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bw Togtdiettunflen außgelegt. Tiefe beiben Säum?! mit der ©egrünbung, t linb von Montag bis tfrntag umntterbrodien pon > Lachen einer Partei feien.

in Berlin fu r t a. M. Minister Berlin.

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den der Heizvorräte entbehrenden Gtubierenh.m eine Unterkunft zu bieten, bat die UnÜKtiitätö* Bibliothek außer dem ZeiNcvri ten-Lestzimmer auch 2 Zimmer im Unterstocke des BibliothekSgebäudes -u lirferäumen eingerickrt t. In «nnem davon itno

durch die Bezirksleitungen Frank- zur geft. Weitergabe an den Herrn der öffentlichen Arbeiten

lun»Zn»ege die Frage zu lösen, uktocrlicbüftdlnntb demicher Eis-Beamten.

Deutscher Eilend. »Verband.

All gemenrer Ei,enbohn er verband.

Die Reden gehen weiter Bahnschasfner Z o

brodxte wieder mehrere Einzelfälle über Fett griffe höherer Beamten vor. Zugführer Otter wandte fick gegen den Teil der Bevölkerung, der über die hohen Löhne der Eisenbahner schimpfe. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der Eisen­bahner sei nicht in der glücklichen Lage, 12 480 Mark jährlich oder 1040 Mark monatlich zu ver­dienen, die heute für den Lebensunterhalt einer ooedßpiigni Emilie notwendig seien, wie ter Redner an Hand einer ausführlichen Tabelle nachwies

BolksLamnvrrchierrdneter Urstadt führte u a. aus, ban di« freudige Mitarbeit der Nsen» ba lmer am Wiederau st.«u des Reiches außer- ordentlich wichtig sei. Für die Versetzung Fied­lers nach Qnefecn h>tk« er sich schon früher und

Sin Ultimatum der U. S. p. in Srantfurt.

= Frankfurt a M., 23. Rov. Mil dem Rücktritt des Polizeipräsidenten Darris und der gleichzeitigeii Ernennung des mehrheitssozia isst» fcken Bezirkss. k etörs Ebrler zum kommistori­schen Polijeipräftdenten hat sich ein vollständiger Umschwung m der Ausübung der öffentlichen

heute von dem französischen Kriegsgericht frei» gesprochen

Mannheim, 22. Nov. (Wolff.) Tie Pfalz- Zentrale meldet: An der letzten Sitzung des Kriegsgerichts der 10. französischen Armee wurden die beiden französischen Solbaten Reims und Ber­tram, die am 19. Oktober 1919 in Weyher sinnlos mit ihren TienstsZvcchren l^rumfcho fen, nwbei ixe 50 Jahre alte Katharina Graf erschossen nniToe, mtt 3 bzw. 2 Jahren Gefängnis bestraft. Ter Anklagevertreter halte die Todesstrafe beantragt. Tas war also die ganze Sühne für eine Mordtat, Vve in der Pfalz ungeheure Erregung hervorge- rufen hat.

Einreise nach dem Regierungsbezirk Trier.

Frankfurt a. M, 22. Nov. (Wolff.) Der Mchnittskvmrnandeur III in Runkel a. d. Lahn teilt mit, daß sämtliche Einreisegefuche von Ziml Personen nach dem Regierungsbezirk T r i e r, der iefct französisch besetzt ist, an das Ztmlkomnns- sariat IV in F r a n k f u r t a. M zu.richten sind. Eine Einreise .'n das amerikanisch besetzte Gebiet, um von dort in den französisch besetzten Regie­rungsbezirk zu gelangen, ist ohne bte auf Ke oor- Benannte Weise zu beantragende französische Ge­nehmigung nicht zulässig. Zuwiderlxrndelnden Per­sonen kann von der amerikanischen Behörde unter feinen Umstünden die Weiterreise gestattet werden. Die im besetzten Gebiet wohnhaften Personen ton» nen auf Grund eines mit dem Stempel ihrer Be­satzungsbehörde versehenen Ausweises in die übrigen besetzten Gebiete reifen. Die aus dem un­besetzten Deutschland Einrcisendcn dürfen jeweils nur unmittelbar in das besetzte Gebiet einreifen, für welches sie die Erlaubnis der betreffenden Be­satzungbehörden eingrholt haben. Den Anträgen um Einreiseerlaubnis tnfranzösisch besetzte Ge­biet (Zivilkommissariat IV in Frankfurt a. M.) farm die Bitte um Erlaubnis zur Weiterreise tn «anderweitig besetzte Gebiete angefügt werden. Diese Weiterreise darf aber nur nach der ausdrücklichen Genehmigung der französischen Behörden aus­geführt werden.

Deutsche Nationalversammlung.

Berlin, 24. Nov.

TaS HauS ist schwach besucht.

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sit­zung um 1,30 Uhr.

Tie zweite Beratung des Entwurfes einer Reichsa bgnbenor bming wird fortgesetzt.

Präsident Fehrenbach stellt die ausstehen­den Abstimmungen über die §§ 5, 11 und 14 aber­mals vorläufig zurück, macht aber darauf auf­merksam, dak er bei dem nächsten strittigen Para­graphen auch über die ausstehenden wird abstim­men lassen.

Beim dritten Abschnitt (Finanzämter) spricht Abg. Brodauf (Dem.) über die Uebertragung von Steuergeschäften an die Gemeindesteuer am ter und die Heranziel-ung der geübten Gemeinde- fteuerbeamten zur Reichssteuerverwaltung.

UnterstaalssekreiLr Möhle: Wieweü die Ge- meindesteuerbeamten ntm Reichsdienst herangc- zogen werden, läßt sich noch nicht übersehen.

Eine grobe Reilie von Paragraphen wird in der Anssckiustfasfung mit umvesenllichcn Abände­rungen ohne erhebliche Aussprackie angenommen.

Zu 8 1/2 wird ent Antrag Türinger (D.- Natl i angenommen, itach welchem dem Steuer­pflichtigen bei seiner Vorladung vor das Finanz­amt schriftlich die Punkte milgetellt sind, über die er sich äußern soll.

Zu 8 179 liegt ein Abänderung-an t rag Siehr (Dem.) vor, noch welchem Aerztc und Recht Sannxilte bte Auskunft venveigern können Über das, was iljnen bei Ausübmtg ihres Berufes anvertraul worden ist, ferner Verleidiger in Straf­sachen und deren Gchllsen hinsichtlich der Tat- mchl-n, die sie in dieser ihrer Eigmschaft erfahren hoben.

Ter Antrag wirb abgelehnt und in ber Aus- fchuffassung an genommen.

§ 5 wird noch Ablelmung ber AbLndenmgs- unb Stnichungsanträge in ber Ausschußfasfung ai genommen.

Zu § 11 wird ein Abänderungsantrag Höbe (00».) nnb Burlage (Zentral .angenommm, nach welchem die Abgremung ber B^'zirte ber LandcSfinanjämter durch Reichsgesetz bis spätestens zum 1. April 1921 zu geschehen hat.

Dem § 14 wird auf Antrag Katzenst etn (Soz. ein Absatz hinzugefügt, bah die Richter der Ftnanzgert'chte für ihre dienstlidie Bestrafung u. a den Mitgliedern des ReichSsinanzhofes gleichgestellt werden.

Nach Erledigung der zurückgestellten Abstim- nrtmgen werden weitere Paragraphen angenom­men.

§ 194 bestimmt: Wer Erzeugnisse, bie noch den Abgabeaesetzen zu versteuern sind, gewinnen oder Herstellen will, hat dies dem Finanzamt anzuzetgen. Ter Anttag I un g n ickel (Soz.) äh sogen,Wer Gegenstände gewinnen, Herstellen ober umleben will, an deren Gewinnung, Her­stellung ober Umsatz eine Steiterpflicht geknüpft ist, Hot di- S" nfro., wird angenommen.

Zu 8 210 wird ein Antrag Burlage (Ztr.) angenommen, wonach bte Vorschriften des Ab­satzes 3 deS 8 210 (Beschwerden gegen Steuer- Hetzen > nicht gelten für den Fall der Verweigerung einer Versicherung an Eidesstatt.

In 8 212 wird bestimmt, daß Stenerveranla- g-tmgen unzulässig sind, wenn die Nachprüftma eine höhere Veranlagung rechtsertigt, auch für die Erbschaftssteuer Der Ausschuß hatte die Erb­schaftssteuer davon ausgenommen

Abg Simon-Schwaben (Soz.) beantragt Miederberstelluna der Regierungsvorlage. Tit Äbgg. Schneider-Franken (Ztt.) und Lude­rn ig (Dem.) sprechen gegen, Abg Kayenstein für den Antrag, welcher angenommen wird. Abg. Taucher (Ztt.) beantragt die Einfügung eines ß 355a, nach welchem straffrei bleibt, wer im unverschuldeten Irrtum über das Bestehen ober die Notwendigkeit steuerrecht!icher Vorschrif­ten die Tal für erlaubt gehalten bat. Abg Dr Siehr stimmt dem Arttag am Abg. Dr Braun> Franken (Soz.) beantragt zu diesem Anttag einen Zufatzanttag. ber den Antrag nach drei Jahren außer Straft treten lassen soll. Abg Dr. Graf Dohna (T. Bp.) tritt für den Anttag Taucher ein, ist aber gegen die zeitliche Beschränkung der Klausel. Anttag Taucher wird angenommen, An­ttag Braun abgelehnt. Noch den Beschlüssen des Ausschußes wird der Rest des Gesetzes ohne er­hebliche Abänderungen angenommen. Die Ab- ttmmunyn über die Entschließungen des Ans­chusses. über den Zehnerausschuß, über die AuS- ührungSbestini«nun gen usw. werden bis zur dritten Lesung zurückgesleilt.

Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Anfragen, kleine Vorlagen. «Schluß 6 Ubc

Tivettionsverfügung, da die Gründe der Dirccktio'.« für eine ablehnende Haltung nicht stichhol üi genug flnb und als eine Vergewaltigung der Bearnten- unb Arbeiterausschüise sowie ber bett. Beamten jjdbft ang.'scl)en werden rnnß. Damit berartige Mißgrijst, die nicht vereinzelt sind, für bte Zu- kunst oermieixn werden, wird eine anderweitig Verwendung des Reg.-Rates Dr. Gvudesroh notwendig. Ta dieser Herr nach immer nicht ge­neigt ist, sich den heutigen Zeit Verhältnissen an* zupassen, vielmehr dos notwendige Verl raum zwi­lchen Untergebenen und Vovgetetz'en svstemalisch erschüttert und sth.itegt, ist es cme Nvtwendigldil, ifnt dort zu verwenden, wo er in dieser Hinlicht nicht mehr zum Schaden der Allgemeinl-eit wirken kann. To die Beamten und Arbeiter der unter­zeichneten Gewerkschaften B^-rfgäinetis genug hoben, ctese Forderung in der jetzigen Zeit nicht mit Ge­walt durch einen Streik zu erzwingen, erwarten bbe gcmäliten Vertreter u mgehende Entsentvng eine-3 Kommissars, ber mit den erforderlichen Voll- nvachten ausgestattet ist, um auf dem Verba nd-

überzeugt sei, daß Fiedler aus politischen Grün­den seinerzeit versetzt worben fei. Weiter betonte er, daß mit allen Kräften darauf hingemÄeiter werden müsse, daß die Verfügungen der dtvgicrung bei ihrer Durchführung von den Nachgeordneten Stellen nicht ungültig gemacht ober gar in ihr Gegentell verkehrt werben dürften. Sollte dies doch geschehen, bann solle man nicht gleich bet Regierung alle Schuld in die Schuhe schieben. Die Minister seien auch Menschen und tonnten niefjt alles allein bewältigen, sondern feien zum tzroßen Teil auf ihre Ratgeber angewiesen. Weiter warnte der Redner die Ausschüsse, sich durch ihr Mißloauen gegen bte Geheimräte zu unvorsichtigem Vorgehen verleiten zu lassen, ba man babitrd) ben Gegnern ber Demokratisierung nur Waffen in die Hand gebe.

Abgeordneter Vetters hält eS für notwen­dig, daß die Rechte der Ausschüsse eher erweitert als eingeschränkt werden. Er erklärt weiter, daß auch er nunmehr glaube, daß es höhere Beamte gebe, die nidM wollen, daß es klappe, die ben Betrieb sabotieren. Bei der letzten Vertehrseinschrankung habe er beobachten können, wie von verschiedenen Zügen eine ganze Menge Wagen leer mitgeschleppt worden seien. Die hessische Volkskammer habe leider so gut wie gar keinen unmittelbaren Ein­fluß auf den Betrieb ber Bahn. Der Redner be­grüßt zum Schluffe seiner Ausführungen, daß die Preise besonders eingrlaben worden sei. Dies stehe in erfreulichem Gegensatz zu einer anderen Ver­sammlung in demselben Lokale, wo man so unver­nünftig gewesen sei. den Aus.chluß einer bestimm­ten Zeitung zu verlangen. Abgeordneter Kiel behauptet, daß die letzten Errungenschaften der Revolution in Gefahr seien.Wir wollen diese Er­rungenschaften aber nicht zurückerobern mit Hanb- benten, sondern die Gnster revolutionieren." Werter deuten, sondern die Geister revolutionieren. Wen er erklärte der Redner, daß er in der Volkskammer die Verankerung des Rätesystems beantragt habe, mit seinem Antrag aber allein geblieben sei. Heute müsse er nun hören, daß Abgeordneter Vetter- aui dem gleichen Standpunkt rote er stehe. Ab­geordneter Vetters erklärte, daß die Betriebs­räte in der hessischen Versüssung nicht besonders ausgenommen zu roerben brauchten, ba die- bereits in ber Beriassung des Reiches geschehen sei, die ja auch für Hessen Gültigleit habe. Abgeordneter Urstadt gab eine ähnliche Erklärung roie sein Vorredner ab. Man müsse aber auch scharf unter» schaden zwischen dem Betriebsräte hstem und dem politischen Rätesystem, durch das das Reich und oa tii.ifrclftuaieii regiert iverdeu tolle. Eine poli­tische Rätedittiu lehne er ganz entschieden ab.

Ordnung vollzogen. Tie Regterung-truppen, das hiesige LaideSschützenbataillon, halben ramsta^ früh in lühuem Handstreich die Hil -voll isteu aus dem Präsidium ent.ernt und sie entioaifuet. Sie versel,«" bis auf weiteres den Sicherh. it^dienft im Präsidium und stützen damit bic Autor,tt! EhrlecS. Tie politischen Gegner deS PvlijttpcS'i- beuten, b;e Uual>l)ängigm und die sromnunititrn demonstrierten Samstag nachmittag in stundenlangen stürmischen Versammlungen gegen denGeiva.takt Nosk S" und desch os en geeignete Gegenmaßnahmen. Die Hilfspolizisten, von denen übrigens die bei seren Elemente weiter im Dstusl bet Sicherheitspolizei verbleiben sollen, haben ihn Tätigkeit eingestellt unb »ich ben Unabhängigen und Kommunisten, bei benot sie meistens orgaiiiiini waren, nunmehr offen angeschlossen. Samstag nachmittag fanden umfassende von reichem Erfolg gettönte Durchsuchungen der butterigen Dienst- raume der Hckfspolizei im Präsidium statt. Mu ber Entfernung ber H.lfspolizei linb luiaer geord­nete gefctzmähiae Zustände in bet Frankfurt« Polizei eingekehrt, eine Tatsache, bie von dem weitaus größten Teile ber Bevölkerung mit Ge­nugtuung begrüßt wirb Zur sosortigen Nieder- färnpfimg ctroaiger Gegenaktionen burchfubr« Samstag unb heute zahlreiche Autos mit Regie- runastruppen die Sttaßen Doch kam eS mr,>endS zu Ruhestörungen. Das Straßenbckd zeigt keiner­lei Aenverungen

Frankfurt a. M., 24. Nov. Heute mittag erfchien aui bem Polizeipräfönum eine Ab­ordnung von U S P ^Vertrauensleuten der Hilf-- volizei mit bem Ultimatum an den Po l i j et» Präsidenten Ehrler, das feinen Rückttitt und oie Entfernung der Reichswehr innerhalb 24 Stunden foroerte. Bei Nldst«rsüllung bie)er Forderung werde bte HilfSpoliz.t ihren Dienst einstellen. Der Polizeipräsident lehnte diele- Ansinnen selbstverständlich ab: er vorweuprie aup ber Parteiführern Ro:<rt D, ßmann unD Tom Senber je^e Unterredung in b«T Anoelegendeik

* ' daß Polizcllachen mcht

87, am Sam-tag von 81 geöffnet. Für Dowrbenutzer empfiehlt sich bte Wahi des Zeit- fchriftcnzimmerS im Oberstock, bas Montag bis Freitag von 91 und 37, am SamStag von 91 geöffnet ist. Tie geringen Hetzvorräte er» lauten es leibet nicht, den großen Lefefaal zu heizen.

** Gießener Konzertverein. Für Sonntag ben 30. November ist bas Relm er-Quar­tett gewonnen, bas die Beettzoven-Skreictiguartette ov. 18 Nr. 4 F-moll, op. 95 F-moll, op. 127 C-dur zum Borttag bringen wird. Siel» Anzeige.

* Wem gehört bie Geldküs­s' e i t e ? Am verflossenen Samstag wurde am Eingang des Alten Friedhofes eine 27 Ztm. lange, 18 Ztm. breite und 9 Ztm. hohe Geld­kassette aus Blech mit Einsatz erbrochen leer aufaefunden. Der Eigentümer wird er­sucht, sich biesecbalb mit der Kriminalpolizei dahier ins Benehmen zu setzen.

Landkreis Gießen.

x Wies eck, 24. Nov. Die Vorlesungen an unserer Volkshochschule werden nächsten Montag beginnen. Nach der Erledigung einiger Oroanisationsfragen konnte der vorbereitend«' Aus­schuß heute sich auflöien. Meldungen von Hörern unb Hörcriniien liegen schon in erheblicher Zahl vor. Sie sollen ben heute gewühlten Vorstand nach Neuiahr ergänzen. Der Vorstand besteht ruS: Plärrer Sattler (1. Vorsitzender), LudwigD a u» pert( (2. Vorsitzender), Karl Bremer (Schrift- sühtki), Leopold Löwenstein (Stoflennxirt), FrL Hunkel unb Adam Kümmel (Beisitzer).

Krcis Büdingen.

* Bloselb, 23. Nov Tine Wikdgan- von seltener Größe erlegte dieser Tage im sogen. Ried" der Jagdaufseher Karl Slede.

Kreis Friedberg.

oa. Friedberg, 24. s)toD. Die 700-Jahr» feier am <sam4tag stand ttotz des fettenden Lichter» glanzeS hinter der vorn Tag zuvor keinesn-egt zurück. Ter treffliche Orchestervorein gab sein Bestes. Tie Nezitpttonen der Schülerinnen unb Schüler unb bet Gesang von Seminarlehrer K-.lhn fanb tiefen Wiberttill in ber wirkungsvollen Rede von Professor Dreher. Das Thema lauteteFried­berger Krieg Sb ilder aus dem 17. und 18. Jahr­hundert". ÄlS Einleitung gab Professor Dreher zunächst einen kurzen Abritz bet Geschichte von Frieoberg inib schilderte bann, in Anknüpfung an die uns letzten Sommer brotenbe Besetzung durch bie Franzosen, waS gerade 5-tiebberg unb bic Metterau von 1645 bis 1796 von der sogenannten granbe nation" zu leiden hatte. Stadtverordneter RDd), der Leiter der Veranstaltung^ tonnte in 8er» ttetung von Bürgermeister Tt. öttjb gutem Recht bet Genug.uung ?lu-druck geben, daß sie 700-Jahrfeier der Stobt einen harmonischen, roüt^ bi gen verlaus genommen habe.

* Reichel-Heim, 23. Nov. Zu dm fRauiüberfall wird noch mitgeteut, daß die Räuber die Telephonverlnndung mit dem Poslamte Reichelsheim durchschnitten. Bis Hilfe von Rei- ckelsheim kam, waren die frechen Einbringlin».- vcrfchwunben.

Hesfen-Nasfau.

Erplosion. Unglück.

Franks u r t a. M.. 14. Nov. Auf bem Hofe der Metallwaren Handlung von Gebrüder Heppenheimer, Dominikaner gasse 36, wa­ren heute früh mehrere Arbeiter mit bem Sortieren einet Labung Alteisen tt-schäftigk, unter ber st­auch mehrere Zünder von Attllleriegeschosfen de­in nden. Plötzlich erfolgte eine schwere Erplo- f i o n , und vier der Arbeiter wurden schwer wt- letzt. Die Schwer verwundeten wurden sofort den Heiliggeisthosvital zugejühtt, wo ber 21jährige Fet- binanb Heidmann kurz nach bet Einlieferung versterb Die übrigen Leute liegen an Ann». Bein» und Kopfverletzungen sckavet darnieder Ihn fünfter Arbeiter trug leichtere Verletzungen davon.

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= Frankfurt a. M., 24. Nov Die Stadt­verwaltung wird, nachdem die zuständigen Kör- perfdjaften ihre Zusttmmung erteilt haben, ben h e igen Kraftdroschkenbetrieb kommu­nalisieren. $u diesem Zweck hat sie bie ge­samten Stammen«lagen brr Frankfurter Auto- brofdifengefcnidxift für 350 000 Mk angefauft und bem llntentcbmcn *150000 Mk. Btttiebs» kapüül zur Verfügung gestellt.

(Eine (Elsenba^nerversammlung in Gießen.

Gießen, 25. Nov.

Gestern nachmittag sand eine von den hiesigen Ortsgruppen ber El sen ba hngewerkschaften im Cass Leib iufammenberufene Versammlung statt. Zur Beratung stand als einziger Punkt ber Tagesoro- nungDie gesä hr beten Rechte ber Ar­beitet- unb Beamtenausschüsse".

Untevassistent Schmulbach leitete die 8er- sannnlung mit einer Begrüßungsansprache ein, in der er von den besonders gelobenen Mitglie­dern der Volkskammer die erschienenen AbKwrb> neten Kiel, llrstadt unb Vettets will­kommen hieß. Weiter führte er aus, daß bte Ein­berufung ber Versammlung notwendig geworden sei durch zahlreiche reaktionäre Uebergriffe, die besonders in ben letzten Tagen überall im ganzen Reiche zu beobachten gewesen seien. Als Beweis verlas er eine ganze Reihe Zeitungsausschnitte. So sei in Cfarreu&ni während ber Eisenbahn- sperre ein Waggon deutschnationaler Flugschriften versandt worden, während zum allernötigsten Koh­len» und Kattosseltransport die verfügbaren Wag­gons lange nidü ausreichten. Auch in ber Eisen­bahn Verwaltung machten sich dieselben reaktionären Bestrebungen geltend. Am guten Willen bet Re­gierung zweifle man zwar nicht: aber waö nütze es, wenn bereit Verfügungen von ben Nachgeord­neten Stellen ungültig gemacht würden. Eisen­bahnassistent Tetröc führt mehrere Einzelsälle an, in denen bie Frankfurter Direktion die Rechte der gewählten Arbeiter- und Beamtenausschüsse mit Füßen getreten habe. Schuld an diesen un- etquiÄichen Zuständen trage vor allem ber Per- sonalresetenl Regierungsvat Dr. Goudefroy. Oberschaffuet W itlkopp, ber weitere Hebet griffe ber Direktion anführte, tarn auch auf die Frage der Besetzung des Gießener Bahn» hofsvor sie herpostens zu sprechen. ES Han- bete sich barum, an Oberbahnhofsvorsteher Fieb » le r ein politisches Unrecht wieder gut zu machen, indem er zum Gießener Bahnhofs vor steht ernannt werde. Siebtet, bem in bienstlicher Beziehung nicht das geringste nachzusagen sei, befinde sich derzeit in Ooerschlesien, müsse aber seinen dortigen Posten übet kurz oder lang oerlassen, ba dieies Gebiet in polnische Hand Übergehe. Die hiesigen Beamten­ausschüsse, an die sich Fiedler gcnxmbt habe, seien nun bei der Frankfurter Direktion für ihn emgetreten. Diese habe aber anscheinend ein leb­haftes Interesse daran, daß Fiedler nicht nach Gießen komme. Deshalb habe sie den Bebraer Oberbabnho svotsteher Weißbrodt für Gießen in Vorschlag gebracht. Als daraus die Ausschüsse erklärten, daß Weißbrodt für Gießen unmöglich sei, habe die Direktion, die vorher schon ernsthaft über die Neubesetzung des Gießener Bahnhof­vorsteherpostens verhandelte, plötzlich erklärt, daß an die Pensionierung des nunmehr 69jährigen NechnunySrats Kutscher vorerst noch nicht zu denken fei. Güterbodenarbeiter Benner erging sich in allgemeinen politischen Ausführungen. EitenbahnsÄrctär Althaus verbreitete «ich des längeren über die Entstehungsgeschichte ber Be­amten» unb Arbeiterausschüs.e. Was die jetzigen unhaltbaren Zustände bei ber Bahn betreffe, so könne er sich des Eindrucks nicht verwehren, baß es bei bet Verwaltung gewisse Leute gebe, die an­scheinend ein Jnterefte daran hätten, baß alles drunter unb brüber ginge unb ber Wiederaufbau unseres Wirtsd« tslebens hintan gehalten werde. Unterassistent S tep Han ging auf verschobene von seinen Vorretmern schon besprochene Mißstände, von denen er weitere Einzel fälle berichtete. Zum Schluß erging er sich in weitläufigen Auslübrun­gen über die Presse, speziell ben Gießener An­zeiger. dem er wegen ber bekannten Vorfälle und Veröffentlichungen natürlich sehr gram ist. Unterasfistent Schm ulbach teilt weiterhin noch einige, besonders durch die Dienststel.envorstehcr verursachte Mißstände mit. So würden heute im Zeichen des größten Lokomotivenmangels für einen Zug nach Betzdorf drei Maschinen benötigt, wäh­rend in norma'cn Zeiten eine genügt l-abe.

Hierauf wird folgende Entschließung einstim­mig angenommen:

Gießen, ben 24. November.

An bie Bundesleitung des GewerkschaftslnindrS beutscher Eisenbahn-Beamten, die Zenttallcitung des deutschen Eisenbahner Verbandes und die Zen­tra Ileituug des Allgemeinen Eisenbahner Verbandes

A«S SfaM «nd Land.

Gießen, den 25. Nov. 1919.

Brschlaouahme von Wohnungen.

Tas Hessische Regierungsblatt Nr. 34 vom 17. November 1919 enthält folgende

Notverordnung.

Tir auf Gründ bet Betonntmachung zum Schutze ber Mieter vorn 23 September 1918 und 22 Juni 1919 und ber Bekanntmachung über Maßnahmen ygtn Wehmingswangel vom 23. September 1918 (Reichs'^Geseiiblatt 1918 Seite 1140, 1143, nnb R<ichs^Äesetzl-lott 1919 S. 591) von bin Gemeinden kraft ber ihnen erteilten Er- machftg-.mg erlafienen Berf^unyen, durch die Woh- mingi-n unb andere zu Wohnzwecken neeignete RAnme zur Lrnberung ber Wohnungsnot beschlag­nahmt werden ober beren Raunumg und Ueber* laffung an bie Gemeinde ober den von ihr bezeich­neten Mietet ungeordnet ist, sind oollstreckburr Schuldtitel. Die Vollstreckung erfolgt im 93er» walknngswege unter entsprechender Anwendung der Bestimmnny-n des Gefe^s, dos Versalzten ber ZwengS Vollstreckung tm Vermal tun ^swege betref­fend, vorn 30. September 1893 und der Verord­nung gleichen Betreffs vom 7. März 1894.

Sopn-it nach Den Bestimmungen der Zivil» süt eine BollstrccLungSlvndlung das ÄoNstrecklmgZgeticht zusckndig fein würde, tritt an dessen Stelle die VvlUtrrckungSbebürde. Voll- stteckim gäbe Horden sind, soweit cs sich um Land­gemeinden handelt, die KreisLmter, in Stabten oeren Bürgermeister.

Darmstadt, den 28 Oktober 1919. Hessisches Gesamttninisterium.

Ulrich. Henrich. Dr. Fulda, v. Brentano.

Veranstaltungen

Dienstag: Großer Hörsaal bet Univerfität, 7^4 Uhr, Mitgliederversammlung bet Hessifchen Bereinigung für Volkskunde. Hotel Kobel, Liebigsttaße. 7'/r Uhr, Versammlung bcs Volks- bundes zum Schutze ber beutschen Kriegs- und Zioilgefangenen. Hotel Einhorn, 7 Uhr, Deut­scher Abend ber ^ugcubgruppe der Deutschnalio- nalen Bolkspartet, Dattettcd - Aufführung. Aquarium, Walltorstraße, 8 Uhr, Mitglieoervet» summlung ber Deutschen bemokrutischeu Partei. Lichtsviell)uuS: Madame Dubarry. Lichtspiele, Seltersweg: Die Tochter deS Henkers und 5)n Sadjen des grlhten Vampyrs. Ober hessischer Kunstverein: fDtorgen, Mittwoch, von 111 und nachmittags von 35 Uhr geöffnet.

** «ni bem Stadttheaterbüro. Infolge vermehrter Unkosten, bie hauptsäch­lich durch die notwendig gewordenen Teue­rungszulagen an das Personal entstanden sind, müssen die gewöhnlichen imb kleinen Preise de S S ta d t t heaters um un- gefähr 10 Prozent erhöht werden. Bei Volkspreisen ist von einer Erhöhung abge- sehen worden. Die neuen Preise treten mit kommenden Samstag in Kraft, an bem als 7. Vorstellung im Samstag-Abonnement di< erfolgreiche NeuheitW illis Frau" zum ersten Male gegeben wird. Am Sonntag ge­langt um 3 Uhr derT e l l" und um 7 Uhr Der fidele Bauer" außer Abonne- ment zur Aufführung, während am Mon­tag tm 8. AbonnementHamle t" mit Hans Eifolt in der Titelrolle in Szene peht. Die Spielleitung hat Herr Teleky. Eine Schü­lervorstellung desT e l l" ist nunmehr auf Dienstag, den 2. Dezember, sestgefetzt wor­den. Diese findet bei BolkSpreisen statt.

** Univetfitäts-Bibliotvek. Um

Cafs Leib zattreicb versammelten Eisenlohnet der unterzeichneten Gewerkschaften imterslützen bte beüiegmbe Entt'chlies^ung der ver­einigten Psamten» und Arbeitercrusfchü st und for» Dem ebenfalls die Zurückziehung der ablehnenden