uchkeit, die deutsche Presse von der Verlegerseite her zu einem einheitlich gestalteten Instrument des nationalsozialistischen Staates gemacht. Ihnen ist es wesentlich zu danken, wenn heute dem national, sozialistischen Deutschland in seiner Presse eines der wichtigsten Kampfmittel uneingeschränkt zur Verfügung steht, das seinen Teil beigetragen hat und laufend beiträgt zum Siege.
Sie, Parteigenosse Ohnesorge, haben schon im Weltkriege außerordentliche Leistungen auf Ihrem Arbeitsgebiet der Nachrichtenmittel vollbracht, die kein Geringerer als General Luden- borff besonders hoch eingeschätzt hat. Nachdem Die in frühester Kampfzeit bereits den Weg zum Führer fanden, haben Sie dem kommenden nationalsozialistischen Deutschland gedient in einem Ausmaß, wie es heute der Oeffentlichkeit noch gar nicht gesagt werden kann. Ihnen ist es vor allem zu verdanken, wenn unsere Luftwaffe auf dem Gebiet der drahtlosen Navigation einen unabsehbaren Vorsprung vor dem Gegner hat. Darüber hinaus leiten Sie feit vielen Jahren den riesigen Arbeitsorganismuß der Reichspost, der im Kriege eine ungewöhnliche Bewährungsprobe ablegte.
Sie, Parteigenosse Professor Dr. Messerschmitt, sind der Konstrukteur der ersten Jagdflugzeuge und Zerstörer der Welt. Ich weih es zum Teil aus persönlichem Erleben, gegen welche Schwierigkeiten Sie sich mit Ihren neuen Ideen durch- Mringen hatten. Daß Sie aller Anfeindungen zum Trotz Ihren genialen Konstruktionen zum Siege verhalfen, ist es zu danken, daß Deutschlands Lustwaffe auch auf dem Gebiet des Jagdflugzeuges feine
heutige unbestrittene Ueberlegenheit über seine Gegner besitzt.
Auf Grund seiner eigenen Erinnerungen, sagte Rudolf Heß weiter, sei die Feierstunde im großen Messerschmitt-Werk in Augsburg für ihn besonders schön. Er kenne dieses Werk aus einer Zeit, als der ganze Betrieb sich aus ein paar Bauten zusammensetzte, die man heute unter den Riesenhallen gewissermaßen mit der Lupe suchen müsse. Gern erinnere er sich an die Zeiten, da er hier mit seinem Messerschmitt-Sportvogel landete. Damals kannte er hier fast jeden Arbeiter von Angesicht, und wohl jeder Arbeiter, der mit Sportmaschinen zu tun hatte, kannte ihn. So erfülle es ihn mit besonderer Bewegung, die diesjährige Auszeichnung der nationalsozialistischen Musterbetriebe gerade von dieser Stätte aus vorzunehmen.
Unter dem Beifall der Tausende überreichten Rudolf Heß und Dr. Ley den drei „Pionieren der Arbeit" das Ehrenzeichen in Gold und den Betriebsführern tnti) Obmännern der neu ausgezeichneten Musterbetriebe die Stiftungsurkunden. Dann nahm Dr. Ley das Wort zu einer kurzen Schlußansprache, in der er allen Männern und Frauen, die um den edelsten Preis kämpften, als mustergültige Betriebsgemeinschaft anerkannt zu werden, dankte. Aber auch in dieser Stunde, so rief Dr. Ley abschließend aus, wollen wir daran denken, daß alles das, was wir sind und haben, wir nur einem Manne verdanken, der Deutschland aus Schmach und Not herausgeführt hat zum Licht, der uns den Glauben und damit die Kraft zum Sieg gab: Adolf Hitler. Ihm gilt in dieser Stunde unser Gruß!
Die neuen „Pioniere der Arbeit".
Berlin, 1. Mai. (DNB.) Das vom Führer rm August 1940 gestiftete Ehrenzeichen „Pioniere der Arbeit" wird auf Vorschlag des Reichsorganisations- leiters der NSDAP, und Leiters der Deutschen Arbeitsfront durch den Führer verliehen an die Leistungsbesten aus den Reihen der Betriebsführer und -obmänner von nationalsozialistischen Musterbetrieben, außerdem an Männer, die in der Gestaltung des deutschen Arbeitslebens einmalige Leistungen vollbracht haben. Das Ehrenzeichen zeigt in einem stehenden Oval, dessen Rad ein goldener Lorbeerkranz bildet, vor einem roten Emaille-Hintergrund auf dem goldenen DAF.-Rad mit weißer Emaille- einlage den goldenen Hoheitsadler. Es wird auf der linken Brustfelle getragen. Die neuen Träger dieses Ehrenzeichens sind Reichsleiter Amann, Reichsminister Ohnesorge und Professor Messerschmitt.
Reichsleiter Amann.
Max Amann, Reichsleiter für die Presse, Obergruppenführer, wurde 1891 geboren. In derselben Kompanie des Regiments List, in dem Adolf Hitler Meldegänger war, stand Amann als Oftizier- stellvertreter. 1921 folgte Amann dem Rufe des Führers und wurde erster Geschäftsführer der Partei. Die Teilnahme am Münchener Aufstand brachte Amann sechs Monate Untersuchungshaft uiti) IVa Monate Festungshaft ein. 1925 war er wieder Leiter des Zentralparteiverlages, der sich neben dem Zeitungsverlag zu einem bedeutenden Bücherverlag entwickelte. Die Herausgabe des Führerwerks „Mein Kampf" war wie alle späteren Derlagsideen auf die Initiative Amanns zurückzuführen. Als Reichsleiter für die Presse und Vorsitzender des Vereins deutscher Zeitungsverleger hat Max Amann das Verlagswesen der gesamten deutschen Presse national - so statistisch geordnet. In Max Amann hat der alte Begriff des Verlegers eine nattonalsozialistische Wandlung erfahren; in ihm trifft sich der politische LoDat und Kämpfer mit dem Rechner; glühende Begeisterung und kühle Sachlichkeit vereinigen sich in einem Amt, das beides nötig braucht.
Reichsminister Or. ing. e. h. Ohnesorge _ Reichspostminister Ohnesorge wurde 1872 als Sohn eines Telegraphenbeamten in Gräfenhainichen bei Bitterfeld geboren. Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Frankfurt a. M. trat er 1890 in die Reichspost- und Telegraphenverwaltung ein, legte 1897 die höhere Staatsprüfung ab und studierte in Kiel und Berlin Mathematik und Physik. Als der Weltkrieg ausbrach, wurde der damalige Postrat Ohnesorge Referent für das Nachrichtenwesen bei der Obersten Heeresleitung. 1915 übernahm er unter Ludendorff die Telegraphendirektion des Großen Hauptquartiers. Eine Erfindung aus dieser Zeit ist die „Ohnesorge-Vierdrahtschaltung". 1920 gründete er die erste NSDAP.-Ortsgruppe außerhalb Bayerns in Dortmund. Mit der Parteimitgliedsnummer 43
zählt er zu den ältesten Mitkämpfern des Führers. Als Postrat in Dortmund, als Abteilungsdirektor der Reichspostdirektion Berlin und als Präsident des Neichspostzentralamtes förderte er die Entwicklung des Fernmeldewesens in ungeahntem Maße. 1933 wurde Ohnesorge Staatssekretär im Reichspostministerium. Neben den Aufgaben der Verwaltung, der Forschung und technischen Entwicklung — auch zahlreiche eigene Patente auf diesem Gebiet zeugen davon — tjat der Reichspostminister jederzeit größtes Verständnis den sozialen Belangen seiner Gefolgschaft entgegengebracht. So wurde die Reichspost zum Vorkämpfer für die Idee des Leistungskampfes auf dem staatlichen Sektor.
Professor Messerschmitt.
Professor Diplom-Ing. Dr.h. c. Willy Messerschmitt wurde 1898 in Frankfurt am Main als Sohn eines Weinhändlers geboren. Nach dem Abiturienten- Examen wurde er 1917 Soldat 6et den Minenwerfern, obwohl er sich zu den Fliegern gemeldet hatte. Erst 1918 gelang es ihm, zur Fliegerschule Schleißheim zu kommen. Nach dem Kriege studierte er an der Technischen Hochschule München. Schon im Alter von 11 Jahren hatte Willy Messerschmitt, seitdem er auf einer Ferienreise an den Bodenfee das Zeppelin-Luftschiff gesehen hatte, sich in jeder Stunde mit Flugzeugmodellen beschäftigt. Als 15- jähriger unternahm Messerschmitt seinen ersten Segelflug in Bamberg. Nach dem Kriege nahm er in der Rhön das Segelfliegen wieder auf, und 1919 wurde die Firma Hardt-Messerschmitt gegründet, die sich mit dem Bau von Segelflugzeugen beschäftigte. 1922 begann er in Bamberg, eigene Flugzeuge zu konstruieren. Mit der „M 17" gewann die Messerschmitt G. m. b. H. verschiedene Wettbewerbe, ihr erstes Metallflugzeug „M 18" wurde Derkehrsmaschine. 1927 kam eine Interessengemeinschaft zwischen Messerschmitt und den Bayerischen Flugzeugwerken in Augsburg zustande. Für den Sachsenflugwettbewerb konstruierte Messerschmitt zwei Flugzeuge, die überlegen den ersten Preis gewannen. Die 60 000 Mark, die er dafür erhielt, benutzte Messerschmitt dazu, in die Bayerischen Flugzeugwerke einzutreten. Auch 1929 in Paris und 1930 in Berlin gewannen seine Flugzeuge erste Preise. Einige Unfälle regten ihn dazu an, sich besonders mit Windbewegungen und Böen zu beschäftigen und dabei Erfindungen zu machen, die heute für den gesamten Flugzeugbau maßgebend sind. So wurde bereits 1933 ein hochwertiger Einsitzer „M 23" gebaut, aus der sich dann später die „Me 109", unser bestes Jagdflugzeug entwickelte, mit dem 1939 der heute noch gehaltene Weltrekord von 755 Stundenkilometer geflogen wurde. Die Erfolge Messerschmitts beruhen vor allem aber auf seiner Fähigkeit, sich eine Gefolgschaft hevanzuziehen, die wahrhaft eine nationalsozialistische Betriebsgemeinschaft bildet.
Vier neue Musterbetriebe in Hessen-Mau.
NSG. Auf der Tagung der Reichsarbeitskammer in Augsburg am 30. April wurden vier r t) c i n • mainische Betriebe als Nationalsozialistische Musterbetriebe ausgezeichnet und erhielten damit das Recht zur Führung der Goldenen Fahne der Deutschen Arbeitsfront. Die ausgezeichneten Betriebe sind die Deutsche Forschungsan st alt für Segelflug e. V. in Darmstadt, die Firma I.P.V.- Antrieb Werner Reimers K.-G. in Bad Homburg, die Möbelfabrik Ernst Lust in Lampertheim und die Vereinigten Deutschen Metallwerke, Werk Heddernheim, in Frankfurt a. M. Zugleich mit dieser Auszeichnung wurde den Betriebsführern und Betriebsobmännern dieser Betriebe die Goldene Nadel der Deutschen Arbeitsfront verliehen.
Der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug wurde bereits früher durch Gauleiter Sprenger das Gaudiplom für hervorragende Leistungen verliehen. Der Betrieb ist im Sinne der Richtlinien des Amtes „Schönheit der Arbeit" unter reqer Mitarbeit der Gefolgschaft vorbildlich erbaut. Ein Schwimmbad wurde teilweise in Gemeinschaftsarbeit geschaffen. An der Spitze des Betriebes steht als Betriebsfübrer Professor Georgi, eine weltbekannte Kapazität, der die Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront mit Begeisterung erlebt. Die Gefolgschaft gehört geschlossen der Deutschen Arbeitsfront und der NSV. an. Der DAF.-Walter-Stab ist gut besetzt. Es besteht eine aktive Spiel- und Sportgemeinschaft. In der Gemeinschaftsverpflegung erhalten die Gefolg- schaftsmitglieder warmes Essen. Den Siegern im Reichsberufswettkampf läßt der Bettieb besondere Forderung zuteil werden. Eine eigene Lehrwerkstätte sorgt für gute Berufsausbildung. Besonders angelegen läßt sich der Betrieb die Gesundheitsvorsorge sein.
Die P.I.V.-An trieb Werner Reimers KG. ist ein Betrieb, der sich von klein auf entwickelte. An dem Betrieb, der bereits mit dem Gaudiplom und dem Leistungsabzeichen für vorbildliche Förderung von ,Kraft durch Freude" aus- gezeichnet ist, ist besonders die kameradschaftliche
Einstellung des Betriebsführers zu feiner Gefolg- |d)aft und die Kameradschaft der Gefolgschaftsmll- glieder untereinander hervorzuheben. An besonders beachtlichen Leistungen sind die hervorragende Gestaltung der Berufserziehung, eine glänzende Lehrwerkstatt, ein eigenes Schwimmbad, ein Schieß- stand und ein Sanitätszimmer, die Einsetzung eines Werkarztes und Bestrahlungen auf Kosten des Betriebes zu nennen. Der Betrieb gibt eine warme Werksverpflegung. Ein Werkschor ist vorhanden. Eine vorbildliche Lohn- und Akkordberech- nnng gibt jedem Arbeitskameraden den gerechten Lohn. So erzielt der Bettieb durch seine sozialen Leistungen einen sehr geringen Krankenstand, eine zufriedene Gefolgschaft und eine reibungslose Durchführung feiner wirtschaftlichen Aufgaben , Auch die Möbelfabrik Gruft Lust besitzt bereits das Gaudiplom und das Leistungsabzeichen
x « Forderung von „Kraft durch
Freude . Der Betrieb ist in neuzeitlicher Bauform noch.den Richtlinien des Amtes „Schönheit der ^beit erbaut. Der Betrieb hat tadellose Wasch- und Duschraume und einen wunderbaren Gefolgschaftsraum. Er ist ringsum von. Grünanlagen um- aeben. Durch moderne Maschinen ist die Gefolg- schaft körperlich wesentlich entlastet. Wir finden einen Bettiebsarzt, Betriebssportgemeinschaft, Sport- P Werksküche, Singgemeinschaft,
.enw Siedlergemeinschaft. Die Gefolgschaft beteiligt sich geschlossen am Ortskultur- nng der NS -Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Die Berufsausbildung steht unter Leitung eines hauptamtlichen Ausbildungsleiters. Die Frau des Bettiebsführers hilft täglich in der Werksküche. So steht hier eine wahre Leistungsgemeinschaft an
Das Werk Heddernheim der Dereiniaten Deutschen Metallwerke besitzt neben dem Gaudiplom bereits das Leistungsabzeichen für vorbildliche Berufserziehung. Ein tüchtiger Ausbil- dungskelter. hält die Lehrlinge in der Lehrwerkstätte straff zusammen und versteht es sie auch weltanschaulich zu betreuen und zu erziehen. Ein
Berufserziehungswerk für die Erwachsenen ist vorhanden. Die Lehrlinge erhalten morgens eine warme Suppe. Es finden laufende Kontrolluntersuchungen für die Lehrlinge durch den BettiHs- arzt statt. Die Turnstunden der Lehrlinge stehen unter der Leitung des Betriebssportlehrers. Bei der Einstellung erfolgt eine Täuglichkeitsuntersu- chung durch den Betriebsarzt und die Zuweisung einer entsprechenden Tätigkeit. Zur Betreuung der Angehörigen der Gefolgschaft ist eine Soziale Betriebsarbeiterin vorhanden. Es besteht eine Werkfrauengruppe, ein Werkskindergarten mit NS.- Schwester und eine Werkbücherei. Eine sehr aktive Werkschar mit Spielmannszug und Musikzug ist
Die Säuberung des südlichen Peloponnes
Oer Wehrmachibencht
Berlin, 1. Mai. (BJIB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3n Griechenland setzten Verbände des deutschen Heeres die Säuberung des südlichen Peloponnes von versprengten Teilen der britischen, griechischen und serbischen Truppen fort. Bei Angriffen auf die Sudabucht auf Kreta beschädigte die deutsche Luftwaffe einen großen Tanker und zwei große Handelsschiffe durch Bombentreffer schwer.
3n Nordafrika führte Späh- und Stohtrupp- tätigkeit der deutschen und italienischen Truppen zu örtlichen Erfolgen. Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge versenkten im Hafen von Tobruk ein Handelsschiff von 5000 BRT. und erzielten in den Befestigungsanlagen um Tobruk sowie bei Fort P a l a st r i o n schwere Zerstörungen und ausgedehnte Brande. — Aufklärungsflugzeuge bekämpften eine Funkstation, Feldbefestigungen sowie Ansammlungen von Kraftfahrzeugen und Panzerwagen mit guter Wirkung.
In der letzten Nacht griffen deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge den Hafen von La Valetta auf Malta sowie den Flugplatz Venezia erneut mit gutem Erfolg an. Am Morgen des 1. Mai wurden
in Luftkämpfen über der Insel drei Jagdflugzeug? vom Muster hurricane abgeschossen.
Ein Unterseeboot unter Führung des ftapltihi- Icutnants Heßler meldet die Versenkung eines Dampfers von 7000 BRT. Damit hat dieses Unterseeboot auf feiner jetzigen Unternehmung bereits 42 650 BRT. feindlichen handetsfchiffsraumes oer- senkt.
Erfolgreiche Angriffe der deutschen Luftwaffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Süd - und OstküsteEnglands. Flugzeuge der bewaffnete» Aufklärung beschädigten im Seegebiet um Großbritannien ein größeres Handelsschiff schwer. In der Nacht zum 1. Mai versenkte die Luftwaffe vor der schottischen Ostküste einen Frachter von 1000 BRT. und beschädigte zwei weitere Frachter sowie einen Zerstörer so schwer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist.
Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Kräften an verschiedenen Stellen Norddeutschlands und in Außenbezirken der Reichshauptstadt Spreng- und Brandbomben. Militärischer oder wehrwirtschaftlicher Schaden entstand nicht. Einige Zivilpersonen wurden getötet ober verletzt.
Oberleutnant Müncheberg errang bei Luftkämpfen über der Insel Malta feinen 39. und 40. Luftfieg.
Italienische Fallschirmjäger besehen Kephallenia und Zante.
Oer italienische Bericht
Rom, 1.Mai. (DNB.) Der italierNsche Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut:
Ein Verband der Luftwaffe und Abteilungen Fallschirmjäger haben unter dem Schutz von Bomber- und Jagdverbänden gestern die Inseln von Kephallenia und Zante beseht, heute Morgen sind Jnfanterieabteilungen von Albanien her auf der Insel Santa Maura gelandet. Italienische und Kampfflugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben ihre Vernichtungsangriffe gegen den Stützpunkt von La Valetta fortgesetzt. Ls entstanden sehr große Zerstörungen und Brände.
Im Aegäischen Meer haben unsere Torpedoboote einen stark geschützten feindlichen G e I e i I j u g angegriffen. Ein Kreuzer und ein großer Zerstörer erhielten Torpedotreffer. Trotz der heftigen Gegenwirkung der Artillerie der feindlichen Begleileinheiten kehrten unsere Torpedoboote unbeschädigt zu ihren Stützpunkten zurück. — Es gelang einem unserer Aufklärungsflugzeuge, das den Geleitzug ausgemacht hatte, und das von 5 englischen Flugzeugen angegriffen worden war, zwei Engländer abzuschießen und darauf unversehrt an den eigenen Stützpunkt zurückzukehren.
In Nordafrika haben italienische und deutsche Aufklärungsabteilungen -stlich von Sot- I u m feindliche Streitkräfte in die Flucht geschlagen und Panzerfahrzeuge zerstört. Verbände der italienischen und deutschen Luftwaffe haben von neuem in rollendem Angriff die Stellungen und den Hafen von Tobruk angegriffen.
In Ostafrika dauern die Kämpfe in den verschiedenen Abschnitten und mit besonderer Heftigkeit im Abschnitt von Aladschi an. In Assad sank ein feindlicher Hilfskreuzer durch Auslaufen auf eine Mine.
Fernkampfbatterien feuerten auf die britische Küste.
N e u y o r k, 1. Mai (DNB.) Nach einer Londoner Funkmeldung haben die deutschen Fernkampfbatterien an der französischen Küste Vie britische Küste am Dienstag sieben Stunden lang mit Granaten belegt. Es habe sich um das schwerste und ausgedehnteste Bombardement gehandelt. Die großen Geschütze hätten mit nur einer Stunde Unterbrechung bis fast 16 Uhr gefeuert.
Von deutschen Handelszerstörern im Indischen Ozean versenkt.
Neyyork, 1. Mai. (DNB.) In Schiffahrts- kreisen verlautet, daß in der letzten Zeit acht Schiffe von deutschen Handelszerstörern im Indischen Ozean
vorhanden. Warme Werksverpflegung steht der Gefolgschaft zur Verfügung. Werksiedlungen werden in Gemeinschaft mit dem Gauheimstättenamt errichtet.
Gauleiter Sprenger hat zwei Filialbetrieben von NS.-Musterbetrieben die Genehmigung erteilt, die Goldene Fahne der Deutschen Arbeitsfront zu zeigen. Es sind die Sieg-Lahn- Bergbaugesellschaft m. b.H. in 2Betl« bürg, Organgesellschaft der Firma Krupp, Essen, und die Landesbank stelle Frankfurt am Main der Nassauischen Landesbank in Wiesbaden.
Aufruf Dr. Leys zum 1. Dtai.
In unserer Arbeit liegt eine Voraussehung für den Sieg.
1X "ct Am Rahmen einer
Wichten Feierstunde überreichte Reichsorganisa. ttonslelter Dr Ley in der Deutschlandhallk 300 , Jlt5!amerabcn ous allen Gauen Großdeutsch- lands das ihnen vorn Führer verliehene Kriegs- oerdlenstkreuz. Zu der Feier, der Ehrengäste von ^QlteV S»at unb Wehrmacht beiwohnten, waren auch d.e Betnebsführer und die Obmänner von
6en. Wir wollen unsere Leistutigen immer mehr steigern und dabei nicht müde werden. Denn nicht nur in unserem Glauben, sondern auch in unserer Arbeit liegt eine der Voraussetzungen zu unserem Sieg!
Die Soldaten unserer tapferen herrlichen Wehrmacht müssen es wissen: Hinter ihnen stehen der deutsche Arbeiter und der deutsche Bauer in einer unerschütterlichen Front von zahllosen Männern und Frauen. Sie werden dafür sorgen, daß unser Volk das tägliche Brot erhält, seine Soldaten aber die Waffen, deren sie benötigen, um die Heimat zu schützen. Die englischen Plutottaten winseln um die Unterstützung des jüdischen Weltkapitalismus. Em Herr Churchill bettelt um amerikanische Hilfe!
Ich appelliere an euch, nur an euch, meine deutschen Arbeiter und Arbeiterinnen, an die Werktätigen in Stadt und Land! Steht zu euren Soldaten durch eure Leist u n g e n k Schließt euch mit ihnen zusammen in einer unzerbrechlichen und damit unbesiegbaren Phalanx. Dann wird es der kämpfenden Front nur noch leichter fein, ihre harte Pflicht zu erfüllen!
Unser großer gemeinsamer Feind wird fallen! Der deutsckje nationalsozialistische Staat der schaf- senden Arbeit aber wird leben! Die Freiheit, die Schönheit und die Würde unserer deutschen Zukunft werden in der heutigen Zeit erftritten! Erstritten durch jeden Mann und jede Frau an den Plätzen an die sie gestellt sind! Durch den deutschen Soldaten im Einsatz an der Front, durch den deutschen Arbeiter und den deutschen Bauern, durch Mann und Frau am Arbeitsplatz in der Heimat!
300 Arbeiter mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet.
Berlin, 1. Mai. (DNB.) Reichsleiter Dr. L e y hat zum 1. Mai den folgenden Aufruf erlassen:
Arbeiter und Arbeiterinnen! Betriebsführer und Gefolgschaft!
Ein neuer Frühling ist gekommen! Wieder feiert das deutsche schaffende Volk den 1. Mai als den Tag des Festes der Arbeit und damit der nationalen Gemeinschaft! Kein Volk der Welt könnte dies mit mehr Recht tun als das unsere. Denn eine Arbeit ist heute eine so schwere, seine Leistungen sind so große, daß es sich mit Recht zum Dichterwort bekennen kann, daß saure Wochen frohe Feste verdienen! Wenn unsere Soldaten in bei» piellosem Heroismus unser Volk und Reich be- chützen, dann arbeiten Volk und Heimat nicht minder treu wie die kämpfende Front! Millionen deut- cher Arbeiter, werktätige Menschen der Stirn und Faust, mühen sich ab, um de m b e ft e n Solda - ten der Welt die besten Waffen zu chmieden und die beste Ausrüstung zu geben. Millionen deutscher Frauen und Mädchen nehmen an dieser Arbeit Anteil!
Manche Feiertage können deshalb in dieser Zeit nicht mehr gehalten werden. Den einen aber wollen mir gemeinsam festlich begehen: Den Tag, der die ganze schaffende deutsche Nation vereint, alle jene Menschen, die nicht nur das Leben in Festen bejahen, sondern durch ihre Arbeit lebenswert gestalten, und die deshalb ein Recht besitzen, ich eines Daseins zu freuen, das ihrem Schweiß eine Schönheit und Würde verdankt!
Gerade in diesen Tagen aber geht das herz Millionen deutscher Menschen besonders über. Unser Volk ist glücklich und stolz auf feine an der Front stehenden Söhne und ihre Taten! Wir fühlen am heutigen Tage des Festes der Arbeit erst recht die Verpflichtung, unserer herrlichen nationalsozialistischen Revolution zu dienen. Denn: Für was so viele unserer THön- ner an den Fronten ihr Blut einfehen, ist zumindest des höchsten Schweißes der Heimat wert!
Euch alle, Ihr Arbeiter und Arbeiterinnen, Betriebsführer und Unternehmer, rufe ich daher am 1. Mai zu einem besonderen Appell auf! Wir wollen im Blick auf unsere kämpfende Front uns alle gegenseitig fest an den Händen nehmen ...... 0M
und unjue Gemeinlchatt en^er tckUe-lÄusgezeichneten gehöre».


