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Das Studium an der Wwigs-WverW Gießen

Mar&Mnifie. 29/30-ßatinäo/Atr 2/9.

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

Verdonkelungszett

3. Mai von 20.51 bis 5.48 Uhr.

4. Mai von 20.53 bis 5.46 Uhr.

Fällen aber wird diese schöne Absicht auch verwirk- licht werden, zumal nach dem Sieg gute Bucher die Jugend unterrichten werden..

Inzwischen häitten sich die Zeitschriften zu Sta­peln, werden der Hausfrau tur Last, verstauben und verfallen dann nutzlos in Kellern und Bödsn, um schließlich doch vernichtet zu werden. Heraus also mit all den Pavierstapeln! Die Jugend wartet schon darauf. Kein Stück Papier, auch nicht das kleinste, darf umkommen. Die Bedeutung dieser Sammlung rei-gt die Tatsache, daß zwei im Jahre 1940 im Kreis Groß - Frankfurt durchgeführte Aktionen allein 487 117 Kilogramm Altpanier erbrachten. Diese Ergebnisse werden bei regelmäßiger und zielbewuß­ter Sammlung noch um ein Vielfaches erhöht wer­den. Jede Familie aber, die sich willig und restlos für die Erfassung des Altpapiers einsetzt, hilft wert- vollsten Rohstoff gewinnen und erhält sich selbst die Stätte gesunder Erholung und Entspannung den

Das Verkchrsamt der Stadt Gießen hat soeben ein« Broschüre unter dem TitelDas Studium an der Ludwigs-Universität Gießen" herausgegeben, deren Zweck und Aufgabe von dem Verkehrsamt in der Einleitung mit folgenden Sätzen umrissen wird:Dor und nach der Reifeprüfung, im Ar­beitsdienst und während des Wehrdienstes beschäf­tigen die ernsten Entscheidungen der Berufswahl die Jugend. Ist dann ein Studium gewählt, so tauchen neue Fragen über Vorbedingungen. Stu­dienaufbau, Prüfungen, Arbeitsgebiete der Berufe ufw. auf. Darauf zu antworten, will das vor­liegende Heft mithefen, indem es eine Einführung in die verschiedensten Studien bringt, die an der LudwigS'Universität studiert werden können. Auch die Studenten, die einen Wechsel der Hochschule be­absichtigen, werden sich gerne im Gießener Studien­heft unterrichten."

Die Aufsätze behandeln dann, in der Reihenfolge der Broschüre hier zitiert, folgende Themata: An­leitung 3'trm Studium der Theologie. Das Studium der Rechtswissenschaft. Das Studium der Medizin. Das Studium der Veterinär-Medizin. Beratung für Studierende der Philosophischen Fakultät, Abt. I.

Das Studium der Philosophie. Das Studium der Pädagogik und Psychologie. Das indogermanische Seminar. Das Studium der Runenkunde. Die klas­sische Philologie. Zum Studium der deutschen Phi­lologie. Das Studium der englischen Philologie. Romanische Philologie. Das Studium der Geschichte. Das Studium der Archäologie. Das Studium der Kunstgeschichte. Das Studium der Musikwissenschaft. Die Lehramtsprüfung. Mathematik. Das Studium der Physik. Das StÄnum der Ehemie. Das Stu­dium der Geologie. Das Studium der Botanik. Das. Studium der Zoologie. Das Studium.der Erdkunde. Das wirtschaftswissenschaftliche Studium. Das Stu­dium der Landwirtschaft. Der Sport und das Studium der Leibesübungen. Schule zur Ausbildung Techni­scher Assistentinnen. Oraanisation der Studentenfüh­rung. Studentenwerk Gießen. Vorschriften über Im­matrikulation. Gebühren und Unterrichtsgeli^r. Fi­nanzielle Erleichterungen des Studiums.

Das Titelblatt des Heftes zeigt ein ganzseitiges von der Eingangshalle des Universitätsgebäu­des mit dem Durchblick zur großen Aula und zu den Treppenaufgängen mit der Galerie der Wieder­gaben klassischer griechischer Bildhauerkunst.

verfahren ergehen demnächst. *

** Eine Achtzigjährige. Am kommenden Montag. 5. Mai, vollendet Frau HeleneFischer, geb. Rühl, Maigasse 13, früher lange Sabre Reuen Bäue 9 wohnhaft, in bester Frische und Gesundheit ihr 80. Lebensjahr. Die Jubilarin hat früher viele Jahre lang die Märkte in Gießen und Umgegend besucht und dort Wollwaren und Zuckerwaren feil- gehalten. Dadurch ist sie in weiten Bevölkerungs­kreisen bekannt geworden. Sie ist Trägerin des goldenen Mutts^-Ehrenkreuzes. Der Jubilarin gelten untere herzlichen Wünsche zu ihrem Geburtstage und für einen schonen Lebensabend.

Amtsgericht Gießen.

Wegen falscher Anschuldigung hatte sich der F. H., der sich zur Zeit in Elberfeld aufhält, zu verant­worten. Er wurde beschuldigt, im Juni vorigen Jahres einen Einwohner von Gießen des Mord­versuches vorsätzlich oder fahrlässig beschuldigt zu hoben. Rach den Behauptungen des Angeklagten soll der fragliche Gießener Einwohner von seinem privaten Schießstand aus hinter einem Landhaus bei Allertshausen, im Jagdrevier des Vaters des Angeklagten, als er sich auf dem Ansitz befand, auf ihn geschossen haben. Gegen diese Anschuldigung wehrte sich der Gießener Einwohner mit einem Strafantrag gegen den F. H. Das Gericht Der- urteilte den Angeklagten wegen leichtfertiger fal­scher Anschuldigung zu 300 RM. Geldstrafe, wobei es die seitherige Unbescholtenheit des Ange­klagten strafmildernd berücksichtigte.

Helft der Lugend Kapier sammeln!

Unser Gau soll nicht zurückstehen!

nach jeder Richtung geöffnet.

Vom Frühjahr bis in den November 1909 wurde mit aller Kraft an dem Bau der Straßenbahn ge­arbeitet. Zwei Linien wurden gebaut: Bahnhof Bahnhofstraße Marktplatz Grünberger Straße (Kaiserallee), bzw. BabnhvfSelterswegMarkt­platz Marburger Straße. Am 20. November 1909 mar es dann so weit, daß das neue Verkehrsmittel in Betrieb genommen werden konnte. Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten und die Stadtverord­neten sowie die Gälte der Stadt mochten zur Er- öffn-ung des Bahnbetriebs vom Bürgermeisterei- ge-bäude aus mit den neuen Straßenbahnwagen eine Fahrt über den Markt nach dem Fried-Hos am Rodtb^rg, von dort über den Seltersweg zum Bahnbo-f und dann durch die Bahnhofstraße bis zum Schützenhaus, um sich von hie^ aus zürn ge­meinsamen Mittagessen nach der Liebiasböhe zu begeben. Dort schloß sich dann ein Volksfest mit Bierkonzert bis in den Abend hinein an. ImGie­ßener Anzeiger" N^ff74 vom Montag. 22. Novem­ber 1909, ist darüber zu lesen, durch die Eröffnung der Straßenbahn habe das Stadtbild entschieden ge­wonnen. Weiter heißt es dann u. a. in dem Be­richt: ,/Die Teilnahme der Bevölkerung war außer­gewöhnlich groß, und wenn der Betrieb zeitweise ein wenig stockte, so waren eben nur diese Aus­nahmetage mit übergroßen Anforderungen schuld. Jeder wollte einmal eine Fahrt mitmachen, und die sich zusammenrottenden Fußgänger blickten schmun­zelnd nach. Das vermehrte Straßengeräuch n'mmt man gern und freudig mit in Kauf, und vielleicht muffen für die ersten Tage die Glockenzeichen der Wagenführer öfter und rascher aufehranberfolgen, um das Publikum zur Vorsicht zu gewöhnen und Unfällen vorzubeugen. Auf die beiden ersten Tage des neuen Betriebes dürfen wir mit Zufriedenheit zurückblicken ...Es wird an dem frohen Tag wohl niemand in der Stadt gegeben haben, der sich über die neue städtische Errunaenschaft nicht herzlich ge­freut hätte ..Am Eröffnungstag, dem Samstag, beförderte die Straßenbahn 1475 zahlende Perso­nen, von denen 355 Zahlmarken abgaben. Am dar­auffolgenden Sonntag belief sich die Zahl der be­förderten Personen auf 9355. von denen 1954 Zahl­marken abgegeben hatten Die Beamten der Stra­ßenbahn gaben der Ansicht Ausdruck, daß am Sonntag, wo absichtlich keine Kontrolle ausgeübt wurde, mindestens 4000 bis 5000 Menschen die Straßenbahn ohne Bezahlung benutzt hatten. Don den Zahlmarken dis Straßenbahnwagen hatten damals noch die Einrichtung der Zahlkästen, m die jeder Fahrgast zu Beginn der Fahrt seine Zahl­marke oder seinen Zehner selbst einwerfen mußte> von denen die Verwaltung 15 000 Stück beschafft

mar zu gegebener Zeit jedermann und auch der ärgste Spötter froh, ihn benutzen zu können. Em guter Teil des Spottes wurde ihm übrigens zu Unrecht zur Last gelegt, denn für die schlechten -Straßen und die anderen widrigen Umstande, die eine Fahrt in ihm zeitweise zu einer Tortur mach­ten waren andere Einrichtungen und Verhattmlie verantwortlich." In den 14 Jahren war das Ge­nossenschaftsvermögen sehr zusammengeschmolzen, und die Wagen waren hauptsächlich durch den schlechten Zustand der Straßen außerordentlich schlecht geworden. Deshalb wurde beschlossen, den Betrieb der Omnibuslinien am 1. Oktober 1909 ein­zustellen. Hauptsächlich durch diesen Beschluß wurde die Frage der -Erbauung einer elektrischen Straßen­bahn in Gießen in rascheren Fluß gebracht. Am Mittwoch, 17. November 1909, abends 10 Uhr, fuhr der letzte Omnibus unter den Klängen des Liedes .Muß i denn, muß i denn zum Städtte hinaus" vom Bahnhof ab, und damit gehörte der Gießener Pferdeomnibus der Geschichte unserer Stadt an. Der letzte große Omnibus wurde nach der Einstel­lung des Betriebs an das Gut Neuhof bei Leih­gestern verkauft, während der letzte kleine Omnibus- magen von dem Nachbarstädtchen Gladenbach er­worben und noch längere Zeit zum Omnibusdienst zwischen Bahnhof und Stadt Gladenbach benutzt wurde.

Fünf Omnibus-Veteranen leben heute noch in unserer Mitte; es sind die später auch noch bei der Straßenbahn diensttuenden Herren Peter Beyer, Heinrich Becker, Wilhelm Völpel, Heinrich Völpel und Christoph S t e i h , die jetzt zum Teil im Ruhestand leben oder in anderer Stellung sind. Mancherlei Interessantes kann man tron dreien Veteranen über den Omnibusbetrieb hören. Z. B. erzählen sie. daß die Omnibusse in ihrem Verkehrs- plan hauptsächlich auf die Antunfts- und Abfahrts- zeit-en der Zuge ausgerichtet waren Die Inan- spruchnahme der Wagen war stark; der große Omnibus war meist mit etwa 40 Personen, die kleinen Wagen mit 20 bis 30 Personen besetzt. Dazu kam noch das Gepäck, so daß die beiden oder ge­legentlich auch drei Pferde allerlei über das hol­perige Pflaster' .zu ziehen hatten. Die Omnibusse waren gelegentlich auch Gegenstand von Studenten­streichen, denn manchmal, wenn der Omnibuskutscher beim Frühstück in der nahegelegenen Gaststätte saß. schwangen sich ein ober zwei Studenten kurzerhand aus den Kuttchbock und rumroeiten mit dem Omni­bus davon. Der Kuttcher mußte bann im Laufschritt binterfjerWen, um wieder zu feinem- rechtmäßigen Sitz und Gefährt zu kommen; für die Studiker gab ea natürlich einen Denkzettel in Form eines Straf­mandats. Der Omnibus diente auch einmal einem Manne aus Berlin, der feine Frau hier zum Be­such erwartete, als Mittel zu einem kleinen Schabernack. Der Mann gab dem Kullcher ein Trinkgeld von 20 Mark mit der Auflage, die holde Gattin aus Berlin bei ihrer Omnibusfahrt durch

In den nächsten Tagen wird eine der Obuslinien den Verkehrsdienst in Gietzen aufnehmen. Die Straßenbahnstrecke Markt­platzSchützenhaus wird von diesem Zeit­punkt ab stillgelegt werden, nachdem die Streife MarktplatzSelterswegBahnhof schon vor 14 Tagen eingestellt worden ifl. Dieser Wandel der Dinge weckt interessante Erinnerungen an die Entwicklung der öffent­lichen Verkehrsmittel in Gießen.

Im Winter 1894/95 war in Gießen der Gedanke aufgetaucht, ein regelmäßiges und billiges Verkehrs- mittel nach und von der Bahn zu schaffen. Der Ge­danke fand An-klang, und im Februar 1895 nahm eine Kommission die Beschaffung der Geldmrtt^ für einen Omnibusbetrieb in Angriff. Schon nach 14 Tagen waren 5000 Mark zusammengebracht, mit denen jedoch nicht allzuviel angefangen werden konnte. Das Kapital wurde dann auf 15 000 Mark erhöht, und am 1. August 1895 trat die Genossen­schaft mit 92 Mitgliedern und 160 Anteilen ins Loben. Dor 46 Jahren also begann der Pferde­omnibus durch die Straßen von Gießen zu rum­peln. Zunächst wurde der Betrieb mit drei Wagen aufgenommen, die man gebraucht in Bernburg ge­kauft hatte, und damit eine Linie vom Bahnhof über den Seltersweg bis zur Marburger Straße- Ecke Wiesecker Weg eingerichtet, wo sich das Devot des Unternehmens befand. In den folgenden Mo­naten traten 62 weitere Genossen mit 80 Ant-ellen hinzu, die zumeist im Bahnhofsviertel wohnten. Deren Wünschen Rechnung tragend, wurde eme weite Omnibuslinie vom Bahnhof durch die Bahn- hofttraße zur ©rünberger Straße der heutigen Kaiser alle e, die im Aprsi 1907 anläßlich des Be­suchs des früheren Kaisers Wilhelm II. den Namen ..Kaiserallee" erhielt mit dem Endpunkt vor der Metzgerei Boß in der Nähe der Ecke Moltkestraße eingerichtet. Zwei wettere Linien zum Sckiffenberg /bis zum Waldanfang am Schiffenber-ger Weg) und nach Wieseck vervollständigten bann das Betri ebs- \ netz.

Am Ende des ersten Geschästsiahres 1895 waren neun Wagen vorhanden. Zu dieser Zeit standen 18 Pferde im Dienst des Betriebs. Mit dielen .Jbafcrmotoren" wurden im ersten Betriebsjahre 286 394 Personen befördert. Die Einnahmen be­liefen sich durchlchnittlich täglich auf 57,42 Mark. Da die Betriebsausgaben aber hoher waren, ergab sich tätlich ein Verlust von 580 Mark. Der Vor­stand der Genossenschaft beschäftigte sich daher mit br-m Gebauten, ben Fahrpreis von 10 Pf. auf 15 Ps. zu erhöhen, er sah jedoch davon ab, nach­dem sich bi? Stadt bereit erklärt hatte, de-m Unter­nehmen jährlich 3000 Mark Zuschuß zu gewähren. So wurde denn der Betrieb mährend 14 Jahren durchgehalten.Solange der Omnibusbetrieb vor­handen war" wie im ..Gießener Anzeiger" Nr. 273 vom 20. November 1909 zu lesen lltmußte er manchen Spott über sich ergehen lassen, und doch

die Bahnhofstraße in Gießen mit peinlicher Gewiß senhafttgkeit durch die vielen tiefen Locher der Straße zu fahren, was der Kutscher in Anbetracht desGoldfuchses" gründlich besorgte.

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Im Sommer 1908 tauchte der Gedanke auf, den Omnibusbetrieb durch eine eiet tr i f d) e Stra ße nbahn zu ersetzen. Der Vorschlag fand An- klang, besonders auch bei den Mitgliedern der da­maligen Stadtverordnetenversammlung. Nachdem sich die städtische Derkehrskommission im Mai und dann die Finanzkommission der Stadtverordneten­versammlung im Juni 1908 für diese Einrichtung ausgesprochen hatten, legte der damalige Ober­bürgermeister Mecum der Stadtoervrdnetenoer- sammlung am 25. Juni 1908 eine entsprechende Dor- läge vor, die der grundsätzlichen Beschlußfassung galt und einen Gesamtkostenaufwand von 540 000 Dkark nannte. Die Vorlage sah die Einrichtung zweier Linien, und zwar BahnhofMarktplatz-- Schützenhaus bzw. Bahnhof^SelterswegMarkt- platzFriedhof mit 7^-Minutenbetrieb vor. Ber den Stadtverordneten fand die Vorlage eine gute Aufnahme, wobei besonders die Notwendigkeit be- tont wurde, die Stadt mtt ihren damals 31000 Einwohnern mit einem zeitgemäßen Verkehrsmittel zu versehen. Die Aussprache endete mit dem Be- schluß, bie Straßenbahn zu bauen und sogleich bte beiden vor geschlagener Linien einzurichten. Damit war im Grundsatz die Entscheidung f ü r bas neue Derkchrsmtttel gefallen. Die folgenden Monate waren ausgefüllt mit den Maßnahmen zur Ver­wirklichung des Beschlusses. In ben Erörterungen spielte von Anfang an ber Gebanke eine Rolle, den Betrieb der Straßenbahn zunächsi wenigstens für einige Jahre an die mtt dem Bau beauftragte Fivma zu verpachten, um ber Stadt das Anfangs­risiko zu ersparen, ihr aber eine von ber Betriebs­firma zu zahlende Jahrespacht als feite Einnahme zu sichern. Um ben Bau entstaub ein scharfer Wett- bewerb zwischen ben Siemens-Sckuckert-Werken unb ber Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft (AEG.) Berlin. Am 11. Februar 1909 würbe von ber Stabt- verorbnetenversammlung bie Bauvorlage beschlossen mit ber Maßgabe, daß die Stadt selbst die Gleis­anlagen ausführen, die Oderleituna aber sowie die Motorwagen von den Siemens-Schuckert-Werken geliefert werden sollten. Für das Gelamtobjekt wurde ein Kredit von 600 000 Mark zur Verfügung gestellt. Eine Dsrpachtuna der Straßenbahn wurde abgelehnt, baaegen bie Uebemahme bes Betriebs in städtische Regie einstimmig gutgeheißen. Nun­mehr waren die Wege für den Straße-nbahnban

Linst mitHafenuolor" und Moll - jetzt mit Obus in Gießen

Erinnerungen an die Entwicklung der Gießener Verkehrsmittel.

mauerdurchbrüchen auf die Mieter bis zu einem bestimmten Prozentsatz ber Jahresmiete anteils­mäßig umzulegen. Desgleichen konnten Mietminde- rungsbeträqe auf bie Gesamtheit der Mieter um­gelegt werden, bie sich daraus ergeben, baß ein Mieter feine gewerblichen ober Wohnräume für Luftschutzraumzwecke zur Verfügung stellen muß. Schließlich konnten auch bie Betriebskosten für bie Heizung und unter bestimmten Umständen auch für die Beleuchtung umgelegt werden. Alle diese Um­lagemöglichkeiten sind durch einen neuen Erlaß des Reichsluftfahrtministers und Oberbefehlshabers ber Luftwaffe mit Rückwirkung vom 1. Oktooer 1940 aufgehoben worden. An die Stelle des Umlage­rechts tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 1940 ein Erstattungsanspruch des Hauseigentümers gegen das Deutsche Reich. Der Erstattungsanspruch er­streckt sich auch auf bie Beträge, bie bie Eigentümer im Rahmen der Richtlinien selbst tragen müßten. Die näheren Vorschriften über bas Erstottungs-

Seitdem Großdeutschlanbs sieggewohnte Truppen den Marsch neuer, unvorstellbarer Leistungen unb Erkol-ge angetreten haben, wird ber gute Freund aufgeschlossener Volksgenossen, die tägliche Zeitung, ungeduldiger und brennender denn ie erwartet. Jeder möchte die Einzelheiten großer Ereignisse, die der Rundfunk verkündete, kennen lernen, möchte in den PK-Berichten den Siegesflug der kämpfenden Kameraden verfolgen. Wer aber feine Zeitung nach her Lettüre achtlos weawirft ober gar in ben Dien steckt, schäbigt die deutsche Kriegswirtschaft und übt Vorrat an ben Kameraden der Front. Jede ge­lesene Zeitung gehört, sofern sie nicht an die Front abgeht, an einen bestimmten Sammelplatz, wo sie regelmäßig durch die Schuljugend abgeholt wird, um erneut der Wirtschaft zugeführt zu werden. Diele Väter und Mütter iamrneln die bebilderten

Zeitschriften, damit ihre Kinder später einmal aus Ihren Seiten und Bildreiben bie Größe beutschen _ v , Freihettskampfes ersehen sollen. In den seltensten schönen deutschen Wald.

Gruneke. DuhnenbiL: Karl Löftler. Tanzleitung: Irmgard Trömel. Außer Miete.

Dienstag, 6. Mai:Hans Helling", Oper von Heinrich Marfchner. Z0. Dienstag-Miete.

Mittwoch, 7. Mai:Clavigo". Trauerspiel von Goethe. 29. Mittwoch-Miete. .

Freitag, 9. Mai:Hans Helling", Oper von Hem- rid) Marschner. 29. Freitag-Miete.

Sonntag 11. Mai: Zum letztenmal:Die unga­rische Hochzeit", Operette von Nico Dostal. Außer Miete! 1

VS'SMklllWfl M W öntfl 3tenöe

Achtung! Briefmarkensammler!

Am Sonntag, dem 4. Mal 1941, vormittags 10 Uhr, finbet imWürttemberger Hof" eine Zu­sammenkunft aller KöF-Briefmarkenfammler statt.

Pg. Jaenicke von ber Gaubienststelle wird grund­sätzliche Ausführungen über das Tauschverfahren und ben Neuheitenbezug geben. 2052V

Gäste sind willkommen.

Maisingen.

Gfs. Die Kindergruppe der NS.-Frauenschaft Gießen-Süd hat am 1. Mai ben Kreisleiter mit fröhlichem Singen überrascht. Schon um halb neun Uhr morgens trat die Gruppe, festlich mit Blumen und Kränzchen geschmückt, an und freute sich sehr auf bie Überraschung. Hell klangen die kindlichen Stimmen.Wir sind die Kleinsten im Adolf-Hitler- Reoiment" war bas erste Lied. Manch ftöhliches Frühlingslied folgte. Groß war die Freude des Kreisleiters über bie kleine Gesellschaft, und sehr stolz waren bie Kinder über ihre Leistung. Be­schenkt mit Plätzchen zoa bie muntere Schar glück­strahlend nach Hause. Wie vergnügt werben die Kinder erst fein, wenn sie nun einmal zum Zoo nach Frankfurt fahren dürfen? Freilich, alles hn Leben muß man sich erst verdienen, so dürfen zu diesen Festtagen auch nur die Kinder kommen, die auch sonst treu ihren Dienst tun.

Keine Umlagen mehr für Lustsckmtzräume.

In den Richtlinien bes Reichsluftfahrtministers und Oberbefehlshabers der Luftwaffe über Art und Umfang des Beitraoens bei der Ausführung von behelfsmäßigen Luftschutzräumen unb von Branb- mauerburchbrüchen war das Reckt des Hauseigen­tümers niedergelegt, die nach Ausschöpfung aller Selbsthilfemaßnahmen ber Luftschutzgemeinschaft noch entstehenden Kosten für bie Herrichtung von Luftschutzräumen und bie Ausführung von Brand-

MONDAMIN

Darin noch den Soft oder da» Fcnchtsieisch mehrerer Apfelsinen oder Zitronen hinzu (nachdem die Speise gekocht ist), so bietet sie ihren Lindern eine wirklich gesnnde Lost mtt einem reichen Vrhrit an 4B#«rinG

Die HanSfran und Mutter von heute bemüht sich, nicht nur abwechs­lungsreich, sondern auch gesund zu kochen. Sie benutzt deshalb gern di- Gelegenheit, ihren Lindern setzt im Frühjahr solche Speisen auf- zntischen, die auch vitaminreich sind, also sütze Milchspeisen mit vpftst Pnen-, Zitronensäften usw.

Für die Zubereitung dieser Mllchspelsen verwendet die HauSftM mtt Borliebe daS zarte, reine, blütenweitze Mondamin. Mondamin ist ein reine» Kohlehydrat und deshalb besonder» leicht verdauliche Mtoett sri) schmackhaft. Gibt sie bei diesen Milchspeisen «S Mane