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der schweren Abgabe den Auftrag möglichst schnell und mit den geringsten Opfern durchzuführen.

Als die Küste Kretas vor uns auftaucht, wirb Fertig zum Absprung!" befohlen. Der erste von uns steht an der offenen Türe der Ju. Eine große Spannung herrscht in der Maschine. Wir warten auf das Absprungsignal. Noch bevor aber das Hup- Signal ertönt, zischen leichte Flak-, Flak.-MG.- und MG.-Geschosse an uns vorbei. Fast alle Ein­heiten springen im feindlichen Feuer. Was hier an heroischem Mut, an tollkühnem An­griffsgeist und unbeugsamem Kampfeswillen von den Männren, die vor allem am Flugplatz in feindliche S t e l l ü n g e n h i n e i n lande­ten, geleistet worden ist, vermögen Worte nicht auszudrücken.

Darrt der hervorragenden infanteristischen Aus­bildung unserer Fallschirmjäger wird man nach kurzem, schwerem Kampf Herr der Lage. Von den die Stadt umgebenden Höhenzügen aus beherrschen unsere Waffen die ausfallenden Straßen der Stadt. In der Nacht belegt der Engländer ünsere Plätze und die Höhenzüge, wo er die einzelnen Einheiten vermutet, mit heftigem Artilleriefeuer. Mutig gehen unsere Spähtrupps gegen die Stadt und den Flug­platz vor und kehren mit den er st en englischen Gefangenen zurück. Wir erfahren, daß sich die Engländer in diesem unwegsamen Gelände in Höhen st ellungen gut eingebaut haben.

Als der Sonnenball hervortaucht, entdecken wir, in der Ferne sichtbar, Einheiten der englischen Flotte mit Kurs auf Kreta. Beim Erscheinen von zwei deutschen Fernaufklärern drehen sie jedoch wieder ab und lassen sich nicht mehr sehen. Erst später erfahren wir, daß deut­sche Kampfverbände von dieser Einheit mehrere Schiffe versenkt haben.

Am zweiten Einsatztag werden wir durch die Kameraden der fliegenden Verbände unterstützt, die den Flugplatz mehrmals angreifen und dort stehende englische Maschinen vernichten. Im Laufe des Nach­mittags werfen Ju 52 für uns Nachschubmaterial, unter anderem Munition und Verpflegung ab.

Der Kommandeur der Kampfgruppe erteilt laufend an seine Einheiten die notwendigen Be­fehle und befindet sich mit seinem Gefechtsstand in vorderster Linie. Der Engländer scheint es besonders auf den Gefechtsstand abgesehen zu haben, denn tags­über belegt er ihn laufend mit Artilleriefeuer. Die 10,5-cm-Granaten schlagen oft in bedenklicher Nähe ein, und es gibt einige Leichtverwundete.

Am dritten Einsatztage erfolgt in den Morgen­stunden ein großer Nachschub an Munition, Ver­pflegung, Sanitätsmaterial. Mit Hilfe unserer MG. lassen wir dem Engländer keine Ruhe mehr. Es gelingt ihm nicht mehr, aus dem Flugplatz ungestört zu landen oder ungehindert in seinen Kasernen um­herzulaufen. So herrscht im Lause des Tages eine beiderseitige heftige Gefechtstätigkeit.

In den Vormittagsstunden erleben wir aber auch noch eine Ueberraschung. Der Kommandierende Ge­neral von Herakleion verlangt von einer unserer Einheiten die Uebergabe mit dem Bluff, wir feien die einzige kämpfende Truppe auf Kreta. Die Ant­wort war nicht nur ablehnend, sondern deutlicher in einem etwas später erfolgenden heftigen Stuka- Angriff auf die militärischen Anlagen der Stadt gegeben. Am Nachmittag erscheinen Zerstörer, die sich in schneidigem Tiefangriff die Benzin- und Oelvorräte auf dem Flugplatz vornehmen. Die hell lodernden Brände zeigen die ganze Nacht hindurch die gute Wirkung. Laufend wird der Engländer durch unsere Spähtrupps sowie durch weitere Luft­angriffe beunruhigt. In Stärke eines Zuges ver- jucht er unsere Stellungen im Rücken anzugreifen, holt sich aber durch unsere Sicherungen, die auf den Höhenzügen stehen, eine schwere Abfuhr. Nach einem kurzen Feuergefecht, bei dem der Engländer fünfzehn Tote zurückläßt, während wir zwei Kame­raden verlieren, zieht er sich schnellstens zurück. Als Abschluß dieses Tages überrascht uns eine Meldung, in der uns mitgeteilt wird, daß vier englische Kreu­zer gesunken, ein Schlachtschiff beschädigt und acht Zerstörer vernichtet sind. Außerdem befinden sich im Westen von Kreta, wo deutsche Gebirgsjäger aelandet sind, unsere Einheiten in fortschreitendem Angriff.

In den Morgenstunden des 24. Mai greift eine Hurricane wiederholt unsere Stellungen mit ihren Bordwaffen an, jedoch ohne Erfolg. Um sieben Uhr erfolgen unsererseits harte Angriffe auf die militärischen Anlagen der Stadt und auf den Flug­platz. Kurze Zeit später erscheinen unsere braven Ju 52 und werfen zur allgemeinen Ueberraschung Schokolade, Zitronen und Selterswasser ab. Ein freudiges Ereignis bei diesem Klima! Der einzige Brunnen, der uns Wasser spendet und auf den wir schon seit Tagen angewiesen sind, schmeckt reichlich salzig, da er nahe am Meer liegt und einen sehr tiefen Grundwasserspiegel hat.

Im weiteren Verlauf der Einsatztage haben un­sere Vorstöße gegen den Flugplatz großen Erfolg. Unsere Spähtrupps bewähren sich außer­ordentlich im Nahkampf und im Bunkernehmen. Mehrere gut eingebaute englische Felsenstellungen werden in kühnem Vorstoß genommen und zahl­reiche Gefangene eingebracht. Zwei englische Jäger, . die es wagen, auf dem Flugplatz zu landen, wer­den durch die MGs unter Feuer genommen. Wäh­rend sich eine Maschine bei sofortigem Start auf den Kopf stellt, geht die andere Hurricane in Flam men auf.

Am 28. Mai herrscht lebhafte deutsche Fliegertätigkeit über Herakleion. Am Nach­mittag greifen starke Verbände den Flugplatz und die Stadt an. Don unserem Gefechtsstand aus be­obachten wir, wie die Kampfverbände ihre Bom­benlast abwerfen. Große Brände auf dem Flugplatz und in der Stadt zeigen die große Wirkung. In den späten Nachmittagsstunden erreicht uns vom Kommandierenden General der Angriffsbefehl au Flugplatz und Stadt Herakleion am 29. Mai. Au einem Bergrücken wird fieberhaft an der Her­richtung eines Landeplatzes gearbeitet. Unter dem Schutz von Zerstörern, die sich später noch einmal auf Stadt und Flugplatz stürzen, gelingt diefes Husarenstück.

Die in der Frühe des 29. Mai ausgesandtcn Spähtrupps kommen mit der Meldung zurück, daß der Engländer den Flugplatz geräumt hat! Sofort wird vom Kommandeur das Vorrücken der Einheiten befohlen. Wir sind überrascht. Der Eng­länder hat in aller Stille den Flugplatz und auch die Stadt geräunst. Unsere schnell vorgehenden Ba­taillone besetzten sofort den Flugplatz und die Stadt. Die Hakenkreuzfahnen wehen jetzt über den alten venezianisch-türkischen Bastionen, und soeben landet die erste deutsche Maschine, eine Ju52. Mit dieser Maschine soll der Kriegsbericht in die Heimat gehen und soll dem deutschen Volke davon künden, daß deutschen Fallschirmjägern nichts unmöglich ist. In neuntägigem hartem Kampf haben diese Männer den Engländer von Ostkreta verdrängt und damit im östlichen Mittelmeer den wichtigsten Stützpunkt genommen.

Luftlandetruppen vor dem Flug nach Kreta.

Unser Bild zeigt Gebirgsjäger kurz vor ih rem Start nach Kreta. (PK.-Jesse-Schepl-M.)

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Die Wehrmachtberichte.

Das deutsche OKW. meldet:

Am Samstag:

Berlin. 31.Mai. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf der Insel Kreta fetzten die deutschen Trup­pen die Verfolgung des geschlagenen Feindes nach Osten fort und nahmen die Verbindung mit den bei heraklion stehenden deutschen Fall­schirmjägern auf. Die Vereinigung mit den von Osten her weiter vorstohenden italienischen Truppen ist nur noch eine Frage kurzer Zeit. Deutsche Kampf­fliegerverbände bombardierten auch gestern wieder feindliche Truppenansammlungen und Rückzugs­straßen. Besonders wirksame Luftangriffe richteten sich gegen Häfen an der Südküste, aus denen die Reste der britischen Truppen zu fliehen versuchen.

Südlich Kreta griffen deutsche Kampfflug­zeuge einen Verband britischer S^estreitkräfte an und beschädigten einen Zerstörer so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Auf die Insel Gaudos geflohene britische Verbände wurden angegriffen, eine Signalstation zerstört.

In Rordafrika wurde ein nächtlicher Ausfall- versuch des Feindes aus Tobruk abgewiesen. Durch Artilleriefeuer konnte ein größeres britisches Munitionslager zur Detonation gebracht werden. Deutsche Sturzkampffliegerverbände bekämpften bri­tische Flakstellungen bei Tobruk, Zerstörungsflug- zeuge beschossen mit Bordwaffen feindliche Truppen- ansammlungen. Deutsche und italienische Flleger­verbände griffen mit guter Wirkung Veiriebsstoff- lager des Feindes an.

Ein Unterseeboot unter Führung von Kapitänleut­nant Heinrich Liebe versenkte feindliche Handels­schiffe mit insgesamt 44 000 VRT.

3n der letzten Rächt wurden Häfen an der bri­tischen W e st k ü st e erfolgreich bombardiert. Be­sonders im Gebiet des Mersey und in Hafen­anlagen am Bristol-Kanal entstanden zahl­reiche Brände.

Der Feind flog weder in das Reichsgebiet noch in die besetzten Gebiete ein.

Bei den Kämpfen um Lhania am 25.5. zeich­neten sich die Angehörigen eines Gebirgsjägerregi- ments Oberleutnant Bauer, Oberfeldwebel Burk- Ha r t w i e f e r, Feldwebel Faltermeier, Ober­jäger Kehrer durch besondere Tapferkeit aus.

3m Kampf gegen Großbritannien war die Be­satzung eines Aufklärungsflugzeuges Leutnant Hof­mann, Unteroffizier Racke, Unteroffizier G a b - l e r und Obergefreiter M a f u h r besonders I erfolg­reich.

Am Sonntag:

Berlin, 1.3uni. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auf Kreta schreitet die Säuberung des Süd­teiles der 3nsel von ben Resten britischer und grie­chischer Truppen gut vorwärts Bel herapetra ist gestern die Verbindung mit den von Osten vor- gestohenen italienischen Truppen hergestellt worden.

Bisher wurden rund 10 0 00 Briten und Griechen gefangen genommen.

Südlich Kreta griffen deutsche Kampfflieger- verbände lächle britische Seestreitkräfte an, beschä- digten einen Zerstörer durch Bombenvollstresfer schwer und schossen vier 3agdflugzeuge vom Muster Hurricane ohne eigene Verluste ab. 3m gleichen Seegebiet versenkte die deutsche Lustwaffe ein Handelsschiff von 3000 VRT. sowie einen mit Munition beladenen Küslenschoner und traf einen kleineren Truppentransporter schwer.

Flugzeuge, die zu bewaffneter Aufklärung einge­setzt waren, versenkten am gestrigen Tage im Atlantik ein britisches Unterseeboot.

Kampffliegerverbände bombardierten in der letz­ten Rächt kriegswichtige Anlagen an der west­und Südküste Englands. Besonders im hafengebiel des Mersey entstanden größere Brände. Ostwärts peterhead wurde ein großes Handelsschiff schwer beschädigt.

Am 30.5. vernichteten Kampfflugzeuge ein Vor­postenboot im Hafen von Fraferburgh.

Kampfhandlungen des Feindes fanden über dem Reichsgebiet weder bei Tage noch bei Rächt statt.

Am Montag.

Berlin, 2. 3unl (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Kampf um Kreta ist beendet. Die ganze 3nsel ist frei vom Feinde. Deut­sche Truppen besetzten gestern den letzten Stütz­punkt der geschlagenen Briten, den Hafen von Sfakia. Gebirgstrüppen kämpften lm Vergge- lände nördlich Sfakia den letzten britischen Wider­stand nieder und brachten dabei weitere 3000 Gefangene ein.

Die deutsche Luftwaffe unterstützte wirksam diese letzten Säuberungsaktionen.

3m Seegebiet zwischen Kreta und Alexan­dria vernichteten deutsche Kampfflugzeuge aus einem Flottenverband heraus durch drei Volltreffer einen britischen Zerstörer.

3n Rordafrika Artillerie- und Spähtrnpp- tätigkeil vor Tobruk. Deutsche und italienische Kampfflugzeuge versenkten im Hafen von Tobruk fünf kleinere Transportschiffe und beschädigten mit guter Wirkung feindliche Flakbatterien.

Stärkere Kampffliegerkräfte belegten in der letz­ten Rächt den britischen Versorgungshafen Man­chester mit zahlreichen Spreng- und Brandbom­ben. heftige Explosionen und ausgebreitete Brände verursachten neue große Zerstörungen in ^Industriebetrieben und Lagerhäusern. Weitere Luft­angriffe richteten sich gegen Häfen an der Süd- west- und Lüdküste Englands.

Südostwärts Aberdeen und nördlich Schott­lands vernichtete die Luftwaffe zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 6000 BRT. und be­schädigte ein weiteres großes Handelsschiff schwer.

Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichs­gebiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt.

Die strategische Bedeutung von Kreta.

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Ekreta

Mit der Eroberung von Kreta haben die deutschen Bombengeschwader eine neue Ausgangsstellung gewonnen, die in bedrohlicher Nähe zu den Punkten liegt, die für Englunds Stellung im Nahen Osten lebensnotwendig sind. (Scherl-Bilderdienst-M^

Englandsfalsche Rechnung^

innerhalb deren jede Betätigung auf einem anderen Kriegsschauplatz als auf dem Atlantischen Ozean I und in den britischen Heimatgeldässern mit empfind- l liehen Versorgungslücken bezahlt werden mußte. Eine Landung auf dem europäischen Festlande, ohne daß auch nur so umfangreiche Vorbereitungen h getroffen werden konnten wie in Griechenland, ist so gut wie völlig aussichtslos und würde einen noch

OasitälienischeHauptquartter meldete:

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neuen großen Schiffsraumeinsätzen, wahrend er« wiesenermaßen die Handelsflotte nicht ausreicht, um das Land mit Rohstoffen, Lobensmitteln und Kriegsgerät zu versorgen. Aus einer Denkschrift aus der Zeit des Weltkrieges wissen wir heute, bafi. Großbritannien eine Handel sschi ff stonnage von etwa 6 Millionen BRT. benötigte, um die in Flan­dern und Frankreich stehenden britischen Truppen mit allem Erforderlichen zu versehen. Man weiß, daß sich die eigene und die den Briten dienstbare ausländische Tonnage in diesem Kriege auf etwa 29 Millionen Tonnen belaufen und durch Neubau­ten vielleicht um 2,5 Millionen Tonnen vermehrt hat. Davon sind aber etwa 10 Millionen Tonnen r- . vernichtet worden; behalten die Versenkungen das f ' ' Tempo bei, das sie im ersten Frühlingsmonat 1941, M niil u im April angenommen haben, so ist in bezug Militoem auf den Schiffsraum bald diejenige Gtenze erreicht, '

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Die amtlichen Stellen in London tun immer noch so, als ob ihr Optimismus nicht zu erschüttern wäre/ Mit der Zeit werden aber die deutschen Waffen- erfolge zu Lande, zur See und in der Luft diesem Vorspiegeln falscher Tatsachen" ein Ende bereiten. Einstweilen versucht es London immer noch mit ber- bisherigen Methode. Zunächst erhebt sich in Eng­land ein mildes Frohlocken, wenn es gelungen ist, einen neuen Kriegsschauplatz^ schaffen. Man spricht von einer neuen Zersplitterung der deutschen und italienischen Streitkräfte und über«, geht mit Stillschweigen, daß die Achsenmächte.drei- mal so viel Einwohner zählen wie Großbritannien,' ' "' Zersplitterung für die Gegner Deutsch- ch gefährlicher ist als für das Reich y C .1 1 . .. (TD AM .. X A n V* aA AV X A V VI 1A

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und seinen Verbündeten. Wenn dann aber der neue Kriegsschauplatz die Szenerie eines neuenglänzen­den Rückzuges" geworden ist, preist man sich selig, daß man einen drückenden Debetposten in der .. Schiffsraumbilanz losgeworden ist. '

Wir Deutschen sehen diesem Gebaren ein^s ,Hans Mph» im Glück", der mit einem Goldklumpen loszieht und «V nach einer Reihe von Tauschgeschäften mit größten Behagen den schweren Mühlstein in den Brunnen versinken sieht und mit leeren Händen weiteraeht, mit Kopsschütteln zu. Man weiß, daß jeder Auf­marsch an einer entlegenen Küste beträchtliche Men­gen Schiffsraum bindet. Selbst wenn das alleinige Ziel des Krieges die Einsparung von Schiffsraum für die heimische Versorgung Englands wäre, bann hätte es keinen Sinn, auch nur das Mittelmeer zu verteidigen. Dann bliebe die gesamte britische Kriegsflotte am besten im Atlantischen Ozean kon­zentriert, um die Transporte von Nordamerika nach dem britischen Jnfelreich sicher zu geleiten.

Alle paar Wochen versichert ein englischer Staats­mann, daß irgendwann einmal in absehbarer Zu­kunft die Briten die Offensive gegen Deutsch- land ergreifen und auf dem europäischen Kontinent landen würden. Man spielt also fortgesetzt mit

Am Samstag:

Rom, 31. Mai. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut:

In d'er Nacht zum Samstag haben unsere Flugzeuge die Hafenanlagen von La Valetta» bombardiert.

Auf der Insel Kreta nehmen die Operationen unserer Truppen ihren Fortgang, um in engen Zusammenwirken mit den deutschen Streitkräften die gesteckten Ziele zu erreichen.

Im Aegäischen Meer wurden von eng­lischen Flugzeugen auf eine Ortschaft unserer Be­sitzungen Bomben abgeworfen. Ein feindliches Flugzeug wurde von der Bodenabwehr abgeschosseii.

In Nordafrika bombardierten deutsche und italienische Flugzeuge, die von italienischen Jagd­flugzeugen begleitet waren, feindliche Flakstellungen in Tobruk.

Am 28. Mai griffen deutsche Bomber feindliche Kraftwagen in der Nähe von Tobruk an und be­schädigten nördlich von Marsa Matruk eine« Dampfer größerer Tonnage schwer.

In O st a f r i f a hielt der tapfere Widerstand -unserer Truppenverbänbe gegen die überlegenem feindlichen Streitkräfte an.

Am Sonntag:

Rom, 1. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:

In Nordafrika wurde an der Süd front von Tobruk ein feindlicher von Panzern unterstützter? Vorstoß unter Verlusten für den Gegner abgt= wiesen. Die Luftwaffe versenkte einen mit Munition 'beladenen nach Tobruk fahrenden englischen Motor­segler. Die im Wasser treibende Besatzung wurde aufgefischt. In Tobruk wurden von anderen Flug­zeugen Hafenanlagen und befestigte Stellungen mit Bomben belegt und ein Munitionslager zur Ex­plosion gebracht. In der Nacht zum 31. Mai warfen englische Flugzeuge einige Bomben auf Bengasi-.

Die Operationen zur vollständigen Besetzung de« Insel Kreta nehmen. erfolgreich ihren Fortgang- Die italienischen Abteilungen, die gestern die Füh­lung mit ben deutschen Streitkräften ausgenommen haben, drängen den nach dem Südteil der Insel sich zurückziehenden Engländern nach.

In O st a f r i k a wurden dem Feind bei dem Kämpfen der letzten Tage bei Debarek im Ge­biet von Amhara beträchtliche Verluste beigebracht- , Im Gebiet von Galla und S i d a m o leisteten unsere Trupepn in mehreren Treffen erfolgreiche« Widerstand.

Am Montag.

Rom, 2. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom 2. Juni hat folgenden Wortlaut::

Jn Nordafrika haben Verbände der italieni­schen und der deutschen Luftwaffe im Hafen von Tobruk liegende Schiffe und die Anlagen des Stützpunktes Tobruk angegriffen. Fünf kleiner« Schiffe wurden versenkt. Flakbatterien erhielte« Volltreffer. Ein Brennstofflager geriet in Brandt

In der Nacht zum 1. Juni haben britische Flug" zeuge Bengasi bombardiert. Ein feindliches Flug­zeug wurde von der Bodenabwehr abgeschossen- Die aus fünf Mann bestehende Besatzung wurvs gefangen genommen.

Auf Kreta haben die italienischen Truppen gemeinsamem Vorgehen mit ben deutschen Einheiten die festgesetzten Ziele erreicht.

In Ostafrik a ist bis Lage unoeLöndert.

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