die deutschen Sympathien eingebracht hat. Wenn jetzt die schwergeschlagenen Engländer schreien, Bul- garien habe sich dem Druck der Achsenmächte unterworfen, dann ist das geradezu kindisch, denn dieses stolze, von seiner Aufgabe und seiner Moral bis in alle Fasern seines Seins erfüllte Volk der Bulgaren weiß, daß es an der Seite der Achsenmächte allein sein Heil als souveräne Nation finden wird.
Die Befriedungspolitik für Eurasien hat einen gewaltigen Erfolg zu verzeichnen, gerade in diesen für England kritischen Vorfrühlingstagen, da es vor den Achsenmächten die größte Angst empfindet. Der Zusammenschluß Europas gegenüber der englischen Zersetzunaspolitik ist mit dem Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt weiter erhärtet worden. E. S.
Bulgariens Außenminister an Ribbentrop und Ciano.
Sofia, 2. März. (DNB. Funkspruch.) Aus Anlaß des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt hat der bulgarische Außenminister P o p o f f an den Reichsaußenminister v. Ribbentrop folgendes Telegramm gerichtet:
„Bedauernd, daß ich verhindert war, am heutigen feierlichen Akt in Wien teilzunehmen, der eine neue
Verbindung zwischen unseren beiden Ländern schafft, bitte ich Eure Exzellenz, aus diesem Anlaß meine h e r z l i ch st e n Wünsche für ihr großes Volk und für Sie persönlich entgegenzunehmen."
Desgleichen richtete Außenminister P o p o f f auch ein Telegramm an den italienischen Außenminister Grafen C i a n o:
„Aus Anlaß des heutigen feierlichen Aktes, der für die beiden Länder historische Bedeutung hat, bitte ich Eure Exzellenz, meine herzlichsten Wünsche für ihr großes Volk und für Sie persönlich entgegenzunehmen."
Italiens und Japans Glückwünsche.
Rom, 2. März. (DNB.) Anläßlich des Beitritts Bulgariens zum Dreimächteabkommen hat der König und Kaiser von Italien an König Boris folgendes Telegramm gerichtet:
„Im Augenblick, da die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern ein neues Siegel durch den Beitritt Bulgariens zum Dreimächteabkommen er- hält, ist es mir ein Bedürfnis, Ew. Majestät die heißesten Wünsche für Ihr persönliches wie für das Wohlergehen Ihres Volkes auszusprechen."
Der D u c e hat an den bulgarischen Ministerpräsidenten folgendes Telegramm gesandt: „Die Unterschrift, die Sie heute unter oas Dreimächteabkommen setzten, gibt über eine Bestätigung der Freundschaft unserer beiden Nationen hinaus dem natürlichen Anschluß des bulgarischen Volkes an das von Italien, Deutschland und Japan inspirierte politische System seine Weihe. Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen, Exzellenz, aus diesem Anlaß meine Glückwünsche für Ihr Volk und für Sie auszu- fprechen und Ihnen die Gefühle meiner herzlichen Freundschaft zu erneuern."
*
Tokio, 2. März. (DNB.) In Telegrammen an den Reichsaußenminifter von Ribentrop und an den italienischen Außenminister Graf Eicmo spricht der japanische Außenminister M a t s u o k a zu der „bewundernswerten Vervollständigung der Balkanpolitik der Achsenmächte und dem ungeheueren Erfolg, der von weltweiter Bedeutung" sei, seine herzlichsten Glückwünsche aus.
In einem Glückwunschtelegramm an den bulgarischen Außenminister P o p o f f begrüßte Matsuoka Bulgarien als neues Mitglied des Dreimächtepaktes mit herzlichen Worten.
Bulgariens Beitritt zum Dreierpakt.
Oer Staatsakt in Wien.
und Ostasten stemmt sich heute England, da« diesen Krieg leichtfertig zum Zaune brach und nun seine eigene Katastrophe vor sich sieht, in einer letzten verzweifelten Anstrengung entgegen. Aber seine Kraft reicht nicht mehr aus. In Wirklichkeit ist sie s ch o n g e b r o ch e n. Verzweifelt ruft man fremde Völker um Hilfe an, aber auch diese — wenn sie wirklich gegeben werden könnte —- käme zu spät und würde am Gange des Schick^ sals nichts mehr ändern. Verzweifelt greift England zu immer neuen Lügen, um die Welt über feine wahre Situation hinwcgzutäufchen und um die Aussichtslosigkeit seines Kampfes hinter einem Schleier, fei es von Versprechungen oder Drohungen, sei es von Lügen oder Verdrehungen, zu Der« bergen.
Das Jahr 1941 wird diesen Nebelschleier englischer Propaganda endgültig zerreißen. Mit dem kommenden Frühjahr werden an die Stelle englischer Lügen wieder deutsche Tatsachen treten. Die Armeen der Achse sind aufmarschiert und zum Sprunge bereit, um England überall da anzupacken und zu schlagen, wo es sich zeigt. Am Ende dieses letzten Ringens aber steht der Sieg aller jungen Völker und die endgültige Sicherung ihrer Stellung und ihres Lebensraumes in der Welt. Die heute hier vertretenen Staaten stehen auf der Dacht und sind bereit, auch ihren Beitrag zum endgültigen Triumph unserer gemeinsamen Sache zu leisten. Wir repräsentieren die stärk sie Machtkonstellation, hie es wohl je
Oer Führer in Wien.
Wien, 1. März. (DRV.) Der F ü h r e r ist heute mittag io Wien eingetroffen. Die Wiener Bevölkerung, bei der sich die Kunde von der Ankunft des Führers mit Windeseile herumgefprochen hatte, bereitete dem Führer auf feiner Fahrt durch die Straßen der Stadt einen begeisterten Empfang. Bei feiner Ankunft wurde der Führer, in dessen Begleitung sich der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, sowie die Reichsleiter Dr. Dietrich und Bormann befanden, vom Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und dem Gauleiter und Reichsfiatk- halter von Wien, Reichsleiter Baldur von Schirach, begrüßt.
Oer Verlauf der Feier.
Wien, 1. März. (DNB.) Im Stiener Belvedere, dem über der Stadt thronenden Sommerschloß des Prinzen Eugen von Savoyen, erfolgte am Samstag mittag im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes der Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt.
An der gleichen Stelle, an der vor wenigen Monaten Ungarn sich zu dem wichtigsten Instrument der neuen Ordnung bekannt hatte, traf der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben
trop im Beisein des italienischen Außenministers Graf C i a n o, des Kaiserlich-Japanischen Botschafters Oshima, des König!. Ungarischen Gesandten S z t o j a y, des Königlich-Rumänischen Geschäftsträgers Brabetzianu und des flowakifchen Gesandten C e r n a f den Königlich Bulgarischen Ministerpräsidenten Professor Dr. Filoss, den Staatssekretär im bulgarischen Außenministerium S ch i s ch m a n o f f, zur Vollziehung der gemeinsamen Unterschrift.
Oer Neichsaußenminister
begrüßte die Botschafter und Gesandten der ve-r- bündeten Machte und teilte mit, daß die Königlich- Bulgarische Regierung den Wunsch ausgesprochen habe, dem Dreierpakt beidu treten.
Zum viertenmal, so führte dann der Reichsaußenminister aus, sind wir heute zusammengekommen, um durch einen feierlichen Akt den Beitritt eines neuen Staates zum Dreierpakt zu vollziehen, und ich freue mich ganz besonders, daß es diesmal das Königreich Bulgarien ist, das dem Geist nach schon immer bei uns stand und das jetzt den Entschluß gefaßt hat, sich auch unserem Pakt anzuschließen.
Der Reichsaußenministe-r erklärte nun, daß die Regierungen der im Dreierpakt vereinten Staaten übereingekommen seien, dem Wunsch der bulgarischen Regierung zu entsprechen.
Anschließend wurde das Protokoll über den Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt verlesen.
Der Wortlaut des Protokolls
Das Protokoll, das vom Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, dem italienischen Außenminister Graf C i a n o und dem japanischen Botschafter O s h i m a einerseits sowie vom bulgarischen Ministerpräsidenten Professor Dr. F i l o f f andererseits unterzeichnet wurde, hat folgenden Wortlaut:
Die Regierungen von Deutschland, Italien und Japan einerseits und die Regierung von Bulgarien andererseits stellen durch ihre unterzeichneten Be- vollmachttgken folgendes fest:
Artikel 1.
Bulgarien tritt dem am 27. September 1940 in Berlin unterzeichneten Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan bei.
Artikel 2.
Sofern die im Artikel 4 des Dreimächtepaktes vorgesehenen gemeinsamen technischen Kommissionen Fragen behandeln, die die Interessen Blgariens berühren, werden zu den Beratungen der Kommission nach Vertreter Bulgariens herangezogen werden.
Artikel S.
Der Wortlaut des Dreimächtepaktes ist diesem Protokoll als Anlage beigefügt.
Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, italienischer, japanischer und bulgarischer Sprache abge- faht, wobei jeder Text als Urschrift gilt. Es tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft.
„Ständiger Friede und gerechte Neuordnung in Europa."
Nach der feierlichen Unterzeichnung des Protokolls gab der
Kgl. Bulgarische Ministerpräsident Prof. Or. Kiloff
namens der bulgarischen Regierung folgende Erklärung ab:
„Der Wunsch des bulgarischen Volkes, in Frie- d e n und guten Beziehungen zu feinen Nachbarn zu leben, hat ständig die bulgarische Außenpolittk geleitet. Das bulgarische Volk hat im Namen dieser Politik die mit den schweren Friedensbedingungen verknüpften Folgen des Weltkrieges mit Geduld ertragen, es hat aber immer die Hoffnung gehegt, daß das ihm zugefüote Unrecht durch friedliche Mittel wieder gutgemacht werden kann.
Dieser Glaube hat sich im vergangenen Jahr durch die zwischen Bulgarien und Rumänien über die Dobrudscha-Frage getroffene Abmachung gerechtfertigt. Das verdankt Bulgarien den Achsenmächten, ihren großen Führern AdolfhitlerundBenitoRlus- s o l i n i, welche die Anregung zur Schlichtung dieser Frage ergriffen und die Wiederherstellung der ilten Freundschaft zwischen Bulgarien und Rumänien möglich gemacht haben. Die Achsenmächte haben sich damit nicht nur den tiefempfundenen Dank des bulgarischen Volkes erworben, sondern auch ihre Entschlossenheit bewiesen, eine bessere und gerechtere Reuordnung in Europa einzuführen, indem sie eine neue Epoche der Verständigyng und WUarbeit zwischen den Völkern eröffnet haben. Von dieser großen historischen Tatsache ausgebend, erblickt Bulgarien in dem zwischen Deutschland, Italien und Japan abgeschlossenen Pakt ein Werkzeug dieser Politik, die sich zum Ziele gesetzt hat, den Völkern die Möglichkeit zu geben, sich ruhig zu entwickeln, ihren Wohlstand zu stärken und einen gerechten und ständigenFrieden zugewährleisten Bulgarien tritt dem Dreimächtepakt bei, geleitet vom Wunsche, auch seinerseits im Rahmen seiner Möglichkeiten an der Erreichung diefes hyhey ZirleL
mitzuarbeiten. Es bleibt dabei den mit feinen Nachbarn abgeschlossenen Freundfcbaftsverträ- gen treu und ist entschlössest. Die traditionellen freundschaftlichen Beziehungen zur Sowjetunion fortzusetzen und weiter zu entwickeln. Als treuer Partner des Dreimächtepaktes hoffe Bulgarien, seinen Teil baxu beizutragen, daß ein stänoiger Friede und eine gerechtere Neuordnung in Europa herbeigeführt werden."
Oer Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop
schloß den feierlichen Staatsakt mit folgender Ansprache:
„Als Bevollmächtigter der Reichsregierung und im Namen der bevollmächtigten Vertreter Italiens und Japans und der ihnen angefchloffenen Staaten Ungarn, Rumänien und Slowakei begrüße ich das befreundete Bulgarien als neuen Partner des Dreimächtepaktes Dem Kgl. Bulgarischen Ministerpräsidenten gratulieren wir auf das herzlichste zum Vollzug dieses für sein Land so bedeutsamen Aktes.
Als nach Ausbruch des Deutschland durch die Kriegserklärung Englands und Frankreichs vom 3. September 1939 aufgezwungenen Krieges die Reichsregierung, die italienische Regierung und die japanische Regierung sich im Seprember vergangenen Jahres zur Vereinbarung des Dreimächtepaktes entschlossen, war der Beweggrund ihres Handelns ein klarer und eindeutiger. Sie wollten durch Zusammenfassung der durch diese Staaten repräsentierten Machtfülle jedem Versuch Englands, weitere Staaten vor feinen Kriegswagen z u spannen, ent- gegentreten und durch Konzentrierung aller politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kräfte der drei Großmächte England zur Vernunft bringen und zum Frieden zwingen.
Von vornherein lag es in der Absicht Deutschlands und seiner Verbündeten, weiteren Staaten, die das gleiche Ziel im Auge hatten, den Beitritt in den Dreimächtepakt zu ermöglichen. Bulgarien ist nunmehr der vierte Staat, der sich den drei Großmächten angeschlossen hat, und ich möchte hier der Ueberzeugung Ausdruck geben, daß es nicht der letzt, lein Wirk der zu uns kommt.
Im Gegenteil, ich bin sicher, daß mit der wachsenden Erkenntnis der wahren politischen Ziele der Verbündeten und der dahinterstehenden Macht, um diese durchzusetzen, immer weitere Staaten sich mit uns solidarisch erklären werden.
Denn die Zielsetzung der Politik des Dreimächtepaktes war und ist immer die gleiche geblieben. Sie heißt: Durch- o fehung und Sicherstellung des Le - bensrechtes ihrer Völker in den ihnen naturgemäß zukommenden, d. h. ihrer Volkskraft entsprechenden Räumen gegenüber den Mächten, die selbst im Raumüberfluß leben, zu steril und unfähig find, diesen auszunuhen, ihn aber dennoch den jungen Völkern mißgönnen. Die Machtfülle aber, die heute hinter dem Lebensanspruch der jungen Völker steht, ist eine ungeheure. Nach den siegreichen Jahren 1939/40 befinden sich in Der Machtfphäre der in dem Dreier- Pakt zusammengeschlosfenen Völker und derer, die noch zu uns stoßen werden, Hunderte von Millionen Menschen. Die Arbeit aller dieser Menschen dient schon heute dem einen Ziele: Dem endgültigen Siege der Sache der Ver- b ü n o e t e n.
In Europa spuren alle diese Menschen, daß sie gegenüber der früheren unsicheren Existenz in einem sich ewig gegenseitig bekämpfenden europäischen Staatenkonglomerat von Englands Gnaden nunmehr in Zukusnt in der Geborgenheit eines von England unabhängigen und von dem entstandenen st arten Kraftzentrum der Achse beschützten Kontinent werden (eben können. Alle diese Menschen wissen aber auch, oder zumindest ahnen sie es heute schon, daß sie in der kommenden großen Blütezeit Europas ihr staatliches und völkisches Eigenleben völlig frei gestalten und zu einer bisher vielleicht unvorstellbaren Höhe werden entwickeln können. Dieser kommenden ebenso unabwendbaren wie glücklichen Entwicklung in Europa
auf der Erde gegeben hat. Die neue Weltordnung, die sie schaffen wird, wird eine gerechte und beständige sein. 3m Kampf der Jugend gegen das Alter wird und muß zwangsläufig die Jugend siegen und ihre endgültige Freiheit erzwingen. Das politische Fundament, auf dem diese Freiheit erkämpft wird, und ihr Symbol aber wird für alle Zeiten der Dreimächtepakt sein."
Nach der Ansprache des Reichsaußenministers sprachen die Vertreter der verbündeten Mächte dem Ministerpräsidenten Bulgariens ihre Glückwünsche zum Beitritt aus.
Empfang beim Führer.
Der Führer empfing Samstagnachmittag in Gegenwart des Reichsministers des Auswäniaen von Ribbentrop den Königlich Italienischen Minister des Aeußern Graf Ciano zu einer längeren herzlichen Aussprache.
Am Samstagmittag gab der Führer im Schloß Belvedere aus Anlaß Der Aufnahme des Königreichs Bulgarien in den Dreimächtepakt in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop einen Empfang, an dem der Königlich Bulgarische Ministerpräsident Dr. Fi los f, der Königlich Italienische Minister des Aeußeren Graf C i a n o, der Kaiserlich Japanische Botschafter Ofhima, der Königlich Bulgarische Gesandte Dragan off, der Königlich Ungarische Gesandte Sztojary, der slowakische Gesandte Cerna k und der Königlich Rumänische Geschäftsträger Gesandter Brabetzianu teilnahmen. Bei dem Empfang waren von deutscher Seite anwesend der Ches des Oberkommandos der Wehrmacht. Generalfeldmarschall Keitel, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsleiter Baldur von S ch i r a ch, der deutsche Botschafter in Rom von Mackensen, Unterstaatssekretär Dr. Gauß, ferner die führenden Mitglieder der Delegation der Regierungen des Dreimächtepakte
iderhall in der
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Der
geordneten und gerechten Europas herver-
Bei. Mit» dem
Eincar-Markowitfch wieder in Belgrad.
Audienz beim Prinzregenten Paul.
Das Echo in 3Rom.
Rom, 3. März. (Europapreß.) Der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt ist am Sonntag sowohl in Artikeln und Meldungen, als auch in Bildern das beherrschende Thema der römischen Presse. Der Beitritt sei kurz nach den Reden des Führers und des Duce erfolgt, schreibt „Lavoro Fascista", und zeige den Beginn der „neuen Jahreszei t". Mit dem Beitritt Bulgariens vervollständige sich die neue Ordnung auf dem Balkan, denn der englische Einfluß sei für immer, also ohne Hoffnung auf Wiederkehr, zunichte gemacht worden.
„Popolo di Roma" erblickt denn auch darin das Ende der demokrattschen Einkreisungspolitik im Südasien, Gay da betont InsbefonbtM, damit feien
Tokio, 2. März. (Europapreß.) Bulgariens tritt zum Dreimächtepakt von Berlin steht im telpunkt der japanischen Sonntagspresse, die Ereignis größte Bedeutung für die weitere Entwicklung des Krieges beimißt. Das Wiener Ereignis wird als großer Sieg der Achsendiplomatie und als neue Niederlage Londons bezeichnet. Bulgariens Beitritt zum Dreimächtever«
Belgrad, 3. März.. (DNB. Funkspruch.) _ jugoslawische Außenminister Cincar-Marko- witsch traf Sonntag vormittag mit seiner Be-
neuen, geordneten und gerechten Europas hervertreten. Dieser neuen Ordnung gegenüber empfindet jeder Bulgare eine aufrichtige Sympathie, denn die Ziele dieser Ordnung sind auch die Ziele der bulgarischen Außenpolitik.
gleitung wieder in Belgrad ein. Am Bahnhof wurde er vom Chef des Protokolls begrüßt. Im Laufe des Vormittags begab sich der Außenminister zu P r i n 3 r e g e n t Paul auf das Weiße Schloß, wo er in langer Audienz verblieb.
„Ein großes Ereignis"*.
Sofia, 2. März. (Europapreß.) Das bulgarische halbamtliche Blatt „Vecer" bringt den ersten Kommentar zum Anschluß Bulgariens an den Dreier- Pakt. Unter der Überschrift: „Ein großes Ereignis", erklärt das Blatt u. a.: „Es besteht kein Zweifel darüber, daß die politische Bedeutung Bulgariens mit dem heutigen Tage außerordentlich zuge- nommen hat. Wie der Ministerpräsident Filoff heute in Wien ausführte, hat sich das bulgarische Volk seit jeher in seinen außenpolitischen Bestrebungen von dem Wunsch leiten lassen, in guten Beziehungen und in Frieden mit seinen Nachbarn zu leben. Die Rückkehr der Dobrudscha, die nur der Initiative der großen Führer Deutschlands und Italiens zu danken ist, hat den Glauben an die Gerechtigkeit noch weiter gestärkt. Der Anschluß Bulgariens an den Dreierpatt ist ein weiterer Beweis für den starken Wunsch des bulgarischen Volkes, die internationale Gerechtigkeit verwirklicht zu sehen. Deswegen sieht jeder Vulgare in dem Dreierpakt ein gesundes Mittel zur Festlegung eines dauerhaften Friedens. Deswegen muß der Anschluß Bulgariens an den Dreierpakt überall in Bulgarien mit größter Freude ausgenommen werden. Das bulgarische Volk sieht, wie allmählich die Umrisse eines
auch Eden« Bemühungen im Mittelmeer gescheitert. In der britischen Einflußzone blieben nur noch das unglückselige Griechenland und die Türkei. Von der letzteren aber müsse man annehmen, sie sei durch den Nichtangriffspakt mit Bulgarien und durch ihre eigene Einsicht in die letzten politischen Ereignisse neutralisiert worden. Jetzt ständen im Südostraum 36 Millionen Menschen an der Seite der Achse, vom Schwarzen Meer bis fast an den Rand des Mittelmeeres. Auch Jugoslawien sei diesem Block nicht fern.HDiefes Land könne jetzt verstehen, daß nicht nur der Sieg in den Händen der Achse liege, sondern auch, daß dieser Sieg fein Geschick von morgen gestalten könne. Besonders unterstreicht Gayda auch den militärischen Wert Bulgariens, das wenigstens 500 000 beft ausgerüstete Soldaten stellen könne. Daneben bringt, wie „Popolo di Roma" schreibt, Bulgarien — „Der neue Verbündete" — das ganze Gewicht feiner geographischen Lage in das militärische Unternehmen.
Der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtepakt beweise vor allem, schreibt „Messaggero", daß es in Europa keine Völker mehr gebe, die geneigt find, sich für England zu schlagen.
„Reue Niederlage Londons."*
trag vollende den allgemeinen diplomatischen Rückzug Englands aus dem Balkan, was Englands Verteidigungsfront weitgehend schwächen werde, erklärt „Tokio Nichi Nichi". Wie um Anthony Edens antideutsche Bemühungen im Nahen Osten lächerlich zu machen, trat Bulgarien gerade jetzt dem Dreierpatt bei und ließ sich auch nicht durch die englischen Drohungen, Bulgarien Den Krieg erklären zu wollen, einschüchtern.
„Für alle Balkanländer nützlich."*
Belgrad, 2. März. (Europapreß.) In größter Aufmachung verzeichnet die gesamte jugoslawische Presse am Sonntag den Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt, der — wie zu erwarten war — die Sensation des Tages bildet. Die serbische, ebenso wie die kroatische und slovenische Presse beschäftigt sich in Leitartikeln mit dem Schritt der bulgarischen Regierung.
Das der Regierung nahestehende Blatt „V r e • m e" schreibt: „Wenn auch Die Nachricht nicht als große Ueberraschung kommt, so war man doch nicht daraus gefaßt, daß gerade Bulgarien diesen Weg einschlagen würde, wenn dieser auch als einziger mit Den nationalen Interessen des Landes in Einklang steht. Bulgarien hat sich mit dem Beitritt zur Achse zu einem Schritt inWoffew ter in ftta« GeWchk * *e* b*


