Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Feldsalat 10, Endivien, das Stück 10 bis 15 Rpf.
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*♦ Eine öffentliche Abendvorlesung der Universität am heutigen Mittwoch bringt einen Dortrag von Professor Dr. Vollrath über das Thema „Englische Schlagworte und die Sprache der Tatsachen". — 3m Nahmen der wehrwissenschaftlichen Vorträge der Universität wird Prof. Dr. Vollrath am morgigen Donnerstag einen Vortrag über das Thema „Marlbourough und Wellington" bringen.
♦♦ E i n Paket mit Pralinen g e ft o h l e n. Am vorigen Samstag spät abends stahlen drei Jugendliche aus dem Hausflur eines Cafäs in der Neuen Baue ein Paket mit 80 Packungen Pralinen. Den „süßen Raub" schleppten sie an das Ufer der Lahn in der Nähe der Lahnbrücke, wo sie au- dem Paket einen großen Teil der Pralinenpackungen
Herausnahmen und unter sich verteilten. Dann verstauten sie das Paket mit dem erheblichen Rest der Packungen unter der Bank in der Absicht, am Sonntag früh auch die übrigen zu holen und unter sich zu teilen. Jedoch kam ihnen ein anderer Jugendlicher, der am Sonntag ganz früh an der Bank vorbeikam und das große Paket sah, bei dieser Teilung zuvor, denn er nahm die restlichen Packungen bis auf we- nige Stück mit sich fort. Als das Trio später an Ort und Stelle nachsah, land es nur noch einige wenige Schachteln vor. Der Kriminalpolizei gelang es, die drei Spitzbuben und auch den vierten „Teilungspartner" vom Sonntag früh zu ermitteln und einen ganz kleinen Rest des Raubes sicherzustellen, während der größte Teil der Packungen den unrechtmäßigen Besitzern und ihren Angehörigen bereits gut geschmeckt hatte. Nach dem Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen wird gegen die drei Diebe eine Diebstahlsanklage und gegen den vierten Teilhaber vom Sonntag früh eine Anklage wegen Fundunterschlagung folgen.
der Dunkelheit hoch im Südosten. Sein rötliches Licht wird allmählich schwächer, da Mars sich von der Erde immer weiter entfernt. Ende Dezember ist er nur noch so hell wie Saturn. Den Südwesthimmel beherrscht mit wunderbarem Glanz V e ° n u 5 als Abendstern. Mit der Annäherung an die Erde steigert sich ihre Leuchtkraft noch und erreicht am 29. Dezember ihr Höchstmaß. Venus ist dann rund 60 mal Heller als Wega, der Hauptstern der jetzt im Westen herab sinkenden Leier. Erst 3'/-Stunden nach der Sonne geht Venus unter.
Am abendlichen 'Fixsternhimmel sind gegen 21 Uhr die herrlichen Wintersternbilder über dem östlichen Horizont emporgestiegen. Unstreitig das schönste von ihnen ist der Orion, ein hochkant gestelltes Viereck, in dem links oben die rötliche Beteigeupe, rechts unten der bläulich weiße Rigel als hellste Sterne strahlen. Drei in einer schrägen Linie stehende Sterne bilden den Gürtel des Orion, unter dem der Orionnebel als heller Lichtfleck in mondlosen Nächten mit freiem Auge sichtbar ist. Unmittelbar über dem Orion zieht die Milchstraße entlang. Auf dem Grunde des zarten Lichtbandes sehen wir die Sternbilder Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus, Kassiopeia, Kepheus, Schwan und
Adler, die wir bereits in den Herbstnächten aus. giebig beobachten konnten. Am Nordwestrande der Milchstraße funkelt die blauweiße Wega. Eine Linie von der Wega zur K-apella führt über Öen Polarstern, an dem der Kleine Bär hängt. Den Himmelswagen im Großen Bären sehen mir aus seiner tiefsten Stellung im Norden, die er zu Beginn der Dunkelheit einnimmt, langsam nach rechts emporsteigen.
Der optisch veränderliche Doppelstern Algol im Perseus, dessen Licht durch den Vorübergang des Begleiters vor dem Hauptstern stark abgeblendet wird, hat günstig zu beobachtende „Verfinsterungen" am 15. Dezember um 23 Uhr und am 18. um 20 Uhr Sommerzeit. 0
Die Sonne durchläuft am 22. Dezember 8 Uhr den südlichsten Punkt ihrer scheinbaren Jahres- bahn, womit astronomisch der Winter beginnt. Zur Zeit der kürzesten Tage erreicht sie in Mitteldeutschland nur eine Mittagshöhe von etwa 16 Grad.
Der Mond zeigt folgende Hauptlichtgestaltenr Vollmond am 3., letztes Viertel am 11., Neumond am 18., erstes Viertel am 25. Dezember.
Jupiter im Gegenschein.
Oer gestirnte Himmel im Dezember 1941.
Von Dr. Erwin Kossinna.
Seitdem der Riefenplanet, I u p i t e r nach län- Serer Zeit der Unsichtbarkeit im Juli wieder am sthimmel au stauchte, bewegt er sich im Sternbild des Stieres. Mit dem immer früheren Aufgang dieses Sternbildes gelangte auch Jupiter während der Herbstmonate in eine günstigere Stellung. Zugleich näherte er sich der Erde, womit seine Helligkeit beträchtlich zunahm. 2ttn 8. Dezember befindet er sich im GegenscheinzurSonne. Jupiter ist dann während der ganzen Nacht sichtbar, er bleibt von 17 bis 9 Uhr, also volle 16 Stunden, über dem Horizont und beschreibt die gleiche Bahn am Himmel wie die Sonne im Juni zur Zeit der längsten Tage. Mit ungewöhnlicher Leuchtkraft strahlt er links neben dem rötlichen Fixstern Aldebaran im Stier, den er 22 mal an Helligkeit übertrifft. Mit der Stellung genau gegenüber der Sonne, der sog. Opposition, verbindet sich zugleich der geringste Abstand des Planeten von der Erde, der rund 620 Millionen Kilometer beträgt. Die Farbe des Jupiters ist ein helles Gelb.
Schon ein kleines Fernrohr zeigt die starke Ab- vlattung der Jupiterscheibe. Während der Aequator- Durchmesser 144 000 Kilometer beträgt, ist der polare Durchmesser um 10 000 Kilometer kürzer, eine Folge der außerordentlich raschen Umdrehung des Planeten, die in der kurzen Zeit von 9 Stunden 50 Min. erfolgt. Ein Punkt der Jupiteroberfläche wandert also in knapp 5 Stunden vom Ostrand zum Westrand der Scheibe. Wie bei der Sonne drehen sich die äquatornahen Zonen rascher als die höheren Breiten, so daß alle Flecken in lange Streifen auseinandergezogen werden. Die dunklen, dem Aequator parallelen Streifen sind für das Bild der Jupiterscheibe typisch. Ihr Aussehen und ihre Lage sind fortgesetzten Veränderungen unterworfen, wie überhaupt alle sichtbaren Gebilde in ständiger Bewegung begriffen sind. Wir blicken also nicht auf die feste Oberfläche des Planeten, sondern auf Wolken
in seiner hohen und dichten Atmosphäre, in der sehr starke Strömungen herrschen.
Erst in neuester Zeit ist es gelungen, aus dem Spektrum des Jupiter die chemische Zusammensetzung seiner Atmosphäre zu erschließen. Sie besteht hauptsächlich aus den giftigen Gasen Ammoniak und Methan (Grubengas). Auch abgesehen von den niedrigen Temperaturen, die wegen der geringen Son- nenstrahlung bei 110 bis 135 Grad unter Rull liegen, ist Jupiter demnach eine durchaus lebensfeindliche Welt.
Einen prächtigen und immer wieder fesselnden Anblick gewähren auch schon in einem kleinen Fernrohr die vier großen Monde des Jupiter. Da die Bahnen dieser Monde nahezu in der Aequatorebene liegen, sieht man sie scheinbar auf einer geraden Linie hin- und herlaufen. In größeren Jnstrumen-- ten erkennt man auch den kreisrunden, tiefschwar- zen Schatten, den die Monde beim Vorübergang vor der Jupiterscheibe auf dieser erzeugen. Die Monde sind so hell,° daß sie ohne weiteres mit freiem Auge erkennbar wären, wenn der nahe Jupiter sie nicht so stark überstrahlen würde. Der dritte und vierte Mond sind erheblich größer als der Planet Merkur. Aus den Lichtschwankungen, deren Periode genau mit der Umlaufszeit übereinstimmt, folgt, daß die Monde dem Planeten stets dieselbe Seite zukehren, ebenso wie dies bei dem Erdmond der Fall ist.
Rechts vom Siebengestirn finden mir den Ringplaneten Saturn. Er ist nur wenig kleiner als Jupiter, aber befindet sich in der doppelten Entfernung, weshalb feine Helligkeit viel geringer ist. Das weitgeöffnete Ringsystem, aitf dessen Südfläche wir blicken, bewirkt allerdings einen Helligkeitszuwachs von einer Größenklasse, so daß Saturn, der ohne Ring so hell ist wie der Fixstern erster Größe Aldebaran, gegenwärtig noch die Kapella übertrifft. Mars im Sternbild der Fische steht bei Beginn
Amtsgericht Gießen.
Ein Mädchen in Gießen war als Hausgehilfin Öfter in pflichtwidriger Weife der Arbeit ferngeblieben, da sie nach ihrer Angabe unbedingt aus ihrer Arbeitsstelle fortkommen wollte. Wegen ihres Verhaltens stand sie nunmehr unter der Anklage des Arbeitsvertragsbruchs vor dem Amtsgericht Gießen, das die Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von 20 Tagen verurteilte. Die Strafe gilt durch die Untersuchungshaft als verbüßt.
Strafkammer Gießen.
Der Otto K. aus Butzbach hatte einen Betrag von 41,50 RM., der ihm anoertraut worden war, nicht abgeliefert, sondern für sich verbraucht. Ferner hat er sich aus Sucht nach Geld fortgesetzt gewerbsmäßig der widernatürlichen Unzucht schuldig gemacht. Wegen dieser Straftaten und wegen Unterschlagung wurde der Angeklagte zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt und sofort in Haft genommen.
Brand durch Kinderspiel mit Streichhölzern.
Am gestrigen Dienstagmittag brannte in dem Dorfe Ulfa (Kreis Büdingen) das Gebäude des Gemeinde-Schaf st alles, in dem eine größere Menge Stroh lagerte und eine Getreidemähmaschine sowie fünf transportable Schweineställe abgestellt worden waren, samt der Maschine und den Schweineställen völlig nieder. Der Brand war von einem fünf Jahre alten Knaben, der mit Streichhölzern gespielt hatte, verursacht worden. Da das Gebäude allein stand, konnten die Flammen auf ihren Herd beschränkt werden. Tiere waren in dem Stalle zur Zeit nicht untergebracht, so daß nach dieser Richtung hin erfreulicherweise kein Schaden entstanden ist.
Der Vorfall sollte allen Ettern eine erneute dringliche Mahnung sein, dafür zu sorgen, daß ihre kleinen Kinder oder Pflegebefohlenen niemals Streich
gefaUcn ist.
04022
4938 D
In tiefem, unsagbarem Schmerz:
Else Schn edler, geb. Wagener Herta and Jürgen Schnedler Frau Katharine Schnedler Familie Hermann Wacker Familie Lina Wagener fand Familie. Oberstabsarzt Dr. Carl Wagener
Gießen, Korbach, Bad Wildungen, den 28.Nov. 1941.
4943 D
Tieferschüttert erhielten wir heute die un- faßbare, überaus schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann und bester Kamerad, unser herzensguter, lieber Vater, mein guter, unvergeßlicherSohn,unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel
Hermann Schnedler
Major and Bataillonskommandeur in einem Inf.-Reg., Inhaber des E.K. I. a. II. and anderer Kriegsorden v. 1914/18 sowie der Spangen zum E.K. I n. II., Infanteriesturmabz.
an der Spitze seines Bataillons in den schweren Kämpfen Im Osten in treuester Pflichterfüllung für uns und sein geliebtes Vaterland am 25.Oktober 1941
lar Am 20. Oktober hat unser lebensfroher, WKW guter Sohn und Bruder
Heinrich Michel
Gefreiter in einem Infanterie-Regiment bei den schweren Kämpfen im Osten sein junges Leben im Alter von fast 22 Jahren geopfert. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung.
In unsagbarem Schmerz: Familie Heinrich Michel 8. und Angehörige.
Treis an der Lumda.
Allen denen, die uns bei unserem schweren Verlust ihre Teilnahme zeigten, sagen wir auf diesem Wege unseren Dank.
Am 30. November 1941 entschlief nach langem schweren Leiden im Lazarett zu Heidelberg mein lieber Mann
Adolf Moeller
Oberst u. Kdeur. der Wehrmachtfürsorge- u. Versorgungsdienststellen im Wehrkreis XII. Ritter des Ritterkreuzes des Hausordens von Hohenzollernumit Schwertern sowie Inhaber anderer Kriegs- und Friedensorden.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Veronika Moeller, geb. von Holtzendorff.
Wiesbaden-Biebrich, Volkerstraße 60.
Die Feuerbestattung findet am 4. Dez. 1941, um 15 LJhr, im Krematorium zu Heidelberg (Bergfriedhof) statt. — Von Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen.
Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheidcn unseres lieben Entschlafenen, Wi heim Steller, Justizoberinspektor danken wir herzlichst.
Im Namen aller Hinterbliebenen: Lina Stetter Wwe., u. Kinder.
Worms (Schillerstr. 22), Gießen (Steinntr. 19), Hannover, Lindenfels, 3. Dezember 1941.
__04074
Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche, unfaßbare Nachricht, daß mein innigstgeliebt-r, herzensguter, unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seines Heben Töchter'eins, mein einziger, braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber, guter
Bruder, Schwiegersohn, Enkel, Schwager. Onkel und Pate
Uffz. und Geschützührer in einer Inf.-Oeschütz-Kompanie
Karl Schmitt
ausgezeichnet mit dem E. K. II
bei den schweren Kämpfen im Osten am 20. Oktober sein blühendes, junges Leben im Alter von 25 Jahren in treuer Pflichterfüllung für die Heimat gab. Wer ihn gekannt, i ann unseren Schmerz ermessen. Wiedersehen war stets seine und unsere Hoffnung. Der Heimat fern, dem Herzen ewig nab
ln tiefem Schmerzi
Emilie Schmitt, geb. lang und Töchterchen Gisela Katharine Schmitt Wwe. Ludwig Jung und Frau die Geschwister und alle Angehörigen.
Watzenborn-Steinberg und im Felde, den 28. Nov. 1941.
Trauerfeier findet Sonntag, 7. Dezember, um 15 Uhr statt.
4942D
Bekanntmachung.
Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueber- lanhgebiet sind nach Den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strorn- und Gasaelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt am Main Nr. 277 07 oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberichreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden.
Vom 15. Dezember 1941 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat Oktober 1941 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. 4946A
Gießen, den 1. Dezember 1941.
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Kurze <^portnoti$en.
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Einen stolzen Bericht legt der NSRL. über feine Schulungsarbeit im abgeschlossenen Sportjahr vor. Danach wurden im Kriegs jahr 1940/41 4231 Lehrgänge mit einem Kostenaufwand von über einer halben Million Mark und unter Beteiligung von 134111 Männern und Frauen abgehalten.
Leichtathletik-Ver einsmeister 1941 wurden bei den Männern der LSV. Berlin mir 19 497,42 Punkten vor dem Titelverteidiger 1860 München mit 19 065,37, Polizei Berlin 18 416,04 und Stuttgarter Kickers mit 18 411,20 Punkten, bri den Frauen der SC. Charlottenburg mit 21 475,97 Punkten vor St. Georg Hamburg mit 19 465,19 und CT. Hessen-Preußen Kassel mit 19 491,12 Punkten.
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