*• Der deutsche Werkmeister - Verband besitzt jetzt circa 28,000 Mitglieder und ein Verbandsvermögen von 1,045,000 Mart. Der Verband hat in den zehn Jahren seines Be- stthenß an Wittwen und Waisen von Mitgliedern 2 Millionen Sterbegelder gezahlt. Er geht jetzt mit der Absicht um, t'ne Altersversorgungs- und Invalid enkasse für seine Mitglieder zu gründen. Die idealen Bestrebungen deS Verbandes find darauf gerichtet, jugendlichen Arbeitern und Lehrlingen eine geeignete Vorbildung zu verschaffen.
** 25 jährige Srinuernugsfeier au 1870, zugleich Ber- bandsfest der ttriegerkameradschaft „Hasfia". Die Vereine der Zkriegerkameradschafr „Hassia" machen wir darauf aufmerksam, daß eS jetzt die höchste Zeit ist, allenfallfige Nachmeldungen zu dem Feste der 25 jährigen ErinnerungSfeier an 1870—71 zu bewerkstelligen, da am 20. Juli die Listen geschloffen werden müssen, und dann weitere Nachmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden können. — Die Zahl der angrmeldeten Vereine beträgt biß jetzt nicht weniger als 504, davon aus der Provinz Starkenburg 182, aus Oberheffen 196, ans Rheinhessen 126.
** Obst- uud Kartoffel« arkt zu Darmstadt. Der im Herbst v. Iß. im „Darmstädter Hof" abgehaltene Ob stund Kartoffelmarkt fand, wie noch allgemein bekannt se.n dürfte, sowohl bei Produzenten, wie bei Consumenteu günstigste Aufnahme. Wurden doch auf dem Markte mehr wie 400 Verkäufe abgeschlossen, ohne der Geschäftßverbin- düngen zu gedenken, welche sich an den Markt anknüpsten. Ausstellungen an den gelieferten Producten kamen aber im «Ganzen nur sehr wenige. Mit Rücksicht auf den guten Erfolg des vorjährigen Marktes und im Hinblick auf den großen Anklang, den derselbe in Interessentenkreisen gefunden hat, beschloß daß Comitee für Abhaltung von Obst- und Kartoffelmärkten in Darmstadt auch dieses Jahr wieder einen solchen Markt unter Ausdehnung auf Gemüse in Darmstadt abzuhalten. Derselbe soll Mitte October (voraussichtlich 12. biß 15. October) stattfinden und mit einer Obst-, Ge- mü|e» und Kartoffelaußstellung verbunden werben. Außftel- lung und Markt finden in einem central gelegenen Locale der Stadt in gleicher Weise wie im Vorjahr statt; auch eine Prämiierung wird sich der Ausstellung wieder an» schließen.
G. Bad Nauheim, 13.Juli. An Kurfremden sind in der Woche vom 5. biß 12. Juli 1079 (1894 — 900) angekommen. Hierzu Bestand nach voriger Kurliste 6906, Summa 7985 (1894 — 6863), wovon am 12. Juli noch 3369 anwesend waren. Vom 1. April biß einschließlich 6. Juli wurden 75,920 Bäder verabreicht.
Butzbach, 11. Juli. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse der am 14. o. M. vorgenommenen Berufs- und Gewerbezählung ergibt für die Stadt Butzbach 3293 Anwesende, darunter 1989 männlichen Geschlechts und 1304 weib- -rchen. Eß wurden außgegeben 639 Haußhaltungsliften, 420 Landwirthschaftskarten und 184 Gewerbebogen. Die Zahl 1989 begreift circa 332 Sträflinge in sich. D. Z.
R. Reichelsheim i. b. W., 12. Juli. Unser Städtchen ist eben daran, sich wegen des am 14. und 15. Juli zu feiernden 50jährig en Stiftungsfestes b eß hiesigen Gesan gvereinS in das Feftgewand zu hüllen. ES werden 24 Gesangvereine aus Oberhessen erwartet. Von den Gründern deS Vereins aus dem Jahre 1844/45 sind noch 4 am Leben, denen im Festzuge ein besonderer Ehrenplatz reservirt ist. — Der Eisenbahnbau kann bei uns jeden Tag beginnen, nachdem sämmtliche Angelegenheiten in Bezug auf Feldbereinigung, Geländeabtretung und Wegeanlagen flott erledigt worden find.
W. 8. Aus der südlichen Wetterau, 12. Juli. Die Spätkirsch en werden jetzt geerntet und zur Versendung g bracht. Man war der Anficht, daß dieses Obst billiger werden würde, als die Frühsorten, hat sich aber getäuscht. Der Grund liegt in den ungünstigen WitterungSverhältnissen, I welche Kern-, Stein- und Beerenobstarten wenig fördern. I Das Pfund Spätkirschen wird mit 20 Pfennigen bezahlt. Die Waldbeeren, alß: Himbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren (letztere sind bei unß sehr rar und werden aus der Gegend von Gelnhausen, wo Buntsandftein herrscht, eingeführt) lassen bei den trockenen Nordoftwinden im Ansetzen nach und ziehen im Preise an.
Lauterbach, 12. Juli. Die im vorigen Monat vorgenommene Berufs- und Gewerbezählung ergab eine ortßanwesende Bevölkerung von 3461, hiervon 1610 männliche und 1851 weibliche Personen. AuSgefüllt wurden 800 Haushaltungslisten, 579 Landwirthschaftskarten und 154 Gewerbebogen.
K. Walleruhauseu, 11. Juli. Bei der heute hier ftatt- gefuudenen Stichwahl zwischen Herrn Beigeordneten Reuning und Herrn Karl As muß wurde ersterer mit 73 Stimmen zum Bürgermeister gewählt, letzterer erhielt nur 68 Stimmen.
-ck. Aus dem Kreise Alsfeld, 12. Juli. Die Heidel- beeren, die besonders im nördlichen Theile des Kreiseß wachsen, sind diese« Jahr in einer solchen Menge gediehen, daß der Preis für dieselben ein so niedriger ist, wie seit einem Jahrzehnt nicht. Man verkauft die Maß (— 2 Liter) Heidelbeeren außwärtß für 20 Pfennig, an den Orten, in deren Waldungen sie wachsen, aber noch viel billiger. Dieser außergewöhnliche Reichthum an Heidelbeeren und ihr unge- wohnlich billiger Preis bieten eine Gelegenheit für die Haushaltung, den vortrefflichen Heidelbeerwein zu erwerben, deren Benutzung nur Jedermann empfohlen werden kann. Wiewohl die Kenntniß in der Bereitung des Heidelbeerweins fich außgebreitet hat, so ist sie doch noch weit davon entfernt, Jedermanns Gemeingut geworden zu sein. Bücher mit trefflichen Anleitungen zur Bereitung deS Beerenweins sind genug erschienen, aber dem Landmaun sind sie meist unbekannt. Diese Umstände rechtfDrtigen wohl die Miltheilung eines ReceplS für solchen Wein an dieser Stelle. Nachdem man ' die Heidelbeeren in einer jetzt leicht zu habenden Beerenpresse
, oder auch in einem Beutel auS grobem Leinentuch ausge- . drückt, gießt mau zu 1 Liter Saft 2 Liter Wasser und giebt 350 bis 400 Gramm Zucker hinzu, um einen guten HauS- trunk zu erzielen, für Tischwein aber 500 bis 600 Gramm Zucker und für Liqaeurwein 750 biß 900 Gramm Zucker. Den Zucker kocht man am besten vorher mit Wasser auf, wobei der sich bildende bräunliche Schaum, daß Ultramarin, sorgfältig abgeschöpft werden muß. Dann gießt man noch die erforderliche Wassermenge hinzu und mischt beides mit dem Saft. Daß Zuckerwasser darf jedoch nicht zu heiß, sondern in einer ca. 16« R. betragenden Temperatur zum Saft gegeben werden. Ist die Mischung vollzogen, so bringt man sie in ein Fäßchen oder bei kleineren Mengen in Flaschen und stellt daß Gefäß an einen Ort, der eine Temperatur von ca. 16 0 R. hat. Während der Gährung verzehrt der Wein etwas, es muß deshalb stets mit Saft oder Zuckerwasser nachgesüllt werden, um das Faß spundvoll zu halten. Ist der Wein klar geworden, so lasse mau ihn von der Hefe ab, fülle ihn—will man ihn bald verbrauchen — in Flaschen, oder lasse ihn noch feine Zeit lang in dem vorher gereinigten und geschwefelten Faß lagen, wodurch er an Gehalt gewinnt und fülle ihn hiernach in Flaschen._____________________________
Vermischtes.
Ms. Cassel, 12. Juli. Mit dem Schneiden des Roggens ist gestern bei unserer Stadt bereits der Anfang gemacht worden.
* AuS Ostpreußen, 8. Juli. Der Besitzer Groß aus Ramofchkehmen ist von zwei Knechten bei der Heimkehr von Darkehmen ermordet worden. Die Verbrechervermutheten, eine größere Geldsumme bei ihrem Opfer zu finden, wurden aber durch einen desselben Weges kommenden Besitzer verscheucht. Sie sind bereits verhaftet.
* Badesouue uud vadelebeu und das ganze ungezwungene Sich gehen lassen am Meereßstrande hat das Motiv für die neueste Serie von Chromoß-Kärtchen abgegeben, die die Liebigs Fleisch-Extract-Compagnie herausgibt. Nizza, mit der von Palmen eingefaßten Promenade des Anglais, die Ostender Digue, auf der sich das internationale elegante Leben entfaltet, und der Strand von Scheveningen mit seinen Strandkörben und Strandzelten und den in den Strand „eingebuddelten" Badegästen wird uns in lebensvoller Darstellung vorgeführt. Reger Schiffsverkehr ent- wickelt sich am Strande von Brighton, den ein sportsmäßig gekleidetes englisches Völkchen belebt. Schroff und steil hebt sich das rothe Helgoland aus den Fluthen, während das letzte Kärtchen uns das blaue Wasser deß Luganer SeeS zeigt, durch bewaldete Berge und schmucke Villen abgeschlossen. Wer Vergnügen am Reisen findet — und wo wäre der moderne Mensch, der das nicht thäte! — wird seine Helle Freude an den hübschen, in bekannter Weise künstlerisch auS- gesührten Kärtchen haben.
* Die Pflege der Kruppelkiuder. Die christliche Liebes- thätigkeit erstreckt sich auf alle Gebiete menschlichen Elends. Immer neue Wege und Mittel werden gesucht zur Linderung der Noth. So hat kürzlich der Provinzial-AuSschuß für Innere Mission in der Provinz Sachsen sein Augenmerk auch auf die Krüppelkinder gerichtet, deren es mehrere hundert, nach anderer Berechnung sogar mehrere tausend in der Provinz giebt, und eine Anstalt, nämlich das Johannesstift in Krakau, hat sich zur Aufnahme und Pflege solcher Unglück- lichen Geschöpfe bereit erklärt. Diese Krüppelkinder find im Allgemeinen zu unterscheiden von Schwachsinnigen und Blöden (wiewohl bet manchen leibliches und geistiges Siechthum zusammenfällt). Es handelt sich um solche Kinder, die ihrer großen leiblichen Gebrechen wegen in gewöhnlichen Verhältnissen nicht gefördert und zu irgend einem Lebensberuf nicht ausgebildet werden können. Diese armen Geschöpfe empfinden nicht nur ihr leibliches Gebrechen als eine Qual, sondern werden auch besonders durch das Gefühl ihrer Unbrauchbarkeit und der Belästigung der Ihrigen gedrückt und befinden sich daher in der Regel in einer äußerst traurigen GemüthSverfassung. Aber es kann ihnen geholfen werden! In Württemberg, Bayern, Frankreich, Dänemark und Schweden haben christliche Anstalten bereits mit dem größten Segen und Erfolg an solchen Geschöpfen gearbeitet, sie haben ihnen nicht nur ein menschenwürdiges Dasein und liebevolle Pflege, sondern auch christliche Bildung und die Ausrüstung zu einem LebenS- berufe geboten. So sind z. B. aus einer derartigen Anstalt in Bayern bis zum Jahre 1894 hervorgegangen: 2 Gelehrte, 3 Lehrer, 4 Musiker, 4 Buchhalter, 53 Schreiber, 59 Buch- binder, 23 Uhrmacher, 28 Schneider, 18 Galanteriearbeiter, 11 Maler, 13 Schreiner, 10 Pinselmacher, 9 Portefeuiller, 6 Lithographen, 5 Goldsticker, 7 Schuhmacher, 3 Blumen- macher, 4 Rentamtsgehilfen, 16 Oeconomiearbeiter, 6 Amts- gerichtögehilfen, 2 Sattler, 8 Papparbeiter, 56 Näherinnen, 11 Stickerinnen, 10 Zimmermädchen u. s. w. Nur 8% von allen in der Anstalt Verpflegten konnten wegen ihrer Gebrechen keinen selbstständigen Beruf erwählen.
* Große uud Wassermaffe der Meere. Eine neue und genaue Berechnung des Flächen-Jnhaltß, der durchschnittlichen Tiefen und des Wassergehalts der indischen Oceane ist von Dr. K KarstenS auSgeführt worden. In Bezug auf Größe, Tiefe und Wassermasse steht bei Weitem allen voran der Große Ocean. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt 4083 m, seine Oberfläche umfaßt 161 137 000 qkm und seine Wassermasse beträgt 658 Millionen Cubikktlometer. Ihm zunächst kommt der Atlantische Ocean mit einer mittleren Tiefe von 3763 rn, einem Flächen Inhalt von 79 776 000 qkm und einem Wasser-Jnhalt von 300 Millionen Cubikkllometer Der Indische Ocean hat eine mittlere Tiefe von 3650 m, seine Oberfläche umfaßt 72 563 000 qkm und sein Wasser- gehalt 265 Millionen Cubikkilometer. DaS Nördliche Eismeer ist am wenigsten tief, Karstens schätzt seine mittlere Tiefe zu 818 m, seine Oberfläche auf 12 796 000 qkm und seine Wassermasse auf 10 Millionen Cubikkilometer. Die durchschnittliche Tiefe deS Südlichen Eismeeres zu 1500 m und seine Oberfläche zu 15 630 000 qkm angenommen, er-
giebt für dessen Wassermasse 23 Millionen Cubikkilometer.. Alle Mittelmeere der Erde zusammen schätzt Karstens auf 30 748 000 qkm, bei einer mittleren Tiefe derselben von 1060 m ergiebt sich dann ihr Wassergehalt von 321/2 Millionen Cubikkllometer. Die gesammte MeereSdecke der Erde umfaßt hiernach 367 900 000 qkm und die gesammte Wassermaffe aller Meere 1286 Millionen Cubikkilometer. Die Höhlung der oeeanischen Becken der Erde ist so groß, daß, wenn das ganze über dem heutigen Meeresspiegel aufragende Festland sammt allen seinen Ebenen und Gebirgsmassen in die Meeresabgründe geschüttet würde, diese Abgründe dadurch kaum 6tß zu 1/M ausgefüllt würden.
* Briefträgeriuueu. Die Aachener Stadtpost „Merkur" hat seit einigen Tagen Briefträgerinnen angeftellt und die männlichen Briefboten entlassen. Die jungen Damen tragen x schwarze Kleider mit gelben Schleifen, einen schwarz lackirten Hut mit gelbem Baud und um die Schulter eine Ledertasche. Die Neueinrichtung erregt selbstverständlich viel Aufsehen.
* Eiu verspäteter Haupttreffer. Aus Brünn wird dem „N. W. T." berichtet: Der hiesige Bäckergehilfe Strzelecky und dessen Geliebte hatten sich zu Pfingsten in den Schwarzawa- fluß gestürzt. Bei der letzten Ziehung der Jo sziv^oole fiel nun der Treffer von 20000 fl. auf ein L00S eben jenes Strzelecky, der den Selbstmord verübt hatte. Der Gewinnst wurde feiner Mutter ausbezahlt. Es ist zu bemerken, daß die beiden Liebeßleute deshalb freiwillig in den Tod gingen, weil sie sich aus Arrnuth nicht heirathen konnten.
* Seltsame Familieuverhaltniffe. Eß ist kaum glaublich, aber doch wahr, daß zwei Halbschwestern, Töchter desselben Vaterß, so lebten, daß zwischen ihrem Tode 170 Jahre vergingen, und keine derselben lebte noch so lange, daß ihr Alter außerordentlich lange gedauert hatte. Der Großvater deS Ministers Fox, Sir Stephen Fox, heirathete im Jahre 1654 und im Jahre 1655 wurde ihm eine Tochter : geboten, welche noch in demselben Jahre starb. Er hatte ; noch mehrere Kinder, welche heranwuchsen und sich ver- heiratheten, aber sämmtlich vor dem Vater starben, ohne Kinder zu hinterlassen. Sir Stephen wollte nicht, daß fein großer Besitz in fremde Hände tarne; im hohen Alter heirathete er daher noch einmal und i?tn< jüngste Tochter wurde. 1727 geboren. Sie erreichte das hohe Alter von 98 Jahren und starb 1825, also 170 Jahre nach dem Tode ihrer ältesten ; Schwester.
* „Bruder Heiurich". Die Frage, ob die Anrede „93iuber Heinrich" eine Beleidigung enthalte, wirb demnächst von den Gerichten entschieden werden. Ein Solinger beabsichtigt nämlich, einen Mann zu verklagen, der ihn jüngst mit dieser Anrede gekränkt hat. <
* Eiu hübsches Stuckleiu aus Magdeburg läßt die „G. Z." sich von dort berichten: Das zu Ehren des neuen Oberbürgermeisters Schneider und deß scheidenden Äürger- meifterß Born veranstaltete Fe ftefse n hätte bald eine unliebsame Störung erfahren. Man hatte nämlich vergessen — die beiden Hauptpersonen einzuladen.
* Widerspruch. Hausirer (der vom stillen Theilhaber einer Firma hinauß expedirt wurde): „Schwindel, elender'. Gibt er sich auß als stiller Theilhaber und ist tnin doch mit im Geschäft thätig!"
*■ Rache. Wirth (zum Kellner): „WaS hat dps Pärchen, daß da in der dunklen Ecke sitzt, biß jetzt ver,zehn?" — „Den ganzen Nachmittag zwei Tassen Kaffee!" k- „Mehr nicht? Stecken Sie mal gleich eine Gasflamm'e in der Ecke an!" S
Universitäts»Nachrichten. 4
— Bo« de« medicinischenAaerrULterr. Auß Münzen, 9. Juli, wird der „Frkf. Zlg." berichtet: Die größte Frequenz l”itte unter den deutschen medicinischen Facultäten in dem zu tz^nde gehenden Sommersemester München mit 1209 Hörern, darunter i 712 nichtbayerischen Deutschen. Nach München kommt Berlin > mit 1 einer Frequenz von 1080 (darunter nur 298 nichtpreußische Deuts 40. ES folgen: Würzburg mit 707 (567 nichtbayerische Deutft tOr Leipzig 617 (285 nichtfächsische Deutsche), Freiburg 443, Gre ist- wald 406, Kiel 399, BreSlau 338, Erlangen 332 (172 Nichtbar ern), Bonn 324, Straßburg 300, Heidelberg 275, Königsberg 246, Marburg 245, Halle 241, Göttingen 220, Tübingen 215, Jena 195, Gießen 137, Rostock 101. Die Gesammtzahl der Medicinftudir enden ist 8030 (1894er Sommersemester 8012, Wintersemester 1894/95 7 786). Es ist interessant, welche große Anziehung die Münchner un-d die Würzburger Facultät auf vie nichtbayerischen Studirenden au8x übt und wie gering die Berliner Facultät von nichtpreuß, JW« Deutschen besucht ist, überhaupt daß die Berliner Facultät nit^W die Frequenz der Münchner erreicht. Es darf dies ein AnsporIN für den bayerischen Landtag fein, die Hand nicht zuzuhalten, wer^m die bayerischen Universitäten im Budget zur Berathung kommen, ridamit diese sich auf ihrer wissenschaftlichen Höhe erhalten können, ©g eprüft wurden mit Erfolg in dem Prüfungsjahre 1893/94 in ganz D eutsch- land 1406 Eandidaten der Medizin. Davon erhielten l( *0 die Schlußcensur „sehr gut", 928 „gut", 378 „genügend". Die r meisten „Einser" kamen auf Leipzig (14 von 201), München (12 vor. ' 166), Würzburg (11 von 135). Berlin gab gar keine erste Note. Ä Dort cheint man also am Strengsten examinirt zu Haden. Die zuweilen Noten find überall weit überwiegend: Leipzig 146 (von 201), Ml inchen und Berlin je 111 (von 166 bezw. 169), Würzburg 96 (von 136) u^j> f-
!1!
Literatur unb Arrnft. ~
— Kriegs-»rirmernnge«. Wie wir ««ser «iser« SH e« erwarben, bearbeitet oon F. von DincklageCarnpe, Deutsa VerlagshauS Bong & Co., Berlin W., 15 Lieferungen A 50 ,r M 3n dem kürzlich erschienenen zweiten Heft dieses Lieserungs-Pr werkes erzählt der Tambour von Le Bourget, einer jener Hel die aus der Masse der Streiter im Augenblick der Roth heroortrett»L-»d, mit Einsetzung ihrer Person Schlachten gewinnen Helsen, wie er 27^ 1 seine Kameraden zum Vorgehen mit sich fortriß. . a J* »eigt sich immer deutlicher, ein wie glücklicher Gedanke «S war? die hervorragenden Kämpfer von 1870/71 als Mitarbeiter für eine flch aus einzelnen Episoden zusammensetzende Geschichte deS groben Jä lyshes ju gewinnen. Da berichtet der Unterosfizier Kaiser, wie er ' 19) den Grasen Sierstorff auS dem Todesritt der Brigade Bredow bei B ion- ville herausgerettet, da theilt der Unterosfizier Martin mit, wA IOK er bei Bapaume die Bataillonssahne gerettet und bei Magny vor DlOl-d* nn<*nrle J^®trouiÜenbunb mit der Schlinge gefangen und aOb^ls tteberlauser in deutsche Dienste genommen. Großartige Schlacht^ gemälde und ergreifende Einzelbilder, Ernst und Humor wechseln in’ ' festelnder Weise ab und geben ein buntes, mosaikartig zusammeni *
■
AZ.«
£Lf(n gegen geE ffiferoklldtige^ Äre aut die M ÄuwS
ictm.
- Unter dm Ü ittaitn die Jllvükir «usb gffte JlltntTö«, » »Mden ‘Hang ein u Vitersreimde. Auch l kü;e geleistet, diel; Rationen von befti fliren, daß für dm b Wittling, 20'M dasL Wum Wer gebotet ihS fier die Gelegenhei einer guten und fcen die elften W 1 ft'itintn begriffen find - Et8 - 3ungfrftu - od Dorothea - Götz fruj - jWtn von ; cam von Waitbig - MDfag.. - UM kr Stobt überzeugen n htyanblung, sowie vorn
Tech«
- tim ttut (Rintn\d)t fRippaiMi laden und eis billigt die Nlim-Gesellschaft iis 6,5 m nach Vorsc leite gebi/bet werben H gelegt, zwischen ■trkn. Die Cbertant kri Zementbeton ausg kemluna, wenn man n liefe Konstruktion zeich »ll tg pro Quadratmeter
eine große Trägst «et« au3. FLr den neu JJ» to SBerltn find 3 ft Miu worden.
।~ ®köt Anlaßf
W WWferei; wenn d rofung oon 140 ffl und 35 Ms »edenunddieM^
-dessavresAi 77^' 3m ,BniL 0| «wmoni feste Lerbindung
1 mit 1 -
J“ 5l»w lijt „
MX?“ fflffljg ßnAmmonium ui
Usw, soll fix u y. disames ni
taM
N 9,75, RA?' Nen t vr.
Mu y°- Enten p
80-70 15®$,
Ms


