Gießener Schlachtviehmarkt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehoersteigerungshalle Rhein-Main kosteten Ochsen 39 bis 45,5 Rpf., Bullen 39,5 bis 49,5, Kühe 28 bis 46,5, Färsen 35 bis 48,5, Kälber 35 bis 57, Schafe 29 bis 41 je Y-i kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e bis f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01,
h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: regelmäßig, alles zugeteilt.
*♦ Städtische Bücherei. Im März sind 2123 Bände ausgeliehen worden. Von diesen Bänden kamen auf: Literaturgeschichte 1, Zeitschriften 14, Gedichte und Dramen 18, Erzählende Literatur 1226, Äugendschrrften 395, Länder- und Völkerkunde 106, Kulturgeschichte 2, Geschichte und Biographien 176, Kunstgeschichte 4, Naturwissenschaft und Technologie 89, Heer- und Seewesen 45, Haus- und Landwirtschaft 5, Gesundheitslehre 1, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 37, Außerdeutsche Literatur in Originalsprachen 2 Bände.
ner Wilhelm Müller den günstigen Kassenbericht. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wieder gewählt. Nach reger Aussprache schloß die Generalversammlung in üblicher Weise.
Kreis Büdingen.
△ Schotten, 31. März. Gestern fand in der schön geschmückten Turnhalle die Ueberweisung und Verpflichtung der in die HÄ- und den BDM. zu überführenden Jahrgänge statt. Nach dem Fahneneinmarsch erklangen gemeinsam gesungene Lieder und Sprechchöre. Der Fähnleinführer übergab die 14jährigen dem HJ.-Führer, die BDM.-Führerin übernahm die Mädels. Pg. Bezirksbauernführer Straub richtete mahnende Worte an die Jugend. Anschließend fand noch eine Schulentlassungsfeier der aus der Oberschule und Volksschule zur Entlassung kommenden Schüler und Schülerinnen aus Schotten und den Gemeinden Betzenrod, Götzen
Aus der engeren Heimat.
Auf der Flucht erschossen.
* Alsfeld, 2. April. In der Nacht zum Sonntag wurden in dem Kreisorte Ohmes von einem unbekannten Täter vier Einbrüche verübt. Während der Einbrecher in der Schule und in der Försterei, wo er gestört wurde, erfolglos abziehen mußte, gelang es' ihm in zwei anderen Häusern, Beute zu machen. Am Sonntag wurden durch die Gendarmerie die F u ß sp u r e n und andere Merkmale des Täters gesichert, wobei ein zufällig in Ohmes weilender Fahrzeuglenker von auswärts zu- fah, der sich insbesondere die Fußabdrücke des Spitzbuben genau einprägte.
Der Zufall fügte es, daß dieser Zuschauer am Montagoormittag auf der Landstraße einen unbekannten und verdächtigen Mann bemerkte, dessen Fußabdrücke in dem vorübergehend aufgeweichten Boden er als i d e n t i s ch mr t d e n Einbrecher- fußspuren in Ohmes erkannte. Es gelang ihm, den Unbekannten nach Ruhlkirchen mitzunehmen, wo er ihn der Gendarmerie übergab. Bei der ersten Vernehmung durch den Gendarmeriebeamten gestand der Fe st genommene ohne weiteres die vier Einbrüche in Ohmes ein, ebenso gab er an, daß er in einer Schäferhütte übernachtet hatte, die von ihm aufgebrochen worden war.
Auf dem Wege zu den Tatorten zwecks weiterer Feststellungen ging der Verhaftete, der keinerlei Papiere bei sich führte und auch keinen Namen genannt hatte, dem Gendarmeriebeamten zwischen Ruhlkirchen und Ohmes flüchtig. Der Beamte verfolgte den Ausreißer über eine Strecke von mehreren Kilometer quer durchs Feld und mehrere Waldstücke, wobei er wiederholt Warnungsrufe an den Flüchtenden richtete und auf größere Entfernung auch mehrere Warnungsschüsse abgab. Alle diese Warnungszeichen ließ der Flüchtling unbeachtet. Als sich der Abstand zwischen ihm und dem verfolgenden Gendarmeriebeamten einmal auf kurze Entfernung verringert hatte, setzte der Täter zu einem neuen Gewaltlauf an, worauf der Beamte nach nochmaliger Warnung wieder einen Schuß abgab. Dieser traf jetzt den Flüchtling, der auf der Stelle t o t zusammenbrach.
Üeber die Personalien des Toten bestehen bis jetzt keine Anhaltspunkte. Aus verschiedenen Wahrnehmungen ergibt sich aber die Wahrscheinlichkeit, daß er sicherlich noch andere Straftaten, vor allem Einbrüche, begangen hat und kriminell kein Neuling mehr war. Die weiteren Ermittlungen über die Herkunft und das Vorleben des anfangs der zwanziger Jahre stehenden Unbekannten sind im Gange.
Spar- und Darlehenskasse Lollar.
O Lollar, 1. April. D i e Spar - und Darlehenskasse e. G. m. b. H. Lollarchiett am Sonntag im Gasthaus „zum Löwen" bei Mitglied Hofmann ihre 22. Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende des Aufsichtsrats, T a u b e r t, gedachte zunächst der im verflossenen Fahre verstorbenen Genossenschaftler und der im Fahre 1940 gefallenen Kameraden.
Vorstandsmitglied Geißler erstattete sodann den Geschäftsbericht. Dem Bericht war zu entnehmen, daß die Kasse ihre Aufwärtsentwicklung trotz des Krieges auch im Fahre 1940 fortgesetzt hat. Fm abgelaufenen Jahre sind der Genossenschaft 14 Mitglieder neu beigetreten, ausgeschieden sind durch den Tod 6, durch Aufkündiaung 7. Am Schluß des Ge- chäftsjahres gehörten der Genossenschaft 239 Mit- siieder an. Eine starke Steigerung erfuhr der Um- atz. Er betrug auf eine Hauptbuchseite 5 952 298,14 RM., mithin ist der Gesamtumsatz 11904 596,28 RM. Aus diesen Wahlen ist ersichtlich, welche Arbeit von der Kasse zu leisten war. Wenn sich in den ver- aangenen Jahren die Entwicklung bei den Spareinlagen bereits erfreulich zeigte, so ist die diesmalige Erhöhung der Spareinlagen von 575 614,24 RM. auf 757 137,80 RM. besonders zu begrüßen. Hierzu ist zu bemerken, daß im Berichtsjahre 348 684,14 RM. neu eingelegt wurden und 167 160,58 RM. zur Rückzahlung gelangten. Im verflossenen Jahre ergaben sich 4 135,02 RM. neue Spareinlagen bei der Schulsparkqsse. Die beste Stütze dieser Einrichtung ist die Lehrerschaft. Pie festbefristeten Darlehen beliefen sich am Ende des Jahres auf 66 928,95 RM., die Hypotheken auf 244 750,60 RM. Der Ge^ winn aus dem Geschäftsjahr 1940 beträgt 3 887,51 RM. gegenüber 3 783,39 RM im Vorjahr. Aus diesem Geschäftsbericht ergibt sich ein recht erfreuliches Bild über die günstige Entwicklung der Kasse. Schon äußerlich gesehen zeigt sich dieses Fortschreiten an der Erhöhung der Bilanzsumme von 762 757,19 RM. auf 1001 685,82 RM. Durch den Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden T a u b e r t erhielt der günstige Gesamteindruck volle Bekräfttgung.
Nach den beiden Berichten konnte der Jahresrechnung und der Bilanz Genehmigung erteilt werden. Ebenso wurde dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Dem Vorschlag des Vorstands, den Gewinn wie folgt zu verteilen: Verteilung einer Dividende von 5 v. H., Tragung der 10 v H. Kapitalertragssteuer und Zuschreibung des Restes zum Reservefonds bzw. Betriebsrücklage, wurde entsprochen.
Bei der Ersatzwahl zum Vorstand, aus dem das Vorstandsmitglied Geißler satzungsgemäß auszuscheiden hatte, wurde dieser wiedergewählt; desgleichen erfolgte die Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Becker und R i e h m. Die gesetzliche Revision der Kasse, von der ein schriftlicher Bericht vorlag, (der durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Taubert verlesen wurde) widmete der Kasse für den Stand und die Geschäftsführung vollste Anerkennung.
Nachdem das Protokoll vorgelesen wurde, schloß der erste Vorsitzende des Aufsichtsrats in üblicher Weise die Versammlung.
Landkreis Gießen.
& Steinbach, 2. April. Frau Maria Katharina Arnold, geb. Müller, Witwe des schon 1929 verstorbenen Werkmeisters Karl Arnold, feiert in guter Gesundheit.am 5. April ihren 7 0. Geburtstag. Der einzige Sohn der Frau Arnold fiel im Weltkriege im Oktober 1915. Der Jubilarin unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstage.
# Mainzlar, 1. April. Die hiesige Landwirtschaftliche Bezugs - und Absatzge- n o s s e n s ch a f t hielt am Samstagabend bei Gastwirt W. Müller ihre Jahresschlußversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Ludwig Kreiling gab zunächst die Gewinn- und Verlustrechnung bekannt. Anschließend erstatteten der Direktor Hch. K r e i l i n g den Geschäftsbericht und der Rech-
Michelbach statt. Die Feier war umrahmt von musikalischen Vorträgen und Liedern. Rektor Stein- Hauer (Schotten) hielt eine Ansprache an die Entlassenen. Mit den Liedern der Nation und dem Sieg-Heil auf den Führer klang die Feier aus. Ein interessanter Lehrfilm wurde noch vorgeführt. — Die gestrige Straßensammlung mit dem Verkauf der schönen Heilkräuterabzeichen hatte mit rund 700 Reichsmark wieder ein sehr gutes Ergebnis. — 150 Frauen und Mädchen wurden in einem vom Deutschen Rotey Kreuz und dem Reichsluftschutzbund ausgehenden Kursus als Laienhelferinnen ausgebildet. Bei der Prüfung durch Medizinalrat Dr. Eiche l s- b a ch e r konnte man sich die Gewißheit von dem guten Stand der Ausbildung verschaffen. Bürger- meister M e n g e l sprach den Leitern des Kursus, Frau T h e i n e vom DRK., und Berufsschullehrer Sauer vom RLB., den verdienten Dank aus.
Häftlinge als Schwarzfahrer im Bremserhaus.
LPD. Fulda, 1. April. Bei der Ankunft eines Güterzuges im Fuldaer Reichsbahnhof entdeckte ein Bahnschutzbeamter in den frühen Morgenstunden i n einem Bremserhäuschen zwei Strafgefangene, die aus einem Arbeitslager bei Dieburg geflüchtet und von Hanau bis Fulda auf diese Weise „schwarzgefahren" waren. Während einer der Häftlinge dingfest gemacht werden konnte, entwischte der zweite im Schutze der Dunkelheit.
SJl.-$pOTt
3. Hallenkampfspiele der HZ.
Die 3. Hallenkampfspiele der Hitler-Jugend 1941 in Stuttgart mit den deutschen Fugendmeisterschaften im Turnen, Boxen, . Ringen, Gewichtheben, Judo, Fechten und Hallen-Radsport sowie den Reichsprüfungskämpfen der Schwimmerjugend wurden am Dienstag eröffnet. Zu der Feierstunde im festlich geschmückten Saal der Stuttgarter Liederhalle hatten sich neben den rund 2000 teilnehmenden Hiklerjungen, BDM.-Mädel und Kampfrichtern, die Obergebietsführer Dr. Schlünder im Auftrage des Reichsjugendführers auf die Gesetze und Regeln eines ritterlichen Kampfes feierlich verpflichtete, mit dem württembergischen Gauleiter und Reichsstatthalter Wilhelm Murr an der Spitze zahlreiche Ehrengäste von Partei, Staat und Wehrmacht eingefunden.
17. Fußballändertreffen Deutschland—Ungarn in Köln.
Die deutsche Sportgemeinde sieht dem 17. Fuß- ball-Ländertreffen mit der ungarischen National- Mannschaft, das am Sonntagnachmittag im Kölner Stadion vor sich gehen wird, mit großer Spannung entgegen. Den Fußballfreund bewegt in erster Linie natürlich die Frage nach dem Ausgang des Spiels. Wird es der deutschen Elf endlich wieder einmal gelingen, die Magyaren zu schlagen? Seit 1934, als Edmund Conen zum erstenmal in der Nationalelf stand und Hennes Stubb vor seinen Landsleuten ein „sagenhaftes" Tor schoß (3:1 endete das Spiel), gab es keinen deutschen Sieg mehr. 1936 und 1939 verloren wir in Budapest, dazwischen liegt das Nürnberger 1:1. Und die beiden Spiele im vergangenen Jahr in Berlin und Budapest endeten 2:2, wobei was noch in aller Erinnerung sein sollte — der Wiener Pesser jedesmal ein einwandfreies Tor schoß, was aber von den Schiedsrichtern übersehen wurde. So blieben auch 1940 naheliegende deutsche Siege aus, und in der Bilanz der deutsch-ungarischen Ländertreffen hat Ungarn mit 7:3 Siegen (sechs Spiele endeten unentschieden!) eine überlegene Führung.
Deutschland wird mit größter Wahrscheinlichkeit mit der Elf antreten, die zuletzt in Stuttgart gegen die Schweiz siegreich blieb. Die deutschen Farben werden also vertreten: Klodt; Janes, Streitle; Kupfer, Rohde, Kitzinger; Hanreiter, Hahnemann, Walter, Schön, Kobierski. In Reserve stehen Jahn (Tor), Miller (Verteidigung), Gellesch (Läuferreihe) und Willimowski (Sturm).
Ungarns Verbandskapitän Josef Fabian hat 14 Spieler namhaft gemacht, die gegen Deutschland antreten werden. Die endgültige Mannschaftsaufstellung wird, genau wie auf deutscher Seite, erst an Oft und Stelle vorgenommen. Das Aufgebot für Köln lautet: Tor: Csikos (Ferencvaros); Toth (Szeged); Verteidigung: Koranyi (WMFC.); Kispeter (Szelnok); Läuferreihe: Sarosi III, Polgar, Lazar (alle Ferencvaros), Toth (Gamma); Sturm: Kincses (Kispest),' Bodola (Großwardein), Füzi (Gaswerke), Kiszely, Gyetvai (beide Ferencvaros Berecz (DJMAWAG.)
..©porfgemeinhe Steinbach.
Grünberg Jugend — Steinbach Jugend 2:0 (2:0).
Beide Mannschaften trafen sich zum fälligen Bannmeisterschaftsspiel in Grünberg. Die Platzbesitzer konnten in stärkster Aufstellung antreten, wäh
rend die Gäste für ihren Mittelläufer Ersatz ein- stellen mußten. Die Gastgeber, mit dem Wind spielend, konnten bis zur Halbzeit zweimal erfolgreich sein. Nach dem Wechsel kamen die Gäste mehr auf und drängten die Gastgeber in ihre Hälfte. Trotz der Ueberlegenheit verstanden es die Gäste nicht, einen knappen Sieg, mit dem man rechnete, zu erringen. Die Gastgeber unternahmen noch einige Vorstöße, die abgewehrt werden konnten.
TD.-Sfeinberg SDG. — Steinbach SDG. 0:4.
Die SDG. von Steinbach, die auf dem Waldsportplatz von VfB.-R. Gießen gegen die SDG. von Watzenborn-Steinberg antrat, verstand es, einen sicheren Sieg zu erringen. Damit ist die SDG. Steinbach Gruppensieger in der Gruppe II und wird nun gegen die SDG. von DfV.-R. Gießen um die Jungbannmeisterschaft zu kämpfen haben. Daubringen 1. Jgd. — Garbenteich 1. Jgd. 5:0 (3:0).
21m Sonntag trafen sich die Mannschaften zum weiteren Ausscheidungsspiel um die Bannmeisterschaft in Saubringen. Die Gäste hatten eine gute Mannschaft, Saubringen mußte sein ganzes Können aufbieten, um den Gegner zu besiegen. Durch besseres Stehvermögen und größere Spielerfahrung kamen die Platzbesitzer zu einem weiteren Erfolg.
Von der &H&. 1877.
Mit Beginn des Frühjahrs ist wieder Leben in die Bootshäuser an der Lahn einaekehrt. Die Technische Nothilfe hat sich auch in diesem Jahre wieder zur Anbringung der Anlagebrücken zur Verfügung gestellt. Nun kann die notwendigste Vorbereitung für den „Tag des Deutschen Rudersportes" am Sonntag, 6. April, getroffen werden. Arn Vorabend findet im unteren Bootshaus eine kameradschaftliche Zusammenkunft mit einem Lichtbildervortrag statt. Von der Schloßterrasse an der Jll, in unmittelbarer Nähe des Münsters der deutschen Stadt Straßburg, wird am Sonntag, 6. April, um 11.45 Uhr der Be- fehl zur Flaggenhissung an alle deutschen Ruderer erfolgen. Die GRG. 1877 nimmt vor dieser Feier- stunde die Taufe eines Gigvierers vor. Nachher werden die Ansprachen des Reichssportführers und des Reichsfachamtsleiters übertragen. Nach dem für alle deutschen Ruderer zugleich um 12 Uhr gegebenen Start werden die ersten Boote auf die Lahn gebracht. Anschließend findet im unteren Bootshaus die Ehrung verdienter Mitglieder statt.
Asm Lahn-Neqatia-Verein.
Der Lahn-Regatta-Verein hielt seine Hauptversammlung in Limburg unter Leitung des stellvertretenden Vereinsführers Fr. Levermann von der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 ab. Zunächst begrüßte Kamerad Levermann insbesondere den Sportbezirksführer des Bezirkes 9, Kamerad Roth (Eschhofen). Sann wurde der Geschäftsbericht erstattet, der vor allem auf eine Sitzung in Weilburg hinwies, in der die Bestrebungen Mr Aufrechterhaltung der Rudertätigkeit auf der Lahn besprochen wurden. Weiterhin wurde festgestellt, daß nur zwei Lahnvereine sich an größeren Veranstaltungen beteiligt haben, die Limburger Ruder- gesellschaft an der Regatta in Offenbach und die GRG. 1877 mit einem Frauenvierer an der HJ- Regatta in Frankfurt a. M. Nach dem Kassenbericht und den Berichten der Kassenprüfer wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Kamerad Fr. S ch ü ß - l e r von der „Hassia" Gießen dankte dem Kamera- den L e o e r m a n n für seine Mühewaltung im ab-
Mädel rücken zum Arbeitsdienst ein.
In die Lager des weiblichen Reichsarbeitsdienstes rücken jetzt neue Arbeitsmaiden ein. Hier sehen wir eine Anzahl Berliner Mädel, die ihre Koffer bereits gepackt haben und auf die Abfahrt des Zuges warten. — (Scherl-Bilderdienft-M.)
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Dom 18. bis 31. März fanden die Entlastungen aus dem Reichsarbeitsdienst der weiblichen Jugend statt. Sie werden von den Neueinstellungen unmittelbar abgelöft. Bis 45 Sonderzüge werden jeweils 400 bis 900 Arbeitsmaiden quer durch Deutschland an ihren Bestimmungsort bringen. Zahlreiche Reichsarbeitsdienstführerinnen und Reichsarbeitsdienstärztinnen begleiten jeden Transport. Etwa 80 000 Angehörige des Jahrganges 1922 wurden einberufen, darunter freiwillige Volksdeutsche der neuen Ost- und Westgebiete.
gelaufenen Geschäftsjahr. Sodann erfolgte als Hauptpunkt der Tagesordnung die Annahme der neuen Einheitssatzung. Auf Vorschlag von Kamerad Levermann wurde der zur Zeit im Felde stehende Vereinsführer Paul Brühl erneut zum Vereinsführer vorgeschlagen, damit er durch den Sportkreisführer des NSRL. bestellt werden kann. Als weitere Mitglieder wurden durch Kamerad Paul Brühl bestellt: Fr. Levermann (GRG. 1877) als Stellvertreter, H. Wagener (GRG. 1877) als Kassierer, Wegener (Limburger Rcl. 1907) äls Schriftwart, von Schenk (Wetzlarer Rcl. 1880) als Jugendwart, Schaden (Limburger Rcl. 1907) als Wanderruderwart, Liselotte Kimmel (GRG. 1877) als Ruderwartin. In den Beirat berufen wurden: Levermann, Wagener, Wegener und von Schenk, in den Ältestenrat: Leißler, Wegener und Scharmann. Zu Kaffenprüfern für 1941/43 wurden Fr. Schüßler (Gießen) und Leißler (Wetzlar) bestellt. J3n der Aussprache über die Renngemeinschaften sand der Vereinsführer warme Worte für eine solche Zusammenarbeit, die durch den Sportkreisführer unterstrichen wurden. Es folgte eine an» reaende Aussprache. Die Versammlung wurde geschloffen mit dem Wunsche, daß jeder sein Teil dazu beitragen wolle, um dem Rudersport auf der Lahn im Jahre 1941 jede Förderung zuteil werden zu lassen.
Aus dem Reich.
Die jüngste deutsche Großstadt.
Durch die vom Chef der Zivilverwaltung im Elsaß verfügten Eingemeindungen, hat die elsässische Industriestadt Mülhausen die 100 000- Grenze in der Einwohnerzahl überschritten Damit ist eine neue deutsche Großstadt entstanden, der die Aufgabe gestellt ist, Stützpunkt und <5d)aufenfter im Südwesten des Reiches zu fein. Im Gedanken an die geschichtliche Vergangenheit, den deutschen Charakter der Stadt Mülhausen und das deutsche Blut, das um das Elsaß und auch um diese Stadt geflossen ist, wird sich Mülhausen jetzt feiner Stellung als Großstadt durch Einsatzfreude, Tatkraft und Pflichterfüllung würdig erweisen, wie Oberbürgermeister Maas in einem Aufruf betonte.
Erweiterte Elternversorgung für Hinterbliebene.
Die Einkommensgrenzen für die Feststellung der Bedürftigkeit bei Gewährung von Elternversorgung sind sowohl für die Eltern von gestorbenen Soldaten des Weltkrieges als auch des jetzigen Krieges wesentlich erhöht worden. Elternrenten nach dem Wehrmachtfürsorge- und -Dersorgungsgesetz sowie Elternbeihilfen nach dem Reichsversorgungsaesetz werden jedoch nur auf Antrag neu festgestellt. Auskünfte erteilen für die alte Wehrmacht die Der- forgungsämter, für die neue Wehrmacht die Wehr- machtfürsorge- und Versorgungsämter
Auswärtiqenzuschlag zum Schulgeld aufgehoben.
Der Reichserziehungsminister hat den „Auswar- tigenzuschlag" zum Schulgeld an den öffentlichen höheren Schulen und Mittelschulen in Preußen aufgehoben. Bisher konnte an den nichtstaatlichen, höheren Schulen und Mittelschule^ für auswärtige Schüler, z. B. Fahrschüler, ein Zuschlag zum Schulgeld erhoben werden. Dieser schul- und siedlungspolitisch unerwünschte Zustand ist nun beseitigt worden. Die Verwaltungen der Länder sind ebenfalls gebeten worden, in gleicher Weise zu verfahren, soweit dort der Auswärtigenzuschlag erhoben wird.
öcüwarz-Veiß Bleich-Soda enthärtet das Wasser und lost über Nacht den Schmutz aus der Wäsche


