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Erste deutsche Truppen in Bulgarien
Von Kriegsberichter Paul Broszie.
Karte von Bulgarien mit Grenzländern. — (Scherl-BUderdienst-M.)
Ich darf als bekannt voraussetzen, in welch bru-
v ö l k e r u n g mit lautem Hurra. In einigen Ort-
der deutschen Wehrmachtapparate.
Zur linken Hand versinkt die Sonne langsam hinter den Hügeln. Und es wird daher sofort emp. findlich kalt Die ganze Nacht und ein Tag, viel-
Sinne des Begriffs der neue Gau zu einem „Bollwerk des Deutschtums tpi Osten" sich formen.
geben.
Alles rollt mit der Präzision einer Maschine.
Deutsche Soldaten freudig begrützt.
sondern auch gern unterstützt. An allen Brücken stehen plötzlich Sicherheitsposten, größere und Heinere Kolonnen passieren ungehindert das Land. In den Städten und Verkehrsmittelpunkten gibt es feinerleit Stockungen. Alles rollt mit der Präzision einer Maschine. „Germamsche Technik" sagen die Bulgaren. Blumen, Schneerosen und Veilchen befinden sich bereits an den Röcken und Mützen unserer Feldgrauen, denen die Jugend, besonders Gymnasiasten und Dauernkinder, diese Gaben darbringen. Die Jugend ist es auch, die interessiert und sachkundig in alle Kraftwagen hineinschaut, sich mit ihrem Schuldeutsch den Mechanismus erklären läßt und die gern Hand anlegt, eine Fahne zu hissen oder einen Mast aufzurichten. Die ältere Generation, zumeist Weltkriegsteilnehmer, übt ihr Recht der Gastfreundlichkeit: Deutsche Trupps oder Einzelfahrer werden ins Haus gebeten und bewirtet. Im übrigen läuft das bulgarische Leben seinen gewöhnlichen Gang.
„D as bulgarische Volk in Stadt und Land begrüßt begeistert die deutschen S o ld a t e n." Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht das Abendblatt „D u m a" einen Bericht über das Einrücken der deutschen Truppen in Bulgarien. Darin wird eingehend geschildert, wie die bulgarische Bevölkerung die deutschen Truppen allenhalben mit spontaner Begeisterung begrüßt. Mit . lachenden Gesichern marschieren, so heißt es in dem ; Bericht u. a., die Soldaten des mit uns befreundeten , heldenmütigen Großdeutschen Reiches in Bulgarien : ein und beantworten die I u b e l r u f e der B e -
ergraute bulgarische Veteranen in den Offizieren der einrückenden deutschen Truppen chre Kriegskameraden ausdem Weltkriege erkannten. Den Deutschen wurden Blumen zugeworfen, die sie sofort an ihren Waffenröcken befestigten. „Fortsetzung des Weltkrieges."
Ein Artikel des Generals Schekoff.
Sofia, 4. März. (DNB. Funkspruch.) General Schekoff, der Oberbefehlshaber der bulgarischen Armee im Weltkrieg, veröffentlicht in der Abendzeitung „Duma" einen Leitartikel über den Beitritt Bulgariens zum Dreier Pakt, in dem es u. a. heißt, dieses Ereignis sei eine logische Folge alles dessen, was in dem gegenwärtigen gigantischen Kampf gegen das Alte und Ueberlebte, das verschwinden müsse, um einem auf neuen Grundsätzen des zwischenstaatlichen Rechtes und der Gerechtigkeit aufgebauten Europa Platz zu machen, geschehen sei und noch geschehen werde. Bulgarien habe sein Schicksal mit' demjenigen Deutschlands schon während des Weltkrieges verknüpft. Infolgedessen könne es auch dem Verlauf des jetzigen Krieges, der auch für Bulgarien bloß eine Fortsetzung des Weltkrieges bedeute, nicht gleichgültig gegenüberstehen. Indem Bulgarien seine Beziehungen zu den Großmächten neuorbne, erfülle es eine Ehren» pflicht gegenüber dem großen deutschen Volk, das berufen sei, durch Harles Ringen eine neue Welt des Rechtes und der Gerechtigkeit aufzubauen.
Ich darf wohl als im allgemeinen bekannt voraussetzen, daß damals dem unglücklichen Oberschle- fien furchtbare Wunden geschlagen wurden: Jede Innere Bindung war zerrissen, national, wirtschaftlich und kulturell Zusammengehöriges durch zeitweise unübersteiabare Grenzen getrennt worden. Alle natürlichen Absatzgebiete waren nahezu restlos verlorengegangen. Zwar ließ sich das oberschlcsische Deutschtum nicht unterkriegen und rang mit aller Kraft um seine seit mehr als siebenhundert Jahren gehaltene Position. Ader sie wurde namentlich in den letzten zwanzig Jahren immer mehr aus dem unter fremde Botmäßigkeit geratenen Vorraum heraus berannt. Und die Behauptung läßt sich unschwer beweisen, daß ohne den Siegeszug des Nationalsozialismus und ohne dar geniale Eingreifen des Führers der dem Reiche verbliebene Teil — also Preußisch-Oberschlesien — auf nahezu verlorenem Posten gestanden hätte.
Ich habe schon eingangs erwähnt, daß Oberschlesien auch die unerläßliche Geschlossenheit der Verteidigungskräfte mangelte. Auch dies war die Schuld 'der liberalistisch-parlamentarifchen Epoche. Oberschlesien teilte das Schicksal aller Kolomsations- länder-, vielfältige Blutströme hatten sich im Laufe der Jahrtausende in seinen Raum ergossen, zuerst germanische, dann slawische und seit dem 12. Jahrhundert wieder germanisch-deutsche aus allen Gauen des Reiches. Hieraus wuchs der schlesische Stamm empor, nach seiner Herkunft und in seinem Brauchtum vielfältig, nach seinem Charakter, seiner Kultur und seinen zivilisatorischen Lebensäußerungen aber zu einer Einheit geformt.
Auch die im Hausgebrauch das sogenannte „Wasserpolnisch" sprechenden Bevölkerungsteile waren gut preußisch und damit gut deutsch gesinnt und hatten sich längst in den deutschen Kulturgeist eingefugt. Denn ihre Sprache — ein auf früher Entwicklungsstufe stehengebliebenes slawisches Idiom mit immer zahlreicher gewordenen deutschen Sprachbestandteilen — bildete dafür kein Hindernis, mußten doch Hochpolen, wenn sie sich mit ihren „unerlösten Brüdern" in Schlesien verständigen wollten, sich der deutschen Sprache bedienen. Sicher hätte sich auch dieser sprachliche Rest aus der Zeit der Völkerwanderung unter dem Einfluß der starken deutschen Kultur in einen der vielfältigen schlesischen Dialekte ge- wondelt, wenn nicht eine heute unverständliche Selbstsucht ganzer Kolonistengenerationen und später religiöse und parteipolitische Eigenbrötler dieses „Gut der Vergangenheit" für ihre Zwecke mißbraucht hätten. Nur so war es möglich geworden, daß die um die Wende des 20. Jahrhunderts aus Posen nach Oberschlesien hereingetragene national- polnische Propaganda Fuß fassen und im Jahre 1912 sogar vier Abgeordnete in den.Deutschen Reichstag entsenden konnte. Nach der Teilung Oberschlesiens wurde in dem allerdings um ein Drittel verkleinerten Gebiet dieser „Rekord" selbst im Preußischen Landtag, in dem auf 50 000 Wähler ein Abgeordneter entfiel, anstatt auf 60 000 im Reichstag, nie wieder erreicht, desto ernster und gefährlicher wurde jedoch das nationale Ringen um Oberschlesien von außen her geführt.
bester Steinkohle — dem größten zusammenhängenden Kohlenvorkommen des Reiches — wird eine entsprechende Industrie geschaffen werden, die von einem Landwirtschaftsgürtel umgeben sein muß, der die Ernährung sicherstellt. Hierfür ist namentlich zur : polnischen Zeit so gut wie nichts geschehen; eine durchgreifende Agrarreform sowohl auf dem Gebiete der Grund- und Bodenverteilung — riesigem Groß- besitz steht vielfach eine absolut untragbare Zwergwirtschaft gegenüber — als auch hinsichtlich der zlr» beitsmethoden ist unbedingt erforderlich. Und auch hierführ wird naturgemäß der deutsche Mensch die Voraussetzungen schaffen müssen.
Der neue Gau Oberschlesien geht an all diese Arbeiten nach wohlerwogenen Plänen heran. Es kann niemals die Rede davon sein, daß er eine Art deutsches „Goldgräberland" wird, in dem wahllos Kräfte mit dem einzigen Ziel wirken, Kolonisationspolitik im alten Sinne zu treiben, die mit Ausbeutertum verzweifelte Ähnlichkeit auswies. Wer in und für Oberschlesien arbeitet, der muß mit dem heißen Willen kommen, hier eine Heimat zu finden, sein Bestes zu geben und dem Lande und feinem Deutschtum — und damit dem Großdeutschen Reiche — zu nützen. Der muß unerschütterlichen Willens sein, das „Bollwerk" mit auf- und ausbauen zu helfen, damit er feine ihm vom Führer gewiesene Aufgabe erfüllen kann. Denn die oberschlefifche Entwicklung muß nunmehr — bildlich gesprochen — dort wieder einfetzen, wo sie nach Abschluß der großen ostdeut- schen Kolonisationsbewegung im vorigen Jahrhun- hundert unterbrochen wurde. Das heißt natürlich keineswegs, daß der auch mit Naturschönheiten verschwenderisch ausaestattete oberschlesische Gau im gesamtschlesischen Lebensraum in der Zwischenzeit zivilisatorisch stehengeblieben wäre, wohl aber, daß er seinen in den vergangenen Perioden oft hart um» kämpften deutschen Charakter, wo es noch not ist, so vertiefen und verankern muß, daß er in alle Zukunft nie wieder angetastet werden kann, und daß vom äußersten Westen bis zum äußersten Osten des : Reiches ein national, wirtschaftlich und kulturell ab» > solut einheitliches Niveau gegeben ist, trotz aller hei- ‘ matbedingten und damit berechtigten Unterschiede ' und Verschiedenheiten.
Man hat auch in früheren Zeiten von Schlesien Im allgemeinen und von O b e r s ch l e s i e n im besonderen als von einem „deutschen Bollwerk im Osten" gesprochen, leider wohnte dieser Feststellung aber ein starker phraseologischer* Beigeschmack inne. Denn dieses „Bollwerk" besaß weder — um in der militärischen Ausdrucksweise zu bleiben — das erforderliche Glacis zur Verteidigung, noch die unerläßliche Geschlossenheit der Verteidigungskräfte. Namentlich Oberschlesien — von ihm habe ich hier nur zu sprechen — war zum Torso geworden. Einst hatte sich der oberschlesische Raum von der Glotzer Neiße bis zu den Beskiden und in das Vorfeld von Krakau erstreckt, geographisch und geologisch gehörten vom ehemaligen Rußland das Dom- vrowaer Kohlengebiet ebenso wie die österreichischen 1 Herzogtümer Bielitz und Teschen sowie Teile Mährens hierzu. Doch selbst Friedrich der Große hatte im Berliner Frieden vom 28. Juli 1742 nicht vermocht, die Einheit Oberschlesiens sicherzustellen Und das Versailler Diktat sowie der ihm nach der Volks- abftimmung vom 20. März 1921 folgende Genfer Entscheid vom 20. Oktober des gleichen Jahres zerstückelten Oberschlesien in geradzu sinnloser Weise. Nachdem schon vorher das Diktat von Saint-Germain vom 10. September 1919 in gleicher Weise mit dem alten österreichischen Anteil verfahren war.
Deutsches Zukunstsland Oberschlesien
Von Gauleiter Fritz Bracht, Kattowitz.
Die hierbei zu lösenden Probleme sind vielfalttg und nicht immer leicht zu meistern. Da ist zunächst das Deutschtum des Gaues dessen Größe und De- völkerungszahl sich gegenüber dem früheren preußischen Antell an Oberschlesien mehr als verdoppelt und verdreifacht hat. In seinem Wollen und Fühlen gleich, weist es doch verschiedenartige Traditionen auf, preußisch-deutsche einerseits, altösterreichische anderseits. Die jungen Generationen aber, die unter fremder Herrschaft geboren wurden und heran- wuchsen, haben zum großen Teil die Segnungen deutschen Wesens überhaupt nur aus der Ferne gesehen. Hier ist nun die dringlichste Aufgabe von Partei und Staat, den erforderlichen Ausgleich zu finden, ohne wertvolle charakterliche Eigenarten und naturgegebenes Volks- und Brauchtum zu verwischen. Es zeigt sich aber jetzt schon, daß in dieser Hinsicht keine Schwierigkeiten bestehen, im Gegenteil nur ein Gewinn durch die gegenseitige Ausrichtung im nationalsozialistischen Ideengut herauswächst.
Weit komplizierter liegen die Verhältnisse auf dem Gebiet der Volkstumsarbett, die bestimmt ist, die Spuren fremden volkstumsmäßigen Einflusses zu beseitigen. Wenn auch der Großteil der polnischen Einwanderer und Ausbeuter mit dem fliehenden Po- lenheer aus den heimgekehrten Gebieten verschwand, verbleibt doch zur Erziehung der für ein deutsches Oberschlesien selbstverständlichen Homogenität eine Urtmenge sorgfältig sichtender und ordnender Arbeit im großen wie im kleinen. Zum Teil werden auch neue völkische Kraftströme dem alten deutschen Kulturgebiet zugeführt werden müssen.
Dies greift bereits in den oberschlesischen Wirtschaftssektor hinüber. Immer wieder muß betont merken, daß der neue Gau deutsches Zukunftsland und in feinem natürlichen Reichtum eines der bedeutungsvollsten Reichsgebiete darstellt. Denn auf der Grundlage der mehr als 200 Milliarden Tonnen
(PK.).....3. März. (DNB.) Ich stehe auf der
bulgarischen Seite der Donau und schaue hinab auf den 'Fluß und auf das gegenüberliegende rumänische Land. Eine breite Pontonbrücke zieht sich vom jenseitigen Ufer zu uns herüber und em nicht endender Strom deutscher Müitärfayrzeuge fährt nun bereits seit Stunden hinein in das befreundete Bulgarien. Die Einwohner der umliegenden Dörfer sind am Ufer zusammengeströmt und begrüßen voller Freude die deutschen Soldaten, die unter den Klängen einer Militärkapelle zuerst dieses Land betreten. Seit den frühen Morgenstunden warten sie bereits und warten noch jetzt, wo die Sonne schon schräg am Himmel steht. Man fühlt in Bulgarien noch etwas von der Waffenbrüderschaft des Weltkrieges, und der Empfang der deutschen Soldaten ist hierfür der beste Beweis.
Während noch kurz vorher Schnee ' und Regenstürme über das Donautal zogen und den Bau der Brücken zu einer bemerkenswerten Leistung der Pioniere machten, zieht heute strahlender Sonnenschein über das flache Land an der rumänischen und das hügelige Land an der bulgarischen Seite des Stromes. Neben der Brücke gehen eine Reihe von Kolonnen in Fähren über den Fluß. An beiden Ufern sind Fliegerabwehrkräfte eingesetzt, um gegebenenfalls einem feindlichen Angriff wirksam entgegentreten zu können. Drüben liegt das Gebäude der Donaudampfschisfahrtsgesellschafl und davor ein großer weißgestrichener Dampfer, durch das Rote Kreuz am Schornstein als Lazarettschiff gekennzeichnet. Den Strom hinauf und hinunter gehen die Fähren, an den Ufern sind Materiallager aufgestellt, ständig rollen die Kolonnen. Die Bevölkerung strömt aus nah und fern herbei, es ist ein Leben und Treiben, wie es dieses Fleckchen Erde noch niemals gesehen hat. Don unten herauf klingt die Kapelle eines Infanterieregiments. Hinter mir, in einem kleinen Bauernhaus, klingen die Telephone
zu werfen.
Die Ereignisse nach dem 1. September 1939 haben in alledem nun gründlich Wandel geschaffen. In raschem Siegeszuge rissen die Regimenter des Führers künstliche Grenzen nieder. Und nach fünf- vierteljähriger „Aufräumungs- und Ordnungsarbeit" ist nun auf des Führers Befehl Ober chlesien in seinen ursprünglichen geographischen Grenzen wieder geeint und seiner geopolitischen Bedeutung entsprechend gestaltet worden. Endlich kann die Entwicklung Oberschlesiens in seiner ganzen Ausdehnung nach einheitlichen nationalpolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Grundsätzen und Richtlinien geführt werden. Nun erst kann im wahren
Sie Völker am Scheideweg.
Unmittelbar nach dem Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt sind deutsche Truppen als Sicherung gegen die bekannten englischen Absichten zur Erhaltung des Balkanfriedens in Bulgarien einmarschiert und dort mit spontanem Jubel begrüßt worden. Selbst Reuter muß die Tatsache der jubelnden Zustimmung der Bulgaren zu ihrem Paktbeitritt und die herzliche Aufnahme der deutschen Truppen erwähnen. Das englische, sonst in Lügen erstklassige amtliche Telegraphenbüro kann also nicht mehr die britische Propagandabehauptung aufrechterhalten, dre bulgarische Aktion erfolge gewissermaßen unter Dem furchtbaren Druck der Nazimacht.Nichts kann deutlicher die Freude zeigen, mit der das bulgarische Volk sich hinter die Entschlüsse ihrer Regierung stellt, als der Jubel darüber, daß Bulgarien nunmehr auch osft- ziell der Verbündete der Achsenmächte geworden ijt
Der Paktanschluh Bulgariens hat in angelsächsischen Kreisen gewirkt, als sei ihnen plötzlich der Balkan auf den Kopf gefallen. Die Direktionslosigkeit der angelsächsischen Blätter wird an dieser Tatsache sonnenklar. Während Reuter notgedrungen der Wahrheit die Ehre gibt, ergehen sich von den „Times bis zum „Daily Herald" die englischen Gazetten tn den gewohnten infamen Verdächtigungen der Achsen» Politik, in der Unterstreichung der englischen Völkerliebe und düsteren Drohungen gegen Bulgarien. Auch die nordamerikanische Hetzpreste entlockt ihren Jerichoposaunen mißklingende Töne. Das ist also nichts Neues. Aber die Ueberrafchung wird um so sichtbarer, als sich diese Judenpresse sehr intensiv mit Lobhudeleien der von Churchill angeregten Edcn- Mission in Ankara beschäftigt hatte und Eden bereits wochenlang Weihrauch streute und ihn mit Vorschußlorbeeren bekränzte. Die plötzliche Abreise des englischen Außenministers von Ankara und seine verlegene, nichtssagende und gar nicht politisierende Erklärung vor der türkischen Presse beweisen wohl mit Sicherheit, daß selbst Edens Selbstgefälligkeit schwer getroffen ist und er sicherlich das Gefühl hat, abermals tu spät "-kommen Zu sein
Nach dem Beitritt Bulgariens stehen nur noch wenige Staaten dem Kraftstrom des Dreierpaktes
schlesischem Landesteil war k .....
besser. Es leuchtet ein, daß auf die Dauer — vor allem durch die massenhafte Unterwanderung aus dem ehemaligen Kongreßpolen und aus Galizien — das deutsche Bild Oberschlesiens — den ober- schlesischen Raum als Ganzes betrachtet — immer mehr fremde Züge erhielt. Und diese UeberfremDung begann infolge der starken wirtschaftlichen Verslech- tung, die sich nach Beendigung des siebenjährigen deutsch-polnischen Zollkrieges allmählich wieder an- gebahnt hatten, auch in das Reichsgebiet Schatten
taler Weise das Deutschtum in den polnisch gewor- leicht noch viel länger, wird so der Strom der deut- benen Gebieten verfolgt und dezimiert wurde, auch scheu Fahrzeuge weiter über diese Brücke und Oie in den unter tschechischer Kontrolle geratenen ober- Fähren gehen. Die Kapelle hat ihre Instrumente ....... ~ es häufig nicht viel eingepackt, der Fluß ist m em rotes Licht gehüllt, - 11 ~ ' -- ! eine Kolonne leichter Flak schraubt sich gerade von
der Brücke zum Hügel hinauf. Ich schaue auf die Tausende von Stahlhelmen, in deren Mitte sich Die Abwehrkanonen erheben. Drüben fährt gerade auf der Brücke eine Luftnachrichtenabteilung, voran Die Flagge. Das Keuchen ihrer Motoren höre ich noch, als ich in Dem kleinen Raum Des Bauernhauses sitze, umgeben von den ganzen Familienmitgliedern des' Bauern, sowie den Soldaten der Nachrichtenabteilung, Die diesen Bericht in Die Heimat durch-
Sofia, 4. März. (DNB. Funkspruch.) Seit dem Morgen Des Montag, bekanntlich eines bulgarischen Nationalfeiertages, hat sich die Bevölkerung an die Germanen", wie Die deutschen Truppen heißen, gewöhnt. Kraftwagen werden freudig begrüßt, oft den Straßen und Plätzen werden nicht nur bestaunt, schäften konnte man rührende Bilder erblicken, als


