Ausgabe 
12.12.1900 Zweites Blatt
 
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taut des Präsidenten Steijn, ist hier eingetroffen. Er erklärte einem Berichterstatter, daß er sich mit einer diplomatischen Sendung des Präsidenten Steijn zu Krüger begebe. Er betonte, die militärische Organi­sation Transvaals uud des Oranjefreistaates seien niemals so vollkommen und so ausgezelch- net gewesen wie gegenwärtig, und niemals sei man weiter entfernt davon gewesen, sich zu unterwerfen. Steijn habe den Sitz der Regierung in FourteSburg aufgeschlagen, die Thätigkeit der Behörden gestalte sich wie gewöhnlich. Die moralische Wirkung der Verwaltung verbreite sich mehr und mehr in der Kopkolonie unter der Afrikanderbevölkerung. Die von den englischen Soldaten verübten Grausam­keiten empörten die öffentliche Meinung. Die Buren seien entschlossen, sich nur auf einen Frieden einzulassen, der die Unabhängigkeit und Autonomie der beiden Republiken gewährleiste. Man wolle ein stehendes Heer beibehalten; werde dies verweigert, so würde man bis zum Tode kämpfen. Meyerbach erklärte schließlich, der Krüger bewilligte Urlaub werde sich höchstens auf sechs Monate erstrecken. Meyerbach begiebt sich von hier nach Paris, wo er von Krüger -Weisungen erwartet.

Pilsen, 10. Dezember. DaS deutsch - fortschrittliche »Pils. Tagebl." wurde wegen Abdrucks von Brief.en Bismarcks an seine Braut von der k. k. Staatsanwalt« schäft mit Beschlag belegt, weil diese Briefe Ab­neigung gegen Oesterreich bekunden.

Livadia, 10. Dezember. Der Kaiser verbrachte die letzten 24 Stunden sehr gut. Schlaf und Appetit sehr gut. Temperatur normal

Pretoria, 10. Dezember. General De Wet befindet sich zwischen dem Caledon und Oranje-Fluß. Der letztere ist in voller Flut und alle Triften sind stark besetzt. Die Nachricht von De Wets Gefangennahme wird daher stünd­lich erwartet.

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Ass Stadt und Land.

Gießen, 10. Dezember.

o. Die Volkszählung hat auch in unserer Stadt ihre Blüten gezeitigt. Ein Familienvorftand übergab dem Zähler den Zählbrief zurück und zwar mit nur einer Zählkarte. Beim durchsehen der letzteren fand sich, daß das Familien­haupt als zutreffend unterstrichen hatteverheiratet" und ebenso das Wortgeschieden". Dem Zähler schien hier ein Irrtum vorzuliegen, der Mann erklärte jedoch, seine Angabe sei ganz in der Ordnung; er sei nämlich von der ersten Frau getrennt und habe sich wieder verehelicht. Auf die erstaunte Frage des Zählers, wo denn die zweite Frau fei und warum er diese denn nicht mitgezählt habe, wurde lächelnd der Bescheid gegeben:Ja, die sei drei Tage nach der Hochzeit wieder durchgegangen." In einem Zählbezirk wohnen mehrere Hausierer, deren Heimat das schöneUngarland ist. Diese Leute, erklärten alle auf die Frage, wann sie denn eigentlich geboren seien, das könnten sie nicht angeben, in ihrem Lande gebe es keine Geburtstage. (Man feiert, hie in allen katho­lischen Ländern, nicht den Geburtstag, sondern den Namens­tag. D. Red.) Der Zähler meinte, sie müßten doch wissen, wie alt sie seien, erhielt aber den Bescheid, darauf komme es in Ungarn nicht so genau an. Man half sich nun so gut es ging und taxierte das Alter dieser Personen, wobei allerdings die Taxe des Zählers von den älteren ungarischen Damen nicht, so ohne weiteres gut geheißen wurde. Auch zu zählen vergeffen war mehr wie eine Familie in unserer Stadt. In der Bahnhofstraße war der Inhaber eines viel be­suchten Etablissements mit 7 Köpfen seines Haushaltes bei der Zählung am 1. Dezember übersehey, ebenso ein in der ganzen Stadt bekannter hoher Beamter, aber vor der Generalaufrech- nung hat man alle diese Personen noch hinzugerechnet, damit der lieben Stadt Gießen auch kein teueres Haupt fehU-

Allgemeinen haben die Zähler ihre Not gehabt mit der Volkszählung. Viele Haushaltungsvorstände hatten weder die Zählkarten, noch die Zählbriefe ausgefüllt, und überließen dies dem Manne, der ja die Karten wieder ab­zuholen zugesagt hatte. Bei den ausgefüllten Karten mußte fleißig ergänzt werden, und ohne Tinte und Feder hat wohl keiner der Zähler das Abholungsgeschäft vorgenommen, da man nicht überall mit desgleichengut bedient wird. Häufig war die Tinte eingetrocknet, und die Feder verrostet.

** Aus dem Theaterbureau. Als volkstümliche Vorstellung zu kleinen Preisen geht am Mittwoch, den 12 er. L'Arronge's beliebtes Volksfiück mit Gesang Meru Leopold" in Szene. Bei dieser Aufführung wirkt unsere Regimentskapelle mit. Die Eintrittspreise stellen sich auf 1,20 Mk. für Loge, 50 Pfg. für Saal, 30 Pfg. für Gallerie.

-ar- Klein-Linden, 10. Dezember. In der heutigen Gemernderatssitzung kam der Kostenanschlag der elektrischen Leitung zur Beratung, der, wie wir hören, die ansehnliche Summe von 13 000 Mk. erreicht, eine für bie hiesige Gemeindekaffe enormer Betrag, da fast sämtliche Gemeindeausgaben durch die Komunalsteuer bestritten werden müssen, und nur wenig Gemeindegüter vorhanden sind. Aus diesem Grunde wurde auch der Antrag von dem Ge­meinderat vorläufig vertagt, da man die Summe für unerschwinglich hält, und nochmals unterhandeln, und ge­nauere Erkundigungen über elektrische Beleuchtungen etn- ziehen will. Daß die elektrische Beleuchtungsart sich hier großer Sympathie erfreut, sehen wir auch wieder daraus, daß keine Stimme gegen die Sache laut wurde. Hoffentlich ist es der Elektrizitätsgesellschaft möglich, die Leitung etwas billiger zu machen. Das Resultat der Volkszählung steht für unfern Ort nun cnbgiltig fest, und zeigt 1528 Seelen, also ein Mehr gegen 1895 von 231. Klein-Linden steht also von den umliegenden Orten Gießens in Bezug auf Bevölkerungszunahme an erster Stelle, am nächsten steht Heuchelheim, während Wieseck weit zurückbleibt.

Friedberg, 10. Dezember. In der letzten Gemeinde- ratssitzung wurde bekannt, daß 147 Firmen den 8 Uhr­schluß, 79 8i/j Uhr wünschen, wenn 9 Uhr nicht zu er­reichen ist. Die Mehrzahl des Gemeinderats ist für 9 Uhr. Die Festsetzung der zulässigen 40 Tage für längeres Offen- Halten geschieht in folgender Weise: Die Osterwoche, aus­schließlich des Karfreitags, die Pfingftwoche, 10 Tage vor Weihnachten und die Samstage vom September an bis zum 13. Dezember.

Gundersheim, 10. Dezember. Em frecher Raub- anfall setzte am Freitag unseren Ort in ungeheuere Auf­regung. Der Vorgang der That, mit der ein Mord­anschlag verbunden war, wird folgendermaßen dargestellt: Der Landwirt K., der einen Weinverzapf über die Straße und einen Fruchthandel betreibt, war zur Börse nach WormS gefahren, die 25 jährige Tochter allein zurücklassend. Bald nachher kam der gewesene Agent D., verheiratet und Vater von sechs Kindern, herein und forderte einen Schoppen Wein. Er erhielt das Vertangte. Während er trank, beschäftigte sich die Tochter mit Abwaschen. D. nötigte sie einigemale, nachzusehen, wer an dem Thore sei, er glaubte ein Rütteln gehört zu haben. Die Tochter ant­wortete ihm, das sei nicht wichtig, da spielende Kinder oft gegen das Thor träten. In Wirklichkeit wollte der Räuber das Mädchen nur hinauslocken. Das Thor hatte er beim Hereingehen abgeschlossen. Als das Mädchen das Wasser auSleeren wollte, trat er ihm gegen das Bein und hieb ihm mit einem Mess ing- krahnen auf den Kopf. Die Getroffene stürzte die Treppe herab, rannte in den Hof, schrie laut um Hilfe und wollte auf die Straße eilen. Das Thor fand sie jedoch abgeschlossen. Der Eindringling versuchte unter­dessen, die Kommode zu öffnen. Auf die Hilferufe des Mädchens gelang es 4 Männern, in das Wohngebiet zu kommen. AIS sie nach dem Verbrecher suchten, war er verschwunden. Bei der Razzia fanden sie ihn in der Scheune, im Stroh versteckt uud heftig aus dem Hals blutend. Er hatte sich in den Hals gestochen. Vorläufig brachte man ihn nach seiner Wohnung und ins Bett. Polizeiwachen beaufsichtigen sein Thun und das HauS.

FC. Eronberg, 10. Dezember. Das Befinden der Kaiserin Friedrich ist durchaus befriedigend. Prin­zessin Margarethe von Hessen, die sich dauernd bei ihrer kaiserlichen Mutter aufhält, spielt derselben täglich Klavier vor. Der Fahrstuhl tritt öfters in Thätigkeit. Wie bereits mitgeteilt, treffen Weihnachten die sämt­lichen Kinder der Kaiserin Friedrich hier ein, und ver- weilen bis Neujahr hier. Auch die Enkel und Enkelinnen der hohen Frau werden das WeihnachtSfest auf Schloß Friedrichshof feiern. Am Samstag weilte die jüngste Schwester der Kaiserin, Prinzessin Heinrich von Battenberg, 3 Stunden zu Besuch auf Schloß Friedrichshof. Heute kommen die Herzogin-Witwe und Prinzessin Beatrice von Sachsen-Kobnrg-Gotha von Darmstadt, wo sie heute morgen eingetroffen find, zum Besuche herüber.

Vermischtes.

* Köln, 10. Dezember. Einzelne oberrheinische Stationen melden zwar ein langsames Zurückgehen des WasserftandeS, indessen steht durch daS gestern er­neut eingetretene Regenwetter für das gesamte Rheingebiet Hochwasser zu erwarten. An der Maaßbrücke bet Hamme richtete das Hochwasser große Verwüstungen an. Auch aus dem Wesergebiet und den Gebieten der Fulda und Leine wird fortgesetztes Steigen der Flüsse.gemeldet.

* Hannover, 10. Dezember. Der Versicherungs- Inspektor, frühere Sekretär des hannoverischen Renn-Klubs Röthge ist wegen Wechselfälschung, angeblich in Höhe von 20 000 Mark gestern hier verhaftet worden, nachdem ec zuvor nach Amsterdam geflüchtet und wieder hierher zurückgekehrt war.

Eine neue Verhaftung im Sternberg- Prozeß. Unter dem Verdachte der Begünstigung in Sachen Sternberg ist nach Frau Stabs und dem Agenten Wolff nunmehr auch Wolffs Geliebte, Fräulein Saul, verhaftet worden. Gleich den beiden ersteren soll <iuch die Saul, die Wolff als feine Frau auszugeben pflegte, Zeugen beeinflußt haben.

* Die Tonart des Herrn Scherl. Die oft ge­rügten und tausendfach niedrig gehängten Spekulationen auf das roheste Sensationsbedürfnis desBerl. L.-A." haben dies Blatt nicht gebessert. Ganz egal, ob anarchisti­scher Meuchelmörder, ob gemeiner Raubmörder, sofern nur die niedrigen Instinkte der Sensation angestachelt werden, findet der Verbrecher lange Spalten für sich bei demLokal­anzeiger" frei. Der verworfene Raubmörder Gönczy, der am Freitag früh hingerichtet worden ist, wird vornB. L.-A." in mehr als einer ganzen Spalte zum Objekt eines Stimmungsbildes" gemacht. Grausig wird die Mörderzelle, das geheimnisvolle Gefängnis Plötzensee, der vonkrähenden Raben (waren es nicht Spatzen?) umstrichene Friedhof" geschildert,philosophische" Gedanken über Schuld und Sühne, Sein und Nichtsein müssen herhalten, der grauende Dezembermorgen",fahles Morgenlicht", der gespenstige Schimmer der Riesenstadt" geben den Rahmen zu dem Artikel her,Grauen und Entsetzen",Armensünder­glöckchen",Schergen des Henkers", dumpfer Schlag, flacher, schwarzer ©arg . . . . das sind die Stichworte des Opus. So wird alles ins Werk gesetzt, um das eine zu erreichen: Sensation L tont prix. Die Gänsehaut einer Gemüsesrau zu erregen, das ist der hohe Zweck dieser Art von Presse, und ein gemeiner Raubmörder ist ihr jetzt eben so wie vor einigen Monaten der anarchistische Mörder BreSci zur Er- retchung dieser Ziele gut genug!Wohl dem, der frei von schuld und Fehle ..." Mit diesem Citate schließt der N.0 -Spezialkorrespondent desB. L.-A." für Raubmörder und Anarchisten pathetisch seine Apotheose Gönczys. Das

kann das Blatt nicht von sich sagen bei dieser Versür. digung gegen gute Sitte und guten Geschmaj

* Schleiz, 10. Dezember. Der langjährige Direkt»! der hiesigen Bau-Genossenschaft, Noack, tst nach Unter schlagungen von angeblich 30- bis 90000 Mark sch einigen Tagen flüchtig geworden. Da die Unterschlagungei durch falsche Buchungen verdeckt sind, läßt sich die Höh, der Veruntreuungen noch nicht genau angeben.

* London, 10. Dezember. In der sogenannten be­malten Halle des Hospitals von Greenwich wurden gestern einige Glaskasten, in denen Reliquien von Nelson .zltr Schau lagen, erbrochen und zum Teile ihres In­haltes beraubt, gefunden. Gestohlen wurden etwa 4fj Gegenstände, darunter die Uniform, die Nelson trug, al? er bei Trafalgar fiel, ferner feine Uhr, fein Siegel, sein Zopf, außerdem ein Prunksäbel, Orden, Medaillen unö Nelsons Londoner Ehrenbürgerbrief. Nur schwere, niöj leicht wegzunehmende silberplattierte Gegenstände ließ bt Dieb zurück. Der Dieb muß sich am Samstag abend voi Schluß der Halle darin versteckt haben. Wie er aber eqtkarn, weiß man nicht.

* Budapest, 11. Dezember. Der Oberleutnant M a r t e f i t, der an den Studenten Jonas bie ber Bataillonskasse befraubierten Gelder v erkor, forderte von diesem das Geld zurück und verletzte Jom.-,' der die Rückgabe verweigerte, mit brei- Revolverschiich., tätlich und erschoß sich bann selbst.

Sandel uud Verkehr. Volkswirtschaft.

H. Hypothekenbanken. Da die Obligationäre sowohl der Grundschuldbank als auch der Spielhagen- Bank auf eine neue Versammlung wegen weiterer Mil teihmgen dringen, ist es vielleicht auch an gezeigt, baf die Aktionäre ebenfalls anfangen, sich um das zu bekümmern, was ihnen entweder im stärksten oder in milderem Maße zu teil werden könnte. Es kommt md)t darauf an, daß die Obligationäre mit ihren An sprächen unbedingt vorhergehen, jedenfalls hätten audi diese Interessenten ein volles Recht auf offene Erklärung, denn so lange in einem Papier ein offener Markt be­steht, ist doch der Besitzer in der Lage, dieselben hoch oder niedrig zu verkaufen, und es kann keine Frage sein, daß die eigentlichen Vorteile von Aktien auch darin b< stehen, daß sie jederzeit einen Markt haben. Diese ganze Marktfähigkeit und wenn auch der Kurs noch so niedrig sein würde, bleibt natürlich aufgehoben, so lange eine so große Ungewißheit herrscht, wie dies heute ber Fall fein muß. Wir wüßten keinen Umstand, ber eine statutenmäßig genügenbe Anzahl von Aktionären verhin bern könnte, eine General-Versammlung einzubecufen, um Auffichtsrat und Direktoren vor sich erscheinen zu sehen. Der Umftanb, baß jetzt einige bieser leitenden Personen so vornehm demissioniert haben, wie etwa englische Mi nifter bei einer nur geringen Majorität im Parlament kann die Pflicht derselben gegenüber ihren bisherigen Mandaten nicht aufheben. Was die Regreß-Ansprüche an den Nachlaß, des Baron Cohn in Dessau betrifft, )o stellt sich jetzt heraus, daß bisher nur eine allgemein? Anzeige an die Erben von ber möglichen Eventualität einer solchen Maßnahme erfolgt ist. Es läßt sich beufen, daß bie Erben nicht dumm genug find, um den betreffen den Persönlichkeiten nun sofort bas größte Entgegen­kommen zu bezeugen.

Universität und Svchschule.

- Zur D°It°rpr°m°ti°n m den m°.h-m°Nlchm m,d wissenschaftlichen Fächern werden tn Preußen letzt auch die Abttune der deutschen Oberrealschulen ohne ministeriellen Dopens -ugelasi

VomKohlenmarkt. Angesichts der so fange wäh­renden Kohlendebatte im Reichstage, die merkwürdiger weise keinen einzigen entschiedenen Freund das Syndikats aufwies, find die folgenden Daten doppelt-interessant. Darnach sind in den ersten elf Monaten nicht weniger als 3150 000 Tonnen Kohle mehr abgefetzt worden, als in 1899. Und trotz dieses Plus von fast 8 Proz. ist es so M schwer geworden, überhaupt Kohle zu bekommen. Tanin, ist doch wohl am besten bewiesen, daß eine wirklich brennende Nachfrage besteht, welche von keiner noch v> großen Mehrförberung bisher übertroffen werden konnte. Es wird sich zeigen, ob dies jetzt bald anders kommt.

Die Zigaretteu-Jndustrie in Aegypten. Die Subanregierung, bie für ben Sudan die Tabakkultur nördlich von Ehartum gänzlich verboten hat und für das südlich davon gelegene Gebiet nur mit ausdrücklicher be­hördlicher Genehmigung gestattet, aber auch nur auf ben jemgen Sänbereien, wo bereits früher Tabak regelmäßig. gebaut worben war, ist mit bieftm Verbot dem Beispiel der ägyptischen Regierung gefolgt, die bereits durch Dekret vom 25. Juni 1880 unter gleichzeitiger Erhöhung de- bereits vorhandenen Einfuhrzolls das Anpflanzen von Tabakstauden gänzlich untersagt hat. Es ist von Interesse, zu verfolgen, wie sich die Zigaretten-Jndustrie Aegypten-.^ in ben letzten Jahren entwickelt hat, unb es sind grM' Zahlen, mit denen hier gerechnet wird. Während nom irn Jahre 1894 Tabakblätter im Gewicht von nur 45»^ Kilogramm eingeführt wurden, belief sich die EiNsurst im Jahre 1897 auf 5103 491 Kilogramm, im Jahn 1^ auf 5 250 832 Kilogramm und im Jahre 1899 auf 519b Kilogramm. Im Jahre 1894 wurden nicht mehr ms 158 492 000 Stück in Aegypten fertiggeftellte Ziga^rten in das Ausland ausgeführt, dagegen 1897 210409 Stück, 1898 246 928 374 Stück unb 1899 294 905 089 ©turf- Der Tabak wirb in feiner Hauptmasse mit ca. 4 Millionen .Kilogramm aus ber Türkei bezogen, sobann ist Griechen­land mit ca. 1 Million Kilogramm Tabak, ber semer schönen Farbe wegen zumeist zu Mischungen gebrauap wird, beteiligt. Von anderen Ländern kommt nur nom Bosnien mit ca. 150 000 Kilogramm in Betracht. Haupt- absatzgebiet für die ägyptischen Zigaretten ist Deutschland, und zwar betrug bie Ausfuhr dorthin im -

91467 Kilogramm, 1897 107 793 Kilogramm, 1898 126 90V Kilogramm unb 1899 163 434 Kilogramm. Mit diesen Zahlen läßt Deutfchlanb die anderen Länder wert Yw " fi»; England j. B , das an zweiter Stelle bei der lw fuhr beteiligt ist, hat im letzten Jahre nur 92696 Stiio gramm Zigaretten bezogen.

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