Ausgabe 
2.1.1941
 
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Das Arbeitsprogramm der HI-

Eine Neujahrsansprache des Reichsjugendführers.

versuchte man, dies als ein Zeichen der Ablehnung des heutigen Regimes durch das deutsche Volk zu erklären. Als endlich der Krieg beginnen sollte, da wurden meine letzten Bemühungen, den Frieden zu erhalten, abgetan mit dem triumphierenden Ge­schrei, es fei nunmehr erwiesen, daß Deutschland ungerüstet wäre, und daß man es daher jetzt ober nie mit Leichtigkeit vernichten könnte. Ja, als end­lich der erste der von den demokratischen Brand­stiftern oorgeschickten Staaten, Polen, in achtzehn Tagen zusammengeschlagen war und Deutschland abermals seinen Wunsch nach Frieden aussprach, da wurde gerade in dieser Friedenssehnsucht der Beweis erblickt, daß Deutschland selbst im Zweifel sei und mit schlotternder Angst den britisch-franzö­sischen Angriffen im Westen entgegensetze. So war es und so ist es noch heute. Ob wir nun aus Angst oder aus Berantwortungsbewußtsein 1939 und 1940 unsere Friedensschritte unternommen hatten, ist unterdes weltgeschichtlich bereits zur Genüge geklärt worden. Das Jahr 1940 hat Entscheidungen gebracht, wie sie in der Geschichte der Völker in ähnlichem Ausmaß und Tempo noch nie stattgefunden hatten.

Der Versuch Mr. Churchills, durch eine Ueberrumpelung sich in Norwegen festzusetzen, der vor allem dank seiner eigenen Schwatztzastig- keit noch gerade zur rechten Stunde zu^ unserer Kenntnis kam, führte zum Zusammenstoß in diesem Lande. In wenigen Wochen hat die deutsche Wehr­macht, haben unsere Soldaten diese Frage gelöst. Trotzdem die französischen und englischen Jnva- sionstruppen auch dort unter den ungünstigsten Bedingungen für Deutschland überall vernich. tend geschlagen und endlich aus Norwegen hinausgetrieben worden sind, brachte es vor allem die britische Propaganda fertig, den Kampf um Norwegen als einen deutschen Miß­erfolg hinzustellen, ja geradezu in ihm seinen Be­weis zu sehen für die mangelnde Ausrüstung des deutschen Soldaten, für die fehlende Schlagkraft der deutschen Verbände, für die schlechte Führung der deutschen Wehrmacht und für die nachlassende Moral des deutschen Volkes.

So belogen und beschwindelt, schickten sich die Alliierten anfangs Mai an, zunächst Belgien und Holland zu besetzen, um so den Krieg an die deutsche Grenze zu tragen. Am 10. Mai trat die deutsche Wehrmacht diesen Machenschaften ent­gegen, erfüllt von dem Entschluß, nunmehr im Westen die endgültige Entscheidung zu erzwingen. Fünf Tage schon brachte Holland zur Kapitulation, nach weiteren zehn Tagen hat die belgische Armee die Waffen gestreckt. Sechs Wochen nach Beginn der Westoffensioe aber gab es keine französische Armee mehr, die in der Lage gewesen wäre, noch irgend einen Widerstand zu leisten.

Wenn britische Propagandisten die Lage so hin­zustellen versuchen, als ob Frankreich den Krieg gänzlich unnötigerweise abgebrochen hätte, dann ist dazu nur folgendes zu sagen: Die ersten Verbände, die den Kampf abbrachen, waren die englischen Divisionen. Vom Moment unseres Angriffs im Westen hatte diese britische Armee nur den einen Gedanken, schleunigst das Festland zu räumen und zu dem Zweck die notwendige Deckung durch Hol- länder, Belgier und Franzosen sicherzustellen. Genau so, wie sie wenige Wochen vorher die norwegische Armee nur als Schutztruppe für ihren eigenen Rückzug ansah, so nunmehr ihre Verbündeten in Frankreich und Belgien. Als die französische Regie, rung um Frieden bat, gab es keine französische Truppe mehr, aber vor allem: es gab schon längst keine englische. Gerade diese hatte, während Frank­reich noch kämpfte, als e r st e beschleunigt versucht, über Dünkirchen zu fliehen. Auch sonst brach im Zug dieser geschichtlichen Auseinandersetzung das propagandistische Lügengebäude der demokratischen Kriegshetzer zusammen. Während sie noch wenige Wochen vorher versicherten, daß über eine Million Engländer auf dem Kontinent feien, stellte es sich nun heraus, daß es statt einer Million nur 12'/- Dioisionen gewesen sind. So haben sie ihre eigenen Angehörigen und die Völker ihrer Verbündeten be­trogen.

Der Feldzug im Westen hat nicht nur für eine andere sehende Welt, sondern auch für die deutsche Führung und das deutsche Volk die Güte der neuen deutschen Wehr­macht erwiesen. Der deutsche Soldat ist In er­höhtem Ausmaß heute wieder das, was er stets gewesen war. Heer, Marine, Luftwaffe und ^-Verbände wetteiferten miteinander im Einsatz und in den Leistungen. Die Führung genügte den höchsten Ansprüchen. Die Tapserkeit des deutschen Mannes war wie zu allen Zeiten über jedes Lob erhaben.

Allein, auch die Heimat hat einen großen Anteil an diesem gewaltigen Erfolg. Alle Organi­sationen der Partei und des Staates bewahrten sich auf das höchste. Zahlreiche Helfer und Helferinnen standen im Dienste unserer Kriegführung. Zu den Riesenorganisationen des Reichsarbeitsdienstes, der Organisation Todt, der SA., des Reichsluftschutz­bundes usw. kamen die nicht minder großen des Roten Kreuzes sowie der nationalsozialistischen Fist- sorgeverbände. Das Kriegs winterhilsswerk 1939/40 ist ein Dokument einer sozialen Volksge­meinschaft, wie es etwas ähnliches auf der Erde nicht gibt. Das Krieaswinterhilfswerk 1940/41 wird das kann heute schon erklärt werden diesen Eindruck nur verstärken. Allein, auch die Ar- b e i t s f r o n t in der Heimat hat ungeheure Lei­stungen vollbracht. An der Spitze stehen hier die Millionen-Armeen unserer Rüstungsarbei» t e r und unseres Landvolkes und über allem die Millionenarmee der im Kriege tätigen deut­schen Frau.

Sofort nach Beendigung des Feldzuges im Westen habe ich neuerdings diesesmal an England den Wunsch gerichtet, den an sich sinnlosen Krieg ju beenden und Europa und seinen Bewohnern das weitere Leid eines solchen Kampfes zu er­sparen. Die Antwort entsprach den Interessen derer, die sie gaben. Eine Welle von Wut und Empörung erfaßte die kapitalistischen Kriegsoerdiener aller Demokratien, der Gedanke an eine Völkerverstän­digung, die mit einem Schlage ihre Kriegs- und Rüstungsgeschäfte beendet haben würde, regte sie dermaßen auf, daß ihre britischen Hauptredner mit jenem Haß und Zorn den Gedanken einer Kriegs­beendigung abtaten, den zu allen Zeiten die Fi- nanzgewaltigen dann bekämpfen, wenn am heiligsten Gut, das sie auf dieser Welt besitzen, gerührt wird nämlich an den Interessen des Kapitals.

Und wenn sie heute ihren allmählich unruhig wer­denden Völkern versprechen, daß sie nach dem Kriege auch nicht abgeneigt seien, für so etwas wie Volksgemeinschaft einzutreten oder sich um die Interessen der verelendeten eigenen Massen zu kürn- mern, dann beweist das nur die Skrupellosigkeit dieser demokratischen Kriegsverbrecher, mit der sie wenigstens für die Zukunft etwas versprechen, was Ne in der Vergangenheit nie gekannt haben, und in btr Gegenwart nicht nur nicht kennen, sondern

Berlin, L Jan. (DNB.) Am Neujahrstaae brachte der Rundfunk eine Ansprache des Jugend- führers des Deutschen Reiches Artur A x m a n n , durch Chor- und Instrumentalmusik der Berliner Nundfunkspielschar eingeleitet. Die Neujahrsan. spräche des Reichsjugendführers brachte das A r deitsprogramm für das Jahr 1941. An erster Stelle steht die Auslese und Ausbildung des jungen Führernachwuchses für die unteren Ein­heiten in besonderen Ausbildungseinheiten. Ferner werden gemeinsam mit der Wehrmacht Ausbil­dungslager errichtet, in denen die jungen Führer in der Wehrertüchtigung unterwiesen werden. Der hauptamtliche Jugendführer soll organisch in die Funktion und Lebensbereiche der Partei und des Volkes hineinwachsen. Auslese und Bildung des Führernachwuchses müssen besonders in den neuen Gebieten berücksichtigt werden. Besonders verwies der Reichsjugendführer auf die Bauerngaue und Kornkammern des Reiches, das Wartheland und Danzig-Westpreußen. Die Sendung der Jugend in diesem Raum altdeutscher Kolonisation heißt, Bauer zu fein. Dort habe er auf die Frage nach dem künftigen Beruf von allen Befragten die Ant­wort erhalten: ,Hch will Bauer werden!" Zur Be­hebung der Landflucht wird die HI. gemeinsam mit dem Reichsnährstand in den neuen Gebieten die bäuerliche Berufrertüchtigung ver- wirklichen, wozu sie in ihrem Landdienst bereits

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Silvesterabend über den Rund­funk zum deutschen Volk. In seiner Rede führte er aus:

Eines der entsckeidungsvollsten Jahre der deut­schen Geschichte geht heute zu Ende. In seinem Ver- lauf haben nicht nur das Reich, sondern ganz Europa ihr Gesicht verändert. In erdbeoen- artiaen Erschütterungen sind Staaten, Länder und Völker umgesormt worden, machtpolitische Umschich­tungen vollzogen sich, die man in einem Ablauf von Jahrzehnten, geschweige eines kurzen Jahres nicht für möglich gehalten hatte. Man hätte mich wahrscheinlich für einen Narren und Phantasten, nicht aber für einen ernst zu nehmenden Politiker gehalten, hätte ich am Silvesterabend 1939, als ich von dieser Stelle aus zur Jahreswende zum deutschen Volk sprach, prophez"ien wollen, daß am Ende dieses damals eben anbrechenden Jahres 1940 die deutsche Front von Kirkenes bis zur Biskaya reichen würde, daß dann überall diese ganze 5000 Kilometer lange Grenze herunter deutsche Soldaten auf der Wacht ständen, um das Reich in ihren sicheren Schutz zu nehmen, daß Norwegen dann bis an den Polarkreis in deut- che Obhut gekommen sei, daß Frankreich mili­tärisch vollkommen zerschmettert und England durch die deutsche Gegenblockade und durch Tag und Nacht in seine Lebenszentren hineingetragene Vergeltungsangriffe der deutschen Luftwaffe ins Herz getroffen fein würde, fo daß es taumelnd un- er den schweren Schlägen unserer Wehrmacht, müh- am um fein nacktes Leben ränge, daß London in aller Welt um Hilfe betteln würde, um, wenn auch nur für Monate, überhaupt weiter existieren zu können.

Ist es nicht erlaubt, die Frage aufzuwerfen, was wohl Monsieur Reynaud vor 12 Monaten getan haben würde, wenn er gewußt hätte, was das Jahr 1940 für Frankreich bringen sollte, und weiter, was Mr. Churchill heute tun würde, wenn er wüßte, was Englands Schicksal im Jahre 1941 fein wird? Wir Nationalsozialisten haben zwar selten, aber noch nie­mals falsch prophezeit. Hatte man dem Führer bei­zeiten geglaubt und Gehör geschenkt, der Welt märe wahrscheinlich viel Leid erspart geblieben. Aber es muß wohl so fein, daß eine neue Oordmmg von den gigantischen Ausmaßen wie die heute sich voll- ziehende nur unter Schmerzen geboren werden kann und daß die geschichtlichen Sunden der west-

so haßen, daß sie schon deswegen Deutschland den Krieg erklärten.

Damit findet nun der Krieg seine Fortsetzung bis zur Vernichtung dieser verantwort- licheu Elemente! Daß die deutsche Wehr­macht gut ist, hat sie bewiesen, daß sie aber In den kommenden Monaten noch besser sein wird, ist unser Entschluß. Er wird mit fanati­scher Gewissenhaftigkeit und mit unermüdlichem Fleiß verwirklicht. Das Jahr 1941 wird das deutsche Heer, die deutsche Marine und Luft­waffe in gewaltiger Verstärkung und in verbesserter Ausrüstung an­treten sehen. Unter ihren Schlägen werden dann die letzten Phrasen der Kriegsverbrecher zusammenbrechen und damit endlich die Vor- aussehungen einkreten für eine wirkliche Ver­ständigung der Völker.

Nationalsozialisten und Nattonalsozialistinnen!

Ihr kennt die Geschichte unseres inneren Ringens. Auch hier mußten erst gewisse Schichten beseitigt werden, ehe eine wirkliche Zusammenarbeit der Menschen in unserem Lande stattfinden konnte. Es ist nach außen leider nicht anders. Die demokrati­schen Kriegsinteressenten, die seit vielen Jahrzehnten die Welt in Unruhe versetzen und die Völker in immer neue Krisen stürzen müssen, vernichtet wer­den!

Es ist unser unerbittlicher Entschluß, dieses Ge­richt stattfinden zu lassen, auf daß Europa wie­der feinen inneren Frieden findet. Was immer auch eintreten mag, Deutschland wird mit kühner Entschlossenheit alle Schritte vollziehen, die zur Erreichung dieses Zieles notwendig sind. Jede Macht, die von diesen Demokraten ißt, wird daran sterben. Wenn Herr Churchill und feine internatio­nalen demokratischen Genossen heute erklären, daß sie ihre Welt verteidigen und daß ihre Welt neben der unfrigen nicht fein kann, bann ist das nur ihr eigenes Unglück. Die deutsche Welt hat genau fo wie die italienische das Zeitalter der Vorrechte einiger plutokratischer Kapitalisten überwunden und an ihre Stelle das Zeitalter des Volkes gesetzt. Wenn die Herren Churchill und ihr kapitalistischer Anhang nun erklären, in einer solchen Welt nicht leben zu können, bann werden sie dadurch nicht die deutsche Welt vernichten, sondern früher ober später ihre eigene stürzen, um auch bort den eige­nen Völkern die Freiheit zu geben.

ein geeignetes Instrument besitzt, die gesunde Jugend aus den Städten mit dem Boden seßhaft zu ver­binden. Jugendliche aus dem Altteich werden als Lehrlinge in den Osten gehen, um das länd­liche Handwerk zu beleben und zu fördern. Auch in den neuen Westgebieten hat sich di.e Jugend begeistert unter den Fahnen der HI. gesammelt. Sie ist der Stimme ihres Blutes gefolgt und zu einer untrennbaren Kameradschaft mit der HI. des Altreiches geworden. Für die neuen Gebiete wird die HI. Führer und Führerinnen bereitstellen, die sich im Altreich bewährt haben, und durch ihren Einsatz im Osten ober im westlichen Grenzgebiet eine Auszeichnung erfahren sollen. In bie Planung unserer Heime, Herbergen und Führerschulen sollen besonders die neuen Gebiete einbezogen werden. Die Jugend des Reiches soll auf die neuen Gebiete ihre Ausrichtung erfahren. Diese sind nicht nur ein geographischer Zuwachs und ein Gewinn an Boden. Wir haben deutsche Menschen, deutschen Geist und deutsche Kultur gewonnen. Nachdem bie gro­ßen politischen Jbcen für bie kommenden Jahr­hunderte gegeben sind, ist es unsere Ausgabe, den monumentalen Bau des Reiches im einzelnen flei­ßig und gewissenhaft zu gestalten, wozu auch Kön­nen und Leistung gehört. Deshalb werde auch der volle Einsatz in Schule und Beruf ge­fordert; denn die deutsche Leistung ist mehr wert als alles Gold der Welt.

lichen Demokratien auch ihre geschichtliche Sühne finden müssen.

Sei dem, wie ihm wolle: bas neue Deutsch­land ist als Vollstrecker dieses historischen Schicksals bereit. Wir bilden als Front und Heimat eine große, starke S0-Millionen-Ge- meinschaft, die jeder Gefahr und jeder Be­drohung gewachsen ist. Wir haben das Glück, einen Führer zu besitzen, der uns aus kleinsten Anfängen beginnend immer den geraden Weg nach oben führte. Lr kann sich auf feine Sol­daten, auf feine Arbeiter, Bauern, Beamten und Geistesschaffenden verlassen. Sie verstehen ihn, fo wie er sie versteht. Bei uns zulande gibt es in diesen harten Monaten des Krieges nur einen Gedanken: den an den Sieg. Dafür arbeiten und kämpfen wir, bis der Angriff auch des letzten Feindes gebrochen fein wird.

Wir verneigen uns als deutsches Volk in dieser Stunde in tiefer Ehrfurcht vor dem Allmäch- t i g e n, der uns in diesem ab gelaufenen Jahr fo sichtbar seinen Segen gegeben hat, der über un­seren Schlachten stand und unsere Waffen mit Sieg krönte. Er weiß, daß wir diesen Krieg für einen besseren Frieden führen, daß wir eintreten für d-as Glück der Menschen, das bisher fo oft von den Re- gierenden mit Füßen getreten wurde.

Die ganze deutsche Station aber, Front und Hei­mat, vereint sich in dieser Stund« in einem heißen Dankgefühl für den Führer, bis grüßt ihn aus 90 Millionen glühenden Herzen. Sie ist bei ihm in den schweren und in den glücklichen Stunden un­seres Volkes, so wie sie das Gefühl hat, daß der Führer immer bei ihr ist. Wir Deutschen alle wünschen ihm Glück und Segen für das neue Jahr, eine starke, feste, sichere Hand, Gesundhett und Kraft in allen feinen Werken. Lang möge er leben, lang möge er über dem Volke stehen als des Reiches Schutz und Schirm, als der erste Kämpfer für einen wahren, echten Frieden und für das Glück, die Ehre und den Ruhm feines Volkes. Die Welt bewundert ihn, wir aber find bevorzugt, ihn lieben zu dürfen. Reichen wtt uns alle die Hände und fchließen uns fest und unzertrennbar um ihn zusammen. Das alte Jahr ist zu Ende. Ein neues steigt heraus. Möge es dem scheidenden nicht nachstehen an Glück, Segen und stolzem ©leg!

Im Kamps der plutokrattscheu Vorrechte gegen nationalsozialistische Dolksrechte werden die letzteren erfolgreich fein! In diefem Glauben treten wir in das Jahr 1941 ein. An unserer Seite steht seit Anfang Juni dieses Jahres das faschistische Italien. Es ist genau so entschlossen, wir wir es sind, den von einer bornierten demokra­tischen Oberschicht dem italienischen Volke noch be- sonders erläuterten Krieg aufzunehmen und durch­zuführen. Sein Kampf ist auch unser Kampf, seine Hoffnungen sind die unseren. Der Glaube der Krie^macher, durch einzelne Aktionen am Ausgang des Ringens etwas ändern zu können, ist kindisch. Herr Churchill hat schon eine große Anzahl von sogenanntenSiegen" erzielt, die sich später noch immer als seine Mißerfolge herausstellten.

Herr Churchill war ja auch der Mann, der plötz­lich den unbeschränkten Luftkrieg als bas große Geheimnis bes britischen Sieges erfanb. Drei- einhalb Monate lang hat biefer Verbrecher deutsche Städte durch Nachtangriffe mit Bomben bewerfen lassen, Brandplättchen auf Bauerndörfer geschüttet und wie es bie Bewohner ber Reichshauptstadt wissen befonbers Lazarette als Ziele angegeben. Daß bie deutsche Wehrmacht dreieinhalb Monate nicht anroortete, befestigte im Gehirn dieses Mannes die Meinung, er hätte nun endlich die Methode gefunden, in der er Deutschland überlegen sei, und mit ber die deutsche Wehrmacht ihm nicht antwor­ten könnte. Ich habe dieser menschlichen Grausam­keit, die militärisch nur ein Unfug war, dreieinhalb Monate lang zugesehen. Allerdings immer wieder mit der Warnung, daß eines Tagesdie Ver­geltung kommen würde. Die demokratischen Brandsttster hatten für diese Warnung nur Ihr alt- befanntes Gelächter übrig. Sie sprachen vomrei­zenden Krieg-, berfröhlich stimme" undzu bem man nur jeden beglückwünschen könne". Sie brach- ten eingehenbe Schilberungen ber Wirkung ihrer Bomben auf bie beutsche Bevölkerung und auf die deutsche Wirtschaft usw. Nun war bie einzige Wir­kung biefer Angriffe nur bie sich allmählich ftei- gembe Verbitterung im beutschen Volk, bie Hoff- nung, daß einmal bie Vergeltung kommen werbe unb bei ber Führung ber Entschluß, mit dieser einseitigen Kriegführung endlich Schluß zu machen. Im Monat Mai hat England mit feinen Angriffen gegen die Stadt Freiburg begonnen. Monatelang höhnte man seitdem in den Kreisen der britischen Kriegshetzer über bie Unfähigkeit Deutschland, et­was ähnliches zu tun. Seil Mitt« September wird

Haßplaudereien an amerikanischen Kaminen.

Jedermann kennt die wenig freundschaftlichen Ge­fühle, die der Präsident der Vereinigten Staaten der nationalsozialistischen Idee, dem neuen Deutschland und seinem Kamps um Gerech­tigkeit entgegenbringt. Nicht erst in diesem Kriege hat sich Roosevelt als Gegner Deutschlands und seines faschistischen Verbündeten immer wieder be­kannt, und die Rolle, die seine Diplomaten in Warschau sowohl wie in Paris und London ge­spielt haben, hat nicht unwesentlich dazu beigetra­gen, die Kriegspartei in diesen Ländern zu stärken und alle Bemühungen um einen Ausgleich mit den Achsenmächten durch den Hinweis auf die Hilfe der Vereinigten Staaten lahmzulegen. So hat es' nicht weiter erstaunt, daß Roosevelt das von ihm selbst zu Beginn des Krieges erlassene Neutralitäts- gesetz nur als eine Maske betrachtete, hinter ber er nur umso intensiver eine großzügige Hilfsstellung für die westlichen Plutokraiien auszubauen gedachte, ohne es zum offenen Kriege mit den von ihm fo gründlich gehaßten Achsenmächten kommen zu las­sen, denn auch er mußte mit der tiefen Abneigung des weitaus größten Teiles des amerikanischen Vol- kes gegen eine Wiederholung des Wilsonsche-n Ex­perimentes ebenso rechnen wie ihm natürlich auch der für einen Zweifrontenkrieg unzulängliche Stan­der amerikanischen Rüstung bekannt war.

Aber auch seine neueste Rede, die als eine Plauderei am Kaminfeuer" angekündigt war, jedoch eine politische Kundgebung von unzweifel­haftem Gewicht ist, bedeutet nicht mehr unö nicht weniger als. daß Roosevelt in sich die Berufung fühlt, zum Mitkämpfer des rettungslos verlorenen England zu werden. Freilich nur, soweit Amerika keine Soldaten zu stellen braucht. Wie die Eng­länder bis zum letzten Norweger, bis zum letzten Holländer und Belgier, bis zum letzten Franzosen gekämpft unb mit ihnen die europäische Partie ver­loren haben, so will Roosevelt jetzt bis zum letzten Engländer kämpfen. Und er zeigt sich auch hier als gelehriger Schüler des britischen Imperialismus, der die eigenen politischen Methoden seinen. Geg­nern unterstellt und damit glaubt, die öffentlich« Meinung irreführen zu können, wenn er in feiner höchst eigenartigen Plauderei am Kaminfeuer er­klärt, niemals sei die amerikanische Zivilifatton so gefährdet gewesen, wie zu dieser Stunde. ,Lwci Nationen in Europa und eine asiatische drohen ge­meinsam, baß sie sich zum Vorgehen gegen die Ver­einigten Staaten zusammenfänden, wenn diese ihr Expansionsprogramm zu durchkreuzen versuchten, oder es zu blockieren." Die Herren Europas, so be­hauptet Roosevelt, ohne auch nur eine Spur des Beweises dafür zu erbringen, hätten deutlich ihre Absicht funbgetan, auch die ganze übrige Welt zu beherrschen. Bisher würden diese gegen die Freiheit verbündeten Kräfte von Briten, Griechen unb den Soldaten, bieaus den unterworfenen Ländern" hätten entkommen können, von den amerikanischen Küsten^ ferngehalten. Amerika habe keinen Angriff zu befürchten, solange ein freies England fein mäch« tiger Nachbar im Atlantischen Ozean fei.Kann aber jemand ernsthaft glauben, daß mir in Ruhe gelaßen werden, wenn bie Achsenmächte zu unseren Nachbarn auf See werden?" So fragt Roosevelt

ihnen nun wohl klar geworben fein, daß es nur Menschlichkeit gewesen ift, die uns solange zurück- hielt, die Churchillschen Verbrechen zu beantworten.

Nun aber wird auch dieser Krieg geführt werden bis zur letzten Konsequenz, d.h.: so­lange, bis die auch dafür verantworttichen Ver­brecher beseitigt sind. Unb es ist keine Phrase, sondern blutiger Ernst, wenn wir versichern, daß auf jede Bombe zehn oder wenn notwendig hun­dert zurückgeworfen werden. So mögen sie auch heute wieder vorübergehend schon aus propa­gandistischen Gründen wie schon so oft von der Wendung des Kriegsglücks" reden. Sie mögen sich ober eines merken: in diesem Kriege siegt nicht das Glück, sondern endlich einmal das Recht! Und das Recht ist auf ber Seite der Völker, die um ihr bedrohtes Dasein kämpfen. Und der Kampf um dieses Dasein wird diese Völker zu den unge­heuersten Leistungen der Weltgeschichte anfpornen.

Wenn In den Demokratien die treibende Kraft für die Produktion der Gewinn ist, den einzelne Industrielle, Vankleule und bestochene Politiker einstecken, dann ist es Im national­sozialistischen Deutschland und im faschistischen Italien die Erkenntnis der Millio­nen Schaffenden, daß in diesem Krieg gegen sie gekämpft wird, daß die Demo­kratien, wenn sie jemals Sieger wären, mit der ganzen kapitalistischen Grausamkeit wüten wür­den, der diejenigen fähig sind, deren einziger Gott das Gold ist, die keine andere menschlich« Regung kennen als die Sucht nach Gewinn und die bereit sind, diesem Trieb jedem anderen edleren Gedanken ohne weiteres preiszugeben. Das nationalfozlaliftische Deutschland, das faschistische Italien und das mit uns ver­bündete Japan wissen, daß in diesem Kriege nicht um eine Slaatsform gekämpft wird, nicht um irgendwelche internationalen Konstruktionen der Zukunft, sondern ausschließlich darum, ob diese Erde nur für die einen und nicht auch für die anderen da sein soll.

Ein amerikanischer Politiker hat die geistvollen iBegriffe geprägt, daß es im Grunde genommen eben der Versuch der Habenichtse sei, etwas zu be­kommen. Uns kann das nur recht fein. Wahrend bie andere Welt sich anschickt, den Habenichtsen das Wenige, was sie noch besitzen, so wie vor ber Machtübernahme, wegzustehlen, treten mir der be­sitzenden Welt gegenüber mit dem Entschluß, den Habenichtsen bie allgemeinen Menschen­rechte zu erkämpfen uni) ihnen jenen Anteil am Leben sicherzustellen, den sie auf Grund bie- es Rechtes beanspruchen können. Dieser Kampf ist nicht ein Angriff gegen die Recht« anderer Völ­ker, sondern nur gegen bie Anmaßung und Hab­gier einer dünnen kapitalistischen Oberschicht bie nicht einsehen will, daß die Zeit vorbei ist, in ber das Gold die Welt regiert, baß im Gegenteil eine Zukunft anbricht, in der die Völker, b. h. bi« Menschen, die bestimmte Kraft im Leben ber Rationen sind. Diese Erkenntnis war es, bie die nationalsozialistische Arme« im vergangenen Jahre beflügelt hat. Sie wird ihr auch im kommenden Aahr den Sieg bereiten. Indem wir aber für dieses Gluck der Völker kämpfen, glauben wir uns auch am ehesten den Segen der Vorsehung zu verdienen. Der Herrgott hat bisher unserem Kampf feine Zu­stimmung gegeben. Er wird uns wenn wir treu unb tapfer unsere Pflicht erfüllen auch in fünft nicht verlassen. °

<8^4 «dotf W»

Mr ein Gedanke: der an den Sieg.

Or. Goebbels spricht im Rundfunk zum deutschen Volk.