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Der Vererch Hessen vorbildlich im NSRL

Von einer Arbeitstagung der Bereichsführung.

Eine wichtige Arbeitstagung-führte der N.S.R.L.« Bereich Hessen für die Mitarbeiter der Bereichs- sührung und die Sportbezirksführer in Kassel durch. ' Der stellvertretende Bereichsführer Hans Meiste r-Kassel und der stellvertretende Bereichs- sportwart Bruno M a y-Kassel gaben eine Rückschau auf das ab gelaufene Arbeitsjahr, das den Bereich Hessen in einem Einsatz sah, der hiifter friedens- mäßiger Arbeit nicht zurückstand, sie in, Gegenteil eher übertraf. Insbesondere die von dem stellver­tretenden Bereichsamtmann Karl Beuermann (jetzt bei der Wehrmacht) noch vorbereitete Aktion der Turn- und Sporttage, die in dem fast rein ländlichen Bereich rund 50 000 Männer, Frauen und Jugendliche im Wettkampf zeigten, hat sich zu einem Erfolg ausgereift, der auch außerhalb Hes­sens die verdiente Beachtung fand. Die Reichs- führung des N.S.-Reichsbundes für Leibesübungen bekundete ihr lebhaftes Interesse für den Gedanken, der bei den hessischen Turn- und ©portta^n ver­wirklicht wurde. In den führenden Zeitschriften der deutschen Leibesübung wurde das hessische Beispiel als vorbildlich für das Reich hingestellt, und nach einem Vortrag, den kürzlich der stellvertretende Bereichssportwart M a y an der Reichsakademie für Leibesübungen in Berlin vor Amtsträgern des N.S.R.L. gehalten hat, werden in diesem Jahre nun auch in anderen Bereichen nach dem hessischen Vorbild Turn- und Sporttage in den Gemeinden, Kreisen und Bezirken durchgeführt.

Für Hessen lautet selbstverständlich die Parole m 1941, der Aktion der Turn- und Sporttage zu ei­nem noch größeren Erfolge zu verhelfen. Die Vor­arbeiten für die Turn- uni) Sporttage 1941 sind be­reits ausgenommen worden. In manchen Bezirken, so auch in Friedberg, liegen die Termine schon fest. Die Richtlinien für die Durchführung, die die Er­fahrungen des Vorjahres verwerten, werden in Kürze von der Bereichsführung herausgebracht. Im wesentlichen kann aus der im vorigen Jahre ge­schaffenen Grundlage wettergebaut werden. Engste Zusammenarbeit mit der Partei und ihren Glie­derungen wird auch heuer Voraussetzung sein für das erfolgreiche Gelingen der Aktion. Turn- und Sporttage sollen in diesem Jahre in allen Orten, Kreisen und Bezirken veranstaltet werden.

Die Kasseler Arbeitstagung behandelte weiter die wichtigen Fragen der kameradschaftlichen Zusammen-

Kurze Sporlnoftzen.

Der deutsche Kanusport hielt in Berlin eine Arbeitstagung ab, bei der u. a. das Arbeits­und Wettkampfprogramm für. den kommenden Sommer besprochen wurde. Die deutschen Kanu­meisterschaften finden vom 1. bis 3. August tn Bromberg statt, die reichsoffene Pfingst-Regatta cuf der Weichsel bei Krakau und der Funfttädtekamps Berlin Breslau Danzig Stettin Königs­berg im Juni in Memel.

Eine neue Jahresbestzeit im 10X50- Meter-Brustschwimmen erzielte Westfalen Dort­mund mit 6:20,1 Minuten.

16 Handball-Bereichsmeister stehen bereits für die Endspiele um die deutsche Meister­schaft bereit. Noch zu ermitteln sind die Meister der Bereiche Bayern-, Ostmark, Mitte, Sachsen unh Südwest.

arbeit des N.S.R.L. mit der HI. und mit K. d. F., ferner die neuen Möglichkeiten erhöhten Arbeits­einsatzes, die sich aus den Richtlinien des Reichs­innenministers über die staatliche Sportaufpcht und Sportpflege ergeben. Es liegt an den Vereinen und Gemeinschaften des N.S.R.L, sich dieser behörd­lichen Förderung der Leibesübung, die der Mimster in Aussicht gestellt hat, überall da zu versichern, wo bei staatlichen Verwaltungen und Gemeinden sich der Wille kundtut, die Leibeserziehung m einer ihrer Bedeutung für das Gemeinwohl entsprechenden Weise zu unterstützen.

Behandelt wurde weiter die sich jetzt schon segens­reich auswirkenüe Arbeit der in fast allen Bezirken neu ins Leben gerufenen B e z i r k s s ch u l e n, die bekanntlich vom Fachgebiet Turnen begründet wur­den, chre Tätigkeit in Zukunft aber auf alle Fach- gebiete ausdehnen werden. Wichtig ist auch die wieder stärkere Pflege des Kinderturnens in den Gemeinschaften, dem der Reichssportführer seine be­sondere Auftnerksamkett zuwendet. Das Ziel ist vier, daß nicht nur die Turnvereine, sondern möglichst alle N.S.R.L.-Derein>e Kindergruppen ein»

Bereiche des N.S.R.L. haben den Auftrag, Vorführungsgruppen aufzustellen, die zu gegebener Zeit innerhalb und außerhalb des Be­reiches zur Werbung für die deutsche Leibesübung zum Einsatz kommen sollen. Für die Kriegszeit setzt sich die hessische Dorführungsgruppe vorläusig zusammen aus der Bereichsriege der Turner, der Bezirksschule Kassel (Turnerinnen) und einer Kasse­ler und Hersfelder Kinderabteilung. Es ist geplant, im südlichen (hessen-nassauischen) Teil des Bereichs noch eine weitere Dorführungsgruppe aufzustellen.

Ein fesselnder Vortrag von Studienrätin Miller- Kassel über volksdeutsche Aufgaben, der wertvolle Anregungen für die Dietarbeit im N.S.R.L. bot, beschloß die Führertagung des Bereichs, die der Arbeit auch in der Kriegszeit eine klare Ausrichtung und gewissenhafte Zielsetzung geben konnte. Die un­erschöpfliche Reserve an Mitarbeitern, die immer wieder freudig eintreten, wenn Kameraden zu den Waffen gerufen werden, läßt die Organisation des NSR.L. stets intakt bleiben. Und damit ist die Voraussetzung erfüllt für stetige Weiterarbeit auch in schwerer Kriegszeit.

bracht. Besonders groß war die Freude in beiden Familien über die Schreiben unseres Führers. Die Glückwunschschreiben der Hessischen Landesregierung und des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen sowie Ehrengaben von beiden Seiten, überbrachte als Beauftragter der Verwaltungsobersekretär Rudolf Jung, Leiter der Verwaltungsstelle Gießen-Klein- Linden. Herr Brandenburger, ein noch leben- ' der Gründer des Turnvereins 1889 und zugleich | dessen Ehrenvorsitzender, der 15 Jahre lang den i Verein als erster Vorsitzender geführt hatte, erfuhr ' noch eine besondere Ehrung durch diesen Verein. I Möge beiden Familien noch ein gesegneter Lebens- abend be sch reden sein!

Gießener Dochenmarktpreise.

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen i sich für A-Ware. Für 6-Ware oder abfallende Ware sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger

* G i e ß e n, 3. April. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rps., Käse, das Stück 7 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 45, Weißkraut, kg 10 bis 12, Rotkraut 13 bis 14, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Spinat 30, Unterkohlrabi 5 bis 8, Meerrettich 40 bis 65, Schwarzwurzeln 20, Aepfel 30 bis 40, Feldsalat, i/io 10, Lauch, % kg 24, Sellerie 21 bis 23L Salat, 1/10 30, Blumenkohl, das Stück 45 bis 70, Endivien 15 bis 20 Rpf.

» Alters jubila.re. Am heutigen Donners­tag, 3. Avril, kann Frau Katharine Schneider W w e., Riegelpfad 104 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Regsamkeit ihren 84. Geburtstag be­gehen. Am morgigen Freitag, 4. April, kann der Oberleitungsaufseher i. R. Franz K r e u z b u r g, im Altersheim an der Licher Straße wohnhaft, in guter Gesundheit seinen 80. Geburtstag feiern. Beiden Jubilaren gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum Geburtstag.

** Schulpersonalie. Der Studienassessor Hans Guth in Oppenheim a. Rh., geboren in Weickartshain (Kreis Gießen), wurde zum Stuüien- rat ernannt.

Aus der engeren Heimat.

Alsfelder Volksbank eGmbH. Alsfeld.

Die Alsfelder Dolksbank e. G. m. b. H. in Als- feld, die am vorigen Sonntag ihre 62. ordentliche Generalversammlung abhielt, kann in ihrem Ge­schäftsbericht für 1940 eine weitere erfreuliche Ent- Wicklung des Instituts berichten. Die Bilanzsumme ist infolge des starken Zustromes von Einlagen und Spareinlagen im Berichtsjahr 1940 um 772 666 RM. - 35,2 v. H. gestiegen und betrug im Jahre 1940 2 966 187 RM. gegen 2 193 521 RM. im Jahre 1939. Der Geschäftsumsatz auf einer Seite des Haupt­buches belief sich im Jahre 1940 auf 30 854 411 Reichsmark gegen 29400 000 RM. im Jahre 1939. Die Zahlungsbereitschaft der Kreditgenossenschaft hat sich auch im Jahre 1940 wieder bedeutend er­höht und betrug Ende 1940 = 2 385 364 RM., dar­unter allein eigene Wertpapiere 1 688 446 RM. Die Ausleihungen in laufender Rechnung beliefen sich 1940 auf 555 866 RM. gegen 757 580 RM. im Jahre 1939. Neu gewährt wurden im Jahre 1940 Kredite im Betrage von 113 400 RM. gegen 185 450 RM. im Vorjahre, davon wurden jedoch bis Iah- resschluß nur 31 307 RM. in Anspruch genommen. Die Gesamteinlagen in lausender Rechnung, ein­schließlich Spareinlagen, beliefen sich im Jahre 1910 auf 2 652 451 RM. gegen 1 922 435 RM. im Jahre 1939. Die Guthaben in laufender Rechnung, Ein­lagen und Spareinlagen weisen im Jahre 1940 die beoeutende Steigerung von 730 015 RM. aus. Das Geschäftsguthaben der Mitglieder betrug am 31. De­zember 1940 insgesamt 117 661 RM. gegen 111 977 RM. am 31. Dezember 1939. Am Jahresende 1940 gehörten 476 Mitglieder mit 500 Anteilen der Ge­nossenschaft an, gegen 475 Miglieder mit 497 An­teilen Ende 1939. Der Reingewinn aus dem Ge­schäftsjahr 1940, einschließlich 3000 RM. Gewinn- vvrtrag aus 1939, beziffert sich auf 35 680 RM. Im Hinblick aus das günstige Geschäftsergebnis wurde die Dividende auf 5 v. H., gegen 4,5 v. H. im Vorfahre, festgesetzt. Für Rückstellungen wurden 21350 RM. vorgesehen. Auf neue Rechnung wurden 5588 RM. vorgetragen.

Aus Größenwahn und Gewinnsucht zum Verbrecher geworden.

Fünf Jahre Zuchthaus für Fleischschiebungen.

Lpd. Frankfurt a. M., 2. April. Im Vor­jahre war der 67jährige Metzgermeister Fritz Abel wegen gewinnsüchtiger Urkundenfälschung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er sich durch Aenderung der Kontingent« scheine mehr Fleisch verschaffte, als ihm zustand. Die Verfehlungen des Angeklagten erwiesen sich aber als noch erheblicher und führten nun zu einer Verhandlung vor dem Sondergericht. Abel war ge­ständig, von Oktober 1939 bis Ende März 1940 er­hebliche Mengen Fleisch widerrechtlich be­zogen und die Waren ohne Marken wei­terverkauft zu haben. Er hatte zuletzt einen Derkaufsstand in der Kleinmarkthalle und schlachtete nicht mehr, selbst, sondern kaufte von Großschläch- tern, die er veranlaßte, feine Käufe auf Kontin­gentscheine nicht einzutragen und Gewichtsvermerke

zu seinen Gunsten herabzusetzen. Der Angeklagte be­zog auch viel Fleisch von auswärts, obwohl er nur auf dem Frankfurter Markt hätte Einkäufe machen

Verein. Sodann erfolgte durch den stellv. Dereins- führer die Erstattung des Jahresberichtes für 1940, aus dem zu erkennen war, daß der Verein trotz des Krieges eine günstige Aufwärtsentwicklung genom­men hat. Die Mitgliederzahl hat sich von 195 auf 200, die Zahl der versicherten Pferde von 253 auf 288 erhöht; dementsprechend ist das Dersicherungs- kapital von 241 700 RM. auf 271150 RM. gestie­gen. An Entschädigungen wurde im Berichtsjahr die ansehnliche Summe von 9160 RM. für 19 Pferde ausgezahlt, die alle seit dem Jahre 1924 ausgezahl­ten Entschädigungen übertrifft; insgesamt wurden von 1924 bis 1940 einschl. 86 334,50 RM. Entscha- digungsgelder bezahlt. Den Bericht über den Jah­resabschluß von 1940 gab der Vereinsrechner Karl Stang; danach betrugen die Einnahmen 18 649,45 RM., die Ausgaben 18095,61 RM., so daß ein Rechnungsrest von 553,84 RM. verblieb. Hierauf wurde bekanntgegeben, daß die von den Mitglie­dern Detail Widmann und Bürgermeister Heid (Götzen) geprüfte Rechnung zu Beanstandungen kei­nen Anlaß gegeben hat, worauf die Versammlung den Antrag auf Entlastung des Vorstandes und des Rechners annahm. Bei den Wahlen wurden ge­wählt: Wilhelm Spanier III. zum Dereinsführer, Ortsbauernführer Heinrich Kromm zum stellver­tretenden Vereinsführer und ' Ludwig Wenzel zum Beisitzer. Der neugewählte Vereinsführer schloß dann mit bem Gruß an den Führer die Dersamm- fung.

Schweinemarki in Nidda.

* Nkdda, 2. April. Auf dem heutigen Schweine­markt standen 214 Ferkel und Läuferschweine zum Verkauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 30 bis 33 RM., 6 bis 8 Wochen alte 35 bis 40 RM., 8 bis 10 Wochen alte 40 bis 45 RM., 10 bis 12 Wochen alte 50 bis 55 RM., Läuferschweine 60 bis 65 RM. das Stück. Das Geschäft verlief schleppend, es verblieb Ueberftani).

dürfen. Um hinter seine Schliche zu kommen, muß­ten Hunderte von Büchern der Großschlächter und Fleischagenten geprüft werden, denn im Warenein­gangsbuch des Angeklagten waren die erworbenen Fleischmengen vielfach nicht zu finden. Bei dem Angeklagten, der von Größenwahn und Geltungsbe­dürfnis beseelt war (er wollte als der größte Metz­ger in Frankfurt angesehen sein), zeigen sich für die Zukunft bedenkliche Alterserscheinungen; er gilt jetzt als vermindert zurechnungsfähig, während er zur Zeit der Begehung der Verfehlungen gesund­heitlich noch In einem anderen Zustand war. Das Sondergericht hatte keine Zweifel, daß Abel bös­willig handelte, raffiniert voraing, die Bedarfs­deckung erheblich gefährdete und ihn ausfchließlich Gewinnsucht leitete. Sein schlimmstes Delikt war das Verbrechen gegen die Kriegsmirtschaftsverord- nung. Der Angeklagte wurde zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust sowie Einweisung in eine Heil« und Pflegeanstatt ver­urteilt.

Tödlicher Unfall auf der Lokomotive.

LPD. Dillenburg, 2.April. Bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof fand der Führer einer Lokomotive den Heizer bewußtlos auf dem Kohlenwagen auf. Im hiesigen Krankenhaus wurde ein Schädelbruch festgestellt, an dessen Folgen der Heizer, der aus dem Sauerland stammt unb im 31. Lebensjahr stand, inzwischen gestor­ben ist. Wie sich der Unfall zugetragen hat, ist noch nicht ermittelt.

Landkreis Gießen.

s. Lang-Göns, 2.April. Am letzten Sams­tag wurden in einer schlichten Feier 29 Kinder (16 Knaben und 13 Mädchen) durch ihren Klassen­lehrer aus der Schule entlassen. Die Aus­nahme der Sechsjährigen findet nach den Sommer- ferien statt.

Kreis Alsfeld.

Höingen, 3. April. Der weit Über die Gren­zen seines Dörfchens hinaus bekannte Altbürger­meister und Gastwirt Dietrich Scholl, genannt derAppelweischoll", feiert am 4. April in voller Rüstigkeit feinen 9 0. Geburtstag. Dem Jubilar gilt unser herzlicher Glückwunsch.

Kreis Büdingen.

Q Schotten, 2. April. Die diesjährige gut be­suchte Mitgliederversammlung des Pferdever« jtcherungsoereins Schotten fand im Darmstädter Hof" statt. Der stellv. Vereinsführer Wilhelm Spam/r III. widmete zunächst dem im letzten Jahre während der Kämpfe im Westen auf dem Felde der Ehre als Hauptmann und Batterie­chef gefallenen Vereinsführer Direktor August Rausch einen warm empfundenen Nachruf und gedachte dankbar dessen großer Verdienste um den

Aus -em Reich.

»Maler an der Front.-

In den neuen Räumen des Künstlerhause, Bellevue in Berlin wurde die vorn Oberkom- rnando des Heeres in Zusammenarbeit mit der Dienststelle des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen pnd weltan­schaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, veranstaltete AusstellungMaler an der Front" eröffnet. Der Inspekteur des Erziehungs- und M- dungswesens des Heeres, Generalmajor Frieß. n e r, sagte, dis hier zusammengetragenen Werke seien von Künstlern geschaffen worden, die al, Soldaten am Kampfgeschehen teilnah. men. Es seien also nicht die Zeugnisse schlachten- burnrnelerischer Fronttahrten, sondern Doku­mente -unmittelbaren Kriegsaesche. h e n s. Reichsleiter Rosenberg erklärte die Aus­stellung dann für eröffnet. 54 Künstler sind mit .168 Gemälden vertreten. Es ist das Dekumentarifche uni die frische Unmittelbarkeit des Kampferlebnisses, was den hier gezeigten Arbeiten ihren besonderen Wert gibt. Neben der künstlerischen Spiegelung dcr Kampfes nehmen aber auch reine Landschaftsbilder einen breiten Raum ein.

Treugew

bel längerer Dienstverpflichtung.

Der Reichsarbeitsminister hat angeordnet, daß ben DienstvLppftichteten,die auch nach einerDienft- leistung von mehr als einem Jahr aus Gründen des Arbeitseinsatzes noch nicht entpflichtek werden können, von dem Arbeitsamt ein T r eu- geld gezahlt wird. Das Treugeld wird den Dienst- verpflichteten, die von ihren Angehörigen getrennt leben müssen, nach 12 Monaten, anderen nach 18 Monaten gewährt; mehrere Dienstleistungen nach dem 1. September 1939 werden zusammengezählt. Das Treugeld wird nur auf Antrag gewährt, der vom Dienstverpflichteten an das bisherige Hei­matarbeitsamt zu richten ist. Das Treugeld beträgt monatlich 26 RM. und wird für die vollen Kalendermonate, für die die Dienstleistung glaubhaft gemacht ist, vierteljährlich nachträglich an die Per­son gezahtt, an die auch die sonstigen Dienstpflicht­unterstützungen au zablen sind. Das Treugeld wird auch den Arbeitskräften gewährt, die hinsichtlich | der Gewährung von Dienstpflichtunterstützung de« Dienstverpflichteten gleichgestellt worden sind. Aus­künfte erteilen die Arbeitsämter.

Kann ein Soldat sein Arbeitsverhältnis kündigen?

NSG. Immer wieder taucht die Frage auf, ob ein einberufenes Gefolgschaftsmitglied während sei» * ner Zugehörigkeit zur Wehrmacht sein ziviles Ar» beitsverhältnis kündigen kann, ohne die Zustim­mung des Arbeitsamtes einzuholen. Sie ist jetzß durch Erlaß des Reichsarbeitsministers vom 12. De­zember 1940 (R. Arb. Bl. I. S. 614) geklärt worden. Danach gilt folgendes: Nach § 1 der Verordnunz zur Abänderung und Ergänzung von Vorschriften auf dem Gebiete des Arbeitsrechtes vom 1. Sep­tember 1939 (RGBl. I. S. 1683) wird durch die (Ein­berufung zum Wehrdienst ein Beschäftigungsver­hältnis nicht gelöst. Nach § 2 dieser Verordnunz kann der Unternehmer ein solches Beschästigunds- verhältnis nur mit Zustimmung des Reichstreuhän- 1 ders der Arbeit kündigen. Daneben bedarf der Un­ternehmer au einer solchen Kündigung der Zustim- muna des Arbeitsamtes nach § 1 der Arbeitsvlatz- wechselverordnung vom 1. September 1939 (RGBl.I S. 1685). Das zum Wehrdienst einberufene (Befolg schaftsmitglied kann das Beschäftigungsverhältm» während der Dauer des Wehrdienstes kündigen, abeir auch der Wehrmachtsangehörige bedarf hierzu bec Zustimmung des Arbeitsamtes nach § 1 der Ar- beitsplatzwechselverordnung, da danach grunbfäW alle Gefolgschaftsmitglieder für eine Kündigung bil Zustimmung des Arbeitsamtes benötigen.

Keine Beschäftigung von Familien­angehörigen in den besetzten Gebiete«.

Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht! hat die Beschäftigung von Ehefrauen oder Bräu­ten oder anderen Familienangehörigen als Singt- stellte in der eigenen Dienststelle und demselben Dienstort sowie ihre Unterbringung in demselben. Ort für alle Wehrmachtangehörigen und Angestellte» der Wehrmacht verboten. Nur ganz besondere Gründe können eine Ausnahme rechtfertigen, für dis dann eine dienstliche Genehmigung des Militärbt» fehlshabers im besetzten Gebiet erforderlich ist.

Oer braunschweigische Kestspielmonat.

Der Festspielmonat des Braunschweigischen Staats- theaters aus Anlaß feines 250jährigen Bestehen« wurde in der Burg Dankwarderode Heinrichs te« Löwen mit einer Kundgebung eröffnet. Reich?- drarnaturg Ministerialdirigent Dr. Schlosser bezeich" nete die weitsichtige Großzügigkeit des National­sozialismus auf kulturellem Gebiet als einen Vor­gang ohne Beispiel. Aber erst wenn neben den glanzvoll wiederhergestellten Bühnen der Millionen­städte Deutschlands neue Volkstheater im Mittel-.' punkt der breitesten Massen der Bevölkerung stun­den, würde die Generalprobe für das, was der M' tionalfozialismus unter Nationaltheater verstehn, anzusetzen sein.

Heute abend 19.15 Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater

August Velke

im Alter von 87 Jahren.

Im Namen aller Trauernden:

Luise Velke, geb. Schäfer, nebst Kindern.

Gießen (Hammstraße 11), den 1. April 1941.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 4. April, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.

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Zwenke dran beijedem Schritt:

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Am 1 April verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwie­germutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Allen denen, die unseren Eltern das letzte Geleit gaben, für die Kranzspenden und die Trostworte

Frau Marie Faber, geb. Fischer

kurz nach Vollendung ihres 62. Lebensjahres.

Im Namen der.trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Faber.

Gießen (Theringstraße 10), Großen-Linden, den 2. April 1941. Die Beerdigung findet Freitag, den 4. April, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.

01184

des Herrn Pfarrers Jost danken wir herzlich.

Gießen - Klein-Linden, den 3. Aprfl 1941

Fr. Jung und Frau Lina, geb. Naumann und Angehörige.

x T 1 i von 3 bis 20 vom Hundert erhalten

INaeniaSSe bei mehrmaligen Verößentlkbim^