stark, I
hcn ld)l
tellungsziffern um 25 o. H. böl)cr liegen als in
bldi in eine Schlange zu stellen, denn die (fh'Mjäfte lind berechtigt und angewiesen, bei Schlangenbildung den Verknus einzuslellen. (To kann einem öffn
kicher viel fad) zu kurz kamen, sicherzusiellen.
Nun, lieber üiaucher, vermelde nnd) deute |d)nn.
Steife de« Bahndammes und zerplatzen 50 Meter »eiter auf einem ansteigcm>ben Hana. Da bemerken vir auch noch, daß sich weiter rechts, von Süden
verdunkclungszeil
3. Oktober von 18.54 bis 7.23 Uhr.
Assols n ihrti» eit, noch
3ttM griffen ihlUW ble aut; iier Boi icn PI«' fltfleben, i ist, b« lifll noch
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"M ch, H >e 6th last not iet auch sie fitb । in bn ieUSA, ■embem, Nur |i 'tschlaich
nbigk ibeten s unb i voll-
iier legen vier geballte Ladungen an, aber man bat nn« erkannt. Die feindlichen MN. fetzen herüber
tzerem Umfang am Konsum beteiligen, als es für dieses zarte Geschlecht verantwortlid) erscheint, 3m Warten aber hält es die Evastochter leider and) heute wieder gern mit der „Schlange" ...
Wenn and) nicht daran gedacht ist, ein Rauch'
'N
Ration: haben । °o|e. Wneri.
NSG. Mancher Volksgenosse, den e« um so nach« briicklicher „ranchert", je mehr der Kaufmann frlcgo- bedlngt rationiert, mutz heute etwas fängcr auf einen Klimmstengel warten. Dies, obwohl die Her«
lum, Mi geht tilg "eg' bebeuti von um’ . ss ri n uns h1 ckung n noch Bk ihr M'! gen. Ü«| uns W| ber W fannin* n Sezr«!
verbot für Frauen zu erlassen, so mutz dod) gerade im Kriege erwartet werden, daß die deutsche Frau sich aufs äutzerste beschränkt und im Fnteresle unserer Soldaten im Felde und der schwer arbeitenden männlichen Volksgenossen auf den für sie immer- hin fraglichen „Genuß" verzichtet.
Die Landeswirtschaftsämter haben nun die Er
der Ruhezeit gemütlich qualmen. Der Kauleiter, lieber Freund, hat — wie ich Genau weiß — das Qualmen bereits feit 1939 gänzlich auigegeben, ohne datz er darum weniger arbeiten wurde Ur hat Aber selbst, da er sid) für alle wirtschaftlichen Fragen auf das stärkste interessiert, d-ie Frage von ich aus ausgegrisfen, um insbesondere die Ver- orgung der Berufstätigen, die ja zu guter Letzt
1 per, ein feindlicher 3nfanterlcangrijf entwickelt, datz I i)ie Masse des feinblid>cn 5-aufens vevelts halbrechts ; linier uns steht.
Es ist die höchste Zeit, datz wir un-seren Auftrag rledigen. Drei unserer Männer und ein Un-terosfi-
frrledenszeilen. Dao ist peinltd; und unersreulich, liebe Raucher, wenn es and) nicht zuletzt daher kommt, datz ein grotzer Teil der Erzeugung lelbst- verständlich für unsere Wehrmacht reserviert wird.
Natürlich wird die Versorgung nicht baburd) erleichtert, wenn der eine oder andere sid) über Ke- bühr eindeckt, oder wenn sid) die Frauen in grö-
eine reibungslose und ordnungsgemäße Bedienung der wirklichen Kunden gewährleistet ist. Einzelheiten dazu werden noch verösfentlicht.
Ein bißchen Keduld also norfi, liebe Rikotinikerl „Freundliche" Briefe an alle möglichen Dienststellen sind deshalb ganz überflüssig, auch der eines Volksgenossen an den Kauleiter. Darin führt jener aus, er habe es leider nicht so gut wie dieser, der sicher seine Zigarren von einem Keschäft rechtzeitig und kistenweise geliefert bekomme. Wer aber am Schraubstock vor Schweitz dampfe, wolle auch in
Oie Kontrollkarte für Tabakwarea ist unterwegs.
blühen, datz man eine Stunde vergeblich gewartet hat.
Tlachentrichtung von Angestellten- verstcherungsbeitrügen im Handwerk.
Das Recht bei* Handwerker, für die Zelt, in der sie selbständig gewesen sind, frühestens aber für die Zelt feil dem I. Januar 1924 Beiträge zur Renten- Derürfjeru'ng ber Angestellten nachzuentrichten, konnte nad) fi 10 de« Handwerkerversorgl>ngsgesetzeo nur bis znm .'9. Dezember 1941 ausgeübt werden. Nachdem aber bereits In 8 18 des Gesetzes über weitere Matz nahmen in der Reichsversichernng aus Anlaß des Kvie-ges vom 15. Januar 1941 befHmmt wurde, datz bN Fristen des ß 1442 Al's. I unb 2 der Reichs- oersicherungsopdnung, innerhalb deren nod) 'M- liräge wirksam entrichtet werden Minen, frühesten« mH dem auf das Kriegsende folgenden Kalender- fahr «blairsen, wird In einer Durchführungoverord-
Vielfältig ist da« Bild, da« uns die Deutsche Wochenschau alle acht Inge bietet. Diesmal ist der (Sd)lamm das Symbol für alles, was sid) dem beutfdKn Vormarsch an Naturgegebenheiten entgegenstellt, Feuer das Sinnbild der Schlagkraft unserer Wehrmacht elncifeit», der Zerstörungswut und des Vernichlungowillens des Kegners auf der anderen Seite.
Die grotzen Leistungen der rückwärtigen Verbindungen an den nördlichsten Frontabschnitten sind überhaupt nur zu ermessen, wenn man sieht, wie jedes Gefährt, ja jedes Rad mehrmals am Tage vom einzelnen Mann bud)ftäbUd) aus dem Kot gehoben werden mutz, wenn man erlebt, datz das warme Essen für die vordersten Frontabschnitte wiederum vorn einzelnen Soldaten aus dem Rücken ost zwanzia Kilometer weit — zuweilen auf Wegen, die unter Feindeinstcht stehen — nad) vorn getragen werden mutz. Hier stehen die F I n n e n neben den Verbänden der deutschen Wehrmacht Ihren Mann.
Rumänische Verbände sieht man Im Stidteil der Front vor Odessa sd)arf in den Kamps eingreifen. Es ist, al« habe der Angriffsgeist, der seit Be- glnn diefeo Krieges unsere Truppen in stärkstem Matze beseelt, übergegriffen aus die Offiziere und Mannschaften aller unserer Verbündeten.
reichen Leben sprach, trabte geduldig, wie es der kleine Kutscher verlangte.
An der Straßenecke wurde der Alte von einem, gleichfalls sehr bejahrten Mann angesprochen: „Hallo! Was machst du denn?"
„Ad), ich spiele 'n bitzchen Pferd."
„Aber, Friedrich, du bist dod) kein Kind mehr! Du solltest did) lieber In den Anlagen auf eine Bank setzen und in die Sonne gucken/
Da sagte der Alte mit bedächtiger Stimme: „Ja, das meinst du! Aber heute ist nicht die Zeit, wo man gar nichts tut. Jeder steht an seinem Posten. 3d) mutz eben Pferd spielen."
„Ader das ist doch kein Posten."
Der Alte fuhr fort: rf3a, das meinst du! Aber sied' mal, mein 3unge kämpft im Osten und meine Schwiegertochter arbeitet tagsüber in der Fabrik. Wer soll denn da auf die Kinder paffen, wenn ich es nld)t tue? Das kleine Mädel fonmit in den NSV.-Kindergarten. 3eben Morgen um acht Uhr bringe ich sie hin und abends um sechs Uhr hole ich sie wieder. 3a, die Kleine ist gerne in dem Heim, aber wenn ich sie abends abhole, dann streckt sie ihrem alten Dpa doch jubelnd die Händcl)en entgegen. Du kannst dir wohl gar nicht denken, wie mich das freut. Du bi ft ja ein alter 3unggeselle. Und tagsüder beschäftige irf) mich mit meinem Enkel. Da bin ich mal ein Elefant, mal der böse Mann und manchmal bin ich sogar eine Eisenbahn. Heute bin ich ein Pferd."
„Da bist du also auf dein« alten Tage ein Kindermädchen geworden!?"
„Das kannst du nennen wie du willst. Jedenfalls freue ich mich, datz ich noch eine kleine Aufgabe zu erfüllen habe."
Der Kleine war schon ungeduldig geworden. Er zerrte an der Deine und rief: „Hü! Pferd! Weiter!"
Der Alte lächelte: „Du borst, meine Pflidst ruft!" Er wieherte fröhlich und setzte sich in einen leichten Zuckeltrab.
3ch war Zenge der Szene geworden und dachte bei mir: „So spürt man also auch in den unscheinbarsten Dingen die unzertrennliche Schicksalsgemeinschaft des ganzen Volkes. 3eber trägt sein teil zu dem grotzen Kampfe bei. Sogar dieser alte Krotz- oafer, der „nur auf die Kinder patzt"."
Aus einiger Entfernung hörte ich noch einmal eine Kinderstimme jauchzend rufen: ,Hü! Pferd! Immer weiter so!" H. W.
Tageskalender für Jrettag.
Stadttheater: 19.30 bis 22.15 Uhr „Veit Stotz". — Kloria-Palast, Seltersweg: Annelie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Krad) im Vorderhaus".
Theater der Universitätsstadt Kietzen.
Die Erstaufführung der dramatischen Dichtung „Veit Stotz" von Hermann Heinz Ortner am Freitag, 3. Oktober, die den Kedanken der „Festabende dramatischer Bühnenkunst" fortsetzt, vermittelt Eindrücke aus dem Nürnberg zur Zeit der Glaubens- kämpfe. Die Nolle des Veit Stotz spielt Leopold Fischer, seine Frau verkörpert Hella Henzky, in weiteren Hauptrollen: Earl Maria Zeppenfeld, Earl Bruno Schmidt, August Wilhelm Funke, Luise Prasser, Kurt Bosny, Karl Volck und Hans Bergmann. Inszenierung. Wilhelm Michael Mund, Bühnenmusik und musikalische Leitung: Oswald En- gerlein, Bühnenbilder: Karl Löffler.
Aus der Giadi Gießen.
Großvaters posten.
Mitten burd) den Verkehr zog ein seltsames Baar. Ein etlva vierjähriger Junge hatte einen alten Mann an der „Leine". Die Leine bestand aus einem Stück Band, das dem alten Mann um die Ellbogen gebunden mar, und dessen Ende der kleine Junge in ber linken Hand hielt. In der Rechten schwang er einen kleinen Stock, und seiner Aufforderung „Hü! Pferd!" konnte man entnehmen, was hier gespielt wurde.
Der Alte — ein Mann von etwa fünfundsiebzig Jahren — dessen faltiges Kesicht von einem arbeite-
irrb wir sind wieder einmal alle in voller Deckung, wterdes die Einschläge den Sand des Schienen- iettcfl peitschen. Trotzdem künden vier bld)t aufeinander folgende Detonationen den Erfolg unserer Urbeit. Die Schienen sind ausgerissen und vor dem Ücchnhof K. steht ein sowjeti|d>er Panzerzug und !ann nicht mehr weiter. Zwar vermag er noch aus allen Rohren zu schießen, aber nun, da er in feiner Bewegungsfreiheit gehemmt ist, werden auch seine Stunden gezählt sein. Wir, die wir hier mitten im .-indischen Gebiet liegen, wissen, daß wenige Stunden später unsere Flieger an der Stelle fein werden nb datz bann der Panzerzug der Bolschewisten ünc Rolle in diesem Abschnitt ausgespielt hat.
Unser Rückweg nach erfolgtem Auftrag vollzieht td) nicht minder gefahrenvoll. Immer wieder sitzt »ns die sowjetische Artillerie im Nacken, und wäh- k*nb wir zu unserer Kompanie zurückstreben, bricht i n weiterer bolschewistischer Ausbruchsversuch im freuer unseres massierten Kegenstohes zusammen.
Als wir aus dem Bereich ber uns verfolgenden Artillerie herauskommen, können wir noch einen rerrounbeten Infanteristen mitnehmen, der seit bem drüben Morgen mit einem Granatsplitter im (9e- linbc liegt. Dann endlich vermögen wir unseren rfüllten Auftrag zu melden, und wir erfahren seichzeitig, warum uns die feindliche Artillerie im- ner wieder mit solcher (Genauigkeit beschießen konnte: (in Stoßtrupp von uns hatte inzwischen eine sow- jtische Blinkstelle ausgehoben, die das Artillerie- 1 uer der Bolschewisten geleitet hatte.
Leutnant Feige.
petroskoi — ein wichtiges Zentrum.
Mi der Einnahme ber ost karelischen Hauptstadt letroskoi haben die finnischen Truppen ein michti- s-s wirtschaftliches und politisd)es Zentrum Kare- l»ns in ihre Hand gebracht. Petroskoi (Dnegaburg) r wichtig als Bahnstation an ber Murmansk-Bahn nb ist durch den Stalin-Kanal und die Newa mit Hin grat) und bem sowjetischen Hasen Murmansk nb Archangelsk verbunden. Diese verkehrsmäßig findige Lage der Stadt bradyte es mit sich, daß letroskoi schon bald nach seiner Gründung durch I n Zaren Peter den Kroßen erhebliche Bedeutung «hielt. Bereits Peter der Große ließ am Ufer des Iiegafees eine Elfen- unb Waffenfabrik und eine lurg bauen. Um diese Bauten herum entwickelte \ sih die Finnen-Sieblung Petroskoi.
Bi« in die Gegenwart hinein erhielt sich Petroskoi as rein finnische Stadt. Erst die Bolschewisten begannen mit der Bolschewisterung der Stadt. Zahl- eiche ÄarePier wurden von den Bolschewisten Der- reben. An ihre Stelle traten Bolschewisten. Die fmvohnerschaft von Petroskoi ist während der Zeit bir bolschewistischen Herrschaft von 20 000 im Welt« heg und 27 000 im Jahre 1927 auf rund 80 000 {{Hegen. 3m Jahre 19.39 bauten die Sowjets von ■ FtroVoi aus nach Westen eine Eisenbahnlinie. Lhrd) diese Eisenbahn und feine ausgedehnten Rü- Hsimgsfabriken wurde Petroskoi im Sowjetisch-Fin- i|rd)en Krieg 1939/40 ein wichtiger Aufmarschpunkt Bolschewisten gegen Finnland. Auch in diesem utieg war Petroskoi ein wichtiger sowjetischer Stütz- i p! Il kt.
I Nunmehr ift auch dieser Ort durch das tapfere Ä|»rbringen der verbündeten finnischen Truppen in Uß'nische Hand gebracht worden. Die Sowiets verloren damit einen ihrer wichtigsten Stützpunkte, bi finnischen Truppen aber haben mit Petroskoi । bn Schlüssel zur Landenge zwischen bem Ladoga- \t* und Onegasee in der Hand. Jetzt ist ein fester, | Hter Riegel vom Ladoga- zum Onegasee gezogen, bf* sich im Süden an den Swir-Fluß onle'hnt und II In Norden in Verbindung mit der mittel karelischen i front steht.
Die grotzartlge Einfachkelt unb Beherrschung, die Front unb Heimat feil Anfang des Krieges bewahren, bu" Fehlen jeoer überschwängllchon Begeisterung über Teilergebnisse und die Immer wiener zutage tretende Zuversicht auf den Cnds' aus diefen Bildern besonders stark Sl mehr unb nicht weniger als ein stolzer, aber kühler Leiflungvberlcht von echt soldatischem Ausdruck
Das größte Erlebnis dieser Woche lind die UM Iber, die uns bas Ztlslanbekonnnen des ehernen Ringes um ble ostwärts KI e w eingeschlossenen boliche- wislisd>en Divisionen zeigen Sie neben ein Beispiel für ble Konsequenz unb Nüchternheit ber beuthbrii Kriegführung überljauph Was fich diesen 'I nippen eutgegenlteilt, wird überrannt, ble Richtung tulrtl bei bei; alten. Das Zuscimmentrefsen oer von Norden unb Süden her vorstoßenden Banzerverbände Ist em Ereignis von geschichtlicher Bedeutung, aber von )ti Bei'"iiklicyung disfes Planes teilhaben, wild es iozusagen als Selbslver- ftänblldjfelt genommen. Man begrüßt fich, die Panzer inadjen eine halbe Wendunn, unb schon beginnt ein neuer 7eil des grotzen strategischen Unternehmens: die Einschniirung des Feindes.
mächtigung erhalten, die Versorgung burd) Einführung ber „Kontrollkarte" sicherzustellen, was eine „Entspannung" für alle Beteiligten bedeutet. Da« geschieht im Einvernehmen mit ber Fachgruppe Tabak ber Wirtschaftsgruppe Einzelhanbel auf raschestem Wege. Dao Tempo richtet sid) allerblnge nach dem Matze ber Papierberettstellung, ble bei ben ungeheuren Kriegsanforberungen Schmierigkeiten begegnet. In einigen Wochen wird bie Kontrollkarte ausgegeben, unb die Ausgabe von Tabakwaren erfolgt bann in gerechter Weise nur noch auf bie Kontrollkarte gegen Entwertung ber aus ben Karlen befindlichen Kontrollabschnitte, so datz
Gute Hilfe
bei Kopfschmerzen Infolge von Stockschnupfen, Ver- topsimgen und Staunngc'n Im Nasenrachenraum »ringt meist KloslersraU'Schnuvspulver. Bel mehr- achem ltzevrauch pflegt ohne schädliche Nebenwlr- klingen bald eine angenehme und befreiende Erleichterung einzulrelen. Seit über hundert Jahren bewährt! Au« Heilkräuteri, hergestellt von her gleichen Firma, ble ben bekannt guten Klosterfrau- Melissengeist erzeugt. 3877V
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Oer eiserne Ring schließt sich
Der Krieg im Osten in der neuen Wochenschau.
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l Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
(Fortfetzung folgt.)
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Vornan von Lsorst Blecnath
Angina ..." knurrte Hellwang erbittert, „es Ift ^htherie, verlaß dich drauf! Ich kenne das doch.
nn hier im Umkreis von zehn Meilen eine lenkheit ausbricht, bann finb unsere Kinber die en, die es erwischt. Weiß der Himmel, woher
Zeit zu tun. „Diphtherie! — Womöglich haben ’fcle beiden anderen auch schon! Himmelsakrament, Q;- hat gerade noch gefehlt ..."
Es kann ja auch nur eine Angina sein", meinte beruhigend: „auf jeden Fall stecke ich Britta ins Bett. Läute du sofort den Arzt an!
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„Freilich!" versicherte Lydia, „bem Toni fei' Schwester ham die Santöter aa abgeholt. Auf aner Tragbahren Ham sitz sie furtgeschafft ..." Sie bekam von Trix einen Klaps auf ben voreiligen Mund.
„Ich will njcht ins Krankenhaus!" bettelte Britta unter Tränen: „bitte, bitte, liebe Trix, erlaub bem Konni nicht, daß er mich wagfahren laßt!"
„Ach Kleines, nicht meinen! So beruhige bich boch! Vielleicht ist es gar keine schlimme Krankheit, wir müssen erst einmal abwarten, was der Arzt dazu sagt ..."
„Nein, nein! Du mutzt mir versprechen, baß Ich nicht Ins Krankenhaus komm!" — Trlx schickte Lydia und Söhnchen in ihr Zimmer hinauf. Sie legte den Arm zärtlich um Brittas Schultern und führte sie ins Kinderzimmer. Kathi richtete das Bett her, und Trix entkleidete Britta unb deckte sie warm zu. Sie setzte sich zu ihr auf den Bettrand unb hielt ihre trockenen, heißen Hände.
„Du brauchst keine Angst zu haben, Kleines", saale sie- „wenn du nicht ins Krankenhaus gehen willst, dann" werde ich dafür sorgen, daß du daheim bleiben darfst. Aber nun überleg es bir einmal: Diphtherie ist eine gefährliche Krankheit — nicht für solch große Kinder wie für dich. Von zehn Jahren ab Übersteht man sie leicht. Ich habe Diphtherie gehabt, als ich zwölf war: es war gar nicht schlimm, nur ein bißchen langweilig, weil man eben Im Bett liegen mußte. Aber bös kann die Geschichte ausgehen, wenn kleine Kinder diese Krankheit erwischen. Und sie ist sehr ansteckend. Weißt du, da braucht Söhnchen zum Beispiel nur einen Türdrücker anzufassen, den du vorher berührt hast, und schon bekommt er sie auch ..."
„Unb müßte Söhnchen daran sterben?'
„Er ist halt noch ein sehr kleiner Bud", ant-
Also da haben wir die Bescherung!" stieß Hell- ;ötng hervor: er drehte fich einmal halb um die "|2ne Achse, als beabsichtige er, zehnerlei zu glei- h'r Zeit zu tun. „Diphtherie! — Womöglich haben
sie das haben. Von mir nicht! Ich bin In meinem ganzen Leben noch nicht krank gewesen ..."
„Nun geh schon an Den Apparat!" fiel Trlx ein
wenig gereizt ein.
„Muß ich ins Krankenhaus?" schluchzte Britta und klammerte sich an Trlx. Sie zitterte vor Angst, unb Trix wußte sofort, woran sie dachte, unb baß Krankenhaus in ihrer Vorstellung seit Luisa« Tode mit Nimmerwiederkehren gleichbedeutend war.
wartete Trix ausweichend: „aber wie gesagt, roehn du durchaus zu Haufe bleiben willst, bann werbe ich's fchon burchfetzen, baß wir bich hierbehalten!"--
Statt)! brachte ba« Fieberthermometer, und Trix steckte es in Brittas Achselhöhle. „Hat mein Schwager inzwischen ben Arzt erreicht?^
„Er spricht noch mit ihm, aber ich glaub’, der Herr Doktor Lechner wirb halb hier sein."
„Dann räumen Sie ben Tisch ab, Kathi, unb legen Sie ein Hanbtuch und ein Stück Seife Ine Badezimmer."
Hellwang hatte dem Ar^t Britta« Zustand ge- fchildert unb auch seine Befürchtung ausgesprochen, Daß es sich um eine biphtheritlsche Infektion handeln könne, ba die Kinder mit bem Slanglbuben gespielt hätten, bessen Schwester an Diphtherie erkrankt sei. Er hängte gerabe ein, al« Kathi an ihm vorüberging, um im Eßzimmer da« Kaffeegeschirr vom Tisch zu nehmen.
„Sie haben doch gewußt, baß ble Schwester von bem Derbammten Bengel erkrankt ist", sagte er vorwurfsvoll, als beschuldige er Kathi, Brittas Erkrankung durch eine grooe Nachlässigkeit verursacht zu haben.
„Freilich hab ich's gewußt", gab Kathi zu, „aber ich hab fh den Miftoubn auch zehnmal aus dem Garten gejagt und ben Kindern verboten, mit ihm zu spielen: nun es hat halt nix genutzt. Sie sind fort- gelaufen und haben sich mit ihm Irgendwo anders getroffen, wo ich Jte nicht hab' erwischen können ..."
„Wenn Sie allein mit den Kinder nicht fertig wurden, bann hätten Sie es eben mir sagen müssen!"
Kathi stellte das Tablett ab. Sie stieß ble Luft kurz unb scharf durch ble Nase. Es klang wie ein böses Gekicher. ,Lhnen?!" zischte sie ihn an, „beet reden S' mir nur nicht ein, Herr Doktor, denn mit Ihnen war in ber letzten Zeit überhaupt« nickt zu reden! Wann ich Ihnen was gesagt hält', bann hätten S' mich angeranzt, daß ich Sie mit solchenen Sachen zufrieben lassen soll. Ober Sie hätten ble Kinber recht z'ammgestaucht, daß Ich hinterher mei’ liebe Not gehabt hält', sie wieder zu beruhigen. Denn wenn Sie'« nicht wissen sollten, will Ich'« Ihnen sagen: Seit Wochen haben Sie mit den
»Wenn es Diphtherie wäre ..." sagte Trix un-
Mal den Teufel nicht an die Wand!"
,Ui fein!" jauchzte Lydia, „da bräucht ich nicht in ii Schul' gehn. Dem Stangl Toni sei' Schwester hat ind) Disserie unb ber Toni berf vier Wochen min- kt dahoam bleib’m!"
-Was!" Hellwang sprang auf.
.Bestimmt!" versicherte Lybia, „ber Toni hat's M) selber gesagt, baß ber Doktor ihm verboten kt, in ble Schul zu gehn!"
.Wann seid ihr denn mit bem Toni zusammen •fnefen?"
.Na, gestern, unb vorgestern unb allweil ..." "Unb hat euch denn niemanb gesagt, baß ihr euch anstecken unb selber krank werden könnt?"
.Lydia wurde ziemlich verlegen: „Freilich, bie MHI hat schon gesagt, baß wir mit bem Toni ’inmer fpuin Dürfen; aber der Toni hat gemeint, -otz er net gefährlich es, weil er gleich vom Doktor - Zpritz'n in die Brust gekriegt hat. Unb er hat Mengt, daß er stocknarrisch wird, wann er immer klein i« ..."
Kindern kein freunblldieo Wort nicht mehr gerebL Ganz oingeschuchlert sind sie unb tun hier uneln- anberjd)leldien, als ob's nicht ihr Elternhaus wär', worin sie leben, sondern ein totrafgefängnl«. Und jetzt möchten Sie die Schuld, baß die Britta krank gcroorben ist, noch mir aufpacken — bee« möchten S'l Aber da sind Sie bei mir an die falsche Adretz gekommen, Herr Doktor! Ich will Ihnen lagen, wer Daran schuld ist: Sie und fein anderer als Sie! Und roenn Sie auch noch wissen wolle»», woher es kommt?" Kathi reckte den Arm und stach mit Dem Zeigefinger wie ein Erzengel mit dem Flammenschwert anklagend In die Richtung bee Büfetts: „Daher kimmt's!" flüsterte sie grimmig, vom Saufen kirnmt'sl — Aha, jetzt wollen Sie natürlich nix baoon hören, weil Sie lld) Ichamen daß das Fräulein Trlx was erfahren könnt, wie Sie es hier getrieben haben In ber letzten Zeit. Sie brauchen gar nicht ben Finger an ben Mund zu legen, hier hört uns keiner! Aber das kann Ihnen heute jede« Kind sagen, was aus bem Derbammten Saufen herausko-nrnt: Das Familienleben geht habet zum Trist, unb die Kinder werden krank ober blöd. Dee« ist nämlich gewissermaßen biologisch! Unb mit ber Britta haben Sie ee letzt glücklich erreicht!"
Ueber ihre Wangen rollten dicke Tränen, sie sielen auf Ihren Busen und versickerten hinter bem Brustlatz lyrer blauen Schürze.
„Sinb Sie jetzt mit Ihrer GJarblnenpreblgt fertig, Kathi?" fragte Hellwang höflich
„Es hat mal ’rauemüffen! Lang genug hat'» ml brückt ..."
„Dafür ist ble Prebigt aber auch sehr gut gewesen , sagte er mit einem kleinen, zerknirschten Lächeln, „und jetzt wollen wir un« Dann wieder
Kathi fuhr sich mit dem Schürzenzipfel über da» nasse Gesicht „Mei', Herr Doktor , murmelte sie errötend und senkte den Blick, „I bin Eahna ja nie bös gewesen ... Aber die gnä’ Frau hat scho recht gehabt, wann s' Immer gesagt hat, von allen Kindern, wo sie hat, wär'« mit Iynen am schwersten..."
Hellwang drehte sich um unb trat zum Fenster. „Nun machen Sie aver, baß Sie 'rauskommen!"
/ fehiifaedie ' johlen
^SOLTIT


