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Das Rätsel des Großen-Lindener Portals.

der zuguterletzt mH Carola Höhn unter freiem Himmel Verlobung feiern darf. Unter Ernst Ma­ri f ch k a s Spielleitung machen sich weiterhin Ma­ria A n d e r g a st, Erika von Thellmann und Theodor D a n e g g e r um das erstaunliche Aben­teuer verdient. Im Beiprogramm gibt es die neue Wochenschau, eine Luftschutz-Belehrung und Bilder von den westfälischen Wildpferden in einem KultursilmRosse im Rieb". Hans Thyriot.

Oie^en-Wieseck.

Die Bereinigte Spar- und Darlehnskasse e. G. m. b. H. Wieseck hielt am Samstagabend bei Gastwirt Adolf Scheppers ihre diesjährige ordentliche Gene­ralversammlung ab. Der Vorsitzer des Aufsichtsrats August Lotz gedacht zunächst der im Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder, besonders des verstorbenen Rechners Aug. Schmitt. Dann gab er den Bericht von der Revision im Oktober v. I. bekannt. Der Vorsitzer der Kasse, Adolf Weller, erstattete hieauf den Ge­schäftsbericht, dem wir folgendes entnehmen Nach­dem im vergangenen Jahre die beiden Wiesecker Kassen unter der FirmaVereinigte Spar- und Darlehnskasse" zufammengeschlossen wurden, hat sich die vorherige günstige Entwicklung weiterhin aufrechterhalten. Die Spareinlagen stiegen im Ge­schäftsjahr um 363 000 RM. und betrugen am Ende des Jahres 1 207 000 RM. Auch im gegenwärtigen Geschäftsjahr ist eine weitere Steigerung um 160 000 RM. zu verzeichnen. Die Guthaben in laufender Rechnung sind, um 39 000 RM. qeftiegen und betrugen am Ende des Jahres 1710r3 RM. Die Ausleihungen waren nur gering und betrugen 10 300 RM. Die Schulden in Darlehen und Hypo­theken gingen weiter zurück und betrugen am Ende des Jahres noch 200 000 RM. Der Wertvapier- oeftand der Kaffe betrug am Bilanztüg 217100 RM. Der Gesamtumsatz' belief sich in 1942 auf 4 583 863 RM., der Reingewinn auf 2870 RM. Der Reingewinn wird zur Auszahlung von 4 v. H. Dividende verwandt, der verbleibende Rest den Re­serven zugeführt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die Ergänzungswahl für den verstorbenen Rechner Schmitt ergab die ein­stimmige Wahl von Heinrich F r a n k für den Vor­stand; in den Aufsichtsrat wurden die ausscbeiden- den Mitglieder Karl Schäfer XIII., Karl Krei­ling I., Ernst Bierau «und Heinrich _ E u l e r wiedergewählt. Nachdem noch einige geschäftliche Angelegenheiten bekanntgegeben waren, schloß der Vorsitzer des Aufsichtsrats die Generalversammlung in üblicher Weise.

Gießener Vochenmarktpreste.

* Gießen, 25. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 58 Rpf., Spinat, r/r kg 10, Spargel 50 Rpf. bis 1,09 RM., Salat ' 30 Rpf., Blumenkohl, das Stück 80, Oberkohlrabi 18 Rpf.

Verdunkelungszeit:

25. Mai von 22.24 bis 4.42 Uhr. *

** Silberne Hochzeit. Am heutigen Diens­tag kann das Ehepaar Wilhelm Schmidt und Frau Christine, geb. Lang, Kirchenplatz 15 wohn­haft, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch.

Der schlichte dörfliche Steinmetz, der um 1200 die geheimnisvollen Gestalten und Szenen für das Por­tal der Kirche in Großen-Linden meißelte, ahnte ge­wiß nicht, wie sehr sein Werk noch nach Jahrhun­derten die Phantasie des Volkes und den Scharsi'inn der Gelehrten beschäftigen werde. Prof. Dr. K o e - Niger (Bonn), der gestern abend im Oberhesstschen Geschichtsoerein über die Deutung der Bilder sprach, knüpfte an die Studien unseres ausgezeichneten hei­mischen Kenners, Pfarrer O. Schulte an, der sicher mit Recht in den Szenen über dem Tor­bogen die Wenzellegende enDeckte: Herzog Wenzel, der deutsch- und christenfreundliche böhmische Her­zog, wird vom König Heinrich I. am Reichstag emp­fangen (1. Bild); er zieht als Holzfäller in den Wald, um den Bedürftigen Holz zu holen; feine Raben­mutter reizt den Bruder zum Morde auf, wozu der Leibhaftige mit dem Höllenwolf als Helfer kommt; der Tote wird nach Prag übergeführt und (5. Bild) eine Kirche, vielleicht der spätere Veitsdom, zu feiner Ehre gegründet. Auch die Bilder des inneren Bogens gehören diesem Sagenkreise an: In Wenzels Wäl­dern schweifen Hund, Hirsch, Eber und Drache, und der Förster mit dem Hifthorn sucht nach den Spuren des vermeintlichen Holzdiebs. An den Pfeilern links von der Kirche aus gesehen, ist's die rechte, vor­nehmere Seite sieht Koeniger außen den Missio­nar der hessischen Lande Winfrit-Bonifaz mit dem Beil im gefällten Eichstamm und dem T-förmigem Kreuz; dann nach innen hin den Vogt

Aus dem Schatz der reichen Erinnerungen/ die die Gießener Studentenschaft mit der Burg Glei­berg verbinden, ragt die denkwürdige Langemarck- Feier des Kampfjahres 1932 hervor. Hatten sich die Gießener Studenten bisher immer nur zu Anlässen der Freude und des Lebensgenusses auf der tradi- tipnsreichen Burg versammelt, so handelte es sich damals um ein ernstes, symbolhaftes nationales Bekenntnis in einer Zeit, da Wellen des Hasses gegen die immer mächtiger anwachsende national­sozialistische Bewegung und ihren Führer schlugen, und es ein politisches Wagnis war, mit einer solchen Feier an die Oeffentlichkeit zu tretest. Aber die national gesinnten Gießener Studenten ließen sich nicht beirren, obwohl alles versucht wurde, die Veranstaltung, wenn nicht unmöglich zu machen, so doch zumindest empfindlich zu stören. Selbst die damaligen Behörden hatten die Feier zwar ge­nehmigt, ließen aber durchblicken, daß für einen Schutz der Teilnehmer nicht garantiert werden könne.

In Scharen strömten denn auch verhetzte Massen, Kommunisten, Eiserne Frontler, von Rhein und Main zum Gleiberg. Dort hatten sich etwa 200 Studenten in mustergültiger Ordnung und Diszi­plin aufgestellt und grüßten die Studentenfahne mit

der Kirche mit der Lehnsfahne, vielleicht den Herrn von Merenberg, der vom Kaiser ja auch das Gericht im Hüttenberg als Lehen befaß; den für un­sere Gegerü) zuständigen Bischof von Trier; die Schlange neben ihm warnt vor Auflehnung gegen die gesetzten Obrigkeiten, drei Heilspunkte neben ihr schirmen den Beschauer vor ihrer schlimmen Ein­wirkung. Auf der anderen Seite stehen die niederen Gewalten, ein, schmächtiger Geistlicher, der einen symbolischen Drachen mit dem heiligen Wasser ab­wehrt, der Pfarrherr von Großen-Linden mit dem Kreuz, der Türhüter mit dem Schlüssel am Gurt. Die zwei Adler oben an den Torpfellern sind die Symbole des Sendgerichts, das in Großen-Linden ab geh alten wurde.

Professor Koenigers Deutungen beruhen auf klarer, scharfer Beobachtung der Skulpturen und ein­gehender Kenntnis der ZeitverhÄltnisse, zumal der Rechtsgeschichte und des volkstümlichen und kirch­lichen Brauchtums; sie greifen nicht ins Weite, nicht zurück zu Kain und Abel, nicht hinauf zu St. Peter und dem Himmelsstreiter St. Michael, sondern geben den Darstellungen eine schlichte, natürliche Boden­ständigkeit. Auch die Wenzellegende war in Großen- Linden volkstümlich, worauf Pfarrer Schulte in der anschließenden Besprechung eindrucksvoll hin­wies.

Warmer Beifgll brachte dem Vortragenden den Dank zum Ausdruck, den Studienrat Dr. G l ö ck n e r in herzliche Worte faßte.

dem Hakenkreuz, die auf dem Bergfried wehte. Auch viele SA.» und ^-Männer aus Gießen und aus den umliegenden Orten hatten trotz aller Bedro­hungen den Weg nach dem Gleiberg gefunden. Keiner der verhetzten Gegner wagte es, sie anzu­tasten. Eisern hielt der Ordnungsdienst der Studen­ten Wacht, und so konnte denn die Feier ihren un­gestörten Verlauf nehmen. Edler von G r a e v e stellte den Teilnehmern das Vermächtnis der Hel­den von Langemarck, die mit dem Deutschland-Lied auf den Lippen in den Tod gegangen waren, ein­drucksvoll vor Augen. Die Stunde wurde zu einem tiefgehenden Erlebnis für alle. Sie lieferte den Be­weis, daß man mit Mut und Entschlossenheit auch einem zahlenmäßig vielfach überlegenen Gegner im­ponieren kann. Beim geschlossenen Abmarsch der Studenten durch Gleiberg und Krofdorf zeugten Steinwürfe, die hier und da leichtere Verletzungen heroorriefen, wüstes Schreien und Anpöbeleren von dem traurigen Grad der Verhetzung, die die da­malige Zeit charakterisierte.

Heute sind wohl alle gutwilligen. Deutschen, auch soweit sie damals eine andere Haltung einnahmen, zu der Gewißheit gelangt, wessen Werkzeug sie da­mals gewesen sind. Es war auch hier der Jude, der überall Zwietracht säte, um Deutsche durch

Deutsche besiegen zu können und der auch die trei« bende Kraft zu diesem Kriege i£t Ihn zu besiegen, dafür starb auch Albert Leo Schlageter, der erste Soldat des großen Deutschen. Reiches.

Und deshalb hat die Erinnerung an jene Lange« marck-Feier auf dem Gleiberg ihre Berechtigung, wenn wir uns morgen zu Ehren dieses Vorbildes an traditionsreicher Stelle vereinen.

Deutsche Hondball-Meisterfchaff.

Ohne große Ueberraschungen.

Die zweite Vorrunde um die deutsche Handball­meisterschaft brachte alles in allem die erwarteten Ergebnisse. Folgende Mannschaften bestreiten in 14 j Tagen die nächste Runde: SGOP. Hamburg, SV. , Waldhof Mannheim, MTSV. Schweinfurt, TV. Milbertshofen, Berliner HLC., SG. Dresden, LSV. I Reinecke Brieg, SGOP. Recklinghausen. Lediglich ! der Erfolg des Mainfrankenmeisters MTSV. Schweinfurt mit 10:5 Toren über Eßlinger TSV. und auch der Erfolg des Münchner TV. Milberts­hofen mit 12:10 über die stärker eingeschätzte SGOP. I Wien kamen nicht ganz erwartungsgemäß. Auch Tura Gröpelingen vermochte mit 7:11 gegen SGOP.. Recklinghausen nicht zu bestehen, während LSV. Reinecke Brieg erst in der zweiten Verlänge­rung seinen 9:8-Erfolg sicherstellte. Aber auch diese Ergebnisse lagen von vornherein im Rahmen des Möglichen. Klare Angelegenheiten waren die Er­folge von SV. Waldhof mit 12:6 über LSV. Straß­burg, SGOP. Hamburg mit 17:7 über Kieler MTV., Berliner HLG. mit 12:10 über LSV. Rahme! und SG. Dresden mit 11:6 über Dessau 98.

llniversiiäts-Handballelf in Hochform.

Universität Gießen Universität Bonn 14:4 (5:3).

Wie schon in der Vorschau angeküüdigt, behielten die Gießener klar die Oberhand. Besonders vorteil­haft machte sich die Umstellung im Sturm bemerk­bar. Es kann ohne Uebertreibung gesagt werden, daß die Universitätself heute schon gute Gauklasse darstellt.

Nach 20 Minuten führt Gießen bereits 5:1. Dann aber kommen die Gäste auf und verringern auf 5:3. Es folgen weitere bange Minuten, die aber von der vorzüglichen Gießener Hintermannschaft mit viel Geschick überstanden werden. In der zwei­ten Hälfte ist der Gießener Sturm nicht mehr zu halten. Neun weitere Treffer gegenüber einem der Bonner sind die Ausbeute. Die Toi^e erzielten: Gün­ther 5, Loy 3, Burriß 2, Stölting 2, Orth 1 und Kogler 1. Für Gießen spielten: Kreider; Willett, Rennighoff; Schoch, Kögler, Hill; Loy, Stölting, Burriß, Günther und Örth. Schiedsrichter Beyer (Luftwaffe) hatte bei der anständigen Spielweise beider Gegner kein allzu schweres Amt und leitete mit viel Geschick.

Hauvttchrislletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter 6c8 Hauptscynftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr: W. Lange; für das Feuilleton:- Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsdruckerei R. Lange K.G. DerlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht.

Anzetgenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6.

Langemarckfeier 1932 aus -em Gleiberg

Eine ehrenvolle Erinnerung für die Gießener Studenienschast.

1618V

Montag, 24. Mai 1943 U 16

Montag, 31. Mai 1943 l

b) Fami ienname beginnend mit Buchstabe L bis Z:

Reich.

1576c

1615V

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernähruugsamt Abt. B.

03425

1614V

Seltersweg 77.

[03418

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Eruahrungsamt Abt. B.

1613V

Ernährungsamt Abt. B.

Impfung

Nachschau

Impfung

Nachschau

II. im Kalenderjahr 1942 geboren,

a) Familienname beginnend mit Buchstabe A btt K:

Impfung

Nachschau

abzuliefern.

Gießen, den 25. Mai 1943.

Aufruf der Abrechnung.

Gießen, den 24. Mai 1943.

4. Ausländische Zivilarbeiter, die im Besitze von Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter sind, können die. Anmeldung auf Grund des Abschnitts W 16 der IV. Woche der A.Z.-Karte 49 vornehmen. Im übrigen findet das zu Ziffer 1 und 3 Gesagte sinngemäße Anwendung.

5. Urlauber der Wehrmacht, der SchutzgUederungen außerhalb der Wehrmacht, der Organisatton Todt usw., sowie Verbraucher, die nach Abschluß der Vorbestellung der Süßwaren geboren werden, zuziehen oder aus einer Sammelverpflegung (z. B. Wehrmacht) entlaßen werden, erhalten Süßwaren gegen einen bet den Kartenstellen zu erhaltenden Sonderausweis. Dieser Sonderausweis gilt für die Verbraucher bis 1.9. ip43 und ist von denselben ebenfalls sorgfältig aufzubewahren, da er bet jedesmaligem Aufruf von Süßwaren dem Kleinverteiler vorzu­legen ist. Der Kleinverteiler versteht bei jeder Ausgabe von Süßwaren den Sonderausweis mit Datum und Firmenstempel und gibt ihn an den Ausweisinhaber zurück.

Die Kleinverteiler haben bei den jeweiligen Süßwarcnverteilungen die aufgerufenen Abschnitte des Sonderausweises abzutrennen und auf­zukleben und zum Zwecke späterer Kontrolle aufzubewahren,

6. Der Aushang von Plakaten über die Entgegennahme von An­meldungen zum Bezug von Süßwaren in den Schaufenstern oder an der Außenseite der Kleinverkaufsstellen hat zu unterbleiben.

7. Die Kleinverteiler haben die von ihnen abgetrennten Abschnitte der Nährmittelkarten, Haushaltsausweise, A.Z.-Karten und die etwa vorliegenden Bezugscheine des Ernährungsämts in der Zeit vom 7. bis 12.6.1943 bei den zuständigen Bezugscheinstellen der Ernährungsämter in einen Bezugschein A umzutauschen, der nicht auf eine Gewichtsmenge, sondern die Anzahl der zugrundegelegten Anmeldungen zuzüglich eines Zuschlags von 10% ausgestellt wird. Die Abschnitte sind von den Klein­verteilern zu je 100 Stück aufgcklebt einzureichen, wobei die Abschnitte von Personen bis 18 Jahren von solchen der Personen über 18 Jahren auf gesonderten Bogen aufzukleben sind. Die Bezugscheinstellen der Ernährungsämter stellen dem Kleinverteiler neben seinem Bezugschein eine Bescheinigung aus, aus der hervorgeht, wieviel Anmeldungen von Personen bis zu 18 Jahren und von solchen über 18 Jahren vorgelegt wurden. Diese Bescheinigung hat der Kleinverteiler sorgfällig aufzu­bewahren.

8. a) Die Kleinverteiler, die'seither ihre Süßwaren ganz oder vor­wiegend beim Großhandel bezogen haben, haben die ihnen ausgestellten Bezugscheine bis zum 16. 6.1943 an ihren Großhändler weiterzugeben.

b) Die Äleiuverteiler, die seither ihre Süßwaren ganz oder vor­wiegend durch den Hersteller bezogen haben, geben, sofern sie weiterhin vom Hersteller beziehen wollen, ihre Bezugscheine bis zum 16. 6.1943 an die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Bezirksfachgruppe Nahrungs­und Genußmittel, in Frankfurt a. M., weiter. Bei Weitergabe der Be­zugscheine an die Bezirksfachgruppe ist von dem Kleinverteiler anzu­geben, durch welche Hersteller seicher die Süßwaren bezogen wurden.

Voraussetzung für den Bezug beim Hersteller ist jedoch, daß Süß­waren in einer Menge von 50 Kilogramm und darüber bei einem Her­steller im Bezirk des Landesernährungsamts Rhein-Main oder von 200 Kilogramm und darüber bei einem solchen außerhalb des Bezirks des Landesernährungsamts Rhein-Main bezogen werden sollen.

Kleiuverleiler, die diese Menge nicht erreichen, haben, auch toeiut

mer 16 des Ernährungsamtes anzufordern. Gießen, den 25.Mai 1943.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen

Anweisung.

Gießen, den 24. Mai 1943.

zu miet, gesucht. Sehr. Ang. unt.

Im Namen aller trauernden Angehörigen: Lehrer Debus und Familie Familie Ludwig Schneider I

Impf- und Nachschau-Lokal: Alte Pestalozzischule in Ließen, Werner- woll 18 (Eingang auch von der Kirchstraße).

Eltern und Pflegebefohlene werden aufgefordert, ihre Kinder pünkt, sich zu obigen kostenlosen Impfterminen zu bringen, andernfalls nach Ablauf des Kalenderjahres Strafanzeige erfolgt.

Die Kinder haben mit sauber gewaschenem Körper, reiner Wäsche und Kleidung zum Impftermin zu kommen. Dagegen sind kranke Kinder und solche aus Häusern, in denen z. Z. ansteckende Krankheiten bestehen, nicht zugelassen. In letzteren Fällen ist ärzlliche Bescheinigung dem

staatl. Gesundheitsamt, Wilhelmstraße 59, alsbald vorzulegen. Gießen, den 17.Mai 1943.

Ter Oberbürgermeister (Jmpfpolizeibehörde).

I. V.: Dr. Hill, Bürgermeister.

Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach.

Der Landrat des Landkreises Gieße«.

Dr. Lotz.

Ruppertsburg, Bersrod, Reiskirchen, Großen- Buseck und Geilshausen, den 24. Mai 1943.

Die Beerdigung findet zu Bersrod am Mitt­woch, dem 26. Mai, nachmittags 2% Uhr statt.

03424

S0"!00, 3i* % 1 ti0 16 fr18 17 w.

Montag, 7. Juni 1943 j

Dsenstag, 25. Mai 1943 15 btt 16 Uhr.

Drenstag, 1. Juni 19431

Betr.: Spargelzuteilung.

I. Die in Gießen wohnhaften Verbraucher erhalten im Rahmen des Wareneingangs auf den Abschnitt 32 der Nährmittellatte 49 je Abschnitt y2 Kilogramm Spargel.

Der vorgenannte Abschnitt 32 gilt bis auf weiteres auch im 50. Zu­teilungsabschnitt (vom 31. Mai bis 27. Juni 1943). Die Nährmittel­karte 49 muß daher von denjenigen Verbrauchern, die eine Zuteilung noch nicht erhalten haben, sorgfältig aufbewahrt werden. Die Nähr­mittellarte 49 gilt auch bis auf weiteres zum Empfang der zum Aufruf gelangenden Süßwaren. Verlorengegangene Nährmittellarten werden nicht ersetzt. Antragstellung ist zwecklos.

II. Die Verteiler verwahren die vereinnahmten Abschnitte btt zum

Betr.: Verteilung von Apfelsinen.

Sofort nach Wareneingang erhalten in den nächsten Tagen Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren sowie werdende Mütter

je 750 Gramm Apfelsinen.

Die Slbgabe erfolgt gegen Abttennung des Abschnittes N 36 der entsprechenden Nährmittclkarten für den 49. Versorgungsabschmtt. Es dürfen nur Karten mit dem AufdruckGießen-Stadt" beliefert werden.

Werdenden Müttern wird ein besonderer Berechttgungsschein übersandt.

Gemeinschaftsverpflegungsstätten erhalten^ auf Anttag für die von ihnen verpflegten Kinder und Jugendlichen Bezugscheine auf Zimmer 4 des Ernährungsamtes.

Die Verteiler haben alsbald nach Beendigung der Ausgabe die ver­einnahmten Marken und Berechttgungsscheine an das Ernährungsamt

sie fiüher beim Hersteller bezogen haben, ihre Bezugscheine bis 16. 6.1943 an einen Großhändler weiterzugeben.

9. Ostarbeiter, Kriegsgefangene, Justizgefangene, Zivilpolen, Juden und Zigeuner sind von einer Anmeldung zum Bezug von Süßwaren ausgeschlossen.

10. Wegen des Aufrufs von Süßwaren und der Besfimmung der Abschmtte, auf die sie abgegeben werden, ergeht demnächst besondere

Betr.: Sonderzuteilung v. Trinkbranntwein f. Lang-, Schwer-u.Schwerstarbeiter.

Diejenigen Betriebe, die für ihre anerkannten deutschen, über 18 Jahre alten Lang-, Schwer- und Schwerstarbeiter die Bezugsberechtignngen noch nicht abgeholt haben, werden ersucht, diese noch heute auf Zim-

Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach.

Betr.: Abgabe von Süßwaren.

An die Verbrauchetschaft und die Kleinhändler der obengenannten Streife.

Die Verteilung von Süßwaren soll auf eine neue Grundlage gestellt werden. Künfttg werden Süßwaren im Kleinverkauf nur abgegeben von dem Lebensmitteleinzelhandel, den Konditoreien u. Bäckereien sowie sonsttgen Verkaufsstellen, die zur Zeit berechtigt sind, Süßwaren an Verbraucher abzugeben. Süßwarenspezialgeschäfte kommen für die Ver- tellung von Süßwaren künfttg nicht mehr in Frage, da sie im Zuge der Sttllegungsattion geschlossen werden. Zur Lenkung der Süßwaren wird künftig eine Anmeldung erforderlich, um die ungefähren Anteile der Kleinverkaufsstellen am Süßwarenvertrieb festzulegen. Hierzu ergeht folgende Anordnung:

1. Die Verbraucher haben sich in der Zeit vom 27.5. bis 5.6.1943 bei einer der obengenannten Verkaufsstellen (Lebensmittelhändler, Kon­ditorei, Bäckerei usw.) anzumelden, wobei der Kleinverteiler den Ab­schnitt N 35 der blauen und rosa Nährmittelkarte 49 abzutrennen und die Rückseite des Stammabschnitts dieser Karte mit seinem Firmen­stempel unter Hinzufügung eines möglichst großgeschriebenenS" zu versehen hat.

2. In Gemeinden, in denen die Abschnitte N 35 der im Besitze von Jugendlichen bis zu 18 Jahren befindlichen blauen Nährmittellarten noch nicht wie vorgeschrieben mit dem Dienststempel der Karten­stelle versehen sind, sind diese Karten vor der Anmeldung bei einem Kleiuverteller der Kartenstelle zur Wstempelung dec Abschnitte N 35 und 36 vorzulegen. Eine Abstempelung der im Besitze von Personen über 18 Jahren befindlichen blauen Nährmittellatten findet nicht statt.

3. Die Verbraucher werden ausdrücklich ausgefordett, den abge­stempelten Stammabschnttt der Nährmittelkatten 49 gut aufzubewah­ren, da er bei jedesmaligem Aufruf von Süßwaren bis auf weiteres den Äleiuvetteilern vorgelegt werden uiuß. Bei Verlust des Stamm­abschnitts wird die Ausstellung eines Ersatzausweises abgelehnt, so daß sich die Berbraucherschast den ihr entstehenden Nachteil selbst zuzuschreiben haben wird.

Nach langer, schwerer Krankheit, viel Trüb­sal und Leid rief der Allmächtige gestern abend meine gute Schwester, unsere liebe Schwägerin, Tante und Gote

Elisabete Damm, geb. Debus

Witwe des Schreinermeisters Willi. Lud. Damm

im 82. Lebensjahre zu sich in sein himmlisches

Bekanntmachungen.

Oeffentliche Erstimpfung gegen Pocken.

In der Stadt Gießen (ohne Klein-Linden und Wieseck) wohnhafte Kinder werden aufgerufen:

I. im Kalenderjahr 1941 oder in früheren Jahren geboren, noch nicht geimpft, seither zurückgestellt oder ungeimpft zugezogen:

Aus geschichtlichem Interesse suche ich das Buch:

Das Volk und seineTreiber von Pfarrer R. L. Öser aus Gießen genannt Otto Glaubrecht.

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Gießen (VVilhelmstr. 36), den 24. Mai 1943. Beerdigung findet statt Mittwoch, 26. Mai, um 15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof.

Wir bitten von Kranzspenden und Beileids­besuchen Abstand zu nehmen.

V4.uu. um. Schriftliche Angebote unter 03485 03437 a. d. G. A. * an den Gießener Anzeiger erbeten

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten, herzensguten Mann, unseren treubesorgten Vater, liehen Schwie­gervater, unseren guten Großvater, lieben Bruder, Schwager und Onkel '

Heinrich Stein, Landwirt

nach einem arbeitsreichen Leben und nach kurzem, schwerem Leiden, im Alter von 70 Tahren, in die Ewigkeit abzurufen.

In unsagbarem Leid: Frau Lina Stein, geb. Maurer Familie Robert Lotz Familie August Hofmann Familie Wilhelm Stein Familie Karl Lang.

Rödgen, Wieseck, den 24. Mai 1943.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. Mai, nachmittags 2 Uhr, in Rödgen statt.

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