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fragt sie, ob wir die Kraft und die Macht haben!

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Edens Wechsel auf fremdes Land.

Ein Köder für die Türkei. Englischer Durchmarsch durch Syrien?

OerdeutfcheWehrmachiberichi

B e r l l u, 3. März. (DRV.) Das Oberkommando der Mehrmacht gibt bekannt:

Die bereits durch Sondermelduug bekanulgege- 6en, marschieren als Sicherung gegenüber den be­kannt gewordenen britischen Maßnahmen in Süd- oskeuropa, nach Zustimmung, der königlich Bulgari­schen Regierung, seit dem 2. März Verbände der deutschen Mehrmacht in Bulgarien ein. Oie einziehenden Truppen werden vom bulgarischen Volk lebhaft begrüht.

Ein Unterseeboot meldet die Versenkung eines feindlichen Tankers von 9000 BRT.

Die Luftwaffe klärte trotz ungünstiger Wetter­lage über Großbritannien bis zu den Shetland-Inseln und über See auf. Sie versenkte am 2. März vor dem St. Georgskanat ein Handelsschiff von 2000 BRT., beschädigte ein größeres Handelsschiff schwer. In den Baracken eines Truppenlagers wurden Volltreffer erzielt.

Fernkampfflugzeuge versenkten westlich der He­briden ein Handelsschiff von 10 000 BRT. und trafen ein weiteres großes Schiff schwer.

Einzelne Kampfflugzeuge belegten in der letzten Rächt kriegswichtige Ziele in London und die Anlagen von zwei britischen Kanalhäfen wirksam mit Bomben.

In Rordafrlka richteten sich erfolgreiche An­griffe deutscher Kampfflugzeuge gegen die Hafen­anlagen von Tobruk sowie gegen Truppenan­sammlungen, Kraftwagenkolonnen und Feldlager bei A g e d a b i a. Bei einem Luftkampf über Malta verlor der Feind ein Jagdflugzeug.

Feindliche Luftangriffe gegen deutsche Handels­schiffe in der Rordsee brachen im Abwehrfeuer der Sicherungsstreitkräfte zusammen. Ein Flugzeug wurde hierbei von der Kriegsmarine abgeschofsen.

Oer italienische Bericht

Rom, 3. März. (DRV.) Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:

An der griechischen Front haben unsere Flugzeuge feindliche Stützpunkte, Verteidigungs- anlagen und Truppeuansammlungen bombardiert.

Jagdflugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben in Luftkämpfen über Malta ein Hurricane-Fluy- zeug abgeschossen.

In Rordafrlka haben deutsche Flugzeuge er­folgreich die Hafenanlagen von Tobruk sowie Trup- penansammlungen, Kraftwagenkolonnen und Zelt­lager bei Agedabia angegriffen.

Feindliche Panzerkraftwagen, die sich Giara­tz u b zu nähern versuchten, wurden durch die Ge- genwirkung unserer Truppen in die Flucht ge­schlagen.

Unsere kleine, vom Feind seil ungefähr einem Monat belagerte Besatzung von K u f r a ist vom Feind auf Grund erneuter Angriffe überlegener Streitkräfte überwältigt worden. Teilen unserer Truppen gelang es, die Einkreisung zu durchbrechen mid in unsere Linien zurückzukehren.

Während der Kampfhandlungen, die zur Erobe­rung von L a st e l r o s s o führten, entwickelte sich heftige Feuertätigkeit zwischen unseren Torpedo­booten und feindlichen Flotteneinheiten. Ein Schnell- boot und ein Zerstörer führten einen erfolgreichen Torpedoangriff auf zwei feindliche Einheiten durch. ' Line weitere feindliche Flotteneinheit^ wurde von unseren Flugzeugen während des feindlichen Lan­dungsmanövers auf der Insel mit einer Bombe mittleren Kalibers getroffen. Alle unsere Einheiten kehrten unbeschädigt an ihre Stützpunkte zurück, einige Mann der Besatzungen wurden verwundet.

In Ostafrika Spähtrupp- und Artillerietätig­keit.

Im Mittelmeer haben unsere Torpedoboote mit Sicherheit zwei feindliche Unterseeboote versenkt.

Im Atlantischen Ozean hat eines unserer U-Boote unter dem Befehl von. Korvettenkapitän Alberto Giovannini drei feindliche Dampfer mlt zusammen 20 000 Tonnen versenkt.

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Ich danke Eurer Exzellenz herzlichst für das freundliche Telegramm und die Glückwünsche für den Führer, die Sie mir anläßlich des Beitritts Bul- gariens zum Dreierpakt gesandt haben. Ich bin überzeugt, daß die Zusammenarbeit der im Dreierpakt vereinigten Mächte sich immer enger gestalten wird und daß die Machtentfal­tung dieser miteinander schicksalhaft verbundenen Nationen die absolute Ge­währ für die Erreichung der von uns in Europa und in Öftesten angestrebten hohen Ziele bietet/

3n der neuen Phase

des Krieges.

Rom, 4. März. (DNB.) Zum Einmarsch deut­scher Truppen in Bulgarien, der weiterhin im Mit­telpunkt der römischen Presse steht, erklärt der

selbst meinen kameradschaftlichen Gruß entgegen« zunehmen/

Der Kaiserlich Japanische Außen-mimster Mat- suoka hat an den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop das nachstehende Telegramm gerichtet:

Auf den Erhalt des offiziellen Telegramms über den Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt beeile ich mich, Eurer Exzellenz meine herzlichsten Glück- wünsche zu diesem triumphalen Erfolg der A ch s e n p o l i t i k auf dem Balkan auszusprechen. Es ist in der Tat ein großes Ereignis von weltweiter Bedeutung, das eine bedeut­same Auswirkung auf die gleichlaufende Diplomatie Zentraleuropas und Ostafiens ausübt. Darf ich Eure Exzellenz bitten, meine Glückwünsche Seiner Exzel- lenz dem Führer auszusprechen."

Reichsaußenminister von Ribbentrop hat mit folgendem Telegramm geantwortet:

auf dem europäischen Festlande fern. In vielen neu­tralen Ländern haben sich maßgebende Stimmen er­hoben, die sich sympathisch für die großen Ziele einer Neuordnung Europas aussprechen. Die Auf­gabe Großdeutschlands und Italiens, die Politik und Wirtschaft der Paktteilnehmer in Europa einheitlich auszurichten, Differenzen zu vermeiden und eine Neuordnung herbeizuführen, entspricht für Ostasien den großen Gedankengängen der japanischen Politik. Reichsaußenminister d Ribbentrop hat beim Staats­akt im Belvedere am 1. März erklärt, gerade das Lebensrecht der dem Pakt angeschlossenen Nationen werde durchgesetzt und sichergestellt gegenüber den Mächten, die im Raumüberfluß lebten, aber zu steril und unfähig seien, diesen Naumüberfluß aus­zunutzen, trotzdem aber den jungen Völkern gegen­über sich weigern, die Neuordnung der Räume vor- j zunehmen. Im Genfer Verein hatten England und Frankreich ein Instrument, um dieses^ alte Begeh­ren der sogenannten Habenichts- Nationen zu er- t füllen, aber sie betrachteten den Genfer Verein als

Instrument des Versailler Diktats und taten nichts, um die Forderungen gerade der kleinen Nationen auf Recht und Gerechtigkeit oder die durchaus ge­rechtfertigten Reoisionsforderungen zu erfüllen. Im Gegenteil, alle Anträge, und Bitten wurden abge­wiesen. D/ unheilvollen Friedensdiktate der Vor­städte von Paris, u.a. auch Neuilly, wo Bulgarien sich 1919 dem brutalen Siegerwillen der Plutokra- tien unterwerfen mußte, wurden von Frankreich als unantastbar, ja geheiligt hingestellt und die eng­lischen Plutokraten haben diese ruchlose These mit der Tat unterstützt. Jetzt sind nicht nur diese Frie­densdiktate zusammengebrochen, sondern auch der Genfer Verein hat zu existieren aufgehört. Die Ver­geltung trifft die Schuldigen. Eine urgesunde Reak» tion gegen die Ueberspannnngen einer Plutokraten- polttik ist im Zuge und wird auch die Machthaber in London beseitigen. Die Großmächte Europas sind in diesem Bestreben und in dieser Zielsetzung einig.

Reichsaußenminister v. Ribbentrop hatte beim Paktabschluß daraus hingewiesen, daß die Macht­fülle der jungen, durch den Berliner Pakt zusam­mengeschlossenen Völker ungeheuer ist. Sie ist die grüßte der Welt. Sie wird jetzt gegen England an» gesetzt, das zur Vernunft gebracht und zum Frieden aezwungen wird. Das tapfere Bulgarien hat mit feinem Anschluß rechtzeitig die Zeichen der Zeit

Direktor desG i o r n a l e d'J t a l i a", Zweck die­ser im vollen Einvernehmen mit der Regierung von Sofia durchgeführten Maßnahme sei, Bulga­rien vor den Drohungen und Machenschaften Eng­lands zu schützen. Man befinde sich bereits inmit­ten der neuen politischen und mili­tärischen Phase des Krieges der Achsen­mächte, die sich im Hinblick auf den Frühling und die bevorstehenden großen Ereignisse durch ihren Dynamismus auszeichne. In dieser neuen Kriegs­phase spiele bas Mi11elmeer ebenso wie der Atlantische Ozean und die britischen Inseln eine hervorragende Rolle. London, wo man das Mittelmeer als den Mittelpunkt des briti- frfjen Weltreiches und als ebenso lebenswichtige Stellung wie das Gebiet des englischen Mutterlan­des betrachte, habe in der Tat imposante Streit­kräfte aus allen Tellen feines Weltreiches im Mit­telmeerraum konzentriert. Es fei natürlich, daß die Achse reagiere und, indem sie den Engländern ebenso viele Kräfte und ebenso viele Plane ent­gegenstelle, die Initiative behalte. Ebenso verschieden wie bezeichnend seien die Reaktionen des Auslandes auf das Ereignis des 1. März: Be­stürzung in London, Ueberrafchung und Enttäu­schung bei den Kriegshetzern der Vereinigten Staa­ten, die immer noch nicht Englands Isolierung in Europa sehen wollen, lebhafte Genugtuung bei den zahlreichen europäischen Verbündeten und Freun­den der Achse. Die Aktion der Achse im Mittel­meerraum bestätige, so betont das halbamtliche Blatt abschließend, die Anziehungskraft der beiden verbündeten Großmächte, die, während sie neue wichtige Dinge vorbereiten, die offene oder still­schweigende Zustimmung aller Völker finden, für die das raschen Ende des Krieges und eine bessere Ordnung in Europa die Hauptziele darstellen.

Bulgariens Stellung in der internationalen Politik.

S o f i a, 4. März. (Europapreß.) Im bulgarischen Rundfunk wurde am Montag eine Erklärung über die Stellung Bulgariens in der inter­nationalen Politik gegeben. Es wurde her- vorgehoben, daß 1. Bulgarien auch weiterhin eine nichtkriegführende Partei bleibe, 2. Bulgarien auch in Zukunft von seiner traditionellen Friedensliebe beseelt sein werde, und 3. Bulgarien an der Errich. tung der neuen Ordnung in Europa Mitarbeiten

Tschechoslowakei, den Türken abgeknöpft haben. Aber von den Oelfeldern Mossuls hat Eden In An- tara fürsorglich geschwiegen. Von anderer Seite ist auch durchgesickert, daß sich Eden geweigert habe, seine Versprechungen'schriftlich festzulegen. Das ist auf das Wort zu glauben. Ein englischer Außen­minister. der die französische Beute verteilt, ist eine wahrhaft bezaubernde Figur. Und außerdem bleibt die Frage offen, ob England die zweite Oelleitung von Mossul in türkische Hände fallen lassen will Die eine Oelleitung endet bekanntlich in dem palä­stinensischen Hafen Haifa, die andere Oelleitung mün­det in den syrischen Hafen Tripolis. Wenn die Eng­länder den Türken die Oelq u eilen von Mossul nicht gönnen, werden sie ihnen dann die Oel- l e 11 u n g durch Syrien gönnen?

Daß Eden glaubt, einen solchen Kuhhandel auch heute noch versuchen zu können, kennzeichnet die primitive Rückständigkeit des englischen Denkens. Die Zeiten sind längst vorbei, da die Probleme deq vorderen Orients nur unter dem Gesichtspunkt der Schaffung von Stützpunkten und Machtposittonen für das Empire betrachtet und entschieden wurden. Diese Auffassung von den Aufgaben einer europäi­schen Großmacht ist nicht nur entwürdigend und un­moralisch, sondern sie ist im 20. Jahrhundert, im Zeitalter der Lebensraumordnung auf natürlichen völkischen und wirtschaftlichen Grundlagen über­haupt nicht mehr haltbar. Wir verstehen ja, daß Eden an feinen und feiner Plutokratengenossen Un­tergang. noch nicht recht glauben will, daß er zu- mindest noch $u retten versucht, was zu retten ist, aber daß er sich gerade an der syrischen Frage die Finger verbrennen will, das hätten wir ihm doch nicht zugetraut.

Der Direktor derDremje", Dr. G re go ritsch, schreibt, daß Großbritannien in dem diplo­matischen Kampf um Bulgarien, der sehr scharf geführt worden sei, bas Spiel oerloren habe. Welche Folgen dies Ereignis auf dem Balkan zei­tigen werde, sei noch nicht ganz klar zu übersehen. Ader es sei wahrscheinlich, daß die Verteidigung des bulgarischen Himmels von der deutschen Luft­waffe und Flak übernommen werde. Vielleicht werde der Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt in Wien endgültig verhindern, daß irgendwelche neue Fronten auf dem Balkan geschaffen würden und der Balkan noch einmal, wie so oft in feiner blutigen Geschichte, zum Schauplatz von Krie­gen werde, die andere aus ihren egoistischen Inter­essen heraus gegen die nächstliegenden Belange der Balkanvölker selbst führten.'In diesem Zu- sammenhange findet der Hinweis Ribbentrops dank­bare Würdigung, daß Deutschland nichts gegen die freie Entwicklung der kleinen Völker habe. Dr. Ho.

Deutsche Panzer rollen über die Donau.

Von Kriegsberichter van Bevern.

(PK.) Bulgarien, 3. März. (DNB.) Sams­tag nachmittag hat uns der Rundfunk aus Wien die Nachricht gebracht, daß Bulgarien die Bekun­dung feiner herzlichen Sympathien für das Deutsche Reich durch den Beitritt zum Dreimächtepakt ge­frönt hat. Damit findet die Waffenbrüder­schaft, die die Preußen des Nordens und die Preußen des Balkans", wie man die Bulgaren nennt, im vierjährigen Ringen des Weltkrieges ge­schmiedet haben, erneut eine männlich-soldatische Bestätigung. Männer, die gewohnt find, das Schwert zu führen, haben sich die Hände gereicht, um b e n Trieben des Balkans vor ben Englän­dern zu sichern und auch in biesem Raume Europas die Neuordnung des alten Erbteils zu un­terbauen. Diese Neubelebung ber deutsch-bulgori- schen Wasfenbrüberschaft fand am Sonntagmorgen ihren sichtbaren Ausbruck burch das E i n r ü ck e n schneller deutscher Truppen in den bul­garischen Raum. Damit überschritten zum ersten Male feit 1918 deutsche Truppen wieder die untere Donau.

Im ersten Morgengrauen Nebelfetzen geistern noch über die trübgelben Fluten der behäbig dahin­gleitenden Donau stehen wir auf dem Nord­ufer auf rumänischem Gebiet, und die Türme und Dächer der benachbarten bulgarischen Stadt beuten sich nur in einer oerschwimmenden Silhouette an. Lastkähne finb am Pier feftgemacht, die Aufbauten größerer Schiffe stehen wie Striche im Morgendunst. Das Überschwemmungsgebiet der Donau mit feinen umfassenden Deichbauten, die gegin die Gewalt des Wassers gesetzt sind, haben wir hinter uns gelassen und stehen nun bewundernd auf dem Meisterwerk deutscher Pioniereinheiten, die in kurzer Zeit den Strom mit großen Lastkähnen, mit männerstarken Bohlen und Streben überwun­den haben.

Oftmals im Laufe der Jahrhunderte hat man bie Donau burch Brückenbauten in Fesseln geschlagen. Aus ben Iahrhunberten vor unserer Zeitrechnung ragen vor allem Darius I., ber Perserkönig, unb Alexanber der Große mit ihren Heerzügen über die Donau hervor. Später waren es bie Römer, bie Ostgoten, die Türken und in ber neueren Geschichte wieder die Osmanen, die Russen, Bulgaren, Rumä­nen, bie kriegerische Operationen zwangen, ihren Weg über bie Donau zu nehmen. Unmittelbar in unserer Erinnerung stehen aber noch die lieber- Gänge während des Weltkrieges, vor allem ber Uebergang ber Heeresgruppe von Mackensen in ben Tagen vom 22. bis 26. November 1916 bei Svistov, und am Ende des Weltkrieges ber Uebergang ber von der mazedonischen Front zurückkehrenden deut­schen Truppen bei Lom und Ruse.

Allein von der Wende des 18. Jahrhunderts bis zum Weltkrieg find 25 mal Kriegsbrücken in nörb- licher und südlicher Richtung über bie Donau ge­schlagen worben, aber b i e f e Kriegsbrücke, die wie ein mächtiges Banb vor uns liegt, hat keine Vor­gänger. Sie ist der Gipfelpunkt aller Erfahrungen, bie unsere Pioniertruppen in friebensmäßiger Schulung unb im harten Einsatz bes Westfelbzuges gesammelt haben. Und berechtigter Stolz beseelte alle biefe kernigen Männer nut ber schwarzen Litze, als gestern zum ersten Male auf dieser Kriegs­brücke über die untere Donau bie Reichskriegsflagge in feierlicher Flaggenparabe gehißt wurde unb mit ihrem sieghaften Flattern auch biefen Raum des Balkans unter ben Schutz ber deutschen Waffen nahm.

Aber jetzt ist keine Zeit mehr, den Blick rückwärts zu wenden: Unsere Truppen rollen an! Pfeilschnelle Flugzeuge wirbeln über uns hinweg unb werden vom Dunst unb Nebel verschluckt. Auf­klärer ziehen ihre Bahnen. Da sind bie ersten Ein­heiten ber Erbtruppe, Solbaten der Aufklärungs­abteilung, Kradschützen, Pioniere, Panzerjäger, Män­ner der Schützenregimenter und der Nachrichten­einheiten, Artillerie unb nun bie Panzer aller Größen, bie dieser Kampfgruppe den Namen gegeben haben.

Die Männer, die hier auf ihren Fahrzeugen Ge­wehr und MG. umfassen, die ihre Kräder über die Bohlen steuern, die so jugendfroh auf ihren Pan­zern stehen, sie haben an ihre Fahnen Namen ge­heftet, bie immer vorn Ruhm beutscher Waffen er­zählen werben. Alle biefe entscheibenben Schlachten werben wieder in uns lebenbig, wenn bie Panzer, bie Panzergeschütze unb bie Sturmartillerie an uns vorüberrasseln.

Sie rollen auf den dumpf dröhnenden Bohlen ber deutschen Kriegsbrücke über bie Donau in das oerbünbete Bulgarien, beffen Menschen uns zujubeln wie einem guten Freund, ben man nach langen Jahren wiebersieht. Ungeheurer Schwung beseelt bie Männer und bie Waffen, die neues deutsches Soldatentum verkörpern. In ihren Seelen wohnt der Sieg, der Schlag ihrer Herzen heißt Tapferkeit, und beides klingt zusammen, zu dem unbeugsamen Willen, England entscheidend zu vernichten. Der Führer hat gesagt, wir werden England da angreifen, wo es sich zeigt. Fragt diese Männer der Panzergruppe, bie im ersten Morgen­licht bes jungen März mit ihrem Marsch über die Donau eine Stellung gegen England beziehen,

Das Crfolgsgeschrei der britischen Presse vor, während und nach Edens Besuch in Ankara stand von vornherein in einem merkwürdigen Ge­gensatz zu der völligen Inhaltsleere der politischen Erklärungen, welche ber englische Außenminister in der Türkei abgab. In London - sprach man zwar geheimnisvoll von militärischen Besprechungen und Abmachungen zwischen englischen und türkischen Generalstäblern. Aber wann hätten solche Gerüchte nicht einen festen Bestandteil der britischen Agita­tion gebildet?

Der Korrespondent einer jugoslawischen Zeitung hat nun allerdings des Rätsels Lösung entdeckt unb bamit ber Weltpresse eine wirkliche (Sensation ge­liefert. Wenn es nämlich wahr ist, was bie Bel- grober23 r e m e" in einem Eigenbericht aus An­kara zu melben weiß, dann bestand ber eigentliche Zweck der Reise Edens darin,die politischen Vor­aussetzungen für die Besetzung Syriens durch englische Truppen und so die erwünschte Verbin­dung zwischen Aegypten unb der Türkei für ben D urch m arfch britischer Truppen zu schaffen." Interessant ist nun, wie Herr Eben sich bie Durchführung seines Planes gebucht hat. Er will nämlich, wieVreme" weiter berichtet, bas türkische Einverstänbnis durch bas Versprechen erlaufen, baß Syrien nach Kriegsende den Türken überlassen wird. Die Franzosen dagegen, die gegenwärtig noch Mandatsherren in Syrien finb, scheint Herr Eben entweber überhaupt nicht fragen, ober durch bas Versprechen töbern zu wollen, baß Syrien nach Kriegsenbe mieber an Frankreich zurückgegeben werbe. Denn welche Grünbe hätte Englanbs Außen- minifter sonst gehabt, die von ben Türken ver­langte schriftliche Formulierung seines an die Türkei gegebenen Versprechens ausbrücklich mit Rücksicht auf bie Rückwirkungen in Frank­reich" einstweilen abzulehnen? Man sieht, es ist bie alte Gaunermethobe, bie Englanbs Politiker in ber Vergangenheit so häufig mit Erfolg (man benfe an Palästina!) angewendet haben und deren Opfer jetzt wieder ein Land des vorderen Orients werden soll; nämlich die Methode, ein bestimmtes Gebiet, das England garnicht gehört, zu­nächst verschiedenen fremden Anwärtern zu ver- sprechen, um es bann am Enbe weder dem einen noch dem anderen zu geben, son­dern es als jüngstenSchutzstaat" dem britischen Emvire einzuverleiben.

Eden hatte die Möglichkeit gehabt, den Türken sofort ein erhebliches englisches Zugeständnis zu machen. Es wäre doch schön gewesen, wenn er ben Türken bie Delfelber von Mossul an­geboten hätte, die die Englänber mit Hilfe des Völkerbundes und ... einesSchiedsspruches" des Herrn Eduard Benesch, einstmals Präsidenten der *

erkannt, und wenn unser Reichsaußenminister der Uebergeugung Ausdruck gab, oiefer Staat werde nicht ber letzte fein, ber sich bem neuen biplomali- fchen System anschloß unb freubig feinen Beitritt vollzog, bann hat biefe Hoffnung ganz bestimmte Gründe. Bulgarien ttat diesem Pakt bei, als ber Sieg noch nicht voll erfochten war, in ber sicheren Erwartung, er werbe halb zu einem Enbsieg wer­ben. Das ist eine Hanblungsweise, bie nicht hoch genug eingeschätzt werben kann. Die noch nicht offiziell angeschlossenen europäischen Staaten aber müssen sich überlegen, baß mit der Hinauszögerung ihres Beitrittstermines auch dessen Wekl umso ge­ringer wird, da auch in der Politik genau so wie im bürgerlichen Leben der mehr vom Leben hat, ber zur rechten Zett unb in klarer Erkenntnis et­was riskiert, statt in schwankenber Unentschlossenheit hinter ben Ereignissen herzulaufen. 8.

Glückwunschtelegramme an den Führer.

Berlin, 3. März. (DNB.) Seine Majestät König Boris von Bulgarien hat folgendes Tele­gramm an ben Führer gerichtete

Gerührt banke ich Eurer Exzellenz für Ihre warmen Begrüßungsworte anläßlich des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt, der ein neues freundschaftliches Band zwischen unseren beiden Völ­kern darstellt. Ich bitte Euer Exzellenz, aus dem­selben Anlaß meineaufrichtig st enWünsche entgegenzunehmen für Ihr persönliches Wohlergehen unb die glückliche Zukunft des großen deutschen Volkes. Boris."

- Der japanische Ministerpräsident Fürst Ko,- noye hat bas folgende Telegramm an den Füh'- re r gerichtet:

Anläßlich bes Beitritts Bulgariens zum Drei­mächtepakt erlaube ich mir, Eurer Exzellenz meine vllerherzlichften Glückwünsche auszu- fvrechen. Zur gleichen Zeit bringe ich meine größte Freude über den großen Erfolg Deutschlands im Balkan zum Ausdruck. K o n o y e, japanischer Mini­sterpräsident."

Ferner richtete der Königlich Bulgarische Minister­präsident F i l o f f das nachstehende Telegramm an den Führer:

Im Augenblick, in welchem ich das gastfreund­liche Gebiet des Großdelltschen Reiches verlasse, drängt es mich. Ihnen, Herr Reichskanzler, meinen h e r Z l i ch st e n Dank für den warmen Empfang, den ich bei Ihnen gefunden fyabe, auszusprechen. Ich bin üoerzeugt, daß der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt die freundschaftlichen Be­ziehungen, die immer zwischen Deutschland und Bulgarien bestanden haben, noch fester und inniger gestalten und auf diese Weise zum gemeinsamen Wohl unserer beiden Völker beitragen wird. F i l o f f. Königlich Bulgarischer Ministerpräsident." Frloff, Eiano und Matfuoka

an Ribbentrop.

Salzburg, 3. März. (DNB.) Bei seiner Rück­kehr von Wien nach Sofia sandte der bulgarische Ministerpräsident F i I o f f folgendes Telegramm an den Reichsminister des Auswärtigen von Rib. b e n t r o p :

Bevor ich das Gebiet Großbeutschlands verlasse, wo ich eine so warme unb gastfreundliche Aufnahme gefunden habe, empfinde ich es als eine angenehme Verpflichtung, Euer Exzellenz auf das h e r z l i ch st e zu danken für die freundschaftlichen Gefühle, die Sie mir gegenüber, gezeigt haben. Die feierliche Vollziehung bes Beitritts Bulgariens zum Drei­mächtepakt, bie unter Ihrer Leitung ftattgefunben hat, stellt einen h i st o r i s ch e n A k t bar, der zwei­fellos eine tiefe Spur in ben Beziehungen unserer beiden Länder hinterlassen wird."

Der italienische Außenminister Graf C i a n o hat beim Verlassen deutschen Gebietes folgendes Telegramm an ben Reichsaußenminister gesandt:

Im Augenblick der Rückkehr nach Italien habe ich den Wunsch, Ihnen, lieber Ribbentrop, nochmals aufs Lebhafteste für ihre zuvorkommende und freundschaftliche Aufnahme zu danken. Ich bin glück­lich, erneut mit Ihnen in voller Ueberein» ft i m m u n g ber Auffassungen unb Ziele an bem Abschluß eines Aktes mitgewirkt zu haben, der eine neue und bedeutende Etappe an bem Werk barstellt, bas ber Führer unb ber Duce für eine gerechtere Neuorbnung unb ein gesichertes Zu­sammenarbeiten ber Nationen Europas vollbringen. Ich bitte Sie, lieber Ribbentrop, bem Führer den Ausdruck meiner Ergebenheit zu übermitteln und