Ausgabe 
4.3.1941
 
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land kennt und würdigt den Kri-g-einlatz der Frau

Aus dem Reich

~~ n schimmerte, sondern weit er das

Habicht üb-rm Huhnerhos.

Dunkel

Oie ungleichen Gesichtshälsten.

4

des Todes.

niuu/in unv vwhvii/ * 11 * o ., . , < l

k h einzelnen ZU ergründen ist. Es lst durchaus nicht immer die Regelmäßiakeit, die unser Entzücken her«

Die Donau Im Mittelpunkt des großdeutschen Wafferstraßennehes.

Abenteuer verborgen waren.

Und wir priesen die Waldnähe des Hauses, nicht nur, weil wir durch das sanfte Rauschen das unbedrohliche in Schlaf gewiegt wurden, weil an Sommermorgen der Gesang der Vögel bis in unsere Schlafkammer hinein zu hören war, son- dern ganz insgeheim, weil er Gefahr und Aden- teuernähe war.

Das Bellen der Füchse an Winterabenden liebten wir sehr, und die Spuren des Marders in unserem Garten, und den Habicht überm Hühnerhof. Ich liebe dieses Wort Hühnerhof, weil es am deutlich- ften so viele Erinnerungen an Ferienmorgen und Sommernachmittage aufsteigen läßt. Aber melletc^ klingt es ein bißchen anspruchsvoll, und so will ich hinzufügen, daß es auf diesem Hühnerhof wohl nie mehr als ein Dutzend Hühner und einen Hahn ge­geben hat. Aber das war genug für viele Dutzende Abenteuer, Aengste, Hoffnungen und Belustigungen. Es war auch genug, um den Habicht aus seinem dunklen Waldnest herauszulocken, so daß er dann kam wie die Gefahr und Dunkelheit des Waldes

Die schönen Formen eines Gesichtes beruhen meistens auf einem rätselvollen Zusammenklang von Flächen und Linien, dessen Eigenart nur schwer un

.. . 5 große Geheimnis _ ________ machte; weil in seinem

seinem Rauschen die Gefahr und das

Wahrheit.

Frauen an englischen Flakgeschützen.

Neun ort, 4.März. (DNB. Funkspruch.) Die Leiterin des weiblichen Territorialhilfsdienstes, Lady Carlisle, teilte Associated Preß zufolge mit, daß

Von Johannes Kirfchweng.

Das Vaterhaus lag in der Räbe des Waldes, durch Wiese und Weiher nur von ihm getrennt. So waren wir mit ihm vertraut, kannten nicht nur die breiten Wege darin, sondern auch die ganz gehei­men Pfade, die zu begehen man schmal jein und sich bücken mußte, die einem Tannennadeln ms Haar streuten ober auch einen erschrockenen Kaser, der dann plötzlich übers Gesicht hastete oder gar m

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) (II. und Schluß.)

das bedeutendste Masiengut unserer Wasserstraßen, die Kohle, künftig über die Ver-bindungsknnale ihren Weg auch zur Donau finden wird. Reue In­dustrien werden sich dann im Donau-Raum ansie- Mn und ihrerseits der Donau-Schiffahrt weitere Verkehrsgüter bringen.

Schuh gegen Schädigungen durch Röntgenstrahlen.

3n zunehmendem Maße werden Röntgenstrahlen und radioaktive Stoffe zur Prüfung von Roh- und W e r k st o f f e n und von Fertigfabrl- taten herangezsgen. Bei unsachgemäßer Hand­habung können die Gefolgschaftmitglieder schweren Gesundheitsgefahren ausgesetzt sein. Deshalb hat der Reichsarbeitsminister eine Verordnung erlassen, nach der alle Röntgenuntersuchungsapparate die zur Materialprüfung gebraucht werden, einer besonde­ren Bauartprüfung und einer Abnahme im Be­trieb unterworfen werden, so daß die Gewähr be­steht, daß nur einwandfreie Apparate benutzt men den. Die Gefolgschaftsmitglieder werden jährlich zweimal durch einen erfahrenen Arzt untersucht. Weitere Bestimmungen regeln die Ausbildung des Bedienungspersonals und die Arbeitszeit.

Mehrleistungen

in der Krankenversicherung.

Am Westrande Europas

Bon unterem H. H. B.-Sonderberichterstatter.

England wird seinem längst fälligen Untergang nicht entgehen, auch wenn seine verbrecherischen Macht- Haber auch noch die britischen grauen tn ben blu­tigen Derzweiflungskampf für bie Erhaltung ihrer

Wenn bann die Mutter klagte, daß es l schönste Kücken gewesen sei, und wir selber nach einigem Forschen herausfcmben, welches fehlte, wenn wir uns erinnerten, wie das gelbe oder dunkle Tierlein noch vor einer Stunde so sicher und vertrauensselig daherspaziert war und ge­darrt hatte, dann waren wir gewiß traurig aber doch auch von einer streng verborgen gehaltenen, ungeheuren Genugtuung erfüllt darüber, daß hier bei uns, dicht neben dem so warmen sicheren Vater- Haus so ungeheuerliche Dinge geschehen konnten, bah wir insgeheim auch ba noch im Wald lebten, in der Wildnis, 'und daß sie jeden Augenblick offen-

' In ber ZeitschriftGroßdeutscher Verkehr" be- > richtet Ministerialbirektor Dr.-Jng e. h. Gahrs über ben Anschluß des füdosteuropäischen Raumes an bas großbeutsche Wasserstraßennetz. Die Lebens- aber des Süboftraumes bildet der Donau ft rom. Die Ausbauarbeiten muffen hier fo erweitert wer- den, daß ber Verkehr mit Schiffen von 1000 bis 1200 Tonnen Tragfähigkeit zu jeder Zeit möglich ist. Regensburg und Wien waren Hauptum- chlagsplätze für den großdeutfchen Raum. Um dem gesteigerten Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, wurde mit dem Bau neuer Schutz-, Umschlags» und Industriehäfen, z. B. in Linz und K r e m s , be­gonnen. Auch an ber auslänbischen Donau werden ausreichende und neuzeitliche Umschlagsanlagen ge­schaffen. Die Verkehrsader wird einen gesteigerten Wert bekommen, wenn durch Ausbau der Neben­flüsse und von Verbindungskanälen die Nachbar- gebiete angeschlossen werden. Den östlichsten dieser Verbindungswege bildet der schon in Angriff ge­nommene Oder-Donau-Kanal. Don Stettin bis zum Schwarzen Meer wirb so eine durchgehende 2900 Kilometer lange Schiffahrtsstraße entstehen. Ein wichtiger Zubringer für ben Dber-Donau-23er- kehr ist der oderschlesifche 21 b o l f - Hitler- Kanal. Eine ähnliche Bebeutung wirb die über- Weich el - Wasserstraße erhalten. Es kommt habet in Frage, ben Ober-Weichsel-Kanal in östlicher Richtung bis zum Dnjestr zu verlängern so baß das Wasserstraßennetz des Gro.ßdeutschen Reiches an das sowjetrussische Wasserstraßennetz erhalten wird. Es ist weiter auch eine Ver- binbung ber Elbe zum Donau-Raum hin ge­plant. Durch den in Planung begriffenen E l b e -

tralität, bie ihm bie Achtung aller Staaten ein«, tragen hat. Wie befdjämenb für jene Jcbon oergef. enenStaatsmänner" gcroiffer europäischer Staa- ten bie ba glaubten, es genüge, wenn man a u s b e rn Papierneutral" (et. Das Portugal Salazars, bessen Machtmittel gewiß nicht großer sinb als bie bes einstigen Holland, Belgien und Norwegen hat ihnen bewiesen, daß ein kleiner Staat auch ben britischen Machthabern Mnuber seine Neutralität und eine selbstbewußte Haltung bewah "Die^Früchte dieser überlegenen, weitschauenden Politik sind nicht ausgeblichen: Portugal ist wohl bas einzige Land Europas, wo der Krieg so gut wie gar keine politischen ober wirtschaftlichen Sto­rungen mit sich gebracht hat. Dagegen ha bie Be- beutun-g Portugals als Ausfalltor unb Umschlagplatz Europas ungeheuer zugenommen. Lissabon ist der einzige europäische Hafen, der von größeren ameri­kanischen Schiffen angelaufen wirb. Lissabon ist ber europäische Enbpunkt ber einzigen Flugverbinbung mit Norbamerika. Wer von Amerika nach Europa will oder umgekehrt, muß in biesen Knegszeiten leinen Weg über Portugal nehmen (abgesehen von ber transsibirischen Verbindung). Diese Zunahme ber Bedeutung Portugals findet ihren Ausdruck in ber Verstärkung ber biplomatischen Missionen aller Lander, bie in Lissabon akkreditiert sinb, unb nicht zuletzt in bem rapiben Anwachsen ber in Lissabon ansässigen Auslandsjournalisten, bie immer em zu-

! verlässiger Anzeiger für bie Bebeutung eines Lcmbes

unb ber Einsatzfreubigkeit des neuen Portugal. Die Regierung hätte ja auch ihre Grenzen hermetisch sperren können; mochten bie Flüchtlinge sehen, wo unb wie sie unterkamen. Daß sie diesen bequemen Ausweg nicht gewählt hat, ist ein Zeichen dafür, baß Portugal seiner historischen Aufgabe, ein A u s» falltor Europas am 21 tlantikzu fein, ge­wachsen ist unb ihr treu bleibt. Irn Zeichen bes neuen Europa ist Portugal damit zugleich eine Art Filter", indem es ben Kontinent von unerwünsch­ten Elementen säubern hilft.

Es war von vornherein klar, baß ber Strom der Flüchtlinge sich nicht auf lange Zelt in Portugal stauen konnte. Portugal konnte seine humane Aus­gabe, den Obbachlosen Asyl zu gewähren, nur bann übernehmen, wenn bie Gewähr bestaub, baß bie|e bas Laub nach einer gewissen Zeit (zur Erledigung ber Paßformalitäten) roieber verlassen wurden. Auf keinen Fall aber will es eine zweite Heimat ber Emigranten werben, etwa wie es vorher Pans war. Deshalb erhalten nur solche Flüchtlinge bie Einreiseerlaubnis, von benen festste ht, baß sie von Lissabon aus nach Amerika roeiterreifcn wer- ben. Allerdings macht man jenseits des Atlantik auch Schwierigkeiten. Trotz, aller hochtrabenden Erklärun­gen wollen die Vereinigten Staaten von mittellosen Flüchtlingen aus Europa (selbst wenn sie aus demo­kratischen Ländern stammen) nicht viel wissen. Auch die iberoamerikanischen Staaten haben schon Haare in der Suppe gefunden. Vorsichtshalber fragen sie erst einmal an, ob die Absender der Einreisegesuche etwa Juden sind. So sind im Laufe des vergange­nen Jahres etwa 25 000 Flüchtlinge von Lissabon nach verschiedenen Häfen beider Amerika abgereist. Fast alle haben vor der Einschiffung mehrere Mo­nate in Portugal gelebt. Wie groß die Zahl der jetzt noch auf die Einreiseerlaubnis Wartenden ist, läßt sich schwer sagen. Sie dürfte kaum kleiner als die obige Ziffer fein. Hieraus erhellt, welch unge- heure Arbeit bem portugiesischen Staat entstauben ist. Denn nicht alle Einreisenden sind vermögend und können ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten. Es versteht sich, daßkeinEmlgrantdleErlaub- nis erhält, in Portugal zu arbeiten, und dies wiederum macht eine strenge Kontrolle not­wendig. Auch eine politische Ueberwachung dieserGäste" ist erforderlich; nicht umsonst hat die Regierung Salazars ben Marxismus im Lande ausgerottet unb mit allen demokratisch-par- lamentariscyen Vorstellungen gründlich aufgeräumt. Sie weiß, baß bei demokratischen Emigranten größte Vorsicht am Platze ist!

Das kleine Land am Westrande Europas hat be­wiesen, baß es einen unlösbaren Bestandteil des alten Erdteils bildet und daß es a um Europa ber Zukunft gehören wirb, sowie es ein we- sentlicher Faktor im Europa der Renaissance war. Die Nachkommen Heinrichs des Seefahrers, Vasco da Gomas unb bes Camoes werben auch weiterhin chren Anteil zu ben Aufgaben Europas beisteuern.

ben Nacken hinein.

Und nicht nur die vier Jahreszeiten des Wal­des kannten wir, nicht nur sein tiefes seliges Auf­atmen im Frühling, fein heißes Leben im Sommer, fein farbiges Sterben im Herbst, seine weihnacht­liche Stille im Winter. Das waren nur die großen Rahmen, von denen gehalten unb auch sie über­schneidend es Diele andere Zeiten noch gab, 8Kenn­zeichnet durch das Aufblühen einer stillen Wald­blume, das Erglühen einer Beere, das Aufschießen eines Pilzes, ober durch den Schrei eines Vogels, das Aufspringen eines jungen Hasen.

Wir kannten also ben Wald, waren mit ihm ver­traut, waren seine Nachbarn und Freunde, Aber es war bie Freundschaft eines ganz Großen zu ganz Kleinen. Er erzählte Märchen, schenkte uns große blaue Beeren unb braune Haselnüsse. Er schenkte uns bie Sprünge ber Eichhörnchen, ben An­blick einer Rehfamilie auf einer sehr verborgenen Walbwiese, aber er schenkte boch nicht sich selber, seine Seele unb sein Geheimnis.

Nur manchmal, daß wir nicht allzu übermütig wurden, ließ er es ahnen. Dann ging nach großer Stille ein ganz plötzliches Austauschen burch bie Bäume und geheimnisvolle, wehe Stimmen waren hineingemischt, ober ein großer, unsäglich fremder Tierblick traf uns, ober im Dickicht fanden wir ben vergilbten Schöbel eines Hasen ober eines Rehes, unb (onberbarer unb erschreckenber noch einen toten

Bogel.

Da rührte uns jebesmal bas Geheimnis des Wal­des an, so daß wir erschauerten.

Aber gerade darum liebten wir bann boch ben Wald, weil er nicht nur Märchen erzählte, m denen es rot unb blau von Hagebutten unb Schlehen

wolle, bie ben bisher rechtlosen Völkern ihre Rechte wieder zurückgeben werde.

Der Sprecher bes Rundfunks erläuterte bann bie drei Punkte mit Ausführungen aus ben Reden des Ministerpräsidenten Filoss und bes Präsidenten des Sobranje Logofetofs in der Sitzung vom Sonntag. Er führte u. a. aus, der Beifall, mit dem die Erklärungen im Sobranje begrüßt worden seien, zeige am besten, daß die Politik der Regierung den Wünschen des bulgarischen Volkes entspreche.

Oer Volksentscheid in Rumänien.

Das vorläufige Gesamtergebnis.

Bukarest, 4. März. (DNB. Funkspruch.) Eine amtliche Mitteilung gibt als vorläufiges Ge- lamtergebnis der Vo 1 ksa bst i m m u n. g in Rumänien folgende Zahlen für das ganze Abgegebene Stimmen 2 020 975, davon Ja - Stim­men 2 018 417, Nein- Stimmen 2558. Die Nein- Stimmen belaufen sich also auf etwa eins von

Berlin, 3. März. (DNB.) Das amtliche eng- lische Nachrichtenbüro Reuter gibt bekannt daß um der U-Boot-Gesahr zu begegnen der Beschluß gefaßt wurde, die m o n a 11 i ch e S ch i f f a h r t s - und Handelsübersicht nicht mehr 3 veröffentliche n". ., , . ,

Schlaglichtaktig erhellt diese mit s^den cheimgen Begründungen verbrämte amtliche britische 2Us- lassuna die Situation Englands. Die Einstellung der Veröffentlichung dieses Kalendariums ihres Han­delsverkehrs, das die Engländer im Laufe ber gan­zen eineinhalb Kriegsjahre, wenn auch mt gro- hen Fälschungen, bekanntgaben, ist ein klares Eingeständnis des Zu summe n b r u ch s ihres Lügensystems vor ben deutschen Er­folgen, bevor noch der vom Führer angekundigte verstärkte Einsatz der U-Boote ziim fragen gekom­men ist. Sie ist ein schlagender Beweis dafür, daß die Verluste der britischen Hanbelsschiffahrt bereits ein b e r a r t i g e s 21 u s m a fe angenommenJjaben, daß bie britischen Machthaber alles Mögliche ver- suchen, um sie zu verschleiern, dem englischen Volk ehe Kontrollmöglichkeit zu nehmen unb eine Nach­prüfung der Zahlen unmöglich zu machen. Eng- : and kapituliert damit restlos vor der

Man ist sich in Portugal klar darüber, daß die Monopolstellung für den Amerika-Verkehr nur von vorübergehender Dauer ist. Dennoch hofft man, daß die Bedeutung Lissabons als europäischer Hafen unD Flugplatz auch nach dem Kriege größer sein wird als früher, wo es allzu sehr im Schatten der großen englischen Häfen stand. Nicht un- wesentlich dürften bie portugiesischen Inselgruppen der Azoren und Madeira mit ihrer günstigen Lage für den transatlantischen Flugverkehr dazu beitragen.

erheblichem Maße zu der Erneuerung Spaniens bei- getragen, und vor allen Dingen, es hat m diesem Kriege seine Neutralität nachdruck- lieh z u wahren vermocht, was gewiß nicht immer leicht gewesen sein mag, roenn mir an öie exponierte Lage des Mutterlandes und der Kolonien denken und an die jahrhundertealten Bindungen an England. Wenn die englischey Politiker als Meister in ber Kunst gelten, ihre Verbündeten für sich aus- zunützen, so haben sie in bem Staatsmann S a l a - zar einen überlegenen Gegenspieler gefunden, der das in der Geschichte einmalige Meisterstück fertig- brachte, mit England verbündet zu sein und dennoch in jedem Punkte seine volle Handlungs- unb Ent- schlußfreiheit zu wahren. Ja, während England in­mitten des furchtbarsten Krieges um seine Existenz steht, genießt das mit ihm verbündete Portugal Frieden unb befleißigt sich einer mustergültigen Neu-

da unten zwischen ben begehrten Kücken unb 5img- Hühnern ein weit gefährlicheres zweibeiniges Wesen stand, das sein Vorhaben gewiß nicht begünstigen würde.

Wenn er mehr Glück hatte, der Habicht, bann kam man eben zu spät, geriet in bas gramvollste Jammergeschrei Der Hühner hinein, aus deren Schar ber Wilde sich eines gekrallt hatte, unb ver­meinte noch einen Augenblick seine scharfe Witte­rung einzuatmen, bie Witterung seines fernen dunklen Horstes, die Witterung ber Gefahr unb

Die Träger ber Krankenversicherung einschl. der Ersatzkassen können jetzt ohne Rücksicht auf die Höhe des Beitrages alle Mehrleistungen einführen. Ob unb in welchem Umfange, richtet sich nach ber roirt- schriftlichen Lage des Derficherungsträgers und nach den Bedürfnissen der Versicherungsgemeinschaft. Da Beitragseryöhungen nicht in Frage kommen, kann die Einführung von Mehrleistungen nur im Rah­men der vorhandenen Mittel erfolgen. Wenn diese zur Einführung aller Mehrleistungen nicht ausreichen, muß geprüft werden, ob wenig­stens kinderreiche Versicherte begün­stigt werden können. Im Hinblick auf bie Aus- Wirkungen auf den Arbeitseinsatz, die sich gegen­wärtig aus einer Erhöhung des Krankengeldes durch Zuschläge ergeben können, ist angeordnet, daß ohne Rücksicht auf bie Höhe des Beitrags bis auf weiteres kein Versicherungsträger diese Mehrleistung neu

Aber dann schrie aus seiner Tiefe eine Tier­stimme, die wir noch nicht kannten, ober dicht vor uns flog stumm ein großer Vogel auf.

Da gingen wir beklommen weiter. Nicht mehr sehr weit.

bar werben konnte.

Das Bild bes triumphierenb bavonschwebenden Raubvogels aber weckte bie Erinnerung an all die anderen Feinbe des Hühneroolkes, an Fuchs, Mar-, der unb Iltis, bie freilich im Dunkel der Nacht oder in ber Morgendämmerung auf Raub aus- zogen.

Am Abend mürben alle Türen unb Luken sorg­fältig geschlossen, und wir fühlten bann in ber Nacht mehr als je bie Sicherheit des Hauses unb bie Ge- »feit der Welt da draußen unb waren es da draußen gefährlich war, daß es chleichende Tier gab mit mörderischen Zähnen, Raubvögel mit eisernen Krallen unb unerhörte Abenteuer.

Wenn wir bann nach solchen Tagen mieber burch den Wald schritten, bann kam es uns fast an, ihm nicht dem Märchenerzähler unb Beerenschenker, nein, bem Dunklen unb Unheimlichen vertraulich zuzuzwinkern, weil er ja nun doch bei uns zu Hause gewesen war, auf Besuch sozusagen, in bem einfallenben Habicht.

rrgn jedem Falle Geheimfitzung".

Gens, 4. März, <DNB, Yunkspruch.) DieDaily Mail" vorn 28. Februar schrieb in ihrem Leitartikel u a.:Im Unterhaus wurde gestern ber Wunsch ausgesprochen, die Lage unserer Schiffahrt ausführlich zu besprechen. Das ist eme sehr angenehme Nachricht. Obwohl der Pre­mierminister die Bitte nicht abschlug, verwies _er auf die Schwierigkeiten, die verursacht werden wur­den, wenn zwischen die Verhandlungen über w ch- tige Angelegenheiten eine Debatte eingeschaltet werden müsse. In jedem Fallell, fügte er hinzu müsse bie Debatte gehe i m sein. Das Blatt erklärt dazu:Die Debatte mag schon geheim sein, aber es gibt unter allen Belangen der Nation keine wichtigere Angelegenheit als d i e s e, die verhandelt werden muß. Und wir hof­fen daß die Mitglieder des Unterhauses auf ihre baldige Behandlung drängen. Die G e f a h r e n aus ber Lage ber Schiffahrt stellen ein ebenso ernstes Problem dar, wie bieiemgen, DieJict) im September aus der Lage der Lustwa fe ergaben. Der gestrige Zwischenfall auf einer Werft m Clyde- bank, wo schon zum zweitenmal Hunderte von Männern vom Arbeitsplatz fortgeschickt wurden, weil sie einige Minuten zu spät gekommen sind, ist ein treffendes Beispiel für bie Derantwortungs- losigkeit, mit ber die Interessen der Nation von ge­wissen Kreisen behandelt werden.

Restlose Kapitulation vor der Wahrheit

immer die Regelmäßiakeit, die unser Entzücken her- oorruft, vielmehr wirken regelmäßige Zuge häufig langweilig. Es ist eher eine gewisse Ungleichmaßla- feit, jenesgewisse Etwas , das seinem Gesicht seinen unbeschreiblichen und unerklärlichen Zauber verleiht. Es ist ja eine bekannte Tatsache, daß bie Gesichtshälften bei feinem Menschen gleich sind, und die e Verschiedenheit der beiden Hälften laßt sich aus der Photographie sehr leicht feststellen, indem näm­lich eine Photographie sorgfältig in zwei Halsten geteilt wird und bann beide Hälften getrennt wieder photographiert werden. Fügt man bann die beiden auf diese Weise gewonnenen rechten Hälften und ebenso Die linken Hälften zu neuen Gesichtern zu­sammen, bann sieht man sich Zügen ßegenüber, die im Vergleich mit bem natürlichen Gesicht etwas ganz Fremdartiges aufweisen.

Eine seine Beobachterin ist auf Grund einer ein­gehenden Prüfung der verschiedenen Eigenschaften der Gesichtshilften zu dem Ergebnis gekommen, daß die meisten Frauenrechtsgesichtig" sind. Setzt man Photographien aus den rechten Gesichtshälften zu­sammen, so zeigt das Gesicht stärker ausgesprochene Züge, die Flächen sind breiter und schwerer, bie Linien schärfer. Dagegen sinb bie Gesichter, bie -aus zwei linken Hälften gebildet wirb, zarter als das natürliche Gesicht. Aber man kann nicht sagen, bah die auf diese Weise entstandenen neuen Gesichter schöner wären als bas ursprüngliche. Diesen künst­lich geformten Gesichtszügen haftet immer eine ge­wisse Leblosigkeit unb Unnatürlichkeit an. Das na- i türliche Gesicht ber Frau, unsymmetrisch wie es ! vielfach ist, wirkt viel reizvoller als bie Gesichter, [ die man aus ben beiden rechten oder ben beiden hinten Hülsten herstellt.

Lissabon, Ende Februar 1941.

Nach dem Zusammenbruch Frankreichs kam der große Ansturm auf Portugal. Die Luxusllmusinen wurden immer seltener, an ihre Stelle traten in breiter Front die Peugeots unb Citroens Unb es tarnen die Eisenbahnzüae, deren Waaenzahl vergrößert werden mußte, um bie Zahl ber Jtei|en- ben zu fassen. Nicht nur ber Sübexpreh brachte Em- roanberer. Jeder, auch ber unbebeutenbfte Bummel­zug aus Spanien entließ in Lissabon Scharen von Reisenden! Es tarnen bie Verkehrsflugzeuge, beren Plätze auf vier Wochen vorausbestellt waren. Und es kam bie große Arbeit für bie portugiesische Poli- -eit, die große Bewährungsprobe für das Sicher- heitswesen. Es war gewiß keine leichte Aufgabe, die ber portugiesische Staat hier bewältigen mußte und zu beren Inangriffnahme er entschlossen war. Die Art und Weise, wie dieses Problem gelost I mürbe, zeugt von bem Derantwortungsbewußtsein

Unter der Führung Salazars haben sie frühzeitig den Anschluß an bas neue Europa gesunden, bas sich 1926, im Grünbungsjahr besNeuen Staates , erst im Keime ahnen liefe, unb bessen stürmischer Gestaltwerbung wir jetzt beiwohnen. Eher aU Spa­nien, früher als bie meisten europäischen üanber hat sich Portugal endgültig von ben verderblichen Lehren bes Marxismus ab gekehrt unb sich von plutokratischen Einflüssen frei- Inhalten vermocht. Es hat energisch und in sehr

Oder- Kanal werden das Niederlausttzer Koh­lenrevier sowie Sachsen und Mitteldeutschland, dem großdeutscher Wasserstraßennetz erschlossen. Die obere Donau bietet sodann die Möglichkeit, Schiff­fahrtswege zum Rhein und zur Weser zu ebaffen und dadurch West- und Nord Westdeutsch­land mit dem Donau-Raum zu verbinden. Die Do­nau wird einer der bedeutendsten und leistungs­fähigsten Verkehrswege des neuen Europa werden. Der Verkehrsumsang wird sich vervielfachen wenn

Es gibt ganze Kreise, in denen bei bis zu 28 000 Ja-Stimmen keine einzige N e i n - S t i mm e abgegeben wurde. Eine Anzahl Kreise oerzeichsten nur. eine einzige Nein-Stimme, zahlreiche Kreise nur zwei bis vier Nein-Stimmen.

, r zeit, die große

England« Schckahrissorgen.

Frauen bei ber Flak bienen Dürften.

Es muß traurig um Englanb bestellt sein, wenn tigen Ber,w°.,lung--°mp, u.«

Äba. nXnalfo^aliftifdje Deutsch, überlebten Vorrechte etnsetzen wollen.

selber

Don den vielen Malen, wo ihm sein Einbruch in ben Frieden des Hühnervolkes nicht gelang, weiß, ich wie es war. Denn wenn es ihm einmal ge­lang, kam man natürlich zu spät und hatte nichts gesehen ober doch nur, wie der Räuber, stolz und sieghaft' über dem Walde verschwand. Die Hühner standen dichtgedrängt zusammen um'den Hahn. Aus dem aufgeregten Gekakel erhob sich zuweilen em qreller Schrei, der für alle das Signal war zum lauteften Gegacker unb Gekräh. Bis es allmählich abflaute, und das bekümmerte Volk, durch unsere Gegenwart beruhigter, sich wieder ans Scharren und ans Eierlegen begab. 1 .

Aber im Höhepunkt der Erregung konnten wir, wenn wir's den Hühnern gleich taten und den Kopf nach dem sommerlichen Himmel reckten, irgendwo zwischen den weißen Wolken einen dunklen Punkt entdecken. Eine Zeitlang stand er unbewegt wie em Pol um den sich die Wolken und die Strome der lauen duftenden Luft bewegten, und dann plötzlich m denen zog er wundervolle Kreise unb verschwanb, wohl Schlehen 1 well er mit seinem Raubvogelbllck gesehen hatte, daß