G NEMHLWM
Golistenkonzert in der Aula.
Vielseitige Auswirkungsmöglichkeiten waren durch die beteiligten Künstler des Solistenkonzertes der NSG. ,,Kraft durch Freude" gegeben, um so bei der umfangreichen Vortragsfolge den Hörer zu fesseln. Marie-Louise M o e n ch (Violine), Frankfurt a. M., bewies sich als eine Geigerin mit solider, durchgearbeiteter Technik, einer präzis entwickelten Fingerfertigkeit und einem Bogenstrich, der dem Instrument das Letzte am Ton abzugewinnen vermochte. Da war Händels Sonate in D-dur besonders geeignet, die Fähigkeiten der Geigerin erkennen zu lassen. Händels Diolin-Sonaten bedeuten neben denen von Ioh. S. B a ch die Zusammenfassung und zugleich Krönung der geigerischen Entwicklung eines Jahrhunderts mit ihrer Klarheit des formalen Aufbaues, der Plastik ihrer Themen, das Ganze getragen von einem starken, aber beherrschten schöpferischen Impuls.
Das bestätigte Marie-Louise M o e n ch mit der Expansionskraft der aufschwingenden thematischen Linie des Eingangs-Adagios, die in dem folgenden Allegro ihre Lösung und Gipfelung mit fein akzentuiertem Passagenspiel fand. Ebenso stellte sie sinngemäß den zweiten langsamen Satz in vorbereitende Beziehung zum Finale. Dieses musikalische Mtt- gehen verband sie ebenso in Schuberts Sonatine in a-moll mit Nachgiebigkeit an den jeweiligen Stirn- nrmrgsgehalt der thematischen Entwicklung. Schön
gleichfalls von weitem kiebitzte. Immer tiefer gruben sich Falten des Unmuts von seiner langen Nase zu den Mundwinkeln herab, immer stechender wurden seine Augen hinter dem Kneifer, und sein rechter Zeigefinger betippte immer nervöser den Tisch. Jeder Skatwitz, jedes Gelächter verletzte ihn sichtlich.
Endlich, als der Blauäugige wieder einmal erwischt war und ein ungeheures Gelächter der Schadenfreude erschallte, bezwang der Herr Fernkiebitz Nr. 2 seinen heiligen Ingrimm nicht länger, und unter fortwährendem Ab- und Wiederaufsetzen seines Kneifers hielt er eine von Zorn bebende Ansprache an die drei Verbrecher. Es fei, sagte er, „auch in dieser ernsten Zeit" natürlich niemandem zu verargen, wenn er sein Glas Bier oder seinen Korn trinke, und auch ein solides Kartenspiel solle niemandem verwehrt sein, aber er finde es unerhört und einfach unanständig, den schönen, guten, deutschen Skat auf solche Weise zu spielen, ja, die ganze Lustigkeit der Herren finde er unwürdig und undeutsch, und wenn die Herren, was ihn übrigens sehr wundere, wirklich kriegsuntauglich seien, dann sollten sie an die tapferen Volksgenossen an der Front denken und, kurz und gut, sich eines angemessenen Betragens befleißigen.
Die Skatspieler blickten einander unbeschreiblich verblüfft an; zwei wurden puterrot, aber sicherlich nicht aus Zorn, sondern weil sie ein Gelächter bändigen mußten, der dritte, der Blauäugige, winkte ihnen beruhigend zu und fragte den Herrn sehr artig, ob er jetzt fertig sei.
„Mit Leuten Ihres Schlages", antwortete der Gestrenge fauchend, „mit Leuten, die auf solche Weise Deutschlands Schicksalsstunde miterleben, war ich vom ersten Augenblick fertig!"
„Lieber Herr", sagte der Blauäugige mit vernichtender Liebenswürdigkeit, „der Herr Wirt hat Ihre Predigt mit angehört. Er kennt uns ganz genau." Und, zum Gastwirt gewandt: „Würden Sie so freundlich sein, Herr Schubert, unferm Volksgenossen mitzuteilen, wer wir sind."
Und Herr Schubert schmetterte den unseligen Kiebitz triumphierend an: „Was fällt Ihnen eigentlich ein Sie, Sie Herr, Sie? Meine liebwerten Stammgäste zu beleidigen. Sie-? Wissen Sie, was die
Herren sind, Sie? Drei Fliegeroffiziere auf Urlaub, verstehen Sie? Und alle drei haben das E. K. I, verstanden! Und vielleicht sind Sie jetzt zufrieden. Sie!"
Der geschlagene Gegner verließ etwas „betep- pert", wie man in Schlesien sagt, die Walstatt. Der Blauäugige rief ihm freundlich nach: „Man soll nicht päpstlicher sein als der Papst, mein Herr, und nicht soldatischer, als der Alte Fritz!" Der „Schreiber" aber inzwischen machte aus dem Skatblock eine heimliche Eintragung; soviel ich erkennen konnte, fälschte er trotz Deutschlands Schicksalsstunde eine Zahl.
und mit musikalischem Impuls waren die Steigerungen im zweiten Satz und im Schlußsatz erfühlt und wiedergegeben. Schwingend und pointiert erklang der dritte Satz.
Erna Stoll, Bad Vilbel, führte sich mit Händels Arie aus Julius Cäsar „Es blaut die Nacht" sehr vorteilhaft ein. Ihr fülliger Sopran ist etwas dunkel gefärbt und wirkt mit seinem raumbeherrschenden Klang. Den Mittelteil der Arie, „Wo bleibst du, Geliebter", setzte sie mit weicher Linie empfind- dungsooll ab. Mit starkem Temperament sang sie Schuberts „Rastlose Liebe", „An Sylvia" mit innerer Verhaltenheit. Das Aufwallen in „Auf dem See" von Johs. Brahms war ebenso von starkem Empfinden getragen, wie das Ständchen des gleichen Komponisten mit Innigkeit gestaltet wurde.
Beide Solistinnen wären noch mehr zur Geltung gekommen, wenn die Begleiterin am Flügel, Elsa Ehlert-Hebermehl, sich mehr Zurückhaltung auserlegt Hätte. Als Solistin war Elsa Ehlert-Heber- mehl eine Gestalterin mit bewußtem Zug ins Große. Dafür sprach die e-moU-Fantafie von Iah. Seb. B a ch zu Beginn der Vortragsfolge. Sonst aber ließ ihre durchgebildete Technik ein besonderes Eingehen auf feinere dynamische Abstufungen nicht immer offensichtlich werden. Sie stellte die Intensität des Klanglichen über das Stimmungsgebundene.
Die letzten drei Teile des Programms boten ausschließlich eigene Kompositionen der Pianistin. Augenscheinlich steht hier bei ihr das Zeichnerische und Realistische als Gestaltungsantrieb im Vordergründe. Während sie im ersten Teil sich der freien Form zuwandte, waren die letzten Gaben strenger an die dreiteilige, tänzerisch erlebte Form angeschlossen, d. h. der Eingangssatz rahmte jeweils einen Mittelsatz ein. Ihre ^Einfälle verraten Originalität und Eigenwillen; sie werden mehr aneinandergereiht als im organischen Aufbau miteinander verknüpft oder bezogen. In ihren Liedern strebt sie naturalistischer Darstellung zu, wobei sie Inhalt und Aufgebot der Mittel nicht miteinander in Einklang zu bringen pflegt. Die stärkste Wirkung hatten die volkstümlichen Lieder, die Erna Stoll in Schlichtheit darbot. Das schwach besetzte Haus dankte mit Bei- stillsfreudrgkett. Dr. Hermann Hering.
Soldatischer als der Alte Krih.
Ein heiteres Erlebnis von Arnold Ulitz.
In einer gar nicht feudalen, aber sehr behaglichen Kneipe wurde ich kürzlich Zeuge des allermerkwürdigsten Skatspiels. Die drei ausübenden Herren beherrschten zweifellos die strengen, klugen Regeln ganz genau, aber sie belebten und verschönten sich das Spiel noch durch — Mogeln. Als erstes fiel mir auf, daß der Luftigste von den dreien, ein hübscher, blauäugiger Mensch mit kühnem, ehrlichem Gesicht, beim Verteilen der Karten die unterste, die von Rechts wegen ihm selber zukam, auss unverschämteste einem seiner Mitspieler zuschanzte, und zwar mit einer Fingerfertigkeit, die auf lange Hebung schließen ließ. Mein kriminalistisches Interesse war sofort geweckt, und d-a merkte ich sehr bald mit Staunen, daß diese drei so sympathisch wirkenden Herren allesamt Betrüger waren, daß sie sozusagen nur im äußersten Notfall richtig bedienten, daß sie Stiche, die sie gar nicht gemacht hatten, höchst fingerfertig zum eigenen Kartenhäufchen herüberbugsierten, und daß es sich in einem Wort • hier um einen neuen Skatstil handelte. Wer erwischt wurde, erhielt 20 Minuspunkte, galt aber nach wie vor als Ehrenmann und bekam keinerlei Vorwürfe zu hören. Als der „Schreiber" einmal unter betäubendem Hallo einer betrügerischen Addition überführt werden konnte, erhielt auch er nur 20 Punkte minus, und der Fall war bereinigt Andererseits wurden dem hübschen Blauäugigen, als er gerade auf 109 stand, 2 Pluspunkte wegen „tapferer Spielweife" zugefprochen, fo daß er also auf 111 kam, die klassische „Schnapsnummer", und die Gelassenheit, mit der er sich der unerhörten Vergewaltigung unterwarf, indem er sogleich drei große Körner bestellte, war wiederum ein Beweis, daß es sich auch in diesem Falle um ein altes, anerkanntes Brauchtum handelte. Es war also deutlich, hier wurde der Skat nicht mit religiösem Fanatismus, sondern mit Humor gespielt. -Mein kriminalistisches Interesse erlosch, und ich verfolgte die Gaunerstückchen mit reinster Freude.
Anders erging es einem andern Herrn, der
Montag. 3. Marz Ml
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
Nr. 52 Zweites Blatt
Mit allen Kräften für das Kriegs-WHW
Wetter im
am
Zusatz
Wie
wird ers auch im Juli fein/
Eine ganze Anzahl von Wetterregeln gibt es für Mariä Verkündigung (25.3.), von denen hier fol-
8. Misiängertag des Sängerkreises Gießen
Festvorstel-
März und seinen Folgen gejagt wird, lender nach beginnt das Frühjahr
mdwiri er mit e erste mt ge« >n naß sie nicht
mittelkarte 17 mit seiner Firma und dem „28" und „Hülsenfrüchte" versehen hat.
lte ein m sei Gist- ; Gift. e hort Bar. i, war strenge u ver-
Ernte des L. B.
iedrich iman geeicht erteilt lonate» )lreiche langen, e Karl -onder- de ver- !ebens- semacht gelockt auben.
hing des Films „Sieg im Westen" mit einer Ansprache des Standortältesten Oberstleutnant Kühne und mit einem Konzert der Wehrmacht; die anderen Vorstellungen 16.45 und 19.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Herz geht vor Anker". Oberhefsischer Kunstverein: 17.30 bis 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im Turmhaus am Brandplatz.
Am Samstag und am gestrigen Sonntag zeigten SA., jj, NSKK., NSFK. und die NSKOV. erneut ihre starke und jederzeit tatfreudige Einsatzbereit- chaft für die Volksgemeinschaft bei der Straßen- und Haussammlung für das Kriegs-WHW. Vom Samstag mittag ab bis spät in den Abend hinein und am gestrigen Sonntag von frühmorgens bis zum späten Nachmittag waren die Männer dieser Gliederungen der Partei unterwegs, um allen Volksgenossen die hübschen Plaketten zum Kauf anzubieten. Allenthalben wurden die Abzeichen gerne gekauft, fast durchweg konnte man die Feststellung machen, daß mehrere Stücke der Glasplaketten an den Mänteln der Männer und Frauen getragen
Die Lebensmittelzuteilungen vom 10. März bis 6 April 1941
ttien ; der und .Untiere, 1 von rang, ugen ocher chten Ifern & die Ele° tag.
s.
vach- inond For- kerin, !ntlich 'Niger »eile, jefun- wird
' verreich n des 1t im Hagen 'd ein über ralität ) von
Meter bei lolitfl imb : für M DiMast
ingeK-S. MS BeL ei $L9h.6
„Ein feuchter, fauler März Ist des Bauern Schmerz!" sowie: „Märzregen — bringt wenig Sommersegen." Weiterhin heißt es: „Märzengrün soll man mit Hvlzschlegeln wieder in die Erde schlagen!"
Und:
„Nimmt der März — den Pflug beim Sterz, Hält April —- ihn wieder still."
Oder:
„Märzsaat früh — oft »ergebne Müh",
Dagegen: ,Zm Möxz soll es so kalt sein, daß dem Raben die Eier erfrieren", denn: „Ein trockener März füllt den Keller", oder „Märzenstaub ist Goldes Wert", „Trockener März, nasser April — ist des Dauern Will."
Allzu warm soll aber der März, wie gesagt, nicht sein, denn: „Donnerte im März, schneite im Mai", und: „Früher Donner, später Hunger." Im allgemeinen wird man sich auch über zu große Wärme im März nicht beklagen können; und ee ist schon recht optimistisch, wenn ee in der Lüneburger Heide heißt: „De März het nagen (neun) Sommertäg." Einer davon sollte der 3. März fein, denn: „Kunigunde klar — bringt ein gesegnet Jahr."
Noch andere sogenannte „Loetage" gibt ee im März, von denen besondere bedeutsam ist der 10., den:
„Wie ziehen die vierzig Ritter ein, wirde Wetter vierzig Tage fein." und:
,Xn vierzig Ritter Blitz, kündet arge Sommerhitz."
Für den 17. März gelten die Regeln: „Sankt Gertrud — die Erde öffnen tut", ferner:
,^Jst Sankt Gertrud sonnig — wirds dem Gärtner wonnig."
Vom Josephstag, dem 9. März, hören wir: „Joseph macht oft behende dem Winter ein Ende."
Wichtig ist auch der 20. März, denn:
„Ist an Hubert der Himmel rein —
der Reichsernährungsminister durch Erlaß bekanntgibt, gilt für die Zeit vom 10. März dis 6. April 1941, die 21. Zuteilungsperiode, folgende Derbrauchsregelung:
Aus der Giadi Gießen.
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist...
Wahrsagekunst und Hellseherei, die auch in Deutschlartt) eine Zeittang stark im Schwang waren, haben schon mancherlei Unheil angerichtet. Wesentlich harmloser ist eine Art von „Wahrsagetunst", von der hier die Rede sein soll: die Wettervorhersage. Und zwar ist hier nicht die sozusagen amtlich abgestempelte „Wetter-Prognose" gemeint, wie sie bis zum Kriege üblich mar, und die sicherlich schon manch' verregnetes Sonntagsgewand auf dem Gewissen hat, sondern die bau erliche Wetterregelweisheit des Lanomanns, die, auf Jahrhunderte aller Erfahrung beruhend, gar nicht so selten recht hat. Hören wir, was uns in alten Bauernkalerndern vom
Wetter der folgenden Monate und der Jahres beimißt.
Bortw tuen.
Tageskalender für Montag.
Gloria-Palast, Seltersweg: 14 Uhr
Die laufend gewährten Rationen an, Brot, Mehl, Fleisch, Schweineschlachtfetten, Butter, Butterschmalz, Margarine, Quark, Getreidenährmitteln, Teigwaren, Kartoffelstärkeerzeugnissen, Kaffee-Ersatz- und Zusatzmitteln, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver bleiben unverändert.
Jeder Versorgungsberechtigte erhält jedoch auch in der 21. Zuteilungsperiode wieder Sonderzuteilungen. Es werden ausgegeben eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Reis und eine Sonderzuteilung von 125 Gramm Kunsthonig. Die Sonderzuteilung von Kunschonig wird nicht mehr, wie früher, auf die Fleischt arten, sondern auf die Abschnitte N 26 der r o s a N ä h r m i 11 e l k a r t e n für Normalverbraucher, sowie für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren abgegeben. Diese Abschnitte haben zur Erleichterung des Warenbezuges den Aufdruck „125 Gramm Kunsthonig — Sonderzuteilung" erhalten. Den Reis müssen die Versorgungsberechtigten von demselben Verteiler beziehen, der die Vorbestellung von Hülsenfrüchten entgegengenommen und den Stammabschnitt der Nähr
leitete zu dem Chor „Das Deutsche Lied" von Kalli- woda über, das die eindrucksvolle Heldengedenkfeier- stunde beendete.
Nach einer kurzen Pause eröffnete der Kreisführer die Arbeitstagung des Kreissängertages. Er begrüßte alle erschienenen Chorleiter und Dereinsführer der 61 Vereine des Sängerkreises; seine besondere Begrüßung galt dem Gauchormeifter Professor Dr. Temesvary, dem ehemaligen Provinzbeaufttag- ten Pg. Wendler sowie den beiden auf Urlaub weilenden Sängern Chormeister Feldwebel Leib
und Unteroffizier Steuerwald (Frohsinn und Quartettverein Gießen). Sodann gab er einen Rückblick über die Arbeit im abgelaufenen Jahre und stellte fest, daß sich die Gesangvereine allerorts auch im zweiten Kriegsjahr wieder eifrig zur Verfügung gestellt haben und die verwundeten Soldaten in Lazaretten durch ihre Lieder erfreuten. Für die Ver-
Dem Kalender nach beginnt v ,, , 8. März. Aber, wie ein russisches Sprichwort sehr richtig sagt: „An Kalenderwärme kannst du dich nicht erwärmen", und weiterhin: „Es gibt keinen Lieferanten, der den Frühling zum Termin fertig stellen könnte." Recht winterlich kanns noch sein im März, und: „Märzenschnee — tut dem Bauern weh , und „Soviel Fröste im März, so viele im Mai." Wetter heißts:
Am gestrigen Sonntaa hielt der Sängerkreis Gießen im „Burghofs zu Gießen seinen achten Kreissängertag ab. Der erste Teil galt den gefallenen Sängern in diesem Kriege. Unter Stabführung des Kreischarmeisters Blaß fangen Sänger des Dauerfchen Gesangvereins und des Gesangvereins Liederkranz Gießen eingangs „Reiters Morgenlied" von Kirchl. Diesem Eingangschor folgte ein Spruch von Walter Flex „Dankesschuld". Sodann verlas Kreissängerführer Müller (Gießen) die Namen der in diesem Kriege gefallenen Sänger. Anschließend sangen die Sänger das Lied vom guten Kameraden. Während dieser Ehrung der jüngsten für das Vaterland gefallenen Sänger gingen die Gedanken der Sängerschaft zurück zu der Zeit, als sie selbst neben diesen gefallenen Kameraden Schulter an Schuller in Feindesland standen und um den Sieg kämpften. Der Spruch „an die Lebenden"
Buben und Mädels reichlich Gelegenheit, sich beim Reiten und Fahren zu vergnügen, und unermüdlich stellten sich hierfür die Männer der Retter-SA. mit den Pferden von Sturmangehörigen in den Dienst der guten Sache. An anderer Stelle war ein Schießstand aufgebaut worden, der starken Zuspruch fand. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung von Obersturmführer Herrmann erfreute, wie auch schon bei früheren Veranstaltungen, wieder mit einem ausgezeichneten Konzert auf dem Kreuzplatz. Die Marine-SA. zeigte und erklärte an Hand eines schönen Modells den Betrieb einer großen Hafeneinfahrt mit zahlreichen Schiffstypen, die man auf dem Modell in Augenschein nehmen konnte. Die NSKOV. hatte an der Ecke Kaiserallee
Außerdem wird in der neuen Zuteilungsperiode die Käseration um 1/m kg erhöht, beträgt also % kg in der Zuteilungsperiode. Die Käseration kommt damit wieder auf die normale Zuteilungshöhe.
Im Rahmen der Ausgabe von Fetten ist auch in der 21. Zuteilungsperiode wieder ein Bestellschein über 10 0 Gramm Butterschmalz mit dem dazugehörigen Einzelabschnitt auf den Karten vorgesehen. Soweit Butterschmalz nicht mehr bei den Kleinverteilern vorhanden ist, kommen an Stelle von 100 Gramm Butterschmalz 125 Gramm Margarine zur Verteilung. Die Verbraucher haben die Bestellscheine einschl. der Bestellscheine 21 der Reichseierkarte und der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker), in der Woche vom 3. bis 8. März 1941 bei den Verteilern abzugeben.
In diesem Zusammenhang fei zur Verteilung der Gemüsekonserven eine irrtümliche Auffassung, die vereinzelt in der Öffentlichkeit aufgetreten ist, richtiggestellt. Unabhängig von einem etwaigen anderen Aufdruck der Fristen auf den Konservendosen wird von zuständiger Stelle festgestellt, daß die Konserven ohne Gefährdung bis etwa Mitte April aufgehoben werden können.
eine, die zahlenmäßig durch Einberufungen ihrer Sänger so zusammengeschmolzen sind, daß sie allem nicht in der Lage sind, öffentlich aufzutreten, wies er eingehend auf die „gemeinschaftlichen Singstunden" hin. Unter allen Umständen müsse die gesamte Sängerschaft ihre vom Führer gegebene Aufgabe, das hohe Kulturgut des deutschen Liedes zu pflegen, auch im Kriege durchführen. Nach Verlesung des Berichtes des Kreisfängertages des Vorjahres erstattete Kreisschatzmeister Latsch Kassenbericht. Dieser ergab einen guten Stand. Aus 21 »trag der Kassenprüfer wurde dem Kreisschatzmeister Entlastung erteilt. Kreisführer Müller dankte dem Kreisschatzmeister und aab der Hoffnung Ausdruck, daß er noch recht lange der edlen Sängerfache dienen möge. Auch in diesem Jahre konnte der Kreisführer wiener eine Reihe verdienter Sänger ehren und ihnen Auszeichnungen überreichen.
Kreischormeifter Blaß sprach dann ausführlich über den Einsatz der Sänger während des Krieges und betonte, daß dieser Einsatz, der ganz im Dienste der Allgemeinheit stand, geradezu vorbildlich durchgeführt wordesi sei. Er dankte Chorleitern und Sängern«, Den Chorleitern gab er wichtige Winke für das Liedgut des kommenden Jahres und sprach ausführlich über das Volks- und Heimatlied. Er streifte das Kreis-Wertungsfingen in Bad-Nauheim und gab einen Ueberblick über dessen vorbildliche Durchführung. Weiter gab er bekannt, daß auch in diesem Jahre wieder ein Leistungssingen stattfinden solle, dessen Zeit und Ort noch nicht seststehe. Bei der Aussprache meldeten von den 61 Kreisvereinen 29 ihre Mitwirkung an.
Gauchormeifter Prof. Dr. Temesvary, der auch im Auftrage der Sängergauführung Grüße überbrachte, stellte fest, daß der diesjährige Kreis- fängertag außerordentlich gut besucht sei, dies zeuge für die Arbeitsfreudigkeit, mit der die Chorleiter und Vereinsführer an ihre Arbeit Herangehen. Von der Regierung fei den Gesangvereinen das hohe deutsche Liedgut zur Pflege anvertraut, und es müsse alles versucht werden, um auch im Kriege dieser Ausgabe gerecht zu werden. Sodann kam Professor Temesvary auf das am 30. März in Mainz stattfindende „Peter - Cornelius - Singen" zu sprechen, das gewissermaßen die Krönung der seitherigen Leistungssingen sei. Der zur Verteilung kommende „Peter-Cornelius-Preis" sei ein Preis von ideellem Wert und untefcheide sich somit wesentlich von den Preisen der früheren Wettstreite. Es sei wichtig, daß außer den Leistungsfingen ein Singen um einen Preis abgehalten werde, um die Leistungen immer noch zu erhöhen. Sodann gedachte Professor Temesvary des verstorbenen Gauführers, Pg. Ringshausen, und seiner Verdienste um die edle Sängersache. Darum werde auch Sangesbruder und Sängergauführer R i n g s h a u- s e n in den Herzen seiner Sänger unsterblich sein.
Den ehemaligen Gaubeauftragen. Pg. Ludwig Wendler (Bad-Nauheim), dem es ein Kriegs- leiden unmöglich machte, sein seitheriges Amt in der Sängergauführerschaft weiterzuverwalten, verbindet durch eine jahrzehntelange Arbeit mit allen Sängern des Sängerkreises Gießen ein inniges Freundschaftsband. Ihm wurden auch am gestrigen Kreissängertag viele Ehrungen zuteil. Der Bauer- sche Gesangverein Gießen, der Gesangverein „Cä- cilia" Lich, Gesangverein „Germania" Watzenborn- Steinberg und der Gesangverein „Eintracht" Watzenborn-Steinberg ernannten den scheidenden Gau- beauftragten zum Ehrenmitglied unter Heber- reichung der Ehrenurkunden und Ehrennadeln ihrer Vereine. Hebereinftimmend wurde die tiefe Freundschaft und die stete Hilfe des Scheidenden hervorgehoben, wenn es sich um die Sgngersache handelte. In ihm verliere gerade der Sängerkreis Gießen einen guten Kameraden, der jedem stets mit Rat und Tat zur Seite stand.
Gaubeauftragter Wendler dankte allen, die ihpi solche Ehrungen zuteil werden ließen und ermahnte in seinen Dankesworten nochmals die gesamte Sängerschaft des Sängerkreises Gießen, auch fernerhin dem deutschen Liede treu zu bleiben und mitzu- helfen, das deutsche Lied weiterhin zu pflegen und hinauszutragen ins Volk.
Nach den Schlußworten des Kreisführers wurde die Tagung in der üblichen Weife geschloffen.
gende genannt seien:
Mariä Verkündigung
kehren die Schwalben wiederum."
„An Mariä Verkündigung kehrt der Storch heim." „Ist Mariä Verkündigung schön und hell, gibts Obst und Wein für alle Fäll."
Man sieht also, daß der Bauer dem März und seinen „Lostagen" bettächtliche» Einfluß auf das
wurden. Hnd wer sich genügend mtt Abzeichen ver- ehen hatte, der gab immer noch willig und opferbereit einen Groschen ober einen Fünfer in die mit reundlicher Einladung dargereichten Sarnrnelbüch- en, eingedenk der Tatsache, daß für die großen Aufgaben des Kriegs-WHW. viel Geld gebraucht wird. Der Verkauf der Abzeichen ging denn auch ehr flott von statten, die meisten Sammler waren ozufagen im Handumdrehen mit dem Verkauf des ersten Kastens der Abzeichen fertig und mußten sich rasch neuen Vorrat holen damit sie der regen Nachrage genügen konnten. Viele Sammler haben denn iuch eine ganze Reihe solcher Kästen voll Abzeichen unter die Leute gebracht und dufür anständige Schwergewichte in der Sammelbüchse bei den Zähl-
^Neben^der^Sammlung war noch eine Reihe von | Sammler sich in stärkstem Einsatz bewährt und für Sonderveranstaltunaen aufgezogen, die lebhaften das Kriegs-WHW. einen neuen starken Erfolg er-
und Licher Straße einen Schießftand errichtet, der ebenfalls in reichem Maße Gelegenheit zur fchieß- fportlichen Betätigung bot. Hnd in den Hauptstraßen patrouillierten Männer der Gliederungen in alten Soldaten-Hniformen aus der Zeit des Fridericus und der Deutschen Freiheitskriege 1812/13 auf und ab und reichten unermüdlich die Sammelbüchsen herum, die ständig gute Zufuhr an „WHW.-Muni- tion", bestehend aus Geldmünzen aller Art, erhielten. So ging der Betrieb am Samstag bis weit in den Abend hiMn, und der gestrige Sonntag zeigte in den Straßen zum großen Teile das gleiche Bild.
Zusammenfassend kann man die erfreuliche Feststellung machen, daß auch bei dieser Sammlung wieder die Gemeinschaft der Spender unb^ ber o , . Sammler sich in s
Sonberveranstaltungen ^aufgezogen, bie lebhaften bas Kriegs-WHW. Anklang fanben. So bot die Reiter-SA. unseren l rungen hat.


