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Eichener Anzeiger

Mittwoch, 23. Dezember (942

und dlAmmtlicb . ,8t201.1,80 e ftililWustellgebühr... -Lg offen rukb bei Nichtericbemen

11 n< j on einzelnen Nummern ttfolge böberer Gewalt

Schwedische Selbsteinkehr

Von unserem H. «.-Berichterstatter.

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Der unmittelbare Anlaß der Koalitionsbildung

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Die große Abwehrschlacht am mittleren Don

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r. Jahrgang Ur. 302

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Beilaaen:

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BeznasvreiSr

in der europäischen Front.

Eine Unterredung mit Mihail Antonescu.

Bukarest, 22. Dez. (Curopapreß.) Der stell­vertretende rumänische Ministerpräsident, Professor Mihail Antonescu, erklärte einem Vertreter vonguropaprefc":Der gottlose Bolschewis­mus, der Besserarabien und die Bukowina über­flutete, der sich der Donaumündung bemächttgte und die Mafien des Schwarzen Meeres an sich reißen wollte, bedrohte nicht nur die Existenz un­seres Staates, sondern auch die grundlegenden Ein­richtungen Les rumänischen Lebens: Kultur, Eigen­tum und nationale Ehre. Es war ein großer Fehler des Friedens von 1918, daß er das kommumsttsche Rußland außerhalb Europas ließ und chm gestattete, sich hinter den Barrikaden der Anarchie zu verschan­zen während der Kontinent auf phantasttschen Ge- bilden aufgebaut wurde. Heute bezahlen wir es teuer, wir hätten es noch teuerer bezahll, wenn Europa nicht die große Armee des Groß- d e u t s ch e n R e i ch e s zur Verfügung gehabt, wenn nicht der Duce den Kampf des sozialen Widerstandes gegen die Anarchie begonnen und wenn Spanien nicht seine ganze Opferbereitschast für die Be­kämpfung des Bolschewismus aufgebracht hatte.

Rur die heilige bindende EinigungganzEu- r o p a s kann sich dem Eindringen des Bolschewts- mus aus dem Osten wirksam entgegenstellen, eine Erfahrung, die das rumänische und finnische Volk schmerzvoll über sich habe ergehen losten müsi«. Der Rassen kämpf ist im Gange; das Gleich' gewicht des Kontinents G gebrochen Wer ÜL btt

Amrabme von Anzeige« für die Mittagsnummer 81/, Ubr desBormittagS L«zeigerr-Prette

Behandlung der.Aufgaben Europas im Kräftesoiel der Welt entgegensetzt oder sich mit den Feinden der europäischen Zivilisation verbündet, der will die Bolschewisierung unseres Konti­nents, Chaos und Anarchie, der will die Verhin­derung der europäischen Mission. Kein europäisches Volk kann auf die ehrenvolle Mission, die ihm im Bewußtsein der Rolle des alten Kontinents zusteht, verzichten." \ ,.

Oe Gaulle und Oarlan.

Stockholm, 22. Dez. (Curopapreß.) General de Gaulle hat die Hoffnung, Admiral D a r l a n in absehbarer Zeit zu stürzen, noch nicht aufgegeben, andern vielmehr Verhandlungen mit General G i - raud ausgenommen, um gemeinsam mit ihm dem Regime Darlans ein Ende zu bereiten. Wie der Korrespondent vonAllehanda" berichtet, könne Giraud bei seinen Bemühungen, eine französische Armee in Afrika aufzustellen, auf die Dauer nicht auf die umfangreichen französischen Kolonialgebiete unter der Verwaltung de Gaulles verzichten. De Gaulle soll von sich aus den Versuch einer Annähe- rung gemacht haben. Als sein Beauftragter tritt General C a t r o u x auf, der kürzlich in London war. Als Vertreter Girauds wird General B et- tz o u a r b genannt, der gleichzeitig Verbindungs­offizier zwischen Giraud und dem nordamerikani­schen Hauptquartier ist. Bethouard und Giraud ollen in der letztes Woche in Gibraltar zu­sammengetroffen sein, als Catroux auf seiner Rück­reise nach Syrien dort Aufenthalt hatte. Eine An­näherung dieser französischen Generale auf Kosten Darlans würde, wie der Londoner Korrespondent vonGöteborger Handels- und Seefahrtszeitung" berichtet, von allen englischen Kreisen mit großer Zufriedenheit begrüßt werden, weil die Stimmung gegen Sarian unverändert schlecht ist.

USA.-RüstungSfirma liefert Ausschuß an die Sowjets.

Stockholm, 22. Dez. (Curopapreß.) Wegen Be­trugs bei der Ausführung von Rüstuntzsaufträgen erhob der USA.-Generalstaatsanwalt B i d d l e An­klage gegen dieAnacondaWire and Cable Co.*. Auf Grund einer Beschwerde, die die Sow jets in Washington vorbrachten, weil bei einer Lieferung von Kupferdrähten die Hälfte un­brauchbar gerne en sei. Es wurde festgestellt, daß die Firma die Prü Vorrichtung insgeheim veränderi hatte, um schadhafte Drahte als den Bedingungen entsprechend abliefern zu können. Dieses Verfahren wandte die Firma auch bei der Herstellung von Kriegsmaterial für die nordamerikanische Armee an. ,/2ch ckann mir nichts Heimtückischeres und Bösarti- geres vorstellen", erklärte Generalstaatsanwatt Biüdle,als diese absichtliche Lieferung schadhaften Materials an die nordamerikanischen Truppen."

Soll« «itrben. Die Zahl derjenigen Schweden, welche die ms ötfflK f " ~1

Rer Seite wünschen, ist verschwindend gering. £an$84 llerdings findet die neutrale Gesinnung der mei- . n Schweden auch in dieser Verneinung der Be-

UcT* ° veraniworliicy zeich-

:QW r. Koalitionen sind, ob sie nun als Bündnisse der

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Oie Schweiz im Lahr 1942

Von unserem K. R.-BerichterstatLer.

chenpolittk oder als Vereinbarungen der Innen- itik geschlossen werden, durch die Gemeinsamkeit , Interessen und Zielsetzungen in ihrer Ent- 3e tot iung wie in ihrer Dauer bestimmt. Wenn die Wt Dedlsche Koalitionsregierung nach drei Jahren als * erschüttert bezeichnet werden kann, so bedeutet das 'r.Stni d, daß die Ziele, um deretwillen sie geschlossen !lden, noch heute die schwedische Politik maß- tat 88,i i>lich bestimmen.

7Nvf. für Famtltenan- zetgen und vrivatv ÄeiegenbettSanzetgen

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Vlatzvorfchrift lvorderrae ®ereinbcmmo) 26e/. mehr

den bejahen die völkerrechtliche Neutralität, ohne da- mit auf die persönliche Stellungnahme verzichten zu wollen. In dieser Beziehung hat sich im Laufe des jetzt zu Ende gehenden Jahres eine psychologische Entwicklung in Schweden an geb ahnt, welche für das künfttge Schicksal des Landes Bedeutung erhalten kann.

Die Ereignisse des vergangenen Jahres und vor allem feiner letzten drei Monate haben in Schwe­den die Ueberzeugung entstehen lassen, daß der Krieg sich einem entscheid enden Stadium nähere. Damit wird Schweden die Frage nach einer Außen­politik gestellt; denn die Neutralität, so einmütig man sie hier auch akzepttert, ist doch nur ein Mit­tel, um mit möglichst geringer Beschädigung des nationalen Bestandes den Krieg zu überstehen. Die Unklarheit und die Verwirrung der politischen Ge­fühle in Schweden wird dadurch immer größer. Diele, ja man muß wohl sagen die meisten Schwe­den; neigen mit ihren politischen Sympathien nach Westen. Aus diesem Grunde war es den angel­sächsischen Mächten von jeher leicht geworden, in Schweden Anhänger ihrer Sache zu finden. Im vergangenen Jahr aber, als sich zeigte, daß die Gefahr im Osten, welche auch von Schweden seit jeher als eine Bedrohung der eigenen nationalen Existenz empfunden worden ist, vermindert, aber noch nicht endgültig gebannt war, wuchs das Un­behagen, mit welchem viele Schweden schon früher die angelsächsischen Demokratien als Partner der Bolschewisten betrachtet hatten.

Aus der Abneigung gegen die politische Wirklich­keit, die in einem hieraus entstehenden großen Entweder-Oder besteht, erklärt sich nun die Wieder­geburt des nordischen Gedankens. Neu ist der Ge­danke eines mehr oder weniger engen politischen Zusammenschlusses der vier nordischen Völker nicht. Wenn er früher gescheitert ist, so muß seine Ver­wirklichung heute, da die politische und geistige Situation der vier Länder so gänzlich verschieden ist, als nahezu utopisch bezeichnet werden. Aber nicht der Wert des nordischen Gedankens sokl hier geprüft werden, uns kam es nur darauf an, zu zeigen, wo Schweden an der Jahreswende steht. Schweden hält Einkehr bei sich selber. Ob das nur eine Flucht vor der Wirklichkeit ist oder der Ver­such der Vorbereitung ckuf künftige Aufgaben, ist eine Frage an die Zukunft.

rde zum erstenmal ein Nachbar Schwedens vom eg unmittelbar berührt. Die Neutralität Schwe- -- s und das Verhältnis der nordischen Länder Ne r lereinanber wurde in Frage gestellt. Schon da- kuMgtr kls wurde klar, daß die Entschlossenheit Schwe- unF mi r,s, dem Kriege fernzubleiben, alle'anderen Ge- ingeM le und Erwägungen überwog. Ihr entsprach die rarkredi crlition; denn nicht nur die bis dahin allein regie- 1940, b ibe Sozialdemokratie, sondern auch die drei an» n bestM fron großen Parteien waren insoweit einig. Einig jegeMc r man sich auch, daß bis zur äußersten' Grenze k Neutralität alles getan werden mußte, um dem

Oerkritische" Gummi.

Wenn unsere Gegner auch so tun, als sei der Raubüberfall auf Französisch-Nordaftika nicht nur einkriegsentscheidender" Erfolg, sondern auch der Beweis einer großen militärischen Kraft und vor- ausschauender Planung, so hat man inzwischen längst eingesehen, daß von einer Kriegswende gar keine Rede sein kann, sondern daß umgekehrt die Gefahr besteht, daß Nordafrika zu einer weiteren Auszehrung des sowieso schon arg zusammenge­schrumpften Tonnagbestandes führt. Aber auch mit der zweiten Behauptung steht es nicht viel anders, zumindest hat bei der etwas überstürzten Durchfüh­rung des Unternehmens die Sorge mitgesprochen, daß die militärische Kraft unserer Gegner mit län­gerer Kriegsdauer um so weniger zur Entfaltung kommen kann, weil nämlich die Schiffe fehlen. Schreiben doch englische Zeitungen heute schon ganz, offen, daß Deutschlands Aussichten, den Krieg zu ge­winnen, um so größer sind, je länger er dauert. Es ist das eine völlige Umkehrung der Anschauun­gen, mit denen man in den Krieg eintrat.

Es ist aber nicht nur der Schifssmangel, der un­sere Gegner zu so merkwürdigen Ergebnissen kom° men läßt. Es fehlt auch an mancherlei Rohstoffen^ Ein klares Bild darüber ist natürlich kaum zu ge­winnen. In einem Punkt der Rohstoffversorgung ist aber der katastrophale Mangel so weltoffenkundig, daß unsere Gegner selbst davon sprechen und immer wieder auf diesen Mangel als einen bet' gefähr­lichsten Engpässe Hinweisen. Das ist die Versor­gung mit Gummi dzw. Rohkautschuk. Nach einer Reutermeldung hat Roosevelt erst dieser Tage wieder erklärt,der Bedarf an Gummi werde immer kritischer". Es bedarf aber solcher direkten Eingeständnisse aus dem Munde Roosevelts gar nicht. Die förmliche Gummijagd, die die Engländer und ihre Verbündeten in den afrikanischen Besitzun­gen entfesselt haben, spricht ebenso deutlich für die Gumminot der Plutokraten wie die rücksichtslose Art, mit der sie alle nur irgendwie greifbaren Gummivorräte für sich beschlagnahmen, selbst wenn diese nach den bisherigen Handelsbeziehungen oder auch nach besonderen Abmachungen von Rechts wegen an dritte Länder geliefert werden müßten.

In Afrika herrscht ein'wahrer Gummirausch unter den Eingeborenen. Mit Prämien und allen mög­lichen Lockmitteln werden die Neger angespornt, wildwachsende Gummibäume in den Urwäldern Westafrikas anzyzapfen. Dieses mühsame Geschäft wird fteilich kaum einen nennenswerten Erfolg bringen, denn der eingeborene Ghimmifammler muß oft Stunden, ja Tage laufen, um einen einzigen Gummibaum zu finden, und dann sind die (Erträge an Latexsaft, die man aus den in Afrika wild» wachsenden Gummibäumen gewinnen kann, erheb« lich niedriger als die eines Plantagenbaumes auf Malaya oder Niederländisch-Indien. Wie bei allen

--äs». General-Anzeiger für Oberhesfen

lodukte verlangen.

Sehnlich verhält -- sich mit den B°ziehungen> zwi- m Volk und Behörden. Gemeinden, Kantone und mb sind bestrebt, den stark angeschwollenen Mehr tsqaben weit eher durch Steuererhohungen als ttz Anleihen zu begegnen; sobald aber von Stell- t» die Rede ist, mochte jede Erwerbsgruppe lieber i andere zahlen lassen, was zu Polemiken unter -> Steuerzahlern und Rechtfertigungen s-'t-n- der -uereinn-hmer fuhrt. Trotz dieser kr egs- und Unbedingten Auseinandersetzungen muß f-stg 11t werden, daß das Schweizer Volk in großen Unqesichts^ der^zunehmenden tz";

ize der Ausweitung der Kriegsschauplätze und der »orstehenden Verknappung der R°hrungsmutel fuhren und der R°hst°M-,ch°sfungW tzioeiz allerdings noch ihre innere Probe zu be ->.n. Doch ist im großen und ganzen b.s,-fst gu e

.. das Schwinden ,eines Einkommen- ter «nent über die Teuerung, der Landw,rt u^r °en ibouzwang und alle öufammen ub-r den Steue^ W, aber jeder ist sich bewußt, baß p l

gegriffenen und notleidenden finnischen Nachbarn fe zu leisten. Wo diese Grenze lag, entschied die gierung jeweils nach Lage des Augenblicks.

immerhin mar doch der Winterkrieg mehr der lg^.^Maß als der Grund zur Koalitionsbildung. Das ÖB1tigfte Motiv war, daß die Neutralitätspolitik 1 Re-gierung diesmal nicht, wie gegen Ende des igen Krieges, zu einem Gegenstand des Par- ftreites werden sollte. Die Neutralität sollte ü)t Devise einer Partei fein, sondern das ©lau» sbekenntnis der Nation. Daß dieser Zweck er­morden ist, kann heute nicht mehr bezweifelt

Stockholm, im Dezember.

M 3. Adventssonntag jährte sich zum drittenmal r Tag, an welchem die schwedische Koa- -j itionsregiSrung gebildet wurde, welche seit- ?oen für die Politik Schwedens verantworttich zeich-

Berkin, 22. Dez. (DNB.) Am mittleren Don wuchsen am 21. Dezember die einzelnen Kampfräume immer mehr zu einer einzigen aus» gedehnten Abwehrschlacht zusammen. Angriffe, und Gegenstöße wechselten in schneller Folge mitein­ander ab. Die Verteidigungsstellungen, die in die­sem Gebiet von unseren Truppen geschaffen worden sind, erfüllen in wachsendem Maße ihre Aufgabe. Im Kreuzfeuer der Stützpunkte zerflatterten die massierten Angriffe des Feindes zu Teilaktionen und verloren dadurch an Kraft. Besonders die zahlreichen schweren Waffen räumten vernichtend unter den bolschewistischen Sturmkolonnen auf. Die Verluste des Feindes, vor allem an Panzern, sind weiter erheblich gestiegen. Durch das Zusammen» wirken deutscher, rumänischer und italienischer Der- bände der Luftwaffe konnte der feindliche Einbruch an den Riegelstellungen westlich des mittleren Don ab geb ämmt werden, so daß die Bolschewisten ihren Stoß nach Westen trotz ihrer Anfangserfolge nicht weiter fortführen konnten. Infolge des wachsenden Gegendrucks brachen die erneuten Angriffe des Feindes zusam­men. Unsere Truppen erzielten durch örttiche Vor­stöße bereits wieder Stellungsverbesserungen.

Auch zwischen Wolga und Don machte der 2lngriff deutscher und rumänischer Verbände neue Fortschritte. Die Rumänen stürmten zwei vom Feind besetzte zäh verteidigte Ortschaften, während bie deutschen Panzerkräfte trotz heftigen feindlichen Mderstandes ihren Druck noch verstärken konnten. An den übrigen Donsronten führten deutsche und ungarische Stoßtrupps erfolgreiche Kämpfe. Sie sprengten mehrere Bunker und fügten den Bolsche­wisten schwere Verluste zu.

Oer Wehrmachiberichi.

DNV. Aus dem Jütjcerfraupfquartier, 22. Dey Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche Truppen warfen an der lereffront angreifenden Feind im Gegenangriff zurück. 3d Statingrab versuchte der Gegner, über die IBolga angreifend, Fuß zu fassen. Cr wurde in er­bitterten Nahkämpfen abgewiesen. Die Abwehr­schlacht am mittleren Don halt in unoermiu- berter Heftigkeit an. Deutsche Divisionen und Kampf­gruppen setzten den fortgesetzten feindlichen Angrif­fen horinäckigen Widerstand entgegen und fügten den Sowjets im Zusammenwirken mit der Luftwaffe schwere Derlufte zu. Allein im Abschnitt von zwei deutschen Panzerkorps wurden in den letzten zehn Tagen 404 Sowjetpanzer vernichtet.

An der übrigen Doa-front und im Raum von Suchinitf chi zerstörten deutsche und ungarische Stoßtrupps fiampfffänbe und Bunker des Feindes und kehrten mit Gefangenen und Beute zurück. Ver­einzelte feindliche Angriffe wurden abgewehrt.

Oerillche Angriff devchher Truppen im Baum

UNO ganzen auch gelungen, mit Zustimmung der Volksvertreter die Lasten so gerecht als möglich zu verteilen, und so naturwidrig jedem Schweizer die staatlichen Eingriffe erscheinen, unterzieht er sich doch willig den auf Vollmachten begründeten behördlichen Verordnungen in bezug auf die Rationieruna, Roh- stosfverteilung, Besteuerung und Bewegungsfreiheit.

Wurden manche Kreise im ersten Krieasjahr in­folge yon Hamsterkäufen und Stadtfluckt der Inva- sionssurcht, des Defaitismus und der Aengstlichkeit bezichtigt, so fehlt es heute nicht an Vorwürfen über allzu großen Optimismus und Indifferenz. Dies hat in der jüngsten Zett mehrere Bundesräte auf den Plan gerufen, die das Schweizer Volk über die Lage aufklärten und sich gegen die Sorglosigkeit richteten, mit der viele Volkskrerse beispielsweise die drittschen Neutralitätsverletzungen hinnehmen. Denn durch das füngste Geschehen im Mittelmeerraum hat sich die Dersorqungslage der Schweiz weiterhin ver­schlechtert. Noch ist es ungewiß, ob durch die Er- eignisse im westlichen Mittelmeer und den anstoßen­den Ländern der Schweiz bas letzte Tor zuge» schlagen wirb, bas ihrem Verkehr mit Uebersee noch offengeblieben war. Gewiß ist aber, baß burch bie britischen Fliegerangriffe auf norbitalienische Stabte, die unter konsequenter Verletzung der schweizerischen Neutralität erfolgen, wichtige Derpflegungsstattonen die Schweiz betroffen worben sind. Trotz dieser äußeren Schwierigkeiten ist der Schweizer stolz daraus, daß sein Volk im Innern eine Verbindung verschiedener Nationalitäten und Religionen barstellt und gerade auf diesem Schnittpunkt verschiedener Kulturen eine schwierige Frage des ftiedlichen Zusammenlebens gelöst hat. ,

Rumänien

um Toropez führten zu beträchtllchen Stellung»« Verbesserungen.

Bei einem Rachtangriff auf Bengasi wurden Hafenanlagen und Schiffsliegeplahe von Bomben schweren Kalibers getroffen. Auf See wurde ein Torpedoboot beschädigt.

3n Tunesien wurden feindliche Borstöße ab« gewiesen. Bahntransporte und motorisierte Kolon* nen in Algerien uyd auf tunesischem <0e» biet wurden mit Bomben und Bordwaffen be­kämpft. Kampfflieger griffen östlich Algier einen feindlichen Geleitzug an und beschädigten Örel große Handelsschiffe schwer. Deutsche Unterseeboot* versenkten im Seegebiet von Oran aus einem Ge­leit einen Transporter von 12 000 BRT. und torpe­dierten ein großes Fahrgastschiff.

Britische Bomber flogen in der Rächt zum 22. De­zember noch Süddeutschland ein. Eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben wurden im Raum von München abgeworfen und hierdurch u. a. ein Krankenhaus zerstört. Die Bevölkerung hatte Ver­luste. Nachtjäger und Flakartillerie schossen nach bis­herigen Meldungen zehn Flugzeuge ab.

Für hervorragende Tapferkeit

Berlin, 22.Dez. (DNB.) Der Führer hat dem General der Panzertruppen Hans Hube, Kom­mandierendem General eines Panzerkorps, als 22. Soldaten der deutschen Wehrmacht das E i ch - taub mit Schwertern zum Ritterkreuz bcs Eisernen Kreuzes, ferner dem vom Feindflug nicht zurückgekehrten Hauptmann Heinrich Paepcke, Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader, dem Generalmajor Hermann Balck, Kommandeur einer Panzerdivision, dem General der Artillerie h e i h, Kommandierendem General eines Armee, korps, und dem ^--Oberführer Hermann Fege­lein, Kommandeur einer Kampfgruppe im Osten, als 154. bis 157. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Seim Angriff auf München 12 Sriten-Flugzeuge abgeschoffen.

Berlin, 22.Dey (DNB.) Die britische Luft­waffe hat in der Nacht zum 22.12. bei ihrem mitt» tärisch wirkungslosen Angrift auf München zwölf Flugzeuge verloren. Sie würben von Nachtjägern und Flakartillerie -um Absturz gebracht. Unte( ihnen waren acht viermotorige Lancester, Stirling und Halifax. Dieser Verlust von zwölf Flugzeugen und mindestens 80 Mann fliegenden Personals stehr in keinem Vergleich zu dem durch Bombenwurf angerichteten Sachschaderu Damit verlor der FeiTvd allein im Westen innerhalb 36 Stunden 32 Flug­zeuge, darunter eine grobe Anzahl mermotoriaee

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!nti he u der Angriff der Sowjetunion gegen Finnland, lmveW lcher zum finnischen Winterkrieg führte. Damit etabti r6- ~ -

Zürich, im Dezember.

n inncrpolitischer Hinsicht erscheint die Lage der weiz im gegenwärtigen Krieg bedeutend es s e r als im Weltkrieg 1914/18, denn sowohl lischen Volk und Armee als auch zwischen Volk nb Regierung und zwischenDeutsch" undWelsch" seht ein besseres Verhältnis als damals. Der en er» t) in Angriff genommene Mehranbau, dann aber ch neue Sozialgesetze und besondere Lohnaus- eichskassen für die mobilisierten Wehrmänner ien bisher die innere Lage im Vergleich zum fcten Weltkrieg erleichtert. Auch die Belastungen -die Gesamtheit sind heute noch nicht so schwer i| damals. Dagegen erscheint die i n t e r n a t, o - ile Lage der Schweiz heute weniger gunstlg. an der einen Kriegspartei wird die von allen laaten anerkannte und wiederholt bekräftigte Neu- cktät der Schweiz fortwährend verletzt, während r oon der anderem Partei Indifferenz dem großen lieasqeschehen gegenüber und Abseitsstehen in Mr der größten und entscheidendsten Ausemander» bungen der Weltgeschichte vorgeworfen wird.

Der die in vier verschiedenen Sprachen erscheinen- !ii Zeitungen lieft, könnte auf den Gedanken kom- en, mit der viel gepriesenen Einigkeit des Schwei- r Volkes sei es nicht weit her. Da werden m mehr ler weniger heftiger Form die gegensätzlichen In- reffen und Bestrebungen politischer und wirtschasi- fcr sowie auch ständischer, regionaler und reit, öfer Natur verfochten. So fordern sowohl die kapi- listischen und kleinbürgerlichen als auch die ozta- ijchen Zeitungen einmütig einen endgültigen keisstop für landwirlfchaftttche Produkte, wahrend r gekehrt Groß» und Kleinbauern unter dem hlagwortgerechte Preise zum Ansporn des ebranbaus" noch höhere Preisansatze für chre