse ber USA.-Staatsbürger, vor allem die Arbeiter, Beamten, Angestellten und insbeson­dere die Millionenarmee ber Erwerbslosen, wird herunter zu leiden haben. Wie die Dinge mit den Steuern werden sollen, steht noch nicht fest. Auf alle Fälle vermuten sachkundige Kenner, daß eine Er­höhung der normalen Einkommensteuer um hundert vom Hundert sich nicht umgehen lassen wird. Damit ist lediglich ein Betrag von etwa 7 Milliarden Mark unter Dach und Fach gebracht. Es bleiben aber immer noch 12 Milliarden Dollar, deren Deckung dem FinanMinister ber USA. schweres Kopfzer­brechen machen wirb. Hier wirb man vermutlich auf neue Bundesstsuern zurückgreifen, indem man die Körperschaftssteuer von 24 v. H. auf 30 v. H. erhöht. Alkohol, Tabak, Theater, Kabaretts, Autos, Benzin und Radios besteuert. Der arme Onkel Sam wird also in Zukunft bei jeder passenden und un=

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nung gegen die unmenschliche Behanblung der Zivudevötterung durch die britische Polizei prote­stierte, wurden abermals Verhaftungen vorgenom­men. Diese Nachricht hat in der Bevölkerung leb­hafte Unzufiiedenheit ausgelöst. Eine Gruppe von Kundgebern, die sich zu einer Protestkundgebung versammelt hatten, wurden durch Truppen ausein­andergetrieben.

England verlangt...

Rom, 3. Juni. (Europapreß.) Laut aus Kairo über Beirut eingetroffenen Nachrichten hat die eng­lische Regierung die Aufhebung der parla­mentarischen Immunität des ehemaligen Ministerpräsidenten und Abgeordneten Ali Mäher Pascha gefordert. Die politischen Freunde Ali Mäher Paschas erklärten, daß sie ihn vor dem Senat verteidigen würden.

Belagerungszustand über Ostsyrien.

Beirut, 4. Juni. (Europapreß.) In Dft» syrien wurde durch ein Dekret des syrischen Hochkommissars, General D e n tz , ber Belage- rungsguftanb verhängt. Die Ueberwachung der Grenzen würbe verschärft.

GiehenerAnzeiger

vrühlscheUnivrrfitStrdniSerei H. Lange General-Anzeiger für Oberheffen «ietztn^chnlftratze 7-y

lHni)e Aussicht auf Beute und ber Reiz des ''EU | Mhtzuwachfes.

rib I Laufe ber Zeiten hat sich freilich manches an wt ©runbbebeutung unb ben Zielen des Dfchihäb Kälbert. Gewiß ist für bie breiten Massen nach v.e vor das religiöse' Moment bestimmend, aber in Jen Kreisen ber Intellektuellen unb Politiker nicht wir ausschließlich. Daher fanb auch der erwähnte üj'.-uf des Schech-ül-Jslam im Weltkriege nicht ben Wertzoll, ben man erwartet hatte. Die Golb- pfuibe, bie Englanb im Orient in die Waagschale )ii werfen hatte, wogen schwerer als die religiösen Dchten. Die große nationale Bewegung Mr ben arabischen Völkern ftanb bamals noch in !>;i allerersten Anfängen. Es fehlte bie politische Tshlossenheit unter bem Gesichtswinkel eines ge- mfiomen Kampfes um Freiheit unb Selbstänbig- kci der arabischen Motionen. England konnte bie ram gegen bie anberen ausspielen und sich überall m bie arabischen Belange eimstischen. Heute ist es »fntlich anders. Mit der religiösen Bewegung lair die politische parallel, und sie gibt den Fleheitskämpfern vor allem den Auftrieb.

,De Einigungsbesttebung des Arobertums, in er- itc Linie von ber arabischen Jugendbewegung ge- ist entscheidend im Völkischen und dem Be- vistsein einer blutmäßigen Verbundenheit begrün- Möbel^i k. Der Dschihad ist nur ein Mittel, die noch stark I ba f^, iperiös eingestellten Massen mitzureißen. Nicht so | bie Verheißung des Paradieses für die in die- 6rbenr' er, Kriege gefallenen Kämpfer unb die Bekehrung Baron Ungläubigen sind der Ansporn, sondern die 23er» hte | Michung bes gemeinsamen Neals der p o liti- »rkaufn::; n Befreiung u n d Unabhängigkeit. ' rßur P; !l Lichts der Größe dieses Zieles und der Opfer, bereits seit Jahren, namentlich von den Arabern ^rens unb Palästinas, gebracht wurden, und der 'kmseittgen Anteilnahme ber islamischen Völker per v. | iirem gemeinsamen polittschen Schicksal läßt sich ?cn der Verkündigung des heiligen Krieges eine ».1 hrf? Wirkung auf den Mut und den Opfergeist der »er" Mschen Freiheitskämpfer erwarten. Sie dürfte IU Jffm Endes auch zur Zertrümmerung des britischen rtunfl ®:( r^e5 und ber Herbeiführung des Endsieges NWilr®8*"-

Englandhöriges Kabinett je u»6 1