ie
Platzvorichrift (norbertm Vereinbarung) 25% melr
8reitag.2.Mailyü
Annahme von Aruergeu für die Dtittagsnummer 6i§8l/,llbT des Vormittags
Aruergen-Prerie:
Anzeigenteil 7 Rvf. le mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvt. te mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachläße:
Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengensraffel B
l9l. Jahrgang llr.,03 JfflHT M. £
Gießener Anzeiger
auch bei ^Nichterscheinen • -i. > Bl ■ Bf
von einzelnen dttimmern
gö «sssi General-Anzeiger für Oberhessen '-^r-Lrrr^
1937
1913
465 226 BRT.. 435 606 BRT.
zahlenmäßige Aufftellung ist
Ser Slellvertreier des Iiihrers spricht
1 932 153
228 232
64 664
104 296
40 932
18 524
920 822
195 767
451121
183 509 131.411
161 008
jahrelangen Anstrengung Adolf Hitlers, gleichbleibende Zuverlässiigkeit und Güte verdanke er den deutschen Schaffenden, deutsche Soldat werde sie ebenso wenig
Die stets aber, die Und der vergessen.
zu nehmen:
Wenn der Führer, so führte Rudolf Heß einleitend aus, in regelmäßiger Folge am nationalen Feiertag des deutschen Volkes die vorbildlichen deutschen Bettiebe durch die Verleihung der goldenen Fahne und die Auszeichnung „Nationalsozialistischer Musterbetrieb" ehre, so sei damit nicht allein der nationalsozialistische Gei st der einzelnen Betriebsgemeinschaften gekennzeichnet, sondern die Leistungen von Arbeiter und Betriebsführer fanden ihre sichtbare Ehrung vor dem ganzen Volk. Sinnvvolle Arbeit aller, die im Be-
Symbol. Und so wie im soldatischen Leben die Fahne zugleich die Verpflichtung ist, so verpflichtet auch die goldene Fahne der Betriebe alle, die sie in gemeinsamer Anstrengung erworben haben, zu neuer Tat: Sie ist Ehre und Verpflichtung zugleich! Eine besondere Anerkennung verdienten die Betriebe, obwohl ihre besten Stammarbeiter, Meister oder auch Betriebsführer, im Felde stünden. Wenn die Geschichte dieses Krieges einst geschrieben wird, dann wird sie selbstverständlich in erster Linie die geniale Führung und den heroischen Einsatz des deutschen Soldaten vor der Nachwelt würdigen müssen. Aber sie kann nicht geschrieben werden, ohne die Güte der deutschen Waffen und des deutschen Materials, ja deren große Ueberlegenheit zu würdigen — und sie
Kanada ist eine Kontinentalmacht geworden, die nicht nach England schaut, sondern auch w i r t ° chaftlich auf die USA., mit der Reibungen, auch wirtschaftlicher Art, in den letzten Jahrzehnten überhaupt nicht aufgetreten sind. Allerdings hat ich daneben ein eigenes kanadisches Nationalgefühl entwickelt, das selbst Männer, die in ihrer Jugend aus England einwanderten, ergriffen hat. Ihre Parole „Kanada den Kanadiern" richtet sich ebensogut
Reichshauptstellenleiter Schröder bat dann den Stellvertreter des Führers das Wort
von 1913 hinzu.
Deutsches Reich Großbritannien Vereinigte Stachen Japan Niederlande Dänemark Schweden
wie die deutschen Schaffenden seinen Kampf und seine Siege vergessen werden.
Wenn bereits bis heute so viele deutsche Muster« betriebe mit der goldenen Fahne ausgezeichnet werden konnten, so sei es hier wie überall d i e starke Einzelpersönlichkeit, die das Vorbild gebe und ihre- Umgebung mit sich reiße. Wir dürften nie vergessen, daß nicht die Organisation oder die Organisationsform, nicht der sachliche Begriff des Unternehmens oder des Betriebes das Entscheidende ist, entscheidend sei die Persönlichkeit des Betriebsführers und die Persönlichkeit des Arbeiters. Für solche hervorragenden Männer der Wirtschaft habe der Führer die Auszeichnung „Pioniere d e r A r b e i t" und das Ehrenzeichen dazu in Gold gestiftet. Diese Auszeichnung wurde im vergangenen Jahre erstmals an den Betriebsführer. des nationalsozialistischen Musterbetriebes Friedrich Krupp A. G., Parteigenossen Krupp von Bohlen-Halbach verliehen. Mit beson- derer Freude könne er heute drei Parteigenossen die Ernennung übermitteln, die mit ihren hervorragenden Leistungen zugleich in besonders enger Verbundenheit zum Kampf des nationalsozialistischen Deutschlands stünden. Den Reichsleiter für die Presse, Parteigenossen Max Amann, den Reichspostminister, Parteigenossen Dr. Ohne- sorge und den Parteigenossen Professor Dr. Willy Messerschmitt.
Sie, Parteigenosse Amann, haben aus kleinsten Anfängen heraus die Hauptzeitung der Bewegung zum größten Blatt Deutschlands und zugleich den mit ihr verbundenen Verlag zum größten Unternehmen seiner Art entwickelt, unter unendlich schwierigen Verhältnissen der Kampfzeit. Sie haben nach der Machtergreifung und mit der ganzen Energie ihrer Person-
kann nicht geschrieben werden, ohne der Frauen und Männer zu gedenken, die sie geschaffen haben. Wenn die deutschen Arbeiier den Unterschied in den Verlusten auf beiden Seiten sich vor Augen halten, so könne jeder sich sagen: auch seine Arbeit habe deutschen Vätern und Söhnen das Leben gesichert, auch seine Arbeit sei ein Teil des Sieges. Der deutsche Soldat wisse, die Einzigartigkeit und die Fülle seiner Waffen und seines Materials, die banfe er der unermüdlichen
was von Ihnen, Stellvertreter des Führers, so wundervoll ausgedrückt wurde mit den Worten: „Festung des inneren Frieden s". Zwei Jahre Kriegszeit haben auch auf diesem Sektor unseres nationalen Lebens bewiesen, in wekchem Maße der Gedanke der Betrieksgemeinschaft die Grundlage unseres Volkslebens entscheidend umgestaltet hat. Entscheidend für die Gestaltung und die Leistungen dieser Musterbetriebe wie überhaupt aller deutschen Betriebe sind vor allen Dingen ihre Betriebsführer gewesen. Deutschland kann stolz sein auf seine Betriebsführer, die, an der Spitze ihrer Be- ttiebsgemeinschaft stehend, mit ihnen diesen Leistungsstand erreicht haben. Der Einsatz der Frauen ebenso wie der von Millionen betriebsfremder oder arbeitsentwöhnter Gefolgschaftsmitglieder erforderte vor allem auch berufserzieherische und Schulungsmaßnahmen. Auf diesem Gebiet hat die DAF. Vorbildliches geleistet. Nachdem der Redner dann das Verdienst der Block- und Zellenobmänner und der Betriebsobmänner, die ebenso wie Ingenieure und Erfinder im Kriege ihre Bewährungsprobe abgelegt hätten, erwähnt hatte, zählte er die ausgezeichneten Musterbetriebe auf und betonte, daß im Arbeitsjahre 1941/42 insgesamt 419 Bettiebe die goldene Fahne tragen. Gleichzeitig werden 3577 mit Leistungsabzeichen ausgezeichnete Betriebe und rund 7000 Gaudiplombetriebe als Vorbild nationalsozialistischer Arbeitsauffassung die Kerntruppe des neuen Leistungskampfes bilden.
Phrasen über den Mut und die Treue der Griechen zum Besten zu geben. Churchill selbst warf in seiner Erklärung in der üblichen Weise mit völlig willkürlichen Zahlenangaben über die Stärke der in das griechische Abenteuer verwickelten britischen Truppen um sich und behauptete selbstverständlich, daß dem größten Teil dieser Truppen der Rückzug auf die Schiffe „erfolgreich" gelungen sei. Auf die peinliche Zwischenfrage, ob die eingeschifften Soldaten auch wirklich ihre Stützpunkte erreicht hätten, antwortete Churchill allerdings ziemlich kleinlaut: „I ch glaube, es verhüll sich so." Im übrigen diente ihm die erneut eingestandene Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe als willkommene Ausrede., und auch die schweren verlustreichen Kämpfe der als Nachhut geopferten australischen und neuseeländischen Truppen gegen die deutschen Panzereinheiten wußte er mit ungewöhnlicher Offenheit zu schildern. Auf eine Frage nach den M a t e r i a l v e r l u st e n gab Churchill die verblüffende Antwort, daß das schwere Kriegsmaterial „natürlich" nicht mitgeführt werden konnte, wobei er als Trost die seltsame Bemerkung hinzufügte^ „die Deutschen hätten \ja keinen Mangel an schwerem Material" (!) Die Mitglieder des Unterhauses müssen aus diesen jämmerlichen Ausflüchten Churchills und Edens den Eindruck bekommen haben, daß England alle seine militärischen Unternehmungen Norwegen, Dünkirchen, Cyrenaika und jetzt Griechenland — ausschließlich deswegen durchgeführt hat, um sich baldmö glichst' unter schwersten Verlusten wieder zurückzuziehen und alles Kriegsmaterial den Deutschen zu überlassen, die es eingestandenermaßen gar nicht einmal brauchen. Ob die britische Oesfent- lichkeit sich mit dieser „Aufklärung" zufriedengeben wird, bleibt zu bezweifeln. Diesen Eindruck hatte offenbar sogar Churchill selbst, der zum Schluß versicherte, er glaube versprechen zu können, daß er bei der Unterhausdebatte in der nächste Woche „n o ch genauere Angaben" machen könne.
Die Persönlichkeit schafft die nationalsozialistische Betriebsgemeinschast.
Oer Stellvertreter des Führers verkündet auf der Sihung der I^eichsarbeitskammer die Ernennung von drei „Pionieren der Arbeit".
Veränderungen im Kabinett Churchill
Neue Minister für Flugzeugproduktion und Schiffahrt.
Kanada und USA
Von unserem S.-Berichterstatter.
Diese nüchterne v z überaus interessant. 1937 war in der ganzen Welt
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Lissabon, Ende April 1941.
Der liberale Ministerpräsident von Kanada, Mackenzie King, hat folgenschwere Entscheidungen bekanntgegeben. die in London sicherlich nicht als besonders britenfreundlich angesehen werden. Er hat zunächst ntttge teilt, er werde nicht an der von. Churchill anberaumten britischen Reichs« konferenz in London teilnehmen, da er in Kanada wichtiger sei. Das ist ein kaum verhüllter Angriff gegen den Ministerpräsidenten Australiens, Menzies, der feit Atonalen in London sich als Propagandaredner für Churchills Hirngespinste verwenden läßt und darüber die wachsende Opposition übersieht, die sich in Australien gegen die Zumutung geltend macht, für die leichtfertigen Improvisationen der britischen Kriegführung zu verbluten. Weiter gab der kanadische Ministerpräsident bekannt, etwa Mitte Mai werde Roosevelt mit feinem Besuche Kanada beehren, und schließlich — das Wichttgste — unterzeichnete Mackenzie King ein Abkommen, durch das Englcnd auf zwei skhr wesentliche, ja entscheidende Souveränitätsrechte in Kanada verzichten muß, anscheinend, ohne Churchill überhaupt gefragt zu haben: Danach werden die USA. dos Recht erhalten, Truppen in unbeschränkter Höhe in Kanada einmarschieren zu lassen, und ferner wird der Hafen H a - lifax mit seinen Befestigunganlagen den USA. überlassen. Das bedeutet prakttsch die Auslieferung Kanadas an die USA., und ergänzt wird diese Auslieferung durch die Bestimmung, zwischen Kanada und den USA. sollten alle Zollschranken niedergerissen werden.
Wir wollen nicht untersuchen, welche staatsrechtlichen Konsequenzen dieser trockene Staatsstreich Mackenzie Kings für das gesamte Empire hat. Die Begründung, kanadische Truppen sollten England kräftiger helfen können und die Soldaten der USA. sollten dafür die Rolle der kanadischen Truppen in der Heimat übernehmen, ist so fadenscheinig, daß fein Wort darüber zu verlieren ist. Die seltsame Bemerkung der „Times", der Wert der Verbtn- dung von Kanada und USA., für England werde „mit jedem Tag deutlicher", soll wohl nur verdecken, daß London völlig aus dem Spiel ausgeschaltet ist, denn andererseits wird offen zugegeben, die Grenzen zwischen Kanada und den USA. seien praktisch verschwunden.
Wir können von hier aus nicht feststellen, welche Aufnahme diese Mechodc Mackenzie Kings in der kanadischen Oeffenttichkeit gefunden hat, die zu gut einem Drittel französisch ist und de Gaul- les Verrätereien ebenso ablehnt wie die Kriegs- treibereicn der kanadischen Regierung. An und für sich war dieses Abkommen, mit dem Roosevelt unb der kanadische Ministerpräsident sicherlich ganz bestimmte und nicht gerade londonfreundliche Zwecke verfolgen, überflüssig, denn schon vor einem Jahr war festgelegt worden, daß Kanada keine Truppen gegenüber den USA. ausstellen und diese ebenfalls nicht Kanada bedrohen würden.
Gegen wen ist also das Abkommen geschlossen worden? Und für wen? Die furchtbare deutsche Gefahr für die Unabhängigkeit und plutokrattsche Freiheit der USA. und Kanadas ist sicherlich wesenloser als die Gefahr für diese Länder, von „schwer bewaffneten Marsmenschen" überfallen zu werden, wenn man auch allen Ernstes in den kriegshetzerischen Börsenkreisen der USA. solche Gefahren von Deutschland zu fürchten vorgibt. In Wirklichkeit hat Roosevelt durch seine neueste Taktik sich für den sicheren Fall, daß das englische Empire mit England zusammenbrechen wird, ein Vorkaufsrecht au Kanada gesichert und damit einen allen Traum des amerikanischen Imperialismus, der in den Unabhängigkeitskriegen und auch 1812 nicht verwirklicht werden konnte, weil die Yankees Prügel bekamen, der Verwirklichung nähergebracht. Daß Kanada heute wirtschaftlich und politisch sich den USA. verschrieben und die ohnehin nur noch losen Bindungen an das Mutterland noch weiter gelockert hat, steht außer Frage. Bereits der — schließlich nicht zustande gekommene — Gegenseitigkeitsverttag zwischen Kanada und btn USA. von 1912 würbe von den Briten als Abfall vom Mutterlande betrachtet unb nur mit Mühe rückgängig gemacht. Seit jener Zeit ist bie Einwanderung in Kanada in der Hauptsache nicht über den Atlantik, sondern aus dem Nordwesten der USA. erfolgt unb damit die Nei-
Augsburg, 1. Mai. (DNB.) Am nationalen Feiertag des deutschen Volkes wurden auf einer Tagung der Reichsarbeitstammer in den Messerschmitt-Flugzeugwerken in Augsburg vom Stellvertreter dds Führers und dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die Betriebe verkündet, denen der Führer die Auszeichnung „Nationalsozialistischer M u st e r b e t r i e b" verliehen hat. Ihre Bedeutung erhielt diese Veranstaltung durch die Ernennung von Reichsleiter Amann, Reichsminister Ohnesorge und Professor Messerschmitt zu „Pionieren der Arbeit". Gleichzeitig verkündete der Stellvertreter des Führers den 5. Leistungskampf der deutschen Bettiebe für das Jahr 1941/42.
Als Vertreter des Beauftragten für den Leistungs- kampf der deutschen Betriebe betrat als erster Reichshauptstellenleiter Schröder das mit dem goldenen Rad geschmückte Podium, das von den mehr als 400 goldenen Fahnen der NS.-Muster- betriebe umsäumt war. Der Leistungskampf 1940/41, so sagte er, ist ein Kriegsleistungskampf gewesen. Die Erziehung zum vollen Einsatz des einzelnen Be- ttiebsführers wie des Gefolgschaftsmitgliedes und damit Erreichung höchster Leistung der einzelnen Betriebsgemeinschaft ist Sinn und Inhalt dieses Kampfes gewesen. Was an Vorbildlichem geschaffen wurde, ist entstanden in freier Gestaltung aus echter sozialer Selbstverantwortung. So sind unsere na- ttonalsozialistischen Musterbettiebe das geworden,
Schiffe, die gebaut werden können. Engländer unb Amerikaner erklären abwechselnd den Bau von Schiffen ober von Flugzeugen als vor- bringlich. In beiden Staaten werden große Anstrengungen gemacht, um die hohen Dersenkungs- ziffern einigermaßen durch Neubauten auszugleichen. Wir Hoden schon wiederholt darauf hin- gewiesen, daß solche Anstrengungen nur auf sehr lange Frist und auch dann nicht im vollen Maße Ersatz schaffen können. Es wird aber interessieren, wieviel Schiffe die wichtigsten Schiffahrtsländer i n Öen lebten Friedensjahren bauen konnten. Vergleichsweise fügen wir die entsprechenden Zahlen
aegen London wie gegen die Vorherrschaft Washingtons, und es fft durchaus möglich, ja, wahr-- scheinlich, baß Mackenzie King die Kriegsnöte Englands benutzt hat, um auch diesem kanadischen Nationalismus eins zu versetzen und zwar dadurch, indem er Kanada sozusagen an die USA. verschachern möchte. Unter dem Schein der Anglophilie hätte dieser kanadische Judas also dann ein doppeltes Geschäft gemacht. Aber ob Kanada ein Blinddarm im Körper der USA. wird ober seine Selbständigkeit noch stärker betont, hängt nicht nur von Mackenzie King ab. Jedenfalls ist aber Kanada zu seiner Unabhängigkeit von der englischen Mutterinsel mindestens einen entscheidenden Schritt weitergegangen.
Stockholm, 2.Hlai. (DNS. Funkspruch.) Das brllifche Mlnisterpräsiblum gab folgende wichtige Aenderungeu im Kabinett Churchill bekannt: Oberstleutnant 3. T. C. Moore-B rabazon, bisher Verkehrsminister, wurde zum Mini st er für die Flugzeugproduktion ernannt an Stelle von Lord Beaverbrook, der den Posten eines Skaatsministers erhalt. Die Ministerien für die Schiffahrt und für den Verkehr werden zusam- m en gelegt und F. 3. Leathers übertragen. Leathers war bisher Berater für Kohlenfragen im Schiffahrtsministerium. R. h. Croß, der bisherige Schiffahrtsminister, erhält den Posten eines Oberkommissars in Australien. Oberst 3. 3. L l e w e l l i n wird parlamentarischer Sekretär im Ministerium des Verkehrs und F. Man tag ue parlamentarischer Sekretär im Ministerium für die Flugzeugproduktion.
Ausflüchte Churchills und Edens.
Berlin , 30.April. (DNB.) Angesichts des immer stürmischeren Verlangens der englischen Oef- fenllichkeit nach Aufklärung über die katastrophalen Folgen des von ihm in feiner bekannten leichtfertigen Art angegettelten Balkanabenteuers wußte Churchill sich nicht anders zu helfen, als am Mittwoch im Unterhaus endlich eine kurze Erklärung von sich zu geben. Auch Außenminister Eden nahm das Wort, verschanM sich aber sofort hinter einem angeblichen Schreiben der geflohenen englandhörigen griechischen Regierung, die bereite am 21. April (!) die Zurückziehung der britischen Truppen aus Griechenland vorgeschlagen haben soll, „da ihre weitere Aufopferung überflüssig sei". Nach der Verlesung dieses offensichtlich bestellten Schriftstückes beschränkte sich Eden daraus, einige billige
ein gutes Geschäftsjahr. Trotzdem liefen in England um mehr als die Hälfte weniger Schiffe vom Stapel als 1913. In den vorausgegangenen Krisen- jahren war es manchmal nur ein knappes Viertel der Stapellaufe von 1913. Und auf der anderen Seite sehen wir, daß Japan, die Niederlande, Dänemark und Schweden ihren Schiffbau gegenüber 1913 ganz gewaltig entwickelt haben. Japan hlst seinen Schiffsbau mehr als versieb e n f a ch t, Schweden vemeunfacht! Die allen Schiffbauländer wie Holland und Norwegen haben ebenfalls wesentliche Steigerungen auszuweisen.
Jetzt verstehen wir erst das ganze Vollgewicht des Vorwurfes eines englischen Gewerkschaftlers, der dieser Tage den englischen Schiffs bauern vorwarf, daß sie Werften über Werften geschlos. s e n hätten, weil andere Kapitalanlagen verlockender und müheloser gewesen seien. Die einfache Wahrheit ist: im Jahre 1913 war England noch der große Schiffsbauer für die ganze Welt. Nur Deutschland hatte eine eigene respektable Werstindustrie entwickelt. Im Gefolge des Well- krieges haben sich die seefahrenden Völker von dem britischen Schiffsbaumonopol freigemacht und damit sank die Zahl der Stapelläufe in England einfach katastrophal. Was das in der heutigen Zeit bedeutet, wird sofort klar, wenn wtt uns erinnern, daß selbst im Februar, der für die deutsche Seekrieg- sührung nicht sehr geeignet ma'*, rund 740 000 BRT. versenkt worden sind, also fast so viel als England in dem guten Friedensjahr 1937 überhaupt an Schiffen bauen konnte. Dazu kommt hinzu, daß die englischen und amerikanischen Werften für den Bau von Kriegsschiffen und für Reparaturen an Handels- und Kriegsschiffen aufs stärkste beansprucht firtb.
gung, sich vom Mutterlande vollständig zu trennen, verstärkt worden. Kanada war das er|te Dominion, das sich selbständig zeigte. Es unterzeichnete das Versailler Diktat seivständig; es war selbständiges Mitglied des Genfer „Völkerbundes", es richtete als erstes Dominion eine selbständige Gesandtschaft in Washington ein und die mannigfachen Reibereien zwychen London und Kanada führten zu der Einberufung der großen Reichskonferenz 1932 nach Ottawa (nicht nach London), die Beschlüsse über Vorzugszölle der Dominien faßte. Diese dürften nunmehr durch das Abkommen Roosevelt-Mackenzie King für Kanada hinfällig geworden sein. Die drückende Wirffchastskrise, die Kanada heimsuchte, hatte schon vor 1929 zu Austtittsbewegungen der sog. Seeprovinzen des dünn bevölkerten unb ver- ftäbterten Lanbes, also in Neuschottlanb, Neubraün- ichweig, auf ben Prince Ebwards Jslanbs geführt, die nur durch große Zugeständnisse der Dominial- regierung in Ottawa beschwichtigt werden konnten. Tie Franco-Kanadier, die 30 v. H. der Bevölkerung ausmachen gegen 50 v. H. britischen unb 30 v. H anderen Ursprungs, ftnb von jeher gegen Englanb gewesen, unb währenb des Weltkrieges mußte die allgemeine Wehrpflicht in ihren Gebieten gestoppt werben. Auch währenb dieses Krieges machen sie sich sehr in anti-englischem Sinne bemerkbar. Das Ziel der franco-kanadischen Nationalisten ist bie . - -- -- -- « . .
„refrancisation - Kanadas, wobei religiöse Fragen trieb zusammengeschloffen für den hohen Zweck ber feine entscheidende Rolle mitspielen. 1 Volksgemeinschaft schassen» ftndet in der Fahne ihr


