»ns.
2 ' 3 '
ln"' * 2?‘W . 48 ’
«w
,Unä5i*1905 in
o Erwähnter
verwendet, * von de »tlcn; bc: 7
über 500 & diiben 9CN-~ * verwendeten J00 Liter Bier- ® S|. Md!
.J® H für ^''chen 1000 und '9 höchstens 21 bis nt W die Mehr.
«chdtt I§ Hktlt. verwendet wnne höchstens Pjg.
28- 35
33- 42
39- 48 45-57 53-67
97-121
, H2-140
ie Steuer für dos aß-Lothnngen nach Sier (Uebergangtz- iu’| 2,75 Mk. vom ches Bier nunmehr -abgabe zu zahlen
n, den 1. Ang.
aus Kronberg i. T. tbureau deS Kataster«
dem an der Straße nbach gehört fast die r Methodisten. Die »t durch Liebesgaben Butter, Käse usw. iße zu, daß er nicht ic Person alle nufer genötigt, eiliges
stattlicher Butter- eine Händlerin zum aunte der Predig, reut vochrach und rdiate, das sre als weä gefunden hatte, enmiliion überwiesen n und ehrliche Finder
Soldat des hiesigem nachdem er sicher md in eine Steinmetz versehen hatte. Seme i Neubau, Ne “n der schon
5 r"ölfjShrig°n c Bernehmngen durch r Sohn einer W
M dem Knaben 300 Mk. wurden den" iU" des
f roo“®«** unbb
it einem g gjifljn*' btzefchlossen.
mann aU,J%fce ,es cma ^selbst- tt anschL'ist b^
MS LKüs
SO.«
ord trreb' $
-’S -ff* ft-** ,
Ue °d°°s ‘„b
L-S ÄSf«**
Hantle]
des
>b
g
Wetter
. 147.00
Tärkenlose . .
. 119.6a
9
Börse, 1. August. Anfangskurse
129.60
so wird aus
28,0 • C.
14,8 ' 0.
28,1
21,0
18,6
12,4
16,1
14,1
4% Griech. Monopol-Au). 54.40
4% äussere Argentinier . 90.50
86.90
94.80
95.20
zu, sie sollten Tscheljustin
747,4
747,7
749,9
44
87
88
SSE
SSE E
4
2
2
Sonnenschein Bew. Himmel Sonnenschein
. 68.30
. 98.35
. 3410
. 144.30
. 141.00’
. 212.50
. 233.60
2*6
9”
7«
e a &
Berliner Handelsges . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn .
Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn.. . Prince-Henri-Eisenbahn
Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose .
. 183.251 . 158.20 . 210.20
SC?
5-u
Juli-August
1906
100.25
100.50
95.30
103.60
70.70
Höchste Temperatur
Niedrigste „
Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte......
Nordd. Lloyd . . . . . Oberschles. Eisen-Industrie
ff
5$ <L>
3%°/, 3%
3H°/c
3%
3M°/< 3^°/,
Beichsanleihe do.
Konsole . . do. . .
Hessen . . . Oberhessen
. . 99.25 . . 87.55 . . 99.35 . . 87 50 . . 98.10
F
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 2. August 1906: Nachlassen der Gewitterregen und Wiederaufheiter- ung. Etwas warmer, veränderliche Winde.
Näheres durch die Oiicnener Wetterkarte.
3°/0 Mexikaner . . 4%°/o Chinesen . .
Aktien:
Bochum Guss . . .
Buderus E. W . .
Tendenz: fest.
Berliner
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
das dessen Mutter von den Behörden erhielt, zweien Kameraden von Tscheljustin Telegramme Turskij benachrichtigen, daß er nicht mehr lebt, war 24 Jahre alt.
* Das Dorado der Duelle. Italien,
am 30.—31. Juli — +
„ 30.-31. , = +
Arbeiterbewegung.
X Worms, 30. Juli. Die bei dem Bau der elektrischen Straßenbahn beschäftigten Arbeiter sind heute Morgen in überwiegender Zahl in den Streik getreten. Sie verlangen zehnstündige Arbeitszeit, Lohnerhöhung und den Ausschluß der nicht organisierten Arbeiter. Die Bauleitung hat diese Forderungen abgelehnt.
Redner wird jetzt einfach niedergenießt! Hapzieh! — Hapzieh! — Hapzieh I Wer sich nicht brav aufführt, bekommt statt der rüher gebräuchlichen Rasen deren einige Dutzend — natürlich nur zu hören. Das Schnupfpulver wird das parlamentarische Dynamit, mit dem man jede Versammlung sprengen, jede Rede zerstückeln, jede Periode in die Luft fliegen laffen kann.
• Die fleißige Kuh. Eine der Landwirtschaftsschule Plantahof bei Lanquart (Graubünden) gehörende Kuh hat während der 4887 Tage ihrer Nutzungszeit Milch im Werte von 12 086 Frank geliefert. Daneben brachte sie noch 12 Kälber zur Welt.
. 245.40
. 126.70
143.50
129.40
252 60
227.50
160.60
212.30
233.60
128.90
126.70
169.80
139 90
238 00
175.50'
. 165.00
. 140.00
. 236.80
. 87.00
. 158.50
Telefonische KHrsbeipicMe
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen.
Frankfnrter Börse, 1. August, 1.15 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Temperatur der Lahn und der Luft
in der Mülle r'schen Badeanstalt.
Wasser 20° R.
31.
31.
1.
unweit der Station „Sokalki^. Zugleich mit dem Telegramm, gingen auch
Die versammelten Wirte von Darmstadt und Umgebung erklären: daß sie, angesichts des Umstandes, daß die verewigten Brauereien einen, den Wirten keinen Mehrverdicnst bringenden Ausschlag des Bierbezugs eintreten lassen, und denjenigen Wirten kein Vier mehr liefern, welche die vom 1. August ds. Js. von den Vereiiiigten Brauereien festgesetzten Ausschankpreise nicht festhalteii, sich unter den von den SBrmicreien angenommenen Bedingungen mit dem mivermeidlichen Bierausichlag einverstanden sind, unter der Voraussetzung daß die Wirte durch die Brauereien entschädigt werden, welche durch den Aufschlag Nachteile erleiden.
h Frankfurt a. M., 31. Juli. Heute mittag fand man in der Elbestraße Nr. 38 ein Liebespaar erschossen vor. Die Getöteten sind der Kaufmann Carlo Mayer aus Wien und die bekannte 23jährigc Cabaret - künstle rin Heggy vom Cabaret „Zu den-bösen Buben V Mayer hatte sich vor'Jahren schon mit der Heggy verlobt, doch wollten seine Angehörigen eine Verbindung nicht zugeben. — In der vergangenen Nacht wurde der 30 Jahre alte Schutzmann Andreas Scherer, als er in seinen ^Hausflur trat, um sich nach seiner Wohnung zu begeben, überfallen. Er erhielt zwei Stiche in den Rücken, von denen einer die Lunge verletzte, einen in den Oberarm und zwei in? Gesicht. Der Schwerverletzte wurde in die Bockenheimersche Klinik gebracht. Der Täter soll erkannt sein.
Polizeiverordnung.
Betreffend: Den Betrieb der Anschlußgleisanlage der Ge-' werkschaft Gießener Braunsteinbergwerke vormals Fernie in Gießen.
Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des! Innern vom 18. Juli 1906 zu Nr. M. d. I. III 6802' wird nach Vernehmung der Stadtoerordneten-Versammlung^ auf Grund des Art. 56 der Städteordnung vom 13. Juni! 1874 für den Betrieb der Anschlußanlage der Gewerkschaft^ Gießener Braunsteinbergwerke vormals Fernie zu ©iejjen* hiermit verordnet wie folgt:
§ 1. Beim Ertönen der Zugsignale haben Fußgänger,^ Fuhrwerke, Reiter und Viehtransporte sich rechtzeitig von dem Gleisen zu entfernen und dem Zuge vollständig auszuweichen oder, falls sie sich dem Bahngleise nähern, in angemessener Entfernung und zwar, sofern Warnungstafeln vorhanden sind^ vor diesen Halt zu machen. Es ist verboten, Fuhrwerke oder Vieh ohne Aufsicht auf oder neben den Fohrgleisen stehen zir laffen oder Vieh frei auf der Bahn laufen zu laffen. Personen, welchen die Aufsicht über die auf der Straße oder sonst in der Nahe der Bahn befindlichen Tiere obliegt, habew dafür Sorge zu tragen, daß die Tiere nicht den Bahnkörper^ betreten und daß sie vorkommendenfalls alsbald wieder von demselben abgetrieben werden. Das Bahnpersonal ist befugt^ alle die Gleise versperrenden Gegenstände von dem Bahn-- körper zu entfernen.
§ 2. Pflüge, Eggen und andere Gerate, Baumstämme und andere schwere Gegenstände müssen beim Transport über die Bahn entweder getragen oder auf Wagen gefahren" werden.
§ 3. Jede Beschädigung der Bahn und der dazu ge-> hörigen Anlagen, sowie der Betriebsmittel nebst Zubehör^ das Auflegen von Steinen, Holz usw. auf das Planum derj Bahn, das Auf- und Abladen von Gegenständen auf demi Fahrgleise oder näher als einen Meter 75 Zentimeter vonj der äußeren Schiene, das Anbringen sonstiger Fahrhindernisse^ die Erregung falschen Alarms, die Nachahmung von Signalen, die Verstellung von Ausweichvorrichtungen und überhaupt, die Vornahme aller den Betrieb störenden Handlungen ift' verboten.
§ 4. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen^ werden, soweit nicht auf Grund anderweitiger Strafbestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zw 30 Mark geahndet.
Gießen, den 25. Juli 1906.
Großh. Volizeiamt Gießen.
Herberg.
4% Gestern Goldrente. . 4’4 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 4%°l0 russ.Staatsanl. 1905 4japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 1. Aug. (Qrig.-Telegr. des ,,Gieß. Anz.") Viehmarkt. Zum Verkaufe standen 00 Kalber, 00 Schafe und Hämmel, 1022 Schweme: 1. Qual. 76—00 Psg. Lebendgewicht 59.50—00.00 Pf., 2. Qual. 75-00 Pi., Lebendgewicht 58.50-00 Pfa., 3. Qual. 63—65 Psg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pt., Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Psg., Lebendgewicht 00-00 Psg., Schlachtgewicht 00-00 Psg. Schafe 1. Qualtta: Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Gefchast: gut, kein lleberüand.
Origittal-Drahtmel-uirgerr.
Siegen, 31. Juli. Auf den SieghiMer Eisenwerken explo di erte ein Pud del ofen. DerPuddelmeister wurde getötet. Mehrere Arbeiter wurden verletzt.
Halle a S 1. Aug. Der Kaufmann Rue hl aus Frankfurt a. M. gab auf seine Geliebte Bertha Ruhle- mann einen Revolver schuß ab. Das Mädchen fluchtete schwer verletzt. Ruehl erschoß sich dann selbst.
Hirsch berg i. Schics., 1. Autz. Der Stellenbescher Berndt in Neu-Würgsdorf erschlug den Arbeiter Grundel, welcher der Schwiegermutter Berndts unsittliche Anträge stellte. .
Stuttgart, 31. Juli. Die ausständigen Buchbinderei ar bei ter beschlossen, entgegen dem gestrigen Beschlüsse mit 424 gegen 99 Stimmen, die Arbeit morgen wieder auszunehmen. Maßgebend für die Mehrzahl der Ausständigen war dabei die große Zahl der Arbeitswilligen in Bersin und
zen, 1. Aug. Ein Reisender Namens Josef Stleler stürzte in den Passeier Bergen 80 Meter über eine Moräne und war sofort tot. Die Leiche konnte geborgen werden. „ w
Athen, 31. Juli. Wie hier eingetroffene Nachrichten ans Bulgarien bestätigen, bemächtigten sich Bulgaren mit Gewalt der griechischen Kirche und Schule in Burgas. Die Läden, die int Besitz der Griechen waren, wurden geplündert. Die Bibliothek sowie das Mobisiar der Schule wurde zerstört, ohne daß ein Eingreifen der Behörden erfolgte. Der Präfekt von Burgas war abwesend. An demselben Tage bemächtigte sich die Menge der Kathedrale und des Palastes des Metropoliten, auf dem eine bulgarische Fahne aufgezogen wurde. Der Vikar wurde mißhandelt Dann wurde an anderen Orten geplündert. Auch hier griffen die Behörden nicht ein. General Jmanoff, der Kommandant von Burgas, lehnte es ab, Truppen zur Unterdrückung der ^"^P e't/rsb u'rg" 1 Aug. Einer Anordnung des Ministerpräsidenten Stolypin zufolge sollen wegen gewisser polit. Vergehen
verfolgte Beamte an Stelle einer administrativen Verbann^ ung nach Sibirien auf längere Zeit ins Ausland gehendürfen. — Da General Stössel die Untersuchungskominission des Generals Roop megen Befangenheit ablehnte, besteht in der Militär-Verwasimig die Absicht, dem Gesuch Stössels insofern nachzugeben, als c ■' Revision seiner Angelegenheiten vor- genommen werden soll.
Petersburg, 31. Jul. Der „Pet. Tel.-Ag." zufolge, .findet die Staatsanwaltschaft in der Tatsache der Abfassung eines Aufrufs an das Volk seitens der 'näheren Dumamitglieder in Wiborg an sich nichts Strafbares, das eine gerichtliche Verfolgung bedinge, wohl aber in der Verbreitung aufrührerischer Reden und Aufsätze. Von diesem Gesichtspunkte au? unterständen nicht nur die früheren Dumamitglieder, sondern auch alle diejenigen, die den Aufruf verbreiteten, den S9e-' stimmungen des Strafgesetzbuches.
Newyork, 31. Juli. „Tötet die Fremden!" und „Mexiko für die Mexikaner!" sind die Losungsworte der nach Tausenden zählenden geheimen Organisation in Mexiko, die f ür den 16. September den Ausbruch eines Aufstandes gegen die Nordamerikaner angekündigt hat. Präsident Diaz hat den Gouverneuren von fünf Provinzen befohlen, strenge Maßregeln gegen jeden Aufruhr an- z'.-ordnen. Täglich werden Fraueu auf den Straßen insultiert und blutige Kämpfe sind die Folge davon. Die Amerikaner und die anderen Ausländer auf den Hazienda? bereiten sich auf einen Ausbruch des Rassenhasses vor. Bei der Regierung in Washington liefen noch Beschwerden über Mißhand- (ung von Angehörigen der Vereinigen Staaten auf der südlich von Cuba gelegenen Insel Pino? ein. Gleichzeitig werdew die Vereinigten Staaten ersucht, die Insel zu annektieren.
Rom geschrieben, ist und bleibt das Land der Duelle. Kaum ist der Prozeß über die unglückselige Duellaffäre Ettorre beendigt, so lenkt ein anderer Zweikampf — vielmehr eine ganze Serie von Zweikämpfen — die Aufmerksamkeit auf sich. Aus unbekannten Gründen (wahrscheinlich intimer Natur) schlugen sich dieser Tage ein Offizier und ein Industrieller aus Acona. Das erste Duell fand auf Säbel statt. Resultat: Null. E? folgten ein Duell auf Pistolen, wobei der Offizier am Schlüsselbein, der Industrielle am linken Arm verwundet wurde. Kaum einigermaßen hergestellt, traten die Gegner von neuem an, und zwar auf Florett. Da die beiden aber noch durch ihre Verletzungen stark behindert waren, wurde der Zweikamp: auf Pistolen fortgesetzt, und schon beim ersten Schüsse wurden beide Gegner verwundet: der Industrielle im Schenkel, der Offizier in der rechten Hüfte. Notgedrungen wurde der Zweikampf deshalb ausgesetzt, um demnächst wieder aufgenommen zu werden.
* Ein neues Obstruktionsmittel ist in Wien erfunden worden. Im Wiener Gemeinderat wurde, so berichtet die „Zeit", in diesen Tagen ein Redner einfach nieder — geniest. Und wie einfach kommt so eine Niesdemonstration zustande! Ein Redner reicht seinem Gesinnungsgenossen eine Dose mit Schnupftabak: „Eine Prise gefällig!" Natürlich war sie gefällig und das Niesen nahm kein Ende. — Eine neue Aera der Obstruktion ist angebrochen. For mit den Kindertrompeten, Pultdeckeln, Tintenfässern, Signalpfeifen! Schonung den trampelndenten Beinen, den zischenden Lippen, den auf das Pult klopfenden Händen! Ein mißliebiger
Vermischte».
• Ein Reisender des ZugeS Oldenburg- Bremen machte der „Nordwestd. Morgenztg." Mitteilung über einen anscheinend beabsichtigten Raubanfall. Danach habe ein Mann, der oben auf dem Dache des Wagens aus dem Bauche lag, in die Caupßs hineingesehen, dadurch, daß er sich mit dem Oberkörper herunterbeugte und versuchte, an der Seitenwand des Wagens herunterzuklettern. An seinem -Vorhaben wurde der Mann jedoch durch einen in einem Abteil zweiter Klasse befindlichen Herrn verhindert. Aus Erkundigungen teilte die Eisenbahndirektion mit, daß die an- gestellten Nachforschungen nur insofern von Erfolg gewesen seien, als der Zugführer bestätigt, von einem Passagier in Huchtingen die Meldung erhalten zu haben, daß jemand von der Wagendecke her in das Abteil gesehen habe. Eine Sofortige Absuchung habe jedoch nichts ergeben.
* Untersuchungen, die über die Eisenbahn kata- strophe bei Le Brus sie re (Frankreich! an Ort und Stelle vorgenommen worden sind, haben ergeben, daß das Attentat aus den Schnellzug schon seit langer Zeit vorbereitet war. Bereits seit einiger Zeit waren aus der Strecke Charleroi nach Thuin verdächtige Individuen aufgetaucht. Sie fühlten sich aber nicht sicher genug und verschwanden, um zwischen den Stationen Le Bruyiere und Soirne°sur-Sambre das Attentat auszuführen. Da Großfürst Wladimir sich in dem Zuge befanb, so heißt es natürlich wieder, daß das Attentat gegen ihn geplant gewesen sei. Der bet der Entgleisung de? Expreßzuges schwer verletzte Maschinist Collard ist seinen Verletzungen erlegen. Die Urheber des Attentats sind noch nicht entdeckt. Daß von den 40 Passagieren des Zuges keiner ernstlich verletzt wurde, ist nur der Geistesgegenwart Collard zu danken, der sofort, als der Zug aus den Schienen sprang, die Bremse anzog und den Dampf rückwärts stellte.
*'Die Hitze in Großberlin. Jü Wilmersdorf wurden bei einem Neubau zwei Steinträger vom Hitzschlag getroffen; sie stürzten von der Leiter herunter und blieben bewußtlos auf der Straße liegen. Man brachte sie nach dem Kran^enhause, wo sie hoffnungslos darnieder liegen. Vom Sonnenstich getroffen wurde der Maurer Fritz Hamann auf einem Neubau in der Jüvalidenstraße. Vom Hitzschlag wurde ferner ein Handlungsreisender, als er in der Wollankstraße den Fahrdamm überschritt, betroffen.
• Der Tod durchs Los. Peter Tscheljustin und Alexander TurSkij, zu den ersten der Odessaer goldenen Jugend gehörend, konnten sich nicht gut vertragen. Im Februar verließ TurSkij Odessa. Einige Zeit darauf ging Tscheljustin durch die Post ein Brief zu, worin sich ein gezeichneter Schweinskopf und in diesem der aus einer Photographie ausgeschnittene Kopf Tscheljustin? befand. Darunter standen die Worte: „Ein Schwein warst Du — und als Schwein stirbst Du*. Solche Zeichnungen gingen mehreren Kameraden Tscheljuskins mit der Bitte zu, sie dem Genannten einzuhändigen. Tscheljustin schöpfte Verdacht, daß die Zeichnungen von Turskij herrührten, und er fuhr zu ihm nach Nikolajew. Welche Auseinandersetzungen zwischen beiden stattgefunden haben, weiß man nicht. Man erfuhr nur, daß Tscheljustin seinen Gegner zum Duell gefordert hatte. Turskij antwortete, er nehme, um sein Gewissen nicht mit einem Morde zu belasten, nur das amerikanische Duell an. Damit war Tscheljustin einverstanden. Sie warfen das Los. Der Tod fiel Tscheljustin zu. Nach 48 Stunden sollte er aus dem Leben scheiden. Sonntag 'verließ er Nikolajew. An demselben Tage fand man ihn mit durchschossener Schläfe
Die einzige hygienisch vollkommene, in Anlage and Betrieb billigste HsizuiiijfünMiiifaimlieiiiiaiis! E ist die verbesserte Zentral-Luf theizung. In jedes, auch alte Haus leicht ■ ffi einzubauen. Prospekte gratis und franko durch
©3 Schwarzhaupt Spiecker &. Co. Nachf., G. m. b. H., Frankfurt a. M. ifij;
* Kleine TageSchronik. In einem Hotel der Ortschaft Clamart bei Paris erfolgte in dem Zimmer eines Ingenieurs eine Explosion, wobei der Ingenieur verletzt wurde. Er erklärte bei seinem Verhör, chemische Versuche gemacht zu haben, bei denen eine Rekorte geplatzt sei. Er wurde als verdächtig verhaftet. — Auf einem Neubau in Andelsbuch (Tirol) fand eine Gas-Explosion statt, wobei 10 Arbeiter darunter mehrere schwer verwundet wurden. — In Kremsier (Mähren) wütet ein furchtbarer Brand. Bisher sind 30 Wohnhäuser eingeäschert worden. Zwei Kinder sind in den Flammen umgekomm en. — In Stuttgart hat sich eine verheiratete Frau mit ihrem 18jährigen Liebhaber vergiftet. — Die deutsche Friedens-Gesellschaft lud dre in Herne weilenden gereiteten französischen Bergleute aus Courrieres zu einem Besuch in Berlin ein. — Für das 16. deutsche Bundesschießen in Hamburg im Jahre 1909 stellte ein Hamburger Kaufmann, welcher ungenannt bleiben will, 300 000 Ml. als Garantiefonds zur Verfügung. — In Schäplitz iProv. Sachsen) durchschnitt eine Geisteskranke dem 3 Monate alten Kinde eines Gutsbesitzers, bei dem sie zu Besuch weilte, den Hals. — Der Handarbeiter Fischer au5 Eisfeld (Thüringen) wurde auf der Landstraße ermordet. Der Ermordete war Familienvater. Don dem Täter fehlt jede Spur.
Gerichtssaal.
sd. Darmstadt, 31. Juli. Wegen Diebstahls hatte sich der Musketier PH. Rehnert aus Gießen vor der 8. Kompagnie des Infanterie- Regiments Nr. 118 zu verantworten. Er entwendete einem Kameraden auS dem Spind 11.50 Mk. und verbrauchte das Geld zum größten Teil für sich. Rehnert ist wegen ähnlicher Vergehen schon vorbestraft, und das Kriegsgericht der 25. Division verurteilte ibn diesmal zu 4 Wochen strengen Arrest und erneut zur Versetzung in die zweite Klaffe des Soldatenstandes. — Seinen Vorgesetzten bestohlen bat der Musketier Jos. Birg von der 3. Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 168, der aus Walsum bei Ruhrort stammt. Er hat als Putzer eines Fähnrichs, diesem aus dem Portemonnai 20 Mk. gestohlen. Es stellte sich bann Heraus, daß er den Fähnrich auch früher schon bestohlen hatte. Das Kriegsgericht verurteilte Birg zu vier Wochen strengen Arrest und zur Versetzung in die zweite Klaffe deS Soldatenstandes.


