Ausgabe 
14.8.1895 Zweites Blatt
 
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ranüwirthschaftliche Minke uni Kathschlä-r.

«us cberhesftv, Anfang August.

D$e*M**r< 1892, ^^3. 1894 und 1895 haben und im H^blick aur Witterung und Wolke«,ug Harle Nüfle zu knacken gegebm. Der Bauer und seine Werkstatt: Feld, Wiesen, Wald und hangen an diesen beiden Dingen und sie spielen eine ßeupb r.°5f1 bei Erzeugung der landwirihschaftlichen Producte und ihrer richtigen Bergung.

lafrren wurde in dieser Zeitung darauf hingewiesen, stets sorgfältig das Welter und die meicoto» «tttheiluuge« in den Sffentltchen Blättern studiren weeM . fB er leine eigenen Erfahrungen und veobacht- ««ge« dabei nicht vernachläistgen dürfe. Schreiber dieser Zeilen notirt sich schon seit vielen Jahren die Witterungserschetnungen der em,einen Jahrgänge und Hal diese Notizen in Verbindung mit den Nachrichten der Seewarte schon ost mit Vortbeil angewandt. DaS Jahr 1895 hat manche Erfahrungen bestät'gl. ES möge folgende Angabe alß Beispiel dienen: Für die Sommerwitterung sind die Tage vom 6. bis 13. Juni, «uweilen auch vom 8. Sis 15. Juni von entschiedener Vorbedeutung, ähnlich wie eS die Tage vom 18. bis 26. anart für die Frühjahrswitterung zu sein pflegen. Ist die Witterung wahrend der letztgenannten Tage naßkalt, rauh und stürmisch, wie sie eS die-mal gewesen sind, so haben wir auf kein gemüthlicher Frühjahr zu rechnen. Wir erinnern an den unbehag- nchen Mai, der unS oom 15. des Wonnemonats einen solchen Tempe­raturrückschlag brachte, daß man die Ctfen Heizen und die Winter­kleider hervorholen mußte. Hinsichtlich der Tage vom 6 bis 18. Juni roitb bemerkt: Sind sie mild, sturmlos, ohne Hagel, Schlag- und A^tzregen, so darf auf einen gutm Dorfommer gerechnet werden. Sind die Tage trocken mit Ostwmd, so bleibt der Vorsommer heiß

daß der logische«

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und trocken. Man vergleiche die WttterungSoerhältniffe der Jahre 1392, 1893, 1894 und 1895 mit den Tagen oom 18. US 26. März und vorn 6. bis 15. Juni und wird eine überraschende Harmonie finden. Bei trockmem Juni pflegt in der zweiten Juliwoche Siegen einzutretm. Wir hattm während deS gangen Jmi fast ununter­brochene Nordostwinde, am 12. Juli trat die Wmdung zum Befierm ein. Im Jahre 1894 hattm wir am 11. Juli einen heftigen Sturm; drei Wochm lang vorher war es beiß und trockm; am 12. Juli gab eS Gewitter,^ am 14. Juli war der Cyclon in Bauern, welcher mehrere Dörfer zerstörte. Daß in diesem Sommer die Wmdung zum seuchtm Wetter am 12. Juli eintret, ist bereit# gesagt worden. Wir em- pfehlm dem Bauer dringend, auf diese Wmdetage vorn 18 btS 26. März und oom 6. bis 15. Juni alljährlich zu achtm, fie könnm ihm sehr werthvolle Fingerzeige gebm. Seil Jahrhundertm weisen die Baumregeln, die nichts anderes als practische Erfahrungen aus lahrhundertlangen Beobachtungen sind, auf diese Tage fr in. Man muß aber die Bauernregeln und WitterungS-VerSchm nicht gedankenlos nachsprechen und feinen Schlendrian ruhig wester fchlottern und bummeln, sondern muß aufmerksam beobachte« und die meteoro- logischm Nachrichten der öffmtlichm Blätter mit biefen Erfahrungm unb Merkzeichm in Derbinbung bringen, dann wirb man Erfolge habm.

Für biesmal wollen wir eS bei ben von uns hervorgehobmm zwei Hamrtwetterreaeln im Mär, unb Juni jedes Jahres dewmdm lauen. Es gibt sich vielleicht Gelegmhett, ein anderes Mal wieder auf diesen Gegenstand zurückzukommen. Wir wollm aber noch einS frerDörfreoen: 8uf ©tnnbe und Minute läßt sich Regen und Sonnen- fchein niemals anfegen: aber der Wttterungscharacter läßt fich ganz gut für eine Zeit lang vorausbestimmen, wenn richtig beobachtet wirb.

Unaufhörlich muß man unseren BerufSgmossm das Genossen»

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