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Oie „latenten des
Oie Leonidettncichte vom 14. bis 18. Novemben.
Aus her engeren Heimat
Vorbildliche Kameradschaft.
Lollar, 12. Nov. Die enge Verbundenheit
*
(Nachdruck verboten.)
26 Fortsetzung.
Schweigend und mißmutig startete er, nachdem er einen Reifen von Veras Wagen abmontiert und in
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daß im Anschluß an die Leonidennächte kaum jemals eine Meteormasse auf die Erde gefallen ist. Daher hat man sich auch daran gewöhnt, die Leoniden als ungefährlich zu betrachten. Vielleicht aber ist die An- nähme zu optimistisch. Warum sollten in Beglei- tung der Kleinkörper nicht auch größere Massen wandern? Wo ist der Kern des Kometen geblieben, dessen Auflösungsprodukte den Schwarm bilden? Wir wissen jetzt, daß Kometen durch die Anziehungs. kräste der Großplaneten ihre Bahn ändern können. So könnte auch eine Abdrängung des Leoniden- schwarms aus seiner bekannten Bahn je nach den Umständen für unsere Erde günstig oder ungünstig sein. Daß die Sternschnuppen bei der erwähnten Kleinheit in so großer Höhe noch sichtbar sind, kommt von der stark erhitzten Luft, die eine sehr ausgedehnte Hülle um den glühenden Körper bildet.
Beim Versprühen müssen viel Aschenteilchen in die betreffende Luftregion eindringen. Infolgedessen hat sich in der Wissenschaft neuerdings die Ansicht durchgesetzt, daß die Meteorschwärme außer den Kleinkörpern, die als Sternschnuppen sichtbar werden, noch kosmischen Staub mit sich führen, der ebenfalls in die Erdatmosphäre getragen wird. Für diesen Staub, wie auch für die erwähnten Aschen, teilchen kommt jenes obere Stockwerk unserer Atrno- sphäre in Betracht, das die heutige Wissenschaft als Ionosphäre bezeichnet. Diese Ionosphäre macht dem Radioempfang zuweilen große Schwierigkeiten, und man könnte annehmen, daß das Eindringen der Leoniden-Sternschnuppen und des mit chnen verbundenen Staubes Unruhe und Unordnung in dieser Schicht der Atmosphäre hervorruft. Die aufkommenden Störungen im Rundfunkempfang' werden daher schon seit Jahren von radiowissenschaftlichen Unter, suchungsstellen beobachtet. So werden auch die körn- menden Leonidennächte nicht nur den astronomischen Instituten, sondern auch der Funkwisienschaft Anlaß zu einschlägigen Untersuchungen auf Ursache und Wirkung bestimmter Störungen namenllich der Kurzwelle geben.
„Oh dkrnned“, fluchte er, „gleich beide."
Renz zeigte sich hilfsbereit. Da aber nur ein Ne serverad vorhanden war, konnte er auch nicht; machen. Der Fremde fluchte durch die Zähne.
Peter Renz nickte eifrig. Rättvik war nicht mehr weit.
,^Jch gehe in die Klappe" sagte Vera zitternd.
„Oh no sweetheart wir sitzen vorn au britt", enJ- schied der Fremde. ,Lehn dich an mich, mein Lieb
ling."
Peter blieb die Spucke weg. Er hatte sich bog anführen lassen, und Arne Ohlsen sollte recht be>
Landkreis Gießen
* Lollar, 12.Nov. Dem Leutnant Erich Gilbe r t in einem Infanterie-Regiment, der bereits mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Infanterie- Sturmabzeichen ausgezeichnet wurde, wurde für sein
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Bericht
3000Kilometer Siebe
Roman von Olly Boeheim
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Mto. Gießen — To. Kirch-Gönr 10:6 (6:3) Tv. Hörnsheim — To. Hochelheim 9:14 (4.10) To. Lützellinden — Tv. Dornholzhausen 9 6 Tv. Garbenheim — To. Katzenfurt 7:4 (3:2).
Die Mtv.er hatten einen guten Tag und spielten endlich einmal wie in alten Tagen. Anders läßt sich nämlich der knappe Sieg nicht erklären. Denn auch Kirch-Göns war in ausgezeichneter Verfassung, obwohl es Ersatz einstellen mußte. Was festgehal. ten zu werden verdient, ist die anständige Spiel, weise, die trotz des restlosen Einsatzes auf beiden Seiten gepflegt wurde. Das gab dem Treffen nicht den Charakter eines Punktekampfes.
Hörnsheim hatte in der ersten Halbzeit keinen leichten Stand und mußte die Gäste mit klarem Unterschied ziehen lassen. Das lag nicht zuletzt daran, daß die Hintermannschaft versagte und die schnelle Angriffsreihe des Gegners immer wieder freikom. men ließ. Wenn sich auch das Bild in dieser Be. Ziehung nach der Pause etwas änderte, so war an dem Endsieg der Gäste doch nichts mehr zu ändern. Auf beiden Seiten wurde mit letztem Ein. satz gekämpft, die Grenze des Erlaubten aber in keinem Falle überschritten.
Ein schönes und auf beiden Seiten anständig ge. führtes Spiel gab es auch in Lützellinden. Dornholz. Haufen hatte seine junge, aber starke Einheit zur Stelle, während Lützellinden in der üblichen Aus. stellung antrat. Dis zur Halbzeit war das Treffen, aus-geglichen, und keinerlei Rückschlüsse konnten auf den vermutlichen Ausgang gezogen werden. Nach, der Pause ging Lützellinden mehr und mehr aus sich heraus und konnte weitere 5 Tore vorlegen, denen die Gäste nur 3 entgegenzusetzen vermochten. Mit diesem Siege hat sich Lützellinden weiter nach, vorne gearbeitet.
Die erste ftlaffe.
In der 1. Klasse kam das Spiel Wetzlar-Nieder girmes gegen Wetzlar nicht zum Austrag, weil der Platz spielunfähig war. — Grüningen wartete oer. geblich auf Krofdorf. Die Mannschaft war aus oer. stündlichen Gründen nicht vollzählig. Die Wertunz muß einer weiteren Untersuchung Vorbehalten bleiben.
In der zweiten Klasse siegte Nauborn über Asz- bach, während Großen-Linden in Garbenheim nid# antrat. Damit ist die Mannschaft automatisch aui dem weiteren Wettbewerb ausgeschattet.
Iugeudsplele:
Watzenborn-Steinberg — Lich 3:5 (1:3) Großen-Buseck — Mtv. Gießen I 4:4 (1:4) Klein-Linden — 1900 Gießen kampflos f. Kl.-L Lang^Göns — Grüningen 3:2 (1:1)
• Holzheim — Mtv. Gießen II kampflos f. H.
Hessens Turner vor neuen Aufgaben.
des al Nerb
V.A.G. Zu Anfrage 1: Ob die Versicherungsgesellschaft berechtigt ist, die Beiträae noch bis zum I.Mai 1941 au berechnen, muß sich aus den Der- sicherungsbedmgungen ergeben. Im allgemeinen werden die Beiträge anfangs des Dersicherungs- jahres für das ganze Dersicherungsjahr fällig, so daß anzunehmen ist, daß dies auch in dem von Ihnen angeführten Fall gegeben war. Der Abzug wäre deshalb, falls in den Versicherungsbedingungen nichts anderes gesagt ist, berechtigt. — Zu Anfrage 2 und 3: In diesen Fällen könnte man nach Ihrer Sachdarstellung annehmen, daß die 80,— RM. von der Versicherungsgesellschaft an die Berechtigten zu zahlen wären. Die Schreiben, die Sie erwähnen, könnten evtl, geeignet sein, diesen Anspruch zu begründen. Eine zutreffende Beurteilung wäre jedoch nur bei genauer Kenntnis des Inhalts der erwähnten Schreiben möglich.
haben."
Der Mann überhörte Peters Anzüglichkeit.
„Viel Krach und keine Geschwindigkeit", sagte ü wütend.
„Nur Ruhe", meinte Peter Renz mit seinem etw^ mulmigem Englisch. „Sie werden noch früh genufl in Rättvik •fein."
Der Fremde schoß einen mißtrauisch forschendr« Blick aus seinen schönen dunklen Augen zu Pettt hinüber. Der aber schien die Harmlosigkeit selbst.
Endlich — den Autoinsassen war, als hätten I» Tausende von Kilometern zurückgelegt — taucht" die ersten Häuser von Rätfrük auf. Die drei schen überfiel atemlose Spannung. Peters Oefi® war blaß, mit zusammengepreßten Lippen starrte ei vor sich hin. Auch über ben. Fremden war ein* 1 * * * fieberhafte Aufregung gekommen, die er sichte hinter einem gleichgültigen Lächeln zu verberg" suchte. Er sah aus wie ein schönes gefangenes Ti" das nach der Gelegenheit wittert, um zum 6prun| zur Flucht anzusetzen.
(Fortsetzung folgt.)
„Warum schleppen Sie mich überhaupt mit?
Sie brauchen doch nur den Wagen."
„kleine Sicherheitsmaßnahme, weiter nichts!" „Sie Gauner, Sie Schuft", schrie Vera am Ende ihrer Kraft, „Sie haben Ohlsen umgebracht."
galten Sie mich für einen Dilettanten?" Der Mann nahm aus einem schmalen Silberetui eine Zigarette, steckte sie behaglich an und sagte nach einer Pause: „Warum sollte ich Ohlsen umbringen? So viel war die kleine Visite nicht wert. Sie hat — außer Ihrer reizenden Bekanntschaft — recht wenig eingebracht."
„Daß Sie mich auch noch verhöhnen", rief Vera, ihre Tränen hinuntersckluckenb, „ist doppelt gemein."
„Sie unterschätzen sich, Miß. Ich finde Sie bezaubernd. Ihre Angst ist von prickelndem Reiz. Ein wahrer Jammer, daß wir uns an der Grenze trennen müssen. Aber man ist hinter mir her.
„Hoffentlich erwischt man Sie noch vorher", sagte Dera in kalter Wut.
„Vermutlich nicht, denn Sie, meine scharmante Retterin, werden alles tun, um es zu verhindern." Wieder sah sie den Lauf der Pistole auf sich gerichtet.
„Das Benzin geht zu Ende", sagte Dera schadenfroh. „Noch ein paar hundert Meter, und der Wagen bleibt stehen."
Der Mann biß sich auf die Lippen. Seine dichten schwarzen Brauen zogen sich zusammen und bildeten einen waagerechten Strich. „Wir halten das nächste Auto an, verstanden? Die Unterhandlung führe ich. Sie bleiben am Steuer sitzen, ohne Laut."
Dera nickte. Der letzte Rettungsanker war dahin. Sie stoppte gehorsam, als ihnen bald danach ein Wagen entgegenkam. Aber der Gauner hatte Pech. Der Fahrer konnte kein Benzin abgeben. Während der Mann verhandelle, drehte Dera blitzschnell den Hahn zum Reservetank ab. Nun mußte der Wagen nach ein paar hundert Meter stehenbleiben. Aber was bann? Dann saß sie mit dem Verbrecher auf
G.A-Sport.
Oer Handballsonntag.
In der Bereichsklasse gab es biesmal zur Ab. wechslung wieder einige Ueberraschungen, mit denen man nicht gerechnet hatte. So gelang es dem Mto. Gießen, seine ersten Punkte sicherzustellen, Hochei. heim den gefürchteten Lokalgegner knapp zu schla. gen und schließlich Lützellinden der starken Einheit des Tv. Dornholzhausen eine Niederlage beizu- bringen. Eine wesentliche Aenderung in der Tabelle ist dadurch nicht eingetreten. Lediglich Höckelheim tonnte (eine führende Position weiterhin festigen und liegt nunmehr mit 4 Punkten in Front. Die Ergebnisse:
ftattung herzustellen. Säuglingskurse finden laufe nb statt. Die Geschäftsstelle des Deutschen Frauenwerkes, Frankfurter Straße 1, gibt jederzeit darüber Auskunft. gfs-
Gießener Schlachtviehmarkl.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Derteilungsmarkt) in der Diehoersteige- J rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 33 bis 45,5, , Bullen 38,5 bis 44,5, Kühe 19 bis 43,5, Färsen 20 { bis 45,5, Kälber 30 bis 57,5, Hämmel 25 bis 47 Rpf. ( je Vz kg Lebendgewicht, Ziegen 23 RM. pro Stuck. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,14, , bl (135 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1,08, d (80 bis 99,5 kg) 1,02, e—f (unter 80 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,14, i (Altschneider) 1,12, g2 (andere Sauen) 1,02, h (Eber) 1,02 RM. Marktoerlauf: Auftrieb gut, alles zugeteilt.
♦♦ Kriegsauszeichnung. Zmn Hauptmann befördert und mit der Spange zum Eisern en Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde der seit Kriegs- beginn wieder im Felde stehende Führer der SA.- Reiterstandarte 147 (Obechessen) und Adjutant der SA.-Brigade 147 (Oberhessen), SA.-Obersturmbann- führer M ü n k e r aus Gießen.
♦* Im Straßenverkehr verunßlückt. Arn gestrigen Dienstag nachmittag verunglückte ein Schulmädel, das nach dem Unterricht die Goethe- Schule verlassen hatte, an der Ecke Horst-Wessel- Wall/Bahnhofstrahe. Das Mädel hatte sich an em vorbeisahrendes Fahrzeug angehängt, von dem es ab rutschte und bann von einem unmittelbar folgen- ben Fahrzeug überfahren würbe. Mit erhebttchen Beinoerletzungen, wahrscheinlich auch einem Beinbruch, mußte bas Kinb von ber Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes ber Chirurgischen Kli- nik zugeführt werben. — Äm Asterweg wurde em radfahrender Junge von einem Fahrzeug angefahren und zu Fall gebracht. Bei dem Sturz erlitt das Kind leider einen Beinbruch, der feine Uebersuh- rung durch das Rote Kreuz "in das Evangelische Schwesternhaus erforderlich machte.
** Verbesserung im Kr a s t p o st v e r - fei) r. Bei den Kraftpostfahrten zwischen Gießen, Fellingshausen, Krumbach, Frankenbach, Erda und Gießen hat der Arbeiterverkehr so zugenommem daß es nur in sehr geringem Umfange noch möglich ist, andere Fahrgäste, die auf Einzelfahrschein reifen wollen, aufzunehmen. Um den Bewohnern der genannten Orte wenigstens einmal wöchentlich Gelegenheit zu Fahrten nach und von Gießen zu geben, sind jetzt für Mittwochs besondere Hin- und Rückfahrten zu ben aus den Fahrplänen ersichtlichen Zeiten eingerichtet worden.
Strafkammer Gießen.
In nichtöffentlicher Sitzung wurde gegen die Wilhelmine Wendel in Gießen wegen gewerbsmäßiger 21btreibung, gegen die G. B. in Gießen wegen Abtreibung und gegen die Fr. W. in Gießen wegen Dechilfe zur Abtreibung verhandelt. Die Angeklagte Wilhelmine Wenzel wurde unter Einrechnung der durch Urteil der Strafkammer Gießen vom 24. Mai erkannten Strafen zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 3 Jahren und di« Ange- ftagte G. B. zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt. Das Verfahren gegen die Angeklagte F. W. wurde auf Grund des Gnadenerlasses bes Führers vom 9. September 1939 eingestellt.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Um die Mitte dieses Monats, namentlich in der Zett vom 14. bis 18. November, warten die Sternwarten auf ein seltsames Naturschauspiel, auf die alljährliche Wiederkehr der geheimnisvollen Leoni- denschwärrne, die ihren Ausstrahlungspunkt im Sternbild des Löwen haben. Wer sie beobachten will, muß allerdings einen Teil seiner Nachtruhe opfern, denn der erwähnte Puntt erhebt sich erst gegen Mitternacht über den östlichen Horizont, so daß die günsttgste Beobachtungszeit in die ersten Morgenstunden fallen dürfte. Die Beobachtungen können in diesem Jahre um so interessanter sein, weil durch die Verdunkelung künstlicher Lichtquellen der Himmel deutlicher die „Laternen des Weltalls' und damit auch die dahinsausenden Sternschnuppen erkennen läßt. In den erwähnten Nächten pflegt die Zahl ber Sternschnuppen erheblich zuzunehmen, wenn auch der Grad ber Erscheinung in ben einzelnen Jahren erheblichen Schwankungen unterlegen ist. In diesem Jahrhundert haben einige Jahre auffallend viele Sternschnuppen gebracht, doch ist das phantastische Feuerwerk als solches noch ausgeblie- ^Was sind die Leoniden? Da sie auf ihrem Wege aus dem Weltenraum der Erdbewegung entgegen« kommen, muß die relative Geschwindigkeit, mit der sie in unsere Atmosphäre eindringen, ziemlich groß fein; man hat sie auf 70 bis 80 Kilometersekunden angegeben. Bei einem solchen Wert ist es begreiflich daß die Reibung auch in der sehr verdünnten Luft der oberen Schichten der Atmosphäre das Aufglühen und Verdampfen der Meteore zur Folge hat. Als mittlere Höhe des Aufleuchtens hat man 130 und des Verlöschen 90 Kilometer^ speziell für die Leoniden errechnet, lieber die Größe ber ein- bringenben Körper hat ber Laie meist falsche Vorstellungen. Es ist wahrscheinlich, baß bis Meteore eines Schwarmes nur bie Größe eines Apfels ober einer Nuß haben. Gewisse Größenunterschiede müssen vorhanden sein, wie aus dem verschiedenen Helligkeitsgrab zu schließen ist. Auffallend ist jedoch,
und die freue Kameradschaft zwischen den zum Heeresdienst einberufenen Mitgliedern und den daheimgebliebenen Kameraden der Kriegerka» meradschaft Lollar, sowie den Angehörigen der ehemaligen Hassia-Jugendgruppe Hindenburg, die der Kameradschaft Lollar angeschlossen war, geht aus dem ständigen Karten» und Briefwechsel hervor. Wöchentlich erhalten die feldgrauen Kameraden die ,Aeichskriegerzeitung" abwechselnd zugesandt, und bei jedem Appell und jeder anderen Zusammenkunft der Kriegerkameradschajt Lollar werden Kartengrühe aus oer Heimat übermittelt, die von sämtlichen anwesenden Kameraden unterzeichnet sind. Voller Dank werden diese Grüße von den draußen weilenden Kameraden erwidert. So liegen bereits eine Menge Dankschreiben vor von ben Kameraben Oberstabsveterinär Dr. ßimberger, Oberstabsarzt Dr. Dietz, Oberstabsarzt Dr. Schwalm, Feldwebel Ernst Schmidt, Utffz. Walter Seel, Utsfz. Karl Heuser, Utffz. Wilhelm Hofmann, Gesr. Adolf Keil, Gefr. Robert Jnderthal, Dbergefr. Ernst Leib, (Befreiter Ernst Moos, Obergefreiter Willi Wagner, Gesr. Ludwig Schmidt, Leutnant Karl Schmulbach, Gefr. Werner Komp, Feldwebel Wieck, Oberschütze Alfred Schwalm, Dbergefr. Alfred Mickel und Obermaat Albert Schneider. Besonders erfeulich ist der rege Karten- und Briefwechsel mit den jüngeren Kameraden, die sich schon in ihrer frühen Jugend gurrt Soldatentum bekannten und nunmehr auch das feldgraue Ehrenkleid unseres großen Führers Adolf Hitler fragen. Möge es diesen jungen, tapferen Kämpfern vergönnt sein, bald als Angehörige des NS-Reichskriegerbundes, des größten Soldatenbundes, in unseren Reihen unter unserer vom Führer verliehenen Bundesfahne mit dem Hakenkreuz und Eisernen Kreuz zu marschieren.
der Landstraße und war chm restlos ausgeliefert. Sie stammelte ein Angstgebet und fuhr mit bleichen Lippen weiter.
Da plötzlich, sie glaubte an eine Vision, an eint Fieberphantasie — hoppelte ein grünes klappriges Etwas wie ein lahmer Hase bie Chaussee entlang. Ihr Herz schlug wie ein Hammer. Mein Gott, das war die Rettung, Das war Peter Renz mit Onkel Franz.
„Ein deutscher Wagen", sagte ber Mann, ber jebe Regung ihres Gesichts verfolgte. „Ich sagte Ihnen schon vorhin, ich bin ein Gentleman. Aber wenn ich angegriffen werbe, verteidige ich mich wie ein Tiger. Ich knalle die ganze Gesellschaft über den Haufen, wenn Sie mich mit einem Blick, einem Wort verraten. Sie sind mein kleiner Flirt, okey!"
Onkel Franz machte direkt einen Hopser, so scharf bremste Peter, als Deras Wagen vor ihm hielt.
Wie verabredet, waren Arne Ohlsen und Peter Renz am nächsten Tage nach Stockholm gestartet. Ohlsen hatte noch nie tn seinem Leben in einer so fidelen, vierrädrigen Badewanne gesessen, wie er respektlos Onkel Franz nannte, und die beiden waren von einer vertrauten Lustigkeit, bie ein kleiner Katerschoppen noch steigerte. Sie machten nicht gerabe bie geistreichsten Gesichter, als sie ben Wagen erkannten und Vera, die banebenftanb unb sie mit gefrorenem Lächeln begrüßte, währenb ein fremder, gut aussehenber Mann ben Arm um ihre Schulter gelegt hatte unb mit strahlenbem Lächeln ben Hut dog.
Peter Renz griff mit offenem Munb nach bem Ersatzkanister unb füllte den Benzintank nach, während ber Mann eifrig mit Arne Ohlsen sprach. Die Unterhaltung würbe auf schwebisch geführt.
Erstaunt stellte Peter Renz fest, daß ber Reservetank von Deras Wagen noch gefüllt war. Da stimmte etwas nicht. Er suchte ihren Blick unb erhaschte fefunbenlang angstgeweitete, hilfeflehende Augen. De, Frembe hielt sie tn zärtlicher Umarmung fest unb sprach auf Arne Ohlsen ein. Blitzschnell machte sich Peter an ben beiben Hinterrädern zu schaffen. Dann schloß er ben Benzintank unb sagte liebenswürdig: „Der Schaden wäre kuriert, anäbiae Frau." Das Paar bedankte sich, unb Vera stieg fluchtartig • in ben Wagen, nachbem sie sich mit seltsam gefröre« i nein Lächeln von Arne Ohlsen verabschiedet hatte.
hatten. Diese Vera Verries war ein durchtriebener Luderchen. Er bekam rote Ohren. Er hatte sich W blamiert mit seinen Sherlock-Holmes-Phantasien.:
„Was sagen Sie dazu?" ließ Peter hören und starrte mit offenem Mund bem anfafjrenben Wagen nach. „Das sage ich bazu", erklärte Arne Ohlftn unb spuckte in wettern Bogen aus. „Und bas gilt für alle Weiber!"
,Hch fürchte, Sie sinb ein schlechter Psychologe, wie alle Weiberfeinde", entgegnete Peter Renz. „Ich freß einen Besen — da stimmt etwas nicht."
„Wohl bekomm's! Alles stimmt auf ein Haar! Nur ich, als ewiger Jbealist, bin roieber mal rein- gefallen. Unb um sich nach rechter Weiberart an mir zu rächen, führt bas Dämchen mir persönlich ihren neuen Liebhaber vor. Gott, war ich ein Esel, mich von Ihnen beschwatzen zu lassen, nach Stockholm zu fahren."
„Abgesehen von Ihrer schönen Selbsterkenntnis haben Sie unrecht."
„Wie wollen Sie bie Situation anbers beuten?" Arne Ohlsen lächelte spöttisch. „Gewaltsame Entführung, Hintertreppenroman — was? Ach, was für Blasen sich in einem so unfertigen Jungengehirn bilden! Sherlock-Holmes-GeschichtenI Sie machen sich ja lächerlich. Hätte ick bloß nicht auf Sie gehört unb wäre in diese lächerliche Badewanne einge- stiegen!"
„Erlauben Sie mal, Herr Ohlsen! Ihr gekränkter Mannesstolz in allen Ehren, aber beleidigen lasse ich mich trotzdem nicht. Wenn Ihnen meine Rennmaschine nicht gut genug ist, können Sie ja aus- steigen. Es ist natürlich bequemer, in einem von Papas Geldern gekauften Luxuswagen zu fahren als —"
Blaß vor Wut schlug Ohlsen bie Wagentür zu, baß Onkel Franz in allen Fuaen erbebte.-
„Wollen Sie etwa tippeln?" fragte Peter Renz höflich.
„Meine Sache!" schrie Ohlsen zurück unb war mit seinem leichten miegenben Gang in einem Walbweg oerschwunben, ber zum nächsten Dorf führte. Onkel Franz knatterte mit raketenähnlichen Explosionen ab. Peter Renz saß mit gespanntem, erregtem Gesicht am Steuer. . Onkel Franz gab her, was er hatte. Zum erstenmal in seinem Leben überholte er einen Wagen, aber es war nicht sein Verbienst. Das Auto hatte eine Reifenpanne. Vera saß wie versteinert am Steuer, währenb ber Mann nervös um ben Wagen herumging.
ber Klappe verstaut hatte.
Aber plötzlich fühlte er Veras Hanb, bie ost' zweifelt feinen Arm preßte.
„Fahren Sie boch zu", flüsterte ber Frembe nef dös, bamit wir ben Zug bekommen. Freust bu bij auf Norwegen, darling?"
„Das kann ich mir benken!" sagte Peter 9W trocken. „Aber Sie haben Pech, baß Sie sich genial Onkel Franz aussuchen, wenn Sie solche O:
tapferes Verhalten vor bem Feinde bas Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen.
<£ Allend orf a.b. ßba., 10. Nov. Zum hiesigen Nikelsmarkt waren 55 Ferkel aufge- frieben, bie zum Preise von 18 bis 22 RM. pro Stück fast vollzählig verkauft würben. Der Krämermarkt wies naturgemäß nur wenige Stänbe auf, bie in kurzer Zeit ausverkauft waren.
Q] Steinbach, 11. Nov. Der hiesigen Sport- gemeinde wurde am Samstag im Rahmen einer schlichten Feier von dem Bezirksfachwart für Fußball Michel (Gießen) bie von der Fußballmannschaft ber Sportgemeinde errungene Kriegs- Erinnerungsplakette^ überreicht. Nach Begrüßungsworten des Dereinsführers Simon sprach Bezirksfachwart Michel über die ideelle Bedeutung ber Plakette urtb bankte der Sportgemeinde für ihren starken sportlichen Einsatz, zugleich mit beorderet Anerkennung für bie Mannschaft, die bie- en schönen Erfolg erringen konnte. Nach den Dankesworten des Dereinsführers Simon sprach der Ortsgruppenleiter Rink, der dabei u. a. kurz den vor zwei Jahren durchgeführten Zusammenschluß aller hiesigen sporttreibenden Vereine zur Sportgemeinde erwähnte unb dabei feststellen konnte, daß diese Vereinigung von schönen Erfolgen begleitet war. Insbesondere würdigte er bie Leistungen ber Futzb allmann schäft und ber Schütz en abteilung, die im Vordergründe ber erfolgreichen Tätigkett der Sportqerneinbe ftanben.
(D' Wetterfelb, 12. Nov. In unserer Gemeinde würbe eine Kuchensammlung durch- geführt, bie als Spenbe für bie verwunbeten Sol- baten ben Gießener Lazaretten zugeführt würbe. Das Ergebnis ber Spenbe übertraf alle Erwartungen unb betunbete in eindrucksvoller Weife den herzlichen Dank unserer Einwohner für bas große Opfer ber verwunbeten Solbaten. — Die Eheleute Johannes Pfeiffer unb Frau Eleonore, geb. Diehl, begingen im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder das Fest ber golben en Hochzeit. Der Jubilar steht im 74., feine Frau im 73. Lebensjahre. Seibe erfreuen sich noch bester körperlicher unb geistiger Frische.
Außer den Deutschen Gerätemeisterschaften führl bas Reichsfachamt Turnen im NSRL. seit zw.^ Jahren auch Reichswettkämpfe für bie besten beut- schen Nachwuchsturner burch. Die Durckführung dri diesjährigen Reichskämpfe der Nachwuchsturnn wurde dem Bereich Hessen übertragen. Die Kämpfe zu denen 156 Bewerber aus dem Reiche zugelasfeu werben, finden am 15. Dezember 1940 in Kasse! statt. Don hessischen Teilnehmern steht bis jetz! Kaiser vom Tv. 1846 Gießen fest.
Der Bereich Hessen führt seine Bereichsmeister, schäften im Gerätturnen in der Reichs- und in de: Bereicksklasse am 12. Januar 1941 in Bad' Nauheim burch. In Verbindung damit findet bis Ausscheidungsturnen für bie Deutschen ©erähneift«. schäften statt, zu denen der Bereich Hessen drei TÄ nehmer stellen mutz.
Im Spätsommer 1941 veranstaltet ber Bereiö Hessen sein 3. Bereichsatterstreffen in Lauter, bad) in Verbindung mit den Sommerspielmeister' schäften des Bereichs. , >
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