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hatte, war an jenem Sonntagmittog kein Stück mehr vorhanden gewesen. Besonders mteressant ist noch, daß die erste Geldeinnahme der Elektri­schen Straßenbahn, ein lO-Pf.-Stück, von Ober­bürgermeister Mecum dem Museum des Ober» hessischen Gesckichtsvereins als Andenken übergeben wurde, roofür der damalige Museumsdirektor Kra­mer in einem Schreiben vom 23. November 1909 ben herzlichen Dank des Museums aussprach.

Nach dem' Kriege 1914/18 kamen auch für die Straßenbahn, die immer ein Zuschußbetrieb der Stadt war, schwierige Zeiten. 3m 3ahre 1919 wurde der Betrieb w:gen Kohlenknappheit für einige Zeit taaeweise und einmal sogar auf drei Wochen ein­gestellt. Unter der Einwirkung der Inflation mit ihren schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen sah sich die Stadtverwaltung gezwungen, den Straßen- bahnbetrieb vom 27. Oktober 1923 bis zum 30. Juni 1924 völlig stillzuleaen. Vom 1. Juli 1924 ab wurde der Betrieb zunächst auf der Bahnhofstraßen-Linie wieder ausgenommen. Eine erneute Stillegung machte sich für die Zeit vom 2. Januar 1931 bis »um 29. November 1932 erforderlich. Von da ad lief der Verkehr wieder auf Leiden Strecken normal. Das Jahr 1932 wurde au einem besonderen Mark­stein in der Geschichte der Straßenbahn, denn im Sommer jenes Jahres kam die Fraae des Straßen- bahnbaues nach Wiefeck, die früher schon einmal er­örtert woren war, erneut in Fluß Im Spätsommer 1932 wurde mit dem Erweiterungsbau vom Wie- seckerweg nach Wieseck begonnen. Am 22. Dezember 1932 konnte die erweiterte Straßenbahnlinie Gie­ßenWieseck dem Verkehr übergeben werden, die sich dann im Laufe der Jahre au einer besonders wirtschaftlichen Strecke entwickelte. Nun steht die Straßenbahn vor der endgültigen Stillegung der Hälfte ihre Betriebes, der sog. roten Linie.

Das neue Verkehrsmittel unserer Stadt ist der Obus (Oberleitungsomnibus). Wie die Straßen­bahn, hat auch er die Elektrizität als Antriebskraft. Gegenüber der guten altenElektrischen" bietet er jedoch vielfache Vorzüge. Darüber haben wir im Gießener Anzeiger" Nr. 96 vom 23. April 1941 be­reits näher berichtet. In diesen Tagen fahren die neuen Wagen schon durch unsere Straßen, aller­dings sind es zunächst noch Ausbildungsfahrten für die Männer, die zur Lenkung der großen Fahrzeuge eingesetzt werden. Diese Ausbildungsfahrten werden jedoch in etlichen Tagen beendet sein, und dann werden wir die neuzeitlichen Fahrzeuge hoffenllich bei allen Fahrten vollbesetzt im Dienste des Verkehrs sehen. \ B-

Glehener Dochenmarklprelse. \

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware Für 8-Ware oder abfallende Wart sowie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger

Gießen. 3. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stuck 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 46, Weißkraut, % kg 10, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 18, Spargel 60 Rpf. bis 1,20 RM., Unterkohlrabi 6 Rpf., Meer­rettich 50 bis 70, Rhabarber 16 bis 20, Aepfel 45, Lauch 24, Sellerie 21, Salatgurken 70, Salat, das Stück 15 bis 35 Rpf.

Wer-Ägend in der Freiwilligen Feuerwehr.

Erster Hitler-Zugend-Feuerwehrlehrgang an der Landesfeuerwehrschule Hessen in Ma.nz-Kastel.

Die Hiller-Jugend bietet der Jugend die Mög­lichkeit, sich auf allen Gebieten grundlegende Kennt­nisse zu erwerben. Bekannt sind die Motor-HI., die Marine-HI., die Flieger- und Nachrichten-HI. Eine Feuerwehr-HI. kennen wir nicht. Nach einer Ver­einbarung zwischen dem Reichsführer ff und dem Reichsjugendführer stellt die Hitler-Jugend Ersatz­kräfte für die Freiwilligen Feuerwehren. So ist der Jugend Gelegenheit gegeben, sich auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens zu betätigen. Entweder bildet sie eine geschlossene Feuerwehrschar oder die Jungen haben, in der Wehr verteilt, die Lücken der durch die Wehrmacht einberufenen Feuerwehrmänner ge­füllt.

In der Woche vom 20. bis 26. April fand der erste Hitler-Jugend-Feuerwehrlehrgang für das Land Hessen an der Landesfeuerwehrschule in Mainz- Kastel statt. 39 Hitlerjungen aus dem Lande Hessen haben an dem Lehrgang teilaenommen. Mit Freude und Begeisterung waren sie dabei, galt es doch, sich die Kenntnisse anzueignen, die ein Feuerwehrmann haben muß, um der großen Aufgabe, die an ihn besonders in ber Kriegszeit gestellt wird, gewachsen zu fein. Der achttägige Lehrgang, bei freier Ver­pflegung und Unterkunft auch der Verdienstaus­fall wird vergütet, soll ben Hitlerjungen soweit ausbilben, baß er sich im Kampf gegen bis Ele­

mente einsetzen tarnt. Der Lehrplan ist sehr reich­haltig unb umfaßt neben bem praktischen Teil, wie Gerätedienst, Einsatzübungen unb Fußbienst ben theoretischen Teil. So wirb an ber Schule gelehrt: Feuerlöschtaktik, Verhalten ber Baustoffe im Feuer, Baukonstruktionen, Löschwasserversorgung unb Ge­rätetechnik.

Zu ber Prüfung, die am Samstag von 8.30 bis 12 Uhr währte, waren Vertreter ber Landesregie­rung. Abt. II, des Amtes für Freiwillige Feuer­wehren, Berlin, der Hitler-^ugend-Gebietsführung, bh* Polizeipräsibenten Mainz unb Darmstadt und andere mehr erschienen. Es war eine Freude, zu sehen, wie die Jungens das ihnen in den letzten acht Tagen gebrachte Stoffgebiet beherrschten. Der Jüngste von ihnen, ein Hitlerjunge aus bem Land­kreis Erbach, hatte derart gute Leistungen erzielt, baß ihm burch ben Vertreter des Amtes für Frei­willige Feuerwehren bas erste Hitler-Jugenb-Feuer- wehrabzeichen überreicht würbe.

Voller Stolz werben bie Hitlerjungen Leistungen vollbringen, um ebenbürtig bem Kameraben an ber Front zu fein. In diesem totalen Kriege stehen auch sie mit ben alten Feuerwehrmännern zusammen, nunmehr ein Gllß, an ber Front zur Erhaltung beutschen Dolksvermögens, zur Rettung von Mensch unb Vieh unb zum Schutz ber beutschen Heimat.

** Wochenschau-Sonbervorstellun- g e n, in benen ber Siegeszug unserer Wehrmacht im Sübosten gezeigt wirb, finben am morgigen Sonntagvormittag unb am Montagnachmittag im Gloria-Palast statt.

Karl Linck in Schotten f.

Schotten. 3. Mai. Am gestrigen 2. Mai ist im Alter von 79 Jahren ber hier im Ruhestand lebende Lehrer und DHC.-Veteran Karl Linck verstorben. Mit bem Tobe bieses Mannes hat ein Stück vielseitigen Wirkens für den Vogelsberg und feine Bevölkerung seinen Abschluß gefunben

Karl Linck stammte aus Crumbach (Kreis Bieben­kopf), wo er am 18. April 1862 geboren war. In Butzbach, wohin seine Mutter nach dem Tode ihres Mannes mit ihren Kinbern verzogen war. besuchte er bie Dolksschille, spater bie Höhere Bürgerschule. Dann trat er in bas Lehrerseminar in Friedberg ein, bas er 1882-nach dem Examen verließ.

Nach kurzer Lehrtätigkeit in Bab-Nauheim kam er nach Rudingshain bei Schotten,«wo er 44% Jahre lang als Lehrer außerorbentlich segens­reich wirkte. In jener Zeit war er mitbeteiligt an ber Grünbung ber Vogelsberger Dolksbank (1906) unb ber Molkerei-Genossenschaft Hoherobskopf in Schotten, beten Direktorposten er lange Jahre neben seinem Schulamt betleibete. lieber 42 Jahre lang leitete er ben früheren Kreis- und Bezirks­lehrerverein. Ganz befonbers oerbient machte er sich um die Jbeale des Vogelsberger Höhen-Elubs unb um bie Schaffung ber Clubhäuser auf dem

Hoherobskopf, bes Bismarckturms, bes Denkmals auf der Herchenhainer Höhe unb die Einführung des Skisports im Vogelsberg. Lange Jahre leitete er bie DHC.-ZeitschriftFrisch Auf" in hervor- ragenber Weise. »

Sein vorbildliches ehrenamtliches Wirken fanb vielfache wohlverbiente Ehrungen unb Anerkennun­gen. Seit Oktober 1928, nach feinem Uebertritt in ben Ruhestanb, wohnte er in Schotten, wo er sich bis in bie letzten Tage feines Lebens hinein noch fsir alle Dinge bes öffentlichen Lebens unb ins- befonbere für bie Ereignisse unserer großen Zeit stark interessierte. Das Anbeuten an biefen vielfach bewährten Freund unb Förberer bes Vogelsbergs unb seiner Menschen wirb dankbar fortleben.

Acht Stunden Gegelflug.

Lpd. Hirzenhain, 2.Mai. Einige bemerkens­werte Flugleistungen würben jüngst wieber im Hirzenhainer Seaelfliegerlager erzielt. So absol­vierte ber Fluglehrer vom Sturm 10/75 Bau­mann aus Herborn am Hirzenhainer Hang einen Dauerflug von 5 Stunben. Diese Leistung würbe noch übertroffen durch bie bes Flugschülers Schupp (Herborn), ber sich im Rahmen eines Sonderlehrgangs etwa ach t Stunden mit einem Segelflugzeug in der Lust hielt.

Briefkasten der Uedaktton.

StammtischFraukfurler Hof", Gießen. Die frag­lichen Besuchsdaten finb: 1. Mai 1906. 25. April 1907. 23. April 1913.

G A.-Gpori.

Die Bezirksklasse am Sonntag.

Arn morgigen Sonntag findet in ber Bezirks« klasse nur das Spiel 1900 gegen Wetzlar 05 statt. Bei desern Spiel müssen die Wetzlarer nur einen Punkt gewinnen, um Meister zu fein. Diese Auf­gabe werden sie lösen können.

Das Spiel Burgsolms gegen Marburg wurde ab­gesetzt, da die Marburger zu einem Städtespiel an. treten.

1900 05 Wetzlar.

Zum Abschluß der diesjährigen Meisterschafts­spiele empfangen bie Blau-Weißen ben Sportverein 05 Wetzlar. Obwohl bie Wetzlarer io gut wie als Meister anzusehen sind, dürste das Spiel nicht we­niger von Interesse sein, als wenn diese Frag« noch offen wäre. Die Wetzlarer haben bis jetzt nämlich nur fünf Minuspunkte: vier davon gingen auf fremden Plätzen verloren, der fünfte wurde ausgerechnet von ben Blau-Weißen aus Wetzlar entführt. Und bas zu einer Zeit, als der Sport­verein gerabe eine mehr als friedensmäßig besetzte Elf zur Stelle hatte. Morgen ist dies nicht ganz der Fall, doch mit dem Stamm Koob Meinhardt, Hahn, Blech, Zampedri, Diddlapp, Möbs, Rodhe usw. ist bie Besetzung nicht viel schlechter. Für bie Blau-Weißen bebarf es {ebenfalls aller Anstrengun­gen, um eine einigermaßen gleichstarke Mannschaft zu stellen, wenn das Ergebnis wiederholt werden soll.

Vfv.-Reichsbahn in Hanau.

Die VfB.er haben mit Reichsbahn Hanau ein Gesellschaftsspiel in Hanau abgeschlossen. Der Gast­geber gehört ebenfalls ber Bezirksklasse an. Zu einem Vergleich ber beiderseitigen Spielstarke feh­len notroenbige Anhaltspunkte. Der Ausgang bes Spieles ist offen. Die Gießener fahren mit einigen neuen Leuten. Man hofft, baß biefe eine Verstär­kung ber Mannschaft barstellen.

Fußball-Turnier In Daubrlngea.

Am kommenden Sonntag veranstaltet ber Sport- Club 1921 Saubringen ein Jugend-Fußballturniec, Es nehmen 4 Mannschaften daran teil, unb zwar Löhnberg, W.-Steinberg, D. f. B. R. Gießen unb Daubringen. Gespielt wird 2 x 40 Minuten. Die beiden siegreichen Mannschaften bestreiten das End­spiel.

Löhnberg war 1939 Bannmeister, drittbeste Mann­schaft des Gebietes Hessen-Nassau und beste Jugend- Mannschaft des Sportgaues Hessen. W.-Steinberg hatte schon immer eine gute JugendmannschafL V. f. B. R. Gießen stellt eine technisch gute Mann­schaft, bie in allen Reihen gut besetzt ist. Daubringen war in biesem Jahr Gruppenmeister bei ben Spie­len um bie Bannmeisterschaft und hatte die besten Aussichten auf ben Bannmeistertitel. Nur durch Pech mußten sie vorzeitig ausscheiben.

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Gießen, den 1. Mal 194L

Wilhelm Stork

Heinrich Gerlach

gegangen.

In tiefer Trauer:

2036 D

Am 1. Mai 1941 verstarb nach langem, schwerem, mit Ge­duld eitiagenem Leiden, doch unei wartet, mein herzens­guter Mann, unser Heber Bruder, Schwager und Onkel Hans Schmitt, Friseurmeister.

Meine treue, gute Lebensgefährten, unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Omi. Schwester Schwägerin und Tante

Frau Paula Jughardt, geb. Stein

ist am 29. April nach schwerem Leiden für immer von uns

Heinrich Jughardt Annl Verron, geb. Jughardt Heinz Jughardt

e Alfred Verron

Fränzel Jughardt, geb. Schroeder.

Gießen (Hindenburgwall 20), Düsseldorf.

Die Trauerfeier fand in der Stille statt. Von Beileids­besuchen bitten wir absehen zu wollen

Georg Dehus und Frau, geb. Gerlach Marie Gerlach Wwe.

Ernst Gerlach und Frau Katharine Schlehenbäcker Wwe.

Heinrich Schneider und Frau, geb. Gerlach.

Gießen (Krofdörfer Str. 12), Neuyork, Heuchelheim, Fellings­hausen, Krofdorf, den 3. Mai 1941

Die Beerdigung findet am Montag, dem 5. Mai, umVI4.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.

01542

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Julie Schmitt, geb. Vogel.

Die Trauerfeier findet in aller Stille statt

01538

Am Freitag, dem 2. Mai, 8 Uhr, verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in der Med. Klinik meine mnigstgeliebte, herzensgute Frau, unsere liebe Mutter, Groß­mutter, Schwägerin, Tante und Patin

FrauMargarethe Gerlach, geb. Jung

kurz nach Vollendung ihres 59. Lebensjahres.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Nach Gottes Ratschluß entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden in der Universitäts-Klinik zu Gießen, im nahezu vollendeten 58. Lebensjahr, unsere liebe, gute, unvergeßliche Schwester, Schwägerin und Tante

Katharina Lölkes

Krankenschwester 1. R-, aus Treis a. d. Lumda.

in tiefer Trauer: Die Geschwister.

Gießen und Staufenberg, den S. Mai 1941.

Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 4. Mai, nachmittags 8.45 Uhr, in Treis a. d. Lumda statt.

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