zum Thetl jdurch den Verlauf der Vorrennen auSschiedeu, zum Thetl im Vorreunen nicht starteten. 1) Erster Vierer- Wanderpreis der Stadt Gießen nebst 5 Ehrenzeichen. Gewinner 1894: Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet: Frankfurter Ruderclub, Offenbacher Rudergefellschaft „Undine", Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen, Offenbacher Ruderverein, Oberräder Rudergesellschaft, Wetzlarer Ruderclub. ES fuhren 1. Frankfurter Ruderverein in 7 Min. 23 (etc., 2. Offenbacher Ruderverein in 7 Min. 35 ©ec. — 2) Zweiter Vierer- Ehrenpreis vom Regatta- Comite. Gemeldet: Gießener Rudergesellschaft, Offenbacher Rudergesellschaft „Undine", Rudergesellschaft „Starkenburg", Klein-Krotzenburg. 1. Offenbacher Rudergesellschaft „Undine", 7 Min. 35</2See. 2. Rudergesellschaft „Starkenburg", Klein-Krotzenburg gab auf ungefähr halber Länge das Rennen auf. — 3) Einer, Lahn-Pokal, gestiftet vom Deutschen Ruderverband. Gewinner 1894: Herr Alb. Rüb- samen von der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet: Hanauer Rudergesellschaft von 1879, Mainzer Ruderverein, Frankfurter Ruderverein. 1. Mainzer Ruderverein 8 Min. 31 Vs See., 2. Frankfurter Ruderverein 8 Min. 46% Sec. — 4) Vierer für Juniors, Ehrenpreis der Gießener Damen und 5 Ehrenzeichen. Gemeldet: Wetzlarer Ruderclub, Frankfurter Ruderclub, Offenbacher Ruderverein, Ruderclub „Naflovia" Höchst, Frankfurter Ruderverein. 1. Frankfurter Ruderclub 7 Min. 47</$ See., 2. Offenbacher Ruderverein gab auf halber Bahn das Rennen auf.
6) Dollenzweter, Ehrenpreis, gestiftet von Freunden des Rudersports nebst drei Ehrenzeichen. 1. Neuwieder Rudergesellschaft 9 Min. 23% Sec., 2. Oberräder Rudergesellschaft 9 Min. 33% See. — 6) Dritter Vierer, Ehrenpreis, gestiftet von den activeu Mitgliedern der Gießener Rudergesellschaft, nebst fünf Ehrenzeichen. Gemeldet: Frankfurter Ruderverein, Hanauer Rudergrsellschaft von 1879, Gießener Rudergesellschaft, Mainzer Ruderverein, Rudergesellschaft „Starkenburg", Klein-Krotzenburg. 1. Rudergesellschaft „Starkenburg", Klein-Krotzenberg 7 Min. 18Vs See., 2. Frankfurter Ruderverein 7 Min. 40V5 Sec. — 7) Do llen-Vi er er, Ehrenpreis, gestiftet von Freunden des Rudersports, nebst 5 Ehrenzeichen. Gemeldet : Gießener Rudergesellschaft, Wetzlarer Ruderclub, Schweinfurter Ruderclub „Franken". 1. Gießener Rudergesellschaft 8 Min. 3 Sec., 2. Schweinfurter Ruderclub „Franken" 8 Min. 13 Sec. — 8) Achter, Wanderpreis, verliehen von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog Ernst Ludwig nebst 9 Ehrenzeichen. In diesem Rennen, dessen Ausgang mit Spannung entgegengesehen wurde, siegte nach hartem Kampfe der Wetzlarer Ruderclub in 6 Min. 27. Sec. über die Gießener Rudergesellschaft mit 6 Min. 46% Sec. — Nach dem nach 7 Uhr beendeten Rennen fand die PretSvertheilung statt. — Die Reunion, welche am Abend im Stein'schen Etablissement stattfand, war gut besucht und amüsirte man sich beim Garten- concert auf das Beste. Herr Ferd. Windecker brachte ein dreimaliges „Hipp Hipp Hurrah" auf die siegreiche Gießener Mannschaft des Dollenvierers aus und verlas später ein aus Dresden vom zweiten Vorsitzenden des Dresdener Rudervereins eingegangenes Telegramm: „Herzlichen Glückwunsch der siegreichen Mannschaft der Gießener Ruder- Gesellschaft. Bormann." DaS um %11 Uhr eingetretene stürmische Wetter trieb viele Gartenbesucher nach Hause, doch wurde im Saale später noch flott getanzt.
** Der Gießener Radsahrerverem unternahm gestern eine schon feit langem geplante, auf zwei Tage berechnete Tour: Amöneburg—Cassel—Fulda—Alsfeld—Gießen. ES betheiligten sich an der Fahrt etwa 30 Herren.
** Die Anschütz scheu Projettious Vorträge hatten am SamStag nur ein kleines Publikum nach Steins Garten gelockt. ES herrscht in Gießen eine Festmüdigkeit, die sich ja leicht erklären und verstehen läßt, die aber doch nicht dazu führen darf, daß man auch das Beste theilnahmlos vorübergehen läßt- und zu diesem Besten gehört unstreitig daS in Steins Garten Gebotene. Ganz abgesehen von der Schönheit der Vorstellungen haben diese ein hohes, wissenschaftliches Interesse und zwar nicht ein solches, welches der Late mit offenem Munde entgegennimmt, sondern dem man, unterstützt durch einen klaren, verständnißvollen Vortrag bald heimisch geworden, folgen kann, und deren Wunder man sofort verstehen lernt. Es handelt sich in der Hauptsache um die Momentphotographie, und zwar in der vollendetsten Weise. Herr Dr. Kindler giebt formvollendet und verftändnißvoll als Eingang seiner Erläuterungen einen kurzen geschichtlichen Abriß der Moment Photographie im Allgemeinen, und der Verdienste Anschütz', dieses bedeutendsten Forschers und Arbeiter- auf diesem Gebiete, im Besonderen. Hochinteressante Momente aus der Vaterländischen Geschichte, denen keines Malerö Kunst die LebenSwahrheit geraubt, zaubert uns der Siem en S'sch e Apparat auf die scharf beleuchtete Fläche - Manöverbilder, Lagerscenen, Menschengruppen und Thierbilder treten unS in realistischer Weise entgegen. Geradezu verblüffend wirken jedoch die b e w e g l i ch e n B i l d e r, welche die Schlußabtheilung bringt- man beobachtet den Sprung de« Pferdes in vollster Naturwahrheit, die Bewegungen des springenden Turners, den langsamen Schritt einer marschirendtn Abtheilung Soldaten u. s. w. Jede Be- wegung, wir möchten fast sagen jede Muskelthätigkeit der sich Be- Wegenden kann man deutlich verfolgen. Sehr empfehlen möchten wir den Herren, die den Apparat zu leiten haben, die Exposition der Biller nicht gar zu kurz zu bemessen, damit dem Auge mehr Zeit und Muße zum Erfassen der Bilder geboten wird. Unfern Lesern wollen wir aber nun dringend anrathen, den heute Montag Abend stattfindenden Vortrag nicht zu versäumen, die Gelegenheit, so hochinteressante, dem Leben ab- gelauschte Augenblicksbilder zu beobachten, dürfte sich in ab- sehbarer Zeit nicht wieder bieten.
* • Der hessische Fechtverem „Waisenschuh", Berbaod Gießen. feiert am Sonntag den 4. August im Thierpark Sorg er („Schöne Aussicht") fein Sommerfest. Die Fest
lichkeiten des im Interesse der Wohlthattgkeit sehr regen Vereins, der trotz feines erst zweijährigen Bestehens über 150 active Mitglieder zahlt, erfreuen sich bet unserer Bevölkerung allgemeiner Beliebtheit und ist es besonders daS in jedem Jahre abgehaltene Sommerfeft, welches wegen seiner Volksthümlichkeit von Tausenden von Personen gern besucht wurde und damit für den hessischen WatsenhauSbau- sond jedeSmal einen erhebliche» Ueberschuß erzielt wurde. Auch in diesem Jahr ist der Verein rührig und thatig gewesen, daS Festprogramm möglichst vielseitig zu gestalten. Als Grundidee des Festes ist ein Volksfest ä perlener Hasenhaide mit allem dazu gehörigen „Klimbim in Aussicht genommen. Concert, Tanz, Feuerwerk, Lustballonauffahrt, Carouffel, Wurstschnappen u. A. m. werden zur Belustigung der Besucher beitragen. „Selbst der alte Brauch wird nicht gebrochen: ES können Familien Kaffee kochen."
Selbstmord. Der 46jährige Fuhrknecht H ch. W e n z e l aus EichelShain ertränkte sich am vorigen Samstag in einem Wassertümpel am Braunsteinbergwerk. Derselbe litt schon einige Zeit an Geistesgestörtheit und dürfte dies die Ursache des Selbstmordes sein.
• * Schlägerei. In der Samstag Nacht kam es am Kreuzplatz zwischen zwei Commis, und in der Sonntag Nacht in den Neuenbäuen zwischen zwei Arbeitern zu Streitigkeiten. In beiden Fällen setzte es blutige Köpfe und wurden Anzeigen wegen Körperverletzung erhoben.
♦ ♦ Zimmerbräude. Am Samstag Abend zwischen 10 und 11 Uhr entstand in einem Hause am Neuenweg ein Zimmerbrand und am Sonntag Abend ein solcher in einem Hause der Frankfurterstraße. In beiden Fällen ist die Entstehungsursache noch nicht bekannt.
** Warnung. Neuerdings kommt es häufig vor, daß Radfahrer in allzu schnellem Tempo fahren und dadurch das Publikum gefährden und belästigen. Die Schutzmannschaft ist angewiesen, das Fahren scharf zu überwachen und unnachsichtlich gegen die übermäßig schnellen Fahrer vorzugehen.
♦♦ Voraussichtliche Obsterute in diesem Jahre. Die Obsternte in Württemberg dürfte in diesem Jahre nach den Erhebungen der Regierung gering — sehr gering ausfallen. Sie soll ferner gering werden in Thüringen und Nordwestdeutschland. In Oberhessen können wieder die Aussichten im allgemeinen als gut, in einzelnen Theilen sehr gut und in wenigen als gering bezeichnet werden, sodaß uns in diesem Jahre, wenn der Himmel hilft, wieder eine gute Obsternte entgegen- winkt. Den Landwirthen sei empfohlen, möglichst viel Aepsel in diesem Herbst brechen zu lassen und sie recht sorgfältig beim Brechen und Transport zu behandeln.
** Obstverwerthuugs Geuoffeuschaft Wetterau. Die Genossenschaft, welche mit 27 Mitgliedern begründet wurde, zählt jetzt deren schon 43. Nach den Beschlüssen der General- Versammlung und dem Arbeitspläne des Vorstandes soll die Genossenschaft in erster Linie den Obfthandel fördern, zu welchem Zwecke auch vorzüglich geeignete Lagerräume im Theiß'schen Anwesen dicht am Güterbahnhof in Friedberg gemiethet wurden. Es wird für unsere Landwirthe eine große Wohlthat sein, wenn sie wissen, wohin sie ihr Obst gleich vom Felde weg tranSPortiren können, ohne fürchten zu müssen, daß der ihnen zukommende Erlös über die Maßen durch den Zwischenhandel beeinträchtigt wird. Für den Transport von Mostobst ist die Einrichtung getroffen, daß die an die Genossenschaft Liefernden leihweise zur Obstlieferung mit Säcken versehen werden, welche auf 1 Centner Obst taxiert find. Des weiteren wird der Vorstand, soweit dies thunlich ist, mit dem Obste den Markt selbst aufsuchen und z. B. in Württemberg, den dortigen Verhältnissen entsprechend, direct an den Consumenten verkaufen. — Zu wünschen wäre es, daß der Genossenschaft noch recht viele Obstproducenten beitreten, denn der Verkauf gestaltet sich um so besser, je mehr Obst von einer Sorte zusammenkommt. — Daß der Tafelobstverkauf durch die Genossenschaft sich zu einem sehr rentablen Geschäft gestalten wird, steht außer Zweifel, da sich unser oberhessisches Obst jetzt schon eines guten Rufes auf dem Markte erfreut.
** Das Ausrufen der Statiousuameu durch die Schaffner wird in den Wagen, welche nur von den Stirnseiten aus zugänglich sind, leicht überhört. Durch einen neueren Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten wird das Zugpersonal angewiesen, sich, sobald der Zug steht, in den Wagen selbst zu begeben, um die Reisenden, deren End- oder Umsteige- station erreicht ist, zum Verlassen des Wagens aufzufordern. Im Winter, wo die Wagenfenster häufig vereist sind und einen Ausblick nicht immer gestatten, ist dies aus dem Grunde geboten, weil mit Einführung der Bahnsteigsperre die Abnahme der Fahrkarten durch die Zugschaffner auf der vorletzten Station in Wegfall gekommen ist. Sofern auf einer Station die Kürze des fahrplanmäßigen Aufenthalts der Durchführung der Maßregel entgegensteht, sollen die Schaffner die Reisenden aus der vorhergehenden Station oder während der Fahrt verständigen.
** Für Briefmarkensammler dürfte die Nachricht von Interesse Jein, daß die griechische Regierung aus Anlaß b-t im nächsten Jahre (Anfang März bis Ende April) zu Athen stattfindenden Olympischen Spiele Erinnerungs-Briefmarken auszugeben gedenkt. Dieselben sollen nur für die Zeit der Festspiele im Umlauf sein .und werden bereits in allernächster Zeit in 15 verschiedenen Typen, welche den Götterboten Hermes, den Parthenon, die Athena, die Akropolis, Figuren von Ringkämpfern aus alten Darstellungen u. A. zeigen, in Paris hergestellt werden und vermuthlich in einiger Zeit für Briefmarkenliebhaber erhältlich fein.
In den Zeitungen liest man häufig, daß Niemand irgend einer Person etwa« borgen solle, da die ankündigende Person für nichts auf komme. Dergleichen Anzeigen, welche meist Familienzwistigkeiten anS Licht bringen, sind leidigen CharacterS und meist überflüssig. DaS Gesetz sagt schon, ob für solche Darlehen aufzukommen ist oder nicht, das Letztere ist so ziemlich die Regel, und an solchen Gesetzes- bestimmungen ändert keine ZeitungSanonce etwa«. Wo auf
der anderen Seite Gegenstände in Betracht kommen, die zu der entsprechenden Lebenshaltung gehören, da kann sich Niemand den ihm zukommenden Verpflichtungen entheben, mag tr inseriren, so viel er will. Noch überflüssiger sind dir Zeitungsannoncen, in welchen es heißt, daß die Zahlung einer Schuld nur dann erfolge, wenn bis zu einem bestimmten Termin die Rechnung präsentirt sei. DaS ist Schnickschnack und ohne jede wirksame Kraft. Nur die Verjährung macht der Zahlungsverpflichtung des Schuldners ein Ende, wen, dieser auf seinem Recht, welches ihm das Gesetz giebt, besteht. Im Allgemeinen gilt daher der Grundsatz: So Du daar bezahlst, ersparst Du Dir alle Weiterungen. Freilich hat die prompt, Baarzahlung, die auch den billigsten Einkauf gai antirt, bei, deutschen Publikum noch lange nicht die Werthschätzung, welche sie haben sollte.
§ Lich, 28. Juli. Heute ist der älteste Mann in hie- siger Stadt, der Landwirth Adam Heller, verstorben. Derselbe wurde 1801 geboren und hat somit ein Alter von 94 Jahren erreicht.
0 Ruppertenrod, 28. Juli. Ein Wetter, so schwer wie seit einem Jahrzehnt nicht vorgekommen, zog gestern Nachmittag um 2 Uhr Über unseren Ort. Schlag auf Schlag folgten die krachenden Donnerschläge den trotz des Tageslichts hell leuchtenden Blitzen, daß die Fensterscheiben klirrten. Mehrmals muß es nach der Art der elcetrischen Entladungen innerhalb der Gemarkung einge schlagen haben. Während dieser atmosphärischen Kanonade ging fast kein Regentropfen nieder, so daß die Situation eine wirklich besorgnißerregende war. Ein Blitzstrahl fuhr in die Scheuer, ein seit dem großen Brande neu errichtendes Gebäude, bei hiesigen Bäckers Philippi. Obwohl ber Strahl bicht über dem reichen Heuvorrath seinen Weg vorbei genommen, zündete er glücklicher Weise nicht. Die Bahn dieses Blitzstrahls war überhaupt eine eigentümliche, indem dieselbe nicht wie gewöhnlich in einer Linie verlaufen, sondern meterweise Sprünge gemacht und dem Giebel entlang zur Erde in einen Misthaufen gefahren, der schwach rauchte. (Auch in Ermenrod soll ein kalter Schlag in ein dortiges Gebäude erfolgt fein.) Erst nach diesem Einschlagen gingen große Regenmassen, untermischt mit leichtem Hagel nieder. Nun entstand aber ein orkanartiger Sturm, der Obstbaume entwurzelte, Neste von den Bäumen riß, im Felde die Kornhaufen umjagte und die Bohnenstangen umstürzte. Eine Abkühlung der schwülen Temperatur ist diesem schweren Gewitter nicht gefolgt.
G. Bad Nauheim, 27. Juli. An Kurfremden wurden in der Woche vom 19. bis 26. Juli angemeldet 844 (1894 — 795). Hierzu Bestand nach voriger Kurliste 8864, Summa 9708 (1894 — 8374), wovon am 26. Juli noch 3477 anwesend waren. Vom 1. April d. I. bis einschließlich 13. Juli wurden 87,639 Bäder verabreicht.
n. Friedberg. 27. Juli. Der Geschäftsbericht der Actien-Zuckerfabrik Wetterau für 1894 ist erschienen und constatirt zunächst, daß infolge der vorig, jährigen Witterung der Rübenertrag in quantitativer Hinsicht ein recht guter war, während die Qualität zu wünschen übrifc ließ. Der Zuckergehalt betrug nur 11,7 pCt. pro Rübe (in 1892 betrug er 13,3 pCt., 1893 12,9 pCt.), während von xunb 6000 Morgen 1238 650 Centner Rüben geerntet wurden. Der Durchschnittsertrag beträgt demnach für den Morgen 206 Centner. 1891 betrug er nach früheren Berichten 150, 1892: 110 bis 120 Centner Es konnten im Durchschnitt in der vom 12. September bis 2. Februar dauernden Campagne nur 9500 Centner Rüben täglich verarbeitet werden, während in regen* und frostfreien Perioden über 11000 Centner bewältigt werden. Es wurden gewonnen: 116 700 Centner erstes und 13 620 Centner Nach. Pro« buct, sowie 31000 Center Melasse. Leider konnten diese Producte nicht so günstig wie in den Vorjahren abgesetzt werden, denn der Zuckerpreis erreichte einen so tiefen Stand, wie er feit Bestehen der Rübenzuckerindustrie noch nicht da- gewesen ist. Während das erste Product Ende Juni einen Preis von 13 Mk. für den Centner hatte, notirte diese« Quantum im December mit 8 Mk. 50 Pfg.
N. Aus der nördlichen Wetterau, 28. Juli. Auf- gepaßt! In unserer Gegend sucht eine Berliner Leinwandhandlung, welche Hemden und Unterkleider aus einem ganz neuen, noch nie dagewesenen Stoffe herstellt, Geschäfte zu machen. Ein Mannshemd soll Mk. 7.50 kosten und ist — nach den gegebenen Schilderungen — daS Beste, was man in der Weißzeugindustrie gemacht hat. Schon vor zwei Jahren kamen dem Einsender diese Dinge zu Gesicht und einige Bekannte find böS hineingefallen. Das Solmser Landrecht, welches bei uns gilt, sagt: Bevor Ab Du Deine» Beutel aufthust, Du Deine Augen auf!
Griesheim, 25. Juli. Während des heute Vormittag seitens der Württemb. Feld-Artillerie Brigade stattfijidender Scharfschießens verfehlten zwei Granaten ihr Ziel und explodirten unmittelbar in den Grundstücken, welche aus die Gärten der nach dem Schießplätze gelegenen ©terngofft hier stoßen, ca. 100 Mtr. von den Häusern entfernt. Die Sprengstoffe flogen nicht allein in die Gärten, sondern auch auf die Gebäulichkeiten, so daß das Dachwerk eines Hause« und eine Scheune in genannter Straße stark beschädigt wurden. Die in den Gärten und Höfen arbeitenden Personen kamen glücklicherweise mit dem bloßen Schrecken davon. Eine am Waschzuber beschäftigte Frau hatte sich vor erfolgter Explosion inS Haus begeben. Als sie auf das gewaltige Krachen in den Hof lief, lag ein 2—3 Pfund schweres Sprengstück in der Nähe ihrer Arbeitsstelle. Wie das Fehlgehen der scharfen Geschosse möglich war, ist noch unaufgeklärt. Die Gemeindebehörde hat sofort Anzeige erstattet.
Babenhausen. 26. Juli. Ein Bahnschaffner stürzte heute Mittag zwischen den Stationen Langstadt und Badea« Hausen vom Trittbrette, gerieth jedoch nicht unter die Räder, fiel vielmehr platt auf den Bahnkörper. Außer einigen Haut- schürfungen und einer zersprengten Hofe hat er hoffentlich feine weiteren Nachtheile erlitten. Der Schaffner hatte sogar
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