Ausgabe 
2.1.1941
 
Einzelbild herunterladen

SS. = »» Ä»? ÜM5

In der Rächt zum 31. Dezember fanden keine

sche Luftwaffe nicht eingesetzt. Auch der Gegner

Kampfhandlungen statt.

unterließ Angriffshandlungen.

richtete sich der ^^e Unabhängigkeitskrieg, gegen ein- nerniins.ige N-u°rdnnng di- den jungen N^ht wir sondern die Engländer waren es, die Volkern ihr Recht an dieser Welt bringen muß, im Sezessionskrieg die Südstaaten gegen den Nor° denen man bisher ihren Platz an der Sonne vor- den unterstützten. Nicht wir, sondern die Franzosen enthalten hat. Das amerikanische Volk muß sich dar­unter Napoleon III. verletzten durch ihre Inter- über klar sein, daß sein Präsident, wenn er fein

Dr. Fr. W. L

Von derJZaucfyrolle

des Indianers zu der heute äusserst

AM

mrow

GÜLDENRING heisst die Zigarette, bei der erst­malig das Mundstück,ohne wesensfremde Zu taten,aus dem Zigarettenpapier selbst ent­wickelt wurde.Da es Vnsic^tbar ist,könnte man güldenring auf den ersten Blick für eine mund­stücklose Zigarette halten. Sie ist aber mehr als das; denn ihr neuartiges 0.'Mundstück, schützt die Lippen vor Verletzungen und zugleich den Tabak vor nachteiliger Durchfeuchtung.

zudrlngen. Von ihnen wurden zwei Flugzeuge vom Muster Vristol-Vlenheim schon im Küstenvorland von der Flakartillerie a b g e s ch o s s e n , die an­deren vor Erreichung des Zieles zur Umkehr gezwungen. Eigene Verluste sind auch gestern nicht

dereien am Kamin" zum Mitschuldigen und Mit­verantwortlichen für diesen plutokratischen Krieg

Gegner dieses Anspruches der Vereinigten Staaten bekundet. Nicht gegen uns, sondern gegen England

Berlin, 1. Jan. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am 31.12. erzielte ein deutsches Kampfflugzeug bei einem kühnen Linzelangriff aus nur 100 Meter höhe mehrere Volltreffer ln ein Rü­stungswerk der Grafschaft Essex. Auch in London wurden kriegswichtige Ziele mll Sprengbomben belegt. Weitere Angriffe richteten sich gegen einen Bahnhof sowie gegen einen Hafen im S ü d o st e n der Insel, wobei erheblicher Schaden an kriegswichtigen Anlagen und meh­rere Brände in Lagerhäusern beobachtet wurden.

Vier feindliche Flugzeuge versuchten im Schuhe der Wolken in das westdeutsche Industriegebiet ein-

Volltreffer in englisches Rüstungswerk.

Kriegswichtige Ziele in London bombardiert. Keine Angriffshandlungen in der Neujahrsnacht.

verfeinerten Art, den Tabak zu ge­niessen,füfyrt ein weiter Weg. TAm> Ende dieser Entwicklung stellt als jüngstes Beispiel niemals rasten­den Fortschritts eine Zigarette mit Unsichtbarem Mundstück

GÜLDENRING mit UM ENDSTÜCK

Der Wehrmachtbencht vom Dienstag.

Berlin, 31. Dez. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In der Rächt zum 30. Dezember griffen, wie be­reits gemeldet, stärkere Kampffliegerverbände Lon­don an. Sie warfen eine grohe Anzahl von Bomben aller Kaliber auf kriegswichtige Ziele vor allem im Stadtkern. Es enftanden viele und auherordentlich ft a r k e Brände, die bis zur Kanalküste sichtbar waren. Im Laufe des 30. Dezember beschränkte sich die Tätigkeit der Luft- waffe auf einige Angriffe gegen Flugplätze und Jndustrieziele in Rorfolk und Eambridgeshlre. Dabei wurden auf dem Flugplatz Mildenhall durch Angriff aus niedriger

unter Napoleon III. verletzten durch ihre Inter­vention in Mexiko den Grundsatz der Monroedok­trin, und schließlich waren es gar die Vereiniaten Staaten selbst, die gegen ihre eigenen Grundsätze verstießen, als sie im Weltkriege amerikanische Armeen nach Europa entsandten.

Wenn Roosevelt heute uns, die wir im Kamps um eine europäische Monroedoktrin stehen, mit Worten bekämpft, die ihm von der jüdischen hetz, journaille geliefert werden, wenn er uns eine Bande von Verbrechern" nennt und die Achsen« möchte eineunheilige Allianz", die ganze Völker in eine moderne Art von Sklaverei gepreßt habe, dann beweisen diese Schimpfworte nur, daß Roose- weit in seiner schlechten moralischen Position keine sachlich fundierten Gründe für seine Hetzpolitik vor­bringen kann. So muß Roosevelt zu so infamen Lügen greifen, wie es die Behauptung ist, wir mach­ten Anspruch auf die Weltherrschaft. Um das zu beweisen, verfälscht er auf das unverschämteste die Worte des Führers, der in seiner Rede vor den Rüstungsarbeitern vom Kampf der Arbeit gegen das Gold gesprochen hat. Aus diesen Worten des Führers für eine soziale Gerechtigkeit in einer bes­seren Welt macht Roosevelt eine deutsche Kriegs­erklärung an die ganze Welt und den Weltherr- schaftsansvruch der Achsenmächte. Der Präsident, der mit Hilfe von Dollarkrediten den Versuch macht, die südamerikanischen Staaten in die Polypenarme der amerikanischen Ausrüstung zu ziehen, erdreistet sich, seinen Landslsuten einedeutsche Gefahr" vorzugaukesn und entblödet sich nicht, die kritischen Stimmen im eigenen Lande alsFünfte Kolonne" 3U verdächtigen. In seiner geradezu wahnwitzigen Einseitigkeit, mit der er die Ding« sieht, diffamiert er skrupellos alle Amerikaner, die aus ihrer besse-- ren Erkenntnis heraus Vernunft predigen. -

So macht sich dieser Präsident durch seinePlau-

Silvesterabend in Aeuyort.

Neuyork, 1. Ian. (Europapreh.) Die Bevöl­kerung der Stadt Neuyork begrüßte das neue Jahr mit dem üblichen Lärm, dessen Mittelpunkt der rie- sige Times Square war, dessen Schaufenster durch Barrikaden gegen die Menge geschützt waren. Ein starkes Polizeiaufgebot hielt mühsam die Ordnung aufrecht. Hotels und Restaurants waren überfüllt. Der Alkoholkonsum übertraf den der Vorjahre weit. Die Neuyorker Rundfunksender widmeten dem neuen Jahr wie üblich sentimentale Programme, und die Neuyorker Mittwochmorgen-Presse ging ins neue Jahr vorwiegend mit Artikeln im Sinne Roose­velts. Die Silversternacht und Neujahrstag forder- ten in den USA. über 150 Menschenleben, darunter befinden sich 105 Verkehrsopser-

*

Der Leiter der britischen Einkaufskommission Arthur P u r v i s, nahm zusammen mit dem Schatzamtssckretär Morgenthau an einem Früh­stück beim Präsidenten Roosevelt im Weißen Hause teil. Einzelheiten über die Unterredung sind nicht bekannt. ________

abschwächen können".

Mit einiger Gelassenheit werden die Völker der Achsenmächte diese eigenartige Plauderei des ame­rikanischen Präsidenten zur Kenntnis nehmen. Das Bild, das Roosevelt von ihnen und ihren politi­schen Zielen entwirft, um seinen Landsleuten seine an den Rand des Krieges führende politische Linie schmackhaft zu machen, ist so ins Groteske verzerrt, strotzt so von Unwahrhaftigkeiten und willkürlichen Verdrehungen, daß selbst in der öffentlichen Mei- nung der Vereinigten Staaten es trotz der Lügen­kampagne einer skrupellosen plutokratischen Presse, Männer genug geben wird, die die Verlogenheit der Behauptungen ihres Präsidenten klar erkennen werden. Die Achsenmächte haben für Europa die gleiche Aufgabe übernommen, die die Vereinigten Staaten durch die Erklärung der Monroedoktrin bereits vor mehr als 100 Jahren für den gesamten amerikanischen Kontinent für sich beansprucht haben. Durch den Dreierpakt vom 25. September ist dieser Grundsatz der klaren Interessenscheidung für die Lebensräume der großen Nationen auch auf Ostasien ausgedehnt worden. Weder Deutsch­land noch Italien oder Japan haben in der Ver­gangenheit jemals die Berechtigung der amerikani­schen Monroedoktrin angezweifelt. Wohl aber haben Frankreich sowohl wie vor allem England sich bei den verschiedensten Gelegenheiten als entschiedene

Londons Silvesternacht.

Stockholm, 1 Ian. (Europapreß.) Das Aus. bleiben jeder Angriffstätigteit der deutschen Luft­waffe in der Silvesternacht hat nach den Schilderungen des englischen Nachrichtendienstes, in der englischen Hauptstadt zu Szenen geführt, die an die hysterischen Ausbrüche erinnern, über die die schwedische Presse in ihren Berichten von den Weih­nachtsfeiern in London nach dem Fest sprach. In den Untergrundbahnstationen, die trotz der Kampf­pause von Tausenden von Londonern besucht waren, wurde immer wieder das LiedGute, alte Zeit" ge­sungen. Nach den Berichten derNew Port Times" undNew s2)orf Herald Tribüne" beging London den schwärzesten Silvestertag in der englischen Ge­schichte, größtenteils in der Untergrundbahn und zum kleinsten Teil in Luxushotels, die brechend voll waren. Die traditionelle Neujahrsausrufung auf dem Piccadilly-Cireus wies, soweit die Dunkelheit er­kennen ließ, die denkbar schwächste Beteiligung auf.

Der englische Innenminister Morrison rich­tete in einer Rundfunkansprache einen dringenden Appell an jeden Engländer, sich sofort zu den zivi­len Feuerwehrbrigaden zu melden. Es fei die Pflicht eines jeden Haushaltsvorstandes und jedes Fabrikbesitzers, dafür zu sorgen, daß inner­halb eines Häuserkomplexes bzw. innerhalb einer Fabrik Feuerbekäpfungsmannschaften gegründet werden, damit die Feuerwehren entlastet werden könnten. Die Feuerwehr sei nicht in der Lage, jeden Brand zu bekämpfen und könne nur bei Großbränden eingesetzt werden. Die Ereignisse in London, Bristol, Coventry und Manchester hätten gezeigt, welche Gefahren die deutschen Luftangriffe mit sich brächten. Jedes Haus müsse eine Feuer­wehrgruppe für sich haben. Ein Gesetz werde die zivile Feuerbekämpfung zur Pflicht machen. Es habe keinen Sinn, noch länger mit der Bildung derarti­ger Feuerwehrmannschaften zu warten, und die Städte, die bisher noch von keinem Angriff heim­gesucht worden seien, müßten ebenso schnell zu Werke schreiten wie die bereits angegriffenen.

Deutscher Hilfskreuzer im Seegebiet von Singapore.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) lieber die erfolg, reiche Tätigkeit deutscher Kriegsschiffe im Pazi­fischen Ozean liegt eine neue Meldung aus Manila vor. Danach haben 40 norwegische See­leute, die in Hongkong ankamen, über die Tätigkeit eines deutschen Hilfskreuzers berichtet, der unge­fähr in der ersten Dezemberwoche drei englische Frachter und einen Tankdampfer versenkt hat. Das Jagdgebiet des deutschen Hilfskreuzers befand sich damals im Seegebiet von Singapore. Das deutsche Schiff habe aus See seine Brennstoff- und Lebensmittelvorräte aufgefüllt. Nach Angabe der norwegischen Seeleute hatte der deutsche Hilfs- kreuzer ungefähr 10 (M Tonnen Wasserverdrängung und eine Bestückung von 15- und 20,3-cm-Geschützen.

Wie Reuter berichtet, teilte der Premierminister von Neuseeland mit, daß man auf einer Insel im Bismarckarchipel 500 Engländer, Fran» zosen und Norweger ausgenommen habe, die ein deutscher Handelszerstörer bereits vor einiger Zeit dort abgesetzt hatte. Es handele sich dabei um Ueberlebenbe von zehn Schiffen, die das deutsche Kriegsschiff versenkt habe, und zwar der englischen SchiffeRangitane" (16 712 BRT),Turakina" (9691 BRT.),Triadie" (6378 BRT.),Triaster" (6932 BRT.),Triona" (4413 BRT.),Momata" (3900 BRT.) undHelmwood" (2156 BRT.), sowie der in englischen Diensten fahrenden NorwegerRingwood" (7203 BRT.) und ,Vinni" (5181 BRT.) und des FranzosenNotou" (2489 BRT.). _____________________

und behauptet weiter, daß nach einer Niederlage Englands die Achsenmächte Europa, Asien, Afrika, Australien und die Meere beherrschen würden Das Schicksal der europäischen Nationen die, wie Roose­velt sagt, unter eine moderne Form der Sklaverei gebracht worden seien, zeige, was es heiße, unter der Drohung des nationalsozialistischen Revolvers zu leben.

Der Präsident polemisierte dann ungemein heftig gegen die Gegner seiner Politik einer Einmischung der Vereinigten Staaten in den europäischen Krieg, indem er sie verdächtigte, Parteigänger der Achsen­mächte zu sein. Diebösen Kräfte" ständen bereits vor unseren Toren", so behauptete Roosevelt. Ihre Geheimagenten seienin unserem Lande und in unseren Nachbarstaaten an der Arbeit. Die Ruhe­störer verfolgen das einzige Ziel, unser Volk in feindliche Gruppen zu spalten, unsere Einigkeit zu zerstören und unfern Abwehrwillen zu zerschlagen. Er gibt Amerikaner, die diesen Agenten helfen, in- dem sie genau tun, was die Nationalsozialisten wol­len". Damit wärmt Roosevelt das alte Märchen von der .Fünften Kolonne" wieder auf, das zur Ver- peftung der öffentlichen Meinung der Vereinigten Staaten schon so viel beigetragen hat. Gleichzeitig weist er strikt die Auffassung zurück, daß Amerika sich aus dem Streit heraushalten sollte, um seinen Einfluß beim Friedensschluß in die Waagschale zu werfen.Es gibt keinen Frieden mit der Rücksichts­losigkeit", so rief Roosevelt pathetisch aus.Mit einer Brandbombe kann man nicht vernünftig reden"

Die Aussicht auf eine Verwicklung der Vereinig­ten Staaten in den europäischen Konflikt sei viel ge­ringer, wenn man jetzt das möglichste tue, um die gegen die Achsenmächte kämpfenden Nationen zu unterstützen als wenn man sich mit ihrer Nieder­lage ab finde und warte, bis man selber an die Neihe komme. Das britische Empire, das Roosevelt emphatisch die Bastion des Widerstandes gegen die Eroberung der Welt nannte, verlange gar nicht die Absendung eines amerikanischen Expeditionskorps, aber man müsse den Kampf der Demokratien gegen die Welteroberung durch die Aufrüstung der Ver­einigten Staaten unterstützen und dadurch fördern, daß jede Unze und jede Tonne .an Munition und Material, die erübrigt werden könne,den Ver­teidigern an die Front geschickt" werden. Die Ver­einigten Staaten müßtendas große Arsenal der Demokratien" fein.Kein Diktator", so sagt Roose­velt,wird diese Entschlossenheit durch Drohungen

Schifflein an den versinkenden Kahn Englands bin­det, eine verlorene Sache zu der feinen macht. Es muß sehen, welche ungeheuren Gefahren Roose­velts Haß, ebenso voreingenommen wie überheblich, mit einer Politik heraufbeschwört, die mit Neutrali­tät nicht mehr das geringste zu tun hat. Wilsons Experiment ist bei dem größten Teil seiner Lands­leute noch unvergessen. Seine Spuren, die noch heute im Wirtschaftsleben der Vereinigten Staaten sichtbar sind, sollten vor einer Wiederholung schrecken.

71(

E

der(jescfjicf)te Qes üjfafafes

X |

**////