Ausgabe 
31.8.1895
 
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Gewerbeverelne durch eine anbertoelte Ordnung der Dinge Icioen werde.

Piel, 29. August. Der Untergang be» Torpedo- bootfi S 41 fand auf der Fahrt der Herbstübungsflotte von Wilhelmshaven nach Piel bei stürmischer See statt. Die Mannschaft deS Bootes war zum Theil in Kiel wohnhaft. Unter den Ertrunkenen befinden sich mehrere Familienväter. D e ertrunkene Mannschaft befand sich zur Zeit des Unfalles unter Deck und nur die (Bereiteten waren auf Deck.

München, 29. August. Katholikentag. Die dritte öffentliche Generalversammlung fand gestern Nachmittag 5 Uhr statt. Domcapitular Danner-Oesterreich übermittelte die Grüße seine Landsleute und wies darauf hin, daß die Ziele der österreichischen Katholiken gleich seien denen ihrer deutschen Brüder und verbreitete sich sodann über daS Thema: Autorität ein Begriff, der ohne Gott nicht denkbar sei. Redner erwartet die Unterstützung der deutschen Katholiken in dem Kampfe der österreichischen gegen den Atheismus mit dem Hinweis, daß die Atheisten an den sämmtlichen Hochschulen Oesterreichs die überwiegende Mehrheit bilden. Landtagsabgeordneter Dr. Schädler spricht sodann überArbeit im Lichte deS ChristenthurnS". Er schildert in humoristischer Weise die Ausbeutung der Arbeitskräfte durch die Fabriksherrn und Börsenjobber auf der einen Seite und Genüsse über Genüffe auf der andern und constatirt ein rapides Fortschreiten der Verarmung weiter Volkskreise. Redner schließt mit den Worten: Lasten Sie unß in religiösem Sinne jederzeit für die Arbeiter eintreten. Hierauf bringt der erste Präsident ein Telegramm des heiligen Vaters zur Verlesung, in welchem derselbe der Versammlung seinen Dank für die dargebrachte Huldigung auSspricht und seinen Segen spendet. UniverfitätS- profestor Dr. Grauer-München spricht sodann über Katholi- cismuS und Wiffenschast. Schlosser Schirmer-München ver­breitet sich bann über Aufgabe und Ziele der katholischen Arbeiter-Vereine. Reichs- und Landtagsabgeordneter Gröber spricht über das Ehrtstenthum als die Grundlage des StaatS- lebenS. Der moderne Staat sehe ab von jeder Religion und von Gott und erkläre sich als absolut erhaben über jedes höhere Gebot. Unter brausendem Beifall schließt Redner seine zum Theil launigen Ausführungen. Eine Antwort des deutschen Kaisers auf daS bereits am Montag abgegangene Huldigungstelegramm ist noch nicht eingetroffen.

München, 29. August. Der vierten geschloffenen General­versammlung, welche heute Vormittag 8 Uhr stattfand, reihte sich die vierte und letzte öffentliche Generalversammlung an. Professor Dr. Schäpmann auS Utrecht sprach über die reli­giösen Bestrebungen LeoS XIII., Graf Ferdinand Zichy (Ungarn), von lebhaftem Beifall empfangen, schilderte die Lage der ungarischen Katholiken als eine höchst traurige, Dr. Lieber verbreitete sich hierauf über die Verdienste Bayerns um die katholische Kirche und Deutschland. Es wurden noch e ne Reihe von Zustimmungstelegrammen verlesen und nach einer Schlußansprache deS Präsidenten, in welcher derselbe aufforberte, treu zur katholischen Sache zu halten, die Ver­sammlung unter Ertheilung deS erzbischöflichen Segens ge­schlossen. Damit hatte die 42. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands ihr Ende erreicht.

Laibach, 29. August. Heute früh gegen 4 Uhr wurde hier ein heftiges Erdbeben verspürt, welches zwei Secundcn dauerte, von unterirdischem Rollen begleitet war und wellenförmig mit kurzem, kräftigen Stoß auslief. Zahl­reiche Häuser sind beschädigt. Die Bevölkerung ist in höchster Aufregung.

Venedig, 29. August. Der hier gelegentlich des Augen- ärzte-CongresteS weilende berühmte Augenarzt Ugo Tailor aus Neapel schnitt fich in einem WahnsinnSanfalle die Pulsadern auf und verletzte sich dadurch lebensgefährlich.

Mailand, 29. August. Der©ecolo* meldet aus Sofia, daß in den letzten Nächten drei politische Morde vor­gekommen seien. Die Köpfe der Opfer habe man in den öffentlichen Anlagen an Bäumen aufgenagelt gefunden. Der österreichische Botschafter erhielt mehrere Drohbriefe.

Pari«, 29. August. Der Generalrath nahm eine Reso­lution an, in weicher energisch gegen eine Weitaus- Teilung im Jahre 1900 in Paris protestirt wird. Eine diesbezügliche Petition wird der Kammer übersandt werden.

Paris, 29. August. Mit großer Bestimmtheit geht hier daS Gerücht, die Polizei habe den muthmaßlichen Urheber des Attentatsversuchs gegen Rothschild entdeckt und zwar auf Grund anarchistischer Drohbriefe. Die Ver­haftung steht bevor.

Madrid, 29. August. Die fortwährenden Truppen- abfenbungen nach Euba werben dahin gedeutet, daß die Jnsurrection weiter um fich greift. Gestern ist eine weitere Abtheilung von Truppen nach Cuba abgegangen. DaS KönigSbataillon hat Madrid verlaffen, um ebenfalls nach Cuba eingeschifft zu werden.

London, 29. August. Arn 1. September veranstalten bie Deutschen in Lonbon zur Erinnerung an den Tag von Sedan eine großartige patriotische Feier. Die Veteranen werden im Hotel Lambrecht durch ein Festbankett geehrt. Alle in und um London lebenden Deutschen, welche den Krieg von 1870 mitgemacht haben, sind zu diesem Feste eingelaben. Außer ber vollständig freien, reichlichen Ver­pflegung erhält jeder Veteran noch ein größeres Geldgeschenk. 3n ber katholischen St. BonifaciuSkirche wird am 2. September eine kirchkiche Feier zur Erinnerung an die im Feldzüge 1870/71 Gefallenen abgehalten und ein Requiem gelesen werden. Der deutsche Botschafter, Graf Hatzfeld, wird ber Feier beiwohnen.

Tarnopol, 29. August. Die Cholera breitet fich immer weiter au»; bie Tobeßsälle mehren sich. Da daS Brunnen- waffer ebenfalls inficirt ist, wurde angeorbnet, nur filtrirteS Wasser zu benutzen.

Rio de Janeiro, 29. August. Der von ber Regierung auSgearbcitete Amnestie-An trag, der besonders zahl­reichen politischen Sträflingen zu Gute kommen soll, wird tm Congreß eine große Mehrheit finden.

Der Krieg von 1870,71,

geschildert durch Ausschnitte aus Zeitung»-Nummern jener Zeit.

(Nachdruck verboten.)

31. August.

Nach den letzten Berichten muß in Metz ein Zustand unendlichen Elends herrschen. Lazarethbrand ober HoSpital- seuche, bereu Ausbruch in Metz gemelbet wird, diese furcht­bare ansteckende Krankheit, welche bi» auf meilenweiten Um­kreis die Luft zu verpesten im Stande ist, verbunden mit Mangel an Aerzten, an Krankenpfleger-Personal und an Nahrungsmitteln, alles dieses wird schwerlich die Stadt be­fähigen, eine längere Belagerung auszuhalten, zumal wenn zu dem vorhandenen Ungemach die feindlichen Batterien noch Brand und Verwüstung in die Ringmauern schleudern. ES scheint absolut unmöglich, daß Bazaine seine passive Rolle noch lange beibehält.

Gießen, den 30. August 1896.

Sedan.' und immerfort Sedan! Die Erinnerung an die glorreiche Zeit vor und um Sedan ist so fest ein- gravirt, fo unauslöschlich, daß daran Niemand rütteln kann. Die Herzen aller patriotischen Deutschen und deren gibt es Gott sei Dank noch recht viele wallen auf und den Gefühlen wird in mannichfacher Weise dankbarer Ausdruck verliehen. Mit Freude vernimmt man, daß die hier entrirte Sedanfeier viele, man darf wohl sagen alle Herzen erwärmt. Die Weltgeschichte gleicht eben einem eisernen Vermächtniß- und ein Theil dieses Lermächtnisses, sofern es unsere deutsche Geschichte betrifft, find unsere Veteranen, die traditionellen Vermittler jener großen Zeit. Ihnen gebührt immerfort und vornehmlich jetzt der Dank derer, die davon verschont blieben, Gut und Blut ein« setzen zu müssen, zum Schutze deS Vaterlandes, zum Schutze des Liebsten im engeren Sinne, und die in gefahrlosem Be­schauen die Dinge kommen lassen konnten. Wer seine Veteranen ehrt, der ehrt sich selbst- darum Alle zum Sedan- Appell ber Kriegervereine, bie uns mit gutem Beispiel vorangehen, als sie burch bie Sebanfeier zuerst ihre in ben Vereinen noch lebenben Veteranen zu ehren gebuchten, aber auch allen Denjenigen, welche außerhalb ber Vereine stehen, Gelegenheit zu geben, ihr Erscheinen zu heben. Darum alle Mann zum Sedan-Appell.

* * Ein Allgemeiner Fackelzug findet morgen Samstag Abend von ben hiesigen Vereinen zur Vorfeier vonSeban statt. Zusammenkunft Abenbs 8 Uhr beim Restaurant ,/Zur Bavaria", Brandplatz. Der Zug bewegt fich alßbann durch die Branbgasje, Wallthorftraße, Markt, SelterSweg, Wllhelmstraße nach derSchönen Aussicht", woselbst da» Abbrennen beS Freudenfeuers den Abschluß bildet.

* * Wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen, Vergehen gegen § 183 deS R.-St.-GesetzeS, wurde gestern ein dahier wohnhafter und aus Gaffel stammender junger Mann verhaftet.

* * Die Veteranen bet ehemaligen Großh. Heff. Pionier- Compagnie waren auch mit ca. 50 Köpfen bei ber LandeS- gebenffeier am 18. b. M. tn Darmstabt vertreten. Der frühere Hauptmann derselben, jetziger Oberstlieutenant i. P. Brentano, hielt beim Festesten eine Ansprache an seine Leute, in der er ihre aufopfernde Thätigkeit während deS Feldzuges 1870/71 hervorhob und zum Beweise, welcher Geist in ber Compagnie geherrscht habe, anführte, baß von ben 156 Unter­offizieren, welche bie Compagnie in ber Zeit ihres ca. 30jährigen Bestehens ausgebilbet habe, 145 in geachtete Stellungen in Staats- unb Communalwefen eingerückt feien. Der Vorschlag des Herrn Brentano, am 18. August 1900 eine Feier ber Veteranen ber Pionier - Compagnie auf ber LanbSkrone bei Oppenheim zu arrangieren, fanb allgemeine Zustimmung.

Cinkommenstenerpflichtige hat bas Großherzog- thurn Hessen tm Etatsjahre 1895/96 227020, 207 725 in ber zweiten, 19 295 in ber ersten Abtheilung. DaS Ein- fommcnfteuercapital beläuft sich auf 30581840 Mk., wovon auf bie erste Abtheilung 16245480 Mk., auf bie zweite Abtheilung 14336 360 Mk. entfallen.

e. Saasen, 28. August. Zur Vervollstänbigung beS gestrigen Berichts sei rnitgetheilt, baß ber aufgefunbene Tobte K. L. von Beltershain war. Er staub im 38. Lebensjahre unb litt an sehr schwerer Krankheit, bereu Opfer er geworben ist. Nach ber heute ftottgefunbenen ge- richtlichen Besichtigung an Ort unb Stelle würben bie sterb­lichen Ueberrefte beS BtrnitleibenSwertheu nach Beltershain verbracht.

-1. Windhausen, 28. August. Zur Feier des Namens­tages Sr. Königl. Hoheit beS Großherzogs Ernst Lub wi g versammelten sich auch in biesem Jahre, wie früher, bie Schulen von Ober- unb Nieber Breitenbach, Stornborf, Strebeuborf, Stumperteurob, Windhausen, Kestrich unb Romrob auf ber sogenanntenBers", einem schön gelegenen Festplatz im Walbe. Außer ber Schuljugenb hatte fich eine große Menge von Feftgästen zu ber immer beliebter werben- ben Feier eingefunben. Mit bem allgemeinen Gesang:Lode ben Herrn" würbe bie Feier eröffnet. Hiernach ergriff Herr Lehrer Stein, ber erst kürzlich sein 50jährigeS Dieustjubiläum gefeiert, von Ober Breitenbach daS Wort zur Festrede, auSführend den erziehlichen Zweck solcher Jugeudfeste unb dabei betonend, wie sie erweckten: 1) daS Mitgefühl, 2) den Gehorsam unb bie Austänbigkeit, 3) bie Verträglichkeit unb Dulbsamkeit, 4) bie VaterlanbSltede. Die von jugenb« licher Wärme getragenen Worte deS RebuerS klangen auS in einem Hoch auf Sr. König!. Hoheit ben Großherzog, da« begeisterten Widerhall bei bet Festversammlung weckte. Hierauf stimmte dieselbe bie GroßherzogS-Hymue an. Nun entwickelte sich unter ben Spielen ber Schuljugenb, geleitet unb beaufsichtigt von ihren Lehrern, ein fröhliches Feste»- treiben, da» anhielt, bi» bie Sonne fich zum Untergang

neigte. Damit hatte das Fest allerdings feinen Abschluß noch nicht gesunden, indem nach Abzug ber Schüler bie erwachsene Jugend fich dem Tanzvergnügen widmete. So nahm das beliebt geworbene Jugendfeft zur Feier be» Namenstages Seiner Königlichen Hoheit be» Großherzog« in allen seinen Theilen einen ebenso schönen al» »ürbigen Verlauf.

n. Altenstadt, 28. August. Am betroffenen Sonntage fanb hier bei Gastwirth Holzapfel eine Versammlung von Gemeinbevertretern und Mühlenbefitzetn au» an ber Nibder gelegenen Orten statt. ES handelte fich um eine Besprechung über Einleitung der Abwässer der Stockheimer Zuckerfabrik in die Nidder. Anfang» Juli stellte bte Fabrik bei Gtoßh. KreiSamt Büdingen ben Antrag, «an möge ihr gestatten, ihre burch da» Opperrnann'sche Reinigung»- verfahren geklärten Abwässer in ben Bleichenbach, ber bei Stockheim in bie Nibber fällt, ableiten zu bürfen. Dagegen haben obige Interessenten in Rücksicht auf bie Fischzucht unb die Mühlenwerke Einspruch erhoben. Die Abwässer führten nämlich seither eine flockige, graue Masse mit fich, die, an Pflanzen unb Steinen tm Wasser sich ansetzend, ber Fischzucht schäblich wurde unb bte Triebwerke unb Turbinen bet Mühlen stark verunreinigte. Zur Regelung btefer Angelegenheit ist auf Mittwoch den 28. August Termin vor Großh. KteiSaou Büdingen anberaumt, auf dessen Entscheidung man in den interessitten Kreisen sehr gespannt ist. Leute, bie gewöhnt finb, ihre Cortesponbenzen aufzubewahten, sollten nicht ver­säumen, nach älteren Briefmarken auf ben Couvert» zu sehen. Gestern ftnb hier von einem Markensammler 14 Mark für zwei Kreuzer-Marken au» ben Jahren 1872 bi« 1874 bezahlt worben.

E. AlSfeld, 29. August. Unserer obethessischen In­dustrie- unb Gewerbe-AuSstellung würbe heute die Ehre be» Besuches Sr. Kgl. Hoheit be 6 Großherzog» zu Theil. Au» diesem Anlaß war AlSfeld festlich mit Fahnen geschmückt. Vom Bahnhofe au» bildeten die Krieger- unb Veteranen-Vereine deS Hasfia Bezirks AlSfelb unter Führung des Herrn Kurtz-AlSfeld Spalier, biesem schlossen sich die Schüler ber Realschule, sowie bie Schüler unb Schülerinnen ber Stabtschulen, bie Knaben mit rothweißen Fahnen, an, wonach vor ber Ausstellung bet Turnverein und bie Feuer­wehr Aufstellung genommen hatten. Kutz nach 11 Uhr lief der Extrazug in ben Bahnhof em. Se. Kgl. Hoheit, in Civtl, unb in Begleitung bes Herrn Oberhofmarschall v. Wester- weller, Oberstallmeister Freiherr v. Riede sei unb Mr. Wemyß, entstiegen bem Wagen unb würben von Herrn Kreisrath v. Grolmann, Bürgermeister Arnolb unb ben Beigeorbneten Schneider und Hilscher empfangen. Als Se. Kgl. Hoheit den Bahnsteig betreten, brachten ihm bie in Stärke von 860 Mann mit 20 Fahnen erschienenen Krieger ein breifacheS Huttah. Nach Entgegennahme beS Front- Rapports schritt Se. Kgl. Hoheit die Front ungefähr bi» zur Mitte ab unb fuhr dann im Schritt, von ber spalier- bilbenben Schuljugenb unb dem Publikum begrüßt, zur Aus­stellung. Hier erfolgte zunächst nach kurzer Begrüßung eine Vorstellung bes Comitös unb sodann unter Führung be» Herrn KreiSrath v. Grolmann unb in Begleitung be» Herrn Provinztalbirectors Ftht. v. (Bagern ein Rund- gang burch bie Ausstellung. Währenb desselben unter­hielt sich Se. Kgl. Hoheit mit einzelnen Ausstellern über die Herstellungswelse ber Gegenstände u. s. w. Einige Ausstellungsgegenstände wurden von Sr. Königl. Hoheit angekauft, so der tm zweiten Stock ber Realschule stehende große alterthümliche Schrank von I u l i u » Schultheß in Lich und ein schmiebeisemer Wanbarm von Peter Sann in Weiter« Hain. Währenb de« ungesähr eine Stunbe währenben Rundgange« nahmen bie Krieger Vereine nochmals Aufstellung am HerSfelbet Thor, n ber Nähe ber Wohnung be« Herrn KreiSrath«. Nachbem bie Ausstellung besichtigt, nahm Se. Kgl. Hoheit, wie bereit» telegraphisch gemelbet, einen ihm auf bem Ausstellungsplatze von Herrn Reinhold (Kaiserhof in Gießen) dargereichten Trunk Gießener Actienbiere« an, worauf nach bem HerSfelber Thor gefahren würbe. Hter besichtigte Se. Kgl. Hoheit nochmals bte Priegeiüereine und nahm dann Absteigquartter bei Herrn KreiSrath von Grolmann behufs Einnahme de» Mittagsmahles. Gegen 5 Uhr reifte ber Großherzog per Wagen nach Romrob, von wo auS morgen früh 9 Uhr bie Rückreise nach Darmstabt erfolgt. Herr Photograph Hölscher machte während ber Ankunft, wie während be» Verweilens Sr. Kgl. Hoheit in ber Ausstellung mehrere ge­lungene Moment-Aufnahmen. Der Besuch ber Ausstellung, n welcher Nachmittags Goncert ber hiesigen Capelle ftattfand, war ein sehr starker, besonberS aus Gießen waren viele Besucher anwesenb.

X Ans Starfenburg. 29. August. Genossenschaft­licher Getreideverkauf. Unter dieser Ueberschrtft j bringt bieDeutsche Volk-wacht" in Nr. 66 vom 28. b. M. I >ie Behauptung: Immer mehr bricht fich unsere alte For- Jerung, bie wir schon im Jahre 1890 erhoben, Bahn, ben Getreideverkauf berufsgenossenschaftlich zu organtsiren. Da bieS felbftverstänblich von ben anbeten Parteien verschwiegen wirb, fo müssen wir eS hervorheben, baß wir bte ersten waren, bte biefe Frage angeregt ic. rc. haben. Wir gestatten un», einige Bemerkungen dazu zu machen: Im Jahre 1883 feierte ber landwirthschastliche Verein für baß Großherzogthum Hessen fein goldenes Jubiläum durch eine allgemeine Landesausstellung in Darmstadt (Bessunget Herrngarten und OrangeriehauS). Die hessischen land' wirthschastlichen Genossenschaften beteiligten ft* in hervorragender Weife an dieser Ausstellung und hielten ihren Delegirtentag während der Ausstellungswoche ab. Aus diesem Delegirtentage wurde ein Festvortrag.lieber bie Entstehung unb Entwickelung be» Genossenschaftswesen»*, gehalten und darin unter anderen Anträgen ber gemein chaf tliche genossenschaftliche Verkauf aller lanb« wirths chaftli chen Producte nicht blo» de» Ge­treide» verlangt, mit dem Anfügen, daß diese Forderung

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