Ausgabe 
13.12.1940
 
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Zreltag. 13. Dezember MO

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhejsen

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Der Führer dankt der Rüstungsindustrie

Südengland mit

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warfen in der ver- Gebiel und in Süd- Zlellen Spreng- und

BRT. versenkt, ein Tanker mit Kanonen und MG. angegriffen und ein weiteres Handelsschiff von 1500 BRT. beim Angriff aus niedrigster höhe so schwer getroffen, daß es mit Schlagseite im sinken­den Zustand liegen blieb. 3n der Nacht zum 12. De­zember griffen starke Verbände kriegswichtige

Ziele in Mittel- und gutem Erfolg an.

Einige britische Flugzeuge gnngenen Nacht im besetzten Westdeutschland an mehreren

Brandbomben, durch die aber "ur geringer Sach- ichaden verursacht wurde. Das Kesselhaus einer kleineren Fabrikanlage wurde durch Brand beschä­digt. 3m besetzten Gebiet wurden ein Franzose und ein Belgier getötet, mehrere Zivilpersonen verletzt.

Flakartillerie schoh vier feindliche Flugzeuge ab, zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

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Muer Angriff starker Kampfverbände auf das Mstungszentrum Birmingham

Der Führer empfing die Mitarbeiter des Reichsministeriums für Bewaffnung und Munition und brachte ihnen feinen Dank für die besonderen Verdienste zum Ausdruck, hinter dem Führer Reichsminister Dr. T o d t. (Presse-Hosfmann-M.)

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Vier Handelsschiffe von einem Ü-Vool versenkt

Erfolgreiche Angriffe der Lustwaffe gegen Sch ffsziele.

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Berlin, 12. Dez. (DAV.) Stärkere deutsche Kampfverbände griffen in der Rächt vom 11. zum 12. Dezember erneut das wichtige Rüstungszentrum Birmingham mit gutem Erfolg an. Ausge­dehnte größere Brände und Zerstörungen an Fa­brikgebäuden, Gasanstalten und Verkehrsanlagen bestätigten die Wirkung der Bombenangriffe. Lon­don und Liverpool wurden in der gleichen Nacht mit Teilkräften angegriffen und hierbei meh­rere kriegswichtige Ziele wirksam mit Bomben be­legt.

London gibt Bombardierung Birminghams zu.

Stockholm, 12. Dez. (Europapreß.) Dom bri­tischen Nachrichtendienst wird bestätigt, daß die in der Nacht zum Donnerstag besonders heftig bom-

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hielt. Er erläuterte an Hand von Zahlen die Lage der spanischen Landwirtschaft vor und während des Befreiungskrieges und mußte zugeben, daß die Breite gegen Ende des Krieges und in der an- chließenden Friedensepoche langsam aber beständig anzogen. Ein anderes Problem, mit dem sich der neue Staat auseinandersetzen mußte, war die unter» chiedliche Lage der Landwirtschaft im früher roten Zebiet, wo sie recht darniederlag, und in National- panien, wo der Krieg verhältnismäßig wenig Schaden verursacht hatte. Anschließend berichtete Goitia über das Anwachsen der Viehzucht in Spanien auf Kosten der landwirtschaftlichen An­baufläche und errechnete einen großen Zuwachs des Viehbestandes für die Jahre 1933 bis 1939. Gleich­zeitig ging die Getreideanbaufläche um 24 v. h zurück. Die diesjährige Ernte bezeichnete Goitia als geradezu katastrophal: sie liege um 55 v. h unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre, die doch ihrerseits infolge des Krieges weiter unter normal blieben. Er richtete einen Appell an die Bauern, intensiver als bisher zu wirtschaften und vor allem die Getreideanbaufläche wesentlich zu erhöhen, da das Brot die Basis der spanischen Ernährung sei.

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Der Wehrmachtbericht vom Donnerstag.

Berlin, 12. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Lin U-Boot versenkte aus einem stark ge­sicherten feindlichen Geleltzug vier Handels- schiffe mit insgesamt 30000 BRT. Der Geleit- zug wurde zersprengt.

Am 11. Dezember richteten sich Im Zuge der be­waffneten Aufklärung die Angriffe der Luftwaffe in der Hauptsache gegen Schiffsziele. Bei Feuerschiffkenttsh knack" gelang es, ein Schiff, das von einem Frachter geschleppt wurde, durch Bombentreffer schwer zu beschädigen. Südwestlich Llacloa cm 5ea wurde ein Handelsschiff von 1500

©ermilde Sozialismus".

Der englische Arbeiterparteiler Benin, der irr der Gewerkschaftsbewegung groß geworden ist und jetzt das Rüstungsministerium leitet, hat den schö­nen Satz geprägt, daß England der Welt ein Ideal chenken müsse, indem es einenni 11 b e n So­zialismus" propagiere. Zu gleicher Zeit hat ein anderer Arbeiterparteiler, Morrison, erklärt, Hitler sei 1923 - unter sehr milden Bedingun­gen verurteilt worden. Er, nämlich Morrison, hätte Hitler niemals aus dem Gefängnis herausgelassen. Und daswäre eine sehr schöne Sache für Deutsch­land und die Welt gewesen"

Man braucht nicht Berserkertum zu empfehlen oder den wilden Mann spielen wollen, um doch zu ahnen, daß es mit demmilden Sozialismus" nicht geht. Ein Schuß Gewalt ist schon notwendig, um einer neuen Zen zum Durchbruch zu verhelfen. In diesem Sinne hat die Gewalt in der Geschichte der menschlichen Entwicklung immer die wohltätige Rolle der Geburtshelferin neuer Auffassungen und neuer Ideen, also kurz des menschlichen Fortschritts gespielt Das heißt nun nicht, die Gewalt oder gar die Roheit zum alleinigen Faktor einer notwendigen Entwicklung zu machen Es ist sogar die Kunst des Staatsmannes, die Rolle der Gewalt möglichst zu beschränken Der Führer hat selbst von der Ge­duld gesprochen, mit der er den Menschen predigte, daß jeder sein Spezialfähnchen aus der Hand legen müsse und daß Deutschland den Weg aus der Nie­derlage zu Sieg und zu Glück nur finde, wenn das große Ganze über die Einzelinteressen siege Jener milde Sozialismus", von dem Bevin spricht, ist nur ein klägliches Rückzugsgefecht Es sind noch nicht zwei Jahre her daß Bevin selbst Amerikanern erklärte, die wirklichen Leiter der englischen Politik seien hartgesottene Kantonisten und dächten gar nicht daran, Zugeständnisse zu machen, zu denen sie nicht gezwungen wären Im ßirht bieder eigenen Erklärung Benins ist sein jetziges Plädoyer für denmilden Sozialismus" nichts als eine Tar­nung des Tatbestandes, daß er sich mit feinen eige­nen Ideen innerhalb der englischen Plutokraten- dique nicht durchsetzen kann und auf die üble Rolle des Zutreibers verwiesen ist.

Sein Kollege Morrison, auch ein Arbeiterparteiler, der jetzt Innenminister, will sagen: Polizeiminister ist, leidet an einem ähnlichen Minderwertigkeits­komplex. Darum markiert er den starken Mann mit großartigen Sprüchen, was er getan hätte, wenn er Anno 1923/24 in Deutschland Polizeiminister gewesen wäre. Das Verfahren erinnert an den berühmten Spruch:Wenn das .Wenrst nicht wär'.

Spanische Probleme

^on unserem Abg.-Berichterstatter.

Schwierigkeiten im englischen Luftverkehr.

Es fehlt an Maschinen und Treibstoff.

Lissabon, 12 Dez (Europapreß.) Den British Ooersea Airways fällt es aus Mangel an Maschinen und Treibstoff immer schwerer, den F l u g d i e n st zwischen England und Lissabon in dem erforderlichen Maße aufrechtzuerhalten. Selbst die britischen Propagandadienste auf der iberischen Halb­insel können nicht in dem Umfange durch die Be­förderung von Druckschriften und Rednern gefördert werden, wie dies besonders der Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare, für unbedingt er­forderlich erachtet Hoare hat erreicht, daß die völlige Einstellung der Zeitungsbesörderung auf dem Luftwege, die bereits in Kraft getreten und dem portugiesischen Zeitungshandei bekanntge­geben worden war. wenigstens teilweise wieder rückgängig gemacht wurde, so daß kleine Men- gen englischer Zeitungen, wenn auch ganz unregel­mäßig und mit beträchtlici)en Verspätungen, wieder in Lissabon und in Madrid eintreffen. Dafür müssen selbst ^Reisende, deren Flug gleichfalls im In­teresse der englischen Propaganda liegen würde, häufig zurück st ehe n.

ßnfllonö kann das in Argentinien gekaufte Fleisch nicht abnehmen.

Buenos Aires, 13. Dez. (DNB. Funkfpruch.) Das Landwirtschaftsministerium gab bekannt, daß der Mangel an Schiffen es Großbritannien unmöglich mache,-die gesamte seinerzeit gekaufte Fleischmenge während des zweiten Kriegsjahres abzunehmen.

Oer britische Botschaster in Washington gestorben.

Stockholm, 12. Dez. (DNB) Nach einer Reutermeldung aus Washington ist der dortige eng- liche Botschafter Lord Lothian plötzlich gestorben.

Oer neue sowjetruffische Botschaster bei Ribbentrop.

Berlin, 12. Dez. (DNB) Der Reichsminister des Auswärtigen v Ribbentrop empfing am Donnerstag den neuernannten Botschafter der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Wladimir Georgjewitsch D e k a n o s o w, zum Antrittsbesuch.

Abschluß ö<r Demarkation

der deutsch-sowjetrussischen Grenze.

Berlin, 13 Dez. (DNB.) Die Gemischte Zen­tralkommission des Deutschen Reiches und der UdSSR, für Grenzfragen hat die Demarkation der deutsch-sowjetrussischen Grenze abgeschlossen, wie sie im deutsch-sowjetischen Grenz- und Freund­schaftsvertrag vorn 28 September 1939 und dem Zusatzprotokoll zu diesem Vertrag vom 4. Oktober 1939 vereinbart worden war. Die Arbeiten der Ge­mischten Zentralkommisfion und ihrer Unterkommis­sionen wurden in zehn Monaten durchqeführt und verliefen in einer den freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der UdSSR, entsprechen­den Atmosphäre Die Beschreibung des Verlaufs der Grenzlinie und die Karten dieser Linie sind von der deutschen Regierung und der Regierung der UdSSR, bestätigt worden.

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Auch Alvares d e Soto mayer betonte in der ssnarsitzung, daß im neuen Spanien überhaupt pr die Zielsetzungen des Staates von Belang j-n. Das' Einzelschicksal müsse vor der revolutio- ren Planung naturgemäß zurücktreten. Soto- r per glaubt, daß der Zeitpunkt der zögernden lirsuche bereits vorbei sei, daß man nun in die koche der großen Verwirklichungen trete. Er ver- 1: gte Gleichschaltung nicht nur von Wirtschaft und Ichnik und ihre Unterstellung unter die Zielsetzung des Staates, sondern dehnte diese Forderung ad) auf die Kunst, besonders die bildenden Künste uD die Architektur aus. Grundsätzlichen Erwägun- gn über die ideologischen Voraussetzungen des Na- limallyndikalismus waren die Reden der Staats- n e Lain und Tovar gewidmet. Lain erklärte, der Nationalsyndikalismus aus dem Ueberdruß a den alten Systemen und Ideen des Liberalis- 1135 und Marxismus, aber auch des Konservativis­mus, geboren wurde. Er folgerte daraus die Der- Endlichkeit einer neuen Moral im privaten Uiben, welche ebenso national und auf das Gemein- ; ni bl ausgerichtet sein müsse wie die staatliche hal° [j hng im Bereich der Gesamtpolitik. Der General- H bithor für den beruflichen und technischen Unter» r rgt, Staatsrat Tovar, setzte diese Gedankengänge | ! Lüns fort und sprach vor allem über die neue Auf- Mung des Syndikats bzw. der Arbeitsfront i Deutschland als Willensträger der schaffen- H bs Nation im Gegensatz zur verschwundenen Rlieien" Gewerkschaft, die einen ausgesprochenen eiinationalen Kampfcharakter getragen habe.

j Sin diese Ausführungen knüpfte Nattonalrat Jose ji Snria Areilza an und zog daraus die Schluß- [:| figerungen stir die internationale und nationale | frientierung der totalitären Wirtschaftspolitik. Er I kionte, daß sowohl Hitler als auch Musso- I limi die Wirtschaft der Politik unterordnen und I il nur den Charakter eines Instruments zuerken- | nm. Damit sei natürlich eine deutliche Absage an I bi liberale $bee der Weltwirtschaft erteilt, hinsicht- I tic des Liberalismus als Wirtschaftsform gelte das- | 'eine wie in bezug auf die liberale Weltanschauung: lllii gehe vom individualistischen d. h. fapitalifti» | Id-ni ober marxistischen Gesichtspunkte aus, nicht | ?uh nationalen. Darum sei verständlich, daß ein I 'n erkapitalistisches Land wie England sich ihrer II in ner mit Vorteil bedient habe. Areilza nannte den iP'eralismus die geradezu typisch englische I 8'rtschafts- und Denkform, wenngleich er sich I Mia von den Ideen der großen französischen Re- I Miution ableite. Es sei also verständlich, daß die I Ö rnofratien die nationalsozialistische bzw. national- I Yidikalistische Reaktion gegen die liberal-marxist^ I id -n Theorien, wie sie vor allem im Streben nach j v-tschastücher Autarkie ihren Ausdruck fand, mit I vitendem haß verfolgt haben. Die Autarkie sei I «i Akt der Selbsthilfe der Staaten, denen durch I I W ungerechten Friedensverträge von 1919 die Roh- |l Ölquellen abgeschnitten wurden. Areilza ging dann ti die Gefahr der bürokratischen Vorherrschaft em i Uh wies darauf hin, daß Deutschland und Italien Her Gefahr begegnen, indem sie an das Verant- vUtungsgefühl der Produzenten appellieren. Die | k Astdisziplin der Wirtschaft sorge dafür, daß nicht ti. private Initiative erstickt werde. Spanien mutze ! uv werde sich der neuen öfonomif cy e n I Ebnung, die den ganzen Kontinent Umsätzen jo«e, anschließen ober bester gesagt einfugen, uv die Teilnehmer des Syndikatskongresses seien Men, den Geist der neuen Zeit in die einzelnen b^vinzen zu tragen. Man habe Zwar früher gern h Stolz darauf hingewiesen, daß Spanien trotz her fehlenden wirtschaftlichen Organisation und r mgelhaften technischen Ausrüstung so Grotzes nlber Welt erreicht habe. Die Falange mache sich tT diesen falschen Stolz nicht zu eigen. Sie er- | V be im Gegenteil eine möglichst blühende Wirt- thft. Und - fügte er hinzu - em großes Vater- a>d müsse auch allen Spaniern ^as tägliche Brot

I jkwährleisten, was eben nur tm Pahmen einer Hbenben Wirtschaft und durch eine fehlerfreie Dvhanisatton möglich sei. uir.k»nho

I ^.Wie schwierig es fein wird, die erstrebte

Wirtschaft" und das tägliche Brot für alle Spanier erstellen, ging aus einem sehr intereffanten

fr« hervor, den der Agrarfachmann Nattcma at vor dem Plenum des Syndlkatskongresjes

das wünschenswerte Interesse an der Steigerung der Erzeugung aufbringt. Goitia kündigte zum Schluß an, daß in Zukunft Soldaten zur Kultivie­rung der brachliegenden Felder angesetzt werden sollen und daß das Heer 20 000 Gespanne und zwei- bis dreihundert Traktoren für Bearbeitung der Felder zur Verfügung stellen werde. Dieser Ein­satz des Heeres ist allerdings zur Ankurbelung der Landwirtschaft unerläßlich, da infolge der. Krieas- oerlufte und des Ausfalls der noch in Gefängnissen und Anhaltelagern befindlichen politischen Häftlinge das Arbeiterproblem stellenweise sehr bnngenb ist. wenngleich es in der Landwirtschaft immerhin noch leichter zu lösen sein dürste, als in jenen Industrien, die eine qualifizierte Arbeiterschaft verlangen

Zusammenfassend kann man sagen, daß der erste Kongreß der Syndikate eine bedeutende Etappe auf dem Weg zur Neugestaltung Spaniens bedeutet. Man nahm von diesem Kongreß den Einoruck mit, daß die junge wirtschaftspolitische Führerschicht Spaniens durchaus weiß, was sie will. Ob sie diesem Willen bald greifbare Gestalt geben kann, steht allerdings dahin Die ungeheuren Schwierig­keiten, die sich überall vor dem jungen Land auf­türmen, sind durch den gegenwärtigen Krieg nicht geringer geworden. Darum wäre es vielleicht un­gerecht, schon jetzt ein vorschnelles Urteil über die landwirtschaftliche Entwicklung Spaniens nach dem Ende des Befreiungskrieges zu fällen. Immerhin kann man glauben, daß von diesem Kongreß nicht nur theoretisch, sbndern auch praktisch wertvolle An­regungen ausgehen werden, deren Verwirklichung freilich der Jnittative der Staatsführung überlassen

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Madrid, Dezember 1940.

Der erste Sy n d i k a t s k o n g r e ß des Natio­nen Spaniens war eine beachtliche Willensäuße- ng bes neuen Staates, der seine Zwecke denen Y Wirtschaft und auch der Sozialpolitik Überorb« ir. Aus allen Reben, bie auf diesem kürzlich ab» IMienen Kongreß gehalten würben, befonbers aus Wenigen bes Delegierten ber national-synbikalisti- rn Zentrale, Staatsrat Salvabor Merino, rfl klar hervor, baß bas Problem bes heutigen laniens in erster Linie ein Problem ber «litifdjen Führung ist. Merino forberte

( straffe Zentralgewalt, ber bie einzel- ri wirtschaftlichen Faktoren, also auch bie Arbei- \, ihr Schicksal willig anoertrauen sollen. Die Dvinzbelegierten müssen mit blindem Gehorsam unbedingter Loyalität die Anweisungen ihrer Mer befolgen Die Betonung ber Notwendigkeit Disziplin gerade in einem Augenblick, in tm ein neues Syndikatsgesetz vom Ernennungs- Wahlprinzip übergeht, beweist, daß bie l.enben Stellen nicht bie Absicht haben, in parla- vntarisch-bemokratische Formen zurückzufallen, tuar werben bie Delegierten ber Provinzen zukünf» . nicht mehr von ber Partei bestimmt, sondern m den Arbeitern in Betriebswahlen gewählt, aber dises Verfahren soll offenbar nur das Vertrauen b noch abwartenden und zögernden Arbeiter» inst gewinnen, indem man ihr eine größere for- r,Ile Beteiligung an ber Bestallung ber Synbikats- ireter zugefteht, ohne boch tatsächlich irgendeine !nchtpositton der politischen Führung aus ber Hanb

barbierte mittelenglische Stabt Birmingham ist. Die Angriffe sollen mehrere Stunben ununterbrochen angebauert haben. Weiter wirb gemelbet, baß bie beutschen Angriffe mit Teil­kräften auch gegen Liverpool unb Lon- b o n gerichtet waren.

Die verheerenbe Wirkung bes Angriffes wird auch in den neutralen Presseberichten in vollem Um­fange bestätigt So meldet die amerikanische Agen­tur United Preß, Welle auf Welle deutscher Bom­ber ging mit Unterbrechungen von nur zwei bis drei Minuten über Birmingham hinweg und rich­tete riesige Zerstörungen an Der erste An­griff auf die britische Hauptstadt erfolgte nach einem Bericht ber amerikanischen AgentursINS." be­reits kurz nach 18 Uhr Lonboner Zeit. Auch biefer Bericht hebt hervor, daß in London Bomben schwersten Kalibers explodiert sind. Der Abendhimmel über London war durch explodierende Bomben und durch die entstandenen Brände hell erleuchtet.

xy. Jahrgang Ur. 295

z fnsvrecbanschluß 2251

Dieser Appell soll offenbar eine gewisse Müdig­keit der Bauernschaft überwinden, Die infolge der taatlichen Intervention und der fehlenden eigenen . Verfügungsgewalt über ihre Produkte nicht immer bleibt.