Ausgabe 
3.10.1941
 
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Gesund sein ist Pflicht!

Wandervorschläge für den Sonntag.

von

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Gisela Irene

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der Universitätsstadt Gießen

Auf Grund der guten Erfahrungen mit der An- ang dieses Jahres durchgeführten Vitamin-Aktion wird durch die Dienststellen der DAF. in der Zeit vom 1. Dezember 1941 bis 31. März 1942 eine neue Aktion veranlaßt. , ,

In den sonnenarmen Monaten besteht bekanntlich größere Gefährdung durch Krankheiten, und oben- rrein ist die Versorgung mit frischem Obst und Ge­müse erschwert. Die deutsche Wissenschaft hat als Ausgleich hierfür Vitaminpräparate geschaffen, Die keinerlei gesundheitliche Nachteile verursachen, aber neben Weizenkeimen, frischer Zitrone, Zucker und anderen Wertstoffen die wichtigen Vitamme G und B1 enthalten. Die Dortelle dieser zusätzlichen Dtta- minzuführung aber sind: geringere Ermüdbarkeit, erhöhte körperliche und geistige Spannkraft, gro- zere Widerstandsfähigkeit gegen allgemeine Erkran­kungen.

Neben den Brombeerblättern sind die Blätter der Himbeere und Erdbeere kaum weniger geschätzt. Auch hier werden Wild- und Gartenformen nach bekannter Vorschrift gesammelt. Sie sollen aber ge­trennt abgeliefert werden. Besonders wichtig ist dies bei den Erdbeerblättern. Walderdbeerblätter werden mit den Stielen gesammelt. Sie sind besonders ge­schätzt und werden besser bezahlt. Gartenerdbeer­blätter werden ohne Stiele gesammelt.

** 88 Jahre alt. Am morgigen Samstag, 4 Oktober, begeht der Postschaffner i. R. Heinrich Wahl, Stephanstraße 32, bei geistiger und körper­licher Frische seinen 88. Geburtstag. Dem Jubilar gilt unser herzlicher Glückwunsch.

** Justizpersonalien. Ernannt wurden: Landgerichtsrat Dr. Erich Schepp in Kassel zum Landgerichtsdirektor beim Landgericht Gießen; Ge­richtsassessor Franz Bußhoff in Wöllstein zum Amts­gerichtsrat in Büdingen; Gerichtsassessor Franz

Jung in Schotten zum Amtsgerichts^ in Osfenbach; Gerichtsassessor Dr. Hugo Knau m N.dda rum Amts- gerichtsrat in Homberg; Gerichtsa^essor Erich Su­ber in Oppenheim zum Amtsgenchtsrat in Gießen; Gerichtsasfessor Dr. Walter Arnold in Gießen zum Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Gießen; die Ju- stizasssstenten Wilhelm Magnus Walther Ullrich. Eeora Hettche, Otto Komps, Wilhelm Großer Kon- rad Koch, Karl Grünewald, Hermann Henkelmann, Ludwig Firnhaber in Gießen und Karl Vmnd in Grünberg zu Justiz,ekretaren. Auf seinen Antrag wurde der Oberwachtmeister bei den Justizvollzugs- anstalten Amandus Dengler in Rockenberg aus dem Justizdienst entlassen.

Gefängnis für einen Milchfälscher.

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Gießen Ganseburg Großen-Vuseck Rödgen Gießen.

Wir beginnen unsere Wanderung beim Schützen­haus und gehen die Grünberger Straße entlang, kommen an der Mllitärschwimmanstalt vorüber, lassen Annerod rechts liegen und genießen 'in der Nähe des ersten Wasserbehälters einen prächtigen Blick über das Lahntal nach Gleiberg, Vetzberg, Dünsberg und die sich anschließenden Höhen. Auf breiter Waldstraße gehen wir weiter, kommen an dem großen Wasserbehälter vorbei und gelangen bald darauf zur Ganseburg, die zur Rast einlädt. Die Straße weitergehend sehen wir unterwegs die Höhen des Vogelsbergs. Beim nächsten Feldweg wenden wir uns links, überschreiten einen niedrigen Höhen­rücken, worauf sich uns ein reizvolles Bild dar­bietet, denn zu unseren Füßen liegt Großen-Buseck mit dem Hohen Berg im Hintergrund. Bald darauf erreichen wir auch das statlliche Dorf. Wenn wir nicht vorziehen, von dort zur Heimfahrt die Bahn zu benutzen, wählen wir für den Heimweg die Straße über Rödgen, die uns wiederum hübsche Ausblicke bietet. Dauer der Wanderung 4 Stunden.

Da es zugleich das Abschiedsspiel der Marburger ist, die bekanntlich jetzt dem Bereich Kurhessen an­gehören, hofft man, daß sich gerade dieses Spiel den vorausgegangenen Begegnungen würdig an­reiht.

G. A.-Spori.

Etadtmannschast Gießen Stadtmannschast Marburg.

Ulrichstein Landgrafenborn Taufstein hoherodskopf Schotten.

Wir fahren mit dem Frühzug nach Mücke und be­nutzen von dort das Postauto, das uns in schneller Fahrt durch das anmutige Ohmtal über einige Orte hinauf nach dem Bergstädtchen Ulchrichstein bringt. Dort besteigen wir zunächst den Schloßberg, um uns an der prächtigen Aussicht zu ergötzen, und olgen sodann roten Strichen, die uns teilweise auf einsamen Waldpfaden über die Hochebene des Ober­waldes führen. Nach geraumer Zeit kommen wir zu den Sieben Ahorn und hierauf zum Landgrafem born. Dieses neuerdings wiederhergestellte idyllisch liegende Quellchen ist der Ursprung der Nidda, m ihrem oberen Lauf Hundsbornbach genannt. Don hier weist uns da Zeichen zur Oberwaldstraße, die durch die sogenannte Goldwiese, eine mit schönsten Gebirgspflanzen bestandene Hochfläche, führt. Bald darauf gelangen wir zur höchsten Erhebung des Vogelsbergs, dem Taufstein (772 Meter), von dessen Turm man eine großartige Rundsicht über den ge­samten Vogelsberg bis zu den sich anschließenden Mittelgebirgen genießt. Vom Taufstein gehen wir auf guter Straße in 20 Minuten zum Hoherodskopf, wo wir im Klubhause des DHC. gute Unterkunft finden. Zum Abstieg wählen wir grüne Ringe, die

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General-Vertr. für Hessen: Ernst Volkmann,

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Gießen (Frankfurter Str. 57), Köln, Berlin, den 2.Oktober 1941.

Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 4. Oktober, um 11 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Wir bitten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen.

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Unsere liebe Schwester, Nichte und Kusine

Liselotte Welter

ist nach kurzer Krankheit heute sanft ent-

UNS über Breungeshain und Michelbach nach serem Endziel Schotten bringen. Wanderzeit vier- undeinehalbe Stunde.

Mit dieser Begegnung dürste es am kommenden Sonntag auf dem'Platze des VfB.-Reichsbahn zu einem spannenden Treffen kommen. Wie verlautet, kommt Marburg mit einer sehr starken Mannschaft nach Gießen. Bei ihrem öfteren Auftreten in Gie- ßen hat die Elf zur Genüge gezeigt, was sie kann. Auch in diesem Spiel sollte sie der Gießener Stadt- Mannschaft ein durchaus gleichwertiger Gegner fein. Ob es allerdings Marburg gelingt, Revanche zu nehmen, bleibt abzuwarten. Das Vorspiel in Mar- bürg endete 4:2 für die Gießener Vertretung. In Gießen ist man für diesen Kampf wohlgerustet. Be­sonders der Sturm erscheint sehr stark und füllte für einige Tore gut sein. Gießen tritt in folgender Besetzung an:

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Lpd. Dieburg, 2. Okt. Der 53 Jahre alte Land­wirt Otto Valentin Sättig wurde von der Sttaf- kammer in Darmstadt zu sechs Monaten Ge­fängnis und den Kosten des Verfahrens ver- urteitt, well er, obwohl einschlägig vorbestraft, aber, mals gewässerte Milch in den ge«

bracht hatte. Sättig darf in seinem eigenen Betrieb in Zukunft bei der Gewinnung und dem Vertrieb Milch nicht mehr mitwirken.

Freitag, 3. Oktober

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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriskleit°rs: Ernst Blumichein. Verantwortlich für Politik und Bllver: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i.V. Ernst Blumschein: für do» Feuilleton: Dr. Hanö Thyriot: für Stadt Gießen. Provinz, Wirt- chaft u. Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.6.

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Einladung zur Versammlung

aus Sonntag den 5. Oktober 1941,15/4 Uhr pünkt­lich, im Burghof. Tagesordnung:

1. Vortrag von Herrn Dr. Glöckner über mechanische Schädlings-Bekämpfung im Obstbau im Winter - mit Lichtbildern

2. Vortrag von Herrn Gartenmeister Lange über das Pflanzen von Obstbäumen usw.

3. Bericht des Vereins über den Bezug von Dünger, Obstbäumen u.v.a.

4. Verschiedenes.

Wir bitten die Mitglieder, vollzählig zu erscheinen.

"i.

Weiß Ziegler

(LSV.) (VfB.-R.) Krämer Möbs Rose (LSV.) (VfB.-R.) (LSD.) Meermann Bruhn Kramer

(LSD.) (LSV.) (VfB.-R.)

Ist dieser Umstand an sich schon wesentlich für die viel gebrauchten Haustees, so nicht weniger der, daß diese Pflanzen keinerlei stark ausgeprägte arzneiliche oder gar schädliche Wirkung zeigen, so daß sie unbedenklich alltäglich genossen werden können. _

Es sind in erster Linie die Blätter der Brombeere, die von allen Wild- und Gartenformen gewonnen werden und mit am begehrtesten sind. Richtig fermentiert liefern sie Teeausgüsse, die in Geschmack und Farbe eine verblüffend weitgehende Aehnlich- keit mit schwarzem Tee aufweisen. In zunehmen­dem Maße fermentieren heute namhafte Firmen auch deutsche Hausteekräuter, an erster Stelle un­ter diesen Brombeerblätter. Die Sammlung dieser sowohl frisch (nach besonderer Weisung der Kreis­sachbearbeiter RfH.), als auch die Beschaffung ge- ttockneter Blätter ist von gleichbleibender Wichtig- keit. Praktisch werden heute schon unbeschränkt große Mengen durch den Handel ausgenommen und verarbeitet.

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Diejenige welche den [ >3278 werten Knirps (Schirm) am 1. Oktober im Caf6 Huber an sich ge­nommen har, wurde beobacht, und wird ersucht, denselben um­gebend auf dem Fundbüro abzu- geb., andernfalls erfolgt Anzeige.

nung vom 13.9.1941 angeordnet, daß diese Vor­schrift des § 18 auch für die für die Nachentrichtung von Beiträgen in der Handwerkerversorgung ge­stellte Frist des 31.12.1941 gilt. Damit haben die selbständigen Handwerker, die chrer Altersversor­gungspflicht durch Anschluß an die Angestelltenver­sicherung genügen, die Möglichkeit, auch noch über den 31.12.1941 hinaus Beiträge für eine Zeit, in der sie selbständig waren, nachzuentrichten und da- | durch die Wirksamkeit des Gesetzes für sich um . Jahre zurückzuverlegen.

Keine Beflaggunq am Erntedanktag.

Der Reichsminister des Innern und der Reichs- Minister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt: Die am Erntedanktag übliche Be- : flaggung und Aussckmückung der Güiäude unter­bleibt in diesem Jayre.

Verleihung von SA.-Wehrabzeichen

tm Bereich der 52L-5fanbatfe 116, Gießen.

Am Sonntag, 5. Oktober, vormittags 11 UHF, findet im Gymnasium, Hindenburgwall, in einer Feierstunde unter Mitwirkung des SA.-Musikzuges die Uebergabe von SA.-Wehrabzeichen an Ange­hörige der SA., ff, Wehrmacht und der Wehrmann­schaften statt.

Die Männer der Wehrmannschaften und der SA. treten pünktlich um 10 Uhr an der SA.-Standarte 116 an.

Achtet auf Kartoffelfeuer.

Auf manchen Feldern werden abends Kartoffel- Snier abgebrannt, und die verbleibende Glut wird ann oft unbeachtet gelassen. Dadurch besteht nicht mir die Gefahr einer Verbreitung der Glut und Entstehung von Bränden, sondern die schwelenden Kartoffelfeuer können auch bei feindlichen Einflügen eine Gefahr bedeuten. Derartige Gefahren sind bei der Kartoffelernte zu vermeiden. Außerdem wird Kartoffelkraut als eine notwendige Ergänzung der Streu in der Landwirtschaft so stark benötigt, daß es verantwortungslos ist, es zu verbrennen.

Sommersporttag der Betriebs- sportgeme nschast Gustav Geiste.

Auf dem Mtv.-Sportplatz fanden sich die Be- triebsangehöriaen der Firma Gustav Geisse zum Sommersporttag zusammen. Der Sportwart konnte dem Betriebsführer melden, daß 100 v. H. der derzeitigen Gefolgschaftsstärke angetreten war.

Eine kurze Ansprache des Betriebsführers Gustav Geisse leitete dann zu den sportlichen Vorfüh­rungen über. Hieran schlossen sich alle sehr M be­standenen Hebungen an. Auch wurde den Wett­kampfgruppen (Frauen, Männern und Jugend) in einem Dreikampf Gelegenheit zu einer sportlichen Auseinandersetzung gegeben. Nach spannenden Kämpfen siegten: Frauen: 1. Zollmann, 2. Hof­mann, 3. Grimsehl; Männer: 1. Geisse, 2. Fink, 3. Möhl; Jugend: 1. Geisse, K. jr., 2. Söffert, Z. Dörr. Die wohlgelungene Veranstallung wurde mit dem Gruß an den Führer beendet.

(SammeltDeutschen Haustee".

NSG. Der Gausachbearbeiter der Reichs- arbeitsgemeinschast für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung teilt mit:

Die Grundlagen allerDeutschen Haustees" find nach vielfältigen Versuchen immer die gleichen ge­blieben. Es sind allgemein bekannte Pflanzen, die dazu ihre Blätter liefern. Sie kommen in großen Mengen wildwachsend in der Natur vor, können aber ebenso nebenbei im Garten geerntet werden.

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Zur 2. Vitamin-Aktion der Deutschen Arbeitsfront.

Wir stehen in der Entscheidung, im Schicksals­kampf unseres Volkes, und deshalb müssen alle Kräfte des Volkes angespannt sein. Erste Voraus­setzung hierfür aber ist, daß jede Gefährdung der Gesundheit nach Möglichkeit ausgeschaltet wird. I e - der schaffende Deutsche hat die P fit ch L gesund zu fein! Don' den Betriebsfuhrern wird deshalb erwartet, daß sie sofort alle Maßnah­men ergreifen, damit auch in ihrem Betrieb die Vitamin-Aktion der DAF. durchgeführt wird.

Die zur Verfügung stehenden Rohstofsmengen aber sind nicht unbegrenzt, sodaß die DAF. eine Steuerung der Zuteilung nach bestimmten Gesichts­punkten vornehmen muß. Die Dienststellen des Am­tesGesundheit und Volksschuß", die sich bei jeher Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront befinden, erteilen jede gewünschte Auskunft und geben die Bestellscheine für die Vitaminpräparate aus.

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