zusammen und werfen sich der feindlichen Ueber-
:.tterie mit ohrenbetäubendem Getöse treprerien,
Straßen mühsam vorwärts
25. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt
dagegen in dem vom Dauerregen tiefverschlamm- ^kannt-
ten Gelände größere Kampfhandlungen, so daß es
nur zu örtlichen Gefechten kam, bei denen deutsche ?le Abwehrschlacht im 0 ft e n geht weiter. Nur an und slowakische Infanterie und Panzerverbände die Teilen des südlichen Abschnitts ließ der
feindliche Druck vorübergehend nach. 3m D est -
kaukasus und im Subangebiet beeinträch
tigte strömender Regen die Sampfkätlgkeit. Schwä-
serer motorisierten Truppen und Panzereinheiten $2re Angriffe der Sowjets brachen vor den Linien an zwei Abschnitten 8 w t f ch e n M ony ts ch u nd deutscher und flowakischer Truppen zusammen. Ge-
bis zum letzten und nehmen in vollem Maße an
Krater des aufgerissenen Schlachtfeldes wühlen.
gen W a n y t s ch und Don gewann der eigene Gegenangriff gegen zäh kämpfenden Feind die gesteckten Ziele.
3m Dov-Dovez-Gebiet griffen die Sowjets auf dem Südflügel nur mit schwächeren Kräften an. Die Angriffe wurden abgewiesen, die eigenen Stellungen verbessert, Zur Verkürzung der Front wurde der Brückenkopf Woronesch planmäßig und ebne feindlichen Druck geräumt. 3m Abschnitt südlich der Stadt griff der Feind auf breiter Front an. wurde aber blutig obgewiesen. Südlich des Ladogasees scheiterten bei Tag und Recht starke von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes, zum Teil in harten Rahkämpfen.
3n Stalingrad heftet die 6. Armee in heldenhaftem und aufopferndem Kampf gegen erdrückende Uebermacht unsterbliche Ehre an ihre Fahnen. verbände der rumänischen 2 0. 3nfan- teriedivision und 1. Kavalleriedivi- s i o n schlauen sich mit ihren deutschen Kameraden
des blutgetränkten Bodens, um jede Hausruine und jedes Pan?erwrack. Sie alle schreiben an dem ruhmvollsten Blatt der Geschichte deutschen Heldenmuts.
I Ller AZeKrmachtbenchi.
DRV. Aus dem Führerhauptquartler,
viel Blut gekostet hat. 500 gefallene Bolschewisten und mehr in dem schmalen Gefechtsstreifen eines einzigen deutschen Bataillons sind keine Seltenheit. Gleich schwere Ausfälle werden aus dem Kuban-Gebiet gemeldet. Dort wurden im Vorfeld
eines in den letzten Tagen vom Feinde mehrfach vergeblich angegriffenen Stützpunktes über 700 gefallene Sowjets gezählt. Am 24. Januar versackten
Don warfen die Bolschewisten zurück und entrissen ihnen nach harten Kämpfen und unter Vernichtung von 20 Panzern wichtige Geländestücke. Auch im
fen. Kein Wort sprechen sie. „Diese verfluchte Halle!" Das ist alles, was bisweilen einmal einer halblaut hervorstößt.
Sobald der Morgen graut, wird es zwischen den Hallen 7 und 4 ruhiger. Dann bleiben nur 20 Meter bis zur halb zerschossenen Mauer, hinter der der Feind sitzt, unheimlich, grauenhaft. Hinter den unauffälligen Mauerlöchern unseres Werkgebäudes aber hocken die Grenadiere und lassen Minute für Minute und Stunde für Stunde kein Auge von der Wand da drüben. „Den u n s ich t b a r e n Krieg" nennen wir diesen zermürbenden, mervenaufpeitschen- den Kampf um die Ruinen und Trümmer von Stalingrad, jenes Ringen, in dem nicht das Geringste vom Feind zu sehen ist und dennoch Schuß auf Schuß fällt. Unsere Grenadiere warten und warten. MG. oder Gewehr immer schußbereit. Wird drüben eine Hand oder ein Arm sichtbar, so schießt man noch nicht. Rein, man muß warten, bis sich ein Stahlhelm oder ein Gesicht hervorschiebt. Im unsichtbaren Krieg in Stalingrad fallen nur gutgezielte Schüsse ...
Bei Tage liegt der Schwerpunkt im Abschnitt der Kompanie an der Ecke der Halle 7, dort wo Stirnseite und Wolgaseite Zusammenstößen und eine Schlucht in das noch vom Feinde besetzte Dorge- lände führt? Kurz nach 9 Uhr kommt wieder einer der beMn Unteroffiziere: ,^err Leutnant, sie sind
Angriffe des Feindes in Riegelstellungen auffin- gen oder in Gegenstößen zürückwarsen.
Don der Luftwaffe unterstützte Gegenangriffe un-
Das Beispiel der Front fordert deine Arbeit und deinen Verzicht!
Sie 6. Armee heftet in Stalingrad in heldenhaftem Kampf unsterbliche Ehre an ihre Fahnen.
Fanatische Entschlossenheit.
Der Heldenmut und die Todesverachtung unserer Soldaten an der Front sind ein Fanal, das unsere Herzen aufrüttelt und uns die weltgeschichtliche Größe der Entscheidung vor Augen führt, die wir erzwingen müssen, ko sie es was es wollet 3e größer und schwerer die Opfer, die unsere Kameraden aut dem Schlachtfeld bringen, desto fanatischer wird unsere Entschlossenheit, den Krieg nach dem Gesetz siegreich zu vollenden, nach dem wir als Rationalsoziulisten im Kampf gegen den Bolschewismus angetreten sind.
Wilhelm Weiß im „Völkischen Beobachter".
wieder in die Halle e in g e d ru n g e n !" Der Offizier eilt hinaus, diesmal mit der Maschinenpistole. Unser Posten an der Ecke der Halle kann die Schlucht nur auf wenige Meter einsehen. Der Feind nutzt diese Deckung aus, nähert sich mit 20 oder 30 Mann, wirft Handgranaten in das Mauerloch des Postens, und während dieser die Kompanie alarmiert, sind die Bolschewisten auch schon in der Halle.
Die Handvoll Grenadiere setzt zum Gegenstoß an. Hinter den großen Stapeln unverarbeiteter Metallbarren werfen sie chre Handgranaten hervor, ohne selbst sichtbar zu werden. Maschinengewehrgarben peitschen dem eindringenden Feind entge- geft. Aus kürzester Entfernung feuern die Grenadiere. Das geht so hin und her, 30, 40 Minuten lang. Drüben schreien die Verwundeten des Feindes. Diel scheint nicht übriggeblieben zu sein von dem eingedrungenen Trupp. Die Maschinenpistole im Anschlag geht der Leutnant an der Spitze seiner Grenadiere vor. Einige der struppigen, erdbraunen Gestatten werden überwältigt und gefangen- aenommen. Die Kompanie besetzt die alten Stellungen. Diese Einbruchsversuche unternimmt der Feind täglich, immer zwei- oder dreimal. Sogar seine festen Jetten hat er dafür. Die Grenadiere kennen das schon. Als es wenige Minuten vor zwölf Uhr ist, meint der Leutnant: „Jetzt müßten sie allmählich wiederkommen!" Und es vergeht keine Viertelstunde, als abermals wüster Gefechtslärm durch dos Werkgebäude hallt und die Bolschewisten zum zweitenmal hinausgeworfen werden.
Heute tut sich jedoch zum ersten Male eine weitere Schwierigkeit auf. Von einer kleinen Anhöhe, wenige hundert Meter vor dör Halle, noch auf dem diesseitigen Wolgaufer, schießt eine sowjetische 7,62-cm-Pak herüber. Sobald drüben das Mündungsfeuer aufblitzt, werfen sich die Posten hinter ihren Mauerlöchern in Deckung, lieber ihnen schießt der Feind die Wand der Halle 7 zusammen, ganz systematisch, von rechts nach links. Sofort sind unsere schweren Granatwerfer feuerbereit. Gleich die ersten Einschläge liegen genau bei dem sowjetischen Geschütz. Drüben springt die Bedienung in Deckung, der Beschuß hört auf. Aber als unsere Gra-
qualten und den Born- sie das Unmögliche. Ein Offizier und 30 Mann, )|en Gebirgstälern loh- durch Hunderts von Bolschewisten _umringt, wer-
natroerfer Äas Feuer einstellen, schießt der Feind weiter. Schuß um Schuß, alles auf unsere Mauer.
Der Leutnant hält den Pakbeschuß für Feuervor- bereitung und rechnet mit einem feindlichen Angriff größeren Ausmaßes. Jetzt wird es kritisch; denn von den Posten sind wieder einige verwundet worden, weniger durch Splitter, sondern vorwiegend durch die herunterprasselnden Ziegelsteine, alles leichte Fälle. „Daß mir jetzt bloß feiner von feinem Platz wegläuft", sagt er, „und wenn sie uns die ganze Mauer über dem Kopf zusammen- schießen!" Er geht selbst hinaus und legt sich mit hinter die Ziegelwand zu seinen ©renovieren. 14 Sprenggranaten krepieren wenige Meter über und neben ihm. Aber er bleibt! Die Grenadiere aber sehen das Beispiel, das er ihnen gibt. Es richtet sie auf, obwohl die Nerven zu zerspringen drohen, es reißt sie mit, treibt sie zum Aushalten an. Und alle bleiben! Mehrmals werden sie halb ver- schüttet und müssen sich aus den Ziegelsteinen und Trümmern der geborstenen Mauer herauswühlen, und als diese fast umgelegt ist, schießt der Feind mit Kopfaranaten hoch oben den Eisenträger in Fetzen, bis schließlich auch noch das obere Mauerwerk, Eisenteile und ein Stück Dach herabstürzen. Lorn fliegen plötzlich aus der Schlucht wieder Handgranaten herein. Wie der Leutnant «porausgefeben hatte: der feindliche Angriff! Schon setzen die Bolschewisten zum Sprung in die Halle an. Wie richttg war es, nicht von der Mauer weg* zugehen! Gleich die ersten Angreifer werden von einer MG.-Garbe niedergemäht. Die anderen kehren eiligst in die Deckung der Schlucht zurück. Das war der dritte sowjetische Einbruchsversuch an diesem Taae — abqewbrt von e-'ner Handvoll Grenadiere.
Und wieder bricht die Nacht herein, die 21. im Werk. Beim Kompanieg-sechtsstand treffen sechs Ranzerjäger ein. Der Leutnant nimmt die Meldung entgeaen. „Wgs. so etwas gibt es nock?" fragt er erstaunt, „sechs Mann zur Verstärkung der Kompanie? Donnerwetter, wann hoben wir so was mal gehabt! Da kann ich ja direkt meinen Abschnitt wieder besetzen!" Draußen aber bei den Grenadieren fliegt es von Posten zu Posten. Ganze sechs Mann — und doch gibt das schon wieder neuen Austrieb. Damit lassen sich schon einige Lücken schließen. Und die vier Stunden Ruhe, die ab heute hätten wegfallen müssen, könen auf diese Art auch beibehatten werden.
Im Keller des Kompanieführers sitzen die z w e t Unteroffiziere, um sich ein wenig aufzuwärmen: denn draußen find schon wieder 15 Grad Kälte, und Ruhe gibt es für sie ja nicht. Sie sind beute beide verwundet worden, der eine durch einen Splitter im linken Unterarm, der andere durch einen her ab stürz enden Ziegelstein am Hals. Es sind leichte 23erw unbungen1, aber immerhin so, daß beide zurück zum Truppenverbandplatz gehen könnten. „Nein, Herr Leutnant", sagt der eine, „ich habe mich vom Sanitäter verbinden lassen, das ge- nügt. Ich gehe nicht zurück. Die Nacht über werfen sie ja doch wieder Handgranaten, und morgen versuchen sie wieder einzubrechen. Was soll denn aus der Kompanie werden, wenn wir jetzt auch noch gehn!" Die Unteroffiziere bleiben. Nur wenige Minuten wollen sie noch an dem wärmenden, flackernden Holzfeuer sitzen, zumal es nach der Abwehr des feindlichen Vorstoßes draußen vorübergehend still geworden ist. Nur einige Minuten — aber da hat sie auch beide schon die Müdigkett übermannt, und sie sind eingeschlafen. Das erfte'mal seit fünf Tagen... Der Leutnant läßt ihnen diese kurze Ruhe. Er bringt es nicht übers Herz, sie zu wecken, er weiß, wie schwer sie sich diese Handvoll Schlaf oerbient haben. In der Zwischenzeit begibt er sich selbst vorn an die Mauer gegenüber Halle 4 und nimmt die Plätze ein, auf denen sonst die beiden Unteroffiziere stehen...
So lebt eine Kompanie — nein, eine Handvoll Grenadiere in Stalingrad, bei Tag sehnen sie die Nacht herbei, obwohl sie wissen, daß auch diese Stunden keine Ruhe bedeuten, und wenn der unheimliche Kampf in der Dunkelhett tobt, dann warten sie ungeduldig auf den Tag, der auch wieder nichts anderes bringt als neue Kämpfe, Opfer, Entbehrungen — vielleicht auch den Tod. Und so geht es Tag für Tag.
Wie soll man diese unmenschlichen Leistungen unserer Grenadiere richtig würdigen: dieses uner= müdliche Postenstehen in Wind und Wetter, auf
(95. Jahrgang Nr. 2(
toiä)e<ni außer
Sonntaas und feiertags •Heilonen: (Siebener iVamrlienblätter Heimat imV'ld-DieScholle BeqtmSvreisr Monatlich .... .RM.1.80 Austellgebtthr .. „ -.25 auch be Nichterscheinen von einzelnen Nummern tnfolae höherer Gewalt
Ein einziger Gedanke.
In der Zeit der größten Bewährung, die einem Volke vom Schicksal auferlegt wird, offenbart sich das große 'Wunder der Nation: in aller Herzen brennt nur die eine Flamme noch, — heiliges Vaterland! Diese Flamme ist es, die einem unterdrückten Volke die Ketten der Knechtung an ihrer Glut zerschmelzen läßt und die dem starken Volke im gerechten Kriege die Waffen zu unüberwindlichem Stahl glüht.
Aus der Kraft dieser Flamme hat sich in jenen finsteren Jahren nach Versailles, als Deutschland nach dem vermessenen Willen seiner alten Feinde zum Untergang bestimmt war, der Wille zur befreienden Tat in den frühen Bekennern und Marschierern des Führers entzündet, und aus dieser glühenden Kraft entstand schließlich da-; neue Reich als die stolzeste Erfüllung aller Deutschheit. Diese Kraft zu beweisen und zu bewähren, ist heute der Auftrag des Schicksals an das ganze deutsche Volk, und nicht einer ist von diesem Auftrag ausgenommen.
In dieser Flamme müssen wir alle unsere Krafts und unseren Charakter läutern, und in dieser Flamme müssen wir auch unsere Herzen zu Stahl । härten, denn die Kraft zum Siege, den mit den Waffen uns kein Feind mehr entreißen kann, und zur Erfüllung des Sieges ist ebenso groß, wie in uns der eine Gedanke an das Vaterland und der Wille und die Bereitschaft zu jedem Opfer um des Vaterlandes willen stark ist.
Bei allem, was wir tun, bei jeder Handlung und zu jeder Stunde des Alltags soll uns deshalb nur ein einziger Gedanke leiten: der glühende Wille, dem Vaterland und seinem Sieg zu dienen.
irrige, schmutzige rnb von dem ständig' brennenden , llzfeuer verrußte Gesicht um Jahre gealtert, und ur aus den Augen blitzt noch dieselbe Uner- chrockenheit und Energie hervor wie damals.
.Hören Sie sich das an!" sagte er, als draußen i; Wurfgeschosse einer feindlichen Granatwerfer-
Gebiet zwischen Donez und Don schwächte starkes Tauwetter die Kampftätigkeit ab. Lediglich am- Südflügel dauerten die feindlichen Angriffe an, doch setzten die Bolschewisten nur schwächere Kräfte ein, die zum Stehen gebracht oder zurückgeschlagen wurden. Im mittleren Don-Abschnitt unterstützten Flakkampfttupps der Luftwaffe den Kampf gegen erneue Bereitstellungen des Feindes. Sie rieben dabei ein feindliches Schützen-Bataillon auf und vernichteten in direktem Beschuß sieben Pak-Geschütze mitsamt ihren Bedienungen. Weiter nördlich brachen auf breiter Front vorgetrogene feindliche Angriffe blutig zusammen, während am geräumten Brückenkopf Woronesch unsere Artillerie feindliche Kolonnen zerschlug, die in das völlig zerstörte Kampfgelände einrücken sollten.
lieber Stalingrad lag wieder das schwere Feuer des Feindes, der mit wachsender Wut die Helden der 6. deutschen Armee und ihre rumäni-
Eine Handvoll Grenadiere.
Kameradschaft der Front in der Hölle von Stalingrad
Von Kriegsberichter Herbert Rauchaüpt.
scheu Kameraden zertrümmern will. Mit brennen
den Augen in^ schmalen, harten Gesichtern starren ... *___.
sie in das tosende Ungewitter der.berstenden Gra- dlri-m Ruhm teil, raten und warten, bis sich die Panzer durch die
3 geht das nun d i e ganzen drei Wpchen ndurch, ununterbrochen. Tag und acht! Mtt Artillerie kommen sie ja nicht über 2 hohen Mauern der Halle hinweg, aber mit Dem .eilseuer ihrer Granatwerfer haben sie sich genau Ingeschossen. Nun, so lange wir in den Kellern jen, können sie von mir aus ja rumsen, denn durch e starken Eisenplatten über, uns kann nichts .rch. Nur", fügt er ernst hinzu, „Diel ist von meiner jmpanie nicht mehr da, was sich hier Hiten im Keller etwas alldruhen kann. Alles steht c't ständig draußen auf Posten. Ablö sung gibt > bei uns nämlich k a u m n o ty"
War die Kompanie schon vor drei Wochen der ?ahl nach keine kampfstarke Kompanie^ mehr, so ir es unvermeidlich, daß auch die Kämpfe der jvifchenzeit ihre Opfer gefordert haben. Zum Glück :r wenig Tote, in der bei weitem überwiegenden iehrzahl Leichtverwundete, aber für die Komme immerhin Ausfälle. Für jene aber, die übrig eben, bedeutete das, den Platz des Kameraden i auszufüllen. Denp wurde auch die Zahl der renabiere kleiner, so behielt doch der zu vertei- ;ende Abschnitt die alte Breite. Das hieß also: du 14 Stunden Postenstehen und 10 Stunden rhe auf 16 'Stunden und 8 Stunden, 17 Stunden d 7 Stunden und täglich verschob sich das Der- hcttnis weiter, 18 zu 6, 19 zu 5, 20 zu 4. 2 0 Kunden täglich in der inzwischen mit schnei- tetbem Ostwind hereinbrechenden Kälte, die auch be Tage nicht über —10 Grad ansteigt, und nur Hier Stunden Ruhe an dem schwelenden hrhfeuer in einem verdreckten Kellerraum! Vier künden Ruhe — wenn man diesen bleiernen Hcllb- Ifr-af bei der alle paar Minuten zerplatzenden Suppe der sowjetischen Granatwerferbatterie und nachts außerdem noch bei den oft in bedenklicher he krepierenden Fliegerbomben wenigstens noch ! Ruh^ bezeichnen könnte. Und der Leutnant und s zwei Unteroffiziere verzichten selb ft au f ie f e vier Stunden, weil nur selten, ganz selten rmal vier Stunden hintereinander vergehen, in rn sie nicht alarmiert werden. .
Saum ist die Nacht hereingebrochen, kommt einer ' beiden Unteroffiziere in den Keller gestürzt: jerr Leutnant, sie werfen schon wieder Hand grauen!" — „Woran ich an sich nichts ändern kann , ernt der Kompanieführer, aber er setzt doch den tthlhelm auf und macht sich fertig. „So geht das b* Nacht, seit drei Wochen, ohne Unterbrechung! eint er im Hinausgehen. Jede Nacht ist an der trnfeite des Gebäudes, wo unsere Posten dem m alle 4 sitzenden Feind auf 20 Meter g?genuben ?ren, die Hölle los: Die Bolschewisten werfen durch e Fensterhöhlen unserer Halle Handgranaten her- )ir, immer wieder, zwanzig, dreißig, vierzig. Die
nze Nackt hindurch. , . ..
Itnfere Posten sehen nichts in diesen Ramien, die
hrr in den frühen Morgenstunden von d^ schmalen kühel des abnehmenden Mondes spärlich erhellt hb. Und bann schallen dumpf die DeMnattonen d^rrch die riesigen Hallenbauten. Unsere Posten wer»
Aus dem nordafrikanische n Raum wird
Wenn sich Sie Uniriffe' der hin-'und hertaumelnden ör,!id)J SamÄteif nenetbeL H- Sotoffe im Rauch der Explosionen und im hochge- bnlen miesen feindliche Lrknndung-oorslohe ab. schleuderten Erdreich abm^eichnen beginnen, reißen fiam^ftteger bombardierten Hafen und Flugplatz sie alles, was noch an Kraft in ihren Leibern steckt, Tobruk.
Gießener Anzeiger W
vriqNche UntBerfttafrnSrei K tage General-Anzeiger für Oberhessen ®^embaronn
benreihen in den deckungslosen Gebirgstälern loh | , , , ,
nende Ziele boten. Diese Truppen sollten die großen, den Aur llebergabe aufgefordert. Sie lehnen ab Lücken in den feindlichen Angriffsverbänden auf-, und brechen irn Nahkampf jur nächst e,n füllen, da der Zusammenbruch seiner Stoßdivisionen'Ig elstellung durch, um von dort aus den in dem harten Ringen der letzten Tage dem Feind, Feind von neuem änzupacken. So wie diese Gre- ’ ' ■ - -- ■" [ nabiere ringen alle unsere Soldaten um jedes Stück
DNB. ... 25.Jan. (W.) Vor drei Wochen am ich zum erstenmal zu jener Grenadierkompanie n der Fabrikhalle 7 eines Werkes. Auf 20 Meter Entfernung liegen hier unsere Stellungen dem Lerkgebäube der Halle 4 gegenüber, und außerdem chert dje Kompanie auch noch den etwa 200 Meter reiten Geländestreifen zur Wolga hinab. Eine Kompanie, wie nur eine Kompanie nach den harten kämpfen eines heißen Schlachtensommers, nach nem aufreibenden Vormarsch vom Donez zur Lolga eben so aussieht. Das können zwangsläufig :cht mehr 150 oder 160 Mann fein, an deren . -Pitze ein Hauptmann steht. Wir haben uns da hon längst an andere, an bescheidenere Verhält- ässe gewöhnt und sind gut damit zurechtge- 3mmen. Welch bewundernswerter Taten auch Ein- 2iten mit weitaus geringerer Gefechtsstärke fähig nb, dafür ist jede Kompanie in Stalingrad der hlagende Beweis. Sp verfügte auch diese Handvoll irenabiere hier trotz ihrer geringen Zahl über eine eachtliche Kampfkraft. Schließlich hat man in Hun- arten von Gefechten nicht umsonst gelernt, am MG. iTftatt ber drei Mann Bedienung nur noch mit ajei auszukommen, die Feuerkraft bleibt bann trotz lern die alte, und das ist hier in der Verteidigung i erster Linie entscheidend.
Drei Wochen später sehe ich dieselbe Kom- aräe wieder, noch immer an derselben Stelle, in alle 7. Man braucht die Grenadiere wirklich nicht ach dem Geschehen zu fragen, bas hinter ihnen egt Die tiefliegenden Augen in den blassen, vertäten, unrasierten Gesichtern sprachen eine einmütige Sprache, und auch die vielen Löcher in den länteln und Uniformen, von Granatsplittern ge- ssen, die nur gestreift haben, ohne zu verletzen, die erbänbe und Heftpflaster auf so mancher kleinen chramme sagen mehr als alle Worte. Und sieht an bann bie alten Stellungen wieder, in men nur noch einer am MG. liegt, wo vor drei >ochen noch zwei gestanden haben, bann weiß man, eiche Anforderungen diese Zeitspanne an unsere renoviere gestellt hat
Die Abenodämmerung ist schon hereingebrochen. 3i demselben Kellerraum der Halle wie vor drei • j ochen befindet sich der K o m p a n i e g e f e d) t s • ia n b. Da ist auch noch ber Leutnant, der damals n ganzen Krieg mit jener fast jungenhaften Un- kümmeriheit betrachtete, als könne ihn auch 61a- mgrad so leidjf nicht erschüttern. Heute scheint das
Berlin, 25.Jan. (DNB.) Im Befttaufa« , , s u 5 griffen unsere Tiefflieger zahlreiche feindliche macht entgegen. Sie zerbrechen die Panzer, zersckla- Kolonnen an, die sich auf den hochverschneiten Paß- gen die Schützenwellen^ und immer wieder schaffen


