7000—20000
aus
hat, wie seither.
Aus StaSt utto Cuno.
verwendeten Braustoffe
einem Brauereibetrieb
in
den
von
„ dem Neste
Beispiele dienen:
Malz
Mk.
von
von
576,625 Mk.
4000
5000
6000
7000
97—121
112—140
ersten folgenden
2
2
7
3
— 1000
= 1125
= 2500
33—
39—
45—
53—
3000-
4000—
5000—
6000—
tragen möchten.
Das seither gültige Gesetz vom 31. Mai 1872 und das erwähnte neue Gesetz bemessen die Steuer nicht nach dem fertigen Bier, sondern nach der Menge der zu seiner Herstellung
Firma vorgekommen sein.
sd. Darmstadt, 31. Juli. In einer heute abend abgehaltenen von ca. zweihundert Wirten von Darmstadt und Umgebung besuchten Versammlung, in der auch Vertreter des Brauerverbandes anwesend waren, welche erläuternde Aufschlüsse gaben, wurde nach eingehender lebhafter Debatte folgende von dem Vereinsvorstande vorgeschlagene Resolutiorr gegen eine Stimme angenommen:
nötigen Braustoffe.
Während ober das frühere Gesetz für Gerstenmalz nur einen einzigen Steuersatz — 4 Mk. vom Doppelzentner kannte, ist die Steuer durch das neue Gesetz nach der Menge
42
48
57
67
Telegraphenagentur:
DieMcuterei im Hafen ift unterbrüeft emtuben ist von den Truppen besetzt. Der, Stadtrat ermahnt in einer Bekanntmachung die Bevölkerung, sich ruhig zu verhalten und die Behörden bei den Bemühungen zu unterstützen, Ruhe und Ordnung ausrecht zu erhallen. _____
sie hysterisch beanlagt ist. .
sd. Darmstadt, 1. August. Heute vormittag hat sich der 20jährige Mechaniker Wilhelm Halmel in seiner Woh- nung in der Karlstraße einen Revolverschuß in den Kopf beigebracht. Das Motiv der Tat soll Liebeskummer sein, an dem Aufkommen des jungen Mannes wird gezweifelt. — lieber die Ursache, die den Buchhändler Adalbert Pfeiffer, (s. ii. Stadt u. Land) zum Selbstmord trieb, wird solgendes- bekannt: Pfeiffer war seit langen Jahren Vertreter der Annoncenexpedition Hasenstein & Vogler und es sollen. seit einiger Zeit Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung mit dieser
Gießen, den 1. Aug.
*• Personalien. Otto Simon aus Kronberg i. T. wurde zum Zeichner bei dem Grundbuchsbureau des Kataster-
mit jährlichem Verbrauch an Braustoffen vonDoppel- zentner über 2000— 3000
folgenden 250
500 restlichen 1000
des im Jahre von abgestuft, daß sich für die kleinen Brauereien geringere Steuersätze ergeben als für die größeren. Nach § 6 des Ge-
d) Ein Betrieb mit 60 000 Doppelzentner jährlicher Malzverwendung, über welche Menge nach der von der Zentralstelle für die Landesstatistik alljährlich veröffentlichten Uebersicht über die entrichteten Steuerbeträge (s. S. 327 der Mitteilungen für 1905) keine hessische Brauerei hinausgekommen
Erzeugung eines Hektoliters Bier zu 22 Kilogramm an, so stellt sich die Steuererhöhung auf 100 Liter
in den Ausstand getreten waren. Ferner wurde dort von einem Unbekannten eine Bombe in einen Laden geworfen, wobei em Angestellter verletzt wurde.
Eine entschliche Meuterei
aber wird aus einer finnischen Garnison gemeldet, aus der Festung Sweaborg. In der Nacht von Montag auf Dienstag brach sie aus. Es wurde zunächst, was die allgemeine Aufmerksamkeit erregte, Gewehrfeuer, Kanonendonner und Geschrei gehört. Verwundete wurden in Booten von der Festung fortgeschasst. Die Artillerie ging zu den Aufruhrern über und b e s ch o ß d i e Infanterie, welche der Regierung treu blieb, mit Kanonen. 5 0 0 M a n n wurden getötet oder verwundet. Es verlautet, daß ein großer Teil der Festung in den Händen der Aufrührer i’*1'. In Skatuden, dem Stadtteil von Svcaborg, in welchem sich die Kasernen befinden, brach am 31. Juli früh ebenfalls eine Meuterei aus. Die Offiziere wurden gefangen genommen, einer getötet und einer verwundet, worauf die Soldaten selbst
gewünscht haben. .
△ Butzbach, 31. Juli. Ein Soldat des hiellgew Bataillons desertierte heute nacht, nachdem er sich vorher durch Einbrüche in einen Neubau und in eine Steinmetz- merkstätte mit der nötigen Zivilkleidung versehen hatte. Seine Uniform fand man morgens in dem Neubau, Mütze und Seitengewehr an der Steinmetzwerkstätte. — 3n ^ec erwähnten Diebstahlsaffäre eines zwölfjährigen Jungen fanden gestern umfangreiche Vernehmungen durch die Staatsanwaltschaft statt, wobei der Sohn einer Obsthändlerswitwe gestand, noch einen Teil des von dem Knaben erhaltenen Geldes zu besitzen, lieber 300 Mk. wurden denn auch noch bei ihm vorgefunden. Einen großen Teil des Geldes hatte der junge Mann für Baumaterialien ausgcgeben, um, wie er erklärte, ein Gewächshaus zu errichten. Das ■ Nachsuchen an der Stelle seines Gartens, wo Bausteine und Sand angefahren waren, förderte Waffen, Beile, Haus- und Küchengeräte aller Art zutage. Man hatte es hier offenbar ■ * ' 1 "t tun.
Iic Mäne Stolypins.
Heber eine Woche ist seit der Auflösung der Duma ver- ifloffen und an Stelle der gefürchteten revolutionären Be- roegung herrscht verhältnismäßig Ruhe. Petersburg selbst ist ruhiger als zur Zeit der Duma. Das ist natürlich, da die meisten Zeitungen inhibiert und Versammlungen verboten sind. Die Opposition kann nur auf konspirativen Versammlungen oder im Freundeskreise zur Geltung kommen. Mur fünf oder sechs Zeitungen haben die Möglichkeit, zu erscheinen. Der Arbeiter, der noch in der letzten Woche die Wahl zwischen fünf oder sechs billigen Blättern hatte, muß -jetzt entweder das dreifache bezahlen oder ganz und gar ohne Zeitung bleiben. Es gibt wohl Versammlungen, aber es sind Geheimversammlungen, die jeden 9(ugenblicf der Auflösung ausgesetzt sind. Petersburg ist sehr still, die lärmenden Rednerstimmen schweigen, eS ist, als ob die Duma nie dagewesen märe, und Stolypin kann ziemlich zufrieden sein.
Seine Chancen, sein Programm durchzusetzen, sind an- scheinlich nicht schlecht. Sein Ideal ist eine bis jetzt unerprobte Art von bureaukratischem De m okrat ismus; er will mit Hilfe des Kriegszustandes liberale Reformen durchführen. Die Duma war ein Hindernis, die Duma hat zu viel Lärm gemacht und der kluge Stolypin sieht ein, daß c§ viel vernünftiger ist, wenn die Regierung selbst die rechten Reformen durchführt. Nicht die Volksvertretung, sondern die Regierung soll Rußland eine Landreform und andere Wohltaten gewähren. Stolypin erkennt die Fehler feiner Vorgänger, hat von der Wahlkampagne und von der Duma gelernt, wie man es nicht zu machen hat, und will jetzt die negativen Resultate seiner Beobachtungen positivieren.
In den letzten Tagen hat er versucht, für feine neue Aufgabe Helfer zu finden. Konstitutionelldemolraten waren nicht zu haben. Aber es gibt in Rußland eine Art von vernünftigen Liberalen, die die Menschenrechte hochschätzen, für weitgehende Reformen eintreten, aber mit gutem Rechte nicht prinzipiell überzeugt sind, daß in Rußland eine legislative Volksvertretung das einzige Mittel sei, die notwendigen Re- formen herbeizuführen. Es gab in der Duma einige Liberale, die durch einen bei der Auflösung verfaßten Aufruf bezeugt haben, daß sie die Stellung einer Volksvertretung im ruß'. Staatsleben zurzeit noch sehr gering schätzen. Dies sind Graf Heyden und Stachowitsch, denen sich der frühere Konsli- tutionelldemokrat Fürst Nikolas Lwow angeschlossen hat. Außerhalb der Duma sind die Hauptvertreter der Partei
500 . 5,
belastung ।
Zahl der Srcvcrcien
10
6
Iie Aierstcuer in iljrer wahren Gestalt,
In den Kreisen des nicht fachmännischen Publikums herrschen über die Erhöhung, welche die Biersteuer d»rch das mit dem 1. Juli d. I. in Kraft getretene Brausteuergesetz vom 3. Juni d. I. erfahren hat, noch vielfach unrichtige Vorstellungen, zu deren Klärung die nachstehenden Zeilen etwas bei»
zusammen von 60000 „ .
oder vom Doppelzentner durchschnittlich . . . ♦ • • 9,61 Mk. d. h. mehr wie seither 5,61 Mk.
Für die Berechnung, wie sich diese Steuererhöhung für den Hektoliter fertiges Bier stellen, kommt es daraus an, wie viel Kilogramm Malz in der einzelnen Brauerei zur Her- stellung von 1 Hektoliter Bier verwendet werden.
Nimmt man den durchschnittlichen Malzverbrauch zur
ist, hat zu zahlen:
von den ersten 5000 Doppelzentnern (siehe c) . 29,625 Mk.
, „ folgenden 1000 „ 1000 . 8 = 8,000 ,
' " 1000 „ 1000 . 9 = 9,000 „
* " restlichen 53000 „ 53000 . 10 = 530,000 „
ihr en Führer wählten.
So melden finnische und schwäbische Blätter. Die offr- ziose Tel.-Ag. aber gibt folgende Darstellung:
Am Montag abend brach in der Festung Sveaborg ein Ausruhr einer Pionierkomp^.gnie aus, bei”, sich eine Anzahl Artilleristen angeschlossen batte. Die Ausrührer bemächtigten uw Dreier detachierter Forts und eröffneten eine Kanonade auf die Festung, wobei es Tote und Verwundete gab. Die Garnison der Festung ist um zwei Kompagnien verstärk worden. Heute hat die Kanonade ausgehört. SVutc früh drangen in die Bureaus des .Hafens von Skatuden mehrere Dutzend Privatpersonen cm Die durch Matrosen mit Massen versehen worden^ waren Alsbald begann auch ein Aufruhr unter der $lottenmann = f d) art Eilig herbeigeholte Truppen isolierten das tion ben Meuterern besetzte Fort -Intuben von der stabt. Die Gebäude, in denen sich die Ausrührer verbarrikadierten, wurden von drei Kreuzern und Maschinengewehren beschossen. Um 5 Uhr nachmittags drangen die Truppen in den Hasen ein und entwaffneten die Insurgenten. In He lf i n a f o r § herrschte heute vormittag grobe Unru h e. Sie legte sich dann etroa^, aber in der Arbeiterbevölkerung hielt sie an. Arbeiter, die mit einem Zuge von Helnngfors gekommen waren, bemächtigten sich der Station Richimjaki und erklärten, sie würden keinen Militärzug passieren lassen.
Aus Helsingfors meldet ferner bte Petersburger
zusammen von 500 2125 Mk.
d. h. vom DoppelzenMer durchschnittlich 4,25 „
oder gegen seither mehr 25 Pfg.
werden also bei gleichbleibenden Verhältnissen von der Stciiererhöhung gar nicht getroffen; bei den 11 Brauereien, die mehr als 250, aber nicht über 500 Dz. Braustoffe verwendet haben, beträgt — wie oben gezeigt — die Mehrbelastung je nach der für das Hektoliter verwendeten Malzmenge höchstens 5—Pfg- für 100 Liter Vier, 18 Brauereien haben zwischen 500 und 600 Dz. Braustoffe verwendet, Mehrbelastung höchstens 13 16 Pfg« für 100 Liter Bier; eine Braustoffoerwendung zwischen 1000 und 2000 Dz. hatten 20 Betriebe, Mehrbelastung höchstens 21 bis 27 Pig., für die übrigen Brauereien stellt sich die Mehr- auf 100 Liter Bier wie folgt:
~ Mehrbelastung je nach bet für das Hktlt. verwendet. Malzmenge höchstens Pfg. 28— 35
Zum Schluß sei noch bemerkt, daß die Steuer für oas
Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß-Lothringen nach der Brailsteiiergemeinschaft eingeführte Bier (UebergangS- abgabe) seit 1. Juli d. I. von 2 Mk. auf 2,75 Mk. vom Hektoliter erhöht worden ist, so daß solches Bier nunmehr ür 100 ßrter 75 Pfg. mehr UebergangSabgabe zu zahlen
zusammen von 2000 „
d. h. vom Doppelzentner durchschnittlich . . . . • 50,6 o Mk. oder gegen seither mehr 1,06 Mk.
vom Doppelzentner.
Zur Erklärung mögen folgende
a) Eine Brauerei, die jährlich 500 Doppelzentner verwendet, hat dafür an Steuer zu zahlen:
von den ersten 250 Doppelzentnern 250.4.— = 1000 Mk.
„ „ folgenden 250 „ 250.4.50 — 1125 „
den ersten 250 Doppelzentnern
„ folgenden 250 „
„ 500 „
, , 1000
„ , 1000
„ , 1000
v 1000
5041 le bezeichnete die Rede Lyttellons als höchst gefährlich und spottete über den Gedanken an den M a r s ch e i n e r d e u t s ch e n Streitmacht durch Namaqualand
flBicn 31 Juli Die „N. Fr. Pr." verouentlicht I}cuti einen bodnntcrcfffinten Brief, den der Herzog Gr a an den Grafen Beuth gerichtet hat. Es heißt m die,em Briese vom 17. Juli 1870: „Wir sind n i ch t g e g e n D e ut f cy- Land, wir wollen nur den E h r g e i z P r e u ß e n s d a mps e n , bic ^imenfionen Preußens einschränken, und aus dem durcl' Preu- ißens Ehrgeiz h.-rvorgerusenen Zustand der Unruh.' h?rauskommcn. Wenn Sie uns Ijelfen, wenn Loie Italien gestatten, 70 000 Ma n n mach Bayern, 150 000 Mann nach Böhmen mar,chieren »ii lassen, so wird später der Vertrag in Berlin unterzeichnet imb Sie löschen mit einem ruhmreichen Schlage alle Crmncr= ungen an 1870. Nie wieder bietet sich Ihnen eine solche Gelegenheit, niemals werden Sie eine so ausrichtige Unter Nutzung ■finben, niemals toieber wird Frankreich s" gut bewaffnet und ausgerüstet fern/' Aus diesem Briefe geht hervor, daß Die Behauptung unrichtig fein muß, daß Kaiser Franz Jowf im Jahre 1869 den Franzosen ein Bündnis mit Deutschland vor- geschwgen ghat. Zick. Nachdem die Kor.seren; das Recht des Sultans auf ein T a b a k-Mo n o p o 1 anerkannt bat und Einsprüche fremder Fabrikanten vermeiden will, die sich mit großen Vorräten versehen haben, hat der Minister von Langer aus ein Rundschreiben an bas diplomatische Korps^ gerichtet, worin cr^ic Ausländer benachrichtigt, daß sie ihre Fabrikate bis zum Januar nächsten Jahres verkaufen müssen. Man glaubt, daß der Sultan verpflichtet werden wird. Schadenersatz zu leisten. Die bedeutendste Tabaksabrik gehört einem deutschen Hause.
Schipow und Gutschkow.
Sie sind diejenigen, die Stolypin helfen könnten, denn i sie glauben, Rußland fei nur ohne eine gesetzgebende Volksvertretung zu retten. Mit ihnen trat Stolypin in Verhandlungen. ’
Aber Schipow hat ben angebotenen Posten abgelehnt, benn er vertritt jetzt ben Stanbpunkt, baß nur ein aus ber Dumamehrheit gebilbetes Ministerium Existenzberechtigung habe. Die .Nowoje Wremja- behauptet nun auf bas bestimmteste, baß bas Kabinett bereits gebilbet worben sei. Gutschkow werbe bas Hanbelsporteseuille, Lwow das Ackerbauportefeuille übernehmen. Graf Heyden soll Reichs- kontrolleur werden. Außerdem werden noch zwei Nichtbeamte ins Ministerium eintreten.
Das bestätigt auch bereits die offiziöse Petersb. Tel.- Agentur. Die Ernennung ber brei Genannten bebürfe nur noch ber Bestätigung burch ben Zaren. Das offiziöse Bureau melbet ferner: Auf Grund bes im Manifest vom 22. Juli b. I. ausgebrückten festen Willens bes Kaisers, die in bem Manifest vom 30. Oktober 1905 bezeichneten Reformen burchzuführen, muß bie Regierung zweifellos an bic Ausarbeitung ber wichtigsten Gesetzesvorlagen herantreten, über bie bie Duma.bie enbgiltige Entscheibung zu treffen haben wirb.
Stolypin versicherte ferner einem Zeitungsberichterstatter, baß im Herbst am Jahrestage ber Publikation des Verfassungs-Manifestes eine umfaffenbe Arnnestie für wegen politischer Delikte Verurteilte erfolgen werbe.
Inzwischen aber sind Mächte unter der Oberfläche wirksam, die alle guten Pläne Stolypins über den Hausen zu werfen sich bemühen. Und andere Mächte propagieren offen die Revolution. Die ehemaligen Dumaabgeordneten der verschiedenen revolutionären Fraktionen erließen gemeinsam mit den außerhalb des Parlaments stehenden revolutionären Organisationen einen Aufruf an die Bauern, in welchem sie diese auffordern, sich Land zu nehmen und gewaltsam eine Revolution zu beginnen. Der Aufruf zirkuliert bereits handschriftlich.
Der General-Prokurator soll gegen Muromzew und die Duma-Abgeordneten, die 'das Wiborger Manifest unterzeichneten, eine Klage wegen Aufreizung zur Revolution und zum Hochverrat erhoben haben. Mehrere Abgeordnete sind nach Stockholm geflüchtet. Wie wird nun erst gegen die revolutionären Verbreiter des neuesten Manifestes vorgegangen werden?
Wie von privater Seite aus Petersburg gemeldet. wird, ist es überhaupt unmöglich, die Folgen der Duma-Auflösung zü übersehen. In verschiedenen Gegenden mehren sich die Verstöße gegen die Disziplin. In Poltawa versuchte die Menge, die politischen Gefangenen zu befreien. In Petersburg ist die Rede von Unruhen im 2. Garde-Regiment. In Odessa verhaftete die Polizei 50 Zollbeamte, welche
bei einer Brauerei der Klaffe a zu 51/, Pfg.
, , , , , b „ 23 ,
' , , „ c „ 42 r
Wird der Malzverbrauch" zu 1 Hektoliter Bier "mit 25 Kilogramm, also nach den heutigen Betriebsverhältnissen hoch, in Ansatz gebracht, so berechnet sich die Steuererhöhung auf 100 Liter Bier bei der Klasse a (Malzverbrauch 500 Doppelzentner) zu 61/, Pfg. b 2000 „ „ 27
' * " c I 5000 , „ 48
" " " ä Wn 60 000 , „140
" Bei Annahme von 20 Kg. Malzverbrauch, welche wohl im allgemeinen der Wirklichkeit sehr nahe kommt, stellt sich die Steuererhöhung auf 5, 21, 39 bezw. 112 Pfg.
Von 115 Brauereien, welche im Rechnungsjahr 1905 in Hessen betrieben wurden, haben nach oben erwähnter Statistik 34 an Braustoffen unter 250 Dz. verwendet,
zusammen von 5000 „
»• »• Wenh,et b,m^er fegen •feiger mehr °'1,93 TO. Es Angenommen, d-tz
b) Bei einer jährlichen Malzvcrivcndimg von 2000 Doppel zentrier sind folgende Steuerbeträge zu zahlen: den ersten 250 Doppelzentnern 250 . 4 250 . 4,50
„ 2000—60000 — —
Schluß fei noch bemerkt, daß bie Steuer für bas
W Ö eibenbergen, 1. Auq. (Erg. Drahtmeldung.) Heule morgen sand der Förster Heinrich Neumann aus seinem Rund- gang durch den Wald die Leiche eines etwa 25 Jahre alten unbekannten jungen Mannes, der anscheinend Selb st mord verübt hat. Die Friedberger Gerichtsbehörde ist venach- richtial und wird noch im Lauf des Tages am -Latort emtreffen.
P Angersbach, 31. Juli. Zu ber bereits gemeldeten Familien-Tragödie, bei der eine Frau ihre eigene Mutter, 29,625 Aik. die Witwe war und trank, erschlug, sei noch berichtet, daß die 5,935 Mk. Verhaftete zur U n t e r s u ch u n g i hr e s Geisteszustand
1000 . 5,50 — 5500 „ -----7—o------ .
10195 Mk mit einer modern eingerichteten Räuberhöhle zu
(x) Friedberg, 31. Juli. Mit einem Ueberschuß
..... von über 1700 Mark hat das 17. Bimdesfest desMain- c) Verwendet bie Brauerei jährlich 5000 Doppelzentner tal -SängerbunbeS am 1. Juli abgeschlossen.
Malz, so hat sie an Steuer zu zahlen ' ~ ~
amts ernannt. _
Vorn Dünsberg, 31. Juli. In bem an ber etraße nach Glabenbach gelegenen Dorfe Frankenbach gehört fast bie gesamte Eimvohnerschast zur Sekte ber Methobisten. Die ©cmeinbe hat einen eigenen Prediger, ber durch Liebesgaben unterhalten wird. Brot, Fleisch, Eier, Butter, Käse usw. gehen dem Prediger in so reichlichem Maße zu, daß er nicht in ber Laae ift, bie Lebensrnittel für seine Person alle auf» bavon abjugeben. Jungst war nun em fiamicger -ouuer wecken überflüssig geworden unb ging an eine Hänblerin zum S‘=uctfä(jc ergeben alS tüt oie groucren. V “™ ”“ n ' r4 flte. Aber wie erstaunte der Prediger, setze? betragt nmnl.ch d;e Steuer sur d^w-hpend eines Jahres bie &6cfccin crncut oorsprach und
ihm ein blankes Zehnmarkstück einhänbigte, das sie als eingeschlossene Liebesgabe in dem Butterweck gefunben hatte. Der Prediger soll den Fund der Heidenmission überwiesen und sich noch weitere derartige Liebesgaben und ehrliche Finder
250
Doppelzentnern 4,—
Mk.
250
, 4,50
500
,, 5,-
n
1000
„ 5,50
H
1000
„ 6,-
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1000
_ 6,50
1000
„ 7,—
ff
1000
8-
ff
1000
n 9-
ff
10,—
■
250
. 4 — 1,000 Mk.
250
. 4,50 — 1,125
500
. 5,- — 2,500
1000
. 5,50 — 5,500
1000
. 6,— — 6,000
1000
. 6,50 — 6,500
e.
1000
. 7,— — 7,000


