Ausgabe 
22.8.1895 Erstes Blatt
 
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Berlin, 20. August. Gestern fand vor der zweiten Strafkammer des Landgericht- I Verhandlung gegen acht polnische Studenten statt, welche angeklagr waren, einer geheimen Verbindung anzugehören. Dieselben harren hier einen polnischen Verein gegründet, in welchem burschenschafl- liche Themata- erörtert wurden. Die Verhandlungen wurden in polnischer Sprache geführt. Sämmtliche Angeklagten wurden freigesprochen, weil keine Beweise einer geheimen Verbindung erbracht werden konnten.

Berlin, 20. August. Eine gestern Abend in Rixdorf abgehaltene Volksversammlung mit dem Thema:Der Kampf gegen die Socialdemokratie in den Volksschulen" ist polizeilich aufgelöst worden. Der Referent hatte au- dem Buche de- Philosophen Maconlah Citate aufgeführt, in welchen Friedrich der Große in Gegensatz zu seinem Vater gestellt wird. Der die Aufsicht führende Gen-darm unter« brach den Redner und confi-cirte die Broschüre. Am Frei« tag findet dieselbe Versammlung mit demselben Thema statt.

Köln, 20. August. Nachdem die Mülheimer Behörden gestern durch öffentlichen Maueranschlag die Bürgerschaft auf« gefordert hatten, dem Werftplatze fernzubleiben, außerdem von 81/« Uhr ab die Schifffahrt der beiden Gesell« schäften verboten war, kam e- trotz Ansammlung einer zahl­reichen Menschenmenge zu keinen Ausschreitungen. Gegen 11 Uhr indeß zog eine starke Bande vor da- Bürgermeister­amt, welche mit blanker Waffe vertrieben werden mußte, wo« b'i wieder viele Verwundungen vorkamen. Eine Anzahl Verhaftungen wurden vorgenommen.

Elberfeld, 20. August. Der Zustand des in Constanz darniederliegenden zweiten Vicepräsidenten des Abgeordneten­hauses, Dr. Graff, ist hoffnungslos.

Bre-lau, 20. August. Bei der Bankfirma Jaffe u. Co. wurde heute Vormittag durch drei Burschen ein raube« rifcher Ueberfall ausgeführt. Die drei Individuen drangen bewaffnet in daS Geschäftslocal der Firma und for­derten mit Revolvern in der Hand Geld. Zwei derselben wurden sofort verhaftet, der dritte entwischte.

Tilsit, 20. August. Zwischen zwölf Arbeitern der Schneidemühle von Skalweit in Labiau, welche wegen Lohn­streitigkeiten die Arbeit niedergelegt und auf dem Hofe des Grundstücks großen Lärm verursacht hatten, und Polizei- beamten kam eS zu einem Zusammenstoß, bei welchem em GenSdarm Feuer gab. Ein Arbeiter wurde sofort ge- tödtet, zwei andere durch Schöffe sehr schwer verletzt. Da­von soll einer ebenfalls bereits gestorben fein.

Wien (Neustadt), 20. August. In der letzten Nacht f^m e- anläßlich eines Streites zu einem blutigen Kampfe zwischen hier garnisonirenden Dragonern und Poli­zisten. Beide Theile kämpften mit blanker Waffe. Schließ­lich unterlagen die Soldaten. ES gab auf beiden Seiten Verwundete.

Brünn, 20. August. Auö Roznau wird gemeldet, daß dort infolge fortgesetzter antisemitischer Excesse die dadurch belästigten semitischen Kurgäste sich mit einer Be­schwerde an den Statthalter von Mähren wandten und diesen um Schutz und Hilfe gebeten haben.

Neapel, 20. August. Die eruptive Thätigkeit des Vesuvs ist noch in Zunahme begriffen, so daß die Ein­wohner der in der Nähe liegenden Ortschaften flüchten mußten.

Pari«, 20. August.Rappel" fordert die Bevölkerung zur Errichtung einer Statue der Stadt Metz in Paris auf, als Antwort auf die geräuschvolle Kundgebung an der französischen Grenze. Kein Franzose, schreibtRappel", werde verfehlen, zu den Kosten beizusteuern. Erne Subscription werde von allen Blättern eröffnet.

London, 20. August.Times" meldet au- Hongkong: Chinesische Soldaten haben neue Ausschreitungen gegen die Fremden und deren Eigenthum begangen. Mauer« anschläge fordern die Chinesen in der Stadt (Santon zur Brandstiftung auf.

London, 20. August. Die englischen Handelskammern haben beschloffen, eine Delegation zum Minister der Colo­nien zu entsenden, um ihn zu ersuchen, sich bei seinen Collegen dahin zu verwenden, daß eine Eisenbahnlinie in West- afrika baldmöglichst gebaut werde.

Sitzung -er Stadtverordneten

am 20. August 1895.

der auf heute Nachmittag 5 Uhr anberaumten Sitzung der Stadtverordneten sand die Einführung des zum besoldeten Beigeordneten gewählten Herrn RegierungSaffefforS Hans Wolff durch Herrn Oberbürgermeister Gnauth, in Anwesenheit der Mehrheit der Stadtverordneten und der städtischen Beamten statt. Herr Oberbürgermeister Gnauth theilte zunächst mit, daß die Wahl des Herrn Wolff unterm 22. Juli d. I. die Allerhöchste Bestätigung erhalten und ihm nun, nach Wiederaufnahme seiner eigenen amtlichen Thätig- krit obliege, den neugewählten Herrn Beigeordneten in Pflicht zu nehmen und in fein Amt einzuföhren. Er thue dies hiermit unter dem Gefühl persönlichen Bedauerns und gleichzeitiger Befriedigung, unter dem Gefühl des Bedauerns deshalb, weil die neugefchaffene Stelle eines Beigeordneten nöthig geworden zu feiner (des Herrn Oberbürgermeisters) persönlichen Entlastung und weil sie bedinge feinen Verzicht auf die persönliche Behandlung einer ganzen Gruppe von Verwaltung-gegenständen, besonders derjenigen, die in social- politischer Hinsicht die Thätigkeit dcS Bürgermeisters bisher in Anspruch nahmen. Befriedigend dagegen sei die Ein­führung des Herrn Beigeordneten, weil dadurch eine so ein­gehende Führung der Geschäfte ermöglicht werde, wie sie fein müffe, weil ohne diese Beihülfe zu befürchten war, daß sich die Verwaltung verlieren würde in bureaukratifchen Grund- sätzen, die Nothwendigkeit der Anstellung eine# zweiten Bei« geordneten fei aber auch ein Beweis von erfreulicher Ent- Wickelung der Stadt. Er begrüße deshalb den Herrn Bei­geordneten bei dem Eintritt in sein neues Amt, feine guten

und 1893-

GefammteS Communalneuercapital:

34 213 558

80 931 663

1884 Mk.

45 976 356

AuSfchlag 8 020 768

1890 Mk.

41 925 649

der Schulden:

65 524 519

1887 Mk.

39 543 436

Gesammtbetrag 55 397 517

Wünsche für erfolgreiche Thätigkeit würden angesichts der mir Einstimmigkelt erfolgten Wahl gerheilt van jedem Mir- g liebe der Stadtverordneten-Versammlung, er hoffe, daß die vom Herrn Beigeordneten bisher im staatlichen Dienst be« rhätigten praktischen Kenntniffe nutzbar gemacht würden in der Gemeindeverwaltung, es würde ihm die Anpassung de- staat­lichen Verwaltungsdienstes an den städtischen gewiß nicht schwer werden, er wünsche, daß der Ueberttitt vom Staats- in den Gemeindedienft auch dem neugewählten Herrn Bei­geordneten zur Befriedigung gereichen möge. Hierauf fegte Herr Beigeordneter Wolff den vorgeschriebenen Eid in die Hände des Herrn Oberbürgermeisters. Herr Oberbürger­meister Gnauth gab hierauf einen Ueberblick über die Ge« faäfte, mir denen sich der Beigeordnete in der Hauptsache zu beschäftigen haben werde- eS find dies daS gefammte Arrnenwefen, mit der Fürsorge für Geisteskranke, Epileptische, Blinde, Taubstumme u. dgl.- die Beaufsichtigung der Pflege­kinder, die Ausführung deS Gesetze- über die Zwangs­erziehung und die Beziehungen zur LaodeSwaifenanstalt, da- gefammte Versicherungswesen, also insbesondere die Kranken-, die Unfall- und die Invalidität-- und Altersversicherung, der Vorsitz im Gewerbegericht, die Geschäfte deS Standes­amtes, sowie der Impfung und der Rekrutirung, daS Sühne- verfahren, die Angelegenheiten der Reichs- und Staatsbürger, Ertheilung von Heimathscheinen und AuSwanderungSerlaubniß, die Aufstellung rc. der Wählerlisten, Vornahme von Volks- rc. Zählungen, die Mitwirkung bei der Steuerregulirung, die Ausstellung der Gewerbepatente, die Besteuerung der Hunde und das gefammte Beitreibungswefen und die Bravdschadens- Regulirungen.

Herr Oberbürgermeister Gnauth gab hierauf der Hoffnung Ausdruck, daß die städtischen Beamten, die er am Schluffe der Sitzung vorstellen werde, dem Herrn Beigeord­neten dieselbe Ergebenheit und dasselbe Vertrauen entgegen» bringen wie ihm selbst und daß der Herr Beigeordnete mit ihnen arbeiten werde in dem Bewußtsein, daß mit dem Zusammen­wirken Aller die Garantie zum Gedeihen des Gemeinwesens gegeben sei.

Herr Beigeordneter Wolff dankte hierauf für den Ausdruck des Vertrauens, mit dem ihm das Amt übertragen wurde und für die herzlichen Worte deS Herrn Oberbürger­meisters- eS werde ihm nicht ganz leicht werden in feinem neuen Amte, eS harrten feiner Bearbeitung viele Zweige der Gemeindeverwaltung, die ihm bisher zum Theil fern gestanden, gum Theil von ihm nur oberflächlich hätten bearbeitet werden können. Er gebe aber die Versicherung, alle ihm tn feinem neuen Berufe obliegenden Pflichten mit bestem Willen zu erfüllen und alles einzufetzen, daß die Verwaltung feines Amtes der Stadt zum Segen gereichen werde.

Herr Oberbürgermeister Gnauth nahm vor Schluß der Sitzung nochmals das Wort, um den Herren Beigeordneten Georgi und Grüne berg für die Bereitwilligkeit, mit der sie während feiner beinahe zweimonatlichen Verhinderung die Vertretung übernommen, feinen herzlichsten Dank ab­zustatten.

Im Durchschnitt auf einen Einwohner betrug da- gefammte Communalfteuercapital vom 1. April 1893 44.26 Mk. gegen 35.91 Mk. am 1. April 1884. Die Schulden berechnet auf eine Mark Communalsteuereapital betragen am 1. April 1893 1.81 Mk. gegen 1.34 Mk. im Jahre 1884, auf einen Ein­wohner 80 Mk. gegen 48.27 im Jahre 1884, der Au-schlag auf eine Mark de- gedämmten Communalsteuereapital- 0.25 gegen 0.23 und auf einen Einwohner 11.12 Mk. gegen 8.42 Mk. im Jahre 1884. Am 1. Januar 1869 waren 24 communalfteuerfreie Gemeinden vorhanden, am 1. April 1893 nur noch 11. In den Landgemeinden betragen nach dem Stande vom 1. April 1893 die (Sommunalfteuern in Procenten der birccten Staat-fteuern 123.67 gegen 99.23 im Jahre 1884. Der Schuldenstand in Procenten de- Ver­mögens ist auf 36 57 geschätzt. 100 Gemeinden haben keine auf dem Gesammtsteuercapital haftenden Schulden.

welche zu dem Festmahl der Veteranen mit Karten versehet» waren, denen aber infolge de- großen Andranges fein Essen verabreicht wurde, der Geldbetrag zurückgezahlt wird. Die Regelung erfolgt in einigen Tagen durch die Bezirke. Auf da- an den Kaiser vom Präsidium der Hasfia abgesandte Telegramm deS Inhalts, daß 20 000 in Darmstadt anwesende Krieger und ehemalige Soldaten Seine Majestät ihrer Treue versicherten, ist folgendes Antworttelegramm eingetroffen: Seine Majestät der Kaiser und König lassen den hessischen Kriegern, insonderheit den Krieg-veteranen, für den warmen Ausdruck ihrer Treue bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl: von Lucanu-, Geheimer CabinetSratb.

** Die Statistik des Schulden- und BermogeuSstaude» der Gemeinden deS Sroßherzogthum» tzeffen enthält nachstehende- Ergebmß: Die Einwohnerzahl der 996 Gemeinden beträgt 1011 625, daS Gefammtcammunalsteuercapital Mk. 44 778 468, der Gefammtfchuldenbetrag Mk. 80 931 663. Der Capital-

1893 Mk.

44 778 468

Cseefc« prst>iw»^ae*

Gießen, den 21. August 1895.

* * Militardienstnachrichten. Ziegler, Seconde-Lieutenant vom Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 zum Premier-Lieutenant befördert. Stein, Seconde-Lteutenant von demselben Regiment, zur Dienstleistung bei dem Militär - Knaben-ErziehungSlnftitut in Annaburg commandirt. Graf zu Bentheim-Tecklenburg- Rheda, Portepee-Fähnrich von demselben Regiment, wurde zum Seconde-Lieutenant ernannt.

* * Ein kunstsinnige» Publikum verfehlen wir nicht daraus aufmerksam zu machen, daß Donnerstag im Schau­fenster des Herrn Schlatter einige von demselben selbst verfertigte, für die Gewerbeausstellung in Alsfeld bestimmte Stickereien ausgestellt sind. Die Arbeiten, zwei Land- schäften (Luzern und Tells- Capelle), ein Sophakissen, ein Notenständer, ein Ofenschirm und ein Papierkorb dürften wohl allgemeine Bewunderung erregen.

* * R« Da» Baden im Knabeufchulbad an bet Lahn wahrend ber Hetbstfetieu. Auf eine biesbezügliche Anregung beß Schulvorstandes hat ber Stabtvorstand genehmigt, baß bas städtische Schulbad an ber Lahn auch währenb ber Herbst­ferien zur Benutzung geöffnet bleibt. Wie wir bestimmt erfahren, soll, günstige Witterung vorausgesetzt, von bieser Erlaubniß diesmal Gebrauch gemacht werden, und find au« diesem Grunde bereits in den Klassen die nöthigen Erhebungen zur Feststellung ber Teilnehmer gemacht worben. Dieselben Haden eine genügenbe Anzahl Badenber ergeben, unb gedenkt man daher von nächster Woche ab, jebeßmal um 3 Uhr Nachmittags beginnenb, ben Anfang zu machen. Um jeber Gefahr von vornherein zu begegnen, wirb dem Badediener ein Lehrer ber Anstalt beigegeben, dem bie weitere Pflicht obliegt, für bie erforberlidje Ruhe unb Orbnung zu sorgen. Wir verfehlen baher nicht, bie Eltern auf bie Wohlrhat bieser Einrichtung unb ben ihren Söhnen hieraus erwachsenben Nutzen aufmerksam zu machen.

* * Freigesprochen wegen eine» Verbrechen» Gestern ver­handelte unsere Strafkammer gegen die au# der UntersuchungS- haft vorgesührte, 1837 geborene, noch unbestrafte Ehefrau deS Heinrich Philipp Breiter I. von Vilbel wegen deS Verbrechens aus § 159 deS ReichS-Straf-GefetzbucheS, versuchte Verleitung zum Meineid. Der Gerichtshof hielt die von ben Belastungszeugen gemachten, theilwtise be- fchworenen Angaben für nichl glaubwürdig unb sprach bie Angeklagte frei. Die Anklagebebörbe, welche den belastenden Angaben ber Zeugen vollen Glauben beimaß, hatte bie niebrigfte Strafe, 1 Jahr Zuchthaus, al« auSreichenbe Sühne für da« Verbrechen beantragt.

P A. 2Sjährige @rinnernng8feier an 1870, zugleich Ber- baudSfetz ber KriegerkameradfchaftHasfia" zu Darmstadt Das Präsidium berHasfia" theilt un« mit, daß alle Kameraben,

r.- Tret» a. d. Lda., 20. August. Bei der am 17. August abgehaltenen Bürgermeisterwahl würbe ber Sohn beS früheren Bürgermeisters Benner, Wilhelm Benner, mit 111 St. zum Bürgermeister gewählt.

Allendorf a. d. Lda., 19. August. Die patriotische Feier zum Andenken an die Schlacht bei Gravelotte ist hier tir sehr schöner Weise verlaufen. Am SamStag Abend bewegte sich ein prächtiger Lampionzug unter Vorantritt eines Musik- corpS durch die Straßen und auf eine Anhöhe nach dem Freudenfeuer. Hier hielt Herr Lehrer Eimer eine wohl- durchdachte, beifällig aufgenommene Ansprache, in welcher er ber ber Orünbung bes beutschen Reiches vorauSgegangenen Ereignisse gebuchte unb mit einem Hoch auf bie Deutsche Einheit schloß. Nachbem verschiebene passende Lieder ge­sungen waren und Herr Lehrer Schuch noch ^um Festhalten der Einigkeit ermahnt unb für baS Gelingen ber Hauptfeier bezügliche Wünsche geäußert hatte, enbigte bie Vorfeier mit einer breifachen Salve beS KriegervereinS. Die eigentliche Gebenkfeler würbe am Vormittag beS Festtages burch gemein­samen Kirchgang ber hiesigen Vereine eingelettet unb sand im GotteSbienfte ben würbigsten Ausbruck. Gegen 3 Uhr orbnete sich ber stattliche Festzug. Auf bem Festplatze sprach zunächst ber Präsibent deS Kriegervereins, Herr Braun- war th, in kurzen, schwungvollen Worten über die Bedeutung unb daS erfreuliche Zustanbekommen beß Festes unb bewill- fommnete bie Festtheilnehmer. Dann gebuchte Herr Lehrer Ab am ber gegenwärtigen Herrscher unseres engeren und weiteren BaterlanbeS als ber würbigen Nachfolger ihrer ruhmgekrönten Vorfahren unb brachte ein begeistert aufge» nommeneß Hoch auf Kaiser unb Großherzog aus. Die Fest- rebe hielt Herr Pfarrer Eckstein in ergreifender Weife. In derselben wurden die blutigen Schlachten, hauptsächlich bte von Gravelotte, inS rechte Licht gestellt, der Ruhmes- thaten ber Hessen besonberS gebucht unb uuf bie Bebeutung beß Krieges im Allgemeinen trefflich hingewiesen. Der Fest- rebner schloß mit einem kräftigen Hoch uuf büß brutsche Heer. Zwischen ben ungeführten Ansprachen wurden ent- sprechende Lieder gesungen. Im weiteren Verlaufe gestaltete sich baß Fest zu einem sehr schönen Jugendfeste. Arn Kletter- unb Schwebebuum, beim Erringen von Preisen auf bie mannigfachste Art, sowie burch Spiele unb Gesänge würben bie Kinber unb budurch auch bie Erwachsenen angenehm unter­halten. In bunkenßwerther Weise ließ ber Ortßvorstand den Schülern Bretzeln, Milch unb Bier verabreichen, wobei Herr Lehrer Sellin i. P. unb Herr Pfarrer Eckstein herzliche Ansprachen an bie Jugenb hielten. Um >/,9 Uhr begab man sich nach brei Ehrensalven in geordnetem Zuge befriedigt nach Hause. Daß Fest war recht geeignet, Baier- lanbßliebe zu wecken unb zu beleben. Die hiesigen ehemaligen Krieger, welche sich an ber Gebenkfeier in Darm« stabt beteiligten, erhielten auß ber Gemeinbekasse je lOUJtt. unb diejenigen, welche an ben Festlichkeiten in Gießen Antheil nahmen, je 5 Mark.

R. Reichelsheim, 20. August. Wir haben feit einiger Zeit eine Mufernepibemie in unserem Städtchen, welche aber gutartig verläuft. Trotzdem bekamen wir keine Ein­quartierung von ben 13r Husaren, welche gestern unb heute hier in ber Gegenb lagen, um zu ben Beigabe«- manöDern nach Frankfurt zu marschiren. Da unsere Be-

betrag beß Gemeinbevermögenß (Waldungen, Felbgüter, Ge­lände, nutzbare Rechte, Activforderungen) ist auf Mk. 221 323 567 festgestellt- die Außschläge auf daß Gesammtsteuercapital be» Kiffern sich auf Mk. 11 254 278. Eine Vergleichung beß Communalfteuercapitalß, ber Schulben unb Ausschläge noch dem Stanbe vom 1. April 1884, 1887, 1890 liefert folgendes Ergebniß:

auf das gefammte Communalsteuereapital: 8 773 245 9 644 159 11 254 278

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