Ausgabe 
1.7.1941
 
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Vor der Zitadelle von Brest-Litowft

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Gewaltiger Eindruck in Italien

GENERAL- GOUVERNEMENT

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Simferopol*

Flugzeug und Besatzung in den Heimathafen zurück­zubringen. Oberleutnant Roedel Hal sich als Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader als hervor­ragender Jagdflieger und als vorbildlicher Führer seiner Staffel ausgezeichnet bewährt und in vielen Angriffs- und Begleitfchuhflügen höchste Einsatz­bereitschaft gezeigt. Neben vielen erfolgreichen Tief­angriffen hat er im Lustkampf insgesamt zwanzig feindliche Flugzeuge, davon elf unter besonders schwierigen Verhältnissen hn Einsatz gegen England abgeschossen. /

Führer von Sturzkampfverbänden mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Hauptmann. B r ü ck e r . Hauptmann Schwärzet, Oberteutnon» Vollmer, Ober­leutnant 7l e uber t. Oberleutnant p cf t u n, Oberleutnant Lau, Oberleutnant Naumann. Alle haben sich in Hervorrigender Weise als Füh-

SerVemichtungsschlaggegendieSowjeilußwaffe Jede Angriffsmöglichkeit bereits am ersten Tag zerschlagen. Alle grenz­nahen Flugplätze zerstört.

Oie Schlacht im Atlantik ruht nicht!

Von unserer Berliner Schriftleitung.

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Rom, 30. Juni. (Europapreß.) Die römischen Abendblätter vom Montag, bie zum Teil schon die Meldung von der Besetzung Lembergs durch die deutschen Truppen bringen, gehen ausführlich auf die Bedeutung der Sondermeldungen des deutschen Oberkommandos ein. Gayda schreibt im Giornale d'Jtalia: Minsk liege bereits jenseits der alten polnischen Grenze auf russischem Boden und verfüge über starke Befestigungen. Lemberg sei wichtig gewesen als Beherrscher der Straße nach Kiew; es habe über starke Befestigungen verfügt. Die Kampf­wagen und Flugzeuge hätten den Stolz der sow- jetrussischen Armee gebildet. Durch die schweren Verluste an Panzern hätten die Sowjets das Mittel zum schnellen Zugriff verlö­re n, der in einem so weiten Raum notwendig sei. Und mit den Flugzeugen sei den Sowjets das Auge verloren gegangen, das die Entwicklung der beiderseitigen Operationen überwachen sollte. Gayda warnt aber vor leichtfertigen Unterschätzun­gen der sowjetrussischen Streitkräfte. Sie verfügten immer noch über größte Massen von Soldaten und Rüstungsmaterial sowie über gut ausgebaute Verteidigungsstellungen. Aber die ersten Erfolge gegen die Sowjets böten doch schon ein lebhaftes Bild von dem Gang der Dinge.

,Lavoro Fasoista" sogt: Die berühmte sowjet­russische Armee, die allein durch ihr Dasein dem ängstlichen Bürger das Blut zum Erstarren bringen

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Der neue Luftangriff auf Alexandria

Oie Bahn nach Marsa Matruk unterbrochen.

Berlin, 30. Juni. (DRV.) Die deutsche Luft­waffe griff in der Nacht zum 29.6. wieder den Hafen des britischen Flottenstützpunktes Alexandria mit gutem Erfolg an. Kai -und Dockanlagen sowie im Hafen liegende Schiffseinheiten wurden schwer getroffen. Bombenvölltreffer wurden auf einem britischen Kriegsschiff erzielt. Beim Ab­flug konnte die Besatzung des Flugzeuges eine rie­sige Detonation auf dem schwer getroffenen britischen Kriegsschiff feststellen.

Nachdem bei den letzten deutschen Luftangriffen auf kriegswichtige Ziele in Alexandria der Güter- bahnhof in unmittelbarer Nähe des Westhafens und die sich dicht daran anschließenden Eisen­bahn- und Schiffswerk st ätten getroffen wurden, richteten sich jetzt die deutschen Angriffe gegen die Kaianlagen der Langen Mote und im südlichen Hafengebiet. Die Gleisanlagen an den Kais, die direkten Anschluß zu den Lagerhäusern haben, wurden.von genau gezielten Bombenwürfen getroffen. 3n der Nähe der Kaianlagen und des Güterbahnhofes zweigt auch die wichtige eingleisige Bahnlinie nach Marfo Matruk ab, die bereits bei dem letzten Angriff unterbrochen wurde. Damit ist der wichtigste Nachschubweg zu Lande von den britischen Dersorgungsanlagen des Nildeltas und Alexandrias nach den bei Tobruk und Sollum stehenden britischen Verbänden schwer in Mitleiden­schaft gezogen. Die Kaianlagen des Westhafens spie­len für den heutigen Verkehr des britischen Armee- versorgungswefens die ausschlaggebende Rolle. Die schweren Zerstörungen im Westhafen von Alexan­dria sind für die britische Nilarmee, die britische Kriegs- und Handelsschiffahrt im östlichen Mittel­meer sowie für die britischen Truppen in Libyen ein erneuter, schwer zu überwindender Schlug.

tigen Knotenpunkt Minsk in die Zange nahm. Dieser Vorstoß läuft jetzt bereits ostwärts Minsk weiter.

Weiter nördlich im Baltenland wurde der N je­in e n a b s ch n i t t erzwungen und K o w n o besetzt. Während noch im Raume nördlich Kowno starke feindliche Panzerkräfte in heftigen Kämpfen ver- riichtet wurden, richtete sich abermals ein schneller deutftier Vorstoß auf die D ün a- U e b e r g ä n g e. Da D aburg und Jakobstadt in deutscher Hand und außerdem der einzige wichtige Hasen an di m Teil der Ostseeküste, die Festung Li bau nach kurzen Kampf erobert wurde, verbleiben den Zwischen der Linie WilnaDünaburgRiga und der Ostsee eingeklemmten und zersprengten feind­lichen Kräften kaum noch Rückzugsmöglichkeiten.

Größte Bewunderung in Madrid.

Madrid, 30. Ium. (Europapreß.) Die Sonder- berichte aus dem Hauptquartier des Führers haben in der spanischen Oesfentlichkeit eine unbeschreibliche Bewunderung der Leistungen der deutschen Wehr­macht hervorgerufen. Man erklärt in spanischen Militärkreisen, daß sich die deutsche Wehrmacht mir jsdem neuen Feldzug von neuem übertreffe. Sie habe alle bisherigen Erfolge wieder in den Schat­ten gestellt. Wenn man berücksichtige, daß die Son­derheeresberichte sich nur über fünf Tatze erstrecken, und inzwischen bereits wieder drei Tage ver­gangen sind, dann müsse nach menschlichem Er­messen innerhalb dieser Woche mit weiteren sensationelles Ergebnissen gerechnet werdens zu­mal in den veröffentlichen Sondermeldungen schon

und ostwärts. Dieser Kessel verengert sich von Tag zu Tag, und die darin befindlichen Sowjettruppen versuchen vergeblich Ausbrüche nach allen Richtun­gen. Durch tägliche Angriffe des deutschen Heeres und der deutschen Luftwaffe wird ihre Kampfkraft immer mehr zermürbt. Charakteristisch für die Ope­rationen in diesem Frontabschnitt ist außerdem der kühne Vorstoß schneller deutscher Truppen, der beiderseits an diesem Kessel vorbei über Barano- witschi im Süden und Wilna im Norden den wich-

offen ausgesprochen wurde, daß aus der großen Umzingelung von Bialystok Teile der Sowjet­armee nicht mehr zu entweichen vermögen, so daß sie zur Niederlegung der Waffen gezwungen oder zur völligen Vernichtung verurteilt seien. Der Ver­lust von 4107 Flugzeugen sei der schwerste Schlag' für die Sowjetarmee, es könne sich dabei nur um die besten Apparate gehandelt haben, die die Sow­jetrussen wahrscheinlich auch mit den besten Mann­schaften besetzt haben dürften.

Schweizerische Stimmen.

Bafel, 30. Juni. (Europapreß.) In einem Ber­liner Lagebericht des Korrespondenten der B !a s l e r ,,N a t i o n a l z e i t u n g" wird festaestellt, der E i n- ' satz der deutschen'Luftwaffe sei rein zah­lenmäßig unvorstellbar. Die neue Methode des blitz­schnellen Einkesselns großer Truppen­massen, die von der deutschen Heeresleitung be­reits in Polen und Frankreich zur höchsten Voll­endung entwickelt worden sei, scheine sich auch in dem weiten Raum der Sowjetunion zu bewähren. Wenn man bisher in militärischen Kreisen der Auf­fassung gewesen sei, daß ein moderner Krieg nie­mals die mehrmalige Anwendung der gleichen Tak­tik zulasse, so zeige es sich, daß der deutsche Genc- ralftab immer die gleiche Methode, nur in abge­wandelter Form, benutze.

DieTribüne de Lausanne" schreibt: Schlimmer noch als der bolschewistische Rückzug und die Aufgabe riesiger Gebiete sind die enor­men Verluste an Flugzeugen und Panzerwagen. Die bolschewistische Armee kann das verlorene Material kaum leicht ersetzen." Der Militärkritiker der GenferSuisse" schreibt: ,F)ie erste Phase, der L u f t f a jn p f, hat sich zugunsten Deutschlands entschieden. Die Ausnutzung des Luft­sieges durch Panzerkolonnen, welches die zweite Phase bildet, ist im Gange. Vom Baltikum bis zu den Pripet-Sümpfen stoßen die deutschen Truppen siegreich vor."

Oberst Weber.

Berlin, 30. Juni. (DNB.) Oberst Weber, der im Wehrmachtbericht vom 30. 6. genannt wurde, hat als Kommandeur eines Infanterieregiments aus selbständigem Entschluß heraus eine Vorausab-

Oer italienische Bericht.

Rom, 30. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

In N o r d a f r i k a hat unsere Artillerie im Ab­schnitt von Tobruk Truppenzusammenziehungen getroffen und dem Gegner empfindliche Verluste an Mann und Material zugefügt.

Britische Flugzeuge haben einen Einflug au Bengasi durchgeführt und zu wiederholten Malen versucht, den Hafen von Tripolis anzugreifen. Sie wurden jedesmal durch das schnelle'Eingreifen unse­rer Jagdflieger abgeschlagen. Zwei feindliche Flug­zeuge wurden abgeschossen.

In O st a f r i f a wurden im Abschnitt Dembi- d o l l o (Galla und Sidamo) feindliche Truppen, die unsere Stellungen anzugreifen versuchten, in sofor­tigem Gegenangriff in die Flucht geschlagen.

teilung gebildet,, mit der er gleich am ersten Tage des Feldzuges über die Bierbaza vorstieß und dabei fünf feindliche Panzerwagen ver­nichtete. Bei Nowi Dwor erstürmte die Voraus­abteilung einen Feldflugplatz der bolschewisti­schen Luftwaffe und zerstörte 19 startbe­reite Flugzeuge. Im Anschluß an diesen Handstreich führte er seine Vorausabteilung zum Angriff gegen Nowi Dwor und warf nach heftigem Kampf die Svwjetarmisten aus Nowi Dwor. Oberst Weber hat bereits im Frankreich-Feldzug im Juni 1940 das Ritterkreuz erhalten. Er hat mit dieser . neuen Waffentat wiederum überragende Tapferkeit

bewiesen.

enkung von 71700 BRT. im Atlantik durch die U-Boot-Waffe und die weitere Versenkung von 14 800 BRT. im Seegebiet um England durch deut- che Kampfflugzeuge bekanntgeben. Unter den im Atlantik versenden britischen Handelsschiffen befan- den sich allein zwei Tanker, die das für England unentbehrliche Rohöl transportierten. Und der Wehr- Machtsbericht vom Montag meldete, daß dieser Er- ,olg deutscher U-Bootsoperationen auf 96 100 BRT. erhöht werden konnte. Das ist wieder einmal ein besonders fühlbarer Schlag für den stets falsch prophezeienden englischen Biockademinister Dalton, alle Hoffnungen, durch den Krieg im Osten werde Englands Lage erleichtert, sind durch diese Tatsachen endgültig geschwunden. Die Schlacht im Atlantik gegen England geht weiter, der deutsche Würge­griff an Englands Kehle hält unvermindert an. E. 8.

Das Ritterkreuz

für schneidigen U-Boot-Kommandanten.

Berlin, 30. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem KapttLu- lentnant h e ß l e r. Er hat als llnkerseeboatskomman- dant bisher 18 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit zusammen 111 272 BRT. versenkt, darunter 14 Schiffe mit 90 272 BRT. in der kurzen Zeit von knapp 3% Monaten. Diese schweren Schlage gegen die Versorgungslinie« des Feindes wurden durch den Schneid, die Zähigkeit und das seemännische Geschick des Kommandanten errungen, mit dem er seine Angriffe ansehte und durchführte.

Da* Ritterkreuz für tapfere Fliegeroffiziere.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an Oberleutnant Heinrichs und Oberleutnant Roedel. Oberleut­nant Heinrichs hat als Kommandant einer besonders ausgewählten Besatzung eines Geschwaders den Auf­trag gehabt, bestimmte wichtige Werke der englischen Rüstungsindustrie im Einzelangriff zu vernichten. Von seinen zahlreichen unter schwierigen Bedingun­gen durchgeführten Flügen ist vor allem der Angriff auf ein für die englische FlugzeugrüslunL besonders wichtiges Aluminiumwerk und auf eine Torpedo- fabrik hervorzuheben, die er in Tiefangriffen ver­nichtend traf. Trotz Motorschadens gelang es ihm.

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sollte, habe zwar auf dem bloten Platz und bei Propa gandaHaraderr sehr gut ausgesehen, habe sich aber mit den deutschen Streitkräften nicht auf hie gleiche Stufe stellen können. Es fehle ihr eben der tiefe, innere Glaube. In einem solchen revolutionä­ren Kampf entscheide der Mensch, und dem rus­sischen Menschen sei durch das Lenin-Regime jedes Gefühl für die Familie und für das Vaterland ge­raubt worden. Die MailänderStampa" sagt: Dieser Krieg habe gezeigt daß ein Gegner zur raschen Niederlage seiner Landavmee verurteilt sei, wenn er nicht ein gewisses Gleichgewicht in der Luft Herstellen könne. Die Beherrschung der Lust spiele eine Hauptrolle gegen eine tiefgestaffelte Front, au die sich der bolschewistische. Widerstand immer ge­stützt habe.

Vom Schweigen in den ersten Tagen über die sich allmählich verdichtenden Aussagen über Einzelheiten bis zum großen Fanfarenstoß 'faßtMessaggero" noch einmal die ganze Entwicklung in einem langen Artikel zusammen und zieht daraus die Folgerung, daß sich schon nach diesen ersten Kämpfen, viel­leicht den großartigsten nach der Lange der Front und der Masse der Kämpfenden, den die Geschichte je gesehen habe, die volle Ueberlegenheit auf deut­scher Seite herausgearbeitet habe. Auf das Kriegs­potential eines Volkes hätten eben nicht nur Zah- len und Massen ausschlaggebenden Einfluß.

London und mit ihm die Kriegstieiberkrefte in den USA. hatten die Mär verbreitet, durch die Beschäftigung Deutschlands im Osten werde Eng­land entlastet, es könne jetzt vor deutschen Luft- anqriffen sicher sein, da der Hauptteil der fürchter­lichen deutschen Luftwaffe im Osten beschäftigt wäre, und nunmehr könne in aller Ruhe England sich mit Hilfe der USA. mit Munition, Luftfahrzeugen, Tanks, Lebensmitteln versorgen. Man scheint ernstlich diese Phantasmagorie geglaubt zu haben, denn so­gar Mrlitärsachverftändige und amerikanische Ma­rinestrategen traten diefe Behauptung breit und ergingen sich in zügellosen Spekulationen. Sogar der onst über die Erfolgsaussichten Englands sehr chwarzseherische Liddell Hart ließ sich herbei einige lelphische Sprüche über die Möglichkeit einer solchen Beeinträchtigung Deutschlands durch den Krieg im Osten vom Stapel zu lassen. -

Aber sofort erfuhr England die harte Wahrheit, daß nicht nur jeder Schlag gegen den Bolschewismus Albion trifft, sondern daß die deutsche Wehrmacht in der Lage bleibt, auch direkt die englische Macht­position weiter zu unterminieren. Das Räderwerk der deutschen Dernichtungemaschine läßt sich durch bolschewistischen Sand nicht aus der Fassung brin­gen. Die Luftangriffe gegen Englandhäfen gehen unentwegt weiter, das Verminen englischer Häfen wird fortgesetzt. Und vor allem: Die Tchlachtim Atlantik ruht nicht. Wir wissen aus feind­lichem Munde um den Erfolg dieser Schlacht. Roosevelt selbst erklärte in seiner letzten Rede, die deutschen Schiffsoersenkungen betrügen das Dreifache der Schiffe, die die USA. und England überhaupt bauen könnten, wobei dies Verhältnis vielleicht noch zu gut ist für die englische und amerikanische Schiffs­bauindustrie. Hinzu kommt, daß jedes Schiff, das durch deutsche Flugzeuge oder deutsche Unter- oder Unterwasserstreitkräfte fetzt versenkt wird, so wertvoll ist wie zwel öder drei Schifte bei Krtegsbeainn, denn es ist klar, daß ein gleichstarker und gleich- bleibender Verlust einen schon stark zusammenge- schmolzenen Schiffsraum um so härter trifft.

Alle Mittel, die die englischen und amerikanischen Seestrategen gegen die tödliche Gefahr Englands, durch Avschnürung zugrunde zu gehen, erdenken konnten, sind vergeblich »geblieben. Das Konvoisy- stem, das nach den starken Schiffsverlusten im Welt- ' kriege eingeführt wurde, hat sich überlebt. Der Schutz durch Zerstörer, die Wasserbomben^auf die angreifenden deutschen U-Boote werfen, ist unzu­länglich, denn trotz starken Zerstörerschutzes werden ' die mit lebenswichtigen Transporten für England 1 fahrenden Schjfte weiter versenkt, und die neueste 1 Waffe, diesen Zerstörern als Geleitzugsicherung Flugboote beizugeben, um die U-Boote von oben \ eher zu sichten, hat ebenfalls versagt. Am Sonntag, da die großen Anfangserfolge über die Bolschewi- ' ften bekanntgegeben wurden, konnten wir die Ver-

Berlin, 30. Ium. (DNB.) Zu der Vernichtung von 4107 sowjetrussischen Flugzeugen in der Zeit vom 22. bis 28. Ium erfahren wir von unter­richteter Seite noch folgende Einzelheiten:

Es war schon seit längerer Zeit bekannt, daß die Sowjetregierung den Einfall ihrer Armee nach Deutschland mit starken und ausgesuchten Verbän­den von Kampf- und Jagdflugffeuaen vorbereiten und unterstützen wollte. Sell dem Frühjahr dieses Jahres wurden deshalb von ihr alle vorhandenen grenznahen Flugplätze in raschem Tempo ausgebaut und stark belegt. Auf den in die Tiefe gestaffelten Fliegerhorsten stieg die Belegunbsstärke von Woche zu Woche, so daß schließlich in den Räumen von Bialystok und Lemberg sowie in den baltischen Ländern mehrere tausend sowje- tische Kampf- und Jagdflugzeuge zum- Ueberfall auf Deutschland bereitstanden.

Da die Sowjetkriegführung infolge der Ungunst des Geländes, weite Strecken im mittleren Grenz­abschnitt sind versumpft, auf nur etwa 150 bis 200 Flugplätze in unmittelbarer Grenznähe beschränkt war, wurden zur Durchführung der Angrifssvläne der sowjetrussischen Geschwader die verfugoaren S besonders stark belegt. So wurden von Auf- lgsverbänden Flugplätze festgestellt, die bis zu *100 sowjetrusfischen Flugzeugen belegt waren.

Henrunnszadf

RUMÄNIEN

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Severin BUKAREST .S

BritischlsDersorgungsschiffvor Tobruk von deutschen Fliegern aufgebracht

Berlin, 30. Juni. (DNB.) Deutsche Flugzeuge beobachteten am 27.6. bei der Ueberwachung der sAewässer um Tobruk eine größere britische 3R o = torb ar lasse beim Versuch, den Hafen der von deutschen und italienischen Truppen eingeschlossenen Festung zu erreichen. Im Tieftlua zwangen die deutschen Maschinen das britische Versorgungsschi zum Anlegen an die Küste. Soldaten des deu - schen Afrikakorps hielten hie Besatzung der Barkas e durch Erdwaffen in Schach, gingen an Bord und n al) men das Sckiff in Besitz. Die gesamte Besatzung wurde gesangengenommen.

In diese dichte Massierung stießen nun unsere Kampfflieger und .Sturzkampfverbände hinein. Ihre Bomben, teilweise aus niedrigster Höhe ge­worfen, richteten unter den sowjetrussischen Flug­zeugen am Boden furchtbare Verheerungen an. Zerstörerverbände uni) Jäger vollendeten durch kühn geführte Tiefangriffe mit Bordwaffen das Bernichtungswerk, nachdem sie in zahlreichen Kämp­fen in allen anderen Frontabschnitten die feind­liche Abwehr niedergekämpft hatten. So zerschlug unsere Luftwaffe bereits am ersten Tage alle Angriffsabsichten der Sowjetkriegführung, die sich gezwungen sah, sämtliche grenznahen Flug­plätze wegen totaler Zerstörung der dort abgestelh ten Flugzeuge, Flugeinrichtungen und der Nieder- fämpfung der Flakartillerie zu räumen. Aber es gelang unseren Jägern und Zerstörern, auch die bolschewistischen Kamps- und Jagdflugzeuge, die sich durch Rückverleguna dem deutschen Angriff zu ent­ziehen versuchten, in steigendem Maße zu stellen und zu vernichten. Wenn in den letzten Tagen die Abschußziftern geringer geworden find, so ist das nur ein Beweis dafür, daß die Sowjets einen gro­ßen, vielleicht den größten Teil ihrer einsatzfähigen Luftwaftenverbände durch das kühne deutsche Zu­packen bereits verloren haben.

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Die Sowjetfestung Brest-Litowsk ist unter Einsatz schwerster artilleristischer Waffen in unsere Hande gekommen. Als letzter Stützpunkt des Feindes wurde hier am 24. 6. die Zitadelle von unseren Truppen erstürmt Unser Bild zeigt einen deutschen Stoßtrupp vor der Zitadelle von Brest-Litowsk.

(PK.-Plenik-Scherl-M.)

STOCKHOLM^ -