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(Nachdruck verboten.)

14. Fortsetzung.

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zunächst im Schuldienst und war später Assistent in Dresden und Gießen. 1938 wurde er Dozent an der Reichsschule für Arbeitsführung in Stuttgart, 1939 an der Universität Tübingen Dozent für Psy­chologie und Pädagogik, 1940 a. o. Professor in Breslau. Der außerplanmäßige Professor Dr. techn. habil. Johann Kreutz ist zum ordentlichen Professor an der Universität Breslau unter Ueber- tragung des Lehrstuhles für landwirtschaftlichen Pflanzenbau ernannt worden. 1892 in Forchheim geboren, promovierte er 1924 in München und ha­bilitierte sich ebenda 1940 für Acker- und Pflanzen­bau; 1941 erhielt er einen Lehrauftrag für Acker­bau an der Universität München. Professor Kreutz hat eine große Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten veröffentlicht, die zum Teil von einschneidender Bedeutung für die Landwirtschaft waren.

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Schlagetrr-Gedenkfeierauf-emGleiberg

Der Neichsstudentenführer Dr. Scheel spricht.

, 3» 20. Todeskage des Ireiheiiskämpfers und Skudenken Alberk Leo Schlageker findet am morgigen Mittwoch,. Mai 1943, nachmittags, eine '£teW Grobkundgebung der studentischen Kameradschaften des Gaues heffen- Rassau auf der Siebener Skudenlenburg Gleiberg in Anwesenheit des Reichs- studenkensührers Dr. Scheel, Reichsslatlhalters Sprenger und des Amlschefs de» NS.-Allherrenbnndes Dr. p a l l m a n n statt.

Programm:

12 Ahr: (Empfang der schwerverwundeten Studenten Siebens und Zriedbecgs In der Zeughauskaserne durch den Reichsstudentenführer.

15.30 Ahr: Schlageter-Gedenkseier aus Gießens Studentenburg Gleiberg.

Auf der Fahrt von Atlantik City nach Neuyork entgleiste aus nicht genannten Gründen ein Per­sonenzug. Das Unglück forderte 18 Todesopfer und weit über 100 Verletzte.

Der bolivianische Staatspräsident Penaranda traf in der mexikanischen Hauptstadt zu einem Staatsbe­such ein und betonte vor der Presse erneut Boli­viens Ansprüche auf einen PaziMhasen.

Kunst und Wissenschaft.

Hochschulnachrichlen.

Der a. o.Professor Dr. Christian Eckle in Bres­lau ist zum ordentlichen Professor an der Univer­sität Posen unter Uebertragung des Lehrstuhls für

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befreien, und trat jetzt an den Tisch des neuen Gastes.Was soll es sein?" frug sie höflich; aber als er ihr Bescheid gab, schien sie es kaum zu hören; er sah verwundert, wie ihre Augen starr und doch wie abwesend auf ihn gerichtet waren und wie sie noch immer vor ihm stehenblieb.

Kennen Sie mich?" sagte er und warf mit rascher Bewegung seinen Kopf zurück, so daß der Schein der Deckenlampe auf fein Antlitz fiel.

Das Weib tat einen tiefen Atemzug, und d'e Gläser, die sie in der Hand hielt, schlugen hörbar aneinander:Verzeihen Sie", sagte sie ängstlich; Sie sollen gleich bedient werden."

Er blickte ihr nach, wie sie durch eine Seitentür hinausging; der Ton der wenigen Worte, welche sie zu ihm gesprochen, war ein so anderer gewesen, als den er vorhin von ihr gehört hatte; langsam hob er den Arm und stützte seinen Kopf darauf; es war, als ob er mit allen Sinnen in eine weite Ferne denke. Es hätte ihm endlich auffallen müssen, daß seine Bestellung noch immer nicht ausgeführt fei; aber er dachte nicht daran. Plötzlich, während am andern Tisch die Karten mit den Würfeln wechselten, erhob er sich. Wäre die Aufmerksamkeit der übrigen Gäste auf ihn statt auf das neue Spiel gerichtet ge­wesen, er wäre sicher ihrem Hohne nicht entgangen; den der hohe, kräftige Mann gitterte sichtbar, als er jetzt mit auf den Tisch gestemmten Händen dastand.

Aber cs war nur für einige Augenblicke; dann verließ er das Zimmer durch dieselbe Tür, durch welche vorhin die Aufwärterin hinausgegangen war. Ein dunkler Gang führte ihn in eine große Küche, welche durch eine an der Wand hängende Lampe nur kaum erhellt wurde. Hastig war er ein­getreten; feine raschen Augen durchflogen den vor ihm liegenden wüsten Raum; und dort stand sie, die er suchte; wie unmächtig, die leeren Gläser noch in den zusammengefalteten Händen, lehnte sie gegen die Herdmauer. Einen Augenblick noch; dann trat er zu ihr;Wieb!" rief er;Wiebches kleines Wiebchen!"

(Fortsetzung folgt»)

Und jetzt erhob das Lärmen sich von neuem, nur daß auch eine Frauenstimme nun dazwischen kreischte. Ein finsteres Lachen fuhr über das Antlitz des Mannes; heim Schein der roten Laterne und den wilden Lauten hinter den verhangenen Fenstern mochte allerlei in seiner Erinnerung auf­wachen, was nicht gut tut, wenn es wiederkommt. Dennoch schritt er darauf zu, und als er eben von der Stadt her die Bürgerglocke läuten hörte, trat er in die niedrige, aber geräumige Schenkftube.

An einem langen Tische saß eine Anzahl alter und junger Seeleute; ein Teil derselben, zu denen sich der Wirt gesellt zu haben schien, spielte mit beschmutzten Karten; ein Frauenzimmer, über die Jugendblüte hinaus, mit blassem, verwach­tem Antlitz, dem ein Zug des Leidens um den noch immer hübschen Mund nicht fehlte, trat mit einer Anzahl dampfender Gläser herein und verteilte sie schweigend an die Gäste. Als sie an den Platz eines Mannes kam, dessen kleine Augen begehrlich aus dem grobknochigen Angesicht hervorschietten, schob sie das Glas mit augenscheinlicher Hast vor ihn hin; aber der Mensch lachte und suchte sie an ihren Röcken festzuhalten:Nun, Ma'arn--, habt Ihr Euch noch immer nicht besonnen? Ich bin ein höflicher Mann, oersichre Euch! Aber ich kenne die Weiber­geographie: Schwarz oder Weiß, ist alles eine Sorte!"

Laßt mich", sagte das Weib;bezahlt Euer Glas und laßt mich gehen!"

Aber der andere war nicht ihrer Meinung; er er ergriff sie und zog sie jäh zu sich heran, daß das vor ihm stehende Glas umftürmte und der Inhalt sie beide überftrömte.Sieh nur, schöne Missis!" rief er, ohne darauf zu achten, und winkte mit seinem rothaarigen Kopf nach einem ihm gegenübersitzen- den Burschen, dessen flachsblondes Haar auf ein bleiches, vom Trünke gedunsenes Antlitz herabfiel; sieh nur, der Jochum mit feinem greifen Kalbsge­sicht f)at nichts dagegen einzuwenden! Trink aus, Jochum, ich zahle dir ein neues!"

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Ein trüber Abend war auf diesen Tag gefolgt; fein Stern war sichtbar; feuchte Dünste lagerten auf der See. Im Hafen war es Ungewöhnlich voll von Schiffen; meist Jachten und Schoner; aber auch $in paar Vollschiffe waren dabei und außerdem der Dämpfer, welcher wöchentlich hier anzulegen pflegte. Alles lag schon in tiefer Ruhe, und auch auf dem Hafenplatz am Bollwerk entlang schlenderte nur ein einzelner Mann; wie es den Anschein hatte, müßig und ohne eine bestimmte Absicht. Jetzt blieb er vor dem einen der beiden Barkschiffe stehen, auf dessen Deck ein Junge sich noch am Gangspill-^ zu schaffen machte; er rief einenguten Abend" hinüber und fragte, wie halb gedankenlos, nach Namen und La­dung des Schiffes. Als ersterer genannt wurde, tauchte ein Kopf aus der Kajüte, schien eine Welle den am Ufer Stehenden zu mustern, spie dann wett hinaus ins Wasser und tauchte wieder unter Deck. Schiff und Schiffer waren nicht von hier; der am Ufer schlenderte weiter; vom Marder drüben kam dann und wann ein Vogelschrei; von der Insel her drang nur ein schwacher Schein von den Leucht­feuern durch den Nebel. Als er an bieeteUe kam, wo die Häuserreihe näher an das Wasser tritt, schlug von daher ein Gewirr von Stimmen an sein Ohr und veranlaßte ihn, stillzustehen. Don einem der Häuler fiel ein roter Schein m tue .Nacht hin­aus; er erkannte es wohl, wenngleich fein tfuß Die 'Schwelle dort noch nicht überschritten hatte; das Licht kam aus der Laterne der Hasenschenke. Das Haus mar nicht wohl beleumdet; nur fremde Ma­trosen und etwa die Söhne von Setzschiffern ver­kehren dort; er hatte das alles schon gehört.

2i Eine bewegliche Welle, um den Anker auszu- winden«

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsfinanzminister und d^r Reichsinnen- mmrster haben bestimmt, daß die Vorschriften über ©en Kriegszuschlag zur Einkommensteuer nunmehr auch in den eingegliederten Ostgebieten und im Memelland in Kraft treten.

3n Thorn wurde ein Standbild des Ko- pernikus aufgestellt, 'fteilich noch nicht das Werk selbst, sondern das Modell in den Größenverhält- nissen des Originals, das 4,50 Meter hoch ist und auf einem Sockel von 1,30 Meter Höhe stehen wird. Das von Gauleiter Reichsstatthalter Forster geftiftete Werk des Bildhauers Joseph Thorak zeigt den Schöpfer einer neuen Weltanschauung, die Kugeln der Sonne und der Erde hagenb, um ihr Verhältnis gegeneinander sichtbar abzuwägen.

fen, Bürgermeister und Burggrafen stellte, wie a>.ch den bewußt deutschen Bischof Lucas Watzenrode von (frmlanD, der als Oheim des Kopernikus dessen Stu­dium in Bologna, Padua und Ferrara förderte und Kopernikus dann zu seinem engsten Mitarbeiter wählte. Er war, wie später Kopernikus, in Bologna Mitglied der Natio Germanorum, der deutschen Landsmannschaft, die mit den Polen auf gespann­tem Fuße stand. Zahlreiche Briefe und Aufzeich- nungen des Kopernikus beweisen, daß er deutsch als Umgangssprache gebrauchte; kein Wort von ihm ist in polnischer Sprache nachzuweisen. Sein Deutsch­tum wird noch unterstrichen durch den Bries seines Amtsbruders Sculleti, als Kopernikus 1520 im Kriege mit diktatorischer Kraft die Belange des Ermländischen Kapitels in Allenstein führte: daß unter keinen Umständen ein Pole in die Burg Allen- ftein gelassen werden dürfe. Kopernikus steht vor uns als die Gestalt eines deutschen Mannes, bereit zur Führung im Geiste wie im Kampf ums deutsche Dasein, ein hohes Bild deutschen Mannestums.

Nach dem außerordentlich fesselnden, mit leb­haftem Beifall aufgenommenen Vorttage wurde die Kopernikus-Feier mit der Führer-Ehrung und den Liedern der Nation beschlossen.

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In der Eingangshalle des Vorlesungsgebäudes hatte das Mathematische Institut gemeinsam mit der Universitäts-Bibliothek interessantes Anschau­ungsmaterial zur Kopernikus-Feier zur Schau ge­stellt: so einen kostbaren Erstdruck der grundlegen­den SchriftDe revolutionibus orbium Coelestium von Kopernikus, das Faksimile eines eigenhändigen Briefes und mehrere Bildnisse des großen Astro­nomen, auch Exemplare Der im Zusammenhang er­wähnten Schriften von Kepler, Tycho Brade und Gatllei.

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yjotten oer bedeutendsten Seemächte. So aibt auch der neue Band desNauticus" 9fntmnri- m.t vMe 6rafien di- sich im Ä

Kben intonierten Beobachter Tag für

Der italienische Wehrmachtbericht.

Rom, 24. Mai. (DRV.) Der italienische W°br° madjtber^t flibt bekannt: Die Häsen von Birerta Ä D'idj.lli wurden von de? &Öe be?

?nmaälte mit guter Wirkung angegriffen. Feind- .iche Luftverbande führten wiederholte Bombardir- ßamanplhnHf 3"seln Pantelleria und Lampedusa sowie auf die Stadt Messina durch. Im Zentrum der Stadt wurden beträchtliche Schien verursacht. Die Zahl der Opfer unter Der ^beüolferung wird zur Zeit festgestellt Die der beiden Inseln vernichtete sechs Flugzeuge Ferner wurden von deutschen Jägern Mei Spttftre über Malta und ein zweimotoriges Flugzeug südlich von Sardinien ab geschossen. Vom Feindeinsatz der letzten Tage kehrten vier unserer Flugzeuge nicht zu ihrem Stützpunkt zurück.

Der kleine Mann

muß Roosevelts Krieg finanzieren.

Vigo 24. Mai (DNB.) Der FinanzmiM« Roo,eoelts, der Jude Morgenthau, erklärte d?ß weitere 45 Milliarden Dollars tn diesem Jahr zur Finanzierung des Krieges aufge­bracht werden müssen. Die Barmitel hierzu müßten durch den Verkauf von Kriegsanleihescheinen und d u r ch B e sie uerung aufgebracht werden. Der größte Teil des Geldes müsse von Personen auf. gebracht werden, die weniger als 5000 D ol- lars pro Jahr verdienten.

Zu Ehren des großen deutschen Astronomen Ni- kolaus Kopernikus fand aus Anlaß der 400. Wiederkehr feines Todestages (24. Mai 1543) ge­stern vormittag in der Aula eine akademische Feierstunde statt.

Oer Prorektor Professor Or. Rauch hi^ß, nach einem einleitenden Musikvortrag, Ver­treter der Partei, der staatlichen und der städtischen Behörden sowie der Wehrmacht als Gäste willkom­men und dankte ihnen für das durch ihr Erschei­nen bekundete Interesse an der Arbeit der Univer­sität. Diese Arbeit sei, wie schon der Rektor Professor Dr. B r ü g g e m a n n, gelegentlich Der Immatri­kulationsfeier betont habe, kriegswichtig und na­tionalsozialistisch wichtig. Dozenten und Studenten der Universität verbänden sich in dem Gelöbnis, ihre Schuldigkeit zu tun; die kriegsversehrten Ka- meradey seien uns allen dabei ein Vorbild. Diese Feierstunde sei zugleich als eine Arbeitsstunde ge­dacht: am 400. Todestage des Kopernikus wolle man ein Bekenntnis oblegen zu einem deutschen Ge­lehrten, Der eine neue wissenschaftliche Weltan­schauung begründete, Der Die Erde entthronte und Die Sonne in Den Mittelpunkt Des Weltbildes rückte in einer Zeit, in Der Die ErDe an sich bedeutend größer wurde, im Zeitalter nämlich der Ent­deckungen, der Erdumsegelungen, in der religiös- politisch bewegten Epoche Der Reformation. Ein echt deutscher Gelehrter habe damals ein weltbewegen­des Werk geschaffen, über ein Menschenalter an Dem gewaltigen Gedankenbau arbeitend. Dieses Werk, von dem das erste gedruckte Exemplar Dem Verfasser auf dem Sterbebette überreicht rourDe, sei für Ma­thematiker geschrieben, also erteile er, Der Pro­rektor, nun Professor Ullrich Das Wort zur aka­demischen Rede und wissenschaftlichen Belehrung über Den deutschen Gelehrten Nikolaus Kopernikus.

Professor Or. Ullrich

beschrieb zunächst anschaulich Die Himmelserschei- nungen, um Deren Erklärung sich das kopernikanische Werk bemüht. Er führte Dann Die Hörer in raschem Zuge durch Die Geschichte Der Sternkunde, soweit sie Dem gleichen Ziele diente, und hob Die Astronomie,

Dor 20 Jahren: Schlageters letzte Fahrt.

Anläßlich Der morgigen Schlageter-Gedenkfeler auf dem Gleiberg bei Gießen sei daran erinnert, daß die sterbliche Hülle dieses am 26. Mai 1923 von der damaligen französischen Besatzungsarmee in Düsseldorf ermordeten deutschen Freiheitskämp­fers auf der letzten Fahrt in die Heimat am 8. Juni 1923 auch in unserem Bahnhof mit Ehr­furcht empfangen wurde. Wie wir imGießener Anzeiger" Nummer 133 vom Samstag, 9. Juni 1923, berichteten, hatte sich an jenem Freitag, 8. Juni, abends gegen 11 Uhr eine riesige Men­schenmenge auf dem Bahnsteig 1 unseres Bahnhofs eingefunden, um dort Den Märtyrer des deutschen Abwehrkampfes gegen Die französische Eroberungs­sucht und Die Bedrücker der Deutschen Bevölkerung im Ruhrgebiet und im Rheinland noch einmal zu ehren. Als Der v-Zug, der einen besonderen Pack­wagen mit der aufgebahrten Leiche Albert Leo Schlageters mit sich führte, einlief, wurde dem un­vergeßlichen Toten in ehrfürchtigem Schweigen Dank und Gruß der Gießener Bevölkerung dargebracht. Es wurden keine großen Reden gehalten, sondern mit einem schlichten und kurzen Gedenkwort zu Den vielen Kränzen und Blumen, Die schon auf Der bis­herigen Fahrtstrecke Dieses Zuges in den Pack­wagen hineingereicht worden waren, auch hier wei­tere Kränze an Der Bahre des gefallenen Kämpfers niedergelegt. Unter diesen Kränzen befand sich auch ein großer und schöner Kranz der Universität, mit Dem unsere Alma mater und die Studentenschaft ihre enge kameradschaftliche Verbundenheit mit Dem Märtyrer der deutschen Sache im Rhein- und Ruhr- gebiet zum Ausdruck brachten. Die schlichte Gedenk­feier wurde mit dem LiedIch halt' einen Kame­raden" und mit Dem Deutschland-Lied abgeschlossen.

Lichtspielhaus.

Abenteuer im Grandhotel".

Dies ist eine Produktion der Styria-Film, etwas zeitig im Jahr erscheinend, mehr für Die Hundstage geeignet: ein Schwank mit haarsträubenden Ver­wechslungen und wahrhaft grotesken Situationen. Das Abenteuer im Grandhotel, das Dem Ganzen Den Namen gab, bildet nur Den Auftakt und Die Einleitung, Die besseren Pointen ereignen sich erst später in einem idyllisch gelegenen Schloß, wo man nächtlicherweile mit Kerzen bewaffnet über Die Gänge geistert und natürlich im verkehrten Zimmer und sogar im falschen Bett neben jemandem an­kommt, der auf solchen Besuch nicht gefaßt war. Immerhin ergeben sich nach Dem oft bewährten Re­zept Des Rollentausches Der Graf als Chauffeur, der Diener als Graf, etliche Momente von schlechthin entwaffnender Komik, so etwa, wenn sich Hans Moser, der in einen Grandseigneur ver­wandelte Diener, einen lebendigen fyatyi als Wecker auf den Nachttisch stellt. Als ein rechter Hahn im Korbe erweist sich hier wiederum Wolf Alb ach- Retty, der unwiderstehliche gräfliche Chauffeur,

Zeit ist, andererseits Staub und Schmutz Des Tages nicht mit ins Bett genommen werden, was aus hygienischen Gründen sehr wichtig ist. Diese gründ­liche Reinigung bildet zusammen mit Zähneputzen und Säubern der Finger- und Fußnägel weit­gehenden Schutz gegen Infektionskrankheiten. Die Mutter sollte diese Reinigung überwachen und da­bei Den Körper Des Kindes unauffällig mustern, Damit Hautausschläge, Entzündungen usw. recht­zeitig erkannt und behandelt werden können. Das Zimmer, in dem die Kinder schlafen, soll völlig dunkel sein.

Wie Schlafenszeit und Ausstehen stets zur glei­chen Stunde erfolgen sollen, müssen auch die Mahl­zeiten regelmäßig eingenommen werden. Zum Früh, stück statt eines Dünnen Getränks am besten einen Haferflocken- oder Grießbrei und unbedingt nur Vollkornbrot, Das wegen seines höheren Gehalts an Kalorien und Mineralsalzen, und Da es kräftig gekaut werden muß, zur Kräftigung der Zähne und zur Verhütung von Verdauungsbeschwerden bei- krägt. Daß die Hauptmahlzeit aus frischem Gemüse und Kartoffeln und nur wenig Fleisch zu bestehen hat, versteht sich von selbst. Durch straffe Zeitord- nung, genügend Schlaf und vernünftige Ernährung wird auch die Nervosität verhindert, die man oft an Kindern beobachten kann, deren Tag dieser Ord­nung entbehrt.

das reine Wissen, ab gegen Die aus Babylon stam­mende und unserem Wesen fremde Sterndeuterei. Er umriß hierauf Die griechischen Weltsysteme, wies hm auf Den Versuch Des Aristarch von Samos, Der als Vorläufer des Kopernikus gelten muß; Aristarch stellte Die Sonne in die Mitte und ließ Venus' und Erde um sie auf Kreisen laufen; auch Die Achsen- Drehung Der Erde war Den Griechen Damals bekannt. Doch wurde Das Werk Des Aristarch nicht durchge- führt, es blieb im Bereich der reinen Spekulation und verfiel rasch Der Ablehnung. Den Höhepunkt Des antiken Weltsystems bildet das Werk Des Ptole- maios. Das im wesentlichen unerschüttert blieb bis ins späte Mittelalter, wo Regiomontanus, Johannes Müller aus Königsberg in Franken, zuerst Den Plan Zu einem großen Neubau faßte. Was Der Tod ihm verwehrte, hat Kopernikus geleistet: er hat das Welt­system ausgebaut, das Die Planeten um Die Sonne kreisen läßt, und in strengen mathematischen Durch­führungen seine Theorie den Beobachtungen ange­paßt, soweit das damals möglich war. Prof. Ull­rich las einige Stellen aus Der Vorrede an Den Papst Paul Illi., Die Kopernikus feinem Werk vor­anstellte. Daraus spricht Bescheidenheit ebenso wie berechtigter Stolz, und es entsteht vor uns Das Bild eines deutschen Renaisfancegelehrten im besten Sinne: er unterwerfe sich Dem Urteil Der Mathe­matiker Denn Mathematik wird nur für Mathe­matiker geschrieben.

_ Prof. Ullrich zeigte Dann in großen Zügen Kampf und Durchbruch Der Lehre, vor allem durch das Lebenswerk Johannes Keplers, Der auf Den Beobachtungen Tycho Brahes Das Problem Der Marsbahn bezwang und damit Den schlüssigen Be­weis für die Richtigkeit des ko perni konischen Sy­stems zugleich unter gewissen, jetzt erst möglichen Verschärfungen brachte.

Schließlich zeichnete Der Vortragende ein Bild Des Deut.schen Kopernikus, desftn Leben so genau bekannt ist, wie nur bei wenigen Gelehrten "feiner Zeit. Die Familienforschung hat Den klaren Nachweis der deutschen Abstammung von väterlicher wie müt­terlicher Seite längst erbracht; in zahlreichen Doku­menten ist zudem erwiesen, daß Die Familie Dem Deutschen StaDtadel von Thorn angehörte und Schöf-

Der Mensch, zu Dem er gesprochen hatte, goß mit blödem Schmunzeln sein Glas auf einen Zug hin­unter und schob es Dann zu neuem Füllen vor sich hin.

Einen Augenblick ruhten Die HänDe des Weibes, mit Denen sie sich aus Der gewaltsamen Umarmung zu lösen versucht hatte; ihre Blicke fielen auf Den bleichen Trunkenbold, und es war, als wenn Ab­scheu und Verachtung sie eine Weile alles andere vergessen ließen.

Aber ihr Peiniger zog sie nur fester an sich: 'Siehst du, schöne Frau! Ich dächte Doch, Der Tausch wär' nicht so übel! Aber Der ist's am Ende gar nicht! Nimm dich in acht, daß ich nicht aus Der Schple schwatze!" Und Da sie wiederum sich sträubte, nickte er einem hübschen, braunlockigen Jungen zu, Der am unteren Ende des Tisches saß.He, du Gründling", rief er,meinst du, ich weiß nicht, wer gestern zwei Stunden nach uns aus der roten Laterne unter Deck gekrochen ist?"

Die hellen Flammen schlugen Dem armen Weibe ins Gesicht; sie wehrte sich nicht mehr, sie sah nur hülfesuchend um sich. Aber es rührte sich keine Hand; der junge, hübsche Bursche schmunzelte nur und sah vor sich in sein Gla?.

Alls einer unbesetzten Ecke Des Zimmers hatte bisher Der zuletzt erschienene Gast Dem allen mit gleichgültigen Augen zugesehen; und wennn er jetzt die Faust erhob und dröhnend vor sich auf'Die Tisch­platte schlug, so schien auch dieses nur mehr wie aus früherer Gewohnheit, bei solchem Anlaß nicht Den bloßen Zuschauer abzugeben.Auch mir ein Glas!" rief er, und es klang fast, als ob er Händel suche.

Drüben war alles von Den Sitzen aufgesprungen. ..Wer ist Das? Der will wohl unser Bowiemesser schmecken? Werft ihn hinaus! Goddam, was will der Kerl?"

Nur auch ein Glas!" sagte Der andre ruhig. Laßt euch nicht stören! Haben, denk' ich, hier wohl alle Platz!"

Die Drüben waren endlich doch auch dieser Mei­nung und blieben an ihrem Tische; aber Das grauen« zimmer hatte Dabei Gelegenheit gefunden, sich zrr

Aus -er Stadt Gießen.

Oie Gesundheit des Schulkindes.

Wichtig für die ungestörte Entwicklung des Kin­des ist vor allem eine genaue Zeiteinteilung, Die Aufstehen und Zubettgehen sowie bei den Schul- kmdern Arbeits- und Freizeit regelt und nur ganz ausnahmsweise unterbrochen werden Darf. Ein Kind braucht zehn bis zwölf Stunden Schlaf, für Dessen pünktlichen Beginn und ungestörte Dauer die Mut- ker zu sorgen hat. Bei einem ausgeschlafenen Kinde wird das Aufstehen ohne große Schwierigkeiten vor sich gehen. Je nach Der Länge Des Schulweges sollte das Aufstehen ein- bis anderthalb Stunden vor Den Schulbeginn gelegt werden. Auf alle Fälle muß so viel Zeit sein, Daß das Kind sich ohne Hast anziehen und in Ruhe frühstücken kann. Die Vier- telftunDe mehr Schlaf, die manche Mutter sich mor­gens immer wieder abringen läßt, bringt dem Kmde nicht den geringsten Nutzen, wohl aber oer« r$l5.enen -Schaden. Das nur mangelhaft gewaschene, m Eile sein Frühstück verschlingende Kind itt halb verschlafen, unlusttg und daher unfähig, in Der schule Dem Unterricht zu folgen.

Die gründliche Körperreinigung Des Kindes mit ^seifen von Kops bis zu Fuß findet besser abends vor dem Schlafengehen statt, weil einerseits mehr