Ausgabe 
26.7.1895 Zweites Blatt
 
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Veteranen des Feldzuges 1870/71 die 25jährige Wiederkehr der Tage der Schlachten gefeiert, in denen die bayerischen Regimenter sich auSzeichneten. Bei dem Feste der Veteranen des 16. Jnfanterie-RegimentS in Neuburg a. D. erregte eine Persönlichkeit ganz besonders die Aufmerksamkeit und Freude aller Festtheilnehmer: ein Mann im schlichten Bauernrock, aber geschmückt mit den höchsten militärischen Ehrenzeichen, der goldenen Verdienstmedaille, dem eisernen Kreuz erster und zweiter Klaffe. Dieser schlichte Bauer, G. Millinger auS Neumünster, verdiente sich seinerzeit außer diesen Ehrenzeichen noch die größte Dankbarkeit deS ganzen 16. Regiments, indem er dem beliebten Obersten des Regiments, von Treu- berg, das Leben rettete. Beim Sturm auf Balan drang der schneidige Oberst mit Millinger in einen vom Feinde besetzten Garten ein, drei Franzosen sprangen gegen Treuberg gleich­zeitig vor, aber Millinger schoß einen derselben nieder, die beiden andern erstach er wir dem Bajonett. Ebenso muthig benahm er sich bei dem Patrouillendienst vor Paris. Dieser einfache Bauersmann war bei dem Feste stets umringt von den activen Offizieren und sonstigen Festtheilnehmern. Haupt­mann M. des Regiments hatte den Helden als Gast in seine Familie ausgenommen und erwies ihm die große Ehre, daß er seine Compagnie aufstellte, Millinger vor die Front führte und ihn feinen Unteroffizieren und Soldaten als nachahmenS- werthesteS Beispiel vor Augen stellte.

* Eangeriouen Gage Einem Bekannten hat Adeline Patti jüngst erztzlt, wie hoch ihre Gage sich seit ihrem dreizehnten Lebensjahr gesteigert hat. In diesem Alter engagirte sie der Impresario Strakosch mit einer Gage, die im ersten Jahre monatlich 1600 Mk. betrug. In den vier folgenden Jahren erreichte ihr Honorqr die Höhe von 2400 Mk., 3200 Mk. und 4000 Mk. monatlich. Mit I

achtzehn Jahren wurde sie von dem Leiter der italienischen I Oper in Loudon M. Ghe auf fünf Jahre engagirt und hier erhielt sie die Gage von 3600 Mk., die in den nächsten Jahren 4000 Mk., 5000 Mk. und 6000 Mk. monatlich betrug. Für diese Gage wird sie nur verpflichtet, zweimal wöchentlich zu fingen. In den letzten Jahren wirkte sie, diese letztjährige Saison in London ausgenommen, nur in Concerten mit. Sie sang nie mehr als drei Lieder und das Durchschnittshonorar betrug 15,000 Francs für den Abend.

Ctterotur rrrrd Arsnst.

Eine anregende und ungemein interessante Lectüre für Jeden bllden die Saltzlchei» Wetterprognosen, die jetzt wieder für die Monate JuliDecember 1895 in Verbindung mit dem Kalender der kritischen Tage und einer fesselnden Abhandlung:Die Erdbeben- Katastrophe von Laibach", die Falb ja auch vorher gemeldet hatte, in Hugo Steinitz Verlag, Berlin SW. 12, erschienen find. Der Preis des sehr handlichen Büchleins beträgt nur 1 Mk.

Die tllustrirte Prachtausgabe von Alexander Dumas berühmtem Romane ,®ie drei Musketiere", welche die Deutsche Verlags-Anstalt in Stuttgart herausgegeben hat, ist mit der 25. Lieferung soeben abgeschlossen worden. Der Roman selbst, der ja längst in der Weltliteratur seine feste, hervorragende Stelle ein­nimmt, braucht heute wohl nicht mehr besonder« empfohlen zu werden zumal er hier in einer mustergiltigen Uebersetzung oorltegt. WaS die Ausstattung betrifft, so können wir jetzt, wo das Werk vollendet vor uns liegt, nur das Uriheil bestätigen, das wir beim Erscheinen der ersten Lieferungen aussprachen, sie ist eine künstlerisch vollendete eine des klasfischen Werkes in jeder Hinsicht würdige. Immer und immer wieder erfreuen wir uns an den meisterhaften Schöpfungen M. LeloirS, die Huyot wirklich congenial wiedergegeben hat Last not least sei die Einbanddecke erwähnt, ein Kunstwerk der modernen Buchbinderei, die das Prachtwerk zur schönsten Zierde eines jeden SalonS, eines irden BuchertischeS gestaltet. 1

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Damit die zum weiteren Ausbau der

Stadtfernsprecheinrichtung in Gießen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen bezw. Geschäftsräume rc. im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadt- Fernsprecheinrichtung verbinden lassen wollen, ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis Anfangs August d. Js., au das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden.

Nur für die bis zu diesem Zeitpunkte eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den ersten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse ge­langen erst im nächsten Jahre zur Ausführung.

Darmstadt, 15. Juli 1895.

Der Kaiserliche Ober-Postdirector.

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Betrieb der dortigen Waage von Montag den 2V. d. Mts. ab bis ! Nachstehende Arbeiten werden am auf Weiteres eingestellt. Die während dieser Zeit zu verwiegenden Last- Montag den 29, Juli, Nach­fuhrwerke verweisen wir auf die früher Güngerich'sche Waage (Frank- mittags 1 Uhr, auf dem Bürgermeisterbüreau zu

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