Ausgabe 
3.9.1941
 
Einzelbild herunterladen

gfnotfinfe nach Süden. Diese selbst wurde durch­brochen, der Uebergcmg über den Oberrhein er­zwungen und damit Frankreichs Kampfkraft so weit zermürbt, daß es um Waffenstillstand bat.

Englands Hoffnung auf eine stabile Front im Westen, in deren Schutz es hinreichend Zeit ge­winne, die Waffe der Blockade wirken zu lassen, hatte sich damit als Illusion erwiesen. Es blieb den britischen Plutokraten ausschließlich das Mittel der Kr.iegsausweitung, das denn auch den Charakter des zweiten Kriegsjahres bestimmt hat. Man holte den alten Weltkriegsplan hervor, von Süden her dem Reich in die Flanke zu fallen. Jugosla­wien und Griechenland ließen sich trotz aller warnenden Ereignisse des ersten Kriegsjahres für diesen Zweck mißbrauchen. Trotz einer durch den Belgrader Offiziersputsch notwendig gewordenen Umgruppierung der Streitkräfte während des Auf­marsches, trotz außerordentlicher Schwierigkeiten des Geländes, dessen Gebirgscharakter die Verwendung motorisierter Verbände unmöglich zu mache« schien, zwangen die vernichtenden Schläge des deutschen Heeres die jugoslawische Armee schon nach zwölf Tagen zur Kapitulation, und auch die Griechen konnten trotz zähen und tapferen Widerstandes nach dem Durchbruch durch die Metaxas-Linie den deut­schen Vormarsch nicht aufhalten. Nach dem Einbruch in die Thessalische Ebene, der Bezwingung der Ther- mopylen und der Landenge von Korinth lag Grie­chenland am Boden. Wiederum mußte ein britisches Expeditionskorps wie in Andalsnes und Dünkirchen auf die Schiffe flüchten. Einen Monat später griffen deutsche Luftlandetruppen Kreta an und nahmen in wenigen Tagen die befestigte Insel in Besitz. Europa war von dem letzten Engländer befreit. Gleichzeitig entriß das deutsche Afrikakorps in sechs Wochen dem Gegner den in vielen Mo­naten mühsam errungenen Geländegewinn und warf ihn in seine Ausgangsstellung an der ägyptischen Westgrenze zurück. Während dessen hat in den zwei Kriegsjahren der Kampf der deutschen Luftwaffe und Kriegsmarine gegen die Versorgung der bri­tischen Insel und ihre industrielle Aufrüstung nicht einen Augenblick nachgelassen. Die Schlacht im Atlantik, die deutsche U-Boote, Ueberwasser- streitkräfte und Fernbomber von ihren neugewonne­nen Positionen in Norwegen und an der ftanzösi- schen Kanal- und Atlantikküste her mit unvermin­derter Intensität gegen die britische Versorgungs­schiffahrt führen, ist längst zum ernstesten Problem der britischen Kriegführung geworden. England kann selbst mit Hilfe der ihm bereitwillig zur Ver­fügung gestellten nordamerikanischen Werften schon nicht mehr durch Neubauten die Lücke stopfen, die die Schlacht im Atlantik ihm in seine Handels­flotte gerissen hat. Die Lücke erweitert sich vielmehr von Tag zu Tag immer bedenklicher und immer dringender werden, Churchills Bitte« in Washington um schnellere und wirksamere Hilfe.

England weiß, daß es allein diesen Krieg nicht führen kann. In Roosevelt, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, haben die Engländer den Mann gefunden, der ihnen gegenüber eine ähnliche Rolle übernommen hat, wie sie bei den von ihnen in den Krieg gehetzten und betrogenen Völkern ge­spielt haben. Wie Roosevelts Botschafter undRat­geber" schon in Warschau und Paris und später dann in besonders eklatanter Weise in Belgrad zum Kriege gehetzt und den ^chauvinistischen Elementen durch vage Hilfsversprechen den Rücken gestärkt haben, so tat der Präsident alles, um England zur Forffetzung des Krieges zu ermuntern. Ihm kann der Krieg gar nicht lange genug dauern. Denn er schafft ihm einmal die innerpolitische Atmosphäre, die er braucht, um die amerikanische Aufrüstung auf höchste Touren zu bringen und damit den Mißerfolg seiner Wirtschaftspolitik des New Deal zu kompen­sieren. Und zum andern gibt es ihm die einzigartige Gelegenheit, dem amerikanischen Imperialismus im wesentlichen auf Kosten des britischen Empire ein ganzes System von Stützpunkten zu gewinnen, das im Atlantik schon weit über die westliche Hemisphäre hinausgreift und im Pazifik sich ebenfalls anschickt, die Briten in ihren wichtigsten Positionen in Südost- asien abzulösen. Sein infernalischer Haß gegen die für eine gerechte neue Ordnung kämpfenden jungen Völker verbindet sich mit einer ungehemmten und unbegrenzten Machtgier. So ist er zum Hauptein­peitscher des Krieges geworden, der zusammen mit Churchill die größte Verantwortung für die Ver­längerung des Krieges trägt. Denn im Vertrauen auf feine Versprechungen verhallte auch der zweite Appell des Führers an Vernunft und Gewissen, den er nach Beendigung des Westfeldzuges an England richtete, ungehört. Die Plutokraten diesseits und jenseits des Atlantiks wollen den Krieg, sie wollen auch heute nichts anderes als die Vernichtung Deutschlands selbst um den Preis der Vernichtung Europas und der abendländischen Kultur überhaupt.

Deshalb konnten sie freudigen Herzens den Bolschewismus als Bundesgenossen in ihrem Lager willkommen heißen, als Moskau sich an- schlckte, im Sommer dieses Jahres mit seinen auf das modernste ausgerüsteten und zum Angriff ge­schulten Massenheeren über die europäische Mitte herzufallen. Auch gegenüber dieser furchtbaren Be- drohung, deren gigantisches Ausmaß uns erst voll" bewußt geworden ist, als wir die endlosen Züge von Gefangenen, die unübersehbare Beute an Pan­zerwagen, Flugzeugen und schwerster Artillerie sahen die bei der Vernichtung der sowjetischen Stoßarmeen m deutsche Hand fielen, behielt der Führer die Initiative. Er hatte es schweigend hinnehmen müssen, als nach seinen eigenen Worten im Zerbst 1940 die britisch-sowjetische Zusammenarbeit die Bindung so starker deutscher Kräfte im Osten notwendig machte, daß besonders luftmäßig eine radikale Beendigung des Krieges im Westen von der deutschen Führung nicht mehr verantwortet werden konnte. Die Rückendeckung, die der Nicht- angriffspakt mit Moskau uns bis dahin geboten hatte, bestand nicht mehr Sie hatte ihre Schuldig­keit getan, als sie uns ermöglichte, unsere nördliche Flanke zu sichern und die französischen Heere nie­derzuwerfen. Nun war das Reich den Sowjets zu mächtig geworden und ihre Kompensationsforde­rungen im Norden und im Südostraum wurden weit über die Abkommen zur Abgrenzung der In­teressensphären im ehemals polnischen Gebiet, immer begehrlicher und anmaßender. Immer deut­licher. hob sich das geheime Kulissenspiel zwischen Moskau und London ab, bis schließlich die Sow­jets, als sich die Lage auf dem Balkan kritisch zu­spitzte, auch vor massiven Drohungen nicht mehr zurückschreckten. Freilich, man hatte auch in Moskau nicht mit der so schnellen Beendigung des Balkan­feldzuges gerechnet, und als am 22. Juni der Füh­rer das Schweigen brach und die deutschen Heere gen Osten marschieren ließ, diktierte die deutsche Kriegführung wiederum das Gesetz des Handelns. Wie im ersten Kriegsjahr ein Zweifrontenkrieg vermieden worden war, so wurde im zweiten der Ostfeldzug zu einem Zeitpunkt und bei einer Ge­samtkriegslage begonnen, die die günstigsten Vor­aussetzungen jur .einen durMAageuden E^oly

Die Einkreisungsfront gegen Japan.

Tokio, 2. Sept. (Europapreß.)Um die a n t i - javanische Einkreisung derABCD-otaaten (USA., England, China und Niederländisch-Jndien) zu durchbrechen, wird Japan wahrscheinlich einen großen und langwierigen Kriegge- gen England und die USA. führen müssen", erklärte der Chef der Presseabteilung des kaiser­lichen Hauptquartiers, Mabuchi, vor einer gro­ßen Versammlung in der Kyozistu-Halle in Tokio. Mabuchi führte in der Rede, die zur Feier des Ost­asiatischen Tages gehalten wurde, weiter aus, die internationalen Ereignisse hätten die Lage Japans zu einem äußerst kritischen Punkt geführt. Die Zukunft des Landes werde sich jetzt entscheiden. Es würde ausgesprochen töricht sein, wenn Japan den heutigen Entwicklungen mit verschränkten Ar­men zusähe. Klar sei, daß die japanische Friedens­politik nicht von unbegrenzter Dauer sein könne. Die Aufrichtung der Zone des großasm- tischen Gemeinwohlstandes sei jedenfalls für Japan ein Problem, dessen Lösung über Leben oder Ster­ben entscheide.

Die USA. sind die treibende Kraft der großen gegen Japan gerichteten Einkreisungsfront, die über 200 Kriegsschiffe, 1250 Flugzeuge und 250 000 Mann aus der Armee Tschiangtaistheks verfügen, kann", erklärte Fregattenkapitän T o m i n a g a von der Nachrichtenagentur des Kaiserlichen Haupt­quartiers in einem Ruiülfunkvortrag. Japan könne unmöglich die Einkreisungsfront übersehen, insbe­sondere nicht die Tatsache, daß die japanische Le­benslinie bedroht sei. Die Front USA.Großbritan­nienTschungtingNiederländisch-Jndien habe eine weitere Verstärkung durch die Sowjetunion und im Südpazifik durch Australien und Neuseeland erfah­

ren. Der Zweck sei die Lahmlegung Japans. Jni Februar hätten sich die USA., England und Austra­lien über militärische Maßnahmen im Pazifik ver­ständigt unter Einschluß Niederländisch-Jndiens. Im Juni hätten sich die Besprechungen zu einem Militärabkommen zwischen den USA., Eng­land und Tschungting verdichtet. Die Vereinigten Staaten bemühten sich besonders, Flugstützpunkte in Südchina und Niederländisch-Jndien unter Anleh­nung an die Philippinen und Singapur zu erhal­ten. Darüber hinaus habe Amerika eine Zentrale in Rangun (Burma) für den Ausbau von Flug­stützpunkten in China eingerichtet. Alles deute dar­auf hin, daß für die Gesamtfront Singapur als Hauptquartier eingerichtet werde. Tom'- naga erinnerte an die Stationierung australi­scher Truppen in Malaya und an die Auf­stellung einer philippinischen Armee unter nord- amerikanischem Kommando. In Singapur seien von englischer Seite sechs Kreuzer, sechs Zerstörer sowie Torpedobootsflottillen stationiert; während die Landkräfte etwa 70 000 mit 500 Flugzeugen be­trügen. In Burma seien 35 000 Mann zusam­mengezogen, während bei den Philippinen Zwei Kreuzer, 14 Zerstörer, 17 U-Boote und etwa zwölf Hilfsschrffe zusammengezogen seien. Nieder­ländisch-Jndien verfüge über etwa 80 Kriegsschiffe, 500 Flugzeuge und 10 000 Mann Armee. Die USA würden Tschungting nach und nach mit etwa 300 Bombern versorgen, abgesehen von der Neueinrich­tung einer besonderen militärischen Beratungsstelle. Der Vortrag Tominagas hat um so größere Be­deutung, als sich damit zum ersten Male ein Ver­treter der Pl a r i n e zu der militärischen Lage im Fernen Osten geäußert hat.

planmäßiger Verlaus -er Operationen

Eine Lehre für London.

Seit Beginn des Feldzuges gegen den Bolsche­wismus gehört es zu den Gepflogenheiten des bri- tischen Nachrichtendienstes, immer wieder darauf hinzuweffen, daß die deutsche Wehrmacht durch de^ Kampf im Osten so sehr in Anspruch genommen sei, daß sie dem Krieg gegen England nicht mehr die gleiche Kraft zuwenden könne, wie früher und daß auch die deutsche Luftwaffe int Osten zu viel zu tun habe, um sich für England bereithalten zu können. Nun hat sich auch dieses (9e< fasel als unrichtig erwiesen. Der Londoner Sendet mußte am Montag bereits melden, daß in der vor« hergehenden Nacht zum ersten Male wiedeit stärkere deutsche Luftangriffe auf England stattgefunden hätten, daß die Ost- und Nordostküste der Insel angegriffen worden sei, daß besonders Hüll schwer gelitten habe und dort eine größere Anzahl von Toten und Verwundeten zu beklagen sei. Aber der englische Nachrichtendienst ist in England selbst dementiert worden durch den Hinweis, daß die sogenannte Non-Stop°Of« fensive der britischen Luftwaffe außeror« deutlich schwere Verluste im Monat August gebracht habe. Oliver Stewart erklärte, die britische Luftwaffe verliere jetzt viel mehr Flugzeuge übet Europa als die Deutschen im Westen. Die Verluste an englischen Bombern seien zwei- bis drei­mal so groß wie die deutschen Verluste. Die Ver­luste an britischen Jägern seien höher als dis deuffchen, manchmal fast so hoch wie die Bomber­verluste. An einem Tag z. B. hätten die Engländer 14 Jagdflugzeuge verloren und die Deutschen nun eins. Diese Verluste beweisen, daß die deutsche Luft­abwehr durch Jäger und Flak auch im Westen außerordentlich stark gewesen ist, sonst hätten ja diese Verluste nicht eintreten können. In London wird man gut daran tun, nicht zu übersehen, daß Deutschland stark genug ist, auch den Krieg mit England weiterzuführen.

Men HMMjZ stad, Nux ter Sin ter

Berlin, 2. September. (DMB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh daq Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Voigt, Gruppenkommandeur in einem Stukageschwader. Oberleutnant Schacht, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, Leutnant Übet und Leutnant Kayser, beide Flugzeugführer in' einem Jagd­geschwader.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Oberleut­nant Buchholz, dem Oberleutnant Meckel, dem Oberleutnant S o ch a h k y, Staffelkapitänen in einem Jagdgeschwader, dem Leutnant Fleig. dem Oberfeldwebel Hoffmann, Flugzeugführern in einem Jagdgeschwader.

VeichSminister Or. Goebbels / in Venedig. \

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquarlier, 2. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Operationen an der Ostfront verlaufen planmäßig.

Angriffe der Luftwaffe richteten sich mit guter Wirkung gegen Lisenbahnstreckeu im Raum von Charkow und südwestlich Moskaus. Sturz­kampfflugzeuge versenkten auf dem Dnjepr ein sow­jetisches Kanonenboot und warfen drei weitere in Brand.

Im Kampf gegen Großbritannien bombar­dierte die Luftwaffe in der letzten Nacht den Ver­sorgungshafen N e w c a st l e an der Tyne. Bomben­treffer riefen große Brände und heftige Explosionen hervor. Andere Kampfflugzeuge griffen Flugplätze in den Midlands erfolgreich an.

Line geringe Zahl britischer Flugzeuge flog' in der Nacht zum 2. September nach Nordwest- und West­deutschland ein. Flakartillerie schoß einen feindlichen Bomber ab.

3m Nordabschnitt weiterhin erfolgreiche Kämpfe.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) Die Kämpfe im N ord ab s ch n i 11 der deutschen Ostfront gestalteten sich auch am Montag, ttotz stellenweise zähen und verbissenen Widerstandes der Bolschewisten erfolg­reich. Deutsche Infanterie nahm im Sturmangriff eine wichtige sowjetische Höhenstellung und hielt sie gegen wiederholte heftige Gegenangriffe der Bolschewisten. Unter dem Einsatz von Panzerkampf­wagen versuchten die Bolschewisten immer von neuem, die Höhe zurückzuerobern. Sämtliche An­

Venedig, 1. Sept. (DNB.) Von Preßbura kommend, traf Reichsminister Dr. Goebbels am Sonntag in Venedig ein. Er wurde auf dem Flug­hafen von Minister Pavolini begrüßt. Beide wohn- ten mit Soldaten der italienischen Wehrmacht einer Aufführung von Kriegsfilmen und Wochenschauen bei. Dann fand die Uraufführung des Wien-Films Heimkehr" statt, über dessen Erfolg schon be­richtet wurde. Ebenso war auch die Vorführung des italienischen SpitzenfilmsCorona di Ferro" am Montagabend eine Manifestation der fünft« Archen und technischen Höhe des italienischen Films. Die Besprechungen der beiden Minister gal­ten besonders der Entwicklung des deutschen und italienischen Films im Rahmen der internationalen Filmarbeit, die in der Biennale ein außerordent­lich wirksames Organ gefunden hat. Die Aussprache zeigte erneut die Gemeinsamkeit der Ziele, auch inr der kulturellen Zusammenarbeit der beiden Achsen* Dartner. - - - --

fort zum Gegenangriff über und stieß tief in big zurückweichenden sowjetischen Linien hinein. In hef« Ligen Kämpfen wurden disrBolschewisten geworfen. Hierbei vernichtete die stürmende Infanterie fünf Panzerkampfwagen und brachte eine große Anzahl von Gefangenen ein.

Bomben auf sowjetische Eisenbahnlinien und Bahnhöfe.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) In allen Abschnitten! der Ostfront führte die Luftwaffe planmäßig Un­terbrechungen des sowjetischen Verkehrsnetzes durch. Drei für den Nachschub besonders wichtige Eisenbahnlinien wurden im mittleren Teil der Ost­front an mehreren Stellen unterbrochen. Die Bahnhöfe L o f o w a j a und Gorodischtsche wurden erneut mit Bomben belegt und mehrere Züge schwer getroffen. Ein Munitionszug, der einen Volltreffer erhielt, betonierte. Auch am Nord- abschnitt mürbe die Versorgung der bolschewistischen Truppe durch Zerstörungen wichtiger Verkehrs­punkte und Eisenbahnlinien empfindlich gestört. Die im Raum nordwestlich des Ilmensees zusammengedrängten bolschewistischen Truppen wurden.in mehreren Wellen wirkungsvoll bombar­diert. 75 Lastkraftwagen wurden zerstört, drei Flakstellungen zum Schweigen gebracht, 18 Trans­portzüge mußten auf der Strecke liegenbleiben. Sowjetische Versuche, auf dem Dnjepr südlich Krementschug mit Monitoren und Frachtkähnen Munition und Gerät flußaufwärts zu schaffen, wurden durch Sturzkampfflugzeuge verhindert. Sie versenkten einen Monitor und sechs Kähne. Vier weitere Monitore gingen in Flammen auf.

Hervorragende Erfolge -er Flak.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) Beim Heer eingesetzte Verbände der Luftwaffe, Flakartillerie und Aufklä­rungsflieger haben vom 22. Juni bis 27. August 1108 Sowjetflugzeuge abgeschossen. Wei­tere 47 wurden am Boden zerstört. Außerdem setzten die gleichen Flakverbände in derselben Zeit 396 Panzerkraftwagen außer Gefecht, vernichte­ten 171 Bunker sowie 26 Batteriestellungen und brachten 2 feindliche Handelsschiffe von insgesamt 4000 BRT., 2 Küstenwachschiffe und 2 Kanonenboots zum Sinken.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) Der Führer uni> Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres bas Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst hörn, lein, Oberstleutnant Reichsfreiherr von E b e l s h e i m, Hauptmann E h l e, Leutnant JJ o « pulo unb Felbwebel Este.

Waffen wird dem europäischen Kontinent im Zeit­alter gewaltiger Machtzusammenballungen und gigantischer Wirtschaftsräume die Stellung geben und sichern, auf die er auf Grund der geschichtlichen und kulturellen Leistungen seiner Völker, ihrer In­telligenz, ihrer Volks- und Wirtschaftskraft An­spruch hat.

Der Führer und das deutsche Volk haben diesen Krieg gewiß nicht gewollt, sie sind, um ihn zu ver­meiden, bis an die Grenze dessen gegangen, was nationale Würde und das Lebensinteresse der Na­tion ihnen geboten. Aber sie haben ihn auf sich ge­nommen im ruhigen Bewußtsein ihres guten Rechts und der Verpflichtung, der Zukunft kommender Generationen einen sicheren Boden zu bereiten. Um dieser Zukunft willen trägt das deutsche Volk auch willig die schweren Opfer, die der Kampf um Deutsch­lands Freiheit von ihm fordert. Es weiß, daß es kein Machtrausch ist, in dem es fein Schwert führt, sondern daß es um sein Dasein als Nation und Volk geht. Aus diesem Wissen heraus hat es auch die Notwendigkeit des Ostfeldzuges in tiefstem Her­zen begriffen. Ein unendlicher Kraftstrom geht von der Heimat zur Front. Was ist das, was wir da­heim an Bequemlichkeiten und Genüssen entbehren und an Mehrarbeit leisten gegen den täglichen unb stündlichen Einsatz unserer Brüder, Söhne und Väter auf den Schlachtfeldern des Ostens, in den Stellungen vor Tobruk, auf der Weite des Meeres und im Luftkampf gegen die britische Insel. So gehen unsere Gedanken heute mit einem besonderen Gefühl des Dankes hinaus zu unseren Kämpfern und verbinden sich in inniger Teilnahme mit all denen, die um ein teures Leben trauern auf ihr Opfer baut sich der Sieg der deuffchen Waffen. Noch ist die letzte Enffcheidung nicht gefallen, aber wäh­rend vor zwei Jahren noch Deutschland mitten im Herzen Europas rings von Feinden umschlossen war, hat heute die deutsche Wehrmacht den europäischen Kontinent vom Feinde frei gekämpft und schickt sich an, auch Englands letzten Festlandsdegen zu zer­brechen. Große Erfolge sind auch schon in diesem Kampf errungen, der Bolschewismus ist heute keine Gefahr mehr für Europa, vielmehr öffnen sich be­reits große und vielseitige Versorgungsgebiete, die bislang die Verteidigungskraft der Sowjets stärkten, den deutschen Truppen unb ihren tapferen Verbün­deten, bie ihrerseits schon die Lanbstriche zurück­erobern konnten, bie Moskau ihnen einst geraubt hatte. Sa tritt das deutsche Volk unb mit ihm ein ganzer Kontinent voll gläubigen Vertrauens in die politische Gestaltungskraft unb bas Felbherrngenie des Führers, voll Zuversicht zur Tapferkeit unb zum überlegenen Können beuffchen Soldatentums unb mit bem Gelöbnis letzten eigenen Einsatzes über die Schwelle bes dritten Kriegsjahres in der Ge­wißheit des Sieges der beuffchen Waffen für Recht, Leben unb Freiheit der deutschen Nation.

boten. Die Auseinandersetzung mit dem Bolsche­wismus war unausbleiblich angesichts seiner gigan­tischen Aufrüstung und der weltrevolutionären Ziele, deren Durchsetzung sie dienen sollte. Daß der Führer sich darüber niemals einer Täuschung hin­gegeben hat unb bie Verantwortung auf sich nahm, den Kampf zu beginnen, als ihm ber Zeitpunkt dafür günstig zu fein schien, ist fein geschichtliches Verbienst um die Zukunft Europas.

Auch die Mehrzahl der europäischen Völker hat dies sehr wohl begriffen. Die drohende Invasion aus dem Osten hat den europäischen Kontinent ge­eint in dem Willen, der Gefahr bes Bolschewismus gemeinsam entgegenzutreten. Das war bas Letzte, was bie plutokratischen Drahtzieher in Lonbon unb Washington vermutet haben, als sie am 3. Sep­tember 1939 ben Krieg gegen Deutschland entfessel­ten. Der Zweck ihres Krieges war, den europä- schen Kontinent in seiner Zersplitterung unb Schwäche zu erhalten. Sie meinten auch weiter bie europäischen Völker in ftänbigen Jnteressenkon- ffikten gegeneinanber ausspielen zu können unb sie damit als Faktor der Weltpolitik ausgeschaltet zu haben. Jahrhunderte hindurch war es der britischen Diplomatie gelungen, die Wunden der vielen europäischen Fragen" offen zu hasten unb durch diese Politik des Mißtrauens die Balance of power und dayitt Englands Stellung als arbiter mundi selbst durch die Krisis der napoleonischen Aera hin­durch ju behaupten. Nun ist es damit für alle Zeiten vorbei, denn gerade bas, was Englanb hatte verhinbern wollen, als es biefen Krieg anzettelte, der Aufbau einer kontinentaleuropäischen Einheit unter deutscher Führung, ist burch biefen Krieg unb die in ihm zutage getretene antieuropäische Politik Englanbs in Einern Tempo <befd)feunigt worben, das man noch vor wenigen Monaten für unbenk- bar gehalten hätte. Europa steht in einer gewal­tigen Kampffront gegen ben Bolschewismus geeint unb weiß, welches Schicksal ihm biejenigen zuge- badjt hatten, die Moskau zum Vormarsch nach Westen ermunterten unb den Moskowitern bie Vorherrschaft auf dem Kontinent ausliefern woll- ten. So haben auch die hohlen unb verlogenen Phrasen ber Deklaration Roosevelts unb Churchills auf ihrem Atlantiktreffen bei ben europäischen Vol­kern feinen anberen Einbruck hinterlassen als bas bittere Gefühl, in ihrem ureigensten Recht Der« höhnt unb mißachtet zu werben. Für ben Sinn btefes Krieges finb den europäischen Volkern bie Zlugen enbgültig aufgegangen, als ber Bolschewis« mus als Bundesgenosse ber Plutokratien in bie Arena trat. Führer unb Duce haben bei ihrem Zusammentreffen auf ben Schlachtfeibern bes Ostens noch einmal als Ziel bes europäischen Frei- keitskampfes herausgestellt, baß bie Vernichtung ber bolschewistischen Gefahr unb ber plutokratischen Ausbeutung die Voraussetzungen für eine harmo­nische Zusammenarbeit aller Völker bes europä-

griffe der Sowjets würben unter schweren Ver­lusten des Feindes zurückgeschlagen. Außer zahllosen Toten und Verwundeten verloren die Sowjets fünf Panzerkampfwagen. Im Raume südlich des Ilmensees setzten die Bolschewisten dem Angriff der deutschen Truppen einen äußerst zähen und ver­bissenen Widerstand entgegen. I m blutigen Nahkampf Mann gegen Mann bewies je­doch der deutsche Soldat auch hier wieder seine kämpferische Ueberlegenheit. In diesem Abschnitt wurde der Widerstand unter schweren bolschewisti­schen Verlusten gebrochen und der deutsche Vor­marsch fortgesetzt.

Im Raume nördlich Luga stellten deutsche Truppen stärkere sowjetische Verbände zum Kampf unb vernichteten sie. Die Wege und Straßen waren vom Regen aufgeweicht und nur schwer passierbar. In dem sumpfigen Wald- und Wiesengelände waren die Marschbewegungen außerordentlich schwierig. Die schweren Infanteriewaffen konnten nur durch Trägerkolonnen vorwärtsgebracht werden. In zäher Ausdauer überwanden die deuffchen Soldaten alle Schwierigkeiten und führten die Kämpfe erfolgreich weiter. Infolge des unübersichtlichen Sumpfgelän- bes gestaltete sich die Bergung des erbeuteten Ma­terials sehr schwierig. Die zahlreichen, im Sumpf steckengebliebenen sowjetischen Fahrzeuge unb schwe­ren Waffen aller Art, darunter an einer Stelle allein 70 Geschütze, lassen jedoch darauf schließen, daß die Bolschewisten gewaltige Verluste an Waf­fen und Kriegsgerät gehabt haben.

Sowjetische Angriffsversuche südlich Kiew gescheitert.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) Im Raum südlich Kiew griffen die Bolschewisten nach stärkerer Ar­tillerievorbereitung und unterstützt von Panzer­kampfwagen die Stellungen einer deutschen Division an. An der Abwehr der deutschen Infanterie schei­terten alle Angriffsversuche. Die Infanterie ging so-