Reiche stehen.
der Südanlage fällt morgen aus.
*» Lamborg Abend. Der für Mittwoch angesetzte „Humoristische Abend" muß unvorhergesehener Zufälle wegen um 8 Tage verschoben werden und findet am Mittwoch, dem
27. November, statt.
** Vier Jahreszeiten. Am morgigen Sonntag smden ttt
beziehen. Die Anwesenheit des Kaisers ist vorläufig auf] zwei Tage festgesetzt. Der Kaiser wird die auf der Rnchs- werft im Umbau begriffene „Hohenzollern" besichtigen, bie im Innern große Aenderungen erfährt. Die Kaiser- Llacht dürfte im Dezember wieder seebereit sein.
— Wie der „Köln. Volksztg." aus Jiom telegraphiert wird, will ein in Palermo erscheinendes Blatt wissens daß die derttsche Botschaft in Rom beauftragt sei, eine Villa bei Palermo oder Taormina für den Winteraufenthalt der deutschen Kaiserin zu mieten.^ ^^^serin erteilte heute im Neuen Palais die nachgesuchten Audienzen: Dem neuernannten General- Superintendenten für die Provinz Schlesien Nehmiz und den Rettoren der Königlichen Friedrich Wilhelms-Univeisi- tat und der Technischen Hochschule Professor Dr. Kekule von Stradonitz und Professor Bubendey.
— Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge hatte der preußische Gesandte in Darmstadt, Prinz Hohenlohe- O eh rin gen, vor der Rückkehr nach Darmstadt eine längere Besprechung mit dem Reichskanzler Grafen
Aus Stadt und Land.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, den 16. November 1901.
** Pensionierung. Der Groß Herzog hat den Schloß- verwalter Georg ^'ckel zu Kranichstein auf sein Nachsuchcn
Pensionsstand versetzt. „ , ..
LU. Dr. Leutert, der neuernannte aord. Professor der Ohrenheilkunde, hat telegraphisch mitgeteilt, daß er seine Vorlesungen am 23. d. M. beginnen wird. .
*’ Best'ätiguu-. Der Großherzog hat den vom Grasen zu Erbach-Schönberg auf die evangelische Pfarrstelle zu König, Dekanat Reinheim, präsentierten Pfarrer Hermann 23c ringer zu Michelstadt für diese Stelle bestätigt.
** Militärisches. Dem Kommandeur des Landw.-Bezitts Gießen, Major z. Dt v. Mosch, wurde der Charakter als
schlage starb. „,. , . r,
* Sturz aus dem Fenster. Heute Nacht stürzte eine alte Dame aus ihrer Wohnung in der Goethestraße aus dem Fenster. Schwer verletzt wurde sie in die Klinik gebracht, wo sie bald nach ihrer Ankunft starb.
** Aus dem Theaterbureau. Am Sonntag beschließt Herr Büller sein diesjähriges Gastspiel als „Herr Senator" m dem gleichnamigen Lustspiel von Schönthan und Kadelburg. „Der Herr Senator" muß den besten deutschen Komödien beigezählt werden. Ein sinniger, humordurchtränkter Kern- gedanke, ans wirkliche Leben sich anlehnende Eharakterzeich- nung, heiter gemütvolles Empfinden und die Poesie echt deutscher Innigkeit, in Verbindung mit Originalität der Empfindung und vollendeter Bühnentechnik, verleihen diesem Werke der beliebten Dichterstrma bleibenden literarischen Wert Ueber Herrn Büller als „Senator" schrieb das „Kass. Tagebl." ge- legentlich eines Gastspiels am dortigen Hoftheater: .
„Im Mittelpunkte des Jnteresies stand natürlich der Gau Herr William Büller. Er spielte den Herrn Senator weniger als scharfen Eharakteristiker, denn als liebenswürdigen Komiker. Innerhalb dieser Begrenzung trug seine Darbietung den Stempel der Vollendung. Herr Büller gehört zu ;enen seltenen, gottbegnadeten , Künstlern, ivelche noch mit natürlichen Mitteln die yoreychast m > die heiterste Laune zu versetzen und ohne Efsekthascherei wame Lachsalven hervorzurufen vermögen. Die Sicherheit, Leichtigkeit und Bonhomie in der schauspielerischen Gestaltung und die eigenartige Kunst des feinkomischen Vortrags wurden allseitig bewundert.
Musikauffuhrullg. Die morgen stattfindende Geistliche Musikaufführung des Evang. Kirchengesangvereins hat wieder mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. I Abgesehen davon, daß wieder allerlei ähnliche Veranstaltungen I zusammentreffen, ist auch in letzter Stunde der Vertreter der I Baritonpartie, August Le im er aus Frankfurt a. M., erkrankt. Zum Glück ist es gelungen, zum Ersatz für ihn, den von der Aufführung des „Faust" her hier bekannten und roegen ferner feinen geistigen Ausführung von vielen sehr geschätzten Rudolf Hellmrich zu gewinnen. Natürlich ist die Ueberroinbung I üller dieser Schwierigkeiten nicht ohne namhafte stnanziellc Opfer seitens des Vereins möglich geworden. Wenn der Verein sich dadurch nicht abhalten ließ, ein solch großartiges Werk, wie die Bach'sche Kantate „Ein feste Burg" dem großen Kreis der Genieinde unentgeltlich zugängig zu machen, so darf er doch viel darauf rechnen, daß ihm durch recht reichliche freiwillige Beträge seitens der Besucher die Deckung der großen Kosten ernröglicht werde. .
** Konzert. Das Konzert unserer Regimentskapelle m
doch und will es durch Strafe wiedergewiMien. Der Ge-«, danke der vergebenden Liebe Gottes ist das ALtsel, um das fich alles Denken Hoseas bewegt. Mehr Erfolg nach außen als Amos und Hosea hatte Jesaja. Die über alle Welt erhabene Größe Gottes führt ihn schon. zum Gedanken der Weltreligion: auch Aegypten und Afsur soll dem Gott Israels opfern. Unter den vielen Freveln Israels steht feiner großen Gottesanschauung entsprechend namentlich die Verehrung Gottes im Bild; das Gericht Ewttes trifft ganz Israel bis auf einen geringen Rest, zu dem nach des Propheten Hoffnung auch sein Sohn gehören wird, über dem! Uebermut der Assyrer wird Gott Halt gebieten an seinem | Opferherd in Jerusalem. Und Jesaja hofft auf einen von Gottesgeist erfüllten König aus dem Hanse ^scn, unter dem Sünde und Not ein Eiide hat, den Messias. Erlebt hat Jesaja den Wzug der Assyrer von Jerusalem und die Zertrümmerung der ehernen Schlange des Vlose durch König Hiskia. Aber die Uebermacht der Assyrer brachte einen I Rückschlag: die Verehrung der assyrischen Götter und das Kindesopfer im Thal Hinnom. Man wollte die mächtigsten
! Götter verehren; man wollte noch bessere Opfer bringen I I als bisher. Das dauert über die Reform des ^os ia hrn- I weg bis zur Zerstörung des Reichs 586 v. Ehr. fort Da schließen Jeremia, Hesekiel und der Prophet, dessen Reden im Anhang des Buchs Jesaja stehen, die Zeit der Propheten ab. Jeremia betont die engere Beziehung des einzelnen zu Gott; ihm steht der Untergang ^udas trotz der Durch- lührung des Gesetzes wegen der Ueberhandnahme des I Frevels aller Art fist. Aber Gott bricht den Mit David geschlossenen Bund nicht. Er wird mit seinem Volk einen neuen Bund schließen, indem er frühere Sunde zudeckt und vor neuer bewahrt. In der Verbannung sammelt Hesekiel eine neue Gemeinde. Er weiß sich als ihren Seelsorger, er schärft jedem einzeliien das Gefühl eigener Verantwortlichkeit. Gerade darum weiß er, daß da- Volk im Ganzen untergehen mußte. Aber weil Gottes Name darunter leidet, wenn Gottes Volk um seiner Sünde willen unterfing, wird Gott es als Hirte aus der Zerstreuung sammeln, reinigen, neu beleben. Wie der Perser Cyrus Babylon erobert, erkennt der unbekannte Prophet Jes. 40 ff. die Nichtigkeit der babylonischen Götter, die allmächtige Große seines Gottes, der dieses Schicksal herbeigefuhrt hat. Er macht den weltgeschichtlich großartigen Versuch, Cyrus vom j persischen Dualismus zum israelitischen Monotheismus zu bekehren. Zum ersten Mal will Israel sein Licht anderen I Völkern leuchten lassen. Erreicht wird, daß Cyrus die Juden zum Bau eines Tempels ihres ihm hilfreichen Gottes nach Palästtna zurückkehren läßt. Derselbe Prophet schildert das Schicksal seiner für den neuen Gottesgedanken kämpfenden und deshalb leidenden Vorgänger unter dem Bilde
I des noch im Tode verklärten Gottesknechtes, durch dessen Wunden das neue Israeli geheilt ist. Damit hat er vorahnend das Bild eines Größeren gezeichnet.
I ** Zusammenstoß. Die Pferde des Fuhrwerks eines hie- I figen Kaufmanns scheuten gestern vor einem Zuge der Bieber- Ithalbahn. Es kam zu einem Zusammenstoß, wobei der I Wagen ziemlich stark beschädigt wurde. Der Führer und die I Pferde kamen glücklicherweise ohne Verletzungen davon.
•* Verhaftungen. Ein junger, ^reits mehrfach bestrafter
in Erfahrung bringen. .
** Privatdozent Dr. Collin beabsichtigt, wie roir bereit» mitteilten, in diesem Winter eine Anzahl von Vorträgen voc Damen über den deutschen Roman im 19. Jahrhundert zu halten. Nach unserer gestrigen Notiz konnte allerdings, obwohl die Themata der einzelnen Vortrage erneu Zweifel ausschließen mußten, doch vielleicht in so weit em Mißverständnis heroorgerufen werden, als der Setzer aus dem 19 das 1.7. Jahrhundert gemacht hat. Daß obendrein der schone Namen Meyer des Dichters des „Jürg Jenatsch" zu einem „Mayer" verun'taltct wurde, ist nicht weiter verwunderlich, da ja nnsere Leser an eine solche „Duplizität der Ereignisse leider längst gewöhnt sind.
m. Beuern, 15. Nov. Ein schwerer Unglucksfall hat stoy heute Vormittag hier zugetragen. Der Steinbrecher P- Strack stürzte in eincrnSteinbruch von dem Abraum und gab nach wenigen Augenblicken den Geist auf. Der sofort herbeigerufene Arzt Dr. Wagner-Londorf konnte nur feststellen, daß der Verunglückte das Genick gebrochen hat. Der Verstorbene hmtev- Iläßt eine Frau und fünf Kinder.
Singen, 15. Nov. Zu der gestern von uns gebracht« Meldung, daß der Weinkommissionär Bernhard Groß, einer der geachtelten und beliebtesten Männer in Bingen, und feme Frau erstickt im Bett liegend, aufgefunden worden seien, rotes Näheres bekannt: Tatsächlich war nur der Mann tot, wahrend die Frau bewußtlos und in Krämpfen liegend gcTunöen wurde. Trotzdem sofort drei Acrzte Wiederbelebungsversuche
ausflug sein soll.
** Die Kuh im Casö. Gestern nachmittag, so erzählt man uns, wurde eine Viehherde durch die Stadt getrieben. In einer Straße stand die Thür zu einem Cafi einladend offen, und eine Kuh empfand das Bedürfnis, emen kleinen Abstecher in das Lokal zu machen. Sie spazierte wohlgemut in den Saal. Die Gäste und das Personal sprangen im ersten Augenblick vor Entsetzen über den ungebetenen Elw bringting auf Stühlen und Tischen umher und erlangten ihr Gleichgewicht erst wieder, als der Viehtrelber selber fein wissensdurstiges Tier hinauskomplimentierte. Ob m dem Cafe die Milch ausgegangen war und das gute Rind diesem Mangel hilfsbereit abzuhelfen beabsichtigte, konnten wir nicht
Oberstleutnant verliehen.
** Religionsgeschichtliche Vorträg e. Gestern ; abend hielt im Konfirmandenfaale der Johanneskirche Prost \ Dr. Holtzmann den ersten der angekündigten religions- geschichtlichien Vorträge über „Israel und die Propheten . Leider hatten sich nur spärliche Zuhörer eingesunden, was um so mehr zu bedauern ist, als der Reinertrag dieser I Vorträge, wie wir bereits mitteilten, zum Besten der deutschen Lungenheilstätte für Minderbemittelte^ in Davos bestimmt ist. Religion, so führte der Redner aus, ist ein allgemeines Bedürfen des Menschen; es gehört! zu dem, was den Menschen edelt, sofern er durch die Religion zur innerlicheii Herrfchaft über die Welt kommt; I j wie jeder geistige Besitz, ist auch die Religion immer Gemeinschaftssache: hat sie in einem Gestalt gewonnen, wird sie sofort Gemeingut Vieler. So ist lange Zett cm Volk der Träger der religiösen Entwickelung, die m Judentum, Islam und Christentum weiterwirkt, das Volk Israel. Die Israeliten hatten am Sinai eine Gottesoffen- barung unter Mose erlebt; ihr Gott ist noch lange der Gott vom Sinai, ihre Priester nahmen sie immer am liebsten aus dem Stamme des Mose. Aber m Kanaan I verehren sie anfangs auch die kanaanittschen Gottheiten I deren Dienst sie vorfanden, bis durch Dsövra und das l Haus des Gideon Kanaan für den Gott vom Sinai erobert wird. Nur gilt zur Zeit Davids der Glaube, der Gott Israels herrscht in Israel, wie im Philisterland tue Gotter der Philister. Bon Salami bis Ahab bürgert sich aber wieder allerlei fremder Gottesdienst ein. Gegen ihn tritt der Pro- ! phet Elia auf, der allen fremden Gottesdienst aus Israel verbannt wissen will, zugleich auch den Gott Israels als den Hüter des Rechtes und der stttlichen Ordnung beurteilt. Durch die Erhebung Jehus zum König wird die Mein-! Herrschaft des Gottes vom Sinai in Israel sichergestellt; damals versucht Jreadab, der Sohn des Rechab, die No- madensitte wieder in Israel einzubürgern. Aber unter Hero- beam II. ist mit glücklichen Kriegen nach außen LSohlfahrt und Ueppigkeit erngekehrt. Da tritt an dem Heiligtum zu Bethel der Prophet Amos auf. Er verkündet das Kommen des ersehnten Gerichts über die Nachbarvölker, aber auch über Israel. Amos erkennt, daß die Assyrer «Palästtna überschwemmen, sobald sie Damaskus erobert
unter Bceuaung der Zufriedenheit für langjährige, treu! Taugenichts von hier wurde beim unerlaubten Fischen ab. geleitete Dienste^ mtt Wirkung vom 1/ Dezember an in den gefaßt. Es stellte sich heraus, daß er die Gerate hierzu R^nsiwnd versetzt sämtlich hiesigen Fischereipachtern gestohlen hatte. Er wurde
Reniwnsstand verwm. 1 ^rhastet. — Ebenso wurde ein hiestger Einwohner unter dem
Verdacht des Meineides verhaftet. t
** Plötzlicher Todesfall. Eine hiesige ^abntarbeücnn begab sich gestern Nachmittag infolge Unwohlseins aus dem Arbeitsraum in den an das Fabrikgebäude stoßenden Garten. Hier fand man sie später bewußtlos. Sie wurde in den Speiseraum getragen, wo sie bald darauf an einem Herz-
von Bülow.
— In den Kolonialrat, der am 21. zusammenttitt, soll, wie verlautet, auch Professor Hans Me y er-Leipzig, berufen werden.
— Im neuen Pvstetat soll der Zugang an neuen Ässistentenstellen weit erheblicher fein, als in den Vorjahren. Die lange erstrebte Abstufung der Afsistenten- qehälter in acht Stufen von 1500 bis 3000 Mark ist gesichert.
— Die „9öordd. Allg. Ztg." veröffentlicht ein Schreiben Les Handelsministers Möller vom 14. ds. an die Aeltesten der Kaufmannschaft zu Berlin, worin der Minister erklärt, daß er das vorgelegte Statut der 5)andelskammer in Berlin nicht genlehmigen könne.
— Die „Deutsche Tagesztg." erklärt heute abend, daf; der Zolltarifentwurf, wie er nunmehr aus dem Bundesrat hervorgegangen ist, für die Vertreter der Landwirtschaft schlechthin unannehmbar ist, ebenso bedürfe das Zolltarifgefitz einschneidender und wesentlicher Aender- Aenderungen, wenn es angenommen werden solle. Die Landwirtschaft habe ein unbedingtes Recht zu verlangMi, daß ihre wohlbegründeten Forderungen im Jnteresje der Gesanithett erfüllt werden. Der Bundesrat habe das nicht! für nötig erachtet, man werde also im Reichstage darauf dringen müssen, daß es gründlich und umfassend gefchehe.
— Die SNorgenblätter veröffentlichen eine Erklärung des Vorstandes des Deutschen Kriegerbundes und des preußischen Landeskriegerverbandes, nach welcher gegenüber zahlreichen Anftagen, weshalb sie noch keine Protesterklärung gegen Chamberlain erlassen hatten, sie bemerken, daß sie gegen eine Protestkund gebung sind Die Mwehr solcher Angriffe gegen die deutsche Kriegführung müsse allein der berufenen Verttetung der deuttchen Wehrkraft überlassen werden. Beide Vorstande nehmen für sich in Anspruch, daß sic-an Gefühlen natw- ,
naler Begeisterung und Vaterlandsliebe niemandem nach- h^p^n Er bricht geradezu mit dem Gedanken, da^ Israel stehen. Sie hätten aber die ernstesten «Gründe zu der dringen- üor anderen Völkern etwas voraus habe. Gott
den Bitte an die Kriegervereine und Verbände, sich jeter bat atIen Völkern chr Heimatland gegeben; er giebt nicht Kundgebung in dieser Angelegenheit zu enthalten. f - - —
Die „Natt-Ztg." erfährt, der deutsche Berg-1. arbeiter^Verband bestimmte zwei Delegierte, um auf einer in Frankreich abzuhaltenden internationalen Bergarbeiter-Konferenz die französischen Bergarbeiter vor! unüberlegten Schritten zu warnen, und zu erkürren, daß pekuniäre Unterstützung aus Deutschland ausgeschlossen sei. y Unter dem Protektorat des Prinzen Albrecht ist ein Komitee zur Errichtung eines Denkmals für ben Krieasminister von Roon in Berlin zusammengetteten.
— Die Iat.-Ztg." hört zum Gumbinner Mordprozeß, daß die Men bereits seit mehreren Wochen dem Reichsmllitärgericht vorliegen, welches lediglich^ die Zusammensetzung des Gerichts der zweiten Instanz, dessen! Protokoll und Urtell prüft. m , z/ ....
Dresden, 15. Nov. Wie die „Dr. Nachr." mrttellen, mußte der erste Vizepräsident des Reichstages, Dr. von Fr ege, sich hier einer ärtztltchen Konsultation unterwerfen, die für ihn die Notwendigkeit absoluter! Fernhaltung von allen Geschäften ergeben hat.I Frege beabsichtigt den Süden auszu,uchen. Drgair des konservativen Landesvereins für das Königreich Sachen erklärt dagegen, daß die Meldung von dem beabsiästigten I Rücttritt des Dr. v. Frege aus der Luft gegriffen sei
München, 15. Nov. Kammer, ^zn der heutigen! Sitzung wurde die Beratung über die allgemeine Finanzlage fortgesetzt. W a g n e r, (liberal) betont, die Finanzlage sei nicht so schlecht, daß man knausern müsse. Was den Fehlbetrag beim Reichs etttt betreffe, so >ei die Zeitungsmeldung, in der von einem Fehlbeträge von 140 M illio n en die Rede sei, unbedingt ir rig. Der! Fehlbetrag werde die vom Staatssekretär des Reichs,chatz- amts angegebene Höhe nicht überschretten. Die bayerische Regierung rechne besttmmt auf das Zustandekommen der Reichsfinttnzreform, da die jetzigen Verhältnisse Zwischen dem Reich und den Einzelstaaten auf die Dauer nickt haltbar seien. Ministerpräsident'Graf von Crails^ heim erklärt, daß die angebliche Aeußerung des Prrnz- regenten: „Ich lasse wir nichts abpressen ,4 nicht gefallen sei, und zwar schon deshalb Nicht, well niemand Bayern etwas abpressen wolle Vorwurf, daß die bayerische Regierung un Bundesrat eine schwächliche Haltung einnehme, sei ganz unbegründet. Speziell in der Frage der Militär-Sttafprozeßordnung könne von einer schwächlichjen Haltung keine Rede sem. Sckfritte zu Gunsten der Bfür en habe die Reichsregierung nicht thun können, so sehr dies, auch ^w Interesse der tapferen Buren zu bedauern sei. Die Zugehörigkeit B a y e r n s z u m R e i ch sei für Bayern selbst ein großer 53 p r t e i UI Isoliert hätte Bayern größere Opfer tragen wuisen bei geringerer Sicherheit. Weltmachtpolitik könne des deutsch Reich heutzutage nicht mehr umgehen, wie kern Großslaat. Der Minister betont daun, daß im Bundesrat nie- mals Streitigkeiten vorkämen, sondern nur Mein-] ungsverschiedenheiten, über die man nicht in parlamentarischem, sondern iei diplomatischem Tone verhandele, und die man nicht an die große Glocke hänge Was die An^ griffe auf den Zäsarismus betreffe, so sollte man sich freuen, daß der deutsche Kaiser ferne Ausgabe so energisch erfasse und fein Pflichtbewußtsein so treulich erfülle. Bayern werde allezeit treu zum
bloß den Israeliten den Grtrag ihres Feldes: er schafft die Berge und die Sterne; er ist allmächtig. Aber Israels Opfer und Feste gefallen Gott nicht wegen der Ueppigkeit bei Bedrückung und Uebervorteilung der Armen. Ein heiliger Witte Gottes gilt für alle Völker. Doch hoftt Amos eme lchte Wiederherstellung der zerfallenen Hütte Davids, des judäischen Königreichs. Hosea knüpft an Amos an, ist weicker als er, hält aber stärker als Amos an der Er- ^,,v» - - „ „
wählung Israels fest. Im Dienst der kanaanitöschen Landes- ben Vier Jahreszeiten 2 große Konzerte des Kroat. Damen- aötter bricht Israel Gott die Treue; aber Gott Hebt e£ encenib(e§ Lika" statt. Wie wir hören, konzerttett das ' ' < — — —^'Ensemble nur noch kurze Zeit hier.
** Gemälde Ausstellung. Die Gemälde-Ausstellung un Turmhause am Brand hat in dieser Woche wieder eme durchgreifende Aenderung erfahren, indem zu den feit etwa 14 Tagen neu ausgestellten Gemälden wiederum 52 Gemälde hinzugekommen sind. Unter den ausgestellten Bildern, etwa 120, beftnden sich auch diesesmal wieder zahlreiche Kunstwette von hervorragender Schönheit, die ihre Anziehungskraft aus unsere Kunstfreunde sicher nicht verfehlen werden, sodaß der Besuch der Ausstellung angelegentlich empfohlen werden kann.
** Männerturnverein. Um irrigen Ansichten zu begegnen, sei hier mitgeteilt, daß der morgen (Sonntag) Mündende Ausflug nach Textors Hardt em sogen. Familien-


