Mr. 138 Zweites Blatt
Samstag 15. Juni 1901
151. Jahrgang
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bade nicht nach durchschwärmter Nacht oder nach über
Bewegung, das Bad i
jedesml eian Vergnügen und wirkt wohlthuend
süld anzulegen,
Der Vorstao-.
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Ldrefle für Lepesch««, Anzeiger Siehen. FernsprechanichUch Nr. M.
Kameraden, welche stch an bti ^sest der KÜM.Pnck» u fett htdlip, werden eis^ Zuck, vormittags w/tUH ttleüer stch einfinden zu welle ig 12,05 Uhr vermittelst Cm
rnäßiaeu körperlichen Anstrengungen, ohne vorher einige Stunden geruht zu Haden, 1. Nach reichlichem (benutz, von Speisen und besonders geistigen Getränken ist dcvS Baden unbedingt zu unterlassen. 5. Den Weg zur Badeanstalt lege man in ruhigem Tempo zurück. <>. Bei der Ankunft im Bade erkundige man sich vor allem nach der Tiefe und Strömung des Wassers. 7. Mau entkleide sich dann langsam und gehe dann sofort ins Wasser. 8. Man thut gilt , sofort einmal untcrzutauchen. 9. Zu langes Verweilen im Wasser ist nicht gut, besonders wenn man nicht sehr kräftig ist. 10. Nach dem Bade trockne man sich vollständig ab, reibe den Körper zur Beförderung des Blutumlaufs, kleide sich rasch an und mache sich mäßige — Wird nack) diesen Vorschriften gebadet, ist
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Der Vorstand.
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Die RkntabilitSt der gei^nlagtn im glfinbrtrirb.
(Ori-inalartikel des „Gießener Anzeigers".)
stündlich gehört zu diesem Verfahren auch eine größere Anzahl gut vorbereiteter Teiche.
Redner erläuterte hieraus auch einige Vorbegriffe, verwies auf die Fische mit „Mundzähnen" (Raubfische) und auf die Fische mit sog. „Schlundzähnen", welche in guten Präparaten vorgezeigt wurden und erwähnte, daß der Speichelzusatz zu dem Futter nicht ini Munde, sondern durch die Bauchspeicheldrüse erfolge, und oaß die Verdauungsfähigkeit der Fische, ähnlich wie bei den Schlangen, eine sehr große sei. So greife der Hecht Fische an, welche fast so groß als er selbst sei, und verdaue dieselben stückweise, indem seine Hechelzähne den Raub je nach Bedürfnis immer weiter in den Schlund verschöben. Ter Hecht bedürfe, um ein Pfund Fischfleisch .anzusetzen, etwa 40 Pfund Fisch- oder Froschfleisch als Nahrung.
Tas Erhaltungs- und Zuwachsfutter, wie es bei den Warmblütern unterschieden werde, sei in ähnlicher Weise bei den Fischen vorhanden. Nur bedürfe der Fisch eine sehr geringe Quantität Erhaltungsfutter, verliere aber bei zu geringer Nahrung die Fähigkeit zu wachsen, er fei dann „verbuttet^.
Ten erforderlichen S a u e r st o f f erhalte der Fisch durch die dem Wasser beigemengte atmosphärische Luft. Wo er fehle, wie z. B. im destillierten oder stark verunreinigten Wasser könne kein Fisch leben. Entzogen werde er dem Wasser und dem Fische durch faulende oder unlösliche aber fein zerteilte Stoffe, welche sich auf die Kiemen legten. Blau gefärbte Algen (Zeichnungen derselben waren vorgelegt) seien immer ein Anzeichen faulenden Schlammes. Merkwürdig sei es, daß Fische, welche Mangel an Sauerstoff hätten, sich vollständig entfärbten. Tie Fische erhielten nämlich ihre Färbung durch die sog. Chromatophoren, welche entweder in besonderen Farbzellen oder frei im Bindegewebe der Lederhaut lägen, und diese Farbzellen verblaßten beim Fehlen des Sauerstoffes. So seien bei der Fischereiausstellung in Gießen 1895 eine große Menge von Forellen, welck>e zu zahlreich in ein Bassin eingezwängt worden seien, abgestorben, nur etwa 5—6, welche nach Wegnahme der abgestorbenen Fische noch am Leben geblieben, aber doch schon teilweise entfärbt gewesen seien, hätten im Verlaufe einer halben Stunde ihre Farbe und ihre frühere Lebendigkeit wieder bekommen.
Ferner sei auf gen Untergrund großes Gewicht zu legen. Nicht der schlechteste Boden sei gut genug für die Fische, wie man gewöhnlich annehme, sondern guter Acker-
auf Körper und Geist.
** „T i e Z e i t u n g m u ß d o ch v o l l w e r d e n !" Diese Redensart kann man täglich Dutzende Male hören. Gefällt irgendwem der oder jener Artikel nicht, so schilt er in allen Tonarten,' und gleich schallt's ihm von anderer Seite besänftigend entgegen: „Na, die Zeitung muß doch voll werden." Wenn doch diese guten Leute eine Ahnung hätten, wie es in einer Zeitungsredaktion zugeht, was für Plagen und Scherereien die „Zeituugsmenschen" haben. Oft klebt an wenigen, aber inhaltsschweren Zeilen eine Arbeit, die Stunden erfordert hat. Tag für Tag laufen ganze Berge von Schriftstücken ein, die sich auf hunderterlei verschiedene Tinge beziehen. Wollte man alles das mit Truckerschwärze übertünchen, so tonnte die Zeitung täglich, in einem stattlichen Bande erscheinen. Selbst von deu mit großer Mühe ausgesonderten wichtigeren Sachen kann in der Regel schließlich nur das Allerwichtigste benutzt und gedruckt werden. Also gerade umgekehrt wird ein Schuh daraus! Nicht um das Vollwerdcn ist jeder Redakteur besorgt, sondern darum, wie er deu massenlwften Stofs in dem zur Verfügung stehenden Raume unterbringt. Wenn große Prozesse verhandelt werden, die ganze Seiten verschlingen, oder wenn die Parlamente tagen, dann müssen zahlreiche brauchbare Manuskripte, die sonst unbedingt benutzt worden wären, zurückbleiben oder in den Papiere korb wandern. Selbst in der sogenannten „Sauren- Gurken-Zeit", also jetzt, ist keine bessere Zeitung um Stoff verlegen.
T. Rudingshain, 12. Juni. Bei der dritten Bürger m ei st erwähl wurde der Landwirt Karl Ludw. Teubel abermals mit 71 gegen 59 Stimmen znm Bürgermeister gewählt. Man behauptet hier, die Gegenpartei habe sich dadurch Stimmenmehrheit zu verschaffen versucht, daß einige zwei Stimmzettel auf einmal in die Wahlurne: warfen. Tas Verfahren scheiterte jedoch an dem pflicht- getreuen Protokollführer Müller ans Schotten.
B. Udenhausen (Kreis Alsfeld«, 12. Juni. Heute nachmittag wurde oer hiesige im 54. Lebensjahre stehende.
Ans Stadt und Kand.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist «Ur unter genauer Quellenangabe: »Gieß. Anz." gestattet.)
** Eine Feldpaketp -st nach China geht von Hamburg am 26. Juni ab. Sie trifft am 10. August in Shanghai ein. Diese Feldpost befördert Pakete sowie Geldbriefe bis zu 1500 Mark.
** T i e zehn Bade regeln sollen zu dieser Zeit wieder in Erinnerung gebracht werden. Sie lauten: 1. Man bade nicht bei heftigen Gemütsbewegungen. 2. Sowohl bei plötzlich eintretendem Uebelbefinden, sowie auch bei dauerndem Unwohlsein meide man das kalte Bad. 3. Man
bvden sei auch guter Teichboden, und bringe ebenso die: beste Rente. Der Teichboden sei aber bei unserem Kleinbetriebe fedes Jahr nach der Abfischung trockenzulegen^ mit etwa 35 Zentner Stückkalk (kein Gyps) zu kalken und ausfrieren zu lassen.
Eine Düngung mit Jauche, Schaf oder Schweinemist und Phosphor (Thomasmehl) sei gleichfalls erforderlich.
£ay Kalken vertilge nicht blos die Fischfeinde und neutralisiere die Humussäure, sondern gehöre auch zur Bildung der Knochen (Gräten). Ein Ausfrieren des BodenS sei ebenso erforderlich wie bei der Landwirtschaft und befördere namentlich die reichlichere Bildung der zur Nahrung der Fische gehörenden Kleintiere.
Es wurde nun unter Vorzeigung von guten Zeichnungen der Bau d e r Teiche erklärt und namentlich betont, daß der Boden genau geebnet, mit Abzugsgräben versehen unb vollständig troffen gelegt werden müsse. Tas sog. Wildgerinne müsse aus festen Dämmen bestehen und so be- schaffen^ sein, daß es jedes Wildwasser aufnehmen und vom Teiche abhalten könne.
Man unterscheide Karpfen- und Forel len- wasser.
Das erstere müsse warm sein, die Temperatur fön ne bis zu 24 Grad steigen. Es müsse ruhig gehalten werden, damit die Millionen von Wasserflöhen, Hüpferlingen, Krebstierchen, Einaugen u. s. w., welche die hauptsächlichste Nahrung bildeten, nicht abgeschwemmt würden. Es dürfe nur so viel Wasser zufließen als gerade verdunste. Im Karpfenteiche könnten nicht blos Karpfen, sondern auch Regenbogenforellen wnb Schleien, deren Zucht als gewinnbringend sehr empfohlen wurde, gezogen werden.
Ter Forellenteich müsse dagegen kalt sein, Dürfe sich nie über 18 Grad R. erwärmen, müsse an einigen wenigen. Stellen, ebenso wie der Karpfenteich, beschattet sein.
Ueberall sei indessen die grobe Teichflora, wie Schilf, Binsen ,und Schachtelhalme abzufalten. Tagegenwürden sich empfehlen Pflanzen mit Schwimmblättern ober Wasserlinsen. In Forellenteichen seien die grünen Fadenalgen nicht sok zu empfehlen, wie in Karpfenteichen, weil sich die jungen Fische oft darin verfängen und zu. Grunde gingen.
Als besondere Teiche wurden aufgeführt:
1. Ter Torfteich, welcher 75—100 Mk. Reinertrag' pro Morgen brächte, wenn Tungstoffe in ihn geleitet werden könnten. Er brächte oft 200—400 Kilogramm Fischfleisch pro Hektar.
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sönlichen Ansicht Raum geben dürfen, so ist uns die Vorschrift, alle aus dem Lateinischen stammenden Zeitwörter mit -ieren statt mit -iren zu schreiben, schwer annehmbar gewesen. Wenn wir in einem juristischen Werke lesen: „einen Wechsel creieren", so stutzen wir.
Jm Jahre 1879 war eine bayerische Rechtschreibung, die von der preußischen abwich, und im Jahre 1889 wurde eine sächsische Rechtschreibung geschaffen, die von der preußisckMn und bayerischen abwich. Taß in Bayern und Sachsen etwas falsch fein sollte, was in Preußen richtig war, verletzte unser nationales Gefühl.
Tie andere Schwierigkeit erhob sich in Preußen. Fürst Bismarck weigerte sich, in der Kanzlei die Rechtschreibung anzunehmen, die für die Schule geschaffen war. So giebt es seitdem in Preußen eine doppelt? Rechtschreibung, eine der Schule und eine der Kanzlei; und derjenige, der in den preußischen Staatsdienst eintritt, muß sich bemühen, die Rechtschreibung, die er in der Schule gelernt hat, wieder zu verlernen.
Auch der entschiedenste Verehrer aller Thaten des Fürsten Bismarck sollte mit dem Eingeständnis nicht zurückhalten, daß er sich hier einer Wunderlichkeit schuldig gemacht hat,. Entweder hätte er die Versuche des Ministers v. Puttkamer, eine amtliche Rechtschreibung zu schaffen, in ihrer Entstehung hemmen, ober, nachdem die Sacksen so weit gekommen waren, sich fügen und seine Erlasse in derjenigen Form unterzeichnen sollen, in der sie ihm von seiner Kanzlei vorgelegt wurden. Tas Opfer, das er dabei zu bringen hatte, wäre ein verschwindend geringes gewesen.
Nachdem die Sachen in diese Lage gekommen, erscheint es nun allerdings dringend wünschenswert, die Grenzlinie, die zwischen einzelnen Staaten, zwischen der Schule und der Kanzlei avfgerichtet chorden ist, wieder zu beseitigen. Und in diesem Sinne ist zu hoffen, daß die Bemühungen, eine einheitliche Rechtschreibung für Deutschland herzustellen, von Erfolg begleitet sein werden. Daran ist freilich nicht zu denken, daß die deutsche Rechtschreibung für ewige Zeiten festgelegt werden kann.
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br“3nabiefe Gebe hinein hätte der fürstlich Schwarzen- „ergsche Domänenbirektor S u st a zu Wittingen in Böhmen neues Leben gebracht, indem ei durch eingehende Versuche iimchgewiesen habe, daß der Karpfen ein Fleijch- jr esset sei, welcher sich von Wauerflohen, Hüpferlingen cheinkrebsen re. ernähre, und daß die Vermehrung diejev 7i ere mit allen Mitteln erstrebt werden müsse.
Der Steiermärkische Landwirt -t u b 11 ch griff oieie htween auf und setzte die Fischbrut schon nach 2-3 Wockjen Ü frische Teiche ein, wo dieselbe sofort wieder frilche Klein- Ive-ien fand und außerordentlich gedieh. Mit diesen 7-ubisck ^Verfahren" fei ein kaum glaublicher Stiickzuwachs |Li b eine überaus große Rente erzielt worden, ^lbjtver-
Eiuheitliche Rechtschreibung.
Erst seit Deutschland ein einiges Reich geworden ist, yat sich cher Partikularismus der Rechtschreibung bemächtigt. Seit etwa zwanzig Jahren giebt es eine preußische, eine bayerische, eine sächsische Rechtschreibung. Verschiedenheiten und Zweifelsfragen in der Rechtschreibung hat es von jeher gegeben, aber sie beruhten auf Verschiedenheiten der privaten Meinungen, nicht auf einem Gebote der Staats qewalten. Erst seit man die Rechtschreibung verstaatlicht bart, treten die Verschiedenheiten einander schroff gegenüber. Gerade wie feit der Verstaatlichung der Eifenbahneii die Gegensätze in den Verwaltungsgrundsätzen einen viel schrofferen Charakter angenommen haben als früher.
Es wäre vielleicht besser geivesen, wenn die Staatsgewalt sich niemals in die Frage der Rechtschreibung gemischt hätte; jetzt aber, wo gewaltsam verschiedene Recht i-chreibilngsgebieke gefdjaffen worden, ist es notwendig, diese künstlich geschaffenen Binnengrenzen wieder zu beseitigen )>nd aus der deutschen Rechtschreibung diejenigen 93er- jchiedenheiten wteeder zu entfernen, die ihr durch staatliche Anordnungen künstlich aufgezwungen worden sind.
Es giebt ein altes Sprichwort: „Caesar non supra grammatieos." Ter Staat kann der Sprache keine Gesetze auszwingen. Tie Sprache ist in steter lebendiger Entwickelung begriffen, die jedem willkürlichen Eingriff entzogen ist. An dieser Entwickelung nimmt auch die Rechtschreibung keil. Wenn man die ältesten Schriften Goethes in den Driginaldrucken mit der Gesamtausgabe letzter Hand ver- Lleicht,, so staunt man über den Umschwung der Recht- fichreibung, der in diesen sechzig Jahren eihgetreten ist.
Aber auch seitdem hat die Entwickelung nicht gerastet. Immer mehr überflüssige Buchstaben wurden aus den Wörtern herausgeworfen. Tie Sprachjübung würde zu einem erwünschten Ergebnis gekommen sein, wenn auch niemals < in Kultusminister sich in die Sache eingemischt hätte. Tem einzelnen Schriftsteller, der einzelnen Zeitung kann man feine bindenden Vorschriften über die Rechtschreibung machen. Walten Verschiedenheiten in Einzelheiten ob, so ist das fein besonderes Unglück. Auch abgesehen von der Rechtschreibung tjiebt es in der deutschen Sprache Zweifel, die niemand endgiltig lösen kann. Man holt sich Rat bei Sanders oder bei Wuslniann oder bei dem eigenen SpraclMfühl. Mit der Zeit setzt sich diejenige Form durch, die dem allgemeinen Sprachgefühl am besten entspricht. Aber während ein Zweifel gelöst wird, entstehen neue Zweifel.
9iun hat man in Preußen im Jahre 1880 diejenige Schulrechtschreibung geschaffen, die man die Puttkamersche nennt. Herr v. Puttkamer hat freilich schwerlich mehr gethakk^ als seinen Namen unter die Erlasse gesetzt; in die wissenschaftlichen Fragen hat er sich wohl kaum gemischt. Die Hauptarbeit hat der Akademiker Bonitz gethan. Allen hat er es nicht recht machen können, und wenn wir einer per-
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lieber dieses Thema hielt der als Autorität in Fischerei- angelegenheiten bekannte Schulrat Do sch zu Worms am 20. Mai in der Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen einen mit allseitigem Beifall aufgenommenen Vortrag, welchem wir nachfolgende Hauptpunkte entnehmen:
Redner wies darauf hin, daß nur eine rationelle Bewirtschaftung der Teiche zu einem günstigen Er-, gebniffe führen könne. Die Teichwirtschaft sei fein Kind der Neuzeit und unsere Kunde davon reiche bis in die ältesten Zeiten zurück. Römer, Grieck>en, Assyrer, Perser re. batten mit Vorliebe Fischzucht getrieben und unter ben bekannten luxuriösen Mahlzeiten des Lucullus hätten die ' Fasche, welche oft mit den teuersten Preisen bezahlt worden jeien, eine große Rolle gespielt. .
Jm Mittelalter wären die Mönchsteiche in größter kZollendung gebaut worden und hätten namentlich auch Zn Volksnahrungsmittel geboten, welches in den Fastenzeiten einen ausreichenden Bedarf geliefert hätte.
Jm 30 jährigen Kriege und durch die Raubkriege Lud- luias XIV., sowie durch die Feldzüge Napoleons I. seien ? A-füffe und Teiche ihres Inhaltes beraubt worden, man habe iie Kunst der TeichwirtsckM verlernt und die probeweis nach keinen bestimmten Grundsätzen angestellten Ver-
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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juche hätten zu einem kläglichen, gewinnlojen Resultate gefügt so daß man die Teiche abgetanen hatte, obgleich ine auf dem neuen Areale gezogenen Crescentien da- saure 4ras und die auf dem mit Rastgallen .durchletzten Acker geoflanzteu Gewächse meistens auch geringen Ertrag ge-
Schlossermker, welcher ein Hostbor liefern unb H> gegen bei beibeyests solidenMo> ein prim Fahrrad nehmen » wolle seine Adusie un er X W in der EM d. Bl abo?6fn_


