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völkerung sehr gastfrei ist, bedauert sie, unsere Landsleute und Vaterlandsvertheidiger nicht ausnehmen zu können. Andererseits ist es aber doch sehr erfreulich zu sehen, mit welcher Sorgfalt die Verwaltungs- und Militärbehörden über die Gesundheit der (Stoib und Militärbevölkerung wachen. — Gestern begann auch bei uns die Jagd auf Feldhühner. Die Jagdbeute war recht befriedigend, die zur Strecke gebrachten Hühner waren feist und wohl ausgewachsen. Auch Hasen, die aber noch nicht erlegt werden dürfen, zeigten sich in beträchtlicher Zahl. — Die Kartoffelpreise lassen nach, weil die Spätkartoffeln reichlich und gut aus- fallen werden. Dagegen ziehen die Futterpreise an, denn auch der Monat August, welcher von Falb äußerst naß angesagt war, bleibt trocken, so daß Grummet und zweiter Kleeschnitt keinen halben Ertrag liefern. Zuckerrüben und Hackfrüchte sehen gut auS, letztere müffen aber zum Theil wegen Verunkrautung nochmals behackt werden. Gemüse, in erster Linie Weihkraut und Wirsing, werden stark von den Raupen des Kohlweißlings angegriffen. Von Frühobst waren Mirabellen sehr gesucht und es wurden hohe Preise geboten, ohne daß die Nachfragen befriedigt werden konnten. Frühzwetschen gehen bei dem warmen sonnigen Weiter rasch der Reise entgegen. Sogar die Trauben an unseren HauStraubenstöcken (Frühgutedel) find schon vielfach gefärbt und fangen an weich zu werden. Schade, daß die Spatzen und Wespen, denen man sich schwer erwehren kann, so vielen Schaden anrichten. Die Gründüngungs- pslanzen, Erbsen, Wicken, Lupinen, weißer Senf u. A., welche rechtzeitig untergebracht wurden, gingen gut auf und sind bereits handhoch geworden.
Altenhain, 11. August. Dieser Tage gründete sich unter dem Vorsitze des Herrn Karl Rahn dahier ein Jung, gesellenverein, dem fast sämmtliche junge Herren hier beitraten. Darob gerechte Entrüstung unter den hiesigen Damen.
Keffelbach. 18. August. Heute wurden den Veteranen zu der Thetlnahme an der Feier des 25jährigen Gebe nkfe st eS die durch Gemeinderathsbeschluß vom 9. d. M. bewilligten fünfzig Mark zur Unterstützung aus hiesiger Gemeindekasse auSbezahlt.
Laubach, 18. August. Nachdem sich um 4 Uhr ein aus verschiedenen hiesigen Vereinen gebildeter Zug durch die Stadt bewegt hatte, nahmen die Mitglieder deffelben Aufstellung um das Kriegerdenkmal, wo sich vorher schon Seine Erlaucht der hiesige Graf und Söhne in Uniform, sowie einige Offiziere vom Stabe des 14. Husaren Regtments, zur Zett hier und in der Umgebung einquartirt, eingefunden hatten. In markigen Worten schilderte Herr Pfarrer Volp den Verlauf deS Feldzuges bis zur Schlacht bet Gravelotte, insbesondere die Anthetlnahme der Hess. Division und rief, intern er erwähnte, daß von 40 Veteranen aus Laubach 7 den Verwundungen und Strapazen des Feldzugs erlegen, durch Verlesen der Namen der letzteren dieselben in dank- barer Erinnerung tnö Gedächtniß zurück. Dem Hoch auf Kaiser und Landesfürst folgten mehrere patriottsche Lieder, durch den hiesigen Gesangverein vorgetragen. Ein am Abend vor dem Kriegerdenkmal recht hübsch angelegtes Feuerwerk beschloß die schöne, wenn auch durch Fehlen eines Musikcorps etwas stille Feier.
Mainz, 18. August. Ein Menschengerippe im Boden. Bei den Lagerarbeiten, die auf dem Kästrich in dem Zeltlager der dort untergebrachten Mannschaften vorgenommen wurden, fanden am Samstag die Soldaten beim AuSheben der Erde nahe unter der Oberfläche ein menschliches, gut erhaltenes Gerippe- nur der Schädel war durchlöchert. Der Umstand, daß dieses Lager auf einem Gelände liegt, das schon seit uralten Zeiten zu den Festungswerken gehört, läßt schließen, daß man eS hier mit den Ueberresten eines militärisch Hingerichteten Erschossenen zu tbun hat, die auf dem Richtplatz beerdigt wurden. Da die Oesterreicher daS Erschießen mit nur drei Mann vollzogen, die unmittelbar vor dem Verurtheilten ihre Schüsse, zwei auf die Brust und einen auf dem Kopf abgaben, so ist deS Weiteren anzunehmen, daß hier ein Act ihrer Militärjustiz vorliegt.
△ Mainz, 20. August. Gegenwärtig befinden sich die Müller und die Bäcker deS mittelrheinischen Zweigvereins auf dem Kriegsfuß. Die ersteren wollen, wie sie auf einer gestern in Frankfurt stattgehabten Generalversammlung beschlossen haben, den Bäckern das Mehl nicht mehr nach dem seither üblichen Modus „auf Abberufung" verkaufen, indem bei den jetzigen Verhältnissen die Müller bei dieser VeikaufSart nicht mehr bestehen könnten und nur die Bäcker den Dortheil davon zögen. Eine Commission wurde beauftragt, Vorschläge zu anderen Lieferungsbedingungen zu machen. Bet dem häuslichen Streit zwischen Bäcker und Müller hat vielleicht daS consumirende Publikum den Vortheil.
/^Kastel, 20. August. BetdemPionierbataillonNr.il b^r macht zur Zeit der Sprosse eineß der eifrigsten Be- kämpser des Militarismus als Einjähriger eine sechs- wöchentliche Hebung mit — nämlich ein Sohn von Wilhelm Liebknecht. Obgleich sein Name für Manchen „schrecklich", wird der junge Mann von seinen Kameraden als ganz tüchtiger Soldat geschildert. Eine große militärische Garnen wird sich derselbe in Deutschland wohl schwerlich versprechen. __________________________________________
vermischte».
♦ Marburg, 20. August. Ein Unglücks fall, der von Neuem eine ernste Mahnung zu vorsichtigem Umgehen mit Schießwaffen sein sollte, trug sich gestern Abend in der Frankfurterstraße zu. Zwei Realschüler, darunter der Sohn deS Bauunternehmers M., batten fich ein Teschin geborgt, um Spatzen zu schießen. Durch irgend eine unvor- stchttge Handhabung der Waffe entlud sich dieselbe und der Schuß traf den M. so unglücklich, daß der Tod sofort tmtrat. ö. Z.
Ms. Caffel, 20. August. ®e- Majestät der Kaiser, welcher, wie gemeldet, gestern Abend 8*/* Uhr mittelst
SonderzugeS auf WilhelmShöhe eintraf, wurde von dem viel- tauicnblöpfigcn Publikum, das ihn schon von Weitem in der Generals^Uniform erkannt, besonders herzlich begrüßt. Die Kaiserin überreichte ihm einen im Schloßpark zu WilhelmShöhe selbst gepflückten Rosenstrauß. Heute Mittag fuhren die Majestäten in offenem Wagen nach Caffel, überall mit lebhaften Ovationen begrüßt, stattetem dem commandirenden General und dem Oberpräsidenten Besuch ab und besichtigten die fönigl. Gemäldegallerie.
Ms. Wildungen, 20. August. Ein schönes, stattliches Pferd, ein vierfüßiger Veteran auS dem französischen Kriege 1870/71, befindet sich jetzt noch im Befitz deS Mühlen- besitzerS Julius Waldschmidt in dem benachbarten Wega. Das Pferd ist noch sehr diensttauglich und zieht täglich zwei mal den Milchwagen nach Wildungen. ES hat als Reit- pferd im 11. Artillerie-Regiment (Caffel) die sämmtlichen hervorragenden Schlachten mitgemacht und wurde wegen eines geringen Fehlers nach dem Kriege auSrangirt und von dem jetzigen Besitzer auf der Auclion deS Regiments in dem benachbarten Fritzlar erstanden.
* Frankfurt a. M., 20. August. Ein leben smüder Hochzeiter. In einem hiesigen Hotel hat fich gestern Nachmittag der Gerichtsaffeffor Aug usti n auS Berlin erschossen. Der 33jährige Mann hatte sich mit der Tochter einer hiesigen angesehenen Familie verlobt, gestern Vormittag halb 12 Uhr wurde das Paar in der Katharinenkirche getraut. Während der Hochzettsfeierlichkeil, die im Hause der Schwiegereltern begangen wurde, theilte der junge Ehemann gegen 2 Uhr seiner Frau mit, er werde sich jetzt „französisch empfehlen", um die Karten zur Hochzeitsreise zu lösen. Er entfernte sich denn auch. Kurz nach 2 Uhr erschien in dem erwähnten Hotel ein Herr, der um ein Zimmer bat. Er wurde bedeutet, daß ein solches nur im vierten Stock frei sei. Nach der Besichtigung erklärte der Herr, baß Zimmer paffe ihm, man möge ihm eine Erfrischung besorgen, er habe erst noch einen Gang zu thun. Kurze Zeit darauf kam er wieder und begab fich in sein Zimmer. Nach etwa einer Viertelstunde fielen zwei Schüsse in dem Zimmer- als man mit der Polizei eindrang, fand man den Fremden mit zwei Kugeln in der Brust entseelt auf dem Bette. Er hatte sich bei dem kurzen Ausgang zwei Armeerevolver und zwei Packete mit scharfen Patronen gekauft. Die Revolver waren an einen Stuhl festgebunden und die Läufe so gerichtet, daß beim Abdrücken die Kugeln in jedem Falle die Brust beß auf bem Bette liegenben Mannes treffen mußten. Zwei Briefe trug er bet sich, von benen, wie sich später herausstellte, ber eine an ben Bruder in Berlin, ber anbere an ben hiesigen Schwager bes Entseelten gerichtet war. Heber den Inhalt wirb vorerst Schweigen beobachtet. Im Hochzeitshause war man inzwischen über baß lange Ausbleiben bcs Mannes unruhig geworben unb machte, ba man einen Hnglücksfall ver- muthete, ber Polizei Anzeige. Hierburch war man erst im Staube, bie Jbentität ber Leiche des biß bahin Unbekannten festzustellen.
*△ Hochheim a. M., 20. August. Frau Wittwe Bur g ef f, bereu herrliche Villa verfloffeue Woche ein Raub ber Flammen geworben ist, hat ben wackeren Manu — Schreiner Grö nning von hier — ber mit eigener Lebensgefahr bie brei in bem brennenben Gebäube anweseuben Dieustmäbchen vor bem Verbrennen rettete, hochherzig belohnt. Der kühne Manu erhielt 3000 Mk. Überwiesen. — Der Mobilarschaden, ber burch ben Branb entstauben, ist noch viel größer als man anfänglich glaubt, inbem viele Golb- unb Schmucklachen vermißt werben, bereu Fragmente in bem Schutt verloren gegangen sinb. Ein Gemälbe ist verbrannt, baß einen Werth von 7000 Mk. haben soll.
* Wiesbaden, 20. August. Daß „Tageblatt" meldet: Der Generalstabß-Osfizier Jnfanterielieutenaut Thierry ist heute Vormittag auf dem Exercierplatze dadurch verunglückt, daß fein Pferd unb gleichzeitig zwei Pferbe bes nachfolgenben Geschützes stürzten. Der Offizier gerieth unter bie Pserbe unb erhielt einen heftigen Hufschlag gegen ben Kopf. Er würbe mit zerschmetterter Kinnlade ins Lazareth gebracht.
* Berlin, 20. August. Ein hier in der Kastanien- Allee wohnender Malermeister Tonn, der burch Verluste bei Bauarbeiten in Vermögensverfall gerathen ist, hat fich heute früh vom Balcon seiner 4 Etagen hohen Wohnung herab- gestürzt. Seine Fran versuchte ihn, als er schon über bas Gitter geklettert war, zurückzuhalten, unb hat ihn mehrere Minuten, als er schon in ber Lust schwebte, an ben Hänbeu festgehalten, bis ihr bie Kraft versagte. Vor ben Augen einer großen Menschenmenge, aus ber Niemanb baran buchte, zu Hülfe zu eilen,w stürzte ber Mann herab unb war sofort tobt.
• Esten a. d. R., 20. August. Bei Heckenborf wurde gestern Abend der Streckencontroleur Wey erlich von dem Effener Personenzuge üb er fahr en. Der Hinterkopf wurde zerschmettert - der Tob trat sofort ein. Weyerlich hinterläßt eine Frau mit mehreren Kinbern.
* Bublitz, 16. August. In ber vergangenen Woche starb hier eine merkwürbige Persönlichkeit, ein Zw erg, ber Sohn bes hiesigen Schuhmachers Meitzel. Der Verstorbene hatte bie Größe eines vier- bis sechsjährigen Kinbes unb ist ber Sohn normal gebauter Eltern. Außer einer zwerghuften Tochter sinb ber Ehe noch zwei normal entwickelte Kinber entsproffen. Der Verblichene bereiste seiner Zeit mit seiner gleichgroßen Schwester biee’ größeren Stäbte beß Continentß und Hut außer kostbaren Geschenken ein bedeutendes Vermögen erworben. Er erreichte ein Alter von 47 Jahren, war bisher stets gesund und starb plötzlich am Schlagfluß.
* Neapel, 19. August. Gestern Abend drängte sich eine große Anzahl Wähler auf der Treppe des Gemeindehauses in Mercato zusammen, unb stürzte, nachbem bas Treppengeländer eingenffen war, in bie Tiefe. Von 60 Personen, bie biefen Unfatt erlitten, ift eine gestorben, zwei sinb bem Enbe nahe, 17 schwer unb 30 leicht verletzt. Die Verletzten würben ins Hospital geschafft.
* Kurze Kr egßgeschichte eines Königsbergers. Viel bekannt ist die köuliche Geichichte DaudetS von bem Turko, ber tapfer in allen Schlachten kämpft, ohne zu wiffen gegen wen, unb als Solbai ber Pariser Commune erschossen wirb, ohne zu wiffen wofür. In seinen „Erinnerungen" erzäh t Felix Dahn ein beutscheS Seitenstück bazu: Zwei Batterien beö 1. Armeecorps waren in Königsberg eingeschifft, aus ber Eisenbahn angelangt unb aus derselben sofort in die Schlacht geeilt. Ein wackerer Ostpreuße, der das Eiserne Kreuz trug, erzählte nun auf eine Frage nach dem Anlaß solcher Ehrung: „Wofür? Ja, Horche (Herrchen), das kann ich Ihnen nicht sagen. Von Königsbarg fort in der Eisenbahn, immer fort, immer fort — durch so scheenes Land — überall gegaffen unb getrunken, ach so viel Wein! Ueberafl angesungen 1 — Aus einmal: „Halt!" — Es schießt mit Kanonen: — raus auS bem Wagen: — rauf auf einen hohen Barg (so was Hohes hatte ich noch nie geseh'n): — unser Geschütz war baß erste: — ich richtete eß: auf einmal: — Dauz! — muß vor ben Kopf. Ich fall' um. Wie ich aufwache, fobv* ich wieber per Eisenbahn liegend auf Battchen (Bettck n), nach Königsbarg. Der Kopf brummte noch lang. Dann kam daß Eiserne Kreuz. Jetzt brummt er schon lang nicht mehr".
* Preiskegelschieben nm ein HauS. Man schreibt dem „P. L." auS Oedenburg: Der gewesene Besitzer der Lithographie unb Steinbruckerei, Herr Lubwlg Thiering, hat sich entschlossen, sein im frequentesten Viertel unserer Stabt gelegenes lastenfreies HauS Jammt Garten im Werthe von 40,000 fl. im Wege eines PreiSkegelschiebenS als ersten Preis auSzuspielen. Bebingungen sinb: Jebermann muß minbeftenS fünf Loose, welche zu 25 Schüben berechtigen, unb 2 fl. 50 fr. kosten, kaufen. Der betreffenbe Besitzer solcher Loose ist nicht verpflichtet, selbst zu schieben, sonbern er kann mit bem Schieben bie geübtesten sogenannten „Prater- schieber" betrauen. Die anberen vier Preise sind: Zweiter Preis 4000 fl., dritter Preis 3000 fl., vierter Preis 2000 fl. und fünfter Preis 500 fl. Demjenigen, der die meisten Loose gekauft hat. Das Preiskegelschieben beginnt am nächsten Sonntag auf der Kegelbahn im „Jnselgarten". Aus Budapest und Wien werden viele Theilnehmer erwartet.
atur und ICattfL
Die Veteranen des Krieges von 1870, denen es vergönnt war, bas Jubiläum der vor 25 Jahren von ihnen erkämpften glorreichen Siege mitzufeiern, fühlen ben begreifllichen Wunsch, eine lebenblge Erinnerung an ben Krieg selbst wie auch an dies Jubiläums- jahr zu besitzen. Soeben geht uns von ber bereits in diesen Blättern öfter genannten, aufs reichste illustrirten, wirklich einzigartig schonen Jubelausgabe von Hauptmann Taneras »Ernsten und heitere« Erinnerungen eines OrdonnauzofstzierS im Jahre 1870/71* (E. H. Beck'fcher Verlag in München) Lieferung 4 unb 5 zu. Die beiden neuen Lieferungen des Tanera'ichen Werkes enthalten 2 Doppel - Vollbilder zur Schlacht von Sedan: „DaS Gefecht der 2 bayer. Division bei La Moncelle am Morgen" und „Am Abend des 1. Sept. 1870", außerdem eine Reihe einseitiger Vollbilder (Auffahren ber Artillerie bet La Moncelle, 1. Sept. 1870, In Bazeilles am 2. Sept. 1870, Aus bem Vormarsch nach Paris, 11. Sept. 1870, Reims im Sept. 1870) und endlich eine große Anzahl aus dem Leben gegriffener Textbilder. Aber nicht nur den Veteranen des großen Krieges, sondern jedem deutschen Hause ist die Subscription auf dies treffliche Werk aufs wärmste zu empfehlen. Dasselbe erscheint in 22 Lieferungen zum Preis von 50 Pf. voll- ständig bis Weihnachten d. I.
Schistsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen oertreten durch die Agenten Carl Loos unb I. M. Schulhof.
Bremen, 20. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnellbampser Ems, Capt. W. Reimkasten, vom Norbdeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gieße«.
33. Woche. Vom 11. August bis 17. August 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 400 (incl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSziffer für Gießen: 11,61, einschl. 2 Ortsfremde: 16,25°/«.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1.Lebensjahr: 2.—15. Jahn Lungenschwindsucht 2 2 — —
Organ. Herzkrankheit 2 (1) 2 (1) — —
Lungenentzündung 1 (1) 1 (1) — —
Sonstige entzündliche
Erkrankungen der
AthmungS-Organe 11 — —
Unbet. Todesursache 1__________1___________—__________—
Summa: 7 (2) 7 (2) — —
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommt».
Witterungsbericht vom 20. August.
In ber Vertheilung bes Luftdruckes und in der dadurch bedingten Wetterlage ist keine wesentliche Aenderung eingetreten. Central-Europa ist andauernd von hohem Druck beeinflußt und herrscht dementsprechend auf bem größten Theil des Kontinents ruhiges unb meist heiteres Wetter. Die norbwestliche Depresfion hat sich weiter ostwärts auSgebreitet, während das Minimum, welches gestern Nordost Europa bedeckte, in baß Innere von Rußlanb abgezogen ist. Die Temperaturen lagen heute Morgen allenthalben beträchtlich höher als gestern.
»orauSKchttiche Witterung:
Fortbauer des bisherigen Witterungs Characters.
«m 21. August Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in ber Südanlage).
Barometerstand.
■ hiiiiiiiHiii|iiir|fiii|iiii|iiiiimnw
Thermometer: min. + 11° R., max. + 23° R.
Hygrometer: Gewitterbildung.
Temperatur der Lahn und Lust
nach Reaumur gemefien am 21. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag!.
W-ffer 17°, Luft 21-/»° im Schatt«.
Rübfamen'fche Bade- unb Schwimmanstalt.


