Mittwoch, 3. Dezember
Roosevelts Siraiosphären-Vrücke nach Afrika
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Die Aggression Roosevelts erstreckt sich also au: beinahe alle Erdteile, natürlich nur, um die USA.
men soll.
USA.-Lllflpatroui«en entlang der Zurmastraße
Größte britische Aktivität.
Mobilisierung der Streitkräfte des malahischen Staatenbundes.
Druck und Verlag: vrühlsche Universttatrdruckerei 8. Lauge
konischen Krieg 1812 die Sicherheit der USA. bedrohte. Aber immerhin verdient die Feststellung Fletcher Pratts festgehalten zu werden. Er sagt: „3n über hundert dieser hundertfünfzig Fälle un- eres Kampfes haben unwiderlegbar Amerikaner Gebiete betreten, die anderen Mächten
Der amerikanische Journalist sagt nicht, welche Mächte es waren. Es war in Wirklichkeit nur eine Macht Großbritannien, das im amerlkam- 'chen Unabhängigkeitskrieg und im englisch-ameri°
Die Lage an der Ostfront ist leicht aufzugliedern । in die um Leningrad, um Moskau und am Don. Selbst englische Nachrichtenquellen müssen jetzt zugeben, daß Leningrad eingeschlossen sei und alle Ausbruchsversuche der Bolschewisten scheiterten. Immer wieder wurden diese Ausbruchsversuche unternommen, aber das Schicksal Leningrads ist nur eine Frage der Zeit, denn über kurz oder lang muß jede eingeschlossene Festung sich einmal ergeben, und die nutzlose Aufopferung der Bolschewisten zeigt nur, welche Verzweiflung bei ihnen herrscht. Im Raume von Moskau sind wir, wie der Wehrmachtbericht vom 2. Dezember mitteilt, an weiteren Abschnitten tief in das feindliche Der- teidigungssystem eingedrungen. Der Einbruch, der an einigen Stellen bereits Ende der letzten Woche erfolgte, ist also erweitert worden, und man versteht, weshalb die Sowjets nach Londoner Berichten „sehr nervös" geworden seien, denn mit einer geradezu unheimlichen Präzision überwinden unsere Truppen alle Widerstände, und die Hoffnungen der Bolschewisten, Moskau retten zu können, sind wohl endgültig geschwunden. Bei Rostow, auf dem Südabschnitt, halten die Kämpfe an. Der Versuch des Marschalls Timoschenko, dort Erfolge zu erzielen, ist im deutschen Feuer liegengeblieben, so sehr Stalin einen Prestigeerfolg gerade auf dem Südabschnitt ersehnte, um die Engländer und Ame- fitaner über Iran zu vermehrten, aber nach Lage der Dinge unmöglichen Materiallieferungen zu veranlassen. Wie sehr wir Herr des Handelns sind, beweisen am besten die Meldungen über die Vernichtung des bolschewistischen Nachschubmaterials. Ein amerikanisches Blatt hatte vor kurzem darauf hingewiesen, die Lage gerade des bolschewistischen Nachschubs sei so, daß die Verwirrung zu einem Chaos zu werden drohe. Unsere Luftwaffe hilft mit, dieses bolschewistische Chaos zu vollenden.
Von der Front in Nordafrika werden im neuesten Wehrmachtbericht einige Tatsachen angegeben, die beweisen, daß das relative Schweigen unseres Führerhauptquartiers über diese Operationen nicht etwa ungünstigen Nachrichten zu verdanken war, sondern daß im Gegenteil die noch im Gang befindlichen Operationen günstig verlaufen, wenn sie auch noch kein abschließendes Ergebnis gezeitigt haben. Während die Briten zugeben, daß für sie die Lage ösllich Tobruks nicht sehr günstig sei und im Raume von Sidi Rezegh die Deutschen und Italiener mit Panzern und Infanterie sogar Erfolge erlangten, wird jetzt aus dem Fübrerhaupt- quartier gemeldet, in Nordafrika seien Versuche, eingeschlossene Kräfte zu befreien, unter starken Derlu- sten zurückgeworfen worden. Also sind Teile des britischen Nordasrikabeeres tatsächlich mit Erfolg eingeschlossen und festgehalten worden, und die bisherige Beuteziffer läßt erkennen, daß die Briten doch erhebliche Einbußen an Gesechtskraft erlitten haben. Seit Beginn der Kämpfe in Norda'rika sind mehr als 9000 Gefangene, darunter drei Generale,
gemacht worden, 127 britische Flugzeuge wurden abgeschossen, vor allem aber ist auch wichtig, daß neben zahlreichen Geschützen nicht weniger als 814 britische Panzerfahrzeuge in unsere Hände fielen oder von uns vernichtet wurden. Diese Erfolge erhalten chr besonderes Gewicht, wenn man die Land'- schäft und die Umstände berücksichtigt, unter denen sie errungen wurden. Denn in diesen Wüstengebie- ten, wo der weite gleichförmige Raum mehr denn irgendwo anders die Form des Kampfes bestimmt und besondere Gesetze der Kampfführung prägt, haben europäische Maßstäbe chren Wert verloren. Der Verlust von 814 Panzerfahrzeuaen bedeutet für die Briten nicht irgendeine augenblickliche Materialeinbuße, sondern besagt, daß mehrere Divisionen ge- rabe-pi ihrer Motorisierung beraubt sind. Moton- sierunq ist aber gerade in der Wüste für Angri fs- Operationen die wichtigste Voraussetzung. Abgesehen davon sind diese Fahrzeuge infolge der Länge des Transportweaes kaum zu ersetzen. Jeder in Aftiko eingesetzte britische Panzer muß auf dem langen Schiffswege von England um die Südspitze Afrikas nach Aegypten, dann mit der Bahn nach Marsa Matruk,'von da auf der Küsienstraße und tnr dem schwer passierbaren Wüstenpisten mehrere 100 Kilometer unter dauernder Bedrohung der Achlen-Lust- waffe aus das Kamvfftld herangeführt werden.
Die Verluste der britischen Kriegsmarine im Monat November sind von entscheidendem Einfluß auf die Ergebnisse auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz. Die Versenkung eines britischen Flugzeugträgers bedeutet praktisch, daß die Briten 60 bi? 70 Flugzeuge samt einem w'chiigen fahrbaren Flugplatz nicht m"hr zur Unterstützung ihrer Operationen in Libyen ein setzen können. D'e fernere Beschädigung von zwei britischen Schlachfichiffen durch deutsche Unterseeboote ist gleisch^alls ein bedeutender Ausfall für die Briten, die sie vielleicht gerne als fchwim- mende Artillerie eingesetzt hätten, um fa von der Seeseite zur Unterstützung der Kämpfe bei Tobruk und Sollum einzugreifen.'
Churchill bestätigt den deutschen Rüstungsvorsprung.
Stockholm, 3. Dez. (Europapreß.) Winston Churchill sprach wieder im Unterhaus. Dabei bestätigte er den deutschen Rüstungsoorsprung, er sagte, man könne den Aittbau und die Leistungen der Rüstungsproduktion etwa in folgenier Weise darstellen: Im ersten Jahre gebe es gar nichts, im zweiten Jahre sehr wenig, im dritten Jahre eine ganze Menge und t m vierten Jahre was man wolle. England stehe zur Zeit am Beginn des dritten Jahres, die Vereinigten Staaten im zwei- ten, während Deutschland schon bei Kriegsausbruch im vierten Jahre gewesen fei. Das Jahr 1942 werde weiterhin schwere Bela st u n g 5 p r o b e n für England bringen.
Etappen zum Siege
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Tokio, 2. Dez. (Europapreß.) Die Einrichtung nordamerikanischer ßuftpatrouitten entlang der Burmastraße findet in politischen und militärischen Kreisen Japans stärkste Beachtung. Ein besonderes Korps von Marinezivilfliegern, die früher m Diensten des USA.-Heeres standen, steht für den Pa- trouillendienst zur Verfügung. Oie Zeitung -Asahi berichtet, entlang der Burmastraße und der tn -oau befindlichen Flugplätze seien Funkstationen emge- richtet worden, die einen engen Kontakt zwischen den Militärbefehlsstellen und den Emsatzyafen sicherten.
'Annahme von Aneige« für die Miltagsnummer bis 8'/, Uhr deoVorniitragS
'An^etgen-Preite:
Slmewnieil 7 Nvr ie mm bei 22 mm Seilenbrette, Wertteil 50 Nm. ie mm bei 70 mm Zellenbreite Nachlässe:
Wiederholung Malstafiell A bichl ü n e M en gen' la n el S Plavvor'chrift (vorherige Vereinbarung> 25"/o mehr
Die Burmastraße ist der einzige W e g für USA. - Lieferungen nach Tschungkintz. Die Vereinigten Staaten regen sich daher am mci- ften über die Zustände auf, die in diesem Kriegs- gebiet Ostasiens herrschen. Diese sind tatsächlich, selbst an alten chinesischen Derhältn.ssen höchst bemerkenswert. Von 18 000 Wonnen Waren, die in der Hafenstadt Rangoon auf den Weg gebracht wurden, waren, nachdem sie die Burmastraße passiert hatten, nur noch 12 000 Tonnen übrig. Die Folge davon ist, daß Schifisladungen, di En Rangoon glücklich angekommen sind, überhaupt nicht weitergeschickt werden, weil man sie nicht auch den „Weg alles Irdischen" gehen lassen mochte und die Vereinigten Staaten sich weigern Sendungen obzuschicken, solange diese Zustände auf der Burm- iltraße anhalten. Die Lastwagen, die dort fahren, haben einen ungeheuren Verschleiß, weil die Weg katastrophal sind und Mechaniker fehlen, so Daß die Autos am Wege liegen bleiben. „Dabei ver- dienen die Fahrer mehr als erfolgreiche Politiker Sie sind aufsässig und disziplinlos. Das schreibt der USA.-Sanderberichterstatter Vincent Sheecm aus Tschungking. und die „New York Herald Tribüne druckt den Bericht ab und übernimmt auch d-.e tfor tberung, daß eine Abstellung dieser Mangel -- au^ Bestechung und mehrfache Besteuerung durch Die Vrovinzdehörden wird den „Freunden Roose -- für die Washington angeblich völlig uneigenn 8 9
Die Enthüllungen der norbamerikanischen Presie ber Roosevelts Sprung nach Iberoamerika werden •nmer sensationeller. Den Vogel schießt wohl Person in „Washington Times Herald" ab. Er hechtet, nicht die sagenhafte Fünfte Kolonne, nicht as irrsinnige Märchen von der Verteidigung Hol- indisck Guayanas gegen einen illusionären deut- hen Angriff und nicht die vorgeschobene Notwen- Lgteit, die holländischen Bauxitgruben zu besetzen nd damit den Aluminiumbedarf der Flugzeugindu- irie der Pankees sicherzustellen, sei der Grund für iese Aggression. Tatsächlich würde auf dem Pla- fau von Pacaraima der größte Flugzeug- afen Südamerikas von den Pankees erbaut nd die USA.-Soldctten, die nach Guayana geschickt jerben, seien schon vor Monaten vorsorglich gegen as Gelbe Fieber geimpft worden, woraus heroor- eht, daß alle Rooseveltschen Angaben über die Plötzlichkeit seines Entschlusses einfach Humbug sind. )a aber die amerikanischen Journalfiten von Haus cus große Schreibtischstrategen sind, kann sich Person nicht verkneifen anzugeben, der Zweck dieses cmeritanischen Flughafens auf holländischem Gebiet U, eine „Stratosphärenbrücke nach l'frifa" zu bilden, denn es liege auf der gleichen äöhe wie die afrikanische Neger-Republik Liberia, ie bekanntlich von amerikanischen Menschenfteun- ien errichtet wurde und die das größte Sumpffie- ternest ganz Afrikas ist. Und ferner gibt er ganz raio an, der Bau dieses Flugfeldes direkt an e r brasilianischen Grenze sei notwendig gewesen, da Brasilien sich beharrlich geweigert habe, schon vor dem Kriegsbeginn" USA.-Sol- aien auf brasilianischem Boden zuzulasien. Weltzer Krieg gemeint ist, das fühlt sogar ein Blinder chne Krückstock. Fast gleichzeitig meldet das größte Blatt Chicagos, Roosevelt habe den Plan, Mas - a u a als Stützpunkt Amerikas im Osten Afrikas m Roten Meer auszubauen, und damit Japan ins Bockshorn gejagt werde, wird versichert, Roosevelt habe auch südlich von Japan einen sol- hen „Stützpunkt" in Aussicht genommen und dessen llusbau angeregt.
kämpft, vorgeworfen — nicht erwartet werden könne, wenn nicht Tschungking bereit sei, den Vereinigten Staaten eine Kontrolle einzuräumen. Das ist also des Pudels Kern: Roosevelt möchte sich auch von Amts wegen an der Burmastraße fest- setzen 3m übrigen ist der Bericht nur ein Beweis mehr dafür, daß überall, wo sich die Kriegsverbrecher und ihre Kreaturen breitmachen, Korrupt on, Schiebertum und heillose Unordnung herrschen. Warum soll die Burmastraße eine Ausnahme machen? Die Autofahrer, die auf der Burmastraße über Nacht reich werden, treiben im Grunde genommen genau dasselbe, wie die politischen und wirtschaftlichen Gangster in Neuyork.
zum Dienstag nach Singapur zurückgekehrt. Die plötzliche Rückkehr des Generals von seiner Jnspek- tionsfahrt auf der Insel Borneo wird mit der be° onders schwierigen Lage im Stillen Ozean in Verbindung gebracht.
Englische und holländische Dampfer verlassen Schanghei.
Schanghai, 2. Dez. (Europapreß.) In Schanghai ist die Spannung infolge Zuspitzung der Lage im Stillen Ozean sehr groß. Britische Schiffe, die nach Schanghai unterwegs waren, haben durch Funk den Befehl erhalten, sofort nach Hongkong z u - rückzukehren. Andere Schiffe, die in Schanghai vor Anker lagen, haben den Hafen eiligst verlassen. Das gilt auch von zwei holländischen Schiffen, die in Schanghai ihre Ladung löschten; sie lichteten ihre Anker, ehe die Löschung beendet war und nahmen Kurs auf Manila.
Roosevelt-Konferenz mit Hüll und Stark.
Washington, 2.Dez. (Europapreß.) Präsident Roosevelt hatte, wie amtlich mitgeteilt wird, am Montagabend eine lange Besprechung mit dem Chef des Admiralstabes der USA.-Marine, -Admiral Harold Stark. Der Besprechung wohnte Staatssekretär Hüll bei.
angehörten, und in über 90 Prozent der Kriege haben wir einen D i ktatfrieden abgeschlos- en. Dieser Rekord kann weder vom Frankreich
Ludwigs XIV. noch vom Römischen Weltreich, noa? von den Mongolen eines Dschinghis Khan und erst ‘ recht nicht von dem Deutschland Adolf Hitlers ge- ' chlagen werden." Der amerikanische Journalist 1 kommt nach zahlreichen geschichtlichen Beispielen i zu dem Ergebnis, die Welt sei inzwischen dazu übergegangen, die Amerikaner als eine auserlesene Rasse von Heuchlern zu betrachten. Auf der Liste I der gewalttätigsten und unanständigsten Haltungen, deren die USA., die Gouvernante des Weltballes, wie er sie nennt, die Militärdiktaturen bezichtigen, gebe es nicht eine, deren sich die Amerikaner nicht jelber auch schuldig gemacht hätten. Und er beweist an Hand der Geschichte, daß die USA. schuldig sind des einfeitigen Bruchs der Verträge, der Äerge- roaltigung kleiner Nachbarn mit Hilfe von Gewalt- maßnahmen oder Bedrohung durch solche, der kriegerischen Intervention in Angelegenheiten benachbarter Nationen, des unerklärten Krieges, der unverantwortlichen Gewalt gegen friedliche Bürger, der amtlich unterstützten Gewalttat im Frieden gegen diese Bürger auf Grund chres Glaubens (Pratt meint damit die Indianer) und der Gewaltmaßnahmen gegen Nichtkämpfende im Kriege.
Das alles trifft Punkt für Punkt auf Roosevelt zu, der von Frieden schwätzt und seine Polypenarme in alle Erdteile ausstreckt. Verfolgt man die Stützpunktpolitik Roosevelts an Hand der verschiedensten bereits vollzogenen Tatsachen oder der sichtbar gewordenen Vorbereitungen, so erkennt man deutlich die Methoden, nach welchen Roosevelt die Umfassung der einzelnen Kontinente von den USA. aus zur Durchführung bringen will. Das Mittelstück seiner Stützpunktpolitik liegt im Karibischen Meer. Von hier aus verbreitet Roosevelt seinen Einfluß einmal über Südamerika zur Umfassung Afrikas, ein ander Mal von der jenseitigen Landenge aus und in Verbindung mit Kanada bis in den Stillen Ozean. Europa versucht er außerdem zu umfassen durch die Inbesitznahme Islands, des im Bau befindlichen nord irischen Stütz- Punktes und die wiederholt angekündigte Besetzung der Azoren und Kapverdischen Inseln. Auch auf dem asiatischen Kontinent und in der Südsee ist Roosevelt bestrebt, festen Fuß zu fassen. Als Hop- lins, der Administrator des Pacht- und Leihgesetzes, im August Verhandlungen in Moskau führte, wurden bereits Stützpunkte in Sibirien ins Auge gefaßt. Die B a h r e i n - I n f e l n im Persischen Golf stehen heute bereits unter dem Einfluß nordamerikanischen Kapitals. Es gibt wohl kaum in der Welt heute noch ein Gebiet, wo Roosevelt nicht seinen Einfluß, gegebenenfalls unter Beteiligung oder Uebernahme britischer Stützpunkte, auszudeh« nen versucht. Es zeugt von der brutalen Rücksichtslosigkeit Roosevelts, den Widerstand der um ihre. Selbständigkeit bangenden Staaten zu brechen, wenn er jetzt durch Raub von Holländisch-Guayana sich auf südamerikanischem Boden einnistet, um jederzeit in der Lage zu fein, durch starke Luftflotteneinheiten widerstrebende Regierungen gefügig zu machen. Oie „Stratosphärenbrücke nach Afrika" ist nur ein Symbol für die zynische Form einer Polittk, die I angeblich dem Frieden dienen, aber der Ausdehnung der Macht des jüdischen Weltkapitals zugute kom-
K an ton, 2. Dez. (DNB.) Im ganzen Bereich des malayischen Staatenbundes ist am Montag der Staatsnotstand proklamiert worden. Die gesamten Streitkräfte einschließlich der in den lokalen 33er- teibigungsorganifationen zusammengeschlossenen Freiwilligen wurden mobilisiert. In der Bevölkerung Thailands hat die Meldung, daß 50 000 A u - ft r a l i e r eingesetzt werden, um die Einkreisung Japans zu verstärken, große Bestürzung hervorgerufen. Gleichzeitig erfährt man, daß in Indien Truppen konzentriert werden, die dann nach Burma gebracht werden sollen, um dort weitere Kriegsvorbereitungen zu treffen. Der britische Oberkommandierende auf der Halbinsel Malakka, General Sir Edward P e r c e v a l, ist in der Nacht
9L Jahrgang Ur. 287
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Die große Stunde.
Seit dem Jahr 1914 — um den spätesten Termin zu nennen! — gibt es keinen Frieden mehr in der 3Velt. Tjiele unserer Volksgenossen haben als erwachsene Menschen niemals Den richtigen Frieden kennengelernt: Jenen Frieden, der wie eine Ewigkeit gegründet scheint und den Menschen das tiefe Gefühl der Ruhe und der Beständigkeit gibt, ein Gefühl, das ihnen die Sorge für Kinder, ja sogar für Enkel leichtzumachen scheint. Die Volksgenossen, die um 1914 die Volksschule verließen, sind setzt etwa 40 Jahre alt. Von jenen, die im Weltkrieg ober nachher geboren wurden, sei gar nicht gesprochen. Ihr ganzes Leben kam niemals aus dem Druck äußerer Wirrnisse heraus. Die große Gelassenheit eines Friedens haben sie nicht einmal als Kinder gesehen, ist ihnen nicht als ferne verschwimmende Erinnerung eingeprägt, deren sich die Dierzigjähri- den noch rühmen können. Die Wahrheit ist: daß die Hälfte des deutschen Volkes den wahren und beständigen, in sich selbst ruhenden, über die unmittelbare Geschlechterfolge hinausgreifenden Frieden nicht mehr kennt. Neulich ist das Erinnerungswort an den Dreißigjährigen Krieg gefallen.. Damals war es genau so. 1648 wußten die Menschen gar nicht mehr, wie sie sich in den ungewohnten Zustand des Frieden schicken sollten. Von 1914 bis 1941 sind 27 Jahre verflossen, die ausgefüllt waren von zwei großen Kriegen, die zusammen fast sieben Jahr beanspruchten, von einer Inflation und einem Vermögens- schwund, der mit hektischen Erregungen verbunden war, von einer Weltwirtschastskrisis und von der gewaltigen Anstrengung des deutschen Volkes sich aus aller materiellen und seelischen Not selbst herauszuziehen.
Wir müssen zum echten Frieden kommen, sagte Dr. G o e b b e l s in seiner großen Rede in der Berliner Universität. Und darum müssen wir siege n. Was ist in diesem entscheidenden Augenblick das Notwendigste, um zu Sieg und Frieden zu gelangen? Das ist eine wesentliche und darum einfache Frage. Die Antwort ist: Die bewußten Mächte der Zerstörung müssen gebannt werden. Diese Mächte erheben sich in der Sowjetunion offen und klar; sie erheben sich in dem Hochkapitalismus der Fi- nanzplutokrattsn getarnt. Jüdische Ouerverbh'hum gen schaffen eine monströse Einheit. In der Mitte steht das deutsche Volk. Es hat sich eine neue Sozialverfassung gegeben. Diese neue SozialvErfassung ist genau so wie seine militärische Rüstung das Mittel des Durchbruchs gegen eine Umwelt, : die entweder ohne weiteres zerstören will oder einem : egoistischen Individualismus huldigt, der zersetzend ' und zerstörend wirkt. In diesem Zusammenhang : wird das Vollgewicht des Satzes aus der Rede von ■ Dr. Goebbels klar: „Wenn der Krieg die Ford führung der PoMk mit anderen Mitteln ist, so ist andererseits auch die Polittk die Fortführung des
zu schützen! Die USA. ist also eine Angreifernation größten Ausmaßes ohne jeden Vorbehalt und ohne jede Einschränkung. Schon im Dezember 1938 Schrieb in der bekannten Zeitschrift „The American Mercury" der USA.-Journalist Fletcher.Pratt: „Es j braucht nur einmal ein Konflikt in Abessinien, Ikhina ober Spanien auszubrechen, und in unseren Rötungen errötet sofort die Druckerschwärze vor lintrüftung, bie eines zweiten Kreuzzuges wert wäre. Wir stellen ben Krieg als „ungesetzlich" bar inb behaupten, wir seien eine Rasse von Pazifisten, imb indem wir bas tun, verkennen wir ganz und jar unsere eigene Geschichte und unsere offenkundigen nationalen Eigenschaften. Denn in unserer Geschichte stehen die Vereinigten Staaten bis in die iinafte Zeit, als die in jeder Beziehung erfolgreichste, fauftfräftiqfte, und zweifellos auch g e - «alttätigste Macht der Weltgeschichte ia. Eine neuere Zusammenstellung zeigt, daß die Fanfaren etwa 150maI seit ber Errichtung ber USA zur Schlacht geblasen haben, b. h. also fast einmal in jebem Jahr unseres Daseins als Natron. Hur zweimal haben wir uns bei all diesen Konvikten in der Verteidigung befunden in dem Sinne, in das Gebiet, welches unbestritten Eigentum ber USA. rbar, andere Mächte eingefallen waren.
Japan und die LGA
Tokio, 3. Dezember. (DNB.-Funkspruch.) Der japanische Außenminister erklärte: „In unseren Verhandlungen mit ben USA. beharren mir auf bem Grundsatz, baß Japan, Mandschukuo und China auf der Basis gleicher Lebensbedingun- gen bie neue Drbnung Ostasiens Herstellen müssen. Aber die Vereinigten Staaten scheinen die aktuelle Lage in Fernost nicht verstehen zu wollen; sie versuchen geradezu phantastische Grundsätze m Anwendung zu bringen, die mit der gegenwärtigen Weltlage nicht übereinstimmen. Gleichzeitig neigen die USA. dazu, die feste Einrichtung einer neuen Ordnung zu behindern, was wir sehr bedauern. Um unser erhabenes Ziel zu erreichen, müssen wir fest entschlossen sein, allen wachsenden Schwierigierten und Hinidernisien zu begegnen."
Duff Looper
hott aniijapanische Hetzreden.
Tokio, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) „Seit dem Eintreffen Duff Coopers im Fernen Osten ist erne tunebmenbe a n ti j a p a n r s ch e Agitation in Singapur festzustellen", erklärte ber bisherige japanische Generalkonsul in Singapur, Tou- rumi, der auf dem Weg nach Japan m Hanoi ein
traf. Duff Cooper benutze jebe Gelegenheit, um anti- japanische Hetzreben zu halten. In Singapur, so sagte Thurumi weiter, befänden sich augenblicklich noch etwa 3000 Japaner, bie unter Mißhanblungen zu leiben hätten. Englanb betreibe in Singapur unb dem Malayengebiet erhebliche Kriegsvor- bereltungen, dazu komme eine ausgedehnte Propaganda, die vor allem gegenüber Thailand mit großem Bluff arbeite.
Giehemr Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhejjen


