Vermischter
* Berlin, tvelen-Diebe
den ausgesuchtesten Tabaken gemacht. Der Arbeiter, der diese Zigarren für den König Eduard herstellt, erhält als Arbeitslohn für jede Zigarre 25 Cts. (1 Mark). Die Zigarren kosten in der Havanna 1 Dollar (4 Mark) das Stück. Einige solcher Zigarren werden übrigens als Andenken an den Aufenthalt in der Havanna an Reisende verkauft, und auf diesem Wege kann auch ein nicht königlicher Raucher in den Besitz einer solchen königlichen Zigarre kommen.
er nennt sich Ende — solange als nivglich zu verheimlichen. Ter Verbrecher ist ein ziemlich großer, schlanker, dünner Mensch mit schwarzem Haar und stechenden schwarzen Augen. Tas Geschäft des Wolff, der die Versteigerung von Tiebesbeute im großen betrieben zu haben scheint, wurde von der Kriminalpolizei geschlossen. Ein großer Teil der gestohlenen Sachen wurde in dem Laden noch gefunden, etwa im Werte von 20000 Mk.
Die Gemeinde - Krankenversicherung ist in Oberhessen wett starker vertreten als in Starkenburg und auch in Rheinhessen. Die Zahl der Erkrankungsfälle, mit Ausschluß der, die nur zur ärztlichen Behandlung oder Verordnung von Arznei, aber nicht zur Zahlung von Krankengeld oder zur Aufnahme in ein Krankenhaus Anlaß gaben, sowie mit Ausschluß der der Angehörigen der Kassenmilglieder, betrug im Jahre !898 7 2,840. Die Zahl der KrankhettStage 1 270 339. Auf je 100 Mitglieder kamen also durchschnittlich 34 Erkrankungsfälle und 593 Krankheitstage.
Unsere Provinz Oberhessen ist nach der Statistik die, die den niedrigsten Prozentsatz von Erkrankungsfällen aufweist, mithin auch wohl
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hatten, packren sie mit festem Griff zu. Wolff und der unbekannte feine Mann wurden am Kragen genommen und nach der Wpche gebracht. Bei dem Unbekannten ging das nicht so glatt ab. Während andere Beamte sich noch mit Wolff und den übrigen Leuten beschäftigten, legte einer dem feinen Herrn eine Fessel an und setzte sich mit ihm in eine Droschke. Es gelang dem Verbrecher, mit der freien Hand einen scharf geschliffenen Dolch unbemerkt aus der
Die Krankenversicherung im Grotzherzogtum Hesse» im Jahre 1898.
P. Gießen, 14. Juni 1901.
Im Jahre 1898, über das jetzt erst von der Großh. Hess. Zentralstelle für Landesstatistik berichtet wird, betrug die Gesamtzahl der Kaffen, die den reichsgesetzlichen Vorschriften über die Krankenversicherung ent sprechen, im Großherzogtum 1003. Es kommen mithin im Jahre 1898 auf 100 000 Einwohner durchschnittlich 93,3 Kaffen. Von der Gesamt zahl gehören die meisten Kassen, 393, der Provinz Starkenburg, 389 der Provinz Oberhessen und 221 der Provinz Rheinhessen an.
Die Zahl der Mitglieder war im Durchschnitt 214 282. Auf eine Kaffe kommen 213,8 Mitglieder. Unter den Mitgliedern gehörten 156 893 dem männlichen und 57 369 dem weiblichen Geschlecht an.
Nach Kaffenarten unterschieden, überwiegt bei weitem die Gemeinde- Krankenversicherung. Zu ihr zählen von 1003 Kassen im Großherzogtum 699, also fast 70% aller Kaffen. Darauf folgen die eingeschriebenen Hilfskaffen (108), sodann 90 Betriebs- (Fabriks) Krankenkassen, 86 Orts« krankenkassen. •
Durchschnittlich dauerte ein Krankheitsfall 17,4 KrankheitStage.
Von den 1003 Krankenkassen haben 650 mit einem Einnahme- Ueberschuß, 353 mit einer Mehrausgabe abgeschlossen.
Die gesamte Einnahme aller Krankenkassen betrug 39 662 44 Mk. ! Auf em Mitglied kamen durchschnittlich an Beiträgen, Zusatzbeiträgen und Eintrtttegeldern 15,25 Mk im Jahr. Die gesamte Ausgabe betrug 3 688 462 Mk. Davon kamen auf Krankheitskosten 2 824 393 Mk. Auf ein Mitglied kamen durchschnütlich 13,18 Mk. Krankheitskosten.
Die Aufwendung für jeden Erkcankungsfall belief sich im Durchschnitt auf 39,75 Mk, auf einen Krankheitstag entfielen 2,22 Mk. Ber- waltungskosten kamen auf ein Mitglied im Durchschnitt 0,78 Mk.
Der Vermögensstand der Kassen war folgendere Aktiv« 3 394 147 Mk. Passiva 233 668 Mk.; mithin ein Reinvermögen von 3 160479 Mk. So kann man das Vermögen eines Mitgliedes der Krankenkassen auf 14,75 Mk. feststellen.
von 100—50 Kilogramm, von 50—25 Kilogramm und von 25—12 Kilogramm pro Hektar Teichfläche.
Während der Stückzuwachs als eine bestimmte Größe erscheine, sei der Gesamtzuwachs „anzunehmen" und zwar je nach der Güte der Teiche. Die Formel sei b — |- d. h. man finde die Anzahl der einzusetzenden Fische, wenn man den (angenommenen) Gesamtzuwachs durch den bekannten Stückzuwachs dividiere, wie dieses die nachfolgenden Berechnungen näher zeigen würden. Man dürfe bei guten Teichen auf eine Rente von 75—100 Mk. pro Morgen rech<nen.
Nach dein Gewichte würden sich ergeben:
1-sömmerige Karpfen 60—90 Gramm (6—12 Zentimeter), 2-sömmerige Karpfen 250—375 Gramm, 3-sömmerjge Karpfen 1250—1375 Gramm Zuwachsgewicht, also 1 Kilogramm per Stück. Tie 1-sömmerige Forelle wiege 15 Gramm (10—12 Zentimeter, die 2-sömmerige 125—130 Gramm. Also Zuwachs von durchschnittlich 115 Gramm. Zu einem Teiche von 1 Morgen Fläche könnten 100—200 Stück Forellensetzlinge eingesetzt werden.
Redner gab nun einige instruktive Berechnungen, welche Jaffe und E. Walter s. Z. veröffentlicht hätten.
B e rechn u n g I.
In einem Teiche von 1 Hektar Fläche wurden 60 zweijährige Karpfen zu je 250 Gramm eingesetzt. Tas Abfisch^ ungsgewicht ergab 150 Pfund. Der Einsatz kostete 80 Pfg. das Pfund, also gleich 24 Mk. Ter Händler bezahlte für die 150 Pfund 75 Mk., sodaß also ein Nettogewinn von 51 Mk. sich ergab.
Berechnung II.
Tie Teichifläche betrug nur einen halben Hektar. Das Gesamtzuwachsgewicht pro Hektar wurde „angenommen" mit 130 Kilogramm pro Hektar; also für den Teich mit 65 Kilogramm. Demnach 65 Karpfen zu je drei Achtel Kilogramm gleich 24 Kilogramm Besatzgewicht. Die Abfischung ergab: 63 Karpfen mit 73 Kilogramm Gewicht, also Zuwachs 73 weniger 24 gleich 49 Kilogramm Gewicht. Die angenommenen 65 Kilogramm Fischfleisch wurden also nicht erreicht. Es waren da nur zwei Dinge für das folgende Jahr möglich, entweder die Besatzzahl zu verringern, oder aber den Teich zu verbessern. Letzteres geschah. Es wurde der Teich abgelassen, die wilde Flora beseitigt, der Boden gekalkt und aiisfrieren lassen und im nächsten Jahre wiederum 65 ~tU(* Füüüe eingesetzt. Tie Abfischung ergab: 64 Stück
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verheiratete Landwirt Karl Horst auf seinem Hausboden erhängt aufgefunden. Er hatte kurz vorher noch mit seiner Familie den Kaffee eingenommen und war bald darauf festen Schrittes, als ob er etwas holen wollte, auf den Boden gegangen. Als man nach längerem Warten auf fei» Herabkommen nach sah, wo er blieb, war die That schon geschehen, und Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Was den Mann in den Tod getrieben Hai, ist ein Rätsel; wahrscheinlich Familienverhältnisse. Vor einigen Tagen soll er scheinbar im Scherz geäußert haben: „Wenn es emmal einen schönen Tag giebt, hänge ich mich"
Darmstadt, 13. Juni. An dem von Bildhauer L. Habich entworfenen L a n de s d e n km a l der lwchseligen Großherzogin Alice (aus dem Wtlhelminenplatz vor der katholischen Kirche) ist jetzt der Obelisk aufgestellt worden. Tas Denkmal ähnelt etwas dem Wormser Ludwig IV.-Denkmal; die Arbeiten sollen so beschleunigt werden, daß wahrscheinlich im Lause des folgenden "INonats die feierliche Enthüllung stattfinden kann. — Nachdem es mehrere Jahre, seit dem Abschluß der Samnilungen, in Bezug auf das Darmstädter Bismarck-Denkmal ganz still war, scheint diese Frage jetzt wieder in Fluß zu kommen. Wie die „Worms. Ztg." hört, beschäftigte man 'sich gestern mit der Platzfrage. Es wurde vorgeschlagen, den alten Marktbrunnen zu versetzen und dem Denkmal des eisernen Kanzlers diesen Platz anzuweisen.
Frankfurt a. M., 12. Juni. Heute trafen sich die Vertreter der bayerischen, hessischen und preußisck)en Regierung im Konferenzsaale des hiesigen Hauptoahnhofes zu einer Besprechung über den Staatsvertrag wegen derMainkanalisation. Tie Verhandlungen, die" um 10 Uhr begannen, fanden bei geschlossenen Thüren statt.
13. Juni. Gold waren- und I u - find von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Bei der Verhaftung des Hauptthäters, der wahrscheinlich einer internationalen Diebesbande ange- hö-.'t, wurde ein Kriminalbeamter von dem gefährlichen Spitzbuben mit einem Dolche nicht unerheblich verwundet. Kürzlich wurden die Goldwaren- und Juwelengeschäfte von Brinner und G. Hilscher zur Nachtzeit vollständig ausgeplündert. Die Einbrecher machten eine Beute im Werte von mehr als 50000 Mk. Bezeichnend war bei dem Einbruch bei Brinner die Anivendung von Sauerstoffgas zum Sprengen des Geldschranks. Tie Kriminalpolizei arbeitete Tag und Nacht, um den Verbrechern auf die Spur zu kommen. Aus dem Publikum gingen ihr auch Mitteilungen zu, nach denen bald hier, bald dort Männer gesehen wurden, auf die die Beschreibung der Einbrecher paßte. Tiese gingen sehr feilt gekleidet, trugen in der Regel Lackstiefel, zuweilen auch die feinsten braunen Lederstiefel und Anzüge nach amertkanischem Schnitt. Oft sah man sie auf der Straße mit kleinen Handtaschen. Stets aber verwischte sich die jedesmal aufgenommene Spur bald wieder. Ta fiel eines Morgens den Beamten, die wieder einmal eine Nacht hindurch auf den Beinen gewesen waren, das Treiben in einem Laden auf. Der Laden gehörte einem gewissen P. A. Wolff, der darin Versteigerungen von Gold- und Silber- fachen, Brillanten u. s. w. vornehmen ließ. Am Montag morgen sahen nun die Beamten, die das anscheinend flvttgehende Geschäft beobachteten, einen Mann in den Laden hineingehen, der nach der Personalbeschreibung einer der Goldwarendiebe sein mußte. Er ging mit seinem Hand- röfferchen hinein, verschwand einen Augenblick, kam dann wieder hervor und that so, als ob er in dem Laden zu Hause wäre und zu befehlen hätte. Die Kriminalbeamten ließen den Mann ruhig gewähren, um ganz sicher zu gehen. Sie sahen bei ihren Beobachtungen, daß Sachen, die der Kriminalpolizei als geshohlen angezeigt waren, in aller Oeffentlichkeit versteigert iwurden. Gerade durch diese Dreistigkeit glaubten sich wohl die Spitzbuben am besten zu sichern. Als die Beamten für ihre Zwecke genug gesehen
2. Der Himmelsteich, welcher ebenfalls guten Gewinn brächte, wenn die Tungstosfe der angrenzenden Felder ihm zu gut kämen, und
3. Ter Ablaßteich mit regulierbarem ständigen Zu- und Abfluß.
Es wurde nun eine Anzahl verschiedener Teiche aus vielen Gegenden Deutschlands mit allen ihren Eigentümlichkeiten beschrieben, von welchen uns am meisten interessierten die zahlreichen gut rentierenden Forellenteiche und Karpfenteiche der Lüneburger Heide und der große Lindenteich bei Chateau-Salins in Deutschs-Lothringen mit 792 Hektar Teichfläche.
T-ie Besetzungen des Teiches spiele die wichtigste Rolle. Namentlich sei auf eine gute schnellwüchsige Rasse zu sehen. Man dürfe nicht nehmen, was man so geradezu zur Hand habe, denn die Fische blieben dann „ver- buttet" und würden nickst an Gewicht zunehmen. Der schlimmste, aber nur allzuhäufigste Fehler bestehe aber in der Übersetzung der Teiche. Ta höre jedes Wachstum auf, weil die Fische das erforderliche Futter nicht fänden und vollständig zurückblieben.
Tas natürliche Futter sei immer das beste, und das künstliche Futter sollte eigentlich nur eine Zugabe sein.
Für Karpfenteiche empfehle sich: Getrocknetes Blut mit Kleie gemischt, Kartoffeln, Gerste oder Malzkeime, Lupinen, grob geschroten und 24 Stunden eingeweicht, Blut- und Fletschmehl. In neuerer Zeit habe auch- Herr Krauthe in Berltn den Zusatz von Melasse empfohlen.
„Für Forellenteiche: Fleich in der sog. Fleischmaschine genügend verkleinert, Seefische, Frösche, Schnecken, Muscheln, Kaser. Herr Jafte empfehle in Säckchen von Schirting ab-
Zubern Roggen schrot gemischt 'nebst Fletsch- und Ftschmehl. Dte daraus gefertigten Würste
't~i'Sa0e halten. Uebrigens solle mau wentg Fletsch verfuttern, dte Nahrung mehrmals des Tages reichen, aber dafür sorgen, daß keine Nahrung im TeZhe
Bezüglich der Besatzungen sei folgendes zu beachten Man unterscheide: Besatzgewicht, Stückzuwachs' Gesamtzuwachs und Abfischungsgewicht
Man nehme nun bei zweijährigen Karpfen einen jährlichen Stückzuwachs von 1 Kilogramm, bei ein jährigen Forellen einen Stückzuwachs von 115 Gra m m an. Ten Gesamtzuwachs bringe man in 5 Klassen, nämlich von 400—200 Kilogramm, von 200 -100 Kilogramm'
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hiemit Teilnehmer g' durch Gebet i efien im Hotel em gemeinsim Inneren Nils iÖJBint
37. Jahresversammlung der südweftdentsche« Konferenz für Innere Mission.
(Eigener Bericht).
in.
-k. Friedberg, 13. Juni 1961.
Gestern «bend vereinigten sich sämtliche Teilnehmer unter Beteiligung der städtischen Bevölkerung tm großen Saalbau, der fast ganz besetzt war. Der Vorsitzende deS hessischen Ausschusses, Pfarrer Wiedmann-Darmstadt, begrüßte dte Anwesenden in herzltchac Ansprache, Direktorv.Weiss enbach,Friedberg hält einm länger« Vortrag über dte B e b e u t u n g d e r I n n e r e n M t s s t o n. Der Sekretär des Zentralausschuffes, Pfarrer Fritsch- Berlin, zeichnet in anschaulicher Weise einige ergreifende Bilder der SeemaunS- m iss ton, deren kräfttgste Unterstützung er allen Zuhörern ans Herz legt.
I Die heutige Tagung wurde einaeleitet durch eine von Pfarrer W i s s t g - Bad-Nauheim über Jakob. 5, 16 gehaltene Morgenandacht, die um Vi9 Uhr ihren Anfang nahm.
Als Ergebnis der gestrigen Verhandlungen werd« zunächst folgende Resolutionen einstimmig angenommen: 1. die von Profeffar Krieg- Kaiserslautern lautet:
»Die 37. Jahresversammlung der südwestdeutschen Konferay hält es für dringend notwendig, daß die schulentlaffme Jugend nicht sich selbst und verderblicher Beeinflussung überlaffen, sondern durch möglichste Stärkung der Autorität von Famllie, Schule, Kirche und Staat erziehlich beeinflußt werde. Durchdrungen von der Ueber- zeugung, baß ohne Gottesfurcht und Gebet keine wahre Erziehung möglich ist, erbittet sie von der Familie, Schule, Kirche und Staat kräftigere und nachhaltigere Bemühungen und erkennt zugleich dte Notwendigkeit gesetzlicher oder freier Ordnungen, welche dte Heranwachsende Jugend etnschränken und schützen. Sie beauftragt di« Konferenzausschüffe, nach Kräften dte erkannten Schäden aufzudeeken und Mittel und Wege aufzuwetsen, um dte Erziehung unseres nach- wachsenben Geschlechts in christlichem Sinne zu beeinflussen."
2- Die von Pfarrer F r i t s ch. Ruppertsburg:
„Die am 14. und 15. Juni zu Friedberg tagmbe JahreS- oersammlung der südwestdevtschm Konferenz für Innere Mission nimmt mit Bebauern davon Kenntnis, daß, wie dte Press« meldet, der 8 228 der hessischen Polizetverordnung, welcher den Ausschank während der GotteSdtenstzett verbietet, nicht mehr gehandhabt werden soll. Sie spricht den Wunsch auS, baß dieser 8 238, wenn auch aus dem Wege der Gesetzgebung zeitgemäß umgestaltet, seinem Haupt« Inhalt nach in Geltung bleibe und insbesondere zum Schutze der Heranwachsenden Jugend gehandhabt werde."
i. c^er da« Thema deS Tages: „Unsere Pflicht gegenüber den Lesebebürfnissen des Volkes" referierte Pfarrer Dr. W«tt- brecht-Wimpfen. Seine Thesen sind folgende:
1. In allen Schichten be8 deutschen Volk«S ist LesebedürfniS vorhanden; aber die Stärke des Bedürfnisses und die Art seiner
* Gumbinnen, 13. Juni. Biele Glückwunsch- karten find an die Unteroffiziere Marten und Hickel aus Anlaß ihrer Freisprechung von der Anklage des Mordes gerichtet worden. Tie Karten werden jedoch (da das Urteil noch nicht rechtskräftig geworden ist) den beiden nicht ausgehändigt, sondern zu den 'Gerichtsakten genorn- inen. Lediglich der Inhalt wird, soweit,er dazu geeignet erscheint, den aus der Untersuchungshaft immer noch nicht Entlafsenen bekanntgegeben.
* Tie Zigarren des Kaisers werden in der Havanna besonders hergestellt. Der Kaiser raucht Zigarren, die ein Format von 17 Etm. Länge haben. Dieselben kosten in der Havanna das Stück 28 Cents (1.15 Mark). In der- elben Fabrik werden auch die Zigarren für den König von England hergeftellt. Dieser raucht gern große und starke Zigarren. Tie für ihn angefertigten Zigarren I ind 22 Etm. lang, haben an der dicksten Stelle einen Turchmesser von fünfeinhalb Zentimeter und werden aus
Karpfen im Gewichte von 107 Kilogramm, also einen Zu, Aachs von 107—24 Kilogramm von 83 Kilogramm für zwei Morgen Teichfläche.
Berechnung III.
Einjährige Karpfen.
Sie kosten 70—80 Pfg. pro Pfund und wiegen 65—70 Gramm pro Stück. Es wurden 300 Stück zu je 10 Pfg. in 1 Hektar Teichsläcl>e eingesetzt, sodaß die Einsatzkosten sich aus 30 Mk. stellten. Das Abfischungsgewicht ergab nach 9 Monaten: 280 Karpfen von einhalb bis dreiviertel Pfund Gewichi im Werte von rund 100 Mk. als gute ziveijährige Besatzkarpfen.
Nachdem Redner nach über das Absatzgebiet und die Verwertung der Fischs gesprock>en hatte, faßte derselbe den Gesammtinhalt seines Vortrages in den folgenden zehn Geboten zusammen:
Zehn Gebote.
1. Für Torf- und Himmelsteiche soll der Einfluß von Dungstoffen ermöglicht werden. — Doch hüte Dick, sie zur Pfuhlkaute zu machen.
2. Ten Ablaßteich lasse jeden Winter trocken stehen, kalke und dünge ihn und lasse ihn ausfrieren.
3. Tas Wasser für K a r p s e n sei st i l l st e h e n d und warm; für Forellen und Sälmoniden überhaupt mit ständigem Zu- und Ahfluß.
4. Hüte Dich vor zu starker Besetzung des Teiches und vor dem Turcheinander der Altersklassen. Sorge für schnellwüchsige Rassen und nehme nichS die zufällig im Teiche entstehenden Kümmerlinge zu Lkbwachs fischen.
5. Sorge für natürliche Nahrung und Helse nur mit künstlicher Nahrung nach. Letztere lasse nicht im Teiche faulen.
6. Regle die Teichflora und lasse kein grobes Unkraut auf ko mm en.
7. Vermeide beim Einsetzen und beim Versandt Tein^ peraturschwankungen im Wasser.
8. Setze beim Transport in je 100 Liter Wasser nie mehr als 25 Kilogramm Karpfen oder 12 einhalb Kilogramm Forellen.
9. Tas Faß darf höchstens vier Fünftel voll sein un» soll von Zeit zu Zeit eine mäßige Zugabe von ®i erhalten.
10. Betreibe Teine Teichzucht rationell, berechne, und halte gute Buchführung.
Tasche zu ziehen. Um sich von der Fessel zu befreien, schnitt er zu und verletzte den Beamten eryeblich an beiden, ~ . ----------------------------wuyi
Händen und einer Pulsader. Dann sprang er aus der die gesundeste Bevölkerung enthält. Folgende Zahlen
Trofchke. Der Beamte stürzte ihm trotz seiner Wunden deutlich dafür:
und des starken Mutverlustes nach und hielt ihn fest, ^°°"" -"-2 E-!eanlungSM-, auf 100 SRitgt. 34,7
bis er Hilfe erhielt. Von der Revierwache wurde der Ber- " Rh-inh-sien 24288 ’ ” ' JH
zugesührt Er leugnete " G-g°n ba8 <1887) war di-'Z-hl d--^rIr°nängSM°'in zunächst jebe Schuld, obwohl er )td) schon dadurch ver- den drei Provinzen niedriger. s
dächtig machte, daß er mit seinem Namen nicht heraus ~ "" wollte, sich vielmehr bald so, bald wieder so nannte. Es scheint, daß man es mit ginem Amerikaner zu thun hat.
Tie Einbrüche bei Brinner und Hilsckzer gab er endlich zu. Sicher aber hat der gefährlick>e Bursche noch manches andere auf dem Kerbholz und allen Grund, seinen wahren Namen


