günstigen Falle werde sich Bulgarien darauf verlassen, daß eine andere Macht von außen her dem Streit ein Ende macht ober Rußland es rettet, womit sofort seine Macht roteber* hergestellt ist. Der Verfasser meint nämlich, baß Fürst Ferdinand sich für die Macedonier erklären müsse oder mau tbn zwingen werde, abzudanken. Macedouien setze alle Hoss- nungen auf Rußland und eß werde von diesem sicher nicht im Stich gelassen werden.
II. Breslau, 25. Juli. Der gestern Abend 9 Uhr 53 Mm. von Lteguitz in Raubten angekommene Eisenbahnzug tft, wahrscheinlich infolge Versagen- der Bremse, auf ein falsche- Geleise gerathen und in den Wartesaal hineingelausen. Die Wagen thürwten sich aufeinander. Zwei Zugbeamte sind, tobt, eine Anzahl Passagiere verletzt.
Der Krieg von 1870|71,
geschildert durch Ausschnitte aus Zeitungs-Nummern jener Zeit (Nachdruck verboten.) 26. 3nlt.
Die beste Nachricht vom Krieg-ichauplatze ist die, daß keine Nachricht da ist. Da- ist ein Beweis, daß Napoleon kostbare Tage des BorspruvgS verloren hat, daß er den Tigersprung auf halb Wehrlose nicht machen konnte, weil er trotz seineß voreiligen Gebrülls nicht fertig war. Die Preußen und Bayern haben mit SturmeSeile und seltener Energie Massen von Truppen an die bedrohten Punkte ge* warfen und mir der Ueberrumpelung istS nichts mehr.
Das Gerücht, daß der Kaiser Napoleon in einem unzurechnungsfähigen Zustande nach St. Cloud zurückgekehrt sei, ist heute so verbreitet, daß wir eS wenigstens nicht ganz Übergehen können. Daß ein Grad geistiger Verrücktheit zu e nrm derartigen Verfahren, wie eS der Kaiser in jüngster Zeit eingehalten hat, nothwendig sei, ist allerdings von Hause auS anzunehmen, immerhin dürfte es auch nicht Wunder nehmen, wenn die unerwarteten Schläge, die der Kaiser schon vor dem Beginn der Feindseligkeiten von allen Seiten erhält, auf fein geschwächtes Gehirn einwirkten.
Kietzen, den 25. Juli 1895.
♦ * Bestätigung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 16. Juli der am 4. l. Mts. durch die Stadtverordneten - Versammlung zu Gießen erfolgten Wahl des Regierungsassessors H a n S Wolff zum besoldeten Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Gießen die Bestätigung zu ertheilen.
* • Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 24. Jultu.A. den Hauptmann Werner vom 6. Pommerschen Infanterie,Regiment Nr. 49, den Hauptmann Kreut er ä la suite des Infanterie - Regiment« Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.') Nr. 116, Compagnie- führer an der Unteroffizier - Schule in Biebrich, den Amtsrichter Frey von Lauterbach.
* * Da« neue Eiukommensteuergeseh vom 25. Juni d. I. tritt für das nächste Steuerjahr in Wirkung und es erfolgt die für dasselbe bevorstehende Veranlagung der Einkommen- steuer bereits nach den Bestimmungen des neuen Gesetzes. An den eigentlichen Grundlagen der Steuerpflicht und der Veranlagung de.r Steuer ist bekanntlich nichts geändert. Nach wie vor beginnt die Steuerpflicht mit einem Einkommen von 500 Mk., die erste Abtheilung der Steuerpflichtigen mit einem solchen von 2600 Mk. In der zweiten Abtheilung sind die Steuersätze etwa- geringer wie bisher, in der ersten steigen sie in erhöhter Progression bis zu 4 pCt. des Einkommens. Neu ist für die erste Abtheilung: die Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung. Diese ist nach Art. 20 des Gesetzes von jedem Steuerpflichtigen mit einem Jahreseinkommen von 2600 Mark oder mehr' schriftlich abzugeben und zwar nach einem allgemein vor- geschriebenen, auf jeder Bürgermeisterei und jedem «Steuer« eommissariat erhältlichen Formular, je nach Wahl des Pflichtigen oss-n oder verschlossen, binnen einer jährlich bekannt gemacht werdenden Frist, bei der betreffenden Bürgermeisterei oder auch bei dem Steuercommiffariar abzuliefern. Auf der ersten Seite der Steuererklärung werden die verschiedenen Arten des Einkommens unter hierzu vorgezeichneten einzelnen Nummern eingetragen, auf der zweiten Seite die gesetzlichen Abzüge nebst dem Abschluß des zu versteuernden GesammtbetragS mit Datum und Unterschrift des Steuer pflichtigen; die dritte Seite enthält die wichtigsten bezüglichen Gesetzesbestimmungen, die vierte eine Anweisung zum Vollzug der Erklärung. Die Einrichtung de« Formulars bietet den Vortheil, daß der Steuerpflichtige unter den einzelnen Nummern auf der ersten Seite diejenigen Einkommenbezüge, zu denen er Erklärungen abzugeben hat, ebenso auf der zweiten Seite die einzelnen Arten der möglichen Abzüge, verzeichnet findet, so daß in der Regel eine weitere Vergleichung der Gesetzes- stellen nicht erforderlich ist. Die letzteren sind indeffen für ZweifelSfälle in wörtlichem AuSzuge abgedruckt, wie oben erwähnt unter Beifügung einer Anleitung zur Benutzung des Formulars. Im Uebrigen werden die Steuercommissariate jede für die Anwendung de» neuen Gesetze» und insbesondere für den Vollzug der Erklärung von einem Steuerpflichtigen gewünscht werdende Auskunft bereitwilligst ertheilen.
** Z>r Beachtung. Nach § 24 der Schlachthausordnung ist da» Betreten der Schlachthausanlage ohne Erlaubniß des Aufsehers nur Personen gestattet, welche mit der Ausübung de» Schlachten» beschäftigt ober der Aufsicht betraut sind. Da diese» Verbot in letzter Zeit öfter« unbe- a^et geblieben ist, ist die Schutzmannschaft und da» AufsichtS- personal angewiesen worden, strenger vorzugehen und gegen die Nichtbeachter de» Verbot» Anzeigen zu erheben.
•• Seltenheit. Herr Oeconom Kitz hat beim Schneiden de» Roggen» verschiedentlich 2, 3, 4, 5 und 6 Aehr en an einem Halm gefunden. Fürwahr eine gesegnete Ernte'
•» Prnnkmagen. Im Festzuge des landwirthschaft- lichen Festes zu Biedenkopf, in welchem 42 Prunk wagen eingestellt waren, befand sich auch ein solcher des Kreises Rodheim a. d. Bieber. Derselbe war auf Veranlassung des Herrn Commerzienrath Gail hier und des Herrn Bürgermeisters Schlierbach zu Rodheim von Gießener DecorationSfirwen gestellt und arrangirt. DaS prächtige Arrangement versinnbildlichte die Tabak-Industrie und die Landwirtbschaft.
»♦ Den berühmten Meiker auf dem Gebiete der Moment- Photographie, Cttomor Anschütz, wird das Gießener Publikum im großen Saale deS Stein'schen Gartens am Freitag Abend 8^ Uhr zum ersten Male in seinen vortrefflichen, zum Theil epochemachenden Arbeiten kennen lernen. Der erste Vortrag, betitelt „Bilder aus dem geben", bringt neben Scenen aus der neuesten Zeitgeschichte, prächtige Manöver- und Thier- bilder (unter letzteren die vielbewunderten Storchbilder), vor allen Dingen in den beweglichen Bildern (lebende Photo- graphieen) eine vorzügliche Erkenntniß der physiologischen Vorgänge an dem in Bewegung befindlichen Menschen- bezw. Thierkörper. Auf die ersten dieser Arbeiten von Anschütz hat schon im Jahre 1887 im preußischen Abgeordnetenhause der CultuSminifter nachdrücklich hingewiesen, und auch eine staatliche Subvention für Anschütz erwirkt. Um den Reiz zu verstehen, welchen die Projectionsvorträge auf Jeden aus- übten, der ihnen bisher beiwohnte, vergegenwärtige man sich, daß bei den in diesen Vorträgen gezeigten Momentaufnahmen die Beleuchtungsdauer der photographischen Platte bis auf Vsooo Secunde herunterging. So gelang eS Anschütz, Bewegungen festzuhalten, die ob ihres schnellen Vollzuges von dem menschlichen Auge niemals wahrgenommen werden können, und Gruppen aufzunehmen, die, ganz abgesehen von ihrem culturhistorischen und künstlerischen Werthe, vor allem durch die wundervolle Wiedergabe der Details geradezu verblüffen. DieS gilt auch von den erwähnten lebensgroßen, beweglichen Bildern, bei denen, vermöge der gleichfalls von Anschütz erdachten sinnreichen Art der Projection, der Beschauer jede einzelne Phase einer Bewegung und die damit verbundene physiologische Veränderung am lebenden Körper in Gemächlichkeit ftudiren kann. Ein Meisterstück photographischer Technik ist die Aufnahme eines fliegenden Geschosses. Von bedeutendem Werth für militärische Zwecke und zugleich hochinteressant für Laien find die Aufnahmen, welche vom Luftballon aus gemacht worden find. Selbst Character-Eigen schäften einzelner Thiere haben die Anschütz'schen Aufnahmen enthüllt, die mit dem Begriff, den wir von den betreffenden Thieren haben, gar nicht in Einklang zu bringen sind. Die Bilder eines „vorsichtigen" Bären und eines durch einen geringfügigen Umstand „erschrockenen" Löwen, der in feiner „zusammengefahrenen" Pose einen geradezu tragikomischen Eindruck macht, beweisen dies zur Genüge. Diese Art von Projectionsvorträgen ist zum ersten Mal im vergangenen Winter in Berlin veranstaltet worden, woselbst der Sitzungssaal des alten Reichstagsgebäudes Herrn Anschütz kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Auch Mitglieder der kaiserlichen Familie haben die Vorträge besucht. Den begleitenden Vortrag wird Herr Dr. Emil Kindler-Charlottenburg halten.
** Heffendenkmal bei Gravelolte. Aus M e tz wird Darmstädter Blättern gemeldet, daß an dem Hessendenkmal am Bois de la Cusse gegenwärtig zwei Bildhauer und drei Maler in voller Thätigkeit sind. Noch vor Ende dieses Monats wird dasselbe wiederhergestellt sein. Auch werden an dem Weg neben der Eisenbahn, nahe Station Amanweiler, und da, wo der Fußpfad zum Denkmal selbst diesen Weg verläßt, Wegweiser angebracht. Uebrigens ist der vor dem Denkmal liegende Acker mit Getreide bestellt, nach dessen Abmähung man quer über den Stoppelacker birect zum Denkmal gelangen kann, baö man bereits, vom Bahnhof aus Eommenb, links vorwärts liegen sieht. Die Verhanblungen zur Anlegung eines breiten, bequemen Weges, statt deS von der Eisenbahn auS am Militärfriedhof vorbei nach dem Denkmal hinaufführenden PfadeS, find noch im Gange und läßt sich über den voraussichtlichen Erfolg noch nichts Bestimmtes sagen.
** Die Frage der Militärdienstzeit der Volksschullehrer ist jetzt in einer den Wünschen der Lehrer entsprechenden Weise gelöst worden. AIS in der Sitzung des Reichstages vom 7. März d. I. über den von der Budgetcommisfion gestellten Antrag, „die verbündeten Regierungen zu ersuchen, es möge Bestimmung getroffen werden, daß der erfolgreiche Besuch eines Lehrerseminars die Berechtigung zum Dienste als Einjährig Freiwilliger in sich schließt", berathen wurde, erklärte bekanntlich der Vicepräsident des preußischen Staatsministeriums Dr. v. Boetticher, daß in der Wehrordnung die Entscheidung darüber, welche Anstalten die Berechtigung haben zur Ausstellung deS Freiwilligen-Zeugnisses, in die Hand des Reichskanzlers gelegt sei, daß der Reichskanzler aber eine Bestimmung auf diesem Gebiete niemals erlasse, ohne vorher da« Gutachten der zuständigen Reichsschulcommission eingeholt zu haben. Die Reichsschulverwaltung hat sich nun dafür ausgesprochen, daß die Lehrerseminare die Befugniß erhalten, giltige Zeugnisse über die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig freiwilligen Dienst auS- zustellen, wie es ja in Bayern schon jetzt der Fall ist. Auch daS preußische Staatsministerium hat sich dieser Auffassung angeschlossen, so daß voraussichtlich vom nächsten Jahre ab den BolkSschullehrern die Berechtigung zum einjährig - freiwilligen Dienst zugestanden werden wird. Mit Rücksicht darauf, daß ein Lehrermangel, der bei sofortiger Durch- führung dieser Besttmmung zweifelsohne entstehen würde, möglichst vermieden werden soll, bedarf eß noch umfassender Vorkehrungen, so daß die in der Cabinetsordre vom 27. Januar d. I. angedeuteten Ziele schwerlich vor 1898 in vollem Umfange sich werden erreichen lassen. Heber die im Reichstag und in der Presse vielfach erörterte Frage, ob und biß zu welchem Umfange die Schulver- Haltungen der einzelnen ©unbeßftaaten materielle Bei- Hilfen gewähren sollen, um den BolkSschullehrern die
ihatsächliche Ableistung beß Militärbiensteß alß Einjährig-Fre mittige zu ermöglichen, hat man noch feine Entscheidung getroffen, doch ist man in maßgebenden Streifen emmüthig der Ansicht, daß auch diese Frage nur in einer einheitlichen Weise entschieden werden könne und dürfe, wenn nicht schwere Unzuträglichkeiten entstehen sollen.
•' Versichert Eure Mobilien. Daß „Schmalk. Tgbl.« enthält mit Hinweis auf baß Bran bunglück in Brotterode folgende beherzigenSwerthe Mahnung: Versichert Eure Mobilien!; Eß kann nicht dringend genug empfohlen werden, gegen Fenerßgefahr Hab und Gut zu schützen. Ist erst ein Unglück geschehen, dann kommt die Reue zu spät und alle guten Vorsätze helfen nichtß mehr. Gar zu oft ist diese Nachlässigkeit — in den meisten Fällen ist eß solche — tjajt gestraft worden, daß sehen wir wieder bei dem Unglück hi Brotterode. Vielfach wird der Aufforderung zur Versicherung cntgegengehalten, daß es genug der Abgaben und diese kau« zu erschwingen seien. Dem gegenüber muß hervorgehoben werden, daß die meisten Versicherungen P/2 Mk. von Tausend alß jährliche Prämie erheben, und diese Abgabe sehr wohl im Hinblick auf die Sicherheit beß Eigenihumß zu erschwingen sein wird, selbst von minder Bemittelten. Namentlich in ländlichen Kreisen steht man der Versicherung unverantwortlich gleichgiltig gegenüber, obwohl in den Ortschaften oft die Gefahr fast großer, als bei den mehr ober weniger gut gebauten Häusern der Stadt. Der Lanbmann verfügt außerdem in der Regel über werthoolle Dorräthe an Landes- producten und über Geräthe, namentlich auch über Vieh, bteß alles sollte in einem geordneten Haushalte versichert fein. Die Frage: wo man versichern soll, bedarf kaum der Erwägung- eS bestehen eine große Anzahl Versicherungen, von denen über die eine ober andere Auskunft zu geben, wohl jeder Ortsvorstand in der Lage fein dürfte.
-a- Hause», 24. Juli. Nächsten Montag den 29. Juli findet auf dem Schiffenberg die übliche Familien-Con- ferenz statt. Alle Pfarrfamilien der Umgegend, auch die verehrten xPfarrwittwen nebst Kindern in Gießen, werden hierzu wie seither freundlichst eingeladen. Bei günstiger Witterung wird die Theilnahme voraussichtlich eine recht zahlreiche werden.
Bad Salzhausen, 22. Juli. Die Zahl der Kurgäste beginnt, veranlaßt durch die seitherige günstige Witterung, sich zu heben. Augenblicklich sind 50 Kurgäste im Kurhotel einlogirt, ohne die zahlreichen Badegäste, die, von außen kommend, Bäder nehmen. Die Zahl der in dem Zeiträume vom 12. Juni bis 15. Juli verabreichten Bäder beträgt 897, eine starke Zunahme gegen das Vorjahr. Darmst. Ztz.
Oppenheim a. Rh., 24. Juli. Heute trat hier auf Einladung des Freiherrn v. Heyl-WormS daS Provinz- Comitv zur Wahrung der wirthschaftlichen Interessen Rheinhessens zusammen, um wegen der Verstaatlichung der Hessischen LudwigSbahn resp. der Verlegung de» Sitzes der Verwaltung zu beraten. ES wurde eine Eingabe an die hessische Staatsregierung beschlossen, worin im Interesse der Stadt Mainz die Bitte ausgesprochen wird, den Sitz der Verwaltung nach der Verstaatlichung der Hessischen LudwigSbahn in Mainz zu belassen, um einer etwaigen Schädigung der Stadt vorzubeugen.
Ober-Flörsheim, 20. Juli. In diesem Jahre sind in unserer Gemarkung bereits 914 Hamster und 359,000 Mäuse gefangen und abgeliefert worden - für jeden Hamster werden 10 Pfg., und für jede Mauß 1 Pfg. vergütet.
Berhängnitzvolle Aehnlichkeiteu.
Ein höchst merkwürdiges Natur spiel ist die täuschende Aehnlichkeit mancher Gesichter, die unß in besonders weitgehenden Fällen, wo Verwechslungen ganz unvermeidlich scheinen, von sogenannten „Doppelgängern" sprechen iä£f. Bei Blutsverwandten kommt unß diese Aehnlichkeit nicht so überraschend vor, während sie bet ganz fremden Personen etwas verblüffendes bat. Eine solche Doppclgängerei hat oft genug schon zu Kriegen geführt, indem falsche Kronprätendenten auftraten, die durch ihre Aehnlichkeit mit ver- fiorberen ober verschollenen Regenten einen Anhang fände» und nun ihre Ansprüche auf den Thron mit Gewalt durchzusetzen suchten- Solcher historischer Doppelgänger weist die Geschichte vom Pseudo Smerdis bis zum falschen Demetrius und dem falschen Waldemar, von Tile Krolup und Pugatichew bis zu Naundorff eine große Menge auf, und gewöhnlich waren diese Aehnlichkeiten so groß, daß selbst sehr vorsichtige und besonnene Leute sich täuschen ließen.
Auch zahlreiche geschichtliche oder hervorragende Personen der Neuzeit haben ihre Doppelgänger gehabt. Mit Napoleon I. hatte der berühmte Geiger Alexander Boucher eine solche Aehnlichkeit, daß er deßwegen unter der Bourbonenherrschaft in Paris nicht hatte auftreten dürfen. Dem ersten Napoleon glich ferner fein jüngster Bruder Jerome ganz außerordentlich, wie auch dessen Sohn Plon-Plon, der bekanntlich dem Schlachtenkaiser wie auS dem Gesichte geschnitten ähnlich sah. Endlich war der österreichische Abgeordnete Mühlfeld dem großen Korsen so ähnlich, wie sein College Schindler (als Dichter unter dem Pseudonym Julius v. d. Traun bekannt und 1885 gestorben) dem kleinen Neffen. Auch ein Wächter des Boulogner Wäldchens soll Napoleon III. dermaßen geglichen haben, daß dieser den entsprechend costümirtm Mann oft dem Photographen sitzen ließ, wenn eS galt, durch dessen gesundes Aussehen die üblen Gerüchte zu widerlegen, die über des Kaisers Befinden in Umlauf waren.
Kaiser Wilhelm I. hatte verschiedene Doppelgänger, s« z. B. den verstorbenen Kammerdiener de» Kaisers Franz Josef, Havakamp, und den nur wenige Tage nach ihm — am 21. März 1888 — verschiedenen Wiener Musiker Leidenfrost. Bon dem unglücklichen Röntg Ludwig II. wird berietet, er habe auch einen Doppelgänger gehabt- der Betreffende sott noch leben, und versichern, des König» Rotte wiederholt auf dessen Wunsch und Befehl gespielt zu haben. Fürst BiSmarck hat seine Doppelgänger und in ganz Frank-
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