Adolf Hitler."
Krieges fördern möge.
werden.
Berlin, 1. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Einzelne Kampfflugzeuge belegten trotz ungünstiger Wetterlage Hafenanlagen und kriegswichtige Ziele an der britischen Südost käste wirksam mit Bomben.
Zn Nordafrika wurden drei hafeuanlagen der Lyrenaika sowie Flugzeuge am Boden erfolgreich angegriffen.
In der letzten Nacht richteten sich Angriffe einzelner Flugzeuge gegen Rüstungsanlagen in und um London.
Der Feind flog in der letzten Nacht mit einer grö-
ziehunger der Völker.
„Wir Deutschen haben viel zu geben", so präzi- fierte Dr. Goebbels den deutschen Standpunkt, „wollen aber auch viel nehmen. Wir treiben keine Autarkie um der Autarkie willen. Wir müssen als Volk
Die Volksabstimmung in Rumänien.
Ein vorläufiger Ueberblick.
Fahnen erbeutet wurden.
In Nordafrika haben unsere Bombenflugzeuge feindliche Kraftwagen südwestlich von Age- dabia erfolgreich angegriffen.
In Ostafrika dauert der heftige Druck des Feindes nördlich von M o g a d l f c i o fort, dem von unseren Truppen hartnäckiger Widerstand entgegengesetzt wird.
An den übrigen Abschnitten Kampfhandlungen örtlicher Bedeutung. Der Feind hat A s m a r a bom-
Künder der deutschen Schaffenskraft.
Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet die Leipziger Frühjahrsmesse
16000 BRT.
Handelstonnage versenkt.
Weitere acht Schiffe schwer beschädigt.
Berlin, 2. März. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Kampfflugzeuge der bewaffneten Aufklärung versenkten gestern zwei Handelsschiffe von zusammen 8000 BRT. und beschädigten drei weitere Schiffe schwer.
Fernaufklärungsflugzeuge griffen in den späten Abendstunden zwei Geleit zöge vor der schottischen Ostküste an, versenkten ein Handelsschiff von 8000 BRT. und trafen fünf große Schiffe so schwer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist.
Erfolgreiche Angriffe stärkerer Kampffliegerverbände richteten sich in der Nacht zum 2. März gegen kriegswichtige Ziele In h u l l, La r d i f f, South- ampton und Great Yarmouth sowie gegen Nachtflughäfen in. Ostengland, Hafenanlagen in , Nordschottland und mehrere Häfen an der britischen
bardiert, was einige Tote und Verwundete unter der Zivilbevölkerung zur Folge hatte. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen.
Der italienische Bericht vom Sonntag.
R o m, 2. März. (DNB.) Der italienischen Wehrmachtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front keine starke Bodentätigkeit.
Unsere Fllegerverbände haben Truppenlager, verteidlgungsstellen, Versorgungsstühpunkte und Verkehrsstratzen mit Spreng- nnd Splitterbomben belegt. Ein wichtiger Flottenstützpunkt wurde wirksam getroffen.
Flugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben mit sichtbarem Erfolg den Hafen von La Valetta (Malta) angegriffen. Ls wurde ein groher, mit zwei Kanonen bestückter Brückenkahn versenkt.
In O st a f r l k a wurden feindliche Verbände im Abschnitt von Arresa und im Gebiet von Sir- goli, südwestlich von Asosa, in die Flucht geschlagen.
M a lt a wirkungsvoll mit Bomben aller Kaliber. In Befestigungsanlagen und Flakstellungen wurden Bombentreffer erzielt, ein Ponton mit zwei Ge- chühen versenkt.
Der Feind warf in der letzten Nacht mit stärkeren Kräften an mehreren Stellen Westdeutsch- lands, vor allem im Raum um Köln, Speng- und Brandbomben. An mehreren Orten wurden Wohnhäuser zerstört. Die Schäden an militärischen und wehrwlrtschaftlichen Zielen sind unbedeutend. Unter der Zivilbevölkerung sind eine Anzahl Tote und Verletzte, in der Mehrzahl außerhalb der Luft- schuhräume, zu beklagen.
Oer italienische Bericht vom Samstag.
Rom, 1.März. (DNB.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front nichts von Bedeutung. Verbände von Bombenflugzeugen haben Truppenansammlungen gründlich mit Splitterbomben und MG.-Feuer belegt. Lin wichtiger feindlicher Flottenstützpunkt wurde bombardiert. 3m Verlaufe heftiger Luftkämpfe wurden neun feindliche Flugzeuge abgeschossen. Vier unserer Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.
3m Aegäifchen Meer hat ein englisches Expeditionskorps, das von Flottenverbänden unterstützt war, am 25. Februar mit starken Kräften die kleine 3nsel Lastelrosso von zehn Quadratkilometer Oberfläche angegriffen, die von einigen Soldaten und Matrosen beseht war und auf der kein Wasserflngstühpnnkt vorhanden ist. Nach voraus- gegangener Bombardierung besetzten die starken für dieses Unternehmen eingesetzten feindlichen Kräfte die 3nsel, nachdem sie die Besatzung überwältigt hatten. Am 28. Februar haben einige unserer Torpedoboote, wirksam unterstützt von unserer Luftwaffe, in Lastelrosso ein Londungskorps ausge- schifft, das die e n g l i s ch e B e s a h u n g in kurzer Zeit vernichtete und uns wieder in den Besitz der 3nsel brachte, wobei Gefangene gemacht und Waffen, Munition und einige englische
Das Sanitätskorps.
Einen Ueberblick über den Einsatz des Sanitüts- korps gibt Dr. H. Hartmann im „Deutschen Aerzteblatt". Unsere Sanitätsoffiziere genießen eine besondere Fachausbildung, die sich von der des Zivilarztes in manchem unterscheidet. Beiden gemeinsam ist die wissenschaftliche Grundlage. Es kommt beim Sanitätsoffizier darauf an, daß er vieles gleichzeitig und gründlich beherrscht, nicht nur die chirurgische und internistische Seite, sondern auch die hygienischen und orthopädischen Fragen, dazu noch einige Sondergebiete, wie das der Kampfstoffe. Der Weg des Verwundeten vom eigenen Verbandspäckchen über die „Verwundetennester" auf dem Gefechtsfelde zum Truppenverbandplatz, Hauptverbandplatz und Feldlazarett ist in sorgsamer Weise unter die Betreuung des Sanitätskorps gestellt. Die Division verfügt im Normalfall über zwei Sanitätskompanien, ein Feldlazarett und Krankenkraftwagenzüge. Die gleichen Einheiten werden auch allein für Zwecke der Armee aufgestellt. Das Kriegslazarett, eine Einrichtung der Armee, verfügt über alle notwendigen Sonderabteilungen. Es hat nicht nur, wie das Feldlazarett, den Chirurgen, den Internisten und die Möglichkeit zahnärztlicher Versorgung, sondern auch den Ohrenarzt, Augenarzt, Hautarzt und Psychiater. Es liegt weiter hinter der Front und kann auf lange Sicht seine Arbeitspläne durchführen. In den Reserve» l aza retten der Heimat kommt es vor allem darauf an, die Verletzten wieder wehrtauglich zu machen. Falls dies nicht möglich ist, wird die Ein- gliederung in den Arbeitsprozeß erleichtert. Der Staat will ja nicht einfach alle, die im Einsatz für das Volk gesundheitlichen Schaden nahmen, ver- sorgen und in ein Rentnerdasein entlassen, sondern er will ihnen den Weg zu einer nützlichen und sie befriedigenden Tätigkeit öffnen Einen sehr wesentlichen Aufgabenbereich des Sanitätsoffiziers bilden die M u st e r u n g e n , die gründliche Kenntnisse erfordern. Er muß weiter die allgemeinen Grundlagen der Wehrhygiene beherrschen.
240000 BRT. Handelsschiffsraum im Februar vernichtet.
Außerdem 62 feindliche Handelsschiffe durch Bomben schwer beschädigt.
Bukarest, 3. März. (Europapreß-Fernspruch.) Die Volksabstimmung dehnte sich, da man keine Listen über die Zahl der Stimmberechtigten hatte und die Abstimmenden nach den Anfangsbuchstaben der Namen ü-ber die einzelnen Abstimmungslokale verteilt worden waren, erheblich länger als erwartet aus. An manchen Stellen wurde noch um 23 Uhr abgestimmt. Dabei zeigte sich, daß die Staatsbürger mit Namen aus der ersten Alphabethälfte erheblich zahlreicher sind, als die der zweiten. In Kronstadt mußte sogar die Abstimmung auf Montag vertagt werden.
In den späten Abendstunden lagen folgende Ergebnisse vor: Abgegebene Stimmen 1 164 600. I a - Stimmen 1 163 045, Nein- Stimmen 1555. Dieses Ergebnis dürfte schätzungsweise zwei Drittel aller abgegebenen Stimmen umfassen. In B u k a r e st hatten in 57 von 93 Abstimmungslokalen 135588 mit Ja und nur 166 mit Nein abgestimmt. Der Anteil der Nein-Stimmen beträgt also in Bukarest, wie auch im übrigen Land, nur 1/iooo. Nach den bisherigen Teilergebnissen gibt es viele Kreise, in denen überhaupt nur Ja-Stimmen abgegeben wurden.
Das endgültige Ergebnis ist erst am Mittwoch oder Donnerstag zu erwarten, da in einer großen Anzahl von Landbezirken erst am Montag, Dienstag oder Mittwoch abgestimmt wird.
v^deutendsten verzeichnet werden wird. Weder der! Besuch des amerikanischen Obersten Donovan, noch andere Besuche konnten den Lauf der Ereignisse beeinflussen, weil Bulgarien begriff, daß es sich nicht um ein veränderliches diplomatisches Spiel, sondern um den Aufbau einer neuen Welt handelt. Demnach übernahm Bulgarien eine Rolle, die nicht nur ihm, sondern auch für alle übrigen Balkanländer nützlich sein wird.
»Liquidierung der Vergangenheit."
Budapest, 2. März. (Europapreß.) Zu den entscheidenden Ereignissen des Wochenendes äußern sich sämtliche Sonntagsblätter Budapests in dem Sinne, in dem Beitritt Bulgariens zum Dreimächte- vakt erblicke die ungarische Öffentlichkeit ein Zeichen dafür, daß sich die Lage auf dem Balkan allmählich | kläre, und daß auch in diesem Teil Europas die Einheit zusammengeschweißt werde, die zurLiqidierungderVergangenheit und zur endgültigen Vernichtung des Mächtesystems der Vergangenheit notwendig sei.
Der „Pester Lloyd", der seinen Leitartikel der Rolle Bulgariens im Dreimächte-System widmet, meint, Bulgariens Platz befinde sich an der Seite der Achsenmächte, weil auch die Bulgaren die Verwirklichung einer Ordnung oer Gerechtigkeit und der Achtung der Lebensrechte aller Nationen von der aufbauenden Tätigkeit der Achse erwarteten. „Petter Lloyd" sieht Folgen voraus, oie für die europäische Gegenwart und Zukunft von größter Bedeutung sind.
»Für England ein schwerer Schlag!"
Paris, 2. März. (Europapreß.) Der Beitritt
Regime, das wie das nationalsozialistische falsch, dumm, kurzsichtig und verächtlich sei, trotzdem auf allen Gebieten von Erfolg zu Erfolg schreitet. Wenn eine Theorie so von der Praxis widerlegt wird, dann gerät auf lange Sicht gesehen die Theorie der Praxis gegenüber immer mehr in den Geruch der Lächerlichkeit, bis sie dann endgültig das Feld räumen muß."
Den kommenden militärischen Operationen müsse es überlassen bleiben, ein Uebriges zu tun und endgültig die Wege zur Neuordnung auch der wirtschaftlichen Beziehungen der Völker untereinander freizulegen. Der Führer, der heute das deutsche Volk in seinen schwersten Schicksalskampf führe, werde auch noch die letzten Reste europafeindlicher Mächte zu Boden werfen und damit seinem Volke und der Welt den helßersehnten Frieden geben. Für dieses Hochziel kämpfe die Front und arbeite die Heimat. Einen wertvollen Beitrag dazu liefere auch die diesjährige Reichsmesse Leipzig, Frühjahr 1941, die Reichsminister Dr. Goebbels darauf mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Verlauf für eröffnet erklärte.
Oer Gruß des Führers.
Berlin, 2. März. (DNB.) Der Führer hat zur (Eröffnung der diesjährigen Leipziger Frühjahrsmesse dem Leipziger Messeamt nachstehendes Grußtelegramm übersandt:
„Der heute eröffneten Frühjahrsmesse 1941 wünsche ich, daß sie ebenso wie die vorjährige Reichsmesse Leipzig dem Auslande unsere wirtschaftliche Stärke zeigen und dem Güteraustausch aller an ihr beteiligten Nationen dienen und es unseren Außenhandel auch während des
entscheidende Schlüsselstellung erobert.
»Kein einziger Fleck in Europa für England."
Madrid, 2. März. (DNB.) Auch die spanische Presse verzeichnet in größter Aufmachung den Pakt-1 beitritt Bulgariens, oer als ein großer Sieg der Achsendiplomatie bezeichnet wird. Die Falange-Zei- hing „Arriba" stellt unter der Ueberschrift „Sieg der Achse auf dem Balkan" fest, daß das Hin und Her auf dem Balkan nunmehr abgeschlossen sei. Die Tatsache, daß die bulgarische Politik das Unrecht von 1918 nicht vergessen konnte, hat nunmehr zu der eklatanten Niederlage Englands und dem gewaltigen Sieg der Achsendiplomatie geführt. Die gegenwärtige günstige diplomatische Lage in Südosteuropa lasse auf baldige militärische Aktionen der Achsenmächte schließen. Es bleibe, ausgenommen von Griechenland, kern einziger Fleck in Europa mehr übrig, wo England irgendwie Fuß fassen könne.
»Die große Tlachycht von heute."
Süd- und Südostküste.
Deutsche Kampfflugzeuge belegten kriegswichtige ziele im Hafen La Valetta aus der Insel|
Bulgariens zum Dreimächtepakt wird, wie überall, auch in Paris als eine entscheidende Etappe bei der Neuregelung Europas und als das Vorspiel, . — baldig einsetzender weiterer Ereignisse aufgefaßt. So leben. Wo die Welt uns die Möglichkeiten dazu zu schreibt u. a. „Paris Midi", die Rückwirkung des nehmen versucht, sind wir gezwungen, uns selbst zu Schrittes Bulgariens würde nicht lange auf sich helfen. Aber eben deshalb auch find wir jederzeit warten lassen. Er sei für England ein schwe- und gern bereit, mit jedem anderen Lande wirtschaft- rer Schlag und für Deutschland die fast vollstän- liche Beziehungen aufzunehmen und zu pflegen, das dige Sicherheit, daß es jede ernsthafte Gefahr im sich mit uns auf der Basis des Grundsatzes ,Gib Nahen Osten ausgeschaltet habe. und nimm' einigen will."
Auch die übrigen Blätter sehen, wie besonders die Deutschland, so betonte Dr. Goebbels, wolle leben, Zeitung „Les Nouveaux Temps" es tut, in der aber auch leben lassen. Es bediene sich dabei einer Kundgebung Bulgariens einen Schlag für die Poli- neuen Verfahrensweise, da die alte sich als unzu- tik Englands auf dem Balkan und eine blitzartige länglich erwiesen habe. Sie habe zur Katastrophe Antwort auf die Reise Edens nach dem europäischen des Weltkrieges geführt, die Volker danach von einer Osten. Krise in die andere gestoßen, und sie habe letzt
, wiederum die Weltmächte vor die militärische Be°
,öer erste politische Steg I währungsprobe gestellt. Eine solche Ordnung könne
in btt -* nicht gut sein. Sie müsse durch eine neue bessere
in Per ersetzt werden. Wir, die wir unter der alten Ordnung
Kopenhagen, 2. März. (DNB.) Die Kopen- am meisten zu leiden gehabt hätten, seien nun dazu Hagener Blätter berichten in großer Aufmachung berufen, gangbare Wege zu weifen.
und an erster Stelle über Bulgariens Anschluß an Die deutsche Kriegswirtschaft zeige eindringlich, den Dreimächtepakt. „National Tidende" schreibt, wie die neue Verfahrensweise funktioniere. Auch im daß Bulgariens Eingliederung in den Dreimächte- zweiten Krieasjahr laufe die deutsche Wirtkreis als einer der größten Siege der deutschen schäft aus höchsten Touren. Die deutsche Politik angesehen werde, oder anders ausgedrückt, Kriegsproduktion sei für jedes kommende Ereignis als der erste große politische Sieg in der vollkommen gerüstet, und die Reichsmesse Leipzig, Frühjahrsoffensive gegen Großbritannien, Frühjahr 1941, liefere den Beweis, daß die deutsche das im vergangenen Frühjahr von seinen Verbin- Exportindustrie sogar ungezählten Wünschen der düngen nach Norden und nun in diesem Jahr von mit uns in Wirtschaftsbeziehungen stehenden Natio- seinen Verbindungen mit dem Südostraum abge- nen Rechnung tragen könne. England dagegen sei schnitten wurde. Der Berliner Korrespondent von gerade erst so weit, daß es durch völlig unzuläng- „Polstiken" schreibt, mit Bulgariens Anschluß an liche Mittel die Gründe der offenbaren Mißstände den Dreimächtepakt haben die Achsenmächte eine m seiner Kriegswirtschaft festzustellen suche.
Eindrucksvolle Zahlen.
Leipzig, 3. März. (DNB.) Auf dem traditio- nellen Presseabend zur Reichsmesse Leipzia gab der Präsident des Reichsmesseamtes einen Ueberblick über das hohe Ausmaß, in dem sich die Reichsmesse in den Dienst der deutschen Ausfuhr sowie der Ausfuhrförderung der an ihr beteiligten Nationen gestellt hat. Er wies besonders darauf hin, daß die Beteiligung an der Messe eine Qualitätsauslese bedeute. Trotzdem habe sich die Zahl der Aussteller ständig erhöht. Gegenüber der Frühjahrsmesse des vorigen Jahres sei eine weitere Zunahme zu verzeichnen. Während sich an der ersten Kriegsmesse 6115 Aussteller beteiligten, sei diese Zahl jetzt auf 6865 Aussteller gestiegen. Die Zahl der ausländischen Aussteller sei von der Frühjahrsmesse 1940 mit 374 auf diesmal 657 gestiegen. Die Zahl der ausländischen Einkäufer, die zur vorigen Frühjahrsmesse 4478, zur Herbstmesse 4641 betrug, sei auf über 9000 gestiegen. Die Zahl der Einkäufer aus allen deutschen Gauen hat bereits jetzt die Zahl von 100 000 bei weitem überschritten.
Leipzig, 2.März. (DNB.) Im Rahmen einer eindrucksvollen Feierstunde im großen Saale des Gewandhauses wurde heute die Reichsmefse Leipzig im Frühjahr 1941 mit einer Ansprache von Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet. Mit zahlreichen Ehrengästen aus Staat, Partei und Wehrmacht waren u. a. auch viele Ehrengäste aus dem Auslande zugegen.
Reichsminister Or. Goebbels nahm in feiner Rede zunächst in grundsätzlichen Ausführungen zu den aktuellen Problemen Stellung, die in diesen Wochen die Völker besonders bewegen, während die ganze Welt mit Spannung auf die weitere Entwicklung des militärischen Dramas wartet. Die Londoner Plutokratie versuche vergebens, Iso führte er aus, die klare Frontstellung der kriegführenden Mächte durch Schlagworte einzunebeln.
Um weiter leben zu können, müßten wir der Unvernunft und dem Widersinn in der politischen und wirtschaftlichen Führung Europas ein Ende machen. Ein missionarischer Ehrgeiz liege uns dabei gänzlich fern: es gehe uns lediglich um das Leben unsere s Volkes. Aus dieser Einstellung heraus fanden wir auch den realsten Ausgangspunkt für eine Reform der zwischenstaatlichen Wirtschaftsbe-
Rückgrat unserer Wirtschaftskraft im Frieden wie im Kriege sei dabei der deutsche Qualitätsarbeiter, verkörpert im deutschen Facharbeiter und im deut« chen Forscher und durch systematische Schulung und Pflege bis zu einem früher unvorstellbaren Höchst- tanb emporentwickelt. Sv sei es verständlich, daß die Welt gerade auch im Kriege mit dem deutschen Erzeugnis den Begriff der Qualität verbinde.
Der Führer habe dem ganzen deutschen Volk bereits ein großes Friedensziel gegeben: Das Reich solle der erste Sozial staat der Erde werden. Das Programm enthalte vor allem den Plan einer großzügig organisierten Altersversorgung und das Projekt eines gigantischen Woh° nungsbauprogramms. Jedermann wisse, daß der deutsche Sieg die Voraussetzung für die Verwirklichung dieser großen Projekte sei, und deshalb stelle dieser Krieg für die ganze deutsche Nation einen Volkskrieg in des Wortes bester Bedeutung dar.
Im zweiten Teil feiner Rede gab Dr. Goebbels eine Charakterisierung des deutschen Messe- und Ausstellungswesens in seiner volkswirtschaftlichen, nationalen und internationalen Bedeutung. Die Reichsmesse Leipzig als die alleinige Messe für umfassende Förderung des deutschen Außenhandels in allen Teilen der Welt habe ein Anrecht auf weitere Festigung und Wahrung ihrer Belange. In Ergänzung der Leipziger Messen hätten die Messen Wien, Köln, Breslau und Königsberg wichtige Spezialaufgaben im Sinne regionaler Veranstaltungen zu erfüllen, innerhalb des durch die Standorte beherrschten Wirtschaftsraumes seien sie von großer Bedeutung. Darüber hinaus gebe ihnen die spezielle Pflege der Handelsbeziehungen mit den ihnen geographisch und geopolitisch günstig angrenzenden Ländern internationales Gepräge.
Messen und Ausstellungen seien Künder des Ge- staltungs» und Schöpfungswillens und der realen Leistungen der Völker, unwiderlegbare Zeugen des kulturellen und wirtschaftlichen Hochstandes und Lebens der Nationen. Der Ordnung des innerdeutschen Gebietes werde eine Ordnung der europäischen Belange folgen, im Interesse und zum Schutz der Beziehungen der europäischen Nationen untereinander. Für die Zukunft werde auch im internationalen Messewesen eine Ordnung herbeigeführt werden müssen, die allen Bedürfnissen Rechnung trage. Die Vorarbeiten hierzu seien bereits in Angriff genommen.
Dr. Goebbels wandte sich dann der Reichsmesse Leipzig, Frühjahr 1941, zu, die alles in sich vereinige, was das Reich in seiner weiten Ausdehnung an wirtschaftlicher Kraft und Initiative auch noch und gerade im Kriege hervorzubringen ver- möge. „Wie muß es um die innere Kraft eines Volkes bestellt sein, welche unausgeschöpften Reserven müssen ihm noch zur Verfügung stehen", so erklärte Dr. Goebbels, „wenn es sich mitten im Kriege zu solchen Leistungen, die selbst im Frieden höchster Bewunderung wert wären, emporschwingt! Ich weiß nicht, wie die Londoner Lügenpropaganda auf die Dauer der Welt klarmachen will, daß ein
Lissabon, 2. März. (DNB.) Der Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt findet in Portugal größte Beachtung. Die <5onntag53e^ngen iAnzahl von Flugzeugen in die Deutsche
toll/ und die Re^e des ■Rcid)5QU^6nin'n f mtmi(ip und Brand-
Ribbentrop. Als erste Lissaboner Zeitung kommen- Nordwestdeutschlands wenige Spreng und Drand tiert die „El Voz" das Ereignis und schreibt: „Die bomben. Ls entstand nur geringer Gebäudeschaden, große Nachrichtvon heute ist der Anschluß Nachtjäger und Marineartillerie schossen je ein Bulgariens an die Achse auf dem Wege über den feindliches Kampfflugzeug ab.
$reimäd)tepaft. lieber seine Bedeutung braucht firiegsmarlne und Luftwaffe führten den h a n - mt; n mjtti «t: >->»-!,- *
Diplomatie bar. Dies um so mehr, als feststeht, bruar mit ganz besonderem (Erfolg. Der 5 e i n d daß der englische Gesandte in Sofia bis zum letzten verlor in diesem Monat insgesamt Augenblick alle Trümpfe spielen ließ und sogar der 17 4 0 0 0 0 BRT. Handelsschiffsraum. An Leiter des Foreign Office sich dort in eigener Per- dem (Erfolg ist die Kriegsmarine mit 550 000 BRT. fon beyiühte, die Interessen und das Ansehen Groß- un& die Luftwaffe mit 190 000 BRT. beteiligt, britanniens zu retten." 67 feindliche Handelsschiffe wurden außerdem durch
Bombenangriffe schwer beschädigt. Mit dem Verlust eines Teiles auch dieser Schiffe kann gerechnet


